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Kind hat sich seit KiGa sehr verändert - für KiGa noch zu früh?

8. September 2015 um 0:39

Hallo zusammen,

meine Tochter ist jetzt fast 2,5 Jahre alt und geht seit ca. 6 Wochen in den Kindergarten.

Da ich bald wieder anfange zu arbeiten wollte ich, dass sie sich schon jetzt langsam daran gewöhnt, dass sie bald über Mittag ca. bis 14/15 Uhr dort bleiben soll. Der Abschied ist jeden Tag aufs Neue ein ziemliches Problem, sie lässt sich absolut nicht beruhigen und es wird von Tag zu Tag eher noch schlimmer als besser. Leider fühle ich mich von den Erzieherinnen in der Hinsicht auch echt im Stich gelassen, da sie sich weitestgehend aus dem morgendlichen Abschiedsproblem raushalten und weder Tipps haben, wie man es probieren könnte noch versuchen die Kleine abzulenken oder sie in Spiele zu integrieren (anfangs schon aber seit einiger Zeit nicht mehr). Ich soll sie dann nach einiger Zeit meistens bei einer abgeben so dass ich dann gehe während meine Tochter noch immer schreit und weint. Ich kann es ja verstehen, dass es nicht einfach ist und die Erzieherinnen sich auch um die anderen Kinder kümmern müssen, aber ein wenig mehr Kommunikation würde ich mir schon in der Situation wünschen. Wenn ich es anspreche, was man machen könnte kommt nicht wirklich viel.

Vor einigen Tagen holte ich meine Tochter ab und sprach die Erzieherin an, wie der Tag so gelaufen ist und was die Kleine eigentlich immer so macht (ich bekomme leider kaum Feedbacks von den Erzieherinnen aus und insgesamt sind sie eher kurz angebunden wenn man dann solche Fragen stellt). Daraufhin meinte sie, dass meine Tochter extrem unruhig und unkontrollierbar sei, sie würde oft alles durcheinanderbringen und sei nicht zugänglich, auf "nein" würde sie nicht reagieren, bzw. würde sie absichtlich das Falsche tun und es sei sehr schwierig mit ihr. Als ich der Erzieherin sagte, dass wir dies seit einiger Zeit auch beobachtet haben, meinte sie nur, dass meine Tochter sich dann ja im KiGa offenbar wie zu Hause fühlt wenn sie das gleiche Verhalten an den Tag legt... Einige Kinder seien schon sozialen Umgang in früherem Alter gewohnt und andere halt erst später - das würde an den Familien liegen.

Ich bin seit diesem Gespräch sehr verunsichert, ob es nicht doch noch zu früh ist, unsere Tochter in den KiGa zu schicken. Schade ist es auch, dass die Erzieherin nicht verstanden hat(oder nicht verstehen wollte), dass dieses extrem trotzige Verhalten erst seit dem KiGa-Besuch zum Vorschein gekommen ist. Meine Tochter war schon immer sehr lebendig und immer in Bewegung aber keinesfalls so bockig oder "unzugänglich". Uns erscheint sie manchmal sehr frustriert, ohne dass ein Grund erkennbar ist. Beispielsweise ist es seit Kurzem ein paar Mal vorgekommen, dass sie einfach so mit Sachen um sich schmeißt und sich dann heulend auf den Boden wirft - ohne dass irgendetwas vorgefallen ist, einfach ganz plötzlich. Das verstehe ich überhaupt nicht, solche Situationen gab es vorher nie (zumindest nicht aus dem Nichts). Habt ihr so etwas auch schon erlebt nach dem KiGa-Start? Oder ist das nicht normal?

Ich finde es auch komisch, dass man als Erzieherin meint, ein 2,5 Jahre altes Kind könnte schon wesentlich sozialisierter sein. Dazu muss ich sagen, dass die Kleine fast täglich mit Verwandten und Freunden zu tun hat und den Umgang mit anderen (außer mit Mama und Papa) schon immer gewohnt ist. Was genau dieser Satz zu bedeuten hat kann ich nicht nachvollziehen.

Ich würde mich über Antworten und eure Erfahrungen mit ähnlichen Situationen sehr freuen!!

LG

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9. September 2015 um 17:41

Oh man, das klingt ja nicht so pralle!
Mal abgesehen davon, dass ihr wahrscheinlich auch wirklich blöde Erzieher erwischt habt, kann es natürlich tatsächlich gut sein, dass es für die Kleine noch zu früh für den Kiga ist. Hab hier mal ein paar Tipps bzw. Infos online gefunden: http://www.deinbaby.de/alltag-und-erziehung/kita Man muss auch immer sagen, dass die Trennung vom Elternteil bzw. so viel neuer Input wesentlichen Stress bei den Kindern verursacht, der insbesondere durch fehlende Unterstützung von den Erziehern natürlich nicht besänftigt wird. Ich würde an deiner Stelle auch mit der zuständigen Erzieherin sprechen und ihr einfach klar machen, dass deine Kleine vielleicht einfach noch ein bisschen Zeit braucht und du zwar verstehen kannst, dass sie sich um viele Kinder gleichzeitig kümmern muss, aber die Eingewöhnung deiner Kleinen offensichtlich noch nicht abgeschlossen ist.. Ich wünsche dir und deiner Familie auf jeden Fall alles Gute! Hoffe für euch, dass die Kleine sich im Kiga bald wohler fühlt.

