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"Keine" Familie & falsche Freunde - Hilfe!

25. Dezember 2007 um 15:08

Hallo,

vielleicht gibt es ja hier ein paar "Hobby"-Psychologen, die mir einige Ratschläge geben können. Für jede Antwort bin ich dankbar! Ich versuche mich kurz zu fassen und entschuldige mich schonmal falls es mir nicht ganz gelingt.

Ich bin 21 Jahre alt und bin vor etwa 14 Monaten von Zuhause ausgezogen, weil ich es mit meiner Mutter einfach nicht mehr ausgehalten habe. Meine Eltern sind geschieden, meinen Vater habe ich nie kennen gelernt, habe eine ältere Schwester (24), mit der ich allerdings seit bestimmt 10 Jahren auch "keinen Kontakt" mehr habe. Demzufolge hatte ich in meiner Familie immer nur meine Mutter als einzige Bezugsperson.

Da fängt an sich auch schon die riesige Kette der Probleme an. Ich weiß nicht wieso, aber seit ich 15/16 bin, habe ich mich immer mehr von ihr vernachlässigt gefühlt. Ist sie einfach nur egoistisch geworden? Das is meine Theorie, zumindest eine davon. Die andere ist, dass sie einfach keine Gefühle zeigen kann. Ob es in ihrer eigenen Kindheit liegt, weiß ich nicht. Fakt ist, ich habe niemals auch nur ein einziges vernünftiges Gespräch mit meiner Mutter führen können, weshalb ich auch auf meine Fragen nie eine Antwort bekommen habe. Sie ist einfach total verschlossen und hat sich mir nie geöffnet. Das verletzt mich sehr, denn so hab ich auch nie gespührt, dass sie mich wirklich liebt. Sollte das nicht so sein, zwischen Mutter und Tochter?

Ich bin eigentlich kein "schwieriges" Kind. Ich hab zwar nie Verbote von meiner Mutter bekommen, aber es auch nicht ausgenutzt oder so. Ich hab mich nicht nachts rumgetrieben oder anders "protestiert". Aber ist dieses Verhalten meiner Mutter nicht genau der Weg, Konfrontationen aus dem Weg zu gehen? Dieses Ja-Sagen? Denn dann wäre es doch darauf hinausgelaufen, dass ich diskutieren wollte.
Vielleicht merkt man es schon, aber je älter ich geworden bin, umso mehr ich über diese Dinge nachgedacht habe, desto mehr wollte ich Antworten haben und ja, umso aggressiver bin ich in irgendeiner art und weise auch geworden. Ich bin immer öfter auf meine Mutter zu gegangen und wollte reden, wurde allerdings immer nur zurückgewiesen. Wir stritten und nur noch und redeten über Wochen nicht miteinander. Mit 15 habe ich das letzte Mal mit ihr zusammen Weihnachten gefeiert. Als ich 16 war, herschte zum ersten Mal Funkstille. Ich war allerdings so naiv, dass ich mir dachte "Nutz die Gelegenheit und feiert Weihnachten zusammen, dann wird es schon wieder" Aber zu meiner Überraschung kam sie am heilig Abend gar nicht erst nach Hause! Die folgenden Jahre liefen dann ähnlich. Entweder ich oder sie, einer war immer woanders.

Ich habe während meiner Schulzeit zwei Freundinnen gehabt, die die Beziehung zu meiner Mutter kannten. Schnell habe ich dann doch die Erfahrung gemacht, dass ich mich auch nicht wirklich auf diese Freunde habe verlassen können. Die eine meldete sich nie wieder, sagte immer "keine Zeit, etc". Die andere hat mir die Freundschaft hochgerechnet als ich einmal nicht ihrer Meinung war.
Es fällt mir heute wirklich schwer, mich noch irgendjemandem anzuvertrauen. Unter anderem weil ich die ungläubigen Blicke satt habe. Vielleicht ist es nicht richtig, aber ich gebe eigentlich immer wieder meiner Mutter die Schuld dafür. Wer nie Liebe erfahren hat, kann auch nicht im Stande sein, diese weiterzugeben.

