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Kann-Kind in die Schule?

19. Februar 2007 um 11:32

Hallo an alle Mütter von Schulkindern,

ich stehe vor einem mittelgrossen Problem, meinen Sohn betreffend. Er wird im Oktober 6 Jahre alt, ist hier in Bayern ein sog. "Kann-Kind". Sprich, alle Kinder, die bis einschliesslich 30.9. sechs Jahre alt werden MÜSSEN in die Schule, die Kinder, die zwischen dem 1.10. und 31.12. geboren sind, KÖNNEN in die Schule.
Für mich war von vornherein klar, dass ich ihn erst 2008 einschule. Auch im Kindergarten wird er als Kann-Kind betrachtet, obwohl ich den Kindergarten gebeten habe, ihn ins Vorschulkind-Programm aufzunehmen. Alles kein Problem.

Er ist nicht blöd, sondern ziemlich clever und "lernt" fleissig Buchstaben und rechnen und will halt alles rund um diese Themen wissen. Er betrachtet sich selbst schon als Schulkind und als neulich ein Schrieb von seiner zukünftigen Grundschule kam, war er Feuer und Flamme. Die schrieben, dass wir ihn einschreiben könnten und ob wir nicht mal zu einem Vorgespräch kommen wollen. Er WILL UNBEDINGT in die Schule!

Problematik: Er ist ein recht unruhiges Kind, ist sehr sportlich und hibbelig, weswegen ich mir Sorgen mache, er könnte nicht so lange stillhalten und -sitzen. Dann ist er natürlich schon noch recht jung, und mit Kindern in der Klasse, die 6 oder mehr Monate älter sind als er, wirds ggf. schwierig.

Pro: Alle seine Kumpels aus dem Kiga gehen in die gleiche Schule. Im Kindergarten werden nur noch ganz ganz kleine Kinder sein, also die Unterforderung hoch 3. Und: Die Ergotherapeutin meinte, er ist ganz eindeutig schulreif.

Hilfe! What shall I do? Ich bin echt schon am Verzweifeln, denn wenn ich ihn zu früh schicke, hängts ihm eventuell ein ganzes Leben nach.

Was habt ihr für Erfahrungen?

Gruss, kiki

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19. Februar 2007 um 11:42

Ich weiß nicht....
deine pro Argumente überwiegen anscheinend... es ist immer schwer, so eine Entscheidung zu treffen. Wenn die Ergotherapeutin doch sagt, er ist schulreif, dann ist es mit seiner Unruhe doch anscheinend nicht so schlimm, oder? Hast du denn mal jemnaden gefragt, ob er nicht vielleicht zu hibbelig ist?
Ich bin eigentlich dafür, dass man kann- Kinder noch ein Jahr im Kiga lässt... aber in deinem Fall würde ich ihn in die Schule schicken, denn wenn alle Freunde auch in die Schule kommen, wird er sicher traurig sein und wenn er im Kindergarten auch nicht mehr so gefördert werden kann, spricht es doch dafür, dass er in die Schule kommt. Wie wärs denn, wenn du nochmal ein Beratungsgespräch in der Schule machst und deine Sorgen mal zu Wort kommen lässt? die können dich bestimmt beraten und dir weiterhelfen. Alles Gute

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20. Februar 2007 um 10:13

Warte noch ein Jahr...
ich lese aus deinem Beitrag heraus, dass du vom Gefühl her noch warten möchtest.
Wer kann dein Kind besser beurteilen als du? Gerade Jungs hinken von der Entwicklung immer ein bisschen hinterher. Ein Mädchen in seiner Situation hätte diese Probleme vermutlich nicht (ich spreche aus Erfahrung, bin selbst ein Kann-Kind).
Ich hatte mit meinem Sohn das gleiche Problem. Er war zwar kein Kann-Kind, er ist im April geboren, aber wir waren trotzdem recht unschlüssig.
Lass dich von niemandem beeinflussen, höre einfach auf deinen Mutter-Instinkt.
Der sagt dir genau das Richtige.

Alles Gute für deinen Knirps,

ente34

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2. März 2007 um 14:12

Hatte auch diese Überlegung
Hallo Kiki,

ich stand letztes Jahr an der gleichen Stelle. Mein Sohnemann ist auch im Oktober 6 geworden. Hat damals auch schon geschrieben und gerechnet und sich mega mäßig auf die Schule gefreut und für alles interessiert was die Schule betraf. Wir waren in der Schule zur Vorstellung, die haben gesagt "Ja er kann in die Schule kommen." Ich war natürlich super glücklich.

Dann kam noch mal ein Gespräch mit den Kindergärtnerinnin. Sie haben mir bestätigt, dass Sohnemann soweit schon Schulreif ist, aber sein soziales Verhalten noch recht zurückhaltend ist. Es ist nicht nur wichtig, dass ein Kind rechnen und schreiben und lesen kann. Es ist noch viel wichtigtiger, dass sich ein Kind auch gegen andere, in dem Fall dann vor allem größere Kinder durchsetzen kann. Dass es auch mal seine Meinung sagt und diese vertritt oder auch durchsetzen kann.

