Home / Forum / Meine Familie / Kenne meinen Vater nicht – übetriebene Mutterliebe?

Kenne meinen Vater nicht – übetriebene Mutterliebe?

20. Januar um 21:00 Letzte Antwort: 22. Januar um 9:42


Hallo...ich muss mir mal meine Gefühle und Gedanken von der Seele schreiben. Und hoffe, dass es hier vielleicht auch Personen mit ähnlichen Erfahrungen gibt und/oder Personen, die mir ein paar Ratschläge geben können.
Ich habe den Text grad geschrieben und er ist viel länger als geplant geworden. Und doch fehlt noch so viel....ich bedanke mich jetzt schon bei denen, die bis zum Ende lesen und dann auch noch antworten  
 
Ich bin 31 Jahre alt und habe keinen Kontakt zu meinem „Vater“. Er hat meine Mutter noch vor meiner Geburt verlassen und ich habe bis zu meinem 11. Lebensjahr nie etwas von ihm gehört. Dann plötzlich über das Jugendamt mit der Forderung, dass ich jedes zweite Wochenende und die Hälfte der Ferien bei ihm verbringen sollte. Bei einem für mich wildfremden Menschen.
Ein großes Gefühlschaos begann, wir haben hin und wieder Briefe, später Mails geschrieben, aber immer wieder mit Unterbrechungen. Ich hatte so viele Fragen, warum er sich nie früher bei mir gemeldet hat, warum jetzt plötzlich...und irgendwie ist er in ein Fettnäpfchen nach dem nächsten getreten. Seine Formulierungen waren alles andere als kinderfreundlich! Irgendwann siegte in mir dann doch die Neugier und wir haben uns getroffen. Das Treffen dauerte ca. 20 Minuten, bis ich es abgebrochen habe und ihn nicht wiedersehen wollte. Einen Tag später traf die Klageschrift ein, dass er mir kaum noch Unterhalt zahlen könnte.
 
Ich habe damals mit dem Thema abgeschlossen. Dachte ich zumindest. Mittlerweile merke ich, dass ich alles bildlich gesprochen in ein kleines Päckchen gepackt und tief in meinem Inneren versteckt habe. Wenn andere mich fragten, ob es nicht schlimm wäre, ohne Vater aufzuwachsen, antwortete ich stets aus völliger Überzeugung: „Was ich nicht kenne, kann ich auch nicht vermissen.“
 
Ich wusste, dass ich eine Halbschwester habe, damals stand der Kontakt zu meinem Vater aber im Vordergrund. Später, als ich auf meine Halbschwester neugierig wurde, wusste ich nicht, wie ich sie erreichen sollte, ohne meinen Vater kontaktieren zu müssen. Schließlich habe ich sie vor kurzem über Facebook gefunden und wir schreiben seitdem.
 
Ich habe lange überlegt, ob ich sie überhaupt anschreiben sollte...denn ich wusste, dass ich damit dieses besagte Päckchen wieder hervorholen würde und wusste nicht, ob ich das wirklich will. Auf der anderen Seite habe ich mich als Erwachsene schon seit längerem immer mal wieder gefragt, ob ich mich mit dem Thema nochmal auseinandersetzen sollte.
 
Und jetzt kommt meine Mutter ins Spiel. Wir haben seit Ewigkeiten ein sehr inniges Verhältnis zueinander (Einzelkind und alleinerziehende Mutter...). Wenn sie nicht gewesen wäre, hätte ich die Briefe meines Vaters alle zerrissen und vernichtet. Sie hat dafür gesorgt, dass unser gesamter Schriftverkehr festgehalten wird...und dafür bin ich ihr sehr dankbar. Ich habe vor Kurzem das erste Mal diese Briefe als Erwachsene gelesen...und sehe plötzlich alles anders. Irgendwie wirkt auf mich plötzlich alles so klar...und ich verstehe mein damaliges Verhalten nicht mehr richtig. Ich frage mich, ob meine Mutter mich damals ganz unbewusst beeinflusst hat. Sie hat meinen Vater damals vor Wut und Verletzung nicht nur aus ihrem, sondern auch direkt mit aus meinem Leben verbannt. Sie hat in letzter Zeit häufiger angedeutet, dass dies ein Fehler war. Mir gegenüber. Aber ich WEISS, dass sie IMMER nur das Beste für mich wollte. Aber ich glaube langsam es war einfach nicht das Beste für mich...
 
