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Keine beziehung zu eltern

24. Oktober 2009 um 21:18 Letzte Antwort: 2. November 2009 um 1:05

Hallo Forumsgemeinde,

ich weiß eigentlich gar nicht wo ich anfangen soll aber ich will mir meinen ganzen Frust einfach mal von der Seele schreiben. Zu meiner Mutter hatte ich noch nie ein sonderlich gutes Verhältnis (Sie wollte nie eine Tochter habe und hat mir immer gesagt, dass sie lieber einen Jungen gehabt hätte). Ich kann nicht sagen, dass ich soetwas wie liebe für sie empfinde oder mich irgendwie nach Ihr sehne. Sie war immer schon sehr gefühlskalt und ich kann mich nicht erinnern, dass sie mich mal in den Arm genommen hat oder mir gesagt hat, dass sie mich lieb hat. Als Kind hat sie mich außerdem oft geschlagen (meine Schwester durfte sich viel meh erlauben und bekam nicht so oft Prügel). Mein Vater mutierte dann langsam zum Alkoholiker (ich war ungefähr 10) und er war sehr gewaltätig. Als sich meine Eltern dann vor gut 10 Jahren haben scheiden lassen (nachdem ich zu meiner Mutter gesagt habe, dass ich nicht mehr zu hause wohnen will, weil ich Angst vorm Vater hatte), war die schlimmste Zeit meines lebens. er drohte damit uns umzubringen und war jeden Tag nur noch besoffen. Ich war froh wenn er richtig betrunken war, so das er uns nichts mehr tun konnte. als er dann ausziehen musste, gab es ungefähr ein Jahr lang Psychoterror duch Ihn. Dies wurde damit beendet, dass wir in eine andere Stadt zogen. seitdem habe ich von ihm nur noch über das Gericht/Awalt gehört. Das Verhältnis zu meiner Mutter besserte sich danach ein wenig. jedoch konnte ich immer noch nicht behaupten, dass sie mir wichtig sei. jedoch merkte ich immer stärker, wie sehr sie meine kleine schwester (2 Jahre jünger als ich) bevorzugte.

Als ich dann 18 war, zog ich aus um in einer anderen Stadt zu studieren. Ich beantragte Bafög und bekam sogar 350 monatlich. Meine Mutter hätte also noch einiges an Unterhalt zahlen müssen (Vater ist langzeitarbeitslos). Meine Mutter war/ist jedoch der Ansicht, dass ich mit 18 ja nun alt genug sei und sie mir nichts mehr geben müsse. Sogar das Kindergeld behielt sie sich ein. die begründete sie damit, dass sie ja kosten hätte wenn ich nach Hause komme (nun ich bin höchstens 2x Wochenenden im Jahr da). Nachdem meine Bafögsachbearbeiterin Sie auf Ihre Unterhaltspflich hingewiesen hat, gab sie mir widerwillig einen Teil des KG. Jedoch unter der Prämisse, dass ich cih dann nicht mehr zu hause blicken lassen soll. Wohl gemerkt erzählt sie in unseren verwandtenkreis, dass studierende Kinder ja so teuer sein sollen.
Meine schwester soll übrigens nächstes Jahr auf wunsch meiner Mutter ausziehen und wird sogar die wohnung bezahlt bekommen.