Du siehst es richtig, dein Sohn, wird nicht nur der jüngste der Klasse sein, er wird der jüngste der Schule sein und ist er dafür schon stark genug?

Ich bin diesbezüglich sehr gut von seinen Erzieherinnen beraten worden und heute froh und glücklich, dass ihn noch nicht eingeschult habe! Er hat sich in dem letzten halben Jahr sowas von entwickelt *stolzeMAMAbin*. Er tritt selbst Erwachsenen gegenüber sehr selbstbewußt auf und vertritt hartnäckig seine Meinung (kleiner Klugscheißer geworden *lach*)

Jetzt ist er tatsächlich Schulreif und gehört nun zu den Ältesten seiner Klasse so wie derzeit auch zu den Ältesten in der Kita Wenn das keine gute Ausgangssituation ist, na dann weiß ich auch nicht.

Viel Glück bei der Entscheidungsfindung

LG
Jule

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2. März 2007 um 15:51

Käse.
('tschuldigung für das deutliche Wort)

Liebe Manu670, man merkt, dass du kein unterfordertes Kind hast, und ich wünsche dir auch keins. Sonst wüsstest du um die Tragik einer solchen Situation und auch, dass ein Kind daran kaputt gehen KANN. Lass dir das von mir sagen - ich habe die Erfahrung gemacht.

Was das Kaputtgehen betrifft, so meine ich damit NICHT die Situation der Schreiberin dieses Threads! Also bitte nicht missverstehen. Mir geht nur der Hut hoch bei so viel Pauschalisierung, wie Manu670 sie hier zum Besten gibt. Genau solche Ansichten sind es nämlich, die in der Praxis meine Kinder - naja, hoffentlich nicht gleich zum Wahnsinn treiben, aber in die Nähe desselben.

Gruß, Tiny

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2. März 2007 um 21:47

Ja Manu..
...also an Norbert Blüm und die ganze Geschichte mit der Rente denke ich auch immer, wenn ich meinen Sohn ansehe - aber er hat das Glück, eine Riesenerbschaft anzutreten, wenn Omma und wir mal abnibbeln, da fällt mir ein: da muss ich ihn doch eigentlich gar nicht mehr in die Schule schicken, so what?

An Tini und Jule: Ich war mittlerweile auch bei den Erzieherinnen und habe mit der Leiterin gesprochen und die meinte exakt das Gleiche: Sozialverhalten noch nicht so ausgereift, lieber noch im Kindergarten lassen. Ich tendiere ja auch dahin, obwohl es wirklich NULL Kinder in seinem Alter geben wird, mit denen er dann ab September spielen kann.
Mittlerweile sagt er auch: "Mama, wenn die Claudia (eine Erzieherin, die er nicht leiden kann und die gekündigt hat) dann bald weg ist, will ich doch noch länger im Kindergarten bleiben". Heute wieder: "Ich will nen coolen Dino-Schulranzen für die Schule", woraufhin ich sagte: "Den gibts aber nur im nächsten Jahr" (natürlich gelogen..) und er dann "Ok, dann gehe ich erst nächstes Jahr in die Schule".
Mensch, echt schwierig!

Jule, das mit dem Selbstbewusstsein ist bei meinem Bubi nicht so. Der ist superselbstbewusst und hat null Angst vor anderen Kindern. Im Gegenteil, so manch 10-jähriger, schüchterner Junge macht sich vor dem Meinigen in die Hose! Daran sollte es nicht scheitern, aber wie gesagt, er ist halt schon noch sehr jung und klein.

Na ja, wir sehen weiter. Hätt nix dagegen, wenn ich noch 1 Jahr mehr arbeiten könnte, denn das Tagesheim in besagter Schule hat einen schlechten Ruf. Das kommt dann auch noch. Mei oh mei.

Kirsten

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2. März 2007 um 22:02
In Antwort auf sana_12949330

Ja Manu..
...also an Norbert Blüm und die ganze Geschichte mit der Rente denke ich auch immer, wenn ich meinen Sohn ansehe - aber er hat das Glück, eine Riesenerbschaft anzutreten, wenn Omma und wir mal abnibbeln, da fällt mir ein: da muss ich ihn doch eigentlich gar nicht mehr in die Schule schicken, so what?