Ich habe das Gefühl, in mir ist ein richtig fest sitzender Knoten geplatzt. Ich bin die Tage auf das Parential-Alienation-Syndrom gestoßen, also die Eltern-Kind-Entfremdung und frage mich, ob ich Teil davon geworden bin? Meine Mutter würde mir niemals bewusst sowas antun, aber als ich mich damit beschäftigt habe, kamen mir gewisse Dinge so bekannt vor: Dass es in Wirklichkeit damals nicht meine Meinung war, sondern ihre, obwohl ich fest davon überzeugt war. Dass ich absolut Null Schuldgefühle gegenüber meinem Vater hatte, obwohl ich ihn in meinen Briefen ziemlich scharf und aus meiner heutigen Sicht unfair angegangen bin. Klar, ich war wütend und verletzt, er hat innerhalb seiner „Verteidigung“ meine Mutter schlecht gemacht, obwohl er bei meinen hartnäckigen Fragen fast keine andere Wahl hatte. Und ich konnte als Kind nicht anders. Ich habe komplett dicht gemacht. Ich denke mittlerweile, er hatte damals gar keine nennenswerte Chance, länger anhaltenden Kontakt zu mir aufzubauen.
 
Im Moment denke ich, ich sollte ihm jetzt als Erwachsene doch nochmal eine Chance geben.
Und gleichzeitig frage ich mich, ob ich mit meiner Mutter darüber reden sollte? Ich fühle ich mich von ihr etwas übergangen. Aber was soll ein Gespräch bringen? Ich möchte ihr keine Vorwürfe machen, ich glaube diese macht sie sich mittlerweile selbst. Ich glaube auch nicht, dass mir dieses Gespräch guttun würde. Diese Einsicht allein hat in mir glaube ich schon viel bewegt.
 
Ich glaube aber, dass dieses ganze Chaos mein Leben mehr beeinflusst hat, als man sich vielleicht vorstellen kann. Ich habe schon immer unter fehlendem Selbstvertrauen gelitten. Ich habe bis heute noch keine Beziehung gehabt. Ich schiebe es grad alles auf diesen Hintergrund. Und gleichzeitig ist mir die Tage auch richtig bewusst geworden, dass ich im Hier und Jetzt lebe. Die Vergangenheit ist vergangen. Aber ich kann JETZT etwas tun, etwas verändern...
 
Vielleicht mag jemand mit mir seine Erfahrungen teilen?
Vielleicht hat jemand Ratschläge für mich, wie ich mit all dem am besten klarkommen kann?
 
 
 
 
 

Mehr lesen

21. Januar um 8:51

Meine Eltern haben sich getrennt als ich 11 Jahre alt war. Ich mochte meinen Vater nie wirklich weil ich sah, wie schlecht es meiner Mutter wegen ihm ging. Er unterstützte sie nie, sie stritten viel, er liess sie alles alleine machen (mitunter die Erziehung). Ich war so froh als sie sich endlich getrennt haben. Von da an gab es nur noch meine Mutter und mich. Auch wir hatten/haben eine extrem enge Bindung. Nach der Trennung hat sich mein Vater nicht mehr bei mir gemeldet. Er sagte diverse Treffen ab und an den Wochenenden, an denen ich bei ihm sein sollte, war er entweder krank oder musste arbeiten.

Meine Mutter durchlebte mit mir meine Teenie-Zeit, sie lebte mit mir meinen ersten Liebeskummer, meinen Schulabschluss, sie durchlebte mit mir, als man nicht wusste, ob ich je wieder gehen kann, sie lebte mit mir jeden Tag und meinem Vater war ich egal. Er meldete sich nie, wusste nicht wo ich bin und was ich mache, was ich in meinem Leben erreicht habe usw. All das hat meine Mutter mit mir durchgemacht. Meinen Vater interessierte das nicht. 

Was ich dir damit sagen möchte; Es ist vollkommen in Ordnung, wenn du den Kontakt zu deinem Vater suchst weil du ihn vermisst aber gib nicht deiner Mutter die Schuld dafür, dass er sich nicht um dich gekümmert hat als du noch ein Kind warst. Du sagst ja selbst, dass du wahrscheinlich all die Briefe ohne deine Mutter vernichtet hättest. Hätte deine Mutter gewollt, dass du keinen Kontakt mit deinem Vater hast, hätte sie dich darin bestärkt und nicht davon abgehalten. 

