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Ist meine "Schwägerin" eifersüchtig auf mich und wie sollte ich mich verhalten?

17. Juni 2014 um 21:46

Schön, dieses Forum gefunden zu haben und herzliche Grüße an Euch!

Ich habe ein Problem und möchte gern um Eure Meinung bitten. Kurz vorab:
Meine Beziehung führe ich mit meinem Freund bereits 8 Jahre. Wir haben jeweils ein Kind, beide sind in der Pubertät. Wir wohnen noch nicht zusammen, leben in getrennten Wohnungen. Das Ziel ist jedoch, sehr bald ein gemeinsames Zuhause für alle zu schaffen. Wir haben beide eine recht rasante und manchmal auch emotional sehr anspruchsvolle Entwicklung unserer Liebe hinter uns und hoffen an und für sich auf eine gemeinsame tolle Zukunft Acht Jahre musste ich auf seine Scheidung "warten" (ich war nicht der Grund für die Trennung. Ich kam hinzu, als beide bereits beschlossen hatten, getrennte Wege zu gehen ), zweimal hat einerseits meine Ungeduld und Eifersucht fast die Beziehung gekostet, andererseits seine Unentschlossenheit und Ängste, sich wieder fest zu binden. Da wir uns von Herzen lieben, konnten wir das aushalten, konnten uns dazu austauschen und einen Weg zueinander immer wieder finden.

Bis heute nehme ich prinzipiell an, dass es normal ist, wenn man sich ab und an reibt, da nun jeder auch sein ganz persönliches Päckchen mit in eine Beziehung nimmt. Wir haben beide diese Päckchen. Generell führen wir eine sehr belebte, abwechslungsreiche Beziehung zueinander, sind sehr oft unter Menschen, lieben beide Livemusik und die Kommunikation mit Menschen, genießen viel Romantik und haben oft sogar das Gefühl, wir hätten uns gerade erst verliebt. Das kurz zu uns.
"unsere" Problematik kommt eher von seiner Schwseter und birgt große Gefahr, dass wir uns voneinander entfernen. Seine Familie führt schon vier Jahrzehnte ein Familienunternehmen. Sein Vater verstarb vor zwei Jahren und so stieg seine Schwester mit ins Unternehmen ein, um die betriebswirtschaftliche Seite zu erfüllen, da mein Freund eher die fachliche Seite leitet. Beide funktionieren hervorragend und ich unterstütze seine Selbständigkeit.
Mein privates Verhältnis zu seiner Schwester war meinerseits anfänglich nie getrübt, ich teilte oft auch ihre Einstellung und Meinungen. Und dennoch war sie gefühlt nie wirklich 'bei mir' und ich habe seit langem den Eindruck, dass sie hinter meinem Rücken gegen mich intrigiert und für schlechte Stimmung sorgt. Ich habe das Gefühl, mein Freund hat das Gefühl, oft zwischen den Stühlen zu sitzen. Zum einen liebt er seine Schwester und möchte auch mütterlicherseits für Ruhe und Sicherheit sorgen, andererseits wird er ab und an in die Verteidigungsposition gedrängt werden, wenn es um mich oder "unsere privaten Belange" geht.

