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Kein Familie mehr

8. August 2006 um 23:35

Möchte es eigentlich recht kurz halten, also sorry, falls es doch etwas länger werden sollte..

Bin 23Jahre alt und habe keine Familie mehr. Naja, sagen wir mal, nicht mehr das Gefühl, eine Familie zu haben.
Meine Kindheit war normal gewesen und wir waren eine glückliche Familie. Bin schon immer ein Papakind gewesen, d.h. ich hab mich immer sehr sehr gut mit meinem Vater verstanden. Haben viel unternommen. Er war mehr als nur ein Vater, mehr als ein Freund. Die Beziehung zu meiner Mutter jedoch war schon immer etwas belastet und ich weiß nicht einmal genau wieso. Dieses Familienleben war soweit immer ok für mich gewesen.
Vor über 2 Jahren ist mein Vater plötzlich verstorben. Es war ein sehr heftiger Schock gewesen und ich war sehr weit unten. Da fing diese Situation auch langsam an. Meine Mutter wurde aufgrund seines Todes depressiv, nahm Anti-Depressiv, war in einer Psychatrischen Klinik und bei einem Therapeuten. Gerade deswegen konnte ich mich nicht mit ihr austauschen, wie hart der Verlust für mich ist. Unsere Beziehung wurde immer kälter. Zu dem Zeitpunkt hatte ich noch bei ihr gewohnt, aber wir haben uns kaum gesehen od. mit einander geredet. Habe noch einen älteren Bruder, der nicht mehr bei uns wohnt. Er hat sich immer besser mit meiner Mutter verstanden und sie bildeten mehr und mehr ein Team.
Seit dieser Zeit steh ich immer aussen vor. An seinem Todestag bin ich allein an seinem Grab, während sie zusammen hinfahren und nicht mal nachfragen, ob ich mit will. Wichtige Entscheidungen od. Diskussionen werden ohne mich gemacht - bekomm vieles nur nebenbei mit. Meine Mutter hat seit einiger Zeit wieder einen Freund, den ich absolut nicht leiden kann und das weiß meine Mutter. Aber ihr ist es egal. Hatte mich nicht mehr "zu hause" gefühlt, also haben wir unser Haus so umfunktioniert, dass jeder eine eigene Wohnung mit eigenem Eingang hat (war auch ehemals ein Zweifamilienhaus). Meine Mutter ist geldgeil. Bis vor kurzem hatte ich meine Halbwaisenrente an sie abgetreten, weil sie panische Verlust-/ Existenzängste hatte. da ich jetzt meinen eigenen haushalt bestreiten muss, bin ich aber auf dieses Geld angewiesen (bin noch in der Ausbildung). Sie hat schon ein paar mal gesagt, dass sie trotzdem zumindest ein Teil des geldes behalten wollen würde. aber das geht nicht. ich habe auch wieder kontakt zu dem besten freund meines vaters aufgenommen, da ich ihn sehr mag (meine mutter hat aus div. gründen den kontakt abgebrochen). sie hat es von mir erfahren und obwohl sie sich nichts anmerken ließ, weiß ich dass sie das stört. seitdem redet sie nicht mehr mit mir und stellt meinen bruder über alles. sie unternehmen öfters mal was zusammen, treffen sich sonntags zum frühstück etc. habe das gefühl "nicht erwünscht" zu sein. deswegen habe ich kein gefühl mehr von familie. mein bruder hält mehr zu meiner mutter (er ist ein typisches muttersöhnchen). über meinen vater wird nicht mehr gesprochen. wenn mich etwas (besonders über den freund meiner mutter) stört, dann bekomm ich nur zu hören, dass ich mich nicht so anstellen soll. werde nächstes jahr ausziehen, das steht schon fest. für meine mutter und meinen bruder habe ich keine gefühle mehr über. sie hatten mich schon nach dem tod meines vaters vorwürfe gemacht.
trotzdem bin ich sehr traurig darüber, fast schon verzweifelt, denn eigentlich sollte man zusammenhalten, wenn jemand stirbt. meine mutter und mein bruder halten zusammen, sie sind eine familie. was meine stellung hier ist, weiß ich nicht. dieses gefühl erdrückt mich. es tut weh live zu sehen, dass man nicht nur seinen vater verloren hat.

kann mir jemand einen rat geben, wie ich am besten mit der situation umgehen kann?

eure
cassio

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25. Mai 2011 um 14:41

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Heei cassio,
ich habe deinen Bericht gelesen, finde dass sehr schlimm, aber weiss aus eigenen Erfahrungen dass Familien äusserst schwer sind.
ich kann dir leider nicht helfen, habe auch gerade gesehen dass der Bericht schon etwas älter ist, aber es würde mich wirklich seeeehr interessieren wie es jetzt ist bei dir`? wirst du immernoch ausgeschlossen, oder seit ihr wieder eine glükliche Familie.?

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28. Mai 2011 um 6:57

Kein Familie mehr
Ich weiss wovon du redes ich hab meine Mutter mit 6 jahren verlohren und bin bei meinem Vater aufgewagsen .Er kam auch mit dem Tod meiner mutter nichts zurecht von dan an hat er sehr viel getrunken .Da druch hatte ich nicht viel Freunde und ich musste immer stark sein.Aber ich konnte nicht mehr stak sein so bin ich als ich 17 war in eine abhänig keit geruscht ich hab mein ich verlohren und mein selbstbewusst sein war nur noch eine marionette .mit 18 Stirbt mein Vater und ich bekomme meine Ältestes Tochter .nun was ich sagen möchte damit Stehe deiner mutter bei hilf ihr und bring sie von den Anti-Depressiv weg ( hab sie auch überjahre genommen )und versuche mit deinen Geschwister zureden über deine mutter und über dich Den ich weiss wie weh es tut niemanden zuhaben Den du hast nur eine mutter die im herzen dich überalles liebt nur den weg zu dir nicht findet helfe ihr bitte und du bist kein Muttersöhnchen du bist ein liebender sohn .nun zu deinem bruder tede mit ihm und sag das es dir auch nicht so gut geht und das ihr beide euch um die mutter kümmen sollt und euch gemeinsamm ihr helfen soll den es ist so wichtig eine mutter zuhaben wenn mann keine hat weiss mann was einen fehlt .Lg regina

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