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Kind, Kindergarten und Probleme ...

10. Dezember 2002 um 10:15 Letzte Antwort: 12. Dezember 2002 um 18:18

Hallo,

der Kleine meiner Freundin war jetzt im Wohnheim an der Uni in der Kindertagesstaette. Er ist nun 2,5 Jahre alt. Das sah jeden Morgen so aus, dass Mama ihn hingebracht hat und als sie ging war das Geschrei immer gross.
Nun ist er seit 1 Woche auf einem normalen Kindergarten mit Kinderbetreuung. Das sieht jetzt so aus, dass Mama mit geht und im Zimemr sitzen bleib am ersten Tag. Dann hat sie sich zeitweise auf den Gang gesetzt. So wird scheinbar versucht den Kleinen langsam von der Mutter zu trennen. Er schaut jedoch immer auf dem Gang nach ob Mama noch da ist und dann muss sie wieder mit rein.

Ist diese Art der Entwöhnung normal? Und was macht man, wenn der Kleine nicht weiter loslassen will?

Ich würde ja sagen einfach gehen, oder? Muss dazu sagen, dass ich damals im Internat auch dem Auto meiner Eltern nachgerannt bin - im Endeffekt wars jedoch die richtige Entscheidung.

Gruß

DS

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10. Dezember 2002 um 13:15

Hallo,
ich kann mich Nenja nur anschliessen.
Als ich ganz spontan wegen einer Arbeitsstelle reagieren musste, brachte ich meine Süsse in eine KITA. Sie zerriss mir fast die Bluse und es schmerzte.Die Erzieherinnen reagierten zwar meines Erachtens zu hart, sie schickten mich fort, aber nach ein paar Tagen war das Thema gegessen. Ich denke, dass es im ersten Moment zwar hart ist, aber besser so als es unnötig zu erschweren. Das Kind und auch die Eltern müssen lernen lozulassen.
Lieb Grüsse, Engel04

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10. Dezember 2002 um 13:48

Hi Schatti
Also mein Großer wird jeden Morgen mit einem Bus geholt, da er in einen Förderkindergarten geht.

Ich muß ihn, jeden Tag am Bus abgeben und er wird dann in den Kindergarten gefahren.

Mir fiel es am Anfang schwerer als ihm, aber ich würde es jederzeit wieder so machen.

Liebe Grüße
Buffy

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10. Dezember 2002 um 14:26

Hi
ich finds auch besser, kurz und schmerzlos, alles alles in die länge zu ziehen. es gibt nämlich auch mütter, die ihren kindern den kiga madig machen in form von: mami sieht dich jetzt den vormittag nicht oder du bist jetzt ganz allein ohne mami im kindergarten oder ähnliches.
nach 5 jahren kindergarten kann ich nur sagen, es sind oftmals die mütter, die sich nicht abnabeln können.
liebe grüsse lilly

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10. Dezember 2002 um 15:22

Wurde nicht hier schon mal gefragt...
...wie das mit einem Kind werden würde?
War nicht schon mal ein Thema, was eine Geburt mit dem Körper macht und das Baby dann mit dem eigenen Leben? Hatten sich nicht manche dann französische Verhältnisse gewünscht, dass die Mutter schnell wieder arbeiten gehen könnte und das Kind in Betreuung geben kann?

Vielleicht kam meine Antwort darauf vielen wie Schwarzmalerei vor, mit deinem Beitrag bist du jedoch genau beim Thema, liebe Schatten.

Die Angebote können noch so gut sein, ein Kind ist keine Ware, die man abgeben kann. Genau so, wie du es schilderst, kann es nämlich kommen.


Was nützt die beste Fremdbetreuung, wenn das Kind sich nicht von der Mutter trennen kann?? Es ist nicht so, dass es nicht will, es KANN nicht!!


Erzwingt man mit Gewalt eine Trennung herbei, entsteht vielleicht der Eindruck, es wäre jetzt gut, weil das Kind nicht mehr weint, aber das täuscht, das Kind ist in Wahrheit gebrochen.

Solltest du meine Worte als zu hart empfinden, möchte ich dich auf entsprechende Beiträge in diesem Forum hinweisen. Da haben erwachsene junge Menschen mit Ängsten in vielen unterschiedlichen Formen zu kämpfen, sie verletzen sich selbst, Angst vor dem Alleinsein, Angst vor dem Fliegen, Angst vor Versagen, sie können nicht zum Orgasmus kommen (ja, auch das gehört hierher), alles, ALLES hat seine Ursache in der früheren oder späteren Kindheit.

