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Kind hochbegabt?

20. November 2005 um 10:02

Hallo.
mein Sohn ist 7 Jahre alt. Er war ein Schreikind, immer sehr unruhig und unausgeglichen. Wir sind mit ihm lange zur Ergotherapoie gegangen. Diagnose: Wahrnehmungsstörungen.

Geäußert wurde auch mal, dass er evtl. hochbegabt sei. Sein Verhalten könne daraus resultieren, dass er unterfordert ist. Tatsächlich war er schon immer sehr wissbegierig, hat Vorschultests bestens bestanden und beim Eltrernsprechtag (1. Klasse) wurde mir wörtlich gesagt: "Er ist die Stütze meines Unterrichts."

Gibt es hier Eltern mit hochbegabten Kindern? Wie hat sich das bei Euren Kindern bemerkbar gemacht? Wie seid Ihr damit umgegangen? Habt Ihr Eure Kinder testen lassen? In welchem Alter?

Ich habe halt das Gefühl, dass sein unruhiges Verhalten oft wirklich Resultat seiner Unterforderung ist. Ich möchte ihm gerne helfen, damit er sich wohler und ausgeglichen fühlt.

Über Tipps würde ich mich freuen.

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20. November 2005 um 12:51

Hallo!!
Geh einfach zu einer Kinderpsychologin und sprech ihr das mal vor, Sie wird dein Kind dann Testen. Und dann wirst du es genau wissen.

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20. November 2005 um 22:50

IQ-Test
Hallo kurbedarf,

ich habe selbst 2 getestete hb-Kinder.

Bei dem beschriebenen Verhalten deines Kindes würde zu zusätzlich zu Begabung noch eine ADHS-Diagnose mitmachen lassen.

Viele Grüße
Dagmar

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20. November 2005 um 23:27

KISS
Hallo,

schau mal auf die Seite:www.kiss-kid.de
Da findest du den Zusammenhang
zwischen Hochbegabung, ehemaligen
Schreikindern und Wahrnehmungsstörungen.
LG Dana

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21. November 2005 um 9:00
In Antwort auf dana68

KISS
Hallo,

schau mal auf die Seite:www.kiss-kid.de
Da findest du den Zusammenhang
zwischen Hochbegabung, ehemaligen
Schreikindern und Wahrnehmungsstörungen.
LG Dana

Nicht gefunden
Hallo. Ich habe auf der Seite mal geguckt. Es wird ja eigentlich nur von Lernschwächen geschrieben. Oder habe ich die Seite, die Du meinst nicht gefunden?
Mein Sohn ist ein KISS-Kind. Ist chirotherapeutisch und osteopathisch behandelt worden.
ADHS, hat uns die Ergotheraputin bestätigt, hat er definitiv nicht. Auch, wenn er immer mal wieder Phasen hat, in denen es laut und zappelig zugeht.

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21. November 2005 um 13:32
In Antwort auf kurbedarf

Nicht gefunden
Hallo. Ich habe auf der Seite mal geguckt. Es wird ja eigentlich nur von Lernschwächen geschrieben. Oder habe ich die Seite, die Du meinst nicht gefunden?
Mein Sohn ist ein KISS-Kind. Ist chirotherapeutisch und osteopathisch behandelt worden.
ADHS, hat uns die Ergotheraputin bestätigt, hat er definitiv nicht. Auch, wenn er immer mal wieder Phasen hat, in denen es laut und zappelig zugeht.

KISS
Hallo,

bei welchem Arzt wurde dein Sohn behandelt?
Es gibt nämlich nur 4 Spezialisten in Deutschland,
die nach der Methode nach Gutmann behandeln. Nur da kann man sich sicher sein, dass keine Blockaden mehr bestehen.
Mein Sohn ist hochbegabt und
ein spät behandeltes Kiss-Kind. Irgendwann entwickelte
er in der Schule ADS-Symptome. Erst da stießen wir
auf die Seite:www.kiss-kid.de
und er wurde behandelt.
Heute deutet nichts mehr auf ADS.
Schau mal ins dortige Forum.
Es gibt dort etliche Mütter,
mit den gleichen Problemen, die du schilderst.
LG Dana

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21. November 2005 um 17:32
In Antwort auf dana68

KISS
Hallo,

bei welchem Arzt wurde dein Sohn behandelt?
Es gibt nämlich nur 4 Spezialisten in Deutschland,
die nach der Methode nach Gutmann behandeln. Nur da kann man sich sicher sein, dass keine Blockaden mehr bestehen.
Mein Sohn ist hochbegabt und
ein spät behandeltes Kiss-Kind. Irgendwann entwickelte
er in der Schule ADS-Symptome. Erst da stießen wir
auf die Seite:www.kiss-kid.de
und er wurde behandelt.
Heute deutet nichts mehr auf ADS.
Schau mal ins dortige Forum.
Es gibt dort etliche Mütter,
mit den gleichen Problemen, die du schilderst.
LG Dana

Danke
Danke für den Tip, dana68. Ich werde da mal stöbern!

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21. November 2005 um 23:02
In Antwort auf kurbedarf

Nicht gefunden
Hallo. Ich habe auf der Seite mal geguckt. Es wird ja eigentlich nur von Lernschwächen geschrieben. Oder habe ich die Seite, die Du meinst nicht gefunden?
Mein Sohn ist ein KISS-Kind. Ist chirotherapeutisch und osteopathisch behandelt worden.
ADHS, hat uns die Ergotheraputin bestätigt, hat er definitiv nicht. Auch, wenn er immer mal wieder Phasen hat, in denen es laut und zappelig zugeht.

ADHS...

Du schreibst:

"ADHS, hat uns die Ergotheraputin bestätigt, hat er definitiv nicht."

Eine Ergotherapeutin hat nicht die Kompetenz eine ADS-Diagnose zu stellen, das dürfen nur Ärzte und speziell ausgebildete Psychologen.

Wer eine Diagnose nicht stellen darf hat natürlich auch nicht die Kompetenz eine mögliche Diagnose zu verwerfen.

Das Verhalten eurer Ergotherapeutin überschreitet ihre Kompetenzen.

Viele Grüße
Dagmar

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22. November 2005 um 18:57

Hallo,
ich habe meine Tochter im Oktober testen lassen weil die Lehrerin gesagt hat(schon in ddie erste Klasse)das meine Tochter unterfordert ist,deswegen soll sie die Klasse überspringen.Wir wollten am anfang nicht aber sie sagte oft das ihr langweilig ist.Wissbegierigwar sie schon immer,sie war die Kinder in ihre alter gut vorran!Sie hat sich das Lessen aleine beigebracht weil sie die Zeitschrifte und Bücher lessen wollte!Schreiben konnte sie auch befor sie in die Schule kamm.Im Sozialenveerhaltenhat sie ihre Probleme noch heute!
Sie neigt zu dominieren und hat manchmal eine übertriebene Trotzreaktion,ist nicht agressiv aber ist emotional nicht so belastbar!Aus diese Intelligenztest kamm raus das sie ein IQ von 132 hat dann war sie noch von der ganze stoff der zweite Klasse getestet un ist auch ein überdurschnitliche Resultat rausgekommen.Ab der nächste Woche geht sie probeweise 3 Wochen in die 3. Klasse dann sehen wír wie sie weiter kommt!
Schöne Grüsse enichen

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22. November 2005 um 20:19

Hab 2x HB zu hause
Also ich hab 2 Kinder- beide Hochbegabt... bei meinem Sohn viel das schon im Kindergarten auf- er brachte sich vieles selber bei (buchstaben konnte er mit 2 , rechnen mit 3... aber da war es für Tests noch zu früh wurde uns gesagt... In der 2. Klasse war er dann so auffällig das wir ihn testenlassen haben, ob die Auffälligkeiten allein durch sein ADHS kommt (nein bei uns nicht die Modekrankheit- ich hab es selber auch...) oder durch hochbegabung... raus kam das er über 145 liegt (weiter wird bei Kindern nicht getestet...)
Bei meiner Tochter war es eher ein "minderbegabten Test" sie ist ein Kann-Kind und mit grad 6 eingeschult worden... kam in der 1. Klasse bei vielem kaum hinterher da waren wir beim Psychologen um rauszufinden ob sie die Klasse wiederholen soll oder ob sie event. Legastenikerin ist .. dabei wurde halt auch ein hb test gemacht... und siehe da auch sie ist hb...
Ich würd einfach mal zum Kinderpsychologen und es testen lassen- dann weißt du was Sache ist.

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23. November 2005 um 12:07
In Antwort auf chaosmal3

Hab 2x HB zu hause
Also ich hab 2 Kinder- beide Hochbegabt... bei meinem Sohn viel das schon im Kindergarten auf- er brachte sich vieles selber bei (buchstaben konnte er mit 2 , rechnen mit 3... aber da war es für Tests noch zu früh wurde uns gesagt... In der 2. Klasse war er dann so auffällig das wir ihn testenlassen haben, ob die Auffälligkeiten allein durch sein ADHS kommt (nein bei uns nicht die Modekrankheit- ich hab es selber auch...) oder durch hochbegabung... raus kam das er über 145 liegt (weiter wird bei Kindern nicht getestet...)
Bei meiner Tochter war es eher ein "minderbegabten Test" sie ist ein Kann-Kind und mit grad 6 eingeschult worden... kam in der 1. Klasse bei vielem kaum hinterher da waren wir beim Psychologen um rauszufinden ob sie die Klasse wiederholen soll oder ob sie event. Legastenikerin ist .. dabei wurde halt auch ein hb test gemacht... und siehe da auch sie ist hb...
Ich würd einfach mal zum Kinderpsychologen und es testen lassen- dann weißt du was Sache ist.

Und dann?
Danke erstmal für Deine Antwort chaosmal3. Wie seid Ihr denn damit umgegangen? Habt Ihr die Kinder dann neben der Schule noch gefördert? Man sollte die Kinder ja fordern, damit sie "ausgelastet" sind, oder habe ich da was ganz falsches im Kopf? es gibt ja auch extra Schulen oder Internate für Hochbegabte Kinder. Habe einen Bericht über einen ganz unruhigen und unzufriedenen Jungen gesehen, der auf der "besonderen" Schule dann viel ausgeglichener war, da die Anforderungen seinem Können entsprachen. Was habt Ihr gemacht?

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24. November 2005 um 8:03
In Antwort auf kurbedarf

Und dann?
Danke erstmal für Deine Antwort chaosmal3. Wie seid Ihr denn damit umgegangen? Habt Ihr die Kinder dann neben der Schule noch gefördert? Man sollte die Kinder ja fordern, damit sie "ausgelastet" sind, oder habe ich da was ganz falsches im Kopf? es gibt ja auch extra Schulen oder Internate für Hochbegabte Kinder. Habe einen Bericht über einen ganz unruhigen und unzufriedenen Jungen gesehen, der auf der "besonderen" Schule dann viel ausgeglichener war, da die Anforderungen seinem Können entsprachen. Was habt Ihr gemacht?

Nu...
Also meine Kinder gehen jetzt noch auf eine "ganz" normale Grundschule die allerdings 2 Stunden die Woche auch Extraunterricht für die Hochbegabten anbietet wo sie dann Knobelaufgaben lösen, Experimente machen etc... Sonst spielt mein Sohn auch noch Schach, das fordert ihn auch und macht ihm richtig Spaß Zum Klavierspielen konnte ich ihn nicht überzeugen- aber auch das soll das Hirn richtig fordern...
Von den Hochbegaben Schulen halte ich persönlich nicht so viel (genausowenig wie vom Klassen überspringen) weil die Kinder dann doch wieder von den "normalen" sehr isoliert werden- und spätestens im Berufsleben werden sie wieder auf die "normalen" treffen (ich hab ja noch immer die Hoffnung das es keine verrückten Physikprofessoren werden *G*), beim Klasse überspringen ists so das sie zwar es mit dem Stoff event. einfacher haben aber das soziale bleibt doch irgendwann auf der Strecke weil alle andern schon "weiter" sind... okay ist nur meine Meinung...
Ansonsten gibt es sicher auch in Deiner Stadt einen Verein für Hochbegabtenförderung die Außerhalb der Schule Projekte anbieten- schau einfach mal bei Google- da hab ich das auch für unsere Stadt gefunden...

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24. November 2005 um 8:09
In Antwort auf chaosmal3

Nu...
Also meine Kinder gehen jetzt noch auf eine "ganz" normale Grundschule die allerdings 2 Stunden die Woche auch Extraunterricht für die Hochbegabten anbietet wo sie dann Knobelaufgaben lösen, Experimente machen etc... Sonst spielt mein Sohn auch noch Schach, das fordert ihn auch und macht ihm richtig Spaß Zum Klavierspielen konnte ich ihn nicht überzeugen- aber auch das soll das Hirn richtig fordern...
Von den Hochbegaben Schulen halte ich persönlich nicht so viel (genausowenig wie vom Klassen überspringen) weil die Kinder dann doch wieder von den "normalen" sehr isoliert werden- und spätestens im Berufsleben werden sie wieder auf die "normalen" treffen (ich hab ja noch immer die Hoffnung das es keine verrückten Physikprofessoren werden *G*), beim Klasse überspringen ists so das sie zwar es mit dem Stoff event. einfacher haben aber das soziale bleibt doch irgendwann auf der Strecke weil alle andern schon "weiter" sind... okay ist nur meine Meinung...
Ansonsten gibt es sicher auch in Deiner Stadt einen Verein für Hochbegabtenförderung die Außerhalb der Schule Projekte anbieten- schau einfach mal bei Google- da hab ich das auch für unsere Stadt gefunden...

Nachtrag...
... wie wir damit umgegangen sind???
Also ich selber bin auch HB von daher kann ich vielleicht auch etwas nachvollziehen wie es den Kindern geht... ein wenig- denn bei mir ist das recht spät festgestellt worden, habe keine einzige Förderung bekommen und bin auch gut durchs Leben gekommen- ich denke man kann das ganze auch übertreiben... Ich versuche bei meine Kindern ihnen nicht zu viel aufzuhalsen, es gibt ja auch spielerische Möglichkeiten das Hirn auf trab zu halten das sie gefordert werden, mit Spielen, oder z.b. Lego Bionicles, abends mal in die Sterne schauen und sie rausfinden lassen wo welche Sternenbilder sind und und und...
Sie sind Kinder und sollen es auch bleiben und sollen nicht zu kleinen Genies gemacht werden... Einfach was anbieten- aber zu nix zwingen...

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24. November 2005 um 10:15

Mal ne Frage
wieso gibt es soviele hochbegabte Kinder plötzlich und wieso soll Unruhe etc. der Ausdruck von Hochbegabung sein. Gibt es keine hochbegabten Kinder, die ruhig und ausgeglichen sind???
Mir kommt es immer so vor, als würde in der ganzen Diskussion der Unterton des Stolzes auf diese unruhigen aber doch so hochbegabten Kinder mitschwingen.
Und ich weiß gar nicht mal, ob das sooo toll ist, wenn man hochbegabt ist, mal ganz provokant gefragt. Neulich kam bei Günther Jauch eine Sendung über Hochbegabte. Das waren vielleicht Schnösel. Der eine hatte schon mit 19 oder so ähnlich ein Studium hinter sich, allerdings ein geisteswissenschaftliches Studium in England, der andere war ein Mathegenie, hat auch irgendwelche Auszeichnungen kassiert. Als man sie fragte, was denn nun ihr Ziel sei, kamen sie ziemlich ins Schwanken, wollten noch dies und das studieren, hatte eigentlich gar keine wirkliche Leidenschaft für irgendetwas. Da habe ich mich gefragt, wozu dann die ganze Hochbegabung. Das wurde auch von Herrn Jauch als was ganz Tolles und Bewundernswertes dargestellt. Ich bewundere hochbegabte Leute, die ein Ziel damit verbinden, die wirklich, wenn man es so will einen "höheren" Lebenszweck erfüllen, den andere Leute nicht so ohne weiteres erfüllen können,z.B. Anne-Sophie Mutter ist für mich so ein Mensch. Ihre Hochbegabung hat einen ganz konkreten Kanal, ihr Geigenspiel und das ist einfach so.
Ansonsten finde ich nicht, daß wir Hochbegabung glorifizieren sollten.
Ich bin auch immer noch der Meinung, dass wir insgesamt unseren Kindern viel zu viel zumuten. Zuviel Fremdbetreuung am Anfang, zuviel Hin-und Herfahren im Auto, Shopping-Touren schon im Säuglingsalter, falsche Ernährung, zuviel Fernsehen. Und da sollen die Kleinen mal nicht hippelig werden.
Ich finde, die Kinder sind insgesamt heute über- und nicht unterfordert. Nicht mehr, sondern weniger ist wohl besser, Ruhe und Gelassenheit, viel sinnvolle Unternehmungen mit den Eltern, Spiele, Musik.
Das ist so mein Tip.
K.