Kritische Situation: Was ich verstanden hatte war, dass sowohl seine Mutter, als auch seine Schwester in der langen Leidensphase des Vaters gemeinsam mit allen Familienmitgliedern Weihnachten feiern wollten und ging diesen Kompromiss ein paar Jahre ein, obwohl ich mir irgendwann auch sehr wünschte, gern allein - mit meinem Freund und den beiden Kindern - den Heiligen Abend zu verbringen. Mann kann sich ja auch am 1.+ 2. Weihnachtstag zusammenfinden. Als der Vater dann starb, brachte ich meinen Wunsch an und erntete sehr viel Zorn von ihrer Seite. Sie dachte, dass es ja immer so gewesen wäre und deutete an, dass ich vllt . einen Keil zwischen die Familien treiben wolle. Auch seine Mutter äußerte mir gegenüber mal diesen Gedanken und, dass doch alle zusammenhalten müssten, wenn es mit der Firma weitergehen soll.
Ich habe schon damals diese Gedankengänge nicht ganz nachvollziehen können und das gab ich auch so zu verstehen. Das eine hatte mit dem anderen für mich gar nichts zu tun. Ich wollte nur mal ganz klein feiern, weil das meine Tradition war und ich solange drauf verzichtet hatte. In meinen Augen war das ein bescheidener Wunsch, für die Schwester meines Freundes fast der Weltuntergang. Ich bin 46 und eine selbständige junge Frau, die auch mal gern ohne den gesamten Tross feiern möchte, ab und an die kleine eigene Familienzelle und Privatsphäre schätzt. Mein. Freund ebnete den Weg, leider begleitet von viel Zoff und Unverständnis, dass er sich anfänglich gar nicht entspannen konnte. Sie hat mit mir dann am 2. Weihnachtstag nicht mal ein Wort gewechselt und ihre Augen sprühten vor Hass.

Irgendwann - nach Wochen - schien das geklärt zu sein und wir besuchten uns wieder. In der vergangenen Woche äußerte ich nunmehr mehr meinem Freund gegenüber den Wunsch, mich nach einem halben Jahr eigener Berufspause allmählich wieder an eine Bürosituation, die regelmäßigen Arbeitszeiten sowie an ein "soziales Umfeld" gewöhnen zu wollen, bevor ich meine Arbeit (in meinem Unternehmen) wieder aufnehmen würde. Ich fragte, ob er mir einen Schreibtisch zur Verfügung stellen könnte, ich würde da meine ureigene Arbeit machen und niemanden stören. Er fand diese Idee ok und meinte, sich mit seiner Schwester abstimmen zu wollen. Noch am Freitag sprach ich nochmals mit ihm darüber und alles schien in Ordnung zu gehen. Auch seine Schwester hätte nichts dagegen, sagte er mir. Erst am Montag rief er mich emotional äußerst unausgewogen am Morgen aus dem Büro an, dass das doch nicht klappen würde, seine Schwester damit nicht einverstanden wäre und überhaupt zuviel Kuddelmuddel in der Firma sei. Außerdem hätte er sich am Freitag von mir dazu hinreißen lassen, den Vorschlag anzunehmen. Ich hätte ihn da völlig falsch verstanden.

Ich war ziemlich verwirrt, könnt Ihr Euch vorstellen, und fragte recht enttäuscht aber freundlich noch einmal nach, was es da falsch zu verstehen gegeben hätte. Er hatte am Freitag zugestimmt, nachdem er mit seiner Schwester gesprochen hätte. Er hätte auch direkt am Freitag absagen können. Dabei blieb es bis heute und auch wenn wir uns gestern Abend sahen, verlor er kein sterbens Wörtchen darüber, aus welchem Grund sich plötzlich die Situation für ihn geändert hatte.

Ich sprach ihn also heute darauf an.
Es schien mir, als ob er mich für dumm verkaufen wolle und meinte, er fand die Idee von Anfang an nicht ok und seine Schwester erst recht nicht. Und überhaupt, müssten sie die Buchhaltung vorbereiten und da wären ihnen "Gäste" gar nicht recht... Auch wenn ich mit dem letzten Argument leben konnte, hatte ich das Gefühl, er müsste etwas verteidigen und war derart aufgewühlt, dass wir uns irgendwann nur noch stritten, er legte auf. Ich sagte ihm, dass sich seine Schwester ganz schön aufführen würde und recht streng die Zügel in der Hand hält und erfuhr auch, dass sie ziemlich heftig darüber am Montag debattiert hatten und mich daraufhin völlig aufgelöst angerufen hatte.

Hat sich denn jemand bereits in einer solchen Situation befunden und wie sollte man sich hier denn verhalten, wenn man einerseits zwar gehalten ist, pro Familie Geschäfte an Land zu ziehen und beide zu unterstützen, sich aber bloß nicht in der Firma blicken lassen solle. Was geht denn hier ab?

