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Kind - Pferd - Unfallgefahr - Haftung?

6. März 2003 um 14:19

Hallo Eltern,

mal ne Frage.

Ein Freund von mir möche gerne mal mit seiner Tochter (6 Jahre) mit zu meinem Pferd kommen, da die Kleine Pferde sehr mag. So weit schön und gut, ich freu mich darüber.

Aber!

Bestimmt will die Kleine sich auch mal draufsetzen. Das Pferd ist gut erzogen und ruhig, im Prinzip spricht nix dagegen, ich stünde ja dabei und würde aufpassen. Doch was ist, wenn trotzdem was passiert - Pferde sind schreckhafte Tiere und nicht 100%ig berechenbar - was ich nicht hoffen will, aber nur im Fall der Fälle? Kann ich dann haftbar gemacht werden? Wenn der Vater dabei ist und zustimmt? Weil es mein Pferd ist?

Oder sollte ich sie lieber gar nicht aufs Pferd lassen? Wie gesagt, grundsätzlich ist das ungefährlich, ich bin als kleines Mädchen ohne Sattel auf dem Pferd meines Opas allein übers Feld geritten, aber man weiß ja nie.

Also, nicht falsch verstehen, mir geht's natürlich nicht nur um die Haftungsfrage, auch allgemein. Ich will einerseits kein übervorsichtiger Spielverderber sein, andererseits das Kind nicht in Gefahr bringen.

Oder meint Ihr, der Vater soll das allein entscheiden? Aber er kennt sich mit Pferden nicht aus...

*grübel*

Danke
LG

NM

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6. März 2003 um 14:52

Versicherung
Gibt es nicht für Pferde auch eine Versicherung? Denn, abgesehen von dem Kind, kann ja immer mal etwas passieren im Stall und beim Ausritt. So etwas macht ja grundsätzlich Sinn.

Ansonsten solltet Ihr beide wissen, was Sache ist. Du, wie weit Du Deinem Pferd traust. Und er, daß da bei aller Vorsicht immer etwas passieren kann.

Vielleicht kann sie sich ja erstmal zu Dir auf's Pferd setzen, für den Anfang. Sie muß ja auch erst einmal Vertrauen zu dem Pferd haben. Und aus der Sicht eines Kinden sind Pferde verdammt groß.

Acy

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6. März 2003 um 15:03
In Antwort auf acy

Versicherung
Gibt es nicht für Pferde auch eine Versicherung? Denn, abgesehen von dem Kind, kann ja immer mal etwas passieren im Stall und beim Ausritt. So etwas macht ja grundsätzlich Sinn.

Ansonsten solltet Ihr beide wissen, was Sache ist. Du, wie weit Du Deinem Pferd traust. Und er, daß da bei aller Vorsicht immer etwas passieren kann.

Vielleicht kann sie sich ja erstmal zu Dir auf's Pferd setzen, für den Anfang. Sie muß ja auch erst einmal Vertrauen zu dem Pferd haben. Und aus der Sicht eines Kinden sind Pferde verdammt groß.

Acy

Hm...
...ja, es gibt eine Versicherung, ist sogar Pflicht. Aber das ist nur die "Pferdehalterhaftpflicht". Die zahlt nur, wenn das Pferd z.B. ein Auto demoliert oder einen Unfall verursacht, wenn es ausbricht, nicht beim Reiter.

Aber da kommt mir eine Idee, ich frag einfach mal den Vater des Mädels, ob er eine Unfallversicherung für die Kleine hat, die Reitunfälle nicht ausschließt. Sicher ist sicher...

Danke Dir

NM

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6. März 2003 um 15:05

Auf eigene Gefahr
Hallo,

also bei uns im Reitstall hingen große Plakate mit der Aufschrift "Reiten auf eigene Gefahr".
Ich bin zwar kein Rechtsexperte, aber grundsätzlich liegt die Verantwortung beim Vater, nicht bei Dir. Sicher ist das Mädchen sehr enttäuscht, wenn sie sich nicht draufsetzen darf. Du könntest damit den Grundstein für ein schönes Hobby legen. Es wäre schon ein dummer Zufall, wenn ausgerechnet dann ein Zwischenfall passiert, wenn das Kind gerade da ist. Da Du Dich mit Pferden gut auskennst, kannst Du das Mädchen nebenbei auch auf alle möglichen Gefahren aufmerksam machen, ohne damit Vater oder Kind zu verängstigen. Mach Dir nicht zu viele düstere Gedanken - das wird bestimmt ein schönes Erlebnis!

Memory

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6. März 2003 um 15:27
In Antwort auf akari_12527560

Hm...
...ja, es gibt eine Versicherung, ist sogar Pflicht. Aber das ist nur die "Pferdehalterhaftpflicht". Die zahlt nur, wenn das Pferd z.B. ein Auto demoliert oder einen Unfall verursacht, wenn es ausbricht, nicht beim Reiter.