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24. November 2005 um 11:32
In Antwort auf chaosmal3

Nachtrag...
... wie wir damit umgegangen sind???
Also ich selber bin auch HB von daher kann ich vielleicht auch etwas nachvollziehen wie es den Kindern geht... ein wenig- denn bei mir ist das recht spät festgestellt worden, habe keine einzige Förderung bekommen und bin auch gut durchs Leben gekommen- ich denke man kann das ganze auch übertreiben... Ich versuche bei meine Kindern ihnen nicht zu viel aufzuhalsen, es gibt ja auch spielerische Möglichkeiten das Hirn auf trab zu halten das sie gefordert werden, mit Spielen, oder z.b. Lego Bionicles, abends mal in die Sterne schauen und sie rausfinden lassen wo welche Sternenbilder sind und und und...
Sie sind Kinder und sollen es auch bleiben und sollen nicht zu kleinen Genies gemacht werden... Einfach was anbieten- aber zu nix zwingen...

Mehr meinte ich auch nicht
Hallo. Mehr meinte ich eigentlich auch nicht. Eher so "normale" sachen wie Schwimmverein, Sport und Dinge an denen sie Spaß haben. er muss um Gotte Willen jetzt nicht ein riesen Programm haben. ich suche nur nach Möglichkeiten, damit es ihm besser geht.

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24. November 2005 um 11:37
In Antwort auf kalani

Mal ne Frage
wieso gibt es soviele hochbegabte Kinder plötzlich und wieso soll Unruhe etc. der Ausdruck von Hochbegabung sein. Gibt es keine hochbegabten Kinder, die ruhig und ausgeglichen sind???
Mir kommt es immer so vor, als würde in der ganzen Diskussion der Unterton des Stolzes auf diese unruhigen aber doch so hochbegabten Kinder mitschwingen.
Und ich weiß gar nicht mal, ob das sooo toll ist, wenn man hochbegabt ist, mal ganz provokant gefragt. Neulich kam bei Günther Jauch eine Sendung über Hochbegabte. Das waren vielleicht Schnösel. Der eine hatte schon mit 19 oder so ähnlich ein Studium hinter sich, allerdings ein geisteswissenschaftliches Studium in England, der andere war ein Mathegenie, hat auch irgendwelche Auszeichnungen kassiert. Als man sie fragte, was denn nun ihr Ziel sei, kamen sie ziemlich ins Schwanken, wollten noch dies und das studieren, hatte eigentlich gar keine wirkliche Leidenschaft für irgendetwas. Da habe ich mich gefragt, wozu dann die ganze Hochbegabung. Das wurde auch von Herrn Jauch als was ganz Tolles und Bewundernswertes dargestellt. Ich bewundere hochbegabte Leute, die ein Ziel damit verbinden, die wirklich, wenn man es so will einen "höheren" Lebenszweck erfüllen, den andere Leute nicht so ohne weiteres erfüllen können,z.B. Anne-Sophie Mutter ist für mich so ein Mensch. Ihre Hochbegabung hat einen ganz konkreten Kanal, ihr Geigenspiel und das ist einfach so.
Ansonsten finde ich nicht, daß wir Hochbegabung glorifizieren sollten.
Ich bin auch immer noch der Meinung, dass wir insgesamt unseren Kindern viel zu viel zumuten. Zuviel Fremdbetreuung am Anfang, zuviel Hin-und Herfahren im Auto, Shopping-Touren schon im Säuglingsalter, falsche Ernährung, zuviel Fernsehen. Und da sollen die Kleinen mal nicht hippelig werden.
Ich finde, die Kinder sind insgesamt heute über- und nicht unterfordert. Nicht mehr, sondern weniger ist wohl besser, Ruhe und Gelassenheit, viel sinnvolle Unternehmungen mit den Eltern, Spiele, Musik.
Das ist so mein Tip.
K.

Hast Du Ahnung?
Hallo kalani. Hast Du überhaupt Ahnung wovon Du redest? Weißt Du, ob ich glücklich über eine Hochbegabung meines Sohnes wäre? ganz bestimmt nicht! Glaubst Du, dass ich nicht auch manchmal gerne ein ruhiges Kind um mich herum hätte? Es ist ganz schön anstrengend: ich werde da ganz schön gefordert. Ich dachte, dass meine Sorge in den Beiträgen zu lesen ist. Stolz auf meine Kinder bin ich nicht mehr oder weniger als andere Mütter. ich erhoffe mir lediglich Tipps, wie ich meinem Sohn helfen kann, damit es ihm gut geht.

Die Unruhe der Kinder beruht einafach auf eine Unterforderung. Sie langweilen sich schnell im Unterricht und kommen dann auf dumme Gedanken, stören den Unterricht und können auch notenmäßig total abstürzen. das sind zum Beispiel meine Sorgen!

hast Du Ahnung, wieviel Zeit ich mit meinen Kindern verbringe? ich bin seit 7 Jahren im Erziehungsurlaub. Bevor Du jetzt sagst, ich wäre faul: Ich habe aber auch drei Kinder in der Zeit bekommen. Wenn ich jetzt in die Schublade kinderreich und assozial falle....mir auch egal. Möchte mich hier nicht für alles rechtfertigen müssen. Erwarte eigentlich nur ernstgemeinte Tipps und Ratschläge. Mehr nicht!

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24. November 2005 um 13:22
In Antwort auf kurbedarf

Hast Du Ahnung?
Hallo kalani. Hast Du überhaupt Ahnung wovon Du redest? Weißt Du, ob ich glücklich über eine Hochbegabung meines Sohnes wäre? ganz bestimmt nicht! Glaubst Du, dass ich nicht auch manchmal gerne ein ruhiges Kind um mich herum hätte? Es ist ganz schön anstrengend: ich werde da ganz schön gefordert. Ich dachte, dass meine Sorge in den Beiträgen zu lesen ist. Stolz auf meine Kinder bin ich nicht mehr oder weniger als andere Mütter. ich erhoffe mir lediglich Tipps, wie ich meinem Sohn helfen kann, damit es ihm gut geht.

Die Unruhe der Kinder beruht einafach auf eine Unterforderung. Sie langweilen sich schnell im Unterricht und kommen dann auf dumme Gedanken, stören den Unterricht und können auch notenmäßig total abstürzen. das sind zum Beispiel meine Sorgen!

hast Du Ahnung, wieviel Zeit ich mit meinen Kindern verbringe? ich bin seit 7 Jahren im Erziehungsurlaub. Bevor Du jetzt sagst, ich wäre faul: Ich habe aber auch drei Kinder in der Zeit bekommen. Wenn ich jetzt in die Schublade kinderreich und assozial falle....mir auch egal. Möchte mich hier nicht für alles rechtfertigen müssen. Erwarte eigentlich nur ernstgemeinte Tipps und Ratschläge. Mehr nicht!

Drei Kinder
finde ich nicht asozial, sondern gut, hätte auch gerne mehr Kinder.
Ich habe nicht gesagt, daß du faul bist, sondern allgemein Gedanken geäußert, die auf meinem Eindruck beruhen, den ich von den ganzen Diskussionen rund ums Thema Schreikinder und Hochbegabung sehe. Und da wundert es mich einfach wieviele hochbegabte Kinder rumspringen. Und wieso Hochbegabung immer mit Unruhe zusammenfallen soll. Und wie doch die Eltern es irgendwie toll finden ein so außergewöhnliches Kind zu haben.
Wenn sich mein Kind in der Schule langweilen würde, würde ich es erstens schauen, ob es nicht eine andere Schule gibt. Bei uns in der Gegend gibt es z.B. normale Grundschulen, aber z.B. auch eine französisch-deutsche Grundschule, die sehr anspruchsvoll ist. Sich da zu langweilen dürfte schwer fallen. Auch würde ich das Kind auslasten vor allem mit Sport. Bewegung ist sicherlich ein gutes Mittel, um überschüssige Energie loszuwerden. Dann würde ein solchen Kind auf jeden Fall ein Instrument lernen/Gesangsunterricht bekommen. Mit Musik kann man ganz viel ausdrücken und auch Energie kanalisieren, Konzentration lernen, in Kontakt mit anderen treten und viele schöne Dinge mehr.
K.

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24. November 2005 um 22:06
In Antwort auf kalani

Mal ne Frage
wieso gibt es soviele hochbegabte Kinder plötzlich und wieso soll Unruhe etc. der Ausdruck von Hochbegabung sein. Gibt es keine hochbegabten Kinder, die ruhig und ausgeglichen sind???
Mir kommt es immer so vor, als würde in der ganzen Diskussion der Unterton des Stolzes auf diese unruhigen aber doch so hochbegabten Kinder mitschwingen.
Und ich weiß gar nicht mal, ob das sooo toll ist, wenn man hochbegabt ist, mal ganz provokant gefragt. Neulich kam bei Günther Jauch eine Sendung über Hochbegabte. Das waren vielleicht Schnösel. Der eine hatte schon mit 19 oder so ähnlich ein Studium hinter sich, allerdings ein geisteswissenschaftliches Studium in England, der andere war ein Mathegenie, hat auch irgendwelche Auszeichnungen kassiert. Als man sie fragte, was denn nun ihr Ziel sei, kamen sie ziemlich ins Schwanken, wollten noch dies und das studieren, hatte eigentlich gar keine wirkliche Leidenschaft für irgendetwas. Da habe ich mich gefragt, wozu dann die ganze Hochbegabung. Das wurde auch von Herrn Jauch als was ganz Tolles und Bewundernswertes dargestellt. Ich bewundere hochbegabte Leute, die ein Ziel damit verbinden, die wirklich, wenn man es so will einen "höheren" Lebenszweck erfüllen, den andere Leute nicht so ohne weiteres erfüllen können,z.B. Anne-Sophie Mutter ist für mich so ein Mensch. Ihre Hochbegabung hat einen ganz konkreten Kanal, ihr Geigenspiel und das ist einfach so.
Ansonsten finde ich nicht, daß wir Hochbegabung glorifizieren sollten.
Ich bin auch immer noch der Meinung, dass wir insgesamt unseren Kindern viel zu viel zumuten. Zuviel Fremdbetreuung am Anfang, zuviel Hin-und Herfahren im Auto, Shopping-Touren schon im Säuglingsalter, falsche Ernährung, zuviel Fernsehen. Und da sollen die Kleinen mal nicht hippelig werden.
Ich finde, die Kinder sind insgesamt heute über- und nicht unterfordert. Nicht mehr, sondern weniger ist wohl besser, Ruhe und Gelassenheit, viel sinnvolle Unternehmungen mit den Eltern, Spiele, Musik.
Das ist so mein Tip.
K.

Ansichten überdenken
Ich muß sagen, daß ich deine Aussagen sehr überheblich finde. Du scheinst kein Kind groß ziehen zu müssen, was hochbegabt ist und somit, viele Nachteile hat.
Auch solltest Du Dir überlegen ob Eltern hochbegabte Kinder so dumm sind und ihren Kindern so viele Negativeinflüsse, wie Fremdbetreuung am Anfang, zuviel Hin-und Herfahren im Auto, Shopping-Touren schon im Säuglingsalter, falsche Ernährung, zuviel Fernsehen zu muten. Im Gegenteil, es wird doch so viel Wind um diese Kinder gemacht, weil sich so viele Eltern Gedanken um ihre Kinder machen und ihre Kinder nicht sich selbst überlassen werden sollen.
Noch etwas am Rande: Es gibt ein Haufen Sonderschulen. Wo sind die Schulen für besonders begabte Kinder. Ist es etwa ein makel Klug zu sein. Mir kommt es auf jeden Fall so vor. Ich finde alle sollten eine Chance haben. Auch die besonders Begabten.

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24. November 2005 um 22:13
In Antwort auf kurbedarf

Hast Du Ahnung?
Hallo kalani. Hast Du überhaupt Ahnung wovon Du redest? Weißt Du, ob ich glücklich über eine Hochbegabung meines Sohnes wäre? ganz bestimmt nicht! Glaubst Du, dass ich nicht auch manchmal gerne ein ruhiges Kind um mich herum hätte? Es ist ganz schön anstrengend: ich werde da ganz schön gefordert. Ich dachte, dass meine Sorge in den Beiträgen zu lesen ist. Stolz auf meine Kinder bin ich nicht mehr oder weniger als andere Mütter. ich erhoffe mir lediglich Tipps, wie ich meinem Sohn helfen kann, damit es ihm gut geht.

Die Unruhe der Kinder beruht einafach auf eine Unterforderung. Sie langweilen sich schnell im Unterricht und kommen dann auf dumme Gedanken, stören den Unterricht und können auch notenmäßig total abstürzen. das sind zum Beispiel meine Sorgen!

hast Du Ahnung, wieviel Zeit ich mit meinen Kindern verbringe? ich bin seit 7 Jahren im Erziehungsurlaub. Bevor Du jetzt sagst, ich wäre faul: Ich habe aber auch drei Kinder in der Zeit bekommen. Wenn ich jetzt in die Schublade kinderreich und assozial falle....mir auch egal. Möchte mich hier nicht für alles rechtfertigen müssen. Erwarte eigentlich nur ernstgemeinte Tipps und Ratschläge. Mehr nicht!

Hallo,
es tut mir wirklich leid, daß du angegriffen wurdest. Ich kenne daß sehr gut. Man hat das Gefühl man muß sich schämen ein Hochbegabtes Kind zu haben.
Aber Kopf hoch, durchhalten. Mir geht es im Moment genauso schlecht. Aber unseren Kindern bringt daß nichts. Bleib stark für Deine Kinder und tue Dir selber öfter mal was gutes. Das hilft auch.
Ach ja. Ich studiere seid eineigen Jahren Architektur. Jetzt mache ich endlich Diplom. Ich wurde aber áuch schon für Faul abgestempelt, obwohl jeder der mich wirklich kennt so etwas nie behaupten würde. Du bist bestimmt eine tolle Mutter. Alos Kopf hoch und lachen.

katikati

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25. November 2005 um 9:34
In Antwort auf katikati1

Ansichten überdenken
Ich muß sagen, daß ich deine Aussagen sehr überheblich finde. Du scheinst kein Kind groß ziehen zu müssen, was hochbegabt ist und somit, viele Nachteile hat.
Auch solltest Du Dir überlegen ob Eltern hochbegabte Kinder so dumm sind und ihren Kindern so viele Negativeinflüsse, wie Fremdbetreuung am Anfang, zuviel Hin-und Herfahren im Auto, Shopping-Touren schon im Säuglingsalter, falsche Ernährung, zuviel Fernsehen zu muten. Im Gegenteil, es wird doch so viel Wind um diese Kinder gemacht, weil sich so viele Eltern Gedanken um ihre Kinder machen und ihre Kinder nicht sich selbst überlassen werden sollen.
Noch etwas am Rande: Es gibt ein Haufen Sonderschulen. Wo sind die Schulen für besonders begabte Kinder. Ist es etwa ein makel Klug zu sein. Mir kommt es auf jeden Fall so vor. Ich finde alle sollten eine Chance haben. Auch die besonders Begabten.

