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Kind spricht nicht im Kindergarten!!

27. August 2004 um 9:29

Meine Frage an Euch.
Mein Kind spricht nicht im Kindergarten.
Nur wenn ich dabei bin.Vor 3 Tagen wurde es mal wieder im Gesicht gekratzt.Das ist schon das 2 Mal das es passiert.
Nur weil mein Kind nicht/sehr selten spricht muß ich jetzt zu einem Gespräch in den Kindergarten kommen.Erzieherin und Kindergartenleiterin wollen mit mir sprechen.
Komisch ist nur außerhalb des Kindergartens redet mein Kind wie ein Wasserfall.
Habe schon die Gruppe gewechselt.Hilft aber nicht.
Bitte dringend um Rat.
Lisa

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27. August 2004 um 10:23

Kind spricht nicht ...
Hallo lisa was dein Kind hat weis ich leider auch nicht, aber kann es sein das es sich einfach unwohl fühlt. Wie alt ist denn dein Kind und wie lange geht es schon in den Kindi?
Vielleicht fühlt es sich auch unterfordert, meine steht manchmal auch nur da und schaut zu bis sie weis wie und was.
Ein Gespräch mit dem Kindergarten würde ich auf jeden Fall machen, vielleicht können dir die Erzieherinnen sagen was los ist. Hast du Angst vor dem Gespräch oder ist es dir lästig, hört sich so an wie du schreibst !
VG kitty

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27. August 2004 um 13:43
In Antwort auf ilene_12859281

Kind spricht nicht ...
Hallo lisa was dein Kind hat weis ich leider auch nicht, aber kann es sein das es sich einfach unwohl fühlt. Wie alt ist denn dein Kind und wie lange geht es schon in den Kindi?
Vielleicht fühlt es sich auch unterfordert, meine steht manchmal auch nur da und schaut zu bis sie weis wie und was.
Ein Gespräch mit dem Kindergarten würde ich auf jeden Fall machen, vielleicht können dir die Erzieherinnen sagen was los ist. Hast du Angst vor dem Gespräch oder ist es dir lästig, hört sich so an wie du schreibst !
VG kitty

Hallo Kitty
Sie ist 4,5 Jahre alt und geht seit fast 1Jahr in den Kindergarten.Wenn Mittags nur noch 4-5 Kinder da sind spricht sie wohl etwas.
Beim letzten Gespräch (alte Gruppe)wurde mir gesagt ich sollte mal zum Kinderarzt gehen.
Der meinte dann es wäre nicht so schlimm und der Kindergarten solle sich nicht so anstellen.
Alle tun so als ob mein Kind "stören" würde.
Aber mir ist ein Kind lieber das zuschaut und weniger spricht als ein Kind das randale macht.

Zuhause spricht sie ja und auch bei Verwandten und Bekannte. Ich denke im Kindergarten liegt der "Fehler" und nicht bei meiner Tochter.
Deshalb denke ich mir das bei dem Gespräch meine Kleine wieder "schuld" ist.
Und ich gehe zu diesem Gespräch schon mit "Wut im Bauch" hin.
Als ob ich mich verteidigen müßte!Sollen die doch beweisen das sie sich um meine Tochter bemühen.

Danke für Deine Antwort.
Jetzt geht es mir schon etwas besser.

Gruß Lisa

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27. August 2004 um 14:31
In Antwort auf lisa815

Hallo Kitty
Sie ist 4,5 Jahre alt und geht seit fast 1Jahr in den Kindergarten.Wenn Mittags nur noch 4-5 Kinder da sind spricht sie wohl etwas.
Beim letzten Gespräch (alte Gruppe)wurde mir gesagt ich sollte mal zum Kinderarzt gehen.
Der meinte dann es wäre nicht so schlimm und der Kindergarten solle sich nicht so anstellen.
Alle tun so als ob mein Kind "stören" würde.
Aber mir ist ein Kind lieber das zuschaut und weniger spricht als ein Kind das randale macht.

Zuhause spricht sie ja und auch bei Verwandten und Bekannte. Ich denke im Kindergarten liegt der "Fehler" und nicht bei meiner Tochter.
Deshalb denke ich mir das bei dem Gespräch meine Kleine wieder "schuld" ist.
Und ich gehe zu diesem Gespräch schon mit "Wut im Bauch" hin.
Als ob ich mich verteidigen müßte!Sollen die doch beweisen das sie sich um meine Tochter bemühen.

Danke für Deine Antwort.
Jetzt geht es mir schon etwas besser.