Als ich ausgezogen bin, hat mir meiner Mutter letztendlich sogar ein Ultimatum gestellt, dass sie mich endlich loswerden will und ich in 14 Tagen meine Sachen aus der Wohnung räumen muss. Ich habe daher wirklich die Einstellung, dass sie mich rausgweorfen hat und sie auch auf mich zukommen soll, wenn sie mich wieder haben möchte. Aber das hat sie bis heute nicht getan. Letztes JAhr nicht, zu Geburtstagen nicht und dieses Jahr zu Weihnachten auch nicht. Kann mir jemand sagen, was verdammt in der Frau vorgeht? Wie kann sie so herzlos sein? Es ist so hart .. aber sie hat nie den ersten schritt gemacht und ich will nicht nochmal zurückgewiesen werde, wenn ich es nochmal versuche.


Hm ... ich werde es jetzt erstmal dabei belassen, weil ich nicht weiß, ob man mich überhaupt verstehen kann bei dem was ich hier alles schreibe

Ich bin wirklich dankbar, für jeden der antwortet und mir vielleicht einen Rat geben kann und mir sagen kann, was in einer Mutter vorgehen muss.

Liebe Grüße
Billie

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26. Dezember 2007 um 0:22

Schwere Situation
Hey!
Du bist in einer wirklich schwierigen Situation, aber ich denke, um dir zu helfen musst du noch einige Dinge klären.
Hast du zur Zeit überhaupt keine Freunde? Arbeitest du oder was hast du für Hobbys? Du schreibst zu wenig über dich deswegen ist es schwer eine Aussage zu treffen.
Was ich über deine Mutter sagen kann,so wie du es beschreibst hattet ihr beide wirklich kein gutes Verhältnis. Aber hast du sie schonmal direkt angesprochen und gefragt warum sie so zu dir war? Gibt sie dann auch keine Antwort? Ich glaube dann würde ich auch erstmal nichts mehr mit ihr zu tun haben wollen, aber andererseits ist es deine Mutter, vielleicht braucht sie auch Hilfe?
Leider weiß ich einfach zu wenig über die ganze Situation, wenn du ein paar meiner Fragen beantwortest hoffe ich das ich dir weiterhelfen kann.
Lg sundreaming

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26. Dezember 2007 um 11:09
In Antwort auf arevig_12117745

Schwere Situation
Hey!
Du bist in einer wirklich schwierigen Situation, aber ich denke, um dir zu helfen musst du noch einige Dinge klären.
Hast du zur Zeit überhaupt keine Freunde? Arbeitest du oder was hast du für Hobbys? Du schreibst zu wenig über dich deswegen ist es schwer eine Aussage zu treffen.
Was ich über deine Mutter sagen kann,so wie du es beschreibst hattet ihr beide wirklich kein gutes Verhältnis. Aber hast du sie schonmal direkt angesprochen und gefragt warum sie so zu dir war? Gibt sie dann auch keine Antwort? Ich glaube dann würde ich auch erstmal nichts mehr mit ihr zu tun haben wollen, aber andererseits ist es deine Mutter, vielleicht braucht sie auch Hilfe?
Leider weiß ich einfach zu wenig über die ganze Situation, wenn du ein paar meiner Fragen beantwortest hoffe ich das ich dir weiterhelfen kann.
Lg sundreaming

Danke ...
.. für die Antwort, Sundreaming!
Ab August werde ich eine Ausbildung anfangen, aber bis dahin bin ich noch in einer Art Praktikum (hab ich vom Arbeitsamt vermittelt gekriegt). Es ist da aber schon recht auffällig, dass alle anderen Praktikanten auch keine geordneten Familienverhältnisse haben. Habe da meinen Freund kennengelernt, er ist 24 und bereits mit 17 von Zuhause ausgezogen. Feiert kein Geburtstag kein Weihnachten, ich find's traurig, aber muss zugeben, dass es bei mir doch ähnlich ist. Ich meine, was ist der Sinn von Weihnachten? Doch, dass man Zeit mit der Familie und den Lieben verbringt. Ist die Familie aber so ätzend, vergeht einem schon im Vorfeld jede Lust.
Ich war dieses JAhr wieder bei einer Freundin, die ich schon eine Weile kenne. Aber ich habe doch immer wieder das Gefühl, dass sie meine Situation ganz und gar nicht nachvollziehen kann, da sie ne normale Familie hat. Und es ist immer das gleiche, dass dann die Fragen kommen, ob es mit meiner Mutter wieder besser ist. Wie sollte es besser werden, wenn keiner mal auf den anderen zugeht.
Kann sein, dass ich die Hilfe einfach nicht annehmen möchte, aber durch meine Situation hab ich gelernt, bzw wurde eher gezwungen selbstständig zu sein und wenn ich Hilfe annehme, muss ich mir erst einmal eingestehen, dass ich etwas nict alleine auf die Reihe kriege. Bin ich da egoistisch, wenn ich sage, ich will einfach ne Ausbildung und den Leuten zeigen, dass es auch ohne sie geht. Den Leuten, die nicht an mich glaubten.