Habe ich
ein hochbegabtes Kind? Weiß ich nicht, ich glaube eher, ich habe einfach ein sehr helles, schlaues Kind, das erstaunliche Sachen tut und sagt. Außerdem ist er musikalisch und motorisch sehr begabt. Zumindest ist das die Rückmeldung, die ich von anderen bekomme. Allerdings ist das alles nicht das Wichtigste für mich. Bzw. ich weiß, daß Intelligenz und besondere Begabungen, so schön sie sind, nicht das einzig wichtige an einem Menschen sind, viel wichtiger ist die emotionale Gesundheit und Ausgeglichenheit. Dass das Kind lernt in sich selbst zu ruhen, dass es einen inneren Kern hat, der ihm die Stärke gibt, in dieser Welt zu bestehen. Und diesen Kern kann man entwickeln, wenn man ganz mittelmäßig ist oder eben ganz klug.
Und du kannst mir nicht sagen, dass Ruhe etc. nicht auch für hochbegabte Kinder zu erreichen ist. Mir ist ein Beispiel gut in Erinnerung, als ich in Kur war. Da gab es auch so einen "hochbegabten" Jungen. Ich stelle nicht diese hohe Intelligenz in Frage, sondern wie man damit umgeht. Die Mutter hat ihn viel zu viel angeschriien, macht das ruhiger? Dann lief dieses Kind mit vier Jahren oder viereinhalb ständig ins Meer hinein, viel zu weit raus für meinen Geschmack. Ich hätte die Krise gekriegt. Die Mutter hat ihm überhaupt keine Grenzen gesetzt, ja das macht er immer so, er hat keine Angst, er weiß schon was er tut... Dann ist sie von Aktivität zu Aktivität gehetzt, kann dieses Kind da Ruhe finden??? Wieso hat sie mit diesem Kind nicht autogenes Training für Kinder od. Ähnliches gemacht?? Wieso macht dieses Kind keine Musiktherapie u. dgl.
Ich denke Wind um die Kinder machen, wie du es gesagt hast und sich die Zeit und die Mühe machen, den Kindern sinnvolle Aktivitäten (Ruhe und Anstrengung im Wechsel) zu bieten, sind zweierlei.
Nur das mal als Anregung.
K.

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25. November 2005 um 15:53
In Antwort auf katikati1

Hallo,
es tut mir wirklich leid, daß du angegriffen wurdest. Ich kenne daß sehr gut. Man hat das Gefühl man muß sich schämen ein Hochbegabtes Kind zu haben.
Aber Kopf hoch, durchhalten. Mir geht es im Moment genauso schlecht. Aber unseren Kindern bringt daß nichts. Bleib stark für Deine Kinder und tue Dir selber öfter mal was gutes. Das hilft auch.
Ach ja. Ich studiere seid eineigen Jahren Architektur. Jetzt mache ich endlich Diplom. Ich wurde aber áuch schon für Faul abgestempelt, obwohl jeder der mich wirklich kennt so etwas nie behaupten würde. Du bist bestimmt eine tolle Mutter. Alos Kopf hoch und lachen.

katikati

1000DANK!!
1000 Dank katikati 1 . Es tut auch mal gut etwas positives zurückzubekommen. Ich hatte schon bei meinem allerersten Beitrag in diesem Forum so einen drüber gekriegt. Mir verging jetzt schon die Lust! Ich verstehe nicht, warum Leute, die nicht wirklich betroffen sind und nicht wirklich Ahnung haben ständig meinen, sie müßten andere Beiträge runter machen! Naja, Schwammm drüber.

das Problem ist aber auch folgendes: Theorie und Praxis liegen leider oft sehr weit auseinander. Ich bin den ganzen Tag (mein Mann kommt um 18.00 Uhr nach Hause) mit drei kleinen Kindern (2,4 und / Jahre alt)zu Hause. Da ist es mit der Ruhe oft nicht so leicht. Ich MUSS mit allen drei Kindern einkaufen, ich MUSS oft die anderen zu verschiedenen Terminen mitnehmen. Und ich MUSS auch noch den Haushalt nebenbei machen. Und so viele Gedanken mache ich mir ja genau deshalb: ich möchte den Alltag ruhig und entspannt erleben. Außerdem möchte ich meinem Sohn helfen die innere Ruhe und Ausgeglicheheit zu haben. Ich dachte, ich hätte das schon mehrfach erwähnt. SOOO einfach ist das aber leider auch nicht. Der "Große" fordert mich außerdem so sehr, dass ich auch aufpassen muss, dass die beiden Kleinen nicht zu kurz kommen.



Und noch was: Ich habe es von Anfang an SEHR belastend empfunden, dass ich den "Großen" als Säugling immer als Schreikind, der mit 2 Stunden Schlaf auskam hatte. ich kam nämlich mit diesen 2 Stunden nicht aus! Und von allen Seiten diese Tipps: Du stillst auch zu oft, Du stillst vielleicht zu selten, Du mußt gelassener sein, Du mußt strenger sein, hast Du schon das probiert? Und vielleicht machst Du jenes falsch? Ich habe ja schon an mir selber gezweifelt. Du glaubst gar nicht, wie glücklich ich war, als meine Tochter geboren war. Sie war ruhig, zufrieden, schlief tagsüber und nachts zuverlässig und gut. Endlich wußte ich, dass es nämlich nicht an mir lag! Es ist einfach so ein Kind. Trotzdem kann man sich immer wieder Verbesserungen und Kritiken anhören, die ganz schön nah gehen.

Wie gesdagt: Theorie und Praxis. Und jeder, der da so seine Idee und Theorie zum Umgang mit diesen Kindern hat, der sollte ertsmal selber tagein und tagaus mit "so einem" Kind umgehen.

SO, DAS MUSSTE MAL RAUS!

Falls es hier falsch rüber kommt: Das soll nichts gegen meinen Sohn bedeuten! Ich liebe ihn nicht mehr oder weniger als die anderen beiden!

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29. November 2005 um 12:03
In Antwort auf kurbedarf

1000DANK!!
1000 Dank katikati 1 . Es tut auch mal gut etwas positives zurückzubekommen. Ich hatte schon bei meinem allerersten Beitrag in diesem Forum so einen drüber gekriegt. Mir verging jetzt schon die Lust! Ich verstehe nicht, warum Leute, die nicht wirklich betroffen sind und nicht wirklich Ahnung haben ständig meinen, sie müßten andere Beiträge runter machen! Naja, Schwammm drüber.

das Problem ist aber auch folgendes: Theorie und Praxis liegen leider oft sehr weit auseinander. Ich bin den ganzen Tag (mein Mann kommt um 18.00 Uhr nach Hause) mit drei kleinen Kindern (2,4 und / Jahre alt)zu Hause. Da ist es mit der Ruhe oft nicht so leicht. Ich MUSS mit allen drei Kindern einkaufen, ich MUSS oft die anderen zu verschiedenen Terminen mitnehmen. Und ich MUSS auch noch den Haushalt nebenbei machen. Und so viele Gedanken mache ich mir ja genau deshalb: ich möchte den Alltag ruhig und entspannt erleben. Außerdem möchte ich meinem Sohn helfen die innere Ruhe und Ausgeglicheheit zu haben. Ich dachte, ich hätte das schon mehrfach erwähnt. SOOO einfach ist das aber leider auch nicht. Der "Große" fordert mich außerdem so sehr, dass ich auch aufpassen muss, dass die beiden Kleinen nicht zu kurz kommen.



Und noch was: Ich habe es von Anfang an SEHR belastend empfunden, dass ich den "Großen" als Säugling immer als Schreikind, der mit 2 Stunden Schlaf auskam hatte. ich kam nämlich mit diesen 2 Stunden nicht aus! Und von allen Seiten diese Tipps: Du stillst auch zu oft, Du stillst vielleicht zu selten, Du mußt gelassener sein, Du mußt strenger sein, hast Du schon das probiert? Und vielleicht machst Du jenes falsch? Ich habe ja schon an mir selber gezweifelt. Du glaubst gar nicht, wie glücklich ich war, als meine Tochter geboren war. Sie war ruhig, zufrieden, schlief tagsüber und nachts zuverlässig und gut. Endlich wußte ich, dass es nämlich nicht an mir lag! Es ist einfach so ein Kind. Trotzdem kann man sich immer wieder Verbesserungen und Kritiken anhören, die ganz schön nah gehen.

Wie gesdagt: Theorie und Praxis. Und jeder, der da so seine Idee und Theorie zum Umgang mit diesen Kindern hat, der sollte ertsmal selber tagein und tagaus mit "so einem" Kind umgehen.

SO, DAS MUSSTE MAL RAUS!

Falls es hier falsch rüber kommt: Das soll nichts gegen meinen Sohn bedeuten! Ich liebe ihn nicht mehr oder weniger als die anderen beiden!

Schön jemanden zu finden
der mich versteht, den ich verstehe.
Ich bin inzwischen auch soweit, daß ich bemerke, daß ich gar nicht an allem Schuld sein kann. Das gelingt mir aber nur, weil ich selber eingesehen habe ich kann es nicht alleine schaffen und habe mir eine Therapeutin gesucht. Das klingt jetzt erst mal krass. Ich habe alle Dinge in meinem Leben alleine geschafft, selbst über eine Vergewaltigung ect. hinweg zu kommen. Ich habe sogar trozt aller Widrigkeiten und Kind, ein Studium in Architektur fast hinter mir. Was meinst Du wie ich deswegen angefeindet wurde. Mir wurde all daß gesagt, was die schlecht -Redner- sorry ich wußte es nicht anders auszudrücken- mir im Forum gesagt haben. Doch hat es die Situation verschlimmert. Mein Sohn bekam immer mehr Zeit und Aufmerksamkeit. Mehr Ruhe ect. Jetzt läßt er mich gar nicht mehr in RUHE. Ich habe sogar von Therapeuten und Sozialpädagoken gesagt bekommen, daß es alles richtig war, wie ich es gemacht habe. Fast alles!!!! Ich bin nicht perfekt und mache auch Fehler. Leider brauchen aber viele HB Kinder mit irgendwelchen Schwächen, viel mehr konsequentes Verhalten und Grenzen, als Normale. Und das ist sehr, sehr anstrengend.
Ich muß auch lernen, daß ich nicht alles in der Hand habe. Gewisse Dinge müssen einfach von meinen Sohn selber kommen. Da habe ich auch gar keinen Einfluß drauf. Was auch sehr anstrngend ist, man muß jeden Tag, den selben genauen Ablauf haben, die selben Rituale und geht das mal nicht, kriegt man direkt eins auf den Deckel vom Kind. Puhhhh! Wie verstehe ich dich.
Es ist wirklich nicht alles Deine Schuld.
Ich übe jetzt wieder Abstand und Selbständigkeit bei meinem Sohn.
Noch etwas, Jungen sind im Sozialverhalten oft sehr viel auffälliger als Mädchen. Mädchen neigen eher dazu sich zurück zu ziehen. Mein Sohn sagt sehr gerne und und sehr provokannt seine Meinung. Oft wird er leider mißverstanden. Er muß eben lernen, die Dinge anders zu verpacken. Aber er ist erst Zehn. Er ist einfach noch ein Kind. Er möchte auch noch viel spielen, aber auch viel lernen. Doch das bieten unsere Schulen nicht. Da gibt es nur einen hohen Leistungsdruck. Dabei macht ihm die Therapie sovile Spaß, er kann da spielend Rechtschreibunglernen und möchte immer solchen Unterricht.

Liebe Grüße und Kopf hoch
Katrin

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29. November 2005 um 12:23
In Antwort auf kalani

Habe ich
ein hochbegabtes Kind? Weiß ich nicht, ich glaube eher, ich habe einfach ein sehr helles, schlaues Kind, das erstaunliche Sachen tut und sagt. Außerdem ist er musikalisch und motorisch sehr begabt. Zumindest ist das die Rückmeldung, die ich von anderen bekomme. Allerdings ist das alles nicht das Wichtigste für mich. Bzw. ich weiß, daß Intelligenz und besondere Begabungen, so schön sie sind, nicht das einzig wichtige an einem Menschen sind, viel wichtiger ist die emotionale Gesundheit und Ausgeglichenheit. Dass das Kind lernt in sich selbst zu ruhen, dass es einen inneren Kern hat, der ihm die Stärke gibt, in dieser Welt zu bestehen. Und diesen Kern kann man entwickeln, wenn man ganz mittelmäßig ist oder eben ganz klug.
Und du kannst mir nicht sagen, dass Ruhe etc. nicht auch für hochbegabte Kinder zu erreichen ist. Mir ist ein Beispiel gut in Erinnerung, als ich in Kur war. Da gab es auch so einen "hochbegabten" Jungen. Ich stelle nicht diese hohe Intelligenz in Frage, sondern wie man damit umgeht. Die Mutter hat ihn viel zu viel angeschriien, macht das ruhiger? Dann lief dieses Kind mit vier Jahren oder viereinhalb ständig ins Meer hinein, viel zu weit raus für meinen Geschmack. Ich hätte die Krise gekriegt. Die Mutter hat ihm überhaupt keine Grenzen gesetzt, ja das macht er immer so, er hat keine Angst, er weiß schon was er tut... Dann ist sie von Aktivität zu Aktivität gehetzt, kann dieses Kind da Ruhe finden??? Wieso hat sie mit diesem Kind nicht autogenes Training für Kinder od. Ähnliches gemacht?? Wieso macht dieses Kind keine Musiktherapie u. dgl.
Ich denke Wind um die Kinder machen, wie du es gesagt hast und sich die Zeit und die Mühe machen, den Kindern sinnvolle Aktivitäten (Ruhe und Anstrengung im Wechsel) zu bieten, sind zweierlei.
Nur das mal als Anregung.
K.

Wieso, wieso, wieso
Du hast Glück, daß Du nicht diese Probleme hast.
Es gibt viele Dinge die man macht. Nur leider helfen sie nicht. Das Kind ist nun mal keine Spardose, wo man oben eine Therapie rein steckt und daß kommt dann raus. Was Du sagts wurde bei meinem Sohn zum Beispiel in ähnlicher Weise gemacht. Aber so funktioniert es nun mal nicht. Ließ Dir doch einfach mal im Internet ein paar Seiten über HB- Kinder durch. Vielleicht, lernst Du dann verstehen. Die Menschen die solche Kinder haben, sind völlig verschieden. Aber die Kinder oftmals gleich. Natürlich gibt es viele HB-s, die besser damit zurrecht kommen. Das liegt halt an ihrer emotionalen Intelligenz. Die ist mit Sichterheit nicht so gut entwickelt.
Aber hast du Dir vielleicht mal Gedanken darüber gemacht, ob nicht viele dieser HB-s einfach sehr viel sensibler sind, als andere Menschen. Ich war selber Aussenseiter in der Schule. Das ich ein HB sein könnte wäre mir nie in den Sinn gekommen. Jedoch zeigt sich nach Gesprächen in der Familie, daß dies wohl auf Grund von Vererbung der Fall sein muß. Ich war immer sehr sensible. Ich war ein sehr zurück gezogenes Kind. hatte keine Probleme in der Schule.
Ich spüre noch heute oft schon vorher was los ist. Da wissen die Anderen selber noch nicht, was sie eigentlich fühlen.
Ich habe über die Jahre gelernt, daß sebsible zu sein eben keine Schwäche ist. Ich lerne sie immer mehr positiv einzusetzen. Nur Kinder können das noch nicht und geraden eben deswegen immer wieder in Fallen, aus denen sie sich nicht befreien können. Dann ratsen sie aus, oder reagieren mit Hibbeligkeit. Dann genau herraus zu finden, was mit dem Kind los ist ist sehr schwehr. Schließlich wissen sie selber nicht, was mit ihnen los ist.
Ich gratuliere Dir zu Deiner erfolgreichen Erziehung. Ich wüschnte ich könnte das bringen. Nur leider ist es nicht so einfach. Das soll nicht heisen, das alles für Dich einfach ist. Nur hattest Du etwas mehr Glück und bessere Anlagen.