Eltern handeln bestimmt niemals absichtlich zum Schaden für ihr Kind. Aber "unerfahrene" Eltern lassen sich Üblichkeiten aufs Auge drücken, sehen die Erfahrung der älteren Eltern , oder die Regelungen von Kiga und Erzieherinnen als erprobt.
Falsch!

Ich bin der Meinung, es gibt keine unerfahrenen Eltern, nur welche, die ihr Gefühl verleugnen. Das beste Gefühl herrscht zwischen Mutter und Kind. Einer Mutter tut es weh, wenn das Kind weint, sie überwindet sich aus falschen Beweggründen zu Gewaltsamkeit (schnell, kurz und hart!!!). Sie entscheidet sich, nicht auf ihr ungutes Gefühl zu achten.

Aber die Mutter empfindet genau im richtigen Moment den Schmerz, der sie leitet, ihr Kind auf die kindgerechteste Weise zu behandeln.

Die Mutter jedoch möchte wieder arbeiten gehen, sie will ihr Leben nicht so sehr oder gar ausschließlich von dem Kind bestimmen lassen, sie hatte nicht erwartet, dass ihr Kind sich noch nicht von ihr stundenweise trennen kann, dass das Kind ihr einen Strich durch die Rechnung macht. Alle haben ihr nämlich vorher gesagt, es ist toll, ein Kind zu haben, du kannst es in Betreuung geben.

Aber das Kind hat eine Seele aus Wachs, sie kann ganz leicht und ganz sanft geformt werden, mit Geduld, Zuwendung und Zeit, nicht anders, denn sonst verbiegt sie sich und bricht.

Verzauberin grüßt

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10. Dezember 2002 um 16:06
In Antwort auf murphy_12162602

Wurde nicht hier schon mal gefragt...
...wie das mit einem Kind werden würde?
War nicht schon mal ein Thema, was eine Geburt mit dem Körper macht und das Baby dann mit dem eigenen Leben? Hatten sich nicht manche dann französische Verhältnisse gewünscht, dass die Mutter schnell wieder arbeiten gehen könnte und das Kind in Betreuung geben kann?

Vielleicht kam meine Antwort darauf vielen wie Schwarzmalerei vor, mit deinem Beitrag bist du jedoch genau beim Thema, liebe Schatten.

Die Angebote können noch so gut sein, ein Kind ist keine Ware, die man abgeben kann. Genau so, wie du es schilderst, kann es nämlich kommen.


Was nützt die beste Fremdbetreuung, wenn das Kind sich nicht von der Mutter trennen kann?? Es ist nicht so, dass es nicht will, es KANN nicht!!


Erzwingt man mit Gewalt eine Trennung herbei, entsteht vielleicht der Eindruck, es wäre jetzt gut, weil das Kind nicht mehr weint, aber das täuscht, das Kind ist in Wahrheit gebrochen.

Solltest du meine Worte als zu hart empfinden, möchte ich dich auf entsprechende Beiträge in diesem Forum hinweisen. Da haben erwachsene junge Menschen mit Ängsten in vielen unterschiedlichen Formen zu kämpfen, sie verletzen sich selbst, Angst vor dem Alleinsein, Angst vor dem Fliegen, Angst vor Versagen, sie können nicht zum Orgasmus kommen (ja, auch das gehört hierher), alles, ALLES hat seine Ursache in der früheren oder späteren Kindheit.

Eltern handeln bestimmt niemals absichtlich zum Schaden für ihr Kind. Aber "unerfahrene" Eltern lassen sich Üblichkeiten aufs Auge drücken, sehen die Erfahrung der älteren Eltern , oder die Regelungen von Kiga und Erzieherinnen als erprobt.
Falsch!

Ich bin der Meinung, es gibt keine unerfahrenen Eltern, nur welche, die ihr Gefühl verleugnen. Das beste Gefühl herrscht zwischen Mutter und Kind. Einer Mutter tut es weh, wenn das Kind weint, sie überwindet sich aus falschen Beweggründen zu Gewaltsamkeit (schnell, kurz und hart!!!). Sie entscheidet sich, nicht auf ihr ungutes Gefühl zu achten.