Ich muss ehrlich sagen, dass mich dein Text auch ein bisschen wütend gemacht hat.. Du stellst eigentlich nach all den Jahren deine Mutter in Frage obwohl sie die jenige war, die immer für dich da war. Du gibst ihr die Schuld für dein Verhalten. Auch wenn du schreibst, dass sie das nie absichtlich getan hat, gibst du im Grunde dennoch ihr die Schuld. Es ist aber nicht ihre Schuld. Es ist die Schuld deines Vaters, dass er noch vor deiner Geburt abgehauen ist. Es war seine Schuld, dass du ihn erst mit 11 Jahren kennenlernen konntest. Du hast dich alleine mit ihm das erste Mal getroffen und hast das Treffen selbst abgebrochen. Da stand nicht deine Mutter und flüsterte dir ins Ohr was du tun sollst. Das hast du alleine entschieden. 

Du kannst deinem Vater noch eine Chance geben aber schiebe deine Mutter deswegen nicht auf das Abstellgleis. Sie war da für dich all die Jahre, nicht er. Vergiss das nie. 

3 LikesGefällt mir 2 - Hilfreiche Antworten !
21. Januar um 9:01
In Antwort auf jenny987


Hallo...ich muss mir mal meine Gefühle und Gedanken von der Seele schreiben. Und hoffe, dass es hier vielleicht auch Personen mit ähnlichen Erfahrungen gibt und/oder Personen, die mir ein paar Ratschläge geben können.
Ich habe den Text grad geschrieben und er ist viel länger als geplant geworden. Und doch fehlt noch so viel....ich bedanke mich jetzt schon bei denen, die bis zum Ende lesen und dann auch noch antworten  
 
Ich bin 31 Jahre alt und habe keinen Kontakt zu meinem „Vater“. Er hat meine Mutter noch vor meiner Geburt verlassen und ich habe bis zu meinem 11. Lebensjahr nie etwas von ihm gehört. Dann plötzlich über das Jugendamt mit der Forderung, dass ich jedes zweite Wochenende und die Hälfte der Ferien bei ihm verbringen sollte. Bei einem für mich wildfremden Menschen.
Ein großes Gefühlschaos begann, wir haben hin und wieder Briefe, später Mails geschrieben, aber immer wieder mit Unterbrechungen. Ich hatte so viele Fragen, warum er sich nie früher bei mir gemeldet hat, warum jetzt plötzlich...und irgendwie ist er in ein Fettnäpfchen nach dem nächsten getreten. Seine Formulierungen waren alles andere als kinderfreundlich! Irgendwann siegte in mir dann doch die Neugier und wir haben uns getroffen. Das Treffen dauerte ca. 20 Minuten, bis ich es abgebrochen habe und ihn nicht wiedersehen wollte. Einen Tag später traf die Klageschrift ein, dass er mir kaum noch Unterhalt zahlen könnte.
 
Ich habe damals mit dem Thema abgeschlossen. Dachte ich zumindest. Mittlerweile merke ich, dass ich alles bildlich gesprochen in ein kleines Päckchen gepackt und tief in meinem Inneren versteckt habe. Wenn andere mich fragten, ob es nicht schlimm wäre, ohne Vater aufzuwachsen, antwortete ich stets aus völliger Überzeugung: „Was ich nicht kenne, kann ich auch nicht vermissen.“
 
Ich wusste, dass ich eine Halbschwester habe, damals stand der Kontakt zu meinem Vater aber im Vordergrund. Später, als ich auf meine Halbschwester neugierig wurde, wusste ich nicht, wie ich sie erreichen sollte, ohne meinen Vater kontaktieren zu müssen. Schließlich habe ich sie vor kurzem über Facebook gefunden und wir schreiben seitdem.
 
Ich habe lange überlegt, ob ich sie überhaupt anschreiben sollte...denn ich wusste, dass ich damit dieses besagte Päckchen wieder hervorholen würde und wusste nicht, ob ich das wirklich will. Auf der anderen Seite habe ich mich als Erwachsene schon seit längerem immer mal wieder gefragt, ob ich mich mit dem Thema nochmal auseinandersetzen sollte.
 
Und jetzt kommt meine Mutter ins Spiel. Wir haben seit Ewigkeiten ein sehr inniges Verhältnis zueinander (Einzelkind und alleinerziehende Mutter...). Wenn sie nicht gewesen wäre, hätte ich die Briefe meines Vaters alle zerrissen und vernichtet. Sie hat dafür gesorgt, dass unser gesamter Schriftverkehr festgehalten wird...und dafür bin ich ihr sehr dankbar. Ich habe vor Kurzem das erste Mal diese Briefe als Erwachsene gelesen...und sehe plötzlich alles anders. Irgendwie wirkt auf mich plötzlich alles so klar...und ich verstehe mein damaliges Verhalten nicht mehr richtig. Ich frage mich, ob meine Mutter mich damals ganz unbewusst beeinflusst hat. Sie hat meinen Vater damals vor Wut und Verletzung nicht nur aus ihrem, sondern auch direkt mit aus meinem Leben verbannt. Sie hat in letzter Zeit häufiger angedeutet, dass dies ein Fehler war. Mir gegenüber. Aber ich WEISS, dass sie IMMER nur das Beste für mich wollte. Aber ich glaube langsam es war einfach nicht das Beste für mich...
 