Liebe Grüße Katrin

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29. November 2005 um 13:02
In Antwort auf katikati1

Schön jemanden zu finden
der mich versteht, den ich verstehe.
Ich bin inzwischen auch soweit, daß ich bemerke, daß ich gar nicht an allem Schuld sein kann. Das gelingt mir aber nur, weil ich selber eingesehen habe ich kann es nicht alleine schaffen und habe mir eine Therapeutin gesucht. Das klingt jetzt erst mal krass. Ich habe alle Dinge in meinem Leben alleine geschafft, selbst über eine Vergewaltigung ect. hinweg zu kommen. Ich habe sogar trozt aller Widrigkeiten und Kind, ein Studium in Architektur fast hinter mir. Was meinst Du wie ich deswegen angefeindet wurde. Mir wurde all daß gesagt, was die schlecht -Redner- sorry ich wußte es nicht anders auszudrücken- mir im Forum gesagt haben. Doch hat es die Situation verschlimmert. Mein Sohn bekam immer mehr Zeit und Aufmerksamkeit. Mehr Ruhe ect. Jetzt läßt er mich gar nicht mehr in RUHE. Ich habe sogar von Therapeuten und Sozialpädagoken gesagt bekommen, daß es alles richtig war, wie ich es gemacht habe. Fast alles!!!! Ich bin nicht perfekt und mache auch Fehler. Leider brauchen aber viele HB Kinder mit irgendwelchen Schwächen, viel mehr konsequentes Verhalten und Grenzen, als Normale. Und das ist sehr, sehr anstrengend.
Ich muß auch lernen, daß ich nicht alles in der Hand habe. Gewisse Dinge müssen einfach von meinen Sohn selber kommen. Da habe ich auch gar keinen Einfluß drauf. Was auch sehr anstrngend ist, man muß jeden Tag, den selben genauen Ablauf haben, die selben Rituale und geht das mal nicht, kriegt man direkt eins auf den Deckel vom Kind. Puhhhh! Wie verstehe ich dich.
Es ist wirklich nicht alles Deine Schuld.
Ich übe jetzt wieder Abstand und Selbständigkeit bei meinem Sohn.
Noch etwas, Jungen sind im Sozialverhalten oft sehr viel auffälliger als Mädchen. Mädchen neigen eher dazu sich zurück zu ziehen. Mein Sohn sagt sehr gerne und und sehr provokannt seine Meinung. Oft wird er leider mißverstanden. Er muß eben lernen, die Dinge anders zu verpacken. Aber er ist erst Zehn. Er ist einfach noch ein Kind. Er möchte auch noch viel spielen, aber auch viel lernen. Doch das bieten unsere Schulen nicht. Da gibt es nur einen hohen Leistungsdruck. Dabei macht ihm die Therapie sovile Spaß, er kann da spielend Rechtschreibunglernen und möchte immer solchen Unterricht.

Liebe Grüße und Kopf hoch
Katrin

Emotional
Ja, das emotionale Verhalten meines Sohnes ist für mich auch so ein Problem. Tatsächlich ist er sehr sensibel! Manchmal tickt er dann total aus, die Klamotten fliegen, Türen knallen oder sein Kumpel kriegt eine Portion "Prügel". Da stößt er natürlich auch auf Kritik. Sei es von mir, dem Kumpel oder den anderen Müttern. Wenn ich dann schimpfe, kann es sein, dass er anfängt zu lachen.
Ein anderes Mal frißt er es in sich rein, wird unruhig, "sucht" Streit und ich weiß gar nicht was los ist. Er möchte auch immer gerne alles selber in die Hand nehmen. Kann zeitweise sehr schlecht nachgeben und sich einer Gruppe nicht unterordnen. Dann hat er aber wieder total soziale Phasen. Er kann dann teilen, hilft den jüngeren Geschwistern und hat eine sehr ausgeprägte "soziale Ader".
Es ist wirklich sehr anstrengend mit diesem Energiebündel umzugehen. Er kann in 5 Minuten alles aufmischen und ganz schönes Chaos veranstalten.

An Tagen, wo es sehr unruhig war, werde ich natürlich auch (spätestens zum Abend hin) ungeduldig und genervt. Da kann ich auch schonmal platzen(sollte zwar nicht passieren - kann es aber. Ist auch nur menschlich, denke ich). wenn er dann schläft mache ich mir jedes Mal Gedanken: Was fehlt ihm denn? Wie kann ich ihm noch helfen? was wirft ihn gerade wieder so aus der Bahn? was kommt da noch alles auf uns zu?...
Einerseits habe ich mir vorgenommen, das alles nicht mehr so eng zu nehmen. Einfach auch mal zu denken: "Ist halt wieder eine Phase!" Aber andererseits finde ich es auch wichtig sein Verhalten zu hinterfragen, damit ich verstehen lerne, was in ihm vorgeht.

Mein Mann und ich waren früher wohl auch nicht ganz einfach. Besonders in der Pubertät...Ich habe mich bei meinen Eltern schon dafür entschuldigt!

ich danke dir auf jeden Fall für Deine Beiträge. es hilft schon zu hören, dass es anderen auch so ergeht. Inzwischen denke ich auch, dass es fats überflüssig ist ihn unbedingt zu testen. Es ändert in dem Sinne ja nichts. Konsequenzen und klare Grenzen - du sagst es - braucht er in jedem Fall.

Was ist das für iene Therapie, die er da jetzt macht? Ergo- Psycho- oder eine andere Therapie? Was tut er da genau? Was wird da vermittelt? geht er gerne dorthin?

Ich finde es toll, wie du den Alltag meisterst und mit Deinem Sohn umgehst. Therapien finde ich lange nicht mehr so "krass" wie ich es vor einigen jahren noch fand. Einige meiner Freundinnen gehen zum Therapeuten und haben dort wirklich gute Unterstützung bekommen. was will man mehr: Man kann sich alles von der Seele reden. man kann sich sicher sein, dass der Gegenüber nichts weitererzählt, man musss sich keine Sorgen machen, ob der Gegenüber genervt ist - er verdient sein geld damit. Und mit den sozialen kontakten im Freundeskreis wird es heutzutage ja immer oberflächlicher und schwieriger mal ECHTE Probleme anzusprechen.

Das bis hierhin. Lebe Grüße und weiter so,
Kurbedarf

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29. November 2005 um 13:27
In Antwort auf kurbedarf

Emotional
Ja, das emotionale Verhalten meines Sohnes ist für mich auch so ein Problem. Tatsächlich ist er sehr sensibel! Manchmal tickt er dann total aus, die Klamotten fliegen, Türen knallen oder sein Kumpel kriegt eine Portion "Prügel". Da stößt er natürlich auch auf Kritik. Sei es von mir, dem Kumpel oder den anderen Müttern. Wenn ich dann schimpfe, kann es sein, dass er anfängt zu lachen.
Ein anderes Mal frißt er es in sich rein, wird unruhig, "sucht" Streit und ich weiß gar nicht was los ist. Er möchte auch immer gerne alles selber in die Hand nehmen. Kann zeitweise sehr schlecht nachgeben und sich einer Gruppe nicht unterordnen. Dann hat er aber wieder total soziale Phasen. Er kann dann teilen, hilft den jüngeren Geschwistern und hat eine sehr ausgeprägte "soziale Ader".
Es ist wirklich sehr anstrengend mit diesem Energiebündel umzugehen. Er kann in 5 Minuten alles aufmischen und ganz schönes Chaos veranstalten.

An Tagen, wo es sehr unruhig war, werde ich natürlich auch (spätestens zum Abend hin) ungeduldig und genervt. Da kann ich auch schonmal platzen(sollte zwar nicht passieren - kann es aber. Ist auch nur menschlich, denke ich). wenn er dann schläft mache ich mir jedes Mal Gedanken: Was fehlt ihm denn? Wie kann ich ihm noch helfen? was wirft ihn gerade wieder so aus der Bahn? was kommt da noch alles auf uns zu?...
Einerseits habe ich mir vorgenommen, das alles nicht mehr so eng zu nehmen. Einfach auch mal zu denken: "Ist halt wieder eine Phase!" Aber andererseits finde ich es auch wichtig sein Verhalten zu hinterfragen, damit ich verstehen lerne, was in ihm vorgeht.

Mein Mann und ich waren früher wohl auch nicht ganz einfach. Besonders in der Pubertät...Ich habe mich bei meinen Eltern schon dafür entschuldigt!

ich danke dir auf jeden Fall für Deine Beiträge. es hilft schon zu hören, dass es anderen auch so ergeht. Inzwischen denke ich auch, dass es fats überflüssig ist ihn unbedingt zu testen. Es ändert in dem Sinne ja nichts. Konsequenzen und klare Grenzen - du sagst es - braucht er in jedem Fall.

Was ist das für iene Therapie, die er da jetzt macht? Ergo- Psycho- oder eine andere Therapie? Was tut er da genau? Was wird da vermittelt? geht er gerne dorthin?

Ich finde es toll, wie du den Alltag meisterst und mit Deinem Sohn umgehst. Therapien finde ich lange nicht mehr so "krass" wie ich es vor einigen jahren noch fand. Einige meiner Freundinnen gehen zum Therapeuten und haben dort wirklich gute Unterstützung bekommen. was will man mehr: Man kann sich alles von der Seele reden. man kann sich sicher sein, dass der Gegenüber nichts weitererzählt, man musss sich keine Sorgen machen, ob der Gegenüber genervt ist - er verdient sein geld damit. Und mit den sozialen kontakten im Freundeskreis wird es heutzutage ja immer oberflächlicher und schwieriger mal ECHTE Probleme anzusprechen.

Das bis hierhin. Lebe Grüße und weiter so,
Kurbedarf

Therapien
Hallo Kurbedarf,
hier für heute erst mal die letzte Nachricht. Ich werde Dich auf dem laufenden halten, was wir erreichen.
Mein Sohn hat in der ersten Klasse Ergotherapie bekommen. Das fand er ganz toll. Es hat ihm auch etwas geholfen. Er kann heute besser schreiben. Dann ist er zum Kunstturnen. ein oder zwei mal die Woche. Das hat ihn auch super gefördert. Kunstturnen macht er immer noch.
Legastenieterapie bekommt er von unserer Tagesklinik in der Kinderklinik. Da mußt Du zum Psychologen, am besten Schulpsychologen. Er erstellt ein Gutachten und da muß dann so einiges drin stehen, um die Therapie bezahlt zu bekommen. Die wissen aber bescheid. Die Lega-therapie macht ihm riesigen spaß. Dein Kind hat doch auch Legastenie?
Ansonsten hilft es auf jeden Fall, eine psycholigische Therapie mit dem Sohn anzufangen. DA bekommt man selber Tipps und das Kind kann einfach reden und seine Sorgen los werden. Naja und die Symptome die mein Sohn aufweist, findet man auch bein Kiss-Syndrom. Er hat ja nicht nur seelische Probleme. Ich werde solch einen Arzt aufsuchen. Hier noch mal die Internetadresse: www.kiss-kid.de
Ich war zur Schuluntersuchung bei Fr. Babara Wissman in Arnsberg. Vielleicht ist es ja in Eurer Nähe.
Jetzt werde ich mich an meine Diplom Arbeit stürzen müssen.
Bleibe aber auf jeden Fall mit dir im Kontakt.
Demnächst erzähle ich, was ich noch alles so versucht habe.

Wir schaffen das schon.

Einen schönen verschneiten Wintertag
Katrin

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29. November 2005 um 13:40
In Antwort auf katikati1

Therapien
Hallo Kurbedarf,
hier für heute erst mal die letzte Nachricht. Ich werde Dich auf dem laufenden halten, was wir erreichen.
Mein Sohn hat in der ersten Klasse Ergotherapie bekommen. Das fand er ganz toll. Es hat ihm auch etwas geholfen. Er kann heute besser schreiben. Dann ist er zum Kunstturnen. ein oder zwei mal die Woche. Das hat ihn auch super gefördert. Kunstturnen macht er immer noch.
Legastenieterapie bekommt er von unserer Tagesklinik in der Kinderklinik. Da mußt Du zum Psychologen, am besten Schulpsychologen. Er erstellt ein Gutachten und da muß dann so einiges drin stehen, um die Therapie bezahlt zu bekommen. Die wissen aber bescheid. Die Lega-therapie macht ihm riesigen spaß. Dein Kind hat doch auch Legastenie?
Ansonsten hilft es auf jeden Fall, eine psycholigische Therapie mit dem Sohn anzufangen. DA bekommt man selber Tipps und das Kind kann einfach reden und seine Sorgen los werden. Naja und die Symptome die mein Sohn aufweist, findet man auch bein Kiss-Syndrom. Er hat ja nicht nur seelische Probleme. Ich werde solch einen Arzt aufsuchen. Hier noch mal die Internetadresse: www.kiss-kid.de
Ich war zur Schuluntersuchung bei Fr. Babara Wissman in Arnsberg. Vielleicht ist es ja in Eurer Nähe.
Jetzt werde ich mich an meine Diplom Arbeit stürzen müssen.
Bleibe aber auf jeden Fall mit dir im Kontakt.
Demnächst erzähle ich, was ich noch alles so versucht habe.

Wir schaffen das schon.

Einen schönen verschneiten Wintertag
Katrin

Viel Erfolg
Hallo.
Danke nochmal.
Das ist ja witzig - Arnsberg liegt wirklich bei uns in der Nähe!
Ich wünsche Dir jetzt erstmal viel Kraft und Energie für Deine Diplom-Arbeit.
Toi, Toi, Toi,
Gruß
Kurbedarf

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29. November 2005 um 20:00

Ein paar Fragen...
Ich lese hier schon seit einiger Zeit mit und muss gestehen, dass ich auch etwas irritiert bin, was hier alles so unter Hochbegabung läuft.

Gleich vorweg, ich kenne mich mit dem Thema nicht aus und erhoffe mir somit ein paar Antworten.

Wenn ich so einige Antworten hier lese, die von schlechter Ausdrucksweise und von Rechtschreibfehlern gespickt sind, dann aber gesagt wird, dass man selbst hb ist, dann macht mich das irgendwie stutzig. Auch finde ich es seltsam, dass Legastenie und Hochbegabung im selben Atemzug genannt werden. Für mich - als Laie - schließt sich das schon einmal von vornherein aus! Auch einige Beispiele für hb finde ich etwas seltsam. Sportasse? Das reicht? Ab wann ist es Begabung und ab wann Hochbegabung?