Gruß Lisa

Haben auch so einen "Fall" im Kiga
Hallo,
ich denke wo der "Fehler" liegt kann keiner so genau sagen. Vielleicht ist es auch nur eine charakter/bzw. Temprament-Sache. Bei uns im Kiga ist auch ein Mädel, sie ist sehr still und eher schüchtern. Aber wie bei Euch auch nur im Kiga. Für die Erzieherinnen ist das sehr schwer, zumal so ein Kind sich auch schwierig in eine Gruppe intregrieren lässt. Klar das solche Kinder schnell aussen vorstehen. Da man sich ja ständig um ihre "gunst" bemühen muss. Und das wird den meisten Kindern einfach zu anstrengend. Meine Tochter ist sehr offen und tempramentvoll und hat es irgendwie geschafft einen Zugang zu dem Mädel zu bekommen. Aber auch für mich ist es schwierig wenn die Kleine zu besuch ist, da sie kaum mit mir spricht und sich meistens vor mir versteckt. Die erste Zeit hab ich sogar bei ihr feststellen können, das je mehr ich mich bemühte, sie sich um so mehr zurückzog. Ich denke nicht das Du Dich verteidigen mußt vor den Erzieherinnen. Warum auch?? Gehst Du in den Kiga und sprichst nicht mit ihnen ?? Ich denke eher das es ein Teil dieser Bemühungen ist, die Du ja von ihnen auch forderst. Sie wollen Dir halt mitteilen was im Kiga passiert, was sie beobachtet haben und vielleicht den ein oder andern Tip was Du meinst wie sie an das Kind herankommen könnten. Denn eine "Schuldfrage" gibt es doch eigentlich nicht. Wer soll an irgendwas "Schuld" sein?? Übrigens finde ich es in Ordnung das die Erzieherinnen sich Gedanken um das Kind machen. Es ist schon schwierig wenn ein Kind gar nicht spricht. Nimm das Beispiel mit der Verletzung. Normalerweise wird sowas unter "Streithähnen" in einem Dialog behandelt (zumindest bei uns) Das Opfer sagt dem Täter " Du hast mir so und so sehr weh getan, das fand ich nicht in Ordnung und ich bin sehr traurig darüber." Dann soll sich der Täter natürlich dafür entschuldigen. Zudem "kontrollieren" ja die Erzieherinnen auch ein bisschen wie weit und wie gut die Kinder schon sprechen können und versuchen so die Kinder "rauszufiltern" und die vielleicht noch Probleme beim Sprechen haben. Um dies den Eltern mitzuteilen. Also nicht sauer sein, hör Dir an was sie erzählen. Sag das sie Zuhause ein ganz anderer "Mensch" ist und Du Dir das auch nicht erklären kannst. Aber verteidigen oder "Schuldsuche" ist nicht nötig.
Bis dann

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27. August 2004 um 17:59
In Antwort auf lisa815

Hallo Kitty
Sie ist 4,5 Jahre alt und geht seit fast 1Jahr in den Kindergarten.Wenn Mittags nur noch 4-5 Kinder da sind spricht sie wohl etwas.
Beim letzten Gespräch (alte Gruppe)wurde mir gesagt ich sollte mal zum Kinderarzt gehen.
Der meinte dann es wäre nicht so schlimm und der Kindergarten solle sich nicht so anstellen.
Alle tun so als ob mein Kind "stören" würde.
Aber mir ist ein Kind lieber das zuschaut und weniger spricht als ein Kind das randale macht.

Zuhause spricht sie ja und auch bei Verwandten und Bekannte. Ich denke im Kindergarten liegt der "Fehler" und nicht bei meiner Tochter.
Deshalb denke ich mir das bei dem Gespräch meine Kleine wieder "schuld" ist.
Und ich gehe zu diesem Gespräch schon mit "Wut im Bauch" hin.
Als ob ich mich verteidigen müßte!Sollen die doch beweisen das sie sich um meine Tochter bemühen.

Danke für Deine Antwort.
Jetzt geht es mir schon etwas besser.