An Tini und Jule: Ich war mittlerweile auch bei den Erzieherinnen und habe mit der Leiterin gesprochen und die meinte exakt das Gleiche: Sozialverhalten noch nicht so ausgereift, lieber noch im Kindergarten lassen. Ich tendiere ja auch dahin, obwohl es wirklich NULL Kinder in seinem Alter geben wird, mit denen er dann ab September spielen kann.
Mittlerweile sagt er auch: "Mama, wenn die Claudia (eine Erzieherin, die er nicht leiden kann und die gekündigt hat) dann bald weg ist, will ich doch noch länger im Kindergarten bleiben". Heute wieder: "Ich will nen coolen Dino-Schulranzen für die Schule", woraufhin ich sagte: "Den gibts aber nur im nächsten Jahr" (natürlich gelogen..) und er dann "Ok, dann gehe ich erst nächstes Jahr in die Schule".
Mensch, echt schwierig!

Jule, das mit dem Selbstbewusstsein ist bei meinem Bubi nicht so. Der ist superselbstbewusst und hat null Angst vor anderen Kindern. Im Gegenteil, so manch 10-jähriger, schüchterner Junge macht sich vor dem Meinigen in die Hose! Daran sollte es nicht scheitern, aber wie gesagt, er ist halt schon noch sehr jung und klein.

Na ja, wir sehen weiter. Hätt nix dagegen, wenn ich noch 1 Jahr mehr arbeiten könnte, denn das Tagesheim in besagter Schule hat einen schlechten Ruf. Das kommt dann auch noch. Mei oh mei.

Kirsten

Hallo Kirsten
so gelogen hast du gar nicht mit dem Ranzen... meiner Sohnemann stand letztes Jahr schon immer vor dem Dino-Ranzen *lächel* und dieses Jahr hätten wir auch noch kaufen können, aber Sharky war dann jetzt doch aktueller

Also deswegen mal keine Panik machen *lach*

Also ich weiß, dass ich immer wieder so entscheiden würde. Es sei denn der Zwerg wäre super intelligent. Aber ich glaube, dass sind die wenigsten.

Und wenn er sich freut auf ein Kindergartenjahr ohne Claudia, dann gönne es ihm!

LG Jule

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3. März 2007 um 14:43

Hallo Kiki!
Auf Grund der inneren Unruhe Deines Sohnes und auch des Alters würde ich Dir raten,lass ihm noch ein Jahr Zeit.
Meine Tochter (geb.3.10.) ist auch mit 6 Jahren eingeschult worden und hatte das gleiche Temperament mit genau der gleichen Fitness.Da hatten nach 8 Wochen Schule die Lehrer nichts besseres zu tun,als bis zum Halbjahresende auf ADHS rumzureiten.Erst nachdem wir von fünf verschiedenen Ärzten schriftliche Tests vorlegten,dass sie diese Erkrankung nicht hat,wurde sie von ihren Lehrern so akzeptiert wie sie ist und hatte schlagartig keine Probleme mehr in der Klasse.Trotzdem ist sie weiterhin Außenseiterin (mittlerweile 4. Klasse),weil die Lehrer halt im 1. Schuljahr ganze Arbeit geleistet hatten.Beispiel:
Die Kinder sollten außerplanmäßig den Zeichenblock und einige Bastelmaterialien mitbringen.An den Zeichenblock dachte sie,den Beutel mit den Bastelsachen ließ sie in der Küche stehen.Als sie sich vertrauensvoll an den Lehrer wandte,sagte dieser vor der ganzen Klasse:"Die S. hat ihre Sachen nicht dabei..."
Ein anderes Kind was an diesem Tag den Block vergessen hatte aber die Bastelsachen mit hatte bekam nichts zu hören und wurde auch nicht bloßgestellt,sondern der Lehrer nahm kurzerhand aus dem Block meiner Tochter ein Blatt,gab es dem anderen Kind und gut war.
Meine Tochter sagte Mittags zu mir:"Wäre ich doch nicht die Jüngste in der Klasse,dann würde man mich auch anders behandeln."

Wegen der Problematik der Unterforderung: Die Erzieher sollten doch schon genauso klug sein wie ich und wissen,dass sie und wie sie im Fall des Falles Deinen Sohn pädagogisch sinnvoll beschäftigen und fördern können.

LG Christine1166

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5. März 2007 um 22:46

Hallo Manu...
...es ist doch logisch, dass wir uns alle NICHT mit unseren Kindern beschäftigen. Wir klatschen sie morgens in den Kindergarten oder die Schule; am Nachmittag, nach der Abholung vom Hort, kriegen die Kids Nudeln mit Ketchup und Toast und dürfen noch bis 8 Uhr SuperRTL kucken.
Sag mal, was für nen Scheiss laberst Du denn da?
1. Was die US-amerikanischen Eltern ach so alles tun, geht mir herzlich am Allerwertesten vorbei.
2. Du scheinst nix anderes zu kennen, als Deine Kinder, die offensichtlich nicht unterfordert sind. Ja, ist das jetzt mein Problem?
3. Kinder gehören zu Kindern; ich bin vollkommen Deiner Meinung wenn es darum geht, die Eltern viel mehr zu integrieren, aber dass die Eltern ihre Kinder zuhause unterrichten ist ja wohl reichlich daneben.

In diesem Sinne

kiki

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