Mein Freund ist ebenfalls hochbegabt. Er ist - im wahrsten Sinne des Wortes - ein "durchgeknallter Physikprofessor", der sich in sozialem Verhalten schwer tut, das muss man wirklich sagen. Aber ich habe noch nie in meinem Leben jemanden kennengelernt, der ihm auch nur Ansatzweise das Wasser reichen konnte, was Bildung betrifft. Wenn er sagt, er kennt sich damit nicht so gut aus, ist das jenes Wissen, welches ich mir durch mein jahrelanges Studium und meine Dissertation angeeignet habe. Sagt er, er hat sich da ein wenig eingelesen, ist Hopfen und Malz für mich verloren.
DAS ist für mich Hochbegabung.

Ist meine Sichtweise da zu eng, oder hab ich was verpasst?

Gruß
kratzamkopp

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30. November 2005 um 10:38

Danke
aber irgendwie irritiert mich das eher.

Ich frage mich, wie man durch einen Intelligenztest z.B. auf eine sportliche Hochbegabung schließen kann. Weiters steht dort, dass eine Hochbegabung nicht automatisch zu einer überdurchschnittlichen Leistung führen muss...ähm...wie stelle ich dann eine Hochbegabung fest?

Und komme ich nicht bei den ganzen Aufzählungen dazu, dass ziemlich viele Kinder hochbegabt sind? Irgendwas lässt sich sicherlich finden...

Mich würden in diesem Zusammenhang mal die Erfahrungen anderer Mütter interessieren.

Muss grad feststellen, dass mein Freund anscheinend nicht zu den Hochbegabten zählt, da sein IQ Test, als er noch klein war, so um die 126 lag

Gruß
kratzamkopp

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30. November 2005 um 11:00
In Antwort auf kratzamkopp

Danke
aber irgendwie irritiert mich das eher.

Ich frage mich, wie man durch einen Intelligenztest z.B. auf eine sportliche Hochbegabung schließen kann. Weiters steht dort, dass eine Hochbegabung nicht automatisch zu einer überdurchschnittlichen Leistung führen muss...ähm...wie stelle ich dann eine Hochbegabung fest?

Und komme ich nicht bei den ganzen Aufzählungen dazu, dass ziemlich viele Kinder hochbegabt sind? Irgendwas lässt sich sicherlich finden...

Mich würden in diesem Zusammenhang mal die Erfahrungen anderer Mütter interessieren.

Muss grad feststellen, dass mein Freund anscheinend nicht zu den Hochbegabten zählt, da sein IQ Test, als er noch klein war, so um die 126 lag

Gruß
kratzamkopp

Hochbegabt oder hyperaktiv?
Hallo!
Muss dir recht geben und bin erstaunt, wie schnell einige Eltern meinen, ein hochbegabtes Kind zu haben.
Unser Sohn ist jetzt 9 Jahre alt und seine Lehrerin hat uns auch vom 1. Schuljahr an erzählt, dass er den anderen Kindern um einiges überlegen ist in der Schule. Sie hat dauernd vorgeschlagen, eine Klasse zu überspringen. Bis wir uns zu einem Test bei einer Psychologin entschlossen haben. Die hat unseren Sohn getestet und einen IQ von 120 festgestellt. Was bedeutet, dass er gut begabt ist. Und ich weiß genau, was du meinst, wenn du sagst, dass dein Freund auf seinem Gebiet der grösste ist, aber was die alltäglichen Dinge betrifft oft "hilflos" ist.
Ich bin der Meinung, dass heute eher viele Kinder hyperaktiv sind und nicht hochbegabt. Zur Hochbegabung gehört doch ein bisschen mehr, als zappelig zu sein oder der beste in der Klasse.
Wir haben unseren Sohn übrigens nicht die Klasse überspringen lassen, obwohl er das von der Intelligenz her könnte. Sein Sozialverhalten ist altersentsprechend.
Der IQ hat übrigens auch nicht immer was mit der tatsächlichen Intelligenz zu tun. Ich kenne Kinder, die einen hohen IQ haben aber tierisch faul sind. Ein Kind, das vielleicht einen geringeren IQ hat und sehr viel liest und interessiert ist, kann genau so seinen Weg machen. Außerdem sollte dein Freund vielleicht noch mal einen IQ-Test machen, wenn ihn das wirklich interessiert, denn die Psychologin sagte uns, dass der IQ sich im Laufe eines Lebens auch noch verändern kann.
Also, ich bin der Meinung, dass heutzutage viele Kinder hyperaktiv sind und nicht hochbegabt. Allerdings sind heute auch viele Eltern von Ehrgeiz zerfressen, ihre Kinder zu Leistungen anzutreiben.

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30. November 2005 um 12:54

Was
du so beschreibst kann ich sehr gut nachvollziehen und es macht absolut den Eindruck, als gehöre dein Sohn zu den Hochbegabten. Es ähnelt übrigens sehr den ersten Jahren meines Freundes, zumindest was mir seine Mutter so erzählt.

Sie ist übrigens Direktorin an einer Grundschule und wird häufiger gefragt, ob das ein oder andere Kind nicht ebenfalls hb ist. Da sie selbst Erfahrung damit hat, sagt sie den Müttern häufig, dass ihr Kind zwar durchaus begabt, aber eben nicht hochbegabt ist. Sie hat aber auch den Eindruck, als sei diese Vermutung in den letzten Jahren sehr stark angestiegen.

Ich wollte mich gar nicht so sehr auf die Sportasse versteifen, aber auch bei den anderen Beispielen stelle ich es mir extrem schwer vor, dies messen zu können.

Gruß
kratzamkopp

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30. November 2005 um 15:02

Nicht persönlich nehmen
Hallo Nenja,
ich gehe mal davon aus, dass du mich meinst mit "das ist ja schon frech".
Ich habe in meinem Statement überhaupt niemanden persönlich angegriffen. Es kann ja sein, dass du ein hochbegabtes Kind hast. Bei dem Ursprungsstatement ging es aber darum, ob das Kind hochbegabt ist, weil es in der Klasse gut ist und als Kleiner aufgedreht war.
Ich bin mir sicher, dass Eltern es mit hochbegabten Kindern nicht einfach haben. Alleine, weil sie sicher schon einem hohen Neidfaktor der Umgebung ausgesetzt sind.
Aber ich habe in meiner Umgebung die Erfahrung gemacht, dass viele Eltern sich wünschen, dass ihr Kind hochbegabt ist und dann in dieses Kind hineininterpretieren. Teilweise ist es so, dass die Eltern heute einem erzählen, dass ihr Kind mit 2 Jahren schon perfekt Fahrrad fahren kann. Oder, wenn ein Kind besonders aggressiv ist, wird auch schnell gesagt: "Mein Kind ist bestimmt hochbegabt". Solche Leute gehen mir einfach auf die Nerven. Ich glaube aber auch, dass es nicht viele Kinder gibt, die wirklich hochbegabt sind. Aber ich habe dich bestimmt nicht persönlich gemeint.
Es gibt doch Elternkreise für Kinder mit Hochbegabung. Hast du das schon mal ausprobiert? Also, tut mir leid, ich wollte bestimmt nicht Eltern mit WIRKLICH hochbegabten Kindern angreifen. Selbst ich habe schon erfahren, wie neidisch und missgünstig, nicht andere Kinder, aber andere Eltern sind, wenn man ein intelligenteres Kind hat. Ich war heilfroh, als die Therapeuten uns gesagt hat, dass unser Sohn nicht hochbegabt ist sondern "nur" gut begabt ist.
Ich kann mir ehrlich gesagt nicht denken, wie dein letzter Satz zu Ende gehen soll.
Es ist genaus so frech von dir zu behaupten, ich hätte "keine Ahnung". Ich habe auch meine Erfahrungen gemacht.

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30. November 2005 um 15:22
In Antwort auf sahummel

Nicht persönlich nehmen
Hallo Nenja,
ich gehe mal davon aus, dass du mich meinst mit "das ist ja schon frech".
Ich habe in meinem Statement überhaupt niemanden persönlich angegriffen. Es kann ja sein, dass du ein hochbegabtes Kind hast. Bei dem Ursprungsstatement ging es aber darum, ob das Kind hochbegabt ist, weil es in der Klasse gut ist und als Kleiner aufgedreht war.
Ich bin mir sicher, dass Eltern es mit hochbegabten Kindern nicht einfach haben. Alleine, weil sie sicher schon einem hohen Neidfaktor der Umgebung ausgesetzt sind.
Aber ich habe in meiner Umgebung die Erfahrung gemacht, dass viele Eltern sich wünschen, dass ihr Kind hochbegabt ist und dann in dieses Kind hineininterpretieren. Teilweise ist es so, dass die Eltern heute einem erzählen, dass ihr Kind mit 2 Jahren schon perfekt Fahrrad fahren kann. Oder, wenn ein Kind besonders aggressiv ist, wird auch schnell gesagt: "Mein Kind ist bestimmt hochbegabt". Solche Leute gehen mir einfach auf die Nerven. Ich glaube aber auch, dass es nicht viele Kinder gibt, die wirklich hochbegabt sind. Aber ich habe dich bestimmt nicht persönlich gemeint.
Es gibt doch Elternkreise für Kinder mit Hochbegabung. Hast du das schon mal ausprobiert? Also, tut mir leid, ich wollte bestimmt nicht Eltern mit WIRKLICH hochbegabten Kindern angreifen. Selbst ich habe schon erfahren, wie neidisch und missgünstig, nicht andere Kinder, aber andere Eltern sind, wenn man ein intelligenteres Kind hat. Ich war heilfroh, als die Therapeuten uns gesagt hat, dass unser Sohn nicht hochbegabt ist sondern "nur" gut begabt ist.
Ich kann mir ehrlich gesagt nicht denken, wie dein letzter Satz zu Ende gehen soll.
Es ist genaus so frech von dir zu behaupten, ich hätte "keine Ahnung". Ich habe auch meine Erfahrungen gemacht.

Ich sage auch nochmal was dazu!
Hallo - ich bin die, von der das Ursprungsstatement ist und ich habe selber nicht behauptet, dass mein Kind tatsächlich hochbegabt ist. Ich habe nur gesagt, dass der Verdacht besteht (u.A. von Lehrern und Ergotherapeuten formuliert). Ich habe NUR um Rat gefragt, wie ich damit am besten umgehe und wie ich meinem Sohn helfen kann ausgeglichener und glücklich zu sein. (Nicht unbedingt NUR auf Hochbegabung bezogen - auch auf sein unruhiges Verhalten bezogen).
Übrigens habe ich in einem anderen Beitrag bereits geschrieben, dass ich ihn eh nicht testen lasse. ich habe manche Anregungen bekommen, die ich mir zu Herzen nehme und werde meinen Sohn bestimmt nicht von Therapeut zu Therapeut schleppen. Und vor allem werde ich bestimmt nicht durch die ganze Welt posaunen, dass mein Sohn (vielleicht) hochbegabt ist. Das ist für mich nicht das Thema!
Kinder sind wie sie sind - und so sollte man sie auch nehmen. Trotzdem wird es ja erlaubt sein für sein Kind die bestmögliche Unterstützung zu suchen. Und damit meine ich nicht seine schulische und intelektuelle Entwicklung sondern seine menschliche. Ich möchte dass er glücklich ist. MEHR NICHT. Ob jemand "hochbegabt" genannt wird oder nicht ist mir sowas von egal. Trotzdem wollte ich einfach nur wissen, wie man diesen Kindern helfen kann.

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass in diesem Forum zu jedem Thema Leute unterwegs sind, die alle ernstgemeinten Diskussionen in Frage stellen müssen und das Gesagte ziemlich pingelig auseinanderpflücken. Manchmal echt schade - dann gehts nämlich an der Sache und dem ursprünglichen Thema vorbei. Aus allem wird eine Grundsatzdiskussion gemacht.

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30. November 2005 um 15:27
In Antwort auf kurbedarf

Ich sage auch nochmal was dazu!
Hallo - ich bin die, von der das Ursprungsstatement ist und ich habe selber nicht behauptet, dass mein Kind tatsächlich hochbegabt ist. Ich habe nur gesagt, dass der Verdacht besteht (u.A. von Lehrern und Ergotherapeuten formuliert). Ich habe NUR um Rat gefragt, wie ich damit am besten umgehe und wie ich meinem Sohn helfen kann ausgeglichener und glücklich zu sein. (Nicht unbedingt NUR auf Hochbegabung bezogen - auch auf sein unruhiges Verhalten bezogen).
Übrigens habe ich in einem anderen Beitrag bereits geschrieben, dass ich ihn eh nicht testen lasse. ich habe manche Anregungen bekommen, die ich mir zu Herzen nehme und werde meinen Sohn bestimmt nicht von Therapeut zu Therapeut schleppen. Und vor allem werde ich bestimmt nicht durch die ganze Welt posaunen, dass mein Sohn (vielleicht) hochbegabt ist. Das ist für mich nicht das Thema!
Kinder sind wie sie sind - und so sollte man sie auch nehmen. Trotzdem wird es ja erlaubt sein für sein Kind die bestmögliche Unterstützung zu suchen. Und damit meine ich nicht seine schulische und intelektuelle Entwicklung sondern seine menschliche. Ich möchte dass er glücklich ist. MEHR NICHT. Ob jemand "hochbegabt" genannt wird oder nicht ist mir sowas von egal. Trotzdem wollte ich einfach nur wissen, wie man diesen Kindern helfen kann.

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass in diesem Forum zu jedem Thema Leute unterwegs sind, die alle ernstgemeinten Diskussionen in Frage stellen müssen und das Gesagte ziemlich pingelig auseinanderpflücken. Manchmal echt schade - dann gehts nämlich an der Sache und dem ursprünglichen Thema vorbei. Aus allem wird eine Grundsatzdiskussion gemacht.

Mein Senf dazu
Wenn man Fragen stellt, muss man auch mit den Antworten leben, auch wenn einem diese vielleicht nicht so sehr gefallen.
In einem gib ich dir recht: Es ist tatsächlich eine Grundsatzdiskussion geworden.
Ich gehe jetzt nicht weiter auf deine Antwort ein, weil du auch sätze von mir wieder gegeben hast, die ich so nicht geschrieben habe.
Schönen Tag noch!

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30. November 2005 um 16:37
In Antwort auf sahummel

Mein Senf dazu
Wenn man Fragen stellt, muss man auch mit den Antworten leben, auch wenn einem diese vielleicht nicht so sehr gefallen.
In einem gib ich dir recht: Es ist tatsächlich eine Grundsatzdiskussion geworden.
Ich gehe jetzt nicht weiter auf deine Antwort ein, weil du auch sätze von mir wieder gegeben hast, die ich so nicht geschrieben habe.
Schönen Tag noch!

Egal!
Ich gebe gar keine Sätze von Dir wieder. Ich habe nur aus allen Antworten ein paar Dinge herausgepickt zu denen ich was sagen wollte. Außerdem war ich so frei auch noch eigene Dinge zu formulieren, die ich wegen der Vollständigkeit hinzufügen wollte um wieder Mißverständnissen und neue Vorwürfen vorzubeugen. Du brauchst Dich gar nicht so angegriffen fühlen! Ich finde es etwas übertrieben so zu reagieren. Vielleicht mußt Du auch lernen mit Antworten zu leben?!?

Außerdem: Die meisten Beiträge sind gar keine Antworten auf meine Fragen!

Aber: Egal! Ich kann damit leben.

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30. November 2005 um 17:11
In Antwort auf kurbedarf

Egal!
Ich gebe gar keine Sätze von Dir wieder. Ich habe nur aus allen Antworten ein paar Dinge herausgepickt zu denen ich was sagen wollte. Außerdem war ich so frei auch noch eigene Dinge zu formulieren, die ich wegen der Vollständigkeit hinzufügen wollte um wieder Mißverständnissen und neue Vorwürfen vorzubeugen. Du brauchst Dich gar nicht so angegriffen fühlen! Ich finde es etwas übertrieben so zu reagieren. Vielleicht mußt Du auch lernen mit Antworten zu leben?!?