Gruß Lisa

Hallo Lisa,
Meine Tochter spricht auch sehr wenig, aber im Kindergarten ist sie nach einem Vierteljahr damals ganz gut aufgetaut. Es gibt sicherlich Kinder, die eine übermäßige Scheu haben, sich in deine größere Gruppe einzubringen, und mich würde es nicht wundern, wenn Dir die Erzieherinnen raten, Deine Tochter in einen Förderkindergarten zu geben. Das halte ich persönlich aber für Schwachsinn, denn dann hat sie vermutlich dasselbe Problem später in der Schule auch.
Da sie ja in anderer Umgebung spricht, liegt also auch nichts Organisches vor.
Hat sie Dir denn mal gesagt, warum sie nicht redet? Vielleicht hemmt sie ja ein (oder mehrere) Kind in der Kigagruppe? Oder hat sie einfach keine Lust? Ich denke, eine halbwegs fähige Erzieherin müsste eigentlich ein Kind geschickt aus der Reserve locken können. Vielleicht würde ja ein Kigawechsel das gewünschte Ziel bringen. Und wenn sie in "ihrem" Kiga bleiben will, was spricht dagegen, dass sie nur zuschaut? Sie ist ja vermutlich noch kein Vorschulkind, das gewisse Fähigkeiten erlangen muß. Die Erzieherinnen sollten sich lieber darum kümmern, dass sie von den anderen Kindern nicht angegriffen wird.
Und falls sie von sich aus nicht mehr in diesen Kiga will, würde ich einen sofortigen Wechsel anstreben.
Ein Versuch wäre auch Ergotherapie wert, wenn sie dort bleiben möchte.
Ich hoffe, ich konnte Dir ein paar Tips geben.

LG und alles Gute

Igelbaby

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27. August 2004 um 19:40
In Antwort auf lisa815

Hallo Kitty
Sie ist 4,5 Jahre alt und geht seit fast 1Jahr in den Kindergarten.Wenn Mittags nur noch 4-5 Kinder da sind spricht sie wohl etwas.
Beim letzten Gespräch (alte Gruppe)wurde mir gesagt ich sollte mal zum Kinderarzt gehen.
Der meinte dann es wäre nicht so schlimm und der Kindergarten solle sich nicht so anstellen.
Alle tun so als ob mein Kind "stören" würde.
Aber mir ist ein Kind lieber das zuschaut und weniger spricht als ein Kind das randale macht.

Zuhause spricht sie ja und auch bei Verwandten und Bekannte. Ich denke im Kindergarten liegt der "Fehler" und nicht bei meiner Tochter.
Deshalb denke ich mir das bei dem Gespräch meine Kleine wieder "schuld" ist.
Und ich gehe zu diesem Gespräch schon mit "Wut im Bauch" hin.
Als ob ich mich verteidigen müßte!Sollen die doch beweisen das sie sich um meine Tochter bemühen.

Danke für Deine Antwort.
Jetzt geht es mir schon etwas besser.

Gruß Lisa

Also Lisa
Ich glaube dein Kind ist halt eine ganz sensible und ihr ist der Trubel mit den vielen Kindern zu viel. Bei meiner Tochter ist das auch der Fall, sie macht z.B. bei Veranstalltungen auch nicht gern mit. Sie sagt mir oft das sie die anderen Kinder blöd findet, die Spiele sind ihr zum Teil auch einfach zu primitiv. Hört sich jetzt vielleicht doof an aber ich glaub sie ist den anderen in vielem voraus.
Ich würd mir auf keinen Fall von den Erzieherinnen Vorhaltungen machen lassen, sondern sie gezielt ansprechen was für Alternativen sie dir und deiner Tochter anbieten können. Der Kindi hat ja schließlich den Auftrag allen (auch und gerade ruhigen Kindern)gerecht zu werden. Sie sollen deine Kleine doch einfach mal in eine kleiner Gruppe tun und eine geeignete Freundin für sie suchen, bestimmt fühlt sie sich dann wohler.
Viel Glück, wär schön wenn du vom Ausgang des Gesprächs schreiben würdest.
kitty

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27. August 2004 um 20:21
In Antwort auf tausendschoen

