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Kind 1 1/2 Jahren entfernt sich von mir

15. Mai 2006 um 16:57

Hallo an alle

Ich bin 21 Jahre, mein Sohn kevin ist 1 1/2 Jahre.
Ich frage mich seit langem, ob ich als Mutter jetzt
schon versagt habe.
Ich schildere mal.
Mein Lebensgefährte ist leider seit Nov. `05 daheim,
arbeitet aber zwischendurch stundenweise in einem
Tiergeschäft und packt dort mit an.
Mein Freund kümmert sich super um den kleinen und liebt ihn
abgöttisch, wie ein Vater es nur tun kann.
Mein Sohn ist super Papaorientiert. Wenn mein Freund den
Raum verlässt, macht mein Sohn einen Zirkus ohne ende.
Obwohl ich mit im Raum bin. Wenn Kevin sich wehtut und
ich nehme ihn hoch, drückt er sich von mir weg
und will zum Vater.
Ich weiss, dass ich ziemlich "streng" bin, ich gebe meistens
Verbote und sage meistens "Nein" ........ naja wenn dann halt
mal wieder so eine Situation ist, wo ich nein gesagt habe, rennt
mein Sohn weinend zum Vater der ihn daraufhin sofort auf den
Arm nimmt. Ich ärgere mich jeden Tag bestimmt hundert mal
darüber das mein Lebensgefährte so reagiert.
Mittlerweile ertappe ich mich sogar manchmal selbst dabei,
wie ich meinen Sohn wegschicke und zum Vater "schiebe".
Einmal war sogar eine schlimme situation, wir wollten gehen
und mein Sohn hing plötzlich an der Tür welche ich gerade aufmachte.
Mein Sohn ließ die Tür los, kam ins Taumeln, stolperte und knallte
genau mit dem gesicht frontal gegen die Wand. Dementsprechend
Fing er an zu schreien. Nasenbluten folgte auch ganz schnell.
Ich hab mein Sohn direkt auf dem Arm gerissen, versuchte ruhig zu
bleiben, holte Tücher, welche ich mit Kaltem Wasser nassmachte
und wollte meinen Sohn beruhigen und das Blut wegmachen.
Als mein Lebensgefährte dazukam (das ganze passierte innerhalb von bestimmt
20 sekunden) drückte mein Sohn mich sofort weg und dabei viel er
mir sogar fast vom arm. Zum Glück war mein Freund so flott und
hat den kleinen zu sich genommen.
Indem moment bin ich auch "Zusammengebrochen" und hab nur noch
das Trinken gegen die Wand geschmissen und war am Ende,
dass ich nicht einmal mehr dazu fähig bin, meinen Sohn zu beruhigen.
Mir tut es jedes mal weh wenn mein Sohn mich so abweist.
Ich bin nervlich echt fertig was das betrifft.
Die einzigste Zeit, wo er mich "akzeptiert" ist abends, wenn ich
ihn zu Bett bringe. Abends haben wir ein spezielles Ritual,
das geht beim ausziehen los, bis hin zum zähneputzen/Waschen, bis hin
zum geschichte vorlesen.

Nun aber die kehrtwende. Wenn wir allein sind, kommt er immer zu mir,
akzeptiert mich eher. Ich denke aber meistens, dass er es nur
tut weil sein papa ja nicht da ist und da muss ich ausreichen.

Vielleicht könnt ihr mir sagen, was ich tun kann, damit auch ich
für ihn bezugsperson bin. Es tut mir halt immer weh, verstossen zu werden.