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11. September 2015 um 14:49

Kann mich nur anschließen
Wie schon geschrieben wurde,bitte um ein gesprächstermin,dann hat die Erzieherin mehr Zeit sich auch das Gespräch zu konzentrieren.

Solltest du damit auch nicht weiter kommen, oder keine Zeit für ein gesprächstermin sein,dann geh zur kiga Leitung.

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14. September 2015 um 18:23

Alles gut....
Meine Tochter ist auch mit 2,5 Jahren in den Kindergarten gekommen. Wir wohnen in einer sehr kinderreichen Umgebung und sie hat schon im Krabbelalter in einer Gruppe von etwa 30 Kindern im Alter von 1-15 Jahren gespielt. Ihr Sozialverhalten und vor allem die Fähigkeit sich mitzuteilen war für ihr Alter sehr gut entwickelt.

Trotzdem war die Eingewöhnung im Kindergarten eine Herausforderung und ist auch nicht ohne Probleme abgelaufen. Der größten Fehler war das wir am Anfang selber unsicher waren. Unsere Kleine hat das sofort registriert und war dann neben dem ganz normalen Trennungsschmerz noch aufgewühlter und unruhiger. Jedes Mittel um Aufmerksamkeit zu bekommen war ihr recht. Ein nicht zu unterschätzen Punkt ist noch, das in dem Alter ja auch noch mal was in die Hosen geht.
Unserer Tochter war das peinlich und auch ein Grund für ihre Unruhe.

Meine Frau und ich haben das Problem dann aber sehr kreativ gelöst. Auf dem Weg zum Kindergarten haben wir den Weg mit Malkreide markiert oder wir haben ein kleines Blümchen eingepflanzt. Für ihr Brotbox haben wir aus Babybell kleine Smilies geschnitzt oder aus Gemüse und Obst etwas gezaubert. Wir haben ihr Bastelsachen (Klorollen, Kastanien, Aufkleber usw.) für sie und andere Kinder mitgegeben. Halt alles gemacht was Vertrautheit schafft und Spaß macht.

Sei einfach selber stark und hab Spaß, dann wird das deine Tochter sein. Wenn dich das Personal im Kindergarten nicht unterstützen kann oder möchte, dann zieh einfach die Konsequenzen daraus. Nur lass es nicht zum Negativerlebnis für deine Tochter werden. Du kannst ja auch einfach mal bei Amazon für 5 Euro einen Sack Trillerpfeifen kaufen. Was meinst du wie sich die Kinder freuen wenn die Erzieher den ganzen Tag nach ihrer Pfeife tanzen. :P

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18. September 2015 um 7:23

Sie meinte den
Umgang wohl auch mit anderen Kindern nicht nur mit erwachsenen bei uns War es genau das selbe die ersten Wochen waren schlimm in der früh immer am weinen gewesen. du hättest dein Kind vllt erst zur tagesmama schicken sollen da sind meistens nur 5 Kinder. bei uns ist es aber leider so das die tagesmama unseren sehr mag und ihn ständig verhätschelt und das Bekomme ich Zuhause immer ab. er denkt alles gehört ihm und das er alles darf und weint wegen jedem Müll nur weil man ihm dann das gibt was er will und bei mir Zuhause gibt's das eben nicht

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18. September 2015 um 11:03

Hallo
Dass es zu früh ist, glaube ich auch nicht. Aber die Erzieher könnten deine Tochter in der Tat mehr unterstützen. Da würde ich auch um einen Gesprächstermin bitten. Manche Kinder brauchen eben etwas länger bei der Eingewöhnung, völlig normal. Auch das Weinen, ganz normal. Wichtig ist in meinen Augen den Abschied nicht unnötig in die Länge zu ziehen und selbst nicht die eigene Unsicherheit auf das Kind zu übertragen. Bei meinem Sohn funktioniert das Abgeben zB am Besten, wenn er zuerst auf meinen Arm geht und dann auf den Arm der Erzieherin übergeben wird. Dann sage ich Tschüss bis später und drehe mich direkt um. Das habe ich auch so gemacht, als er nach den 3 Wochen Sommerferien wieder geweint hat. Kurz ist wirklich besser. Wichtig ist einfach, dass er sich drin beruhigen/ablenken lässt. Dafür ist dann tatsächlich die Erzieherin verantwortlich.
Also, sprich mit den Erzieherinnen, mach es dir und deinem Kind möglichst "einfach" und halte durch! Viel Erfolg!!

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