Zu meiner Mutter kann ich sagen, dass sie mal beiläufig erwähnte, dass sie in Therapie gegangen ist. Wieso, weshalb, das weiß ich nicht. Sie hat mehr nie darüber verloren. Ich hätte vielleicht eine andere Einstellung, wenn sie mir zumindest mal ansatzweise was gesagt hätte. Aber wenn ich es nicht kenne, nachvollziehen kann, dann will ich sowas auch nicht einfach so akzeptieren. Wenn ich sie direkt anspreche, dann ist sie entweder abgehauen, hat sich vor den TV gesetzt und mir gesagt, dass sie nicht reden will. Ich habe es ja versucht, als ich noch bei ihr gewohnt habe, aber von ihr kam nie etwas zurück.

Aber ich merke eben, dass ich durch diese Sachen sehr skeptisch geworden bin und ich es anderen Menschen sicher nicht leicht mache, mein Vertrauen zu gewinnen. Doch das kanns doch nicht sein.

lg Billie

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26. Dezember 2007 um 14:13
In Antwort auf nuri_11966609

Danke ...
.. für die Antwort, Sundreaming!
Ab August werde ich eine Ausbildung anfangen, aber bis dahin bin ich noch in einer Art Praktikum (hab ich vom Arbeitsamt vermittelt gekriegt). Es ist da aber schon recht auffällig, dass alle anderen Praktikanten auch keine geordneten Familienverhältnisse haben. Habe da meinen Freund kennengelernt, er ist 24 und bereits mit 17 von Zuhause ausgezogen. Feiert kein Geburtstag kein Weihnachten, ich find's traurig, aber muss zugeben, dass es bei mir doch ähnlich ist. Ich meine, was ist der Sinn von Weihnachten? Doch, dass man Zeit mit der Familie und den Lieben verbringt. Ist die Familie aber so ätzend, vergeht einem schon im Vorfeld jede Lust.
Ich war dieses JAhr wieder bei einer Freundin, die ich schon eine Weile kenne. Aber ich habe doch immer wieder das Gefühl, dass sie meine Situation ganz und gar nicht nachvollziehen kann, da sie ne normale Familie hat. Und es ist immer das gleiche, dass dann die Fragen kommen, ob es mit meiner Mutter wieder besser ist. Wie sollte es besser werden, wenn keiner mal auf den anderen zugeht.
Kann sein, dass ich die Hilfe einfach nicht annehmen möchte, aber durch meine Situation hab ich gelernt, bzw wurde eher gezwungen selbstständig zu sein und wenn ich Hilfe annehme, muss ich mir erst einmal eingestehen, dass ich etwas nict alleine auf die Reihe kriege. Bin ich da egoistisch, wenn ich sage, ich will einfach ne Ausbildung und den Leuten zeigen, dass es auch ohne sie geht. Den Leuten, die nicht an mich glaubten.

Zu meiner Mutter kann ich sagen, dass sie mal beiläufig erwähnte, dass sie in Therapie gegangen ist. Wieso, weshalb, das weiß ich nicht. Sie hat mehr nie darüber verloren. Ich hätte vielleicht eine andere Einstellung, wenn sie mir zumindest mal ansatzweise was gesagt hätte. Aber wenn ich es nicht kenne, nachvollziehen kann, dann will ich sowas auch nicht einfach so akzeptieren. Wenn ich sie direkt anspreche, dann ist sie entweder abgehauen, hat sich vor den TV gesetzt und mir gesagt, dass sie nicht reden will. Ich habe es ja versucht, als ich noch bei ihr gewohnt habe, aber von ihr kam nie etwas zurück.