Ich habe das Gefühl, in mir ist ein richtig fest sitzender Knoten geplatzt. Ich bin die Tage auf das Parential-Alienation-Syndrom gestoßen, also die Eltern-Kind-Entfremdung und frage mich, ob ich Teil davon geworden bin? Meine Mutter würde mir niemals bewusst sowas antun, aber als ich mich damit beschäftigt habe, kamen mir gewisse Dinge so bekannt vor: Dass es in Wirklichkeit damals nicht meine Meinung war, sondern ihre, obwohl ich fest davon überzeugt war. Dass ich absolut Null Schuldgefühle gegenüber meinem Vater hatte, obwohl ich ihn in meinen Briefen ziemlich scharf und aus meiner heutigen Sicht unfair angegangen bin. Klar, ich war wütend und verletzt, er hat innerhalb seiner „Verteidigung“ meine Mutter schlecht gemacht, obwohl er bei meinen hartnäckigen Fragen fast keine andere Wahl hatte. Und ich konnte als Kind nicht anders. Ich habe komplett dicht gemacht. Ich denke mittlerweile, er hatte damals gar keine nennenswerte Chance, länger anhaltenden Kontakt zu mir aufzubauen.
 
Im Moment denke ich, ich sollte ihm jetzt als Erwachsene doch nochmal eine Chance geben.
Und gleichzeitig frage ich mich, ob ich mit meiner Mutter darüber reden sollte? Ich fühle ich mich von ihr etwas übergangen. Aber was soll ein Gespräch bringen? Ich möchte ihr keine Vorwürfe machen, ich glaube diese macht sie sich mittlerweile selbst. Ich glaube auch nicht, dass mir dieses Gespräch guttun würde. Diese Einsicht allein hat in mir glaube ich schon viel bewegt.
 
Ich glaube aber, dass dieses ganze Chaos mein Leben mehr beeinflusst hat, als man sich vielleicht vorstellen kann. Ich habe schon immer unter fehlendem Selbstvertrauen gelitten. Ich habe bis heute noch keine Beziehung gehabt. Ich schiebe es grad alles auf diesen Hintergrund. Und gleichzeitig ist mir die Tage auch richtig bewusst geworden, dass ich im Hier und Jetzt lebe. Die Vergangenheit ist vergangen. Aber ich kann JETZT etwas tun, etwas verändern...
 
Vielleicht mag jemand mit mir seine Erfahrungen teilen?
Vielleicht hat jemand Ratschläge für mich, wie ich mit all dem am besten klarkommen kann?
 
 
 
 
 

Irgendwann siegte in mir dann doch die Neugier und wir haben uns getroffen. Das Treffen dauerte ca. 20 Minuten, bis ich es abgebrochen habe und ihn nicht wiedersehen wollt

du wolltest doch selbst keinen kontakt!!

jetzt willst du deiner mutter die "schuld" geben?
fühlst dich von ihr übergangen?

nach soooo vielen jahren willst du deiner mutter ein schlechtes gewissen einreden?

gar nicht schön!

1 LikesGefällt mir 1 - Hilfreiche Antworten !
21. Januar um 18:51

Danke für eure Antworten. Ich glaube ich muss etwas klarstellen:

Ich will meiner Mama weder die Schuld geben, noch ein schlechtes Gewissen machen und schon erst recht nicht auf irgend ein Abstellgleis stellen!!!

Ich weiß, dass sie IMMER für mich da war, alle Höhen und Tiefen und alles dazwischen mit mir durchlebt hat. Und das kann und wird mir niemand nehmen.
Aber...darf ich, weil ich sie über alles liebe, nicht mal etwas hinterfragen?