Aber die Mutter empfindet genau im richtigen Moment den Schmerz, der sie leitet, ihr Kind auf die kindgerechteste Weise zu behandeln.

Die Mutter jedoch möchte wieder arbeiten gehen, sie will ihr Leben nicht so sehr oder gar ausschließlich von dem Kind bestimmen lassen, sie hatte nicht erwartet, dass ihr Kind sich noch nicht von ihr stundenweise trennen kann, dass das Kind ihr einen Strich durch die Rechnung macht. Alle haben ihr nämlich vorher gesagt, es ist toll, ein Kind zu haben, du kannst es in Betreuung geben.

Aber das Kind hat eine Seele aus Wachs, sie kann ganz leicht und ganz sanft geformt werden, mit Geduld, Zuwendung und Zeit, nicht anders, denn sonst verbiegt sie sich und bricht.

Verzauberin grüßt

Hmmm ...
Hallo Verzauberin,

du prangerst ja hier in grossen Tönen an - ist auch nett das mal zu hören - aber bitte liefere doch Lösungen oder wenigstens Lösungsansätze ..

Danke.

Gruß

DS

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10. Dezember 2002 um 21:33

Ne ne, nicht so!!!
Liebe Nenja, da kann ich dir nicht recht geben, man muss differenzieren.
Ich bin leider heute nicht mehr fit genug, ausführlicher zu antworten, aber meine Ladung kommt morgen, versprochen!

Verzauberin grüßt

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10. Dezember 2002 um 21:37
In Antwort auf an0N_1215450999z

Hmmm ...
Hallo Verzauberin,

du prangerst ja hier in grossen Tönen an - ist auch nett das mal zu hören - aber bitte liefere doch Lösungen oder wenigstens Lösungsansätze ..

Danke.

Gruß

DS

Sorry
lieber Schatten, Töne wollte ich nicht spucken, auch keine großen, aber ich bin hier emotional recht leicht hochfahrend und sage meine Meinung absolut hart.
Lösungen? Sagen wir lieber Möglichkeiten, die als Lösung dienen könnten biete ich dir morgen an.

Verzauberin grüßt *augenzufall*

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10. Dezember 2002 um 22:09

Darf ich meine Geschichte auch noch...
... erzählen? Oder habt Ihr dafür keine Nerven mehr?

Ach - ich mach´s einfach *gg*

Also meine Kleine war 2 Jahre und 8 Monate alt, als ich sie für 3 Stunden in eine Spielgruppe gegeben habe. An zwei Tagen der Woche, so zum gewöhnen für uns beide, ehe es im KiGa losgehen sollte.

Nun, 2 Tage ging sie brav hin und ich konnte mich an der Tür gleich wieder umdrehen und Nach Hause gehen.

Die Woche drauf hat sie gebrüllt wie am Spieß, so das mich die Betreuerin anrief, ich möge doch bitte das Monster wieder abholen.

Mir wurde dort gesagt, das ich meine Kleine wohl überfordere und nicht vergessen sollte, das sie ja noch sehr klein wäre und das alles nicht gut wäre.

Ich wurde unsicher.

Und ratet, was passierte?! Richtig - je unsicherer ich war, um so lauter brüllte mein Kind. Die wollte mich und meine Gefühle nämlich testen. Das sah ich daran, das sie mich nämlich nicht mehr beachtete, sobald ich es mir in der Gruppe auf einem Stuhl gemütlich machte. Aber wehe, ich stand auf, dann ging das Theater wieder los.

Im Kindergarten, Gut 4 Monate später ( Wir haben nach gut 6 Wochen aufgehört Theater zuspielen in der Spielgruppe - Tochter und ich) fiong das Theater wieder an.

Sie heulte und ich wurde unsicher. Sie heulte schon zu Hause und ich war hin und hergerissen, ob ich da nicht was falsch mache.

Die Erzieherinnen rieten mir, jetzt bloß nicht aus Mitleid weich zu werden. Wenn ich es jetzt anfange, das sie frei entscheiden darf, wann sie in den KiGa geht und wann nicht, dann würde sie mit mir machen was sie will.