Randnotiz: Ich weiß, dass sie früher ziemlich unter dem Patriarchen Papa gelitten hatte und spürte, dass sie wohl die gleiche Aufmerksamkeit gehabt hätte, wie sie mir seitens des Vaters sehr schnell zuteil wurde. Er hat mich gedrückt und ich fühlte mich immer willkommen, dass sogar mein Freund eines Tages einmal eifersüchtig reagierte. Das war mir so unangenehm, dass ich mich fortan etwas zurückhielt mit der Kommunikation.
Eines möchte ich in keinem Falle: Ich möchte nicht, dass mein Freund sich ständig in einem Gefühl des "zwischen den Stühlen sitzen" befindet, ich unterstütze das Unternehmen ja. Jedoch habe ich das Gefühl, dass er sich durch eine solche Situation veranlasst fühlt, es zu sein und dann kollabiert. Er war emotional so neben der Spur und wurde sehr laut, dass er schon Untergangsstimmung andeutete.
Befand sich vielleicht schon jemand in einer solchen Situation? Oder kann jemand erklären, was hier psychologisch passiert, dass ich das mal einordnen kann.
Bislang hatte ich noch keine Gelegenheit darüber mit ihm zu sprechen, er pausiert dann meistens. Wie sollte ich mich auf so eine Konstellation generell einstellen, damit ich ihr den Wind aus den Segeln nehme. Ich fühle mich irgendwie veralbert. Ich bin sehr interessiert an Eurer Meinung. Besten. Dank, dass Ihr bis hierher gelesen habt

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17. Juni 2014 um 23:18

Ergänzung
Inzwischen haben wir telefoniert. Er erklärte, dass er seine Schwester am Freitag falsch verstanden hätte. Seiner Meinung nach waren lediglich ihrerseits Bedenken angemeldet worden, dass es wahrscheinlich für mich keine ruhige Situation in der Firma geben würde, weil die Mitarbeiter oft Fragen an meine Bürokollegin hätten. Ich könnte mich somit gestört fühlen.

Am Montag wurde sie, überrascht von der (an und für sich mit ihm besprochenen Absicht), allerdings sehr konkret, dass ihr das ganz klar zu weit gehen würde und sie mich mit "meiner Energie" nicht in der Firma haben wolle. Daraufhin gab es zwischen ihnen heftigen Streit und er konnte mir nur auf diese Art absagen und entschuldigte sich für das Missverständnis. Dann aber kam doch der Hammer:

Was ich merkwürdig finde ist, dass er mir unterstellte, ich hätte es anders nicht verstanden... Bereits am Freitag hätte er ablehnen wollen, kam jedoch nicht dazu, da er sich verbal über den Mund gefahren fühlte. Er konnte sich zwar an eine sehr entspannte Situation erinnern, meinte jedoch, er hätte da bereits ablehnend mit den Augen gerollt. Er würde sich oft nicht "trauen", seine Meinung klar zu äußern, weil er annimmt, ich würde ausrasten..., fügte er hinzu... und ich hätte es da nicht wahrgenommen. Jetzt war ich noch erstaunter und fragte mich Tausend Fragen.... Stimmt, ich habe in dieser Richtung nichts, aber auch gar nichts gespürt, konnte mich nicht mal an irgendeinen kurzen Augenblick erinnern. Nur, dass wir die Argumente ruhig austauschten, w i e es möglich wäre. Worauf er da immer noch wohlwollend reagierte, "ok., das bespreche ich mal mit meiner Schwester."

Und jetzt?
Ich wollte nun gern "das Signal" erfahren, wann er sich denn in diesem Zustand befand, damit wir das beim nächsten Mal besser machen und ich ihn dann vllt. verstehen könnte. Auch wenn er sich an alles vorab erinnert hatte, diesen Moment schien er vergessen zu haben. Er konnte mir dazu nichts sagen. Und machte plötzlich ein grundsätzliches Problem daraus. Dass nicht nur er, sondern auch seine Schwester oder seine Mutter öfter bei mir ein Problem sehen würden und, dass ich generell dem einen oder anderen über den Mund fahren würde.... Und sowieso hätte er gern mal (und da wurde er wieder furchtbar laut) generell eine Phase, wo alles mal etwas friedlicher wäre, niemand diskutiert und wir nicht ewig über etwas debattieren oder uns streiten müssten.... Das wäre ja das Hauptproblem, aber das würde mich ja überhaupt nicht interessieren. Wenigsten haben wir uns einigermaßen ruhig einen "schönen Abend" gewünscht.