Aber ich merke eben, dass ich durch diese Sachen sehr skeptisch geworden bin und ich es anderen Menschen sicher nicht leicht mache, mein Vertrauen zu gewinnen. Doch das kanns doch nicht sein.

lg Billie

Bitte =)
Also ertsmal finde ich es schon toll, dass du einen Freund hast der in der gleiche Situation war bwz. ist wie du. Aber gerade weil ihr beide es quasi nicht "gewohnt" seit Geburtstag oder Weihnachten zu feiern, müsstest ihr doch eigentlich denken: WIR BEIDE MACHEN ES JETZT ANDERS, wir ändern unser Leben! Wir feiern gemeinsam das es den anderen gibt, darüber frezt man sich ja auch. Ihr müsst ja keine riesige Party machen, aber ein Kuchen, ein Strauß Blumen, das wär doch schonmal was, halt das man an den anderen gedacht hat.
Mit deiner Mutter das ist ja wirklich sehr kompliziert, also erstmal würde ich ihr in einem Brief alles das schreiben, was du hier auch schreibst und was du denkst, bekommst du keine Antwort von ihr, ganz ehrlich, dann lass sie in Ruhe,erstmal. Vielleicht kannst du ihr dann immer zum Geburtstag eine Karte schicken, dann weiß sie das du sie nicht vergessen hast und ich denke eines Tages wird sie sich schon bei dir melden. Das hört sich erstmal hart an, aber sonst machst du dich ja nur kaputt damit.
Daran liegt es ja auch das du Menschen so schwer vertraust, was ich gut verstehen kann, ich mein, wenn du so oft enttäuscht wurdest. Deswegen finde ich das auch super mit der Ausbildung und auch nicht egoistisch von dir. Ist doch toll das du dich nicht hängen lässt sondern zeigst das du es auch so geschafft hast. Aber es ist natürlich auch ganz wichtig Hilfe von anderen Menschen anzunehmen, wenn sie dir helfen wollen, aber du hast dir ja auch zum Beispiel vom Arbeitsamt helfen lassen, das ist doch auch gut so. Ich denke für deine Freundin ist das auch ziemlich schwer zu verstehen, weil sie sich vielleicht nicht richtig in deine Situation hineinversetzen kann, das ist zwar schade, aber ja nicht schlimm, so lange du ihr vertrauen kannst. Ich hoffe du schilderst ihr deine Probleme genau wie du es hier machst. Ich denke dann wird sie es wohl verstehen, wie es dir geht oder?
Lg

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26. Dezember 2007 um 14:34

Schließe damit ab
auch wens schwer fällt, aber das ist meistens in so einer situation einfach das beste. wenn du ihr weiter nachtrauerst und nach einem grund suchst, wird dich das irgendwann zermürben. ich kenne das. du willst eine erklärung für ihr verhalten vll uauch um dich etwas besser kennenzulernen. aber solange sie dir diese antwort nicht geben will, und davon bin ich überzeugt, solange wirst du auch keine antwort finden. wenn sie dich vor ein solches ultimatum stellt, ist es vll am besten den kontakt auf sich beruhen zu lassen. das macht es in meinen augen deutlich was sie von dir will - nichts! so schwer das auch zu verstehen ist.
ich hätte manchmal auch gerne eine antwort gehabt, warum mein vater uns kinder nie in den arm genommen sondern statt dessen verprügelt hat. einfach eine antwort auf mein warum! aber dann habe ich mir auch wieder die frage gestellt, was das ändern soll bzw. was sich denn durch eine antwort großartig zum bessern wenden würde. und meine schlussfolgerung ist : garnichts. ich denke selbst wenn dir deine mutter sagen würde: " ich kann dir keine liebe geben, weil..." oder dergleichen, dann würde sich an deiner lebenssituation auch nichts ändern. wärest du mit einer antwort dann zufriedener als mit dem was sie dir entgegenbringt? wenn sie sich bis heute dir gegenüber nicht öffnen konnte, dann wird sie das heute auch nicht mehr tun! so leid mir das tut, aber du solltest lernen damit abzuschließen und nach vorne zu sehen...