Es dauerte gut 2 Monate - meine Kleine hat einen wirklich langen Atem - aber dann hörte es auf. Die ERzieherinnen meinten übrigens, das meine Tochter nur heulte, solange ich in der Nähe war. Sie hörte sofort auf, sobald sie sicher war, das ich nicht zurückkommen würde.

Also mein Rat ist - sprecht mit den Betreuern. Die können sagen, wie sich das Kind verhält, sobald die Mutter weg ist.

Ansonsten würde ich zustimmen, das Kind verabschieden, umdrehen und gehen.

LG von Romara

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10. Dezember 2002 um 22:27

Kinder haben nicht nur Mütter
...sondern auch Väter, die sich Gedanken machen.
Als mein Filius noch im Kindergartenalter war, lernte ich Eltern kennen, die ihren Kindern 'benimm dich, im Kindergarten darfst du das nicht mehr...' beibrachten oder die sagten 'du mußt nun ein paar Stunden allein bleiben'.
Ich lernte Kinder kennen, die deshalb Kindergarten als eine Art Zuchtanstalt kennen lernten oder für die Kindergarten-gehen gleichbedeutend war mit Mutterentzug = Liebesentzug.

Bis man erwachsen ist, lernt man viel vom Leben. Was viele nicht lernen, ist die PERSPEKTIVÜBERNAHME. Viele haben das bis heute noch nicht drauf, darunter auch viele Mütter, sorry.
Welche Bedeutung hat es für das kleine wachsweiche Gemüt, wenn es in eine andere Umgebung gezwungen wird, wenn die neue Umgebung es von der Mutter trennt, auf die das Kind doch in den ersten Jahren so fixiert und so angewiesen ist? Fühlt es sich nicht unter Zwang gesetzt oder abgeschoben, verstoßen?
Woher kommen all die Verhaltensstörungen bei (jungen) Erwachsenen, die auffälligen Beziehungsprobleme, der Drogenkonsum ...?

Laßt euch eure Kids bloß nicht von daherschwätzenden Nachbarn und Freundinnen kaputt machen, ihr Mütter, nur weil die meinen, Strenge sei angebracht. Sie wissen in Wahrheit nichts, sie haben es nur selber nie anders gelernt und geben ihr Unvermögen als Erfahrung weiter.
So wie Schläge keine Erziehungsmaßnahme sind sondern reines Abreagieren, so bewirkt einfühllose Strenge zumeist das Gegenteil.

Eines Tages sehen wir eure Kids bei Frau Kallwas, oder?

Gruß
Ulli

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11. Dezember 2002 um 13:59

An DS und Nenja, is leider ätzend lang geworden, sorry
Trete mir ruhig nahe
Ich kann das vertragen, liebe Nenja, ich weiß, dass meine Einstellung leicht auf Unverständnis stößt.
Was du betonst, möchte ich mit meinen Worten ein bisschen anders sagen: Unsere Kinder sollen zu selbständigen Menschen heranreifen. Sie sollen lebensfähig sein.
Kinder möchten nicht erzogen werden, Kinder wollen Platz zum reifen bekommen. Lebensfähig sind sie schon von Anfang an, dass sie es bleiben, bedarf unserer Unterstützung, unseres Schutzes, unserer Anleitung, unseres Beispiels, unseres Loslassens.
Kinder wollen und wünschen, sie dürfen es. Kinder lehnen ab, Kinder verweigern, sie dürfen es. Setze mal anstelle des Wortes „Kinder“ das Wort „wir“!
Wer dürfte uns das Wünschen absprechen, wer dürfte uns zu etwas zwingen, was wir verweigern? Niemand, denn wir sind erwachsene Menschen. Warum haben Kinder nicht die gleichen Rechte? Weil sie die Folgen noch nicht überblicken, die Gründe noch nicht kennen, noch nicht relativieren können zwischen gerechtfertigt und unmäßig. Ab wann können sie das? Ab wann können ihnen die gleichen Rechte wie uns eingeräumt werden?
Kinder brauchen Beistand und Rücksicht.
Nun ist aber jedes Kind anders. Niemand erkennt das so gut, wie die Menschen, die ständig mit dem Kind beisammen sind, die Eltern oder eben ständige Bezugspersonen. Das eine Kind entwickelt zum Alleinsein schneller die richtige Haltung, das andere Kind braucht dazu einfach länger. Jeder Zwang, der ausgeübt werden muss, um es zu einer Handlung zu bewegen, die irgendjemand nun zu diesem Zeitpunkt für gut für das Kind erachtet, bewirkt eine Enttäuschung, einen Schmerz. Wenn Kinder immer wieder Maßnahmen erleben müssen, die ihrem Reifegrad nicht entsprachen, sehen sie sich der Macht der Erwachsenen ausgeliefert, hilflos ausgeliefert. Sie werden resignieren und wirken so nach außen hin pflegeleicht. Keiner weiß, was derweil innen geschieht. Vielleicht werden daraus Erwachsene, die sich nie durchsetzen können, die nie zu ihrer Meinung stehen lernen.