Außerdem: Die meisten Beiträge sind gar keine Antworten auf meine Fragen!

Aber: Egal! Ich kann damit leben.

Nicht egal!
O.K. vielleicht sollten wir uns mal beruhigen. Ich fühle mich nicht angegriffen. Irgendwie ist diese Diskussion total aus dem Ruder gelaufen. Ich glaube, es wollte hier niemand irgendjemand angreifen.
Ich finde schon, dass du viele antworten bekommen hast. Kind testen lassen, dann weißt du, ob es hochbegabt ist oder nicht. Dafür brauchst du auch nicht von therapeut zu therapeut zu laufen. Und der Test ist auch überhaupt nicht anstrengend fürs Kind.
Wir haben unser Kind auch mit 7 Jahren testen lassen. Er fand den Test super und total spaßig.
Sollte er nicht hochbegabt sein, würde ich vielleicht doch mal Hyperaktivität in Betracht ziehen.
Und wenn er tatsächlich hochbegabt ist, kommen auch probleme auf dich zu, wie du ja auch hier schon mehrfach lesen konntest.
also, alles gute für dich und deinen Jungen.

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1. Dezember 2005 um 8:38
In Antwort auf sahummel

Nicht egal!
O.K. vielleicht sollten wir uns mal beruhigen. Ich fühle mich nicht angegriffen. Irgendwie ist diese Diskussion total aus dem Ruder gelaufen. Ich glaube, es wollte hier niemand irgendjemand angreifen.
Ich finde schon, dass du viele antworten bekommen hast. Kind testen lassen, dann weißt du, ob es hochbegabt ist oder nicht. Dafür brauchst du auch nicht von therapeut zu therapeut zu laufen. Und der Test ist auch überhaupt nicht anstrengend fürs Kind.
Wir haben unser Kind auch mit 7 Jahren testen lassen. Er fand den Test super und total spaßig.
Sollte er nicht hochbegabt sein, würde ich vielleicht doch mal Hyperaktivität in Betracht ziehen.
Und wenn er tatsächlich hochbegabt ist, kommen auch probleme auf dich zu, wie du ja auch hier schon mehrfach lesen konntest.
also, alles gute für dich und deinen Jungen.

OK
Alles klar! Schwamm drüber.

Danke für die nette Antwort. Du hast Recht. Das ist bestimmt der richtige Weg.

Liebe Grüße
kurbedarf

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2. Dezember 2005 um 15:57

Meine Güte
vielleicht war ich selbst ein hochbegabtes Kind??? Wenn ich so die Charakteristika durchlese, dann trifft da einiges auf mich zu.
Ich bin allerdings nicht auf der Sonderschule gelandet...
Ich habe doch auch GAR NICHT die Hochbegabung in Abrede gestellt, siehe meinen Beitrag unten, sondern nur dieses Brimborium, das da gemacht wird. Braucht nicht jedes Kind eine spezielle Förderung, Augenmerk. Und auch bei den "normalen" Kindern wird es wohl welche geben, die besser auf einem naturwissenschaftlichen Gymnasium oder auf einer hauswirtschaftlichen Schule etc. aufgehoben sind, je nach Neigung (und auch bei den Normalos kann es da ganz schöne Fehlentscheidungen geben).
Mir geht es nur auf den Nerv, wenn man das hyperzappelige Verhalten des Sprößlings gleich als Hochbegabung auslegt und durch sein eigenenes verhalten zu der Zappeligkeit beiträgt (selbst erlebt- siehe Kurerlebnis).
Das war alles, von mir aus könnte ihr alle kleine Einsteine haben---
K.

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5. Dezember 2005 um 22:42

Hallo
Ich hoffe Sie sind auch jetzt noch an einer Antwort interessiert.
Ich bin Mutter von drei Kindern, die alle hochbegabt getestet sind. Unser Weg war ein langer, umständlicher, der aber dazu geführt hat , dass meine Kinder nicht nur "gefördert" werden, sonder vor allem ,dass wir uns in der Familie besser verstehen. Mein Mann und ich haben mehr Verständniss und kommen mit Problemen besser zurecht. Wir hatten allerdings in der Schule grosse Ünterstützung und viel Verständniss.Meine älteste Tochter war eine zeitlang sehr unglücklich und wir können ihr mit dem Ergebniss des Test viel mehr helfen, weil wir wissen, wo wir ansetzen müssen. Daraufhin wurde unser Sohn auch geteste und mit dem Ergebniss hat sich vieles gebessert.
Wenn Sie noch mehr wissen wollen kann ich gerne noch mal antworten . Aber seit ihrer Frage ist ja auch schon einige Zeit vergangen. Ich kann ihnen nur empfehlen sich von Vereinen zum Thema Adressen zu besorgen und einen unabhängigen Test zu machen. Mann muss es den Kindern ja nicht sagen und sie haben viel Spass dabei - ist ja nicht so, dass es was Schlimmes ist.
Allerdings haben einige die geantwortwt haben auch recht und man muss aauch mit einem normalen Kind leben können. Einige haben aber auch wirklich keine Ahnung, was Hochbegabung wirklich heisst!

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6. Dezember 2005 um 8:30
In Antwort auf ziska3

Hallo
Ich hoffe Sie sind auch jetzt noch an einer Antwort interessiert.
Ich bin Mutter von drei Kindern, die alle hochbegabt getestet sind. Unser Weg war ein langer, umständlicher, der aber dazu geführt hat , dass meine Kinder nicht nur "gefördert" werden, sonder vor allem ,dass wir uns in der Familie besser verstehen. Mein Mann und ich haben mehr Verständniss und kommen mit Problemen besser zurecht. Wir hatten allerdings in der Schule grosse Ünterstützung und viel Verständniss.Meine älteste Tochter war eine zeitlang sehr unglücklich und wir können ihr mit dem Ergebniss des Test viel mehr helfen, weil wir wissen, wo wir ansetzen müssen. Daraufhin wurde unser Sohn auch geteste und mit dem Ergebniss hat sich vieles gebessert.
Wenn Sie noch mehr wissen wollen kann ich gerne noch mal antworten . Aber seit ihrer Frage ist ja auch schon einige Zeit vergangen. Ich kann ihnen nur empfehlen sich von Vereinen zum Thema Adressen zu besorgen und einen unabhängigen Test zu machen. Mann muss es den Kindern ja nicht sagen und sie haben viel Spass dabei - ist ja nicht so, dass es was Schlimmes ist.
Allerdings haben einige die geantwortwt haben auch recht und man muss aauch mit einem normalen Kind leben können. Einige haben aber auch wirklich keine Ahnung, was Hochbegabung wirklich heisst!

Ja...
...ich bin noch an einer Antwort interessiert! Mich würde zum Beispiel interessieren, wie sich bei Euren Kindern gezeigt hat, dass sie hochbegabt sind? Was war vorher anders als nach den Tests? Was hat das Familienleben vorher schwer gemacht? Wodurch wird es jetzt leichter? Ich habe nämlich seit 2 Tagen wieder einen Punkt erreicht, wo ich das Gefühl habe, dass mir hier alles über den Kopf wächst - liegt sicher auch an der vorweihnachtlichen Aufregung der Kinder. Aber auch an vielen anderen Faktoren.
Über eine Antwort freue ich mich,
Gruß
Kurbedarf (im wahrsten Sinne des Wortes!)

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6. Dezember 2005 um 8:34
In Antwort auf kalani

Meine Güte
vielleicht war ich selbst ein hochbegabtes Kind??? Wenn ich so die Charakteristika durchlese, dann trifft da einiges auf mich zu.
Ich bin allerdings nicht auf der Sonderschule gelandet...
Ich habe doch auch GAR NICHT die Hochbegabung in Abrede gestellt, siehe meinen Beitrag unten, sondern nur dieses Brimborium, das da gemacht wird. Braucht nicht jedes Kind eine spezielle Förderung, Augenmerk. Und auch bei den "normalen" Kindern wird es wohl welche geben, die besser auf einem naturwissenschaftlichen Gymnasium oder auf einer hauswirtschaftlichen Schule etc. aufgehoben sind, je nach Neigung (und auch bei den Normalos kann es da ganz schöne Fehlentscheidungen geben).
Mir geht es nur auf den Nerv, wenn man das hyperzappelige Verhalten des Sprößlings gleich als Hochbegabung auslegt und durch sein eigenenes verhalten zu der Zappeligkeit beiträgt (selbst erlebt- siehe Kurerlebnis).
Das war alles, von mir aus könnte ihr alle kleine Einsteine haben---
K.

Brimborium
So ein "Brimborium" macht man mit Sicherheit nicht aus Spaß. Ich suche ernsthaft nach einer Lösung, damit der Alltag hier gescheit laufen kann. Und zwar am besten so, dass alle in der Familie glücklich und zufrieden sein können. Dafür ist ein Erfahrungsaustausch manchmal sinnvoll (ist ja schließlich Sinn eines Forums - dachte ich zumindest bis jetzt). Da sind spitze Bemerkungen und blöde Kommentare weniger hilfreich.

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6. Dezember 2005 um 9:41

Guten Morgen
Hallo
Ich freue mich, dass ich Antwort von Ihnen habe.
Eigentlich habe ich gestern nach was anderem gesucht und bin hier hängengeblieben. Also, bei uns war das so: meine ältere Tochter (damals 8 ) war immer schon die "pfegeleichtere" von allen Dreien. Eigentlich war mein Sohn (damals 6) derjenige , der mich die Wände hochgetrieben hat. Franziska war immer sehr verständnissvoll, hat sich viel allein beschäftigt und sich immer gut in andere eingefühlt. In einer schwierigen Zeit, als mein Mann sehr krank war und ich Hochschwanger hat sie alles mitgemacht. Schule war nie ein Problem. Ich hatte nur immer das Gefühl, das es zu wenig Anspruch gab. Aber da sie auch ein Kann-Kind war (also im Oktober Geburtstag, hätte auf Antrag früher eingeschult werden können) habe ich immer gedacht besser so als nur Probleme. Ich habe dann angefangen mit Zusatzprogramm : Musikschule, Bücherei , Sport usw.
Aber obwohl wir nachmittags immer unterwegs waren , hat es nicht gereicht.
Dann hat sie auf einmal angefangen zu weinen ohne einen Grund sagen zu können, wollte nicht mehr auf Kindergeburtstage gehen und war ganz und gar unglücklich . Was meinen Sie, was ich alles an Vermutungen angestellt habe! Aber als die Lehrerien dann meinte , ob sie wohl einfach unterfordert sei, da begann sich der Knoten zu lösen. Obwohl Franziska grosse Hemmschwellen hat , war sie bereit es in einer Klasse über ihr zu versuchen. Sie kannte dort allerdings auch die meisten Kinder vom Verein oder noch vom Kindergarten. Innerhalb von 6 Wochen hatte sie zum Rest der Klasse aufgeschlossen und ist seitdem Klassenbeste.
Aber das ist nicht das Wichtigste. Sondern das sie sich in dieser Klasse noch mehr an Informationen holen kann . Ich kann es nicht so gut erklären. Abgesehen davon, dass sie in der alten Klasse gemoppt worden ist, und zwar so richtig , bekommt sie jetzt mehr Anregungen. Aber wenn man ehrlich ist, ist sie immer noch nicht ausgelastet. Die Schulleitung hat dann von einem Test gesprochen und wir haben von einem Psychologen gehört, der sich auf hochbegabte Kinder spezialisiert hat. Weil man beim Schulamt aber so schnell auch keinen Termin kriegt, habe ich sie dorthin gebracht. Der Test hat ihr Spass gemacht und mir ist der Hintergrund der Kriterien genau erkärt worden. Jetzt wissen wir, das wir unsere Tochter so schnell nicht überfordern können. Über die Höhe des IQ reden wir nicht und das weiss auch keiner (auch nicht die Kinder selbst). Viele fragen zwar , aber ich denke darum gehts mir gar nicht.
Als ich dann -ohne Franziska bei der Auswertung des Test war , habe ich dann nur gesagt, dass ja eigentlich mein Sohn der Chaot der Familie ist. Und weil der Psychologe es uns geraten hat , haben wir ihn auch testen lassen. Er wollte es auch unbedingt und es gibt auch Zahlen über familiäre Häufungen ( 75% Wahrscheinlichkeit bei einem hochbegabten Geschwisterkind). Seine Werte sind sogar noch höher gewesen.
Das war jetzt eine lange Antwort. Aber ich kann nur sagen , dass die Situation sich gebessert hat, weil das Kind einen Namen hat.
Wir setzen jetzt auch Computer und Internet ein und lassen uns gezielte Fördreungen einfallen (italienisch lernen für den Urlaub z.B.) .
Wir wissen jetzt einfach was los ist und das hat uns irgendwie geholfen.
Vielleicht auch, weil die Kinder jetzt wissen , das sie nicht unnormal sind . In der Schule wird es auch von den Meisten angenommen, das sie Zusatzaufgaben bekommen oder zum Beispiel erweiterte Hausaufgaben. Und sie nehmen es dankbar an . Es ist nicht so , das ich sie tritzen muss.
Ich hoffe ,das es auf der weiterführenden Schule noch besser wird, weil da einfach emotionsloser mit dem Thema umgegangen wird.
Besondere Situationen werden vielleicht einfacher, wenn man weiss, was los ist.
Aber zum Thema Hochbegabung gibt es viele falsche Aussagen und viele wissen gar nicht , wovon sie reden. Dieser Test ( HAWIG ) wird auch diskutiert, aber uns ist es ja nicht um ein möglichst hohes Ergebniss gegangen, sondern in dem Test werden besondere Fähigkeiten in einzelnen Bereichen erkannt. Und es ist ja tatsächlich so, dass viele Hochbegabte depressiv oder aggressiv sind. Man kann es nur nicht andersrum schlussfolgern.
Konnte ich etwas helfen? Viele Grüsse

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6. Dezember 2005 um 10:11
In Antwort auf ziska3

