Home / Forum / Meine Familie / Kind möchte zum Vater ziehen

Kind möchte zum Vater ziehen

19. April 2017 um 11:02

Hallo und guten Morgen,

ich bin nicht neu hier im Forum habe aber in der Vergangenheit mehr gelesen als geschrieben.
Nun habe ich aber eine Situation mit der ich nicht so wirklich glücklich bin.
Meine Tochter möchte zu ihrem Vater ziehen. Er wohnt in der Nähe von Berlin und wir kurz vor Brandenburg. An den Wochendenden bei dem sie beim Vaterist, fährt sie mit dem Zug. Sie ist gerade zwölf Jahre alt geworden und befindet sich in der Pubertät. Sicherlich versuche ich sie nach bestem Wissen und Gewissen zu erziehen. Schule ist momentan auch so ein Problem oder vielleicht das Hauptproblem. Auf dem letzten Zeugnis stand "Versetzung gefährdet". Also musste ich ja handeln. Es wurde von ihr verlangt entsprechend zu lernen. Ihr wurde auch entsprechende Hilfestellung gegeben. Abfragen, Lernstrategien, nachfragen, nachschauen und Übungsaufgaben wurde ihr gegeben. Auch der Vater wurde mit ins Boot genommen. Auch er sollte sich an den Besuchswochenden mit ihr hinsetzen und was tun. Sicherlich verlange ich nicht, das er sich die zweieinhalb Tage hinsetzt und mit ihr paukt. Eine Stunde am Tag würde sicherlich reichen. Alleine schon um ihr zu zeigen , das er sich für ihre Anliegen interessiert. Auch habe ich ihn darum gebeten sich einmal persönlich mit dem Klassenlehrer in Verbindung zu setzen oder mit dem Trainer im Handball. Nichts. Und das schon weit vor dem letzten Zeugnis im Januar. Bis zum heutigen Tag hat er es leider im Sinne seiner Tochter nicht geschafft. Auch das Lernen am Wochenende fand nicht wie erhofft statt.
In seiner vorherigen Beziehung hat dies meist die "Stiefmutter" übernommen oder dessen älterster Sohn. Er selbst hat wenig Zeit und fand es auch nicht wirklich schlimm das er sich selbst nicht darum bemüht hat. Die Wochenenden sind bei ihm immer mit Programm ausgefüllt. Er schimpft zwar mit ihr bei schlechten Noten und hat ihr wohl auch schon mal eine liegen lassen. Aber machen tut er nichts. Die Ansicht meiner Tochter kann ich verstehen. Ich glaube ich würde mich auch für den "vermeindlich leichten Weg" entscheiden. Weil es einfach stressfrei ist. Aber ist das der richtige Weg. Ich bin momentan am Zweifeln.Soll ich die Zügel locker lassen und sie ihrem "Schiksal" überlassen und denken, das sie schon alles richtig macht?
Leider ist es auch so, das eine Kommuikation mit dem Vater nur bedingt möglich ist, da er für Belange wie "Erziehung und dessen Auswirkungen" nicht zugänglich ist. Es gibt von seiner Seite her immer nur Ausreden warum das Lernen oder die notwendige Unterstützung nicht stattgefunden hat. Das ko..t mich an. Jetzt bekomme ich dann zu hören, das es beim Papa einfach lockerer ist und sie deshalb zu ihm ziehen möchte. Ich muss auch noch erwähnen, das er eine recht neue Partnerin hat, die zwei Töchter im Alter von 11 und 8 Jahren hat. Aber diese werden eigentlich kaum von meiner Tochter erwähnt. Ich selber habe ebefalls einen Partner, der sich eigentlich recht gut um sie bemüht hat. Er hat sämtliche Dinge erledigt die ein "Ersatz-Papa" machen kann (Basteln, Reparieren, Fahren, etc.). Aber auch er stößt an seine Grenzen. Eigentlich müsste er es nicht tun. Aber er möchte schon, das das Leben wie eine Familie gelebt wird. Er macht auch den Platz des Vater nicht streitig. Ganz im Gegenteil. Wie so oft in der Pubertät wird gemotzt beim erklären. Ich kann das, ich weiß wie das geht. Hinzu kommt dann auch noch, das nicht immer ganz bei der Wahrheit geblieben wird. Jetzt gab es von seiner Seite einen Rückzieher. Mit der Begründung, das er bei schwierigen Sachen gefragt wird um alles schiefgelaufene (und das war schon einiges) wieder gerade zu biegen und wenn er eine Bitte hat, wird er eiskalt abserviert. Das im Bezug auf den Vater kann das schon ein wenig nachvollziehen. Ich weiß nicht was ich machen soll. Ich habe ihr immer ermöglicht ihren Vater zu sehen. Die Besuche waren immer regelmäßig und ich habe ihr diesbezüglich nichts vorenthalten. Klar ärgert man sich wenn sie von ihm nach Hause kam und es wurde nichts unternommen um ihre schulischen Leistungen zu verbessern. Ich glaube das ich mich geärgert habe, hat sie schon oft mitbekommen. Was kann ich tun? Ich kenne ihren Vater nur zu gut. Ich kenne seinen Lebenswandel, ich kenne seine Verantwortung - leider. Ich möchte ihr nicht den Vater nehmen, das liegt mir fern. Aber mom. ärgert mich das.

Mehr lesen

Frühere Diskussionen
Ostern bei der Schwiegerfamilie
Von: littlefrog96
neu
15. April 2017 um 13:15
Du willst nichts mehr verpassen?
facebook