LG Janine2211

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15. Mai 2006 um 21:23

Nein ........ bin auch daheim
Ich gehe nicht arbeiten. Und mein Lebensgefährte halt nur 1 - 2 mal die Woche
nen paar stunden.
Ich habe vor einem Monat aufgehört zu arbeiten (3x die Woche á 2std. abends ab 18 Uhr), Kevin blieb immer so lange wach, bis ich wieder daheim war und das konnte
dann auch schonmal 21 uhr werden. Mein Freund konnte Kevin nicht ins Bett
bringen, unmöglich, nur theater !!!!!!
Ich verstehe es einfach manchmal nicht. Ich versuche meinen Sohn soviel wie
Möglich auch in meine Arbeiten einzubeziehen.
Seis Kochen, saubermachen oder wäsche machen. Da hab ich nur für wenige minuten
seine aufmerksamkeit und dann ist schon wieder schluss.
Ich muss dazu sagen, dass er ziemlich aktiv ist.
Er ist mit 11 Monaten schon gelaufen, hat schon sehr früh mit vom tisch
zu essen bekommen und auch in alltägliche dinge wurde er schon sehr
früh mit einbezogen, ist wirklich ziemlich selbstständig.
Er weiss sogar wofür man auf die Toilette geht und hat dort auch schonmal
sein geschäft verrichtet.
Ich zwinge ihm nichts auf, nicht das es falsch rüberkommt, aber wenn ich
auf die toilette gehe und er kommt mit und zieht an seiner hose, dann
nehme ich das als signal auf und setz ihn auf den pott.
Auch zähneputzen macht er grösstenteils allein.
Vielleicht ist das ganze auch normal von der entwicklung, für mich
ist es aber jeden tag ein wunder wie er sich entwickelt und was er schon alles
allein kann. Ich sehe alle 2 Wochen gleichaltrige Kinder und auch Kinder die
vielleicht nen halbes jahr älter sind und die sind noch nicht so "entwickelt"
wie er.

Ich gehe jeden Tag mit ihm spazieren, dieser Spaziergang dauert meistens 1-2
stunden wo ich ihm auch sage, was was ist. Bei nem Baum oder ein Auto oder
Bagger. Halt so sachen die seine aufmerksamkeit haben.
So spaziergänge laufen immer super ab. Aber sobald wir daheim sind, bin ich
wieder nebensache, wenn mein Freund beim Spaziergang dabei ist, bin ich
sowieso unwichtig.

Ich bin auch in der hoffnung, das es nur ne phase ist wo er seinen Vater extrem
stark brauch. Vielleicht weil Papa ihm "ähnlicher" ist wie mama.
Mama hat brüste und unten keinen pipimann. Wenn ich duschen gehe und mein
Kevin muss unbedingt mit unter die dusche, schaut er mich jedesmal verdattert unten an und sagt "da".
Ich red mir dann immer einen Wolf und sag halt in einer hoffentlich für ihn verständlichen und kindgerechten weise, das mama eine scheide hat und brüste
und der papa und kevin pipimänner.

Ich weiss zu solchen situationen noch nicht einmal mehr ob das richtig
oder falsch ist. Vielleicht sollte ich Kevin überhaupt gar nicht mehr
mitnehmen, wenn ich duschen gehe (dabei liebt er`s wasser doch so)......

Ich weiss, wieder ziemlich viel was ich geschrieben hab, aber
sollte ich vielleicht an mir selbst auch was ändern????
Hat jemand tipps????
Ich muss dazusagen, dass wir im Sommer unser 2. Kind erwarten.
Wir freuen uns unheimlich darauf. Aber mittlerweile begleitet mich
die angst. Weiss nicht warum.

Janine2211

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23. Mai 2006 um 11:21

Triangulierungsphase
hab da mal was gefunden im familienhandbuch da stehen viele gute sachen drin . . .
(www.familienhandbuch.de)

"1. Die Triangulierungsphase (erstes bis drittes Lebensjahr)
Nach früherer Auffassung wurde der Vater für Kinder erst wichtig, wenn diese größer waren und seine Autorität für den Erziehungsprozess gefragt war. Dieses Bild musste durch neuere Erkenntnisse gründlich korrigiert werden. Erst die Erforschung der Kleinkindzeit konnte nachweisen, wie schwierig, schmerzhaft und Angst besetzt die notwendige Ablösung des Kindes aus der frühen Symbiose mit der Mutter ist und wie stark es hin- und her gerissen wird zwischen seinen Wünschen nach Abgrenzung und eigener Identität einerseits und dem unbedingten Wunsch, die Geborgenheit der frühen Mutter-Kind-Einheit zu erhalten andererseits. Erst dieser aufregende Befund machte den Blick auf die frühe Bedeutung auch des Vaters frei. Nach dem Triangulierungskonzept beginnt die eigentliche Dreiecksbeziehung Mutter-Vater-Kind bereits in der Ablösungsphase zwischen dem neunten und vierzehnten Lebensmonat. Der sog. "Dritte" bietet dem Kind den notwendigen Halt, wenn es bei der Ablösung von der Mutter durch seine Trennungsangst und Ambivalenz in eine Krise gerät. Die Anlehnung an den Vater hilft ihm, seine Symbiosewünsche mit der Mutter aufgeben zu können. Neben dieser "Pufferfunktion" kommt entscheidend hinzu, dass das Kind in der Dreierkonstellation zwei voneinander getrennte Liebesobjekte zur Verfügung hat, die Mutter und den Vater. Sie bieten zwei verschiedene Identifizierungsmöglichkeiten, eine weibliche und eine männliche. Dadurch wird der Reifungsprozess des Kindes entscheidend vorangetrieben. Erst durch die Integration beider Anteile kann es ein ganzheitliches, weiblich-männliches Selbstbild aufbauen.