Guten Morgen
Hallo
Ich freue mich, dass ich Antwort von Ihnen habe.
Eigentlich habe ich gestern nach was anderem gesucht und bin hier hängengeblieben. Also, bei uns war das so: meine ältere Tochter (damals 8 ) war immer schon die "pfegeleichtere" von allen Dreien. Eigentlich war mein Sohn (damals 6) derjenige , der mich die Wände hochgetrieben hat. Franziska war immer sehr verständnissvoll, hat sich viel allein beschäftigt und sich immer gut in andere eingefühlt. In einer schwierigen Zeit, als mein Mann sehr krank war und ich Hochschwanger hat sie alles mitgemacht. Schule war nie ein Problem. Ich hatte nur immer das Gefühl, das es zu wenig Anspruch gab. Aber da sie auch ein Kann-Kind war (also im Oktober Geburtstag, hätte auf Antrag früher eingeschult werden können) habe ich immer gedacht besser so als nur Probleme. Ich habe dann angefangen mit Zusatzprogramm : Musikschule, Bücherei , Sport usw.
Aber obwohl wir nachmittags immer unterwegs waren , hat es nicht gereicht.
Dann hat sie auf einmal angefangen zu weinen ohne einen Grund sagen zu können, wollte nicht mehr auf Kindergeburtstage gehen und war ganz und gar unglücklich . Was meinen Sie, was ich alles an Vermutungen angestellt habe! Aber als die Lehrerien dann meinte , ob sie wohl einfach unterfordert sei, da begann sich der Knoten zu lösen. Obwohl Franziska grosse Hemmschwellen hat , war sie bereit es in einer Klasse über ihr zu versuchen. Sie kannte dort allerdings auch die meisten Kinder vom Verein oder noch vom Kindergarten. Innerhalb von 6 Wochen hatte sie zum Rest der Klasse aufgeschlossen und ist seitdem Klassenbeste.
Aber das ist nicht das Wichtigste. Sondern das sie sich in dieser Klasse noch mehr an Informationen holen kann . Ich kann es nicht so gut erklären. Abgesehen davon, dass sie in der alten Klasse gemoppt worden ist, und zwar so richtig , bekommt sie jetzt mehr Anregungen. Aber wenn man ehrlich ist, ist sie immer noch nicht ausgelastet. Die Schulleitung hat dann von einem Test gesprochen und wir haben von einem Psychologen gehört, der sich auf hochbegabte Kinder spezialisiert hat. Weil man beim Schulamt aber so schnell auch keinen Termin kriegt, habe ich sie dorthin gebracht. Der Test hat ihr Spass gemacht und mir ist der Hintergrund der Kriterien genau erkärt worden. Jetzt wissen wir, das wir unsere Tochter so schnell nicht überfordern können. Über die Höhe des IQ reden wir nicht und das weiss auch keiner (auch nicht die Kinder selbst). Viele fragen zwar , aber ich denke darum gehts mir gar nicht.
Als ich dann -ohne Franziska bei der Auswertung des Test war , habe ich dann nur gesagt, dass ja eigentlich mein Sohn der Chaot der Familie ist. Und weil der Psychologe es uns geraten hat , haben wir ihn auch testen lassen. Er wollte es auch unbedingt und es gibt auch Zahlen über familiäre Häufungen ( 75% Wahrscheinlichkeit bei einem hochbegabten Geschwisterkind). Seine Werte sind sogar noch höher gewesen.
Das war jetzt eine lange Antwort. Aber ich kann nur sagen , dass die Situation sich gebessert hat, weil das Kind einen Namen hat.
Wir setzen jetzt auch Computer und Internet ein und lassen uns gezielte Fördreungen einfallen (italienisch lernen für den Urlaub z.B.) .
Wir wissen jetzt einfach was los ist und das hat uns irgendwie geholfen.
Vielleicht auch, weil die Kinder jetzt wissen , das sie nicht unnormal sind . In der Schule wird es auch von den Meisten angenommen, das sie Zusatzaufgaben bekommen oder zum Beispiel erweiterte Hausaufgaben. Und sie nehmen es dankbar an . Es ist nicht so , das ich sie tritzen muss.
Ich hoffe ,das es auf der weiterführenden Schule noch besser wird, weil da einfach emotionsloser mit dem Thema umgegangen wird.
Besondere Situationen werden vielleicht einfacher, wenn man weiss, was los ist.
Aber zum Thema Hochbegabung gibt es viele falsche Aussagen und viele wissen gar nicht , wovon sie reden. Dieser Test ( HAWIG ) wird auch diskutiert, aber uns ist es ja nicht um ein möglichst hohes Ergebniss gegangen, sondern in dem Test werden besondere Fähigkeiten in einzelnen Bereichen erkannt. Und es ist ja tatsächlich so, dass viele Hochbegabte depressiv oder aggressiv sind. Man kann es nur nicht andersrum schlussfolgern.
Konnte ich etwas helfen? Viele Grüsse

Jau!
Danke für die ausführliche Antwort. Vielleicht sollte ich dann doch mal einen Test machen - einfach um sicher zu sein, dass ich meinen Sohn mit noch mehr Input nicht überfordere.
Kannst Du mir ungefähr sagen, was Du (darf ich "Du"sagen?) damit meinst, dass "Dein Sohn der Chaot" ist? Wie chaotisch war er? Was hat er angestellt?
Ich habe das Gefühl drei Chaoten um mich herum zu haben! Jeder ein bißchen anders chaotisch, aber zusammen das Chaosteam!
Über eine Antwort freue ich mich!

Kurbedarf

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6. Dezember 2005 um 12:16

Chaot
Ich weiss gar nicht genau, wie ich es beschreiben soll. Als er noch kleiner war, waren es natürlich andere Dinge als heute. Er ist jetzt 7,5 Jahre alt und geht in die 2. Klasse. Ich muss auch wirklich zugeben. dass es seit ein paar Wochen besser geworden ist . Vielleicht liegt es an den veränderten Umständen (Test) oder daran, dass er jetzt auch -wie seine grosse Schwester- die ersten Einsen geschrieben hat. Vielleicht hat der Psychologe mir geholfen, weil er den Druck von mir genommen hat . Oder er hat es echt verstanden,als ich im letzten Streit gesagt habe, dass ich nicht mehr kann und mir auch keine weiteren Strafen mehr ausdenken mag. Es geht mir nicht so gut im Moment und ich habe versucht ganz zu sagen , wie sehr mich das Stfafe ausdenken ankotzt. Oder es hat ihm einfach echt wehgetan, dass der Computer 2 Wochen weg war. Ich habe aber schon so lange jeden Tag Trouble mit ihm, dass ich es eigentlich gar nicht glauben kann . Ich bin einfach nur froh um jeden Tag der ruhig ist.
Aber nochmal zu deinen Fragen: es gibt für jedes Alter Test; es gibt verschiedene Test, die auch diskutiert werden; Leistung in der Schule hat nicht unmittelbar was mit Hochbegabung zu tun; ein Test kann aber einiges klären und schadet den Kindern nicht;man muss aber genau überlegen, wem man etwas davon erzählt (in der Familie gibt es bei uns nur Unverständniss- als wenn ich Schuld wäre am Ergebniss und die Kinder überfordere);
zusätzlich zum Test wurde bei uns auch ein Persönlichkeitstest gemacht , um zu sehen ,warum Franziska so depressiv war. Es war ganz aufschlussreich eine völlig
unabhängige Meinung zu hören.
Wie äußert sich denn bei euch das Chaos?

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6. Dezember 2005 um 15:45
In Antwort auf ziska3

Chaot
Ich weiss gar nicht genau, wie ich es beschreiben soll. Als er noch kleiner war, waren es natürlich andere Dinge als heute. Er ist jetzt 7,5 Jahre alt und geht in die 2. Klasse. Ich muss auch wirklich zugeben. dass es seit ein paar Wochen besser geworden ist . Vielleicht liegt es an den veränderten Umständen (Test) oder daran, dass er jetzt auch -wie seine grosse Schwester- die ersten Einsen geschrieben hat. Vielleicht hat der Psychologe mir geholfen, weil er den Druck von mir genommen hat . Oder er hat es echt verstanden,als ich im letzten Streit gesagt habe, dass ich nicht mehr kann und mir auch keine weiteren Strafen mehr ausdenken mag. Es geht mir nicht so gut im Moment und ich habe versucht ganz zu sagen , wie sehr mich das Stfafe ausdenken ankotzt. Oder es hat ihm einfach echt wehgetan, dass der Computer 2 Wochen weg war. Ich habe aber schon so lange jeden Tag Trouble mit ihm, dass ich es eigentlich gar nicht glauben kann . Ich bin einfach nur froh um jeden Tag der ruhig ist.
Aber nochmal zu deinen Fragen: es gibt für jedes Alter Test; es gibt verschiedene Test, die auch diskutiert werden; Leistung in der Schule hat nicht unmittelbar was mit Hochbegabung zu tun; ein Test kann aber einiges klären und schadet den Kindern nicht;man muss aber genau überlegen, wem man etwas davon erzählt (in der Familie gibt es bei uns nur Unverständniss- als wenn ich Schuld wäre am Ergebniss und die Kinder überfordere);
zusätzlich zum Test wurde bei uns auch ein Persönlichkeitstest gemacht , um zu sehen ,warum Franziska so depressiv war. Es war ganz aufschlussreich eine völlig
unabhängige Meinung zu hören.
Wie äußert sich denn bei euch das Chaos?

Unser Chaos...
...ist genau in diesem Moment wieder perfekt. Ich komme gerade von einer Standpauke aus seinem Zimmer.

Aber gut: Als Kleinkind hat er die Bilderbücher nicht angeguckt, er hat die Seiten Lage für Lage auseinandergenommen. Alles, was er an Spielsachen geschenkt bekommt wird auseinandergenommen bis zum letzten kleinen Einzelteil. Alle Schrauben werden entfernt... er hängt nicht an materiellen Dingen. Wenn es dann kaputt und auseinandergebaut ist macht das überhaupt nichts. Es kann dann in den Müll geschmissen werden.
Ich habe neulich seine kompletten Spielsachen auf den Dachboden gepackt. Eigentlich für eine Woche. Das Kinderzimmer war leer. Als er sich nach dieser Woche erstmal 2 Sachen aussuchen sollte, die er wiederbekommen sollte, wollte er nichts von seinen Spielsachen haben - nur seine Bücher. Darin "liest" er jetzt nur noch.

Er ist sehr unruhig, zappelig. Mich haben in letzter Zeit Mütter angesprochen, und mir erzählt, dass er die Kinder auf dem Schulweg ärgert. Er kann sich nicht gut alleine beschäftigen, animiert seine Geschwister auch dazu Quatsch zu machen. Er kann zeitweise nur sehr schlecht Grenzen akzeptieren und testet immer wieder aus, wie weit er gehen kann. Er schneidet mit 7 Jahren Löcher in einen Schlafanzug, reißt Tapete ab.
So sieht das in den heftigsten Zeiten aus.

Es gibt aber widerum Phasen, in denen er super fürsorglich, für sein Alter extrem venünftig, einsichtig und auch ruhig ist. Dann hilft er mir und gibt sich richtig viel Mühe.

Es stimmt schon, dass er , wenn er gefordert ist (zB. bei den Hausaufgaben, Kartenspiel...) er sehr ruhig und konzentriert ist. Ich habe aber noch 2 kleinere Kinder, um die ich mich kümmern muss. Ich kann mir nicht den ganzen Tag Gedanken machen, wie ich ihn beschäftigen und fordern kann. Und die beiden kleinen sind auch "sehr kreativ". Puppen baden, selber Müsli machen, Blumen gießen, Schränke ausräumen und alles anprobieren, mit 2 Jahren alleine aufs Töpfchen gehen und versuchen das Töpfchen auszuspülen, alles auseinandernehmen... kann ganz schön viel Chaos hinterlassen, wenn es ein 2-Jähriger und eine 4-Jährige alleine in die Hand nehmen wollen.

Sobald ich mich umdrehe nimmt das Chaos momentan seinen Lauf.
So sieht das bei uns zZt aus!

Wie gesagt: Es spielt mit Sicherheit auch die vorweihnachtliche Aufregung eine Rolle. Aber zur Zeit könnte ich gut eine Super-Nanny gebrauchen, damit ich hier mal den Durchblick zurückgewinne.

Es ist auch nicht ständig so. Es ist "normal" schon so, dass hier auch feste Regeln gelten und jeder seine Grenzen kennt. Aber wie gesagt: im Moment sind wir in einer absoluten Chaos-Phase. Und das ist echt heftig. zeitweise ist mir zum Heulen zumute und ich habe das Gefühl mich saugt das alles aus. Der Akku ist leer.

Kurbedarf

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6. Dezember 2005 um 15:46
In Antwort auf ziska3

Chaot
Ich weiss gar nicht genau, wie ich es beschreiben soll. Als er noch kleiner war, waren es natürlich andere Dinge als heute. Er ist jetzt 7,5 Jahre alt und geht in die 2. Klasse. Ich muss auch wirklich zugeben. dass es seit ein paar Wochen besser geworden ist . Vielleicht liegt es an den veränderten Umständen (Test) oder daran, dass er jetzt auch -wie seine grosse Schwester- die ersten Einsen geschrieben hat. Vielleicht hat der Psychologe mir geholfen, weil er den Druck von mir genommen hat . Oder er hat es echt verstanden,als ich im letzten Streit gesagt habe, dass ich nicht mehr kann und mir auch keine weiteren Strafen mehr ausdenken mag. Es geht mir nicht so gut im Moment und ich habe versucht ganz zu sagen , wie sehr mich das Stfafe ausdenken ankotzt. Oder es hat ihm einfach echt wehgetan, dass der Computer 2 Wochen weg war. Ich habe aber schon so lange jeden Tag Trouble mit ihm, dass ich es eigentlich gar nicht glauben kann . Ich bin einfach nur froh um jeden Tag der ruhig ist.
Aber nochmal zu deinen Fragen: es gibt für jedes Alter Test; es gibt verschiedene Test, die auch diskutiert werden; Leistung in der Schule hat nicht unmittelbar was mit Hochbegabung zu tun; ein Test kann aber einiges klären und schadet den Kindern nicht;man muss aber genau überlegen, wem man etwas davon erzählt (in der Familie gibt es bei uns nur Unverständniss- als wenn ich Schuld wäre am Ergebniss und die Kinder überfordere);
zusätzlich zum Test wurde bei uns auch ein Persönlichkeitstest gemacht , um zu sehen ,warum Franziska so depressiv war. Es war ganz aufschlussreich eine völlig
unabhängige Meinung zu hören.
Wie äußert sich denn bei euch das Chaos?

Unser Chaos...
...ist genau in diesem Moment wieder perfekt. Ich komme gerade von einer Standpauke aus seinem Zimmer.

Aber gut: Als Kleinkind hat er die Bilderbücher nicht angeguckt, er hat die Seiten Lage für Lage auseinandergenommen. Alles, was er an Spielsachen geschenkt bekommt wird auseinandergenommen bis zum letzten kleinen Einzelteil. Alle Schrauben werden entfernt... er hängt nicht an materiellen Dingen. Wenn es dann kaputt und auseinandergebaut ist macht das überhaupt nichts. Es kann dann in den Müll geschmissen werden.
Ich habe neulich seine kompletten Spielsachen auf den Dachboden gepackt. Eigentlich für eine Woche. Das Kinderzimmer war leer. Als er sich nach dieser Woche erstmal 2 Sachen aussuchen sollte, die er wiederbekommen sollte, wollte er nichts von seinen Spielsachen haben - nur seine Bücher. Darin "liest" er jetzt nur noch.

Er ist sehr unruhig, laut, zappelig. Mich haben in letzter Zeit Mütter angesprochen, und mir erzählt, dass er die Kinder auf dem Schulweg ärgert. Er kann sich nicht gut alleine beschäftigen, animiert seine Geschwister auch dazu Quatsch zu machen. Er kann zeitweise nur sehr schlecht Grenzen akzeptieren und testet immer wieder aus, wie weit er gehen kann. Er schneidet mit 7 Jahren Löcher in einen Schlafanzug, reißt Tapete ab.
So sieht das in den heftigsten Zeiten aus.

Es gibt aber widerum Phasen, in denen er super fürsorglich, für sein Alter extrem venünftig, einsichtig und auch ruhig ist. Dann hilft er mir und gibt sich richtig viel Mühe.

Es stimmt schon, dass er , wenn er gefordert ist (zB. bei den Hausaufgaben, Kartenspiel...) er sehr ruhig und konzentriert ist. Ich habe aber noch 2 kleinere Kinder, um die ich mich kümmern muss. Ich kann mir nicht den ganzen Tag Gedanken machen, wie ich ihn beschäftigen und fordern kann. Und die beiden kleinen sind auch "sehr kreativ". Puppen baden, selber Müsli machen, Blumen gießen, Schränke ausräumen und alles anprobieren, mit 2 Jahren alleine aufs Töpfchen gehen und versuchen das Töpfchen auszuspülen, alles auseinandernehmen... kann ganz schön viel Chaos hinterlassen, wenn es ein 2-Jähriger und eine 4-Jährige alleine in die Hand nehmen wollen.

Sobald ich mich umdrehe nimmt das Chaos momentan seinen Lauf.
So sieht das bei uns zZt aus!