Mich machen die Aussagen in seinen Briefen einfach nachdenklich. Aussagen, die ich gar nicht mehr so im Kopf hatte und entsprechend glaube ich nie so wahrgenommen habe, wie jetzt als Erwachsene.
Und ich kenne meine Mutter einfach zu gut, dass ich weiß: wenn sie jemanden nicht mehr in ihrem Leben haben will, macht sie dies demjenigen mehr als eindeutig klar. Das entschuldigt natürlich nicht, warum mein Vater nichtmal eine Karte zur Geburt oder irgend einem Geburtstag etc. geschickt hat. Zumindest nicht bis ich 11 war...
Doch er behauptet, dass er meiner Mama auch in der Schwangerschaft ständig Hilfe angeboten hat und sie diese immer abwies (klar, wer will schon Hilfe von jemandem, der einen verletzt hat); dass er sich mehrfach beim Jugendamt erkundigt hat, welches ihm immer gesagt hat, dass er als unehelicher Vater nur Pflichten und keine Rechte hat...und am härtesten trifft mich bis heute seine Aussage, dass er Kinder angeblich über alles liebt und der Schmerz, keinen Kontakt zu mir gehabt zu haben, erst ein ganz wenig besser wurde, als meine Halbschwester geboren wurde....

Da kommt bei mir halt einfach die Frage auf, ob meine Mutter es ihm damals wirklich so schwierig gemacht hat oder ob es nur billige Ausreden sind.
Ich denke eigentlich, dass beide ihren Teil dazu getan habe. Zu so etwas gehören doch meistens zwei...und zumindest hat er, wenn auch sehr spät, wenigstens etwas Interesse gezeigt...

1 LikesGefällt mir Hilfreiche Antworten !
21. Januar um 21:33

Ich denke, es kommt nicht darauf an, warum es damals zwischen dir und deinem Vater nicht funktioniert hat. Du warst ein Teenager, da hat man manchmal sehr komische Ansichten und kann auch sehr verletzend sein...glaub mir, mit so einem Exemplar plage ich mich gerade herum. Vielleicht war es auch damals einfach der falsche Zeitpunkt. 

Was hindert dich daran, jetzt als Erwachsene den Kontakt nochmals zu suchen? Wenn diese Chance besteht, nimm sie wahr und grübele nicht über die Vergangenheit. Ganz viele andere Töchter wären glücklich wenn sie ein paar klärende Worte mit ihrem Vater sprechen könnten

2 LikesGefällt mir 1 - Hilfreiche Antworten !
22. Januar um 9:42
In Antwort auf jenny987

Danke für eure Antworten. Ich glaube ich muss etwas klarstellen:

Ich will meiner Mama weder die Schuld geben, noch ein schlechtes Gewissen machen und schon erst recht nicht auf irgend ein Abstellgleis stellen!!!

Ich weiß, dass sie IMMER für mich da war, alle Höhen und Tiefen und alles dazwischen mit mir durchlebt hat. Und das kann und wird mir niemand nehmen.
Aber...darf ich, weil ich sie über alles liebe, nicht mal etwas hinterfragen?

Mich machen die Aussagen in seinen Briefen einfach nachdenklich. Aussagen, die ich gar nicht mehr so im Kopf hatte und entsprechend glaube ich nie so wahrgenommen habe, wie jetzt als Erwachsene.
Und ich kenne meine Mutter einfach zu gut, dass ich weiß: wenn sie jemanden nicht mehr in ihrem Leben haben will, macht sie dies demjenigen mehr als eindeutig klar. Das entschuldigt natürlich nicht, warum mein Vater nichtmal eine Karte zur Geburt oder irgend einem Geburtstag etc. geschickt hat. Zumindest nicht bis ich 11 war...
Doch er behauptet, dass er meiner Mama auch in der Schwangerschaft ständig Hilfe angeboten hat und sie diese immer abwies (klar, wer will schon Hilfe von jemandem, der einen verletzt hat); dass er sich mehrfach beim Jugendamt erkundigt hat, welches ihm immer gesagt hat, dass er als unehelicher Vater nur Pflichten und keine Rechte hat...und am härtesten trifft mich bis heute seine Aussage, dass er Kinder angeblich über alles liebt und der Schmerz, keinen Kontakt zu mir gehabt zu haben, erst ein ganz wenig besser wurde, als meine Halbschwester geboren wurde....

Da kommt bei mir halt einfach die Frage auf, ob meine Mutter es ihm damals wirklich so schwierig gemacht hat oder ob es nur billige Ausreden sind.
Ich denke eigentlich, dass beide ihren Teil dazu getan habe. Zu so etwas gehören doch meistens zwei...und zumindest hat er, wenn auch sehr spät, wenigstens etwas Interesse gezeigt...

dann nimm kontakt auf & gut!!!

aber lass seine mutter außen vor!

was glaubst du denn was die sich gedanken machst wenn du ihr nun nach so vielen jahren sagst dass du dich von ihr übergangen fühlst?

wahnsinn

Gefällt mir Hilfreiche Antworten !
Frühere Diskussionen
Adoption in Sachsen-Anhalt
Von: user40976
neu
|
22. Januar um 0:40
Wir machen deinen Tag bunter!
instagram