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Kind kneift schubst in der Krippe

31. Oktober 2013 um 23:32

Hallo zusammen,
mich beschäftigt sehr eine (für mich unangenehme) Situation.
Unser Sohn ist 2,5 Jahre alt und geht in die Krippe.
Laut Erzieherin schubst er dort und zwickt andere Kinder, angeblich viel öfter als die anderen. Einmal musste ich ihn sogar aus der Krippe abholen, weil die Erzieher "nicht mehr konnten", das Kind an sich war also nicht krank mit Fieber etc.
Man liest schon ehr oft von dem selben Problem, der Unterschied bei uns ist aber der, dass unser Sohn zuhause, aber auch auf dem Spielplatz, in der Spielgruppe oder mit gleichaltrigen Freunden nur sehr selten sowas macht, also körperliche Aggressivität. Er ist eher zurückhaltend, schüchtern und traut sich oft nicht auf die Rutsche, wenn dort ein anderes Kind bereits ist. Wir hatten schon sogar ein Gespräch mit dem Kinderarzt, weil er eher ängstlich ist.
Unsere Erzieherin ist noch (sehr) jung, Ausländerin und hat (meiner Meinung nach) wenig pädagogisches Geschick. Die Erklärung: es war soo schwer eine (gute) zu finden, dass man bei ihr evtl. nicht so streng sein sollte.
Jetzt spricht sie uns immer wieder darauf an, dass unser Sohn evtl. eine andere Krippe braucht, da eine Person in der Krippe immer bei ihm sein muss, damit er die anderen nicht angreift. Es wird langsam alles total unschön, mir wird jeden Tag ein schlechtes Gefühl vermittelt, was unser Kind betrifft, die Erzieherin besteht darauf, dass wir zu einem Psychologen gehen, oder es kommt jmd in die Krippe.
Was ich mich aber immer wieder frage: wenn das Kind sonst eher schüchtern ist und vor allem in der Krippe kneift und schubst, so soll man vielleicht nach den Gründen in der Krippe selber suchen?? ist es denn nicht die Aufgabe der Erzieherin, zu schauen, was man in der Situation noch machen könnte? dass man das Kind so beschäftigt, dass es keine Zeit und Lust hat zu hauen?
Mich ärgert das voll, dass bei unserem Kind nachgehakt wird und die Kompetenz der Erzieherin erst gar nicht infrage gestellt wird.
Was meint Ihr dazu?

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1. November 2013 um 20:08

Die Erzieherin
scheint bei dir als Sündenbock herzuhalten. Bist du Pädagogin oder hast dich auf dem Gebiet umfassend informiert? Nur dann kannst du wirklich ihre Methoden einschätzen. Wieviel kriegst du denn davon mit? Also ich gebe meine Tochter morgens in der Krippe ab und sehe gar nicht wie die Erzieher im Alltag dort mit ihr umgehen.

Du schreibst die Erzieherin ist jung - zu jung kann sie gar nicht sein, sonst hätte sie keine abgeschlossene Ausbildung. Manchmal sind die "frischen" Fachkräfte die Besseren, sind weniger frustriert und voller Energie und Ideen.

Das zweite womit du die Erzieherin beschreibst, ist das sie Ausländerin ist. Was bedeutet das, dass sie keine deutsche Staatsbürgerin ist? Was hat das mit ihren Fähigkeiten zu tun? Ich finde die Tatsache, dass du das als Kritikpunkt nennst lässt DICH in gar keinem guten Licht erscheinen...

Wie ich das verstanden habe, wurde dir angeboten, dass ein Psychologe in die Krippe kommt um sich deinen Sohn mal anzusehen? Die Idee ist doch klasse. Wenn sein Verhalten tatsächlich an der Erzieherin liegt (was ich nicht glaube), dann wird dir das der Psychologe sicher bestätigen. Oder (und zwar wahrscheinlicher) wird er die eine andere Erklärung oder Einschätzung geben können die euch eventuell weiter bringt. Wieso also dieses Angebot ablehnen?