Wie gesagt: Es spielt mit Sicherheit auch die vorweihnachtliche Aufregung eine Rolle. Aber zur Zeit könnte ich gut eine Super-Nanny gebrauchen, damit ich hier mal den Durchblick zurückgewinne.

Es ist auch nicht ständig so. Es ist "normal" schon so, dass hier auch feste Regeln gelten und jeder seine Grenzen kennt. Aber wie gesagt: im Moment sind wir in einer absoluten Chaos-Phase. Und das ist echt heftig. zeitweise ist mir zum Heulen zumute und ich habe das Gefühl mich saugt das alles aus. Der Akku ist leer.

Kurbedarf

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6. Dezember 2005 um 15:48
In Antwort auf ziska3

Chaot
Ich weiss gar nicht genau, wie ich es beschreiben soll. Als er noch kleiner war, waren es natürlich andere Dinge als heute. Er ist jetzt 7,5 Jahre alt und geht in die 2. Klasse. Ich muss auch wirklich zugeben. dass es seit ein paar Wochen besser geworden ist . Vielleicht liegt es an den veränderten Umständen (Test) oder daran, dass er jetzt auch -wie seine grosse Schwester- die ersten Einsen geschrieben hat. Vielleicht hat der Psychologe mir geholfen, weil er den Druck von mir genommen hat . Oder er hat es echt verstanden,als ich im letzten Streit gesagt habe, dass ich nicht mehr kann und mir auch keine weiteren Strafen mehr ausdenken mag. Es geht mir nicht so gut im Moment und ich habe versucht ganz zu sagen , wie sehr mich das Stfafe ausdenken ankotzt. Oder es hat ihm einfach echt wehgetan, dass der Computer 2 Wochen weg war. Ich habe aber schon so lange jeden Tag Trouble mit ihm, dass ich es eigentlich gar nicht glauben kann . Ich bin einfach nur froh um jeden Tag der ruhig ist.
Aber nochmal zu deinen Fragen: es gibt für jedes Alter Test; es gibt verschiedene Test, die auch diskutiert werden; Leistung in der Schule hat nicht unmittelbar was mit Hochbegabung zu tun; ein Test kann aber einiges klären und schadet den Kindern nicht;man muss aber genau überlegen, wem man etwas davon erzählt (in der Familie gibt es bei uns nur Unverständniss- als wenn ich Schuld wäre am Ergebniss und die Kinder überfordere);
zusätzlich zum Test wurde bei uns auch ein Persönlichkeitstest gemacht , um zu sehen ,warum Franziska so depressiv war. Es war ganz aufschlussreich eine völlig
unabhängige Meinung zu hören.
Wie äußert sich denn bei euch das Chaos?

Unser Chaos...
...ist genau in diesem Moment wieder perfekt. Ich komme gerade von einer Standpauke aus seinem Zimmer.

Aber gut: Als Kleinkind hat er die Bilderbücher nicht angeguckt, er hat die Seiten Lage für Lage auseinandergenommen. Alles, was er an Spielsachen geschenkt bekommt wird auseinandergenommen bis zum letzten kleinen Einzelteil. Alle Schrauben werden entfernt... er hängt nicht an materiellen Dingen. Wenn es dann kaputt und auseinandergebaut ist macht das überhaupt nichts. Es kann dann in den Müll geschmissen werden.
Ich habe neulich seine kompletten Spielsachen auf den Dachboden gepackt. Eigentlich für eine Woche. Das Kinderzimmer war leer. Als er sich nach dieser Woche erstmal 2 Sachen aussuchen sollte, die er wiederbekommen sollte, wollte er nichts von seinen Spielsachen haben - nur seine Bücher. Darin

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6. Dezember 2005 um 16:05
In Antwort auf kurbedarf

Unser Chaos...
...ist genau in diesem Moment wieder perfekt. Ich komme gerade von einer Standpauke aus seinem Zimmer.

Aber gut: Als Kleinkind hat er die Bilderbücher nicht angeguckt, er hat die Seiten Lage für Lage auseinandergenommen. Alles, was er an Spielsachen geschenkt bekommt wird auseinandergenommen bis zum letzten kleinen Einzelteil. Alle Schrauben werden entfernt... er hängt nicht an materiellen Dingen. Wenn es dann kaputt und auseinandergebaut ist macht das überhaupt nichts. Es kann dann in den Müll geschmissen werden.
Ich habe neulich seine kompletten Spielsachen auf den Dachboden gepackt. Eigentlich für eine Woche. Das Kinderzimmer war leer. Als er sich nach dieser Woche erstmal 2 Sachen aussuchen sollte, die er wiederbekommen sollte, wollte er nichts von seinen Spielsachen haben - nur seine Bücher. Darin "liest" er jetzt nur noch.

Er ist sehr unruhig, zappelig. Mich haben in letzter Zeit Mütter angesprochen, und mir erzählt, dass er die Kinder auf dem Schulweg ärgert. Er kann sich nicht gut alleine beschäftigen, animiert seine Geschwister auch dazu Quatsch zu machen. Er kann zeitweise nur sehr schlecht Grenzen akzeptieren und testet immer wieder aus, wie weit er gehen kann. Er schneidet mit 7 Jahren Löcher in einen Schlafanzug, reißt Tapete ab.
So sieht das in den heftigsten Zeiten aus.

Es gibt aber widerum Phasen, in denen er super fürsorglich, für sein Alter extrem venünftig, einsichtig und auch ruhig ist. Dann hilft er mir und gibt sich richtig viel Mühe.

Es stimmt schon, dass er , wenn er gefordert ist (zB. bei den Hausaufgaben, Kartenspiel...) er sehr ruhig und konzentriert ist. Ich habe aber noch 2 kleinere Kinder, um die ich mich kümmern muss. Ich kann mir nicht den ganzen Tag Gedanken machen, wie ich ihn beschäftigen und fordern kann. Und die beiden kleinen sind auch "sehr kreativ". Puppen baden, selber Müsli machen, Blumen gießen, Schränke ausräumen und alles anprobieren, mit 2 Jahren alleine aufs Töpfchen gehen und versuchen das Töpfchen auszuspülen, alles auseinandernehmen... kann ganz schön viel Chaos hinterlassen, wenn es ein 2-Jähriger und eine 4-Jährige alleine in die Hand nehmen wollen.

Sobald ich mich umdrehe nimmt das Chaos momentan seinen Lauf.
So sieht das bei uns zZt aus!

Wie gesagt: Es spielt mit Sicherheit auch die vorweihnachtliche Aufregung eine Rolle. Aber zur Zeit könnte ich gut eine Super-Nanny gebrauchen, damit ich hier mal den Durchblick zurückgewinne.

Es ist auch nicht ständig so. Es ist "normal" schon so, dass hier auch feste Regeln gelten und jeder seine Grenzen kennt. Aber wie gesagt: im Moment sind wir in einer absoluten Chaos-Phase. Und das ist echt heftig. zeitweise ist mir zum Heulen zumute und ich habe das Gefühl mich saugt das alles aus. Der Akku ist leer.

Kurbedarf

Sorry ...
... mein Computer spinnt. Wollte den beitrag nicht so oft senden!

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6. Dezember 2005 um 18:38

Guten Abend
Hi
Das hört sich aber wirklich alles ziemlich heftig an.
Ich bin mir nicht so ganz sicher, was ich dazu schreiben soll. Das du total am Ende bist kann ich total gut nachvollziehen. Nur so nebenbei: mein Kurantrag ist heute abgelehnt worden. "nur bei Tod eines Familienmitgliedes... "
Ich denke die wirkliche Schwierigkeit ist ,eine Einschätzung der Situation zu haben . Ist es tatsächlich der ganz normale Wahnsinn oder läuft es aus dem Ruder-muss mann eingreifen. Bei uns war es teilweise auch so, dass wir uns gegenseitig hochgeputsch haben. Ich war mal bei einer Beratungsstelle und die meinten dann, ich sollte ihn ab und zu mal abgeben. Der Witz an der Geschichte ist nur , ich habe so gut wie keine Hilfe. Mein Mann ist viel unterwegs und Oma und Opa wollen nicht.
Auch muss man aufpassen, wer einem was erzählt. Sonst hast du schnell ein Kind mit ADS , LRS oder sonst irgendwas . Dabei ist es nur eine Phase, die vorbeigeht.
Hast du denn jemanden, der dir hilft?

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7. Dezember 2005 um 7:39
In Antwort auf ziska3

Guten Abend
Hi
Das hört sich aber wirklich alles ziemlich heftig an.
Ich bin mir nicht so ganz sicher, was ich dazu schreiben soll. Das du total am Ende bist kann ich total gut nachvollziehen. Nur so nebenbei: mein Kurantrag ist heute abgelehnt worden. "nur bei Tod eines Familienmitgliedes... "
Ich denke die wirkliche Schwierigkeit ist ,eine Einschätzung der Situation zu haben . Ist es tatsächlich der ganz normale Wahnsinn oder läuft es aus dem Ruder-muss mann eingreifen. Bei uns war es teilweise auch so, dass wir uns gegenseitig hochgeputsch haben. Ich war mal bei einer Beratungsstelle und die meinten dann, ich sollte ihn ab und zu mal abgeben. Der Witz an der Geschichte ist nur , ich habe so gut wie keine Hilfe. Mein Mann ist viel unterwegs und Oma und Opa wollen nicht.
Auch muss man aufpassen, wer einem was erzählt. Sonst hast du schnell ein Kind mit ADS , LRS oder sonst irgendwas . Dabei ist es nur eine Phase, die vorbeigeht.
Hast du denn jemanden, der dir hilft?

Danke...
...für Deine nette Antwort. Ich hatte schon ein bißchen Angst, dass auch hier im Forum von allen Seiten Druck kommt. Da sind manche ja sehr schnell mit.

Mein Sohn hatte mit ca. 3 Jahren mal einen Wutanfall. Er lag wütend schreiend auf dem Bürgersteig, trampelte und schrie. Ich habe es ignoriert und ging einfach weiter. In dem Alter hat man ja schonmal solche Kämpfchen. Da kam tatsächlich eine Frau vorbei und sprach mich an: "Ich kenne das - mein Sohn hat auch ADS" Sie ging neben mir her und hat die ganze Zeit auf mich eingerdet - im Beisein meines Sohnes. Da habe ich lange nachgelesen, bei den Kindergärtnerinnen und der Ergotherapeutin Gespräche gesucht. Es sind sich aber alle einig, dass er kein ADS hat.

Ich merke auch, dass es auch an meiner Gemütslage liegt wie es hioer läuft. Momentan geht es mir nicht gut - das spüren die Kinder natürlich. Und dann kommen oft diese Chaos-Phasen. Nur leider ist man genau dann nicht in der Lage richtig damit umzugehen. ich habe den Kopf noch mit sooo vielen anderen Dingen voll.

Auf viel Hilfe kann ich nicht hoffen. Meine Mutter und Schwiegermutter sind schwer krank. Mein Mann arbeitet lange und hat noch jede Menge Arbeit hier liegen.

Ich war letztes Jahr in der Kur. Da war ich auch sehr ausgebrannt. Da war der kleine aber noch kein Jahr alt. Es war gut, damit ich einen Tapetenwechsel hatte, abgelenkt war und alles mal mit etwas Abstand betrachten konnte. Mit drei sooo kleinen Kindern war es aber auch eine Herausforderung. Ich werde auch versuchen im nächsten Jahr nochmal zu fahren. Auch wenn es da wenig Chancen gibt. Der Kinderarzt der Kurklinik hatte es mir so empfohlen. Ein Versuch kostet ja nichts.

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7. Dezember 2005 um 9:52
In Antwort auf kurbedarf

Danke...
...für Deine nette Antwort. Ich hatte schon ein bißchen Angst, dass auch hier im Forum von allen Seiten Druck kommt. Da sind manche ja sehr schnell mit.

Mein Sohn hatte mit ca. 3 Jahren mal einen Wutanfall. Er lag wütend schreiend auf dem Bürgersteig, trampelte und schrie. Ich habe es ignoriert und ging einfach weiter. In dem Alter hat man ja schonmal solche Kämpfchen. Da kam tatsächlich eine Frau vorbei und sprach mich an: "Ich kenne das - mein Sohn hat auch ADS" Sie ging neben mir her und hat die ganze Zeit auf mich eingerdet - im Beisein meines Sohnes. Da habe ich lange nachgelesen, bei den Kindergärtnerinnen und der Ergotherapeutin Gespräche gesucht. Es sind sich aber alle einig, dass er kein ADS hat.

Ich merke auch, dass es auch an meiner Gemütslage liegt wie es hioer läuft. Momentan geht es mir nicht gut - das spüren die Kinder natürlich. Und dann kommen oft diese Chaos-Phasen. Nur leider ist man genau dann nicht in der Lage richtig damit umzugehen. ich habe den Kopf noch mit sooo vielen anderen Dingen voll.

Auf viel Hilfe kann ich nicht hoffen. Meine Mutter und Schwiegermutter sind schwer krank. Mein Mann arbeitet lange und hat noch jede Menge Arbeit hier liegen.

Ich war letztes Jahr in der Kur. Da war ich auch sehr ausgebrannt. Da war der kleine aber noch kein Jahr alt. Es war gut, damit ich einen Tapetenwechsel hatte, abgelenkt war und alles mal mit etwas Abstand betrachten konnte. Mit drei sooo kleinen Kindern war es aber auch eine Herausforderung. Ich werde auch versuchen im nächsten Jahr nochmal zu fahren. Auch wenn es da wenig Chancen gibt. Der Kinderarzt der Kurklinik hatte es mir so empfohlen. Ein Versuch kostet ja nichts.

Da ist es doch schon und @nenja
was ich meine. Wie kannst du einfach weitergehen, wenn dein Sohn einen Schreianfall hat und ihn ignorieren. Kein Wunder, dass er da schwierig wird. Ich weiß, wie schwer es für die Mütter, inklusive mir, ist, mit so einer Situation umzugehen. ABER und da kommt ein großes ABER. Wenn ein Kind ein solches Verhalten an den Tag legt, ist es schlicht weg in dieser Situation ÜBERFORDERT und der Erwachsene ist angehalten die Situation zu entschärfen. Das kann sein mit Ablenken, mit Gummibärchen, mit Trösten oder sonstwas. Auf jeden Fall ist es falsch, das Kind in diesem Zustand, das für das Kind ja selbst ungeheuer anstrengend und unangenehm ist, alleine zu lassen, es sich weiter hineinsteigern zu lassen!!! Das hat ganz negative Auswirkungen auf das Gehirn und die Stresstoleranz von Kindern. Wenn sie sich nicht dermassen aufregen müssen, können sie VIEL besser Frust ertragen, als weniger, wie das viele Eltern zu glauben scheinen.
Bitte tue das deinem Kind nicht mehr an. Lasse es in seinem Ärger und seiner Wut nicht alleine, helfe ihm, da wieder gut rauszukommen, dann hast du auch ein ausgeglicheneres Kind. Mit Sicherheit. Adhs oder Hochbegabung hin oder her, solch eine Behandlung verträgt kein Kind.
Und was heißt Kämpfchen, wieso wird ein Wutanfall oder besser: das intensive Äußerung von Frust bei Kindern so ausgelegt, als würden sie in einen Machtkampf mit den Eltern gehen?? Das ist doch auch eine ganz falsche Sichtweise. Das Kind will keine Macht über die Eltern ausüben, sondern sich im Leben erproben. Und es ist doch viel besser, mit dem Kind zusammen einen Kompromiss zu finden, als sich als Gegner zu empfinden, der das Kind irgendwie brechen muß.
Zu Nenja: ich glaube nicht, dass ich was falsch interpretiert habe, vielleicht hast du auch meine Tips überlesen.
K.

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