Wie ihr alle schon sagtet, können Kinder ja vorbereitet werden, Kindergarten kann aufregend und interessant gemacht werden, Alleinsein kann im Spiel vorher geprobt werden, Freude und Stolz, wenn das Kleine es geschafft hat, fünf Minuten in der Wohnung bei den Spielsachen alleine zu bleiben, während die Mutter weg war, ebenso wird Kiddi vor Stolz strahlen, wenn ein paar „Ge“-Wöhnstunden im Kindergarten geschafft sind, mit „Ent“-Wöhnung kann ich nichts anfangen. Hunde und Katzen entwöhnen ihre Jungen, Kinder möchten nicht entwöhnt werden.
Für Kinder kommt nur immer neues hinzu, ohne dass sie auf etwas Wertvolles, gar Lebenswichtiges verzichten müssen.
Kinder verlieren die Liebe der Mutter nicht, wenn sie am Vormittag nicht da ist.
Die Mutter leidet nicht, wenn die Kinder weg sind.
Kindern passiert nichts schlimmes, wenn die Mutter nicht in Reichweite ist.
Kindern wird auch von anderen, als nur von der Mutter geholfen.
Kinder verlieren nichts von ihrem gewohnten Zuhause, während sie im Kiga sind.
Erst wenn sie DAS WISSEN, gehen sie gern und freiwillig von der Mutter / Bezugsperson weg. Es ist manchmal ein mühsamer Weg, ihnen dies als tatsächliches Wissen zu vermitteln, der Weg geht über Ausprobieren und Erproben, ganz klein angefangen, mit viel Zeit und Geduld.
Manche Kinder sind unbemerkt sehr schnell an den Punkt gelangt, der Alleinsein oder Kigazeit spielend ermöglicht.
Manche Kinder sind schon sehr früh ohne Probs im Kiga, andere brauchen eben länger.
„Wenn ein Kind merkt, dass es damit durchkommt...“
Natürlich setzen Kinder Machtinstrumente sofort ein, wie wir auch (und gegenüber den Kindern haben wir unendlich viel Macht), wenn sie sie als solche erst einmal erkannt haben, da liegt es doch in unserem Bereich, das zu erkennen und dem recht schnell entgegen zu wirken, uns nicht von den Kleinen tyrannisieren zu lassen, wir müssen differenzieren lernen, was echte Not im Weinen der Kinder ist und was Trotzkopf.

Manno, hab viel zu lang gequasselt, schmeißt mich raus hier

Verzauberin grüßt

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11. Dezember 2002 um 15:12

Liebe Ute
Meine Kleine ist von sich aus gerne in den Kiga gegangen, hatte ihn jedoch erst kennen gelernt und konnte vorher schon für kurze Zeit allein bleiben. Sie war jünger als alle anderen.
Mein Großer war Spätzünder, hatte alle möglichen Ängste, die wir nach und nach angegangen sind, er kam später als üblich in den Kiga, weil ich das als Mutter, die nicht außer Haus arbeitet, ermöglichen konnte.
Meine Tochter war nach einiger Zeit im Kiga deutlich unterfordert und fand zuhause bessere Unterstützung ihrer Bedürfnisse, also musste sie nicht den Kiga „absitzen“.
Mein Sohn ging leidenschaftlich gern dahin und wollte am liebsten noch bleiben, als in die Schule zu gehen. Soziale Fähigkeiten haben beide entwickelt, mit und ohne Kindergarten.