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1. November 2013 um 20:41

Danke
@mialyah
Danke für Deine Meinung, sie hat mir wirklich weiter geholfen.
Klar ist das kein Thema für mich, eine neutrale Meinung zu dem Thema zu holen, nur muss an der Stelle natürlich nicht nur das Kind alleine betrachtet werden, sondern die Gesamtsituation in der Krippe.
Meine Frage noch an Dich: warum sagst Du, dass das gar nichts bringen würde, wenn man die Kompetenz der Erzieherin infrage stellen würde? Bist Du also ferst davon überzeugt, dass alle Erzieher auf dieser Welt kompetent sind und sich auskennen und auch jede von denen wirklich klar mit dem Job kommt? Das wäre natürlich dann die perfekte Welt..

@mialyah
Danke für Deine Antwort.
Bevor Du aber etwas behauptest, würde ich erst überlegen, ob das aber dann auch so ist. Ja, ich habe früher im pädagogischen Bereich gearbeitet. Auch mit behinderten Kindern. Auch mehrere Familienmitglieder bei uns sind als Pädagogen tätig. Mich wundert auch, dass Du selber Dein Kind in der Krippe abgibst und dich nicht dafür interessierst, wie der Ablauf in der Krippe so ist. Ich beobachte die Situation dort sehr genau, weil es mir auch sehr wichtig ist.
Aber auch wenn ich pädagogisch keine Ahnung hätte, hätte ich trotzdem die Kompetenz der Erz. infrage gestellt, einfach weil ich immer wieder mal was mitbekomme, was pädagogisch gesehen gar nicht geht (Ignoranz der Kinder, weil die Erz. grade anderweitig beschäftigt ist, nach den "hör auf!", "Zurück!" usw. kommt keine Erklärung dazu etc.)
Mit ausländisch meinte ich, dass es immer wieder sprachliche Missverständnisse gibt, die öfter mal auch Folgen mit sich bringen, die man nicht als positiv betrachten kann. Mentalität ist auch eine ganz andere, was z.B. dazu führt, dass die Reaktion der Erz. in manchen Sachen sehr extrem ausfällt usw. usf.
Und auch hier sage ich: die Idee mit jmd. von außen finde ich grundsätzlich gut, bloß bin ich absolut davon überzeugt, dass es kein richitiges pädagogisches Konzept ist, das Kind nur weil es schubst abholen zu lassen und irgendeinen Mist ("passt nicht im Rahmen" Zitat) uns Eltern aufzuschwatzen. Wäre das richtig, würden die Lehrer in den speziellen (Integrations)Schulen die Kinder alle gleich abholen lassen.

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1. November 2013 um 20:44

Sorry,
der untere Teil der Nachricht ging an lazyhazy

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1. November 2013 um 21:17

Sicherlich
ist das jeweilige Kind immer das Wichtigste.
Nur verstehe ich trotzdem immer noch nicht, warum, wenn der Erzieher - angenommen - wenn der nicht wirklich kompetent ist, gar nicht infrage gestellt werden soll und die Kinder sich (letztes Jahr gab es noch ein anderes, dessen Mutter vom Erzieher fertig gemacht wurde, das Kind war zu aktiv...) eine andere Einrichtung suchen sollten? Genauso könnte man vlt.. vorschlagen bzw. ermitteln, dass der Erzieher eventuell eine andere Einrichtung braucht? als Alternative Fortbildung, Beratung etc...

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1. November 2013 um 22:37
In Antwort auf maramaramaracuja

Danke
@mialyah
Danke für Deine Meinung, sie hat mir wirklich weiter geholfen.
Klar ist das kein Thema für mich, eine neutrale Meinung zu dem Thema zu holen, nur muss an der Stelle natürlich nicht nur das Kind alleine betrachtet werden, sondern die Gesamtsituation in der Krippe.
Meine Frage noch an Dich: warum sagst Du, dass das gar nichts bringen würde, wenn man die Kompetenz der Erzieherin infrage stellen würde? Bist Du also ferst davon überzeugt, dass alle Erzieher auf dieser Welt kompetent sind und sich auskennen und auch jede von denen wirklich klar mit dem Job kommt? Das wäre natürlich dann die perfekte Welt..