Puh.... Jetzt bin ich ehrlich gesagt sprachlos. Ich würd' jetzt so gern mal eine Zigarette rauchen, habe aber am Mittwoch damit aufgehört und bleibe auch dabei

Und ich stelle die Frage: Wieso kann er nicht normal mit mir darüber reden? Was macht ihm denn diesen Druck?
Bin grad ratlos.



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18. Juni 2014 um 12:43

Weil niemand normal darüber reden kann...
Wenn man zwischen zwei Stühlen sitzt - Familie auf der einen - Partnerin auf der anderen Seite, ist es schier unmöglich es allen gleichzeitig recht zu machen, wenn die Situation derart angespannt ist, wie sie sich bei Dir gerade zeigt.
Die guten Nachrichten:
1) Du hast keine Halluzinationen und siehst die Dinge sehr analytisch und genauso wie sie sind, auch im Hinblick darauf, dass er versucht, sich herauszureden. Ebenso hast Du scharfsinning schon allein herausgefunden, dass Du von der Gegenseite gehasst wirst.
2) Du kannst die Situation verbessern.

Die schlechten Nachrichten:
1) Bisher hast Du so ziemlich alles verkehrt gemacht - im Hinblick auf den Umgang mit Deinem Partner und Schwiegersippe.
2) Du kannst nicht gewinnen, bedeutet, Du kannst niemals erreichen, dass sie Dich wieder liebhaben!
Wenn Du diese Nachrichten erstmal verdaut hast, kannst Du ans Reparieren gehen und zwar wie folgt. (Hinweise basieren auf eigener jahrelanger, leidgeprüfter Erfahrung!):

Wichtigste Regel:
Mit Deinem Partner möglichst wenig über die Schwiegersippe reden und schon gar nicht streiten, denn Du wirst jeden Streit verlieren. Wenn sich das Thema nicht vermeiden lässt, dann sag Sätze wie:
"Ich kann Dich verstehen...". "Ich sehe ein, dass..." "Ich werde mal in mich gehen und sehen, dass ich etwas verbessern kann..." - dabei alle Kritikpunkte schön links rein, rechts raus... Auch wenn Dir der Sinn nach was anderem steht, z.B. Streit, lass Dich nie darauf ein und ersticke jede Kritik gleich im Keim. Er wird sich nämlich NIEMALS gegen seine Familie stellen.

Zweitwichtigste Regel:
Respektiere die Höhle des Löwen, also unbedingt das Revier der anderen achten!!! Du bist in der Firma Deines Mannes nicht willkommen - soviel sollte klar sein, also hast Du Dich verdammt nochmal aus dem lokalen Nahbereich der Firma rauszuhalten, sprich kein Platz im Büro für Dich!! Und das völlig zu recht, denn wen will man gerne den ganzen Tag um sich haben? Nur diejenigen, die man mag, aber nicht diejenigen, über die man am liebsten den ganzen Tag gehässig herziehen möchte. Du wirst als Eindringling gesehen, also hast Du dort auch nichts verloren. Dann mach aber auch bitte nicht deren Drecksarbeit!! Also orientiere Dich beruflich neu und unterstütze niemals wieder die Firma Deines Mannes.