Allgemein kann man für die wichtige Triangulierungsphase formulieren: Die Familie ist im Gleichgewicht, wenn es der Mutter gelingt, auf die Bedürfnisspannungen des Kindes zwischen seinen Symbiosewünschen und Autonomiebestrebungen einfühlend zu reagieren, und wenn der Vater durch ausreichende Anwesenheit dem Kind genügend Sicherheit bietet, damit es sich aus der mütterlichen Hülle befreien kann. Entscheidend ist aber auch die Beziehung der Eltern in dieser Zeit. Nur wenn der Mann seine Frau als Partnerin akzeptiert und sie gleichzeitig in ihrer Mutterrolle bestätigt, ist sie innerlich ausgeglichen genug, um das Kind freigeben zu können. Umgekehrt wird der Mann seine Vaterrolle umso besser ausfüllen, je mehr er sich von seiner Frau geliebt und in seinem väterlichen Engagement nicht ausgegrenzt fühlt. Eine gelungene Triangulierung stellt also einen Kreislauf wechselseitig positiver Bezogenheit innerhalb des Beziehungsdreiecks dar."

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29. Mai 2006 um 18:46

Hallo
Ich bin auch 21 und meine Süße ist im März 2 geworden.....Ich weiß harrgenau was du grade durchmachst. bei mir war das ähnlich....und ist heute teilweise auch noch. ich bin nicht mehr mit alinas papa zusammen, aber sie ist jedes 2. we bei seiner familie zuhause....also oma, onkel und tanten. immer volles haus, und sie darf da machen was sie will!!! wenn ich sie dann wieder abholen will, brüllt sie rum, haut mich und heult wie am spieß, weil sie nicht wieder mit will. das raubt mir manchmal den letzten nerv, aber wenn wir dann wieder alleine sind, ist wieder alles gut. als alina auch so 1-1 1/2 war, hatten wir hier eine phase, wo sie sich u.a auch nicht von mir beruhigen lassen wollte, und lieber mit ihrer blutigen lippe in einer ecke geheult hat. zu der zeit habe ich mir so wie du jetzt, vorwürfe gemacht, und lauter schlimme gedanken gehabt. und wußte einfach nicht, was ich machen sollte. dann hab ich mein verhalten überdacht, und gesehen, das ich viel mehr auf meinen kleinen süßen satansbraten eingehen muss. wir haben stundenlang ihre spiele gespielt, und ich hab den haushalt einfach mal liegengelassen. wir unternehmen jetzt viel mehr als vorher, und wenn ich dann mal nicht schaffe das wohnzimmer aufzuräumen, dann ist das eben so. ich habe geschafft, mir weniger stress zu machen. denn den macht man sich meistens ganz alleine. setz prioritäten. nimm dir soviel zeit für kevin wie er braucht und lass deinen kerl mal ne zeitlang den haushalt erledigen. da wird er sicherlich verständnis für haben

Du weißt jetzt, du bist mit deinen gedanken nicht alleine.....und werd diese fürchterlichen gedanken los, dass du eine schlechte mutter sein sollst......denn weil du dir diese gedanken machst, kannst du nie eine schlechte mutter werden *smile*

Lieben Gruß
xCrystalx

p.s. wenn du lust hast, kannst du mir ja mal ne pn schicken......

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29. Mai 2006 um 21:55

Geht mir genauso!!
Hi,
also das Problem das Du da hast kenn ich nur zu gut,mein sohn drei Jahre alt hängt ebenfalls an mir ohne ende.Papa hat null Chance wenn ich zuhause bin,der kleine lässt sich nicht mal vom Papa aufs Klo setzen..das geht morgens schon los mit Geschrei"Nein die Mama"..manchmal total schlimm für mich!!Aber wehe ich bin aus dem haus da sind sie die besten Freunde ..und kaum bin ich wieder da,stößt er den Papa von sich!!!Bei us gibt es jetzt einmal in der woche Papa - Kind tag,die beiden unternehmen ganz alleine was zusammen..aber ich glaube es trägt früchte.gestern durfte Papa die Milch für ihn warm machen....

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