@mialyah
Danke für Deine Antwort.
Bevor Du aber etwas behauptest, würde ich erst überlegen, ob das aber dann auch so ist. Ja, ich habe früher im pädagogischen Bereich gearbeitet. Auch mit behinderten Kindern. Auch mehrere Familienmitglieder bei uns sind als Pädagogen tätig. Mich wundert auch, dass Du selber Dein Kind in der Krippe abgibst und dich nicht dafür interessierst, wie der Ablauf in der Krippe so ist. Ich beobachte die Situation dort sehr genau, weil es mir auch sehr wichtig ist.
Aber auch wenn ich pädagogisch keine Ahnung hätte, hätte ich trotzdem die Kompetenz der Erz. infrage gestellt, einfach weil ich immer wieder mal was mitbekomme, was pädagogisch gesehen gar nicht geht (Ignoranz der Kinder, weil die Erz. grade anderweitig beschäftigt ist, nach den "hör auf!", "Zurück!" usw. kommt keine Erklärung dazu etc.)
Mit ausländisch meinte ich, dass es immer wieder sprachliche Missverständnisse gibt, die öfter mal auch Folgen mit sich bringen, die man nicht als positiv betrachten kann. Mentalität ist auch eine ganz andere, was z.B. dazu führt, dass die Reaktion der Erz. in manchen Sachen sehr extrem ausfällt usw. usf.
Und auch hier sage ich: die Idee mit jmd. von außen finde ich grundsätzlich gut, bloß bin ich absolut davon überzeugt, dass es kein richitiges pädagogisches Konzept ist, das Kind nur weil es schubst abholen zu lassen und irgendeinen Mist ("passt nicht im Rahmen" Zitat) uns Eltern aufzuschwatzen. Wäre das richtig, würden die Lehrer in den speziellen (Integrations)Schulen die Kinder alle gleich abholen lassen.

Das ist doch schon ein wenig unfair, wollte dir nur einen Rat geben
Ich zitiere mal:

"Bevor Du aber etwas behauptest, würde ich erst überlegen, ob das aber dann auch so ist."
Ich habe nichts behauptet, sondern nachgefragt. Gut, du hast also pädagogische Vorkenntnisse. Aber die Defizite der Erzieherin könne wir nur anhand konkreter Beispiele nachvollziehen. Das Kind abholen zu lassen finde ich auch nicht gut. Das "Hör auf" u.ä. ohne Erklärung ist dagegen in manchen Situationen nachvollziehbar. Hast du ein drastischeres Beispiel, damir wir dich verstehen?

Wo zum Beispiel spielt die Herkunft der Erzieherin eine Rolle? Das sprachliche Inkompetenz ein Problem sein kann verstehe ich. Aber was genau meinst du mit kultureller Verschiedenheit? Wie wirkt die sich aus? Du schreibst von "extremen Reaktionen", was genau ist vorgefallen?
Woran ich Anstoß genommen habe ist bloß dass du nur geschrieben hast, dass sie Ausländerin ist. Als sei das ein selbsterklärender Nachteil.


"Mich wundert auch, dass Du selber Dein Kind in der Krippe abgibst und dich nicht dafür interessierst, wie der Ablauf in der Krippe so ist"
Wieso unterstellst du mir, dass ich mich nicht interessiere ? Da will ich dir nen Rat geben und dann kommt sowas. Klar würd ich am liebsten den ganzen Tag mitbekommen was meine Tochter in der Krippe tut. Ich hätt gern ne Webcam dort, weil ich sie so vermisse und ichs spannend fände was meine kleine Maus dort jeden Tag erlebt. Aber ich weiß auch dass es ihr dort gut geht und ich mir keine Sorgen machen muss. Was ich MEINTE ist dass ich natürlich nicht von 9 bis 14 Uhr alles sehen kann was im Kindergarten abläuft. Klar kenn ich den groben Ablauf, aber wie konkret mit ihr umgegangen wird sehe ich nicht live. Deswegen kann ich die Kompetenz der Erzieherinnen nur erahnen bzw darauf vertrauen. Aufgrund dessen habe ich mich gefragt, wie DU alles mitbekommen kannst, was die Erzieherin tagtäglich sagt und tut?


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