Klare Abgrenzungen und Regeln sind hier gefragt. Z.B. Thema Weihnachten: Bestehe weiterhin, auch notfalls unter Protest darauf, dass der Heiligabend Dir und den zwei Kindern gehören. Lass aber Deinen Mann auf jeden Fall am ersten/ zweiten Weihnachtsfeiertag weg zu seiner family. Mein Mann und seine Familie kommen gut mit der Regelung klar und sie ist auch gerecht. Ansonsten versuche Dich möglichst aus allen Aktivitäten Deiner Schwiegerleute rauszuhalten: keine gemeinsamen Kaffeekränzchen oder sonstige Familienveranstaltungen mehr. Wenn Dein Partner interveniert, dann sag ihm, dass Du seine Gefühle gut verstehst, aber Du Dich zu weiteren Kontakten aufgrund der angespannten Lage nicht imstande sind. Begründe es doch, wenn Du willst mit psychosomatischen Störungen: Magenschmerzen, Schlaflosigkeit, Depression... irgendwas wird Dir schon einfallen. Lass Dich aber auf keinen Streit ein und betone immer wieder wie leid Dir das tut, dass Dein Freund allein fahren muss usw. und wie gut Du ihn verstehst ... blablabla... bleib aber auf Deiner Linie.

Dann wird alles gut. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann....

Viel Glück!


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23. Juni 2014 um 12:20
In Antwort auf maximo_12745118

Weil niemand normal darüber reden kann...
Wenn man zwischen zwei Stühlen sitzt - Familie auf der einen - Partnerin auf der anderen Seite, ist es schier unmöglich es allen gleichzeitig recht zu machen, wenn die Situation derart angespannt ist, wie sie sich bei Dir gerade zeigt.
Die guten Nachrichten:
1) Du hast keine Halluzinationen und siehst die Dinge sehr analytisch und genauso wie sie sind, auch im Hinblick darauf, dass er versucht, sich herauszureden. Ebenso hast Du scharfsinning schon allein herausgefunden, dass Du von der Gegenseite gehasst wirst.
2) Du kannst die Situation verbessern.

Die schlechten Nachrichten:
1) Bisher hast Du so ziemlich alles verkehrt gemacht - im Hinblick auf den Umgang mit Deinem Partner und Schwiegersippe.
2) Du kannst nicht gewinnen, bedeutet, Du kannst niemals erreichen, dass sie Dich wieder liebhaben!
Wenn Du diese Nachrichten erstmal verdaut hast, kannst Du ans Reparieren gehen und zwar wie folgt. (Hinweise basieren auf eigener jahrelanger, leidgeprüfter Erfahrung!):

Wichtigste Regel:
Mit Deinem Partner möglichst wenig über die Schwiegersippe reden und schon gar nicht streiten, denn Du wirst jeden Streit verlieren. Wenn sich das Thema nicht vermeiden lässt, dann sag Sätze wie:
"Ich kann Dich verstehen...". "Ich sehe ein, dass..." "Ich werde mal in mich gehen und sehen, dass ich etwas verbessern kann..." - dabei alle Kritikpunkte schön links rein, rechts raus... Auch wenn Dir der Sinn nach was anderem steht, z.B. Streit, lass Dich nie darauf ein und ersticke jede Kritik gleich im Keim. Er wird sich nämlich NIEMALS gegen seine Familie stellen.

Zweitwichtigste Regel:
Respektiere die Höhle des Löwen, also unbedingt das Revier der anderen achten!!! Du bist in der Firma Deines Mannes nicht willkommen - soviel sollte klar sein, also hast Du Dich verdammt nochmal aus dem lokalen Nahbereich der Firma rauszuhalten, sprich kein Platz im Büro für Dich!! Und das völlig zu recht, denn wen will man gerne den ganzen Tag um sich haben? Nur diejenigen, die man mag, aber nicht diejenigen, über die man am liebsten den ganzen Tag gehässig herziehen möchte. Du wirst als Eindringling gesehen, also hast Du dort auch nichts verloren. Dann mach aber auch bitte nicht deren Drecksarbeit!! Also orientiere Dich beruflich neu und unterstütze niemals wieder die Firma Deines Mannes.