Ich bin durchaus dafür, wenn Mütter wieder arbeiten gehen, solange sie das Gefühl für ihr Kind nicht verlieren und flexibel bleiben (ich weiß, dass das im Job oft schwer ist), aber dass ich für meine Kinder zuhause war, macht mir auch nicht gerade ein schlechtes Gewissen

Ich wünschte mir nur zum Wohle der Kinder manchmal, die jungen Mütter wären nicht so sehr gezwungen mitzuverdienen.
Wo ist also das Problem, im Grunde meinst du doch dasselbe wie ich.
Kannst du sagen, warum du heute deine Kiddis nicht mehr in eine Krippe geben würdest?

Verzauberin grüßt

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11. Dezember 2002 um 23:51

*wangehinhalt*
Bitte nochmal, liebste Ute, ich bekomme von sowas nicht genug

Knutschgruß bäck
Ulli

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12. Dezember 2002 um 0:01

Yepp, Nenja
schmackhaft machen
die Perspektive des Kindes fördern, kindgerecht kanalisieren
erfüllbare Anforderungen stellen und Leistung anerkennen
Eigenverantwortung üben lassen
Genau so isses okeh, denk ich, bin seit 17 Jahren ganz gut damit gefahren.

Gruß
Ulli

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12. Dezember 2002 um 5:28

Hab mir die ganze Zeit überlegt...
...wie ich Nenja das mit den Rechten der Kinder nochmal anders sagen könnte. Es war ja eigentlich nicht eine von mir gestellte Frage, denn ich weiß ja, wie Eltern darauf antworten, sondern ich wollte in den Raum gestellt haben, ab wann denn bitte Eltern gnädig ihrem Kind ein Recht einräumen, das es wie selbstverständlich haben sollte.

Aber du ,Ute, konntest es nicht treffender sagen, du hast meine Gedanken formuliert, dem ist nichts hinzuzufügen, basta.

Überlegt euch mal, welcher Widerstand in Kindern hervorgerufen wird, das Rechte aberkannt bekommt! Es wird von sich aus umgekehrt für die Eltern kein Recht freiwillig akzeptieren, das es in irgendeiner Weise mißachten kann, sondern es wird weiter z.B. auf den Nerven herumreiten, Brüllen, sobald die Mutter in Hörweite kommt, usw.

Zirkusdirektor - Mutter *g*. Es hört sich gut an, wenn du stürmisch wirst.

Verzauberin grüßt

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12. Dezember 2002 um 15:34

Darf ich nochmal?
Nenja, ich denke, wenn ein Kind ein Eigenbrötler ist, kommt das irgendwoher. Vielleicht muss man da ansetzen, was es zum Sonderling gemacht hat.

Du tust ihm tatsächlich keinen Gefallen, ihn noch weiter in sich verschließen zu lassen, aber es würde glaube ich noch mehr Probs geben, wenn du ihn mit anderen zusammenzwingst. Der Hase ist schon früher in den Brunnen gefallen (oder liegt er begraben und das mit dem Brunnen war das Kind?? Egal, sorry du weißt schon...)
Warum ist der Kleine so geworden, müsste man mal untersuchen. Vielleicht liegt der Grund ganz woanders. Auf jeden Fall ist der Zwang, in den Kiga zu gehen für das Kind ein Trauma und löst nichts. Es braucht die Klärung und Unterstützung zuerst auf einer anderen Ebene.
Ich weiß schon, es ist äußerst schwer, Ursachen zu finden, Mütter sind keine geschulten Psychologen und auch die stehen oft vor Rätseln.
Aber Mütter, die sich auf ihr Gefühl verlassen und nicht von allen möglichen Besserwissern beeinfussen lassen, sind meist die besten Ursachenfinder.

Verzauberin, die nicht Ute ist, aber trotzdem gesenft hat, grüßt auch nett.

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12. Dezember 2002 um 18:18

Mittelmaß
...aber ein gesundes, sag ich doch, yepp, sind wir doch schon ein ganzes Stück einer Meinung, findest du nicht?
Ich wünschte mir nur, jede Mutter würde auch instinktiv handeln, so umgehen mit ihrem Kind wie SIE es für richtig hält, wie ihr Gefühl ihr das sagt, und dieses ureigene Gefühl sich nicht kaputtmachen lassen von Besserwissern.

Aber zu denen gehörst du ja zum Glück nicht.
Schönen Abend Nenja
sagt Verzauberin

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