Mittlerweile bin ich seit 2 Monaten im Ausland (bleibe hier für ein Jahr) und meine Mutter hat es nicht einmal geschafft mich anzurufen oder mir eine Mail zu schicken. Da die Bearbeitung des Auslandsbafög sehr lange dauert (warte mittlerweile schon 8 Monate), musste ich einen Kredit aufnehmen (Natürlich wollte mir meine Mutter nichts leihen, obwohl ich ihr es sogar mit Zinsen zurückgezahlt hätte). Als ich sie einen Tag nach meiner Ankunft angerufen habe, motzte sie nur rum, dass es ja mal Zeit wird, dass ich mich melde. Auslandsgespräche sind jedoch ganz schön teuer und so blieb es auch bei dem einen Mal. (Ich hab ihr gesagt, sie könne sich Skype installieren, um damit kostenlos zu telefonieren aber das wollte sie nicht). Jedenfals kam bis heute nichts von Ihr.
Ich sehe es nur bei anderen Austauschstudenten hier, dass die Eltern regelmäßig anrufen und bei 50% der leute waren die eltern auch schon zu besuch hier. Mittlerweile kommt von den anderen auch imer die Frage auf, was man den Weihnachten mache (es sind viele Australier und Amerikaner hier, die natürlich nicht mal eben nach hause fliegen) und da kommt ein richtiger Gewissenskonflikt in mir auf. einerseits will ich die zeit nicht in einer Familie verbringen, die offensichtlich kein Interesse an mir hat und andereseits will ich vor den anderen nicht zugeben, dass ich kein gutes Verhältnis zu meiner Familie habe (weihnachten ist mir Schnuppe-ich habe kein Problem damit es nicht zu feiern). Ich denke auch nie an meine Mutter oder frage mich, was sie wohl gerade zu hause machen. Mir ist es einfach egal. Ich habe auch noch nie ein richiges gespräch geführt und sie wusste auch nie wann ich einen Freund hatte (und v.a. wer mein freund war)- ich empfand es nicht wichtig ihr das zu erzählen. Ich glaube langsam auch, dass es mir ziemlich egal wäre, wenn ihr etwas passieren würde. Und wenn die finanzielle abhängigkeit und meine schwester nicht wäre, hätte ich den Kontakt bestimmt schon längst abegbrochen.

Es macht mir einfach so zu schaffen, dass sie mich so grundlos benachteiligt und sich einfach nicht wie eine mutter verhält. ich kann leider auch mit niemanden drüber reden, da alle tolle eltern haben und sich nie in meine lage hinenversetzen können.

Ups, ist ein bisschen lang geworden.

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2. November 2009 um 1:03

"Keine beziehung zu eltern"
Grüss dich,
wenn eine mündliche Kommunikation nicht statt finden kann zwischen dir und deiner Mutter, so schreibe ihr doch einen Brief, indem du all das einsetzen kannst, was dich berührt und beschäftigt . Ich denke durch die vorherigen Familienverhältnisse ( die du beschreibst ), war dies seitens deiner Mutter nicht gegeben, denn mit einem Alkoholiker zusammen leben , als Frau sowie als Kind, erstickt so manchen Keim . Versucht euch "zu verstehen", ja euch " mitzuteilen "... aber das ermöglicht nur, wenn man "sagt" sprich schreibt... was man auf dem Herzen hat. Du hast hier sehr deutlich deine Ansichten zum Ausdruck bringen können, klar und verständnisvoll .
Dein... "Schrei nach der Mutter" ...(auch wenn sie dir egal ist...ist sie?) ist nicht zu überhören ...bzw. zu lesen. Doch wie soll deine Mütter... "hören"...wenn das Kind nicht... "bei ihr" schreit? VERSUCHE es ! Ich bin mir sicher , du schaffst das !
Alles Gute !

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2. November 2009 um 1:05

"Keine beziehung zu eltern"
Grüss dich,
wenn eine mündliche Kommunikation nicht statt finden kann zwischen dir und deiner Mutter, so schreibe ihr doch einen Brief, indem du all das einsetzen kannst, was dich berührt und beschäftigt . Ich denke durch die vorherigen Familienverhältnisse ( die du beschreibst ), war dies seitens deiner Mutter nicht gegeben, denn mit einem Alkoholiker zusammen leben , als Frau sowie als Kind, erstickt so manchen Keim . Versucht euch "zu verstehen", ja euch " mitzuteilen "... aber das ermöglicht nur, wenn man "sagt" sprich schreibt... was man auf dem Herzen hat. Du hast hier sehr deutlich deine Ansichten zum Ausdruck bringen können, klar und verständnisvoll .
Dein... "Schrei nach der Mutter" ...(auch wenn sie dir egal ist...ist sie?) ist nicht zu überhören ...bzw. zu lesen. Doch wie soll deine Mütter... "hören"...wenn das Kind nicht... "bei ihr" schreit? VERSUCHE es ! Ich bin mir sicher , du schaffst das !

Alles Gute ! @ Sonnenjuwel

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