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Kind bricht, wenn es nicht seinen Willen kriegt

15. August 2010 um 20:07

Hilfe, wer kennt das auch?
Meine Tochter (fast 2 Jahre alt) bricht in letzter häufiger, vermehrt dann, wenn ich ihr was verbiete, oder sie mal schreien lasse (Ich weiß, jetzt sagen wieder alle, ich bin ne Rabenmutter und man darf ein Kind nicht schreien lassen.... Aber ein Kind darf auch nicht jeden Willen haben und muss lernen, dass es auch mal ein Nein! hört ..)
Na ja, worauf ich hinaus will, ich war mit ihr beim Kinderarzt und der sagte, sie könnte das vom Kopf her steuern, das Erbrechen, wenn sie ihren willen nicht bekommt, dann versucht sie es mit allen Mitteln, halt auch mit Erbrechen! (Es gibt tatsächlich Kinder, die das zum Teil steuern können!) Was ich jetzt möchte, ist einfach nur folgendes:
Wer hat bereits Erfahrung damit und wie geht Ihr in so einem Fall damit um?
Ich kann ja meiner tochter nun auch nicht alles durchgehen lassen und ihr jeden Willen lassen, nur damit sie nicht wieder erbricht!

Danke für Eure Antworten!
Ulrike

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18. August 2010 um 1:55

Bist keine rabenmutter!!!!
Also, meine tochter hat das mit 3 jahren (heute 5) auch gemacht. Zuerst dachten wir sie hätte was schlimmes wie magen-darm grippe oder lebensmittelvergiftung, sind dann zum arzt und der hat dann auch gesagt das sie es extra macht. Sie hat sich so ins heulen hinein gesteigert, mit husten angefangen bis sich sich erbrochen hat. Dann war sie die arme maus die von mama getröstet wurde, ihren willen bekommen hat usw.
Der arzt hat dann gesagt das sie eindeutig mitbekommen muss, das sie mit dem verhalten nichts gewinnt.
...ich (raben)mutter hab sie dann beim nächsten erbrechen ignoriert, bin nicht wie sonst in ihr zimmer gestürmt, sie hat dann wie so oft ins bett erbrochen und weinte. Als ich dann nicht kam hat sie mit dem weinen aufgehöhrt, als ob jemand einen knopf gedrückt hätte, war so überrascht. Bin zu ihr, ganze sauerei weggemacht, sie gewaschen und ins bett gebracht. Danach hat sie nicht mehr ins bett erbrochen. Sie versucht heute schon noch durch husten und fast-erbrechen etwas zuereichen, aber ich bleib da konsequent und lass mich nicht erweichen und zack ist der husten und die tränen weg.
Jedes Kind ist anderes, aber da meine tochter sehr stur ist und "schwäche" sofort ausnutzt musste ich halt so extrem vor gehen. ...jetzt hab ich so viel geschrieben...
lg

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6. September 2010 um 10:13

Hallo (sorry, etwas länger als gedacht)
Ich kenne das auch. Mein Patchworksohn (Stiefsohn hört sich irgendwie nicht so gut an ) hat das auch gelegentlich gemacht. Er wird jetzt 2 und hat es bei uns 2 mal und auch bei seiner Mutter schon gemacht.

Er macht es auch immer, wenn er sich zu sehr in etwas reinsteigert. Zu erst brüllt er dann nur und wenn das nicht hilft, fängt er an zu husten und letztendlich kotzt er dann.
Beim ersten mal hat er es gemacht, als mein Freund gekocht hat und er den Kleinen gerade nicht auf den Arm nehmen konnte, dieser das aber unbedingt wollte. Mein Freund war dann natürlich erstmal geschockt und hat ihn auch "bemuttert". Uns war aber schnell klar, dass er es nur gemacht hat, weil er seinen Willen nicht durch bekommen hat. Natürlich sagen wir nicht zu allem nein, denn er muss Dinge ja auch lernen können, aber es gibt nun mal Situationen in denen es gerade nicht geht.
Beim zweiten Mal haben wir ihn gerade daran gewöhnt, in seinem Bett zu schlafen. (Das Schlafen war bei uns ein Thema für sich, mittlerweile klappt es aber) Er wollte absolut nicht in seinem Bett schlafen und hat dies ein paar Minuten (es war wirklich nicht lange) lautstark mitgeteilt. Dann hat er angefangen zu husten und sich letztendlich im Bett übergeben. Wir haben ihn dann raus geholt und alles sauber gemacht. Haben ihn umgezogen, ihm aber dabei gezeigt, dass wir mit seinem Verhalten nicht einverstanden waren und ihm gesagt, das er trotz allem ins Bett muss. Danach haben wir ihn ins Bett gelegt und es war Ruhe.

Bisher ist es zum Glück nicht wieder vorgekommen. Wenn er etwas möchte, was gerade nicht geht (häufig wenn er beim Kochen auf den Arm will, ich aber gerade Nudeln umschütten muss oder ähnliches) dann brüllt er auch. Anfangs noch sehr intensiv, wir haben ihm dann versucht zu erklären, dass es gerade nicht geht, wenn wir fertig wären, dürfte er aber wieder mit helfen und gucken. Mittlerweile scheint er verstanden zu haben, dass er nur kurz nicht mit helfen darf und wartet dann ab, bis er wieder gucken kann.

Bei uns hat das geholfen. Passiert das bei deiner Kleinen bei jedem Anlass oder nur zu bestimmten? Wenn es nur zu bestimmten Anlässen ist, würde ich versuchen, diese einfach anders zu gestalten, so dass ihr beide besser damit zu Recht kommt und bei immer wieder kehrenden Anlässen hat deine Kleine auch schnell raus, das du gleich wieder Zeit hast oder du dann etwas anderes mit ihr machst.
Generell würde ich sagen, solltest du nicht intensiv darauf eingehen, wenn es noch mal vorkommt, du solltest ihr zu verstehen geben, dass du trotzdem zu dem Stehst, was du gesagt hast, denn das ist wichtig für sie. Sie möchte sicher nur austesten wie weit sie bei dir gehen kann.

Ich hoffe ich konnte dir etwas helfen.

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14. Dezember 2010 um 15:22

Danke für die antworten...
Ich danke Euch allen recht herzlich für die zahlreichen und vor allem hilfreichen Antworten! Ihr habt mir mit euren Tipps und Anregungen sehr geholfen!
Inzwischen hat sich das Problem mit dem Brechen erst mal gegeben. Trotzig ist die kleine zwar immer noch (hat wohl den Dickkopf vom Papa geerbt ) Aber wir haben das auch in erträgliche Bahnen gelenkt (mit liebevoller Konsequenz... )
Klappt inzwischen alles mehr oder weniger gut! Drückt mir die Daumen, dass es so bleibt!
DANKE euch allen!

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