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26. Dezember 2007 um 22:34
In Antwort auf reetta_12161094

Schließe damit ab
auch wens schwer fällt, aber das ist meistens in so einer situation einfach das beste. wenn du ihr weiter nachtrauerst und nach einem grund suchst, wird dich das irgendwann zermürben. ich kenne das. du willst eine erklärung für ihr verhalten vll uauch um dich etwas besser kennenzulernen. aber solange sie dir diese antwort nicht geben will, und davon bin ich überzeugt, solange wirst du auch keine antwort finden. wenn sie dich vor ein solches ultimatum stellt, ist es vll am besten den kontakt auf sich beruhen zu lassen. das macht es in meinen augen deutlich was sie von dir will - nichts! so schwer das auch zu verstehen ist.
ich hätte manchmal auch gerne eine antwort gehabt, warum mein vater uns kinder nie in den arm genommen sondern statt dessen verprügelt hat. einfach eine antwort auf mein warum! aber dann habe ich mir auch wieder die frage gestellt, was das ändern soll bzw. was sich denn durch eine antwort großartig zum bessern wenden würde. und meine schlussfolgerung ist : garnichts. ich denke selbst wenn dir deine mutter sagen würde: " ich kann dir keine liebe geben, weil..." oder dergleichen, dann würde sich an deiner lebenssituation auch nichts ändern. wärest du mit einer antwort dann zufriedener als mit dem was sie dir entgegenbringt? wenn sie sich bis heute dir gegenüber nicht öffnen konnte, dann wird sie das heute auch nicht mehr tun! so leid mir das tut, aber du solltest lernen damit abzuschließen und nach vorne zu sehen...

Das ist
leichter gesagt, als getan würde ich sagen. Aber da ist schon was dran. Im Grunde hast du recht und mir wäre auch nicht geholfen, wenn sie mir sagt, wieso sie ist, wie sie ist. Wenn sich an der Situation nichts ändert, werden wir da eh keine Basis für einen Neuanfang finden denke ich.

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26. Dezember 2007 um 22:56
In Antwort auf arevig_12117745

Bitte =)
Also ertsmal finde ich es schon toll, dass du einen Freund hast der in der gleiche Situation war bwz. ist wie du. Aber gerade weil ihr beide es quasi nicht "gewohnt" seit Geburtstag oder Weihnachten zu feiern, müsstest ihr doch eigentlich denken: WIR BEIDE MACHEN ES JETZT ANDERS, wir ändern unser Leben! Wir feiern gemeinsam das es den anderen gibt, darüber frezt man sich ja auch. Ihr müsst ja keine riesige Party machen, aber ein Kuchen, ein Strauß Blumen, das wär doch schonmal was, halt das man an den anderen gedacht hat.
Mit deiner Mutter das ist ja wirklich sehr kompliziert, also erstmal würde ich ihr in einem Brief alles das schreiben, was du hier auch schreibst und was du denkst, bekommst du keine Antwort von ihr, ganz ehrlich, dann lass sie in Ruhe,erstmal. Vielleicht kannst du ihr dann immer zum Geburtstag eine Karte schicken, dann weiß sie das du sie nicht vergessen hast und ich denke eines Tages wird sie sich schon bei dir melden. Das hört sich erstmal hart an, aber sonst machst du dich ja nur kaputt damit.
Daran liegt es ja auch das du Menschen so schwer vertraust, was ich gut verstehen kann, ich mein, wenn du so oft enttäuscht wurdest. Deswegen finde ich das auch super mit der Ausbildung und auch nicht egoistisch von dir. Ist doch toll das du dich nicht hängen lässt sondern zeigst das du es auch so geschafft hast. Aber es ist natürlich auch ganz wichtig Hilfe von anderen Menschen anzunehmen, wenn sie dir helfen wollen, aber du hast dir ja auch zum Beispiel vom Arbeitsamt helfen lassen, das ist doch auch gut so. Ich denke für deine Freundin ist das auch ziemlich schwer zu verstehen, weil sie sich vielleicht nicht richtig in deine Situation hineinversetzen kann, das ist zwar schade, aber ja nicht schlimm, so lange du ihr vertrauen kannst. Ich hoffe du schilderst ihr deine Probleme genau wie du es hier machst. Ich denke dann wird sie es wohl verstehen, wie es dir geht oder?
Lg