Klare Abgrenzungen und Regeln sind hier gefragt. Z.B. Thema Weihnachten: Bestehe weiterhin, auch notfalls unter Protest darauf, dass der Heiligabend Dir und den zwei Kindern gehören. Lass aber Deinen Mann auf jeden Fall am ersten/ zweiten Weihnachtsfeiertag weg zu seiner family. Mein Mann und seine Familie kommen gut mit der Regelung klar und sie ist auch gerecht. Ansonsten versuche Dich möglichst aus allen Aktivitäten Deiner Schwiegerleute rauszuhalten: keine gemeinsamen Kaffeekränzchen oder sonstige Familienveranstaltungen mehr. Wenn Dein Partner interveniert, dann sag ihm, dass Du seine Gefühle gut verstehst, aber Du Dich zu weiteren Kontakten aufgrund der angespannten Lage nicht imstande sind. Begründe es doch, wenn Du willst mit psychosomatischen Störungen: Magenschmerzen, Schlaflosigkeit, Depression... irgendwas wird Dir schon einfallen. Lass Dich aber auf keinen Streit ein und betone immer wieder wie leid Dir das tut, dass Dein Freund allein fahren muss usw. und wie gut Du ihn verstehst ... blablabla... bleib aber auf Deiner Linie.

Dann wird alles gut. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann....

Viel Glück!


Abstand halten
Liebe(r) "KleinergrünerKaktus", recht herzlichen Dank für diese detaillierte Anleitung zur Konfliktlösung Ich habe es genau studiert und werde das einfach so halten. Es ist zwar traurig, dass es kaum eine andere Lösung zu geben scheint, doch mehrere Versuche sind gescheitert. Daher sollte ich tatsächlich auch die Möglichkeiten schätzen lernen, etwas freier damit umzugehen und mir diese Ablehnung nicht mehr zu Herzen nehmen. Es liegt nicht an mir. Manches ist halt eben, wie es ist Zu meinem Geburtstag habe ich sie nun auch nicht eingeladen, denn da möchte ich mich ungeniert und liebevoll mit meinen Freunden bewegen können. Ich danke Dir für Deine Offenheit und wünsche auch Dir alles Liebe!!! Dieses Forum ist eine schöne Möglichkeit des Austausches. Für eine erste Stärkung wunderbehaftet ) Vielleicht kann auch ich bald berichten, wie es sich entwickelt und damit lebt... Beste Grüße vom Menschenkind2014

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26. Juni 2014 um 12:49
In Antwort auf nat_12727245

Abstand halten
Liebe(r) "KleinergrünerKaktus", recht herzlichen Dank für diese detaillierte Anleitung zur Konfliktlösung Ich habe es genau studiert und werde das einfach so halten. Es ist zwar traurig, dass es kaum eine andere Lösung zu geben scheint, doch mehrere Versuche sind gescheitert. Daher sollte ich tatsächlich auch die Möglichkeiten schätzen lernen, etwas freier damit umzugehen und mir diese Ablehnung nicht mehr zu Herzen nehmen. Es liegt nicht an mir. Manches ist halt eben, wie es ist Zu meinem Geburtstag habe ich sie nun auch nicht eingeladen, denn da möchte ich mich ungeniert und liebevoll mit meinen Freunden bewegen können. Ich danke Dir für Deine Offenheit und wünsche auch Dir alles Liebe!!! Dieses Forum ist eine schöne Möglichkeit des Austausches. Für eine erste Stärkung wunderbehaftet ) Vielleicht kann auch ich bald berichten, wie es sich entwickelt und damit lebt... Beste Grüße vom Menschenkind2014

Ja,
Lass mal wieder was von Dir hören, wenn sich die Wogen geglättet haben. Dein Rückzug wird Dich wieder ins Gespräch bringen und zur Zielscheibe von diversen Ungehörigkeiten werden lassen. Lass Dich davon nicht beeindrucken und nimms nicht persönlich. Viele Menschen brauchen einen Feind, das verleiht ihrem schnöden Leben einen Sinn. Wenn Du mal wieder Rat in dieser Sache brauchst, dann frag mich. In vielen Dingen kenne ich mich nicht aus, aber im puncto Beziehungen zur schwierigen Schwiegerclique bin ich Expertin! Ich hab die Leier schon sooft durch, dass es für 3 Leben reicht.

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