Haben auch so einen "Fall" im Kiga
Hallo,
ich denke wo der "Fehler" liegt kann keiner so genau sagen. Vielleicht ist es auch nur eine charakter/bzw. Temprament-Sache. Bei uns im Kiga ist auch ein Mädel, sie ist sehr still und eher schüchtern. Aber wie bei Euch auch nur im Kiga. Für die Erzieherinnen ist das sehr schwer, zumal so ein Kind sich auch schwierig in eine Gruppe intregrieren lässt. Klar das solche Kinder schnell aussen vorstehen. Da man sich ja ständig um ihre "gunst" bemühen muss. Und das wird den meisten Kindern einfach zu anstrengend. Meine Tochter ist sehr offen und tempramentvoll und hat es irgendwie geschafft einen Zugang zu dem Mädel zu bekommen. Aber auch für mich ist es schwierig wenn die Kleine zu besuch ist, da sie kaum mit mir spricht und sich meistens vor mir versteckt. Die erste Zeit hab ich sogar bei ihr feststellen können, das je mehr ich mich bemühte, sie sich um so mehr zurückzog. Ich denke nicht das Du Dich verteidigen mußt vor den Erzieherinnen. Warum auch?? Gehst Du in den Kiga und sprichst nicht mit ihnen ?? Ich denke eher das es ein Teil dieser Bemühungen ist, die Du ja von ihnen auch forderst. Sie wollen Dir halt mitteilen was im Kiga passiert, was sie beobachtet haben und vielleicht den ein oder andern Tip was Du meinst wie sie an das Kind herankommen könnten. Denn eine "Schuldfrage" gibt es doch eigentlich nicht. Wer soll an irgendwas "Schuld" sein?? Übrigens finde ich es in Ordnung das die Erzieherinnen sich Gedanken um das Kind machen. Es ist schon schwierig wenn ein Kind gar nicht spricht. Nimm das Beispiel mit der Verletzung. Normalerweise wird sowas unter "Streithähnen" in einem Dialog behandelt (zumindest bei uns) Das Opfer sagt dem Täter " Du hast mir so und so sehr weh getan, das fand ich nicht in Ordnung und ich bin sehr traurig darüber." Dann soll sich der Täter natürlich dafür entschuldigen. Zudem "kontrollieren" ja die Erzieherinnen auch ein bisschen wie weit und wie gut die Kinder schon sprechen können und versuchen so die Kinder "rauszufiltern" und die vielleicht noch Probleme beim Sprechen haben. Um dies den Eltern mitzuteilen. Also nicht sauer sein, hör Dir an was sie erzählen. Sag das sie Zuhause ein ganz anderer "Mensch" ist und Du Dir das auch nicht erklären kannst. Aber verteidigen oder "Schuldsuche" ist nicht nötig.
Bis dann

Danke
@igelbaby.Du hast Recht meine KLeine sagt sie hat keine Lust im Kindergarten zu sprechen.
Der Tipp mit der Ergotherapie ist nicht schlecht nur meine Tochter würde einfach auf stur stellen.Sie sieht dann richtig durch einen durch und steht einfach still.
Ich habe leider erst einen Termin am 30.09
bekommen.Bin gespannt wie das Gespräch abläuft.
Ich danke Euch für Eure Beiträge und Unterstützung.
Gruß Lisa
P.S. Halte Euch natürlich auf dem laufenden.

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28. August 2004 um 1:56
In Antwort auf lisa815

Danke
@igelbaby.Du hast Recht meine KLeine sagt sie hat keine Lust im Kindergarten zu sprechen.
Der Tipp mit der Ergotherapie ist nicht schlecht nur meine Tochter würde einfach auf stur stellen.Sie sieht dann richtig durch einen durch und steht einfach still.
Ich habe leider erst einen Termin am 30.09
bekommen.Bin gespannt wie das Gespräch abläuft.
Ich danke Euch für Eure Beiträge und Unterstützung.
Gruß Lisa
P.S. Halte Euch natürlich auf dem laufenden.

Hallo Lisa,
Uhuh, das kenne ich, mit dem "geistig ganz weit weg" und so starr sein, dass einen die Anderen nicht bemerken.....Ich habe auch so ein Exemplar. Zum Glück fühlt sich meine Tochter aber im Kindergarten pudelwohl und kommandiert ihren Freund ganz gewaltig herum .
Und glaub mir, die Ergotherapeuten haben da auch gewisse Tricks, mit denen sie diese Haltung zum Einsturz bringen. Lass Dich mal überraschen.
Ich wünsche Euch viel Erfolg!