Aber da kommt mir eine Idee, ich frag einfach mal den Vater des Mädels, ob er eine Unfallversicherung für die Kleine hat, die Reitunfälle nicht ausschließt. Sicher ist sicher...

Danke Dir

NM

Sorry,
aber das nützt nix!

Du brauchst eine "Fremdreiterversicherung". Machmal ist die in der Haftpflicht mit drin, kommt drauf an, was Du genau abgeschlossen hast.
Die einfachste Möglichkeit, sich abzusichern, ist, wenn das Kind "offziell" in einem Verein reitet oder ein Reitlehrer, Reitwart, o.ä. anwesend ist.
Dann ist das Kind notfalls über Verein oder Lehrer versichert.
Ohne zumindest eine Zusicherung der Verantwortung würde ich das Kind nicht auf das Pferd lassen, auch nicht auf das allerliebste!
Die Unfallversicherung des Kindes würde nämlich erstmal einspringen, sich dann aber das Geld von Dir zurückholen!!!
Du als Pferdehalter bist haftbar!

Übrigens solltest Du den Vater bitten, seiner Tochter einen Fahrradhelm o.ä. mitzubringen, den sie zum Schutz tragen kann, wenn sie auf dem Pferd sitzt - oder sich auch nur in der Nähe aufhält.

Kommt eine dieser Möglichkeiten für Dich in Frage?

Liebe Grüße, harter Kern

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15. April 2005 um 20:14
In Antwort auf saki_12498173

Auf eigene Gefahr
Hallo,

also bei uns im Reitstall hingen große Plakate mit der Aufschrift "Reiten auf eigene Gefahr".
Ich bin zwar kein Rechtsexperte, aber grundsätzlich liegt die Verantwortung beim Vater, nicht bei Dir. Sicher ist das Mädchen sehr enttäuscht, wenn sie sich nicht draufsetzen darf. Du könntest damit den Grundstein für ein schönes Hobby legen. Es wäre schon ein dummer Zufall, wenn ausgerechnet dann ein Zwischenfall passiert, wenn das Kind gerade da ist. Da Du Dich mit Pferden gut auskennst, kannst Du das Mädchen nebenbei auch auf alle möglichen Gefahren aufmerksam machen, ohne damit Vater oder Kind zu verängstigen. Mach Dir nicht zu viele düstere Gedanken - das wird bestimmt ein schönes Erlebnis!

Memory

Das Pferd ist fast immer Schuld!!!
Ich weiß, das klingt hart, ist in der Versicherung und dem Gesetz jedoch so geregelt. (Tiergefahr geht davon aus, das schon durch das Vorhandensein des Tieres eine Gefahr besteht) Deshalb ist ja eine Haftpflichtversicherung so wichtig.
Das Plakat "Reiten auf eigene Gefahr" ist lediglich für Reiter, die auf eigenen oder wie eigene zu behandlenden Pferden (Reitbeteiligung/ Pferdeverleih), gültig. Damit ist auch nur der Schaden, den der Reiter hat, ausgegrenzt. Schäden, die das Pferd an fremden Sachen verursacht, sind weiterhin versichert (Außnahmen lt. Vertrag)

Es ist grob leichtsinnig, zu denken, der Vater würde verantwortlich sein.

Fremdreiter / Gelegenheitsreiter müssen versichert werden und kostet auch nicht so viel.

Für den Reitunterricht gelten extra Bestimmungen. Im Namen des Vereines ist versichert, bei privaten Unterricht dringend nachfragen, ob der Reitlehrer versichert ist. (Gibt es auch für nebenberufliche Reitlehrer). An alle Hobbyerklärer: Im Falle eines (Größeren) Falles werden Freunde zu Feinden.

Glücklicherweise habe ich noch nie einen Reitschülerunfall melden müssen. Trotzdem bin ich immer versichert gewesen, auch als ich noch nebenberuflich gearbeitet habe.

Grüße, Anja Schöne

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15. April 2005 um 21:16

Sorry aber .....
nicht jeder hat Reithelme daheim oder? Ein Fahrradhelm ist doch auch eine alternative! Wozu denn ein Reithelm wenn es eventuell nur bei dem einem Man bleibt??????


Ich kenne mich mit dem Thema der Versicherung nicht aus, aber wenn Du das Pferd gut festehälst und der Vater seine Tochter auch gut festhält, dürfte doch nichts schiefgehen oder?
Ansonsten würde ich dem Vater auch raten, dass er mir dem Kind einen Reitverein aufsucht! Liebe Grüße und viel Spaß und Glück das nichts passoiert!

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