Wir
feiern ja, nur haben Geburtstag und Weihnachten nicht so viel Wert wie vielleicht für andere Leute. Viele wollen einfach nur Geschenke und wissen gar nicht, wie glücklich sie sich schätzen können, dass sie eine Familie haben, mit der sie Weihnachten verbringen. Auch wenn es manchmal nervig wäre, wenn die Mutter oder die Tante mal von einem verlangt, das Brot zu schneiden oder ähnliches.
Man weiß aber immer erst, was man hat, wenn es irgendwann nicht mehr da ist ..
Dass ich mich wieder bei meiner Mutter melde, sei es nur durch eine Karte zum Geburtstag, kostet mich aber dann doch sehr viel Überwindung, die ich irgendwie nicht mehr aufbringen möchte. Ich weiß ich bin sehr skeptisch und erwarte von anderen, dass sie mir zeigen, dass sie es ernst meinen. Bei meiner Mutter sehe ich ja nichtmal einen Ansatz.

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27. Dezember 2007 um 8:05
In Antwort auf nuri_11966609

Das ist
leichter gesagt, als getan würde ich sagen. Aber da ist schon was dran. Im Grunde hast du recht und mir wäre auch nicht geholfen, wenn sie mir sagt, wieso sie ist, wie sie ist. Wenn sich an der Situation nichts ändert, werden wir da eh keine Basis für einen Neuanfang finden denke ich.

Als
meine mutter meinen vater verlassen hat, habe ich blinderweise noch eine zeit lang versucht mit ihm kontakt aufrecht zu erhalten. obwohl all meine erfahrungen mit ihm eigentlich nur negativ sind. ich hatte innerlich einfach die hoffnung, dass er angesichts des verlierens seiner familie aufwacht und sich ändern würde. dass er sich selbst einen ruck geben würde seine kinder neu kennenzulernen, weil er all die jahre alles dafür getan hat, dass man ihn eigentlich nur hassen kann. ich kann mich nur schwer an momente erinnern in denen er mal ein fürsorglicher vater gewesen wäre, wie man ihn sich als tochter eben wünscht. er hat mich auch sehr oft zurück gewiesen, antworten hat er mir auch keine geben können, wenn ich ihn gefragt habe warum er das all die jahre getan hat, oder warum er eben so ist wie er ist. ich habe oft von verwandten meines vaters gehört, dass er eine schwere kindheit hatte. anfangs habe ich versucht mir selbst die antworten zu geben, indem ich mich versucht hatte glauben zu machen, dass er doch aufgrund seiner kindheit nichts dafür kann, dass er uns nie lieb gehabt hat oder dass er so dermaßen agressiv war. aber mit der zeit hab ich einfach erkannt, dass das keine erklärung ist und eine schlechte kindheit noch lange nicht ausschließt , dass man seinen kindern kein guter vater sein kann und dass man es seinen eltern gleich tun muss. dass das eben nunmal nur eine ausrede für das eigene scheitern ist und dass dieser mann shon vor langer zeit beschlossen hat sich innerlich zu verschließen und einfach weder reue noch schuld für sein handeln zu empfinden. dass eine schlechte vergangenheit nur eine ausrede ist, denn jeder kann sich ändern und es besser machen, als das was ihm vorgelebt wird. das kannst du auch. nur weil deine mutter dir nie liebe gegeben hat muss das nicht automatisch heißen, dass du dann nie liebe für einen anderen menschen empfinden kannst. sonst müsste das automatisch heißen, dass entweder meine schwester oder ich automatisch schon rein durch unsere kindheit und die erlebnisse mit unserem vater zum alkohol greifen müssen, weil wir nicht wüssten was es heißt es nicht zu tun. und weil wir eben durch unsere erziehung schon vorgeprägt sind. verstehst du was ich meine?

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