LG Igelbaby

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12. Oktober 2004 um 23:16

Für Erzieherinnen auch schwer...
Ein Hallo an Lisa und auch an alle, die sich an dieser Diskussion beteiligt haben. Nun ist das Thema ja vor längerer Zeit behandelt worden und so weiß ich nicht, ob Jemand Interesse hat, den Faden noch einmal aufzunehmen .
Mich würde natürlich interessieren, was aus Lisas Gespräch geworden ist. Aber ich habe den Beitrag gelesen und fand in erster Linie interessant, wie die Einstellung von Elternseite gegenüber den Erzieherinnen ist, mit welchen Ängsten und vorgefertigten Meinungen eine Mutter zu einem Elterngespräch geht.
Nun weiß ich natürlich nicht, wie die Erzieherinnen in dem KiGa handeln und mit Kindern und Eltern umgehen.
Ich bin seit 12 Jahren in verschiedenen Kindergärten tätig und habe auch Häuser erlebt,in denen Eltern und auch Kinder eher herablassend behandelt werden. Aber ich kann nur von mir und meiner Einstellung zum Beruf und somit auch zu den Kindern sprechen. Ich versuche mein Bestes, um Kinder aus der Reserve zu locken, um ihr Vertrauen zu gewinnen und sie zu integrieren. Seit einem Jahr verzweifel ich an einem Kind, welches absolut nicht spricht. Das Kind hat einen anders sprachlichen Hintergrund, das erklärt in Grenzen ihre Zurückhaltung. Aber mittlerweile versteht sie mich, das kann ich daraus erkennen, das sie richtig reagiert, wenn sie angesprochen wird. Kleine Erfolgserlebnisse bestehen in einem "Guten Morgen" und "Tschüss"...die einzigen Wörter, die sie zu mir-und zu keinen anderen Kolleginnen- sagt.
Es ist ein ruhiges Kind, diese sind natürlich unauffälliger und somit auf den ersten Blick"angenehmer" für die Erzieherin.
Aber gerade diese Kinder brauchen die Hilfe, die Unterstützung seitens der Erzieherinnen um sich zu TRAUEN...irgendwann einmal in der Gruppe laut ihre Wünsche zu äußern...und somit später ihren eigenen Weg gehen zu können.
Und glaubt mir, dieses Kind veranlasst mich, immer neue Ideen auszubrüten um ihr ein Wort zu entlocken..ich habe stapelweise Literatur gewälzt...weil ich einfach nicht weiterkomme.
Die Eltern verstehen es auch nicht, spricht sie zuhause doch auch "wie ein Wasserfall"...aber im Kindergarten..nein, da kommen wir nicht voran.
Ich denke, dem Kind fehlt noch die Sicherheit. Sie hat noch 2 Jahre bis zur Schule, und ich bin mir sicher: sie könnte, wenn sie wollte!Aber vor Eintritt in den KiGa hat die Mama für sie geredet, sie wurde beschüzt und ihr der Mut von Vornerein genommen mit Sätzen wie" Sie kann kein Deutsch, sie versteht es nicht".
Ich erkenne die Sprachschwierigkeiten der Familie an, ich sehe, das sie das beste für ihr Kind wollen....und auch diese Eltern haben immer ein sorgenvolles Gesicht, wenn ich sie zum Elterngespräch einlade.
Ich verteidige hier mal meine Kolleginnen...und ein bißchen auch mich selbst...allen Kindern gerecht zu werden und den Eltern gleichzeitig auch, das geht leider nicht, so sehr wir uns auch bemühen. Aber wir handeln zum Wohl des Kindes, machen uns Gedanken und geben diese an die Eltern weiter.
Ein Elterngespräch ist für alle Beteiligten nötig und nützlich, nur so können Informationen fließen. Eltern können in diesen Gesprächen auch den Erzieherinnen helfen.
Lisa sollte nicht mit einem brummeligen Gefühl in den KiGa gehen..in den seltensten Fällen (bzw. nur von schlecht geschultem Personal) gibt es Vorwürfe, keiner muß sich als schlechte Mutter fühlen, wenn sie zum Gespräch eingeladen wird...Probleme gibt es in jeder Familie und die sind da um gelöst zu werden.
Ich könnte noch endlos weiter schreiben...aber nun zum Schluß...nehmt die Elterngespräche nicht zum Vorwurf oder als Anklage sondern als Zeichen seitens der Erzieherinnen, das sie sich mit dem Kind auseinander setzen und euch in die pädagogische Arbeit einbeziehen...
mary

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22. Juni 2013 um 17:08

Mutismus
Ich antworte nun für alle, das hier noch lesen werden, denn 2004 ist wohl schon ein bisschen lange her. Es handelt sich hier mit Sicherheit um Mutismus. Leider ist der Mutismus noch nicht sehr weit bekannt, aber wir arbeiten dran ich war selbst auch mutistisch als kleines Kind. Nun habe ich eine website und schreibe gerade an einem Buch darüber.
Hier die Website: mutistischerengel.jimdo.com
oder facebook: über Mutismus, Autorin. Freue mich über jeden Besuch,
Liebe Grüße

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