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Ist es richtig, unsere Kleine zu bestrafen ?

15. Oktober 2013 um 0:17

Hallo, hab ja neulich schon mal geschrieben dass unsere 4-Jährige häufiger mal ausrastet. Uns wird öfter gesagt wir seien vllt zu nett und nicht streng genug zu ihr, daher käme ihr Verhalten. Wir müssten ihr zeigen wer der "Chef" in der Familie ist, nämlich wir Eltern. Notfalls mit Strafen.

Wir waren immer gegen Strafen. Wir haben gehofft dass unsere Tochter durch Ermahnungen, Erklärungen und ein gutes, konsequentes Vorbild lernt. Wichtig war uns dabei die "Gleichwürdigkeit" wie bei Jesper Juul beschrieben, dass wir zwar die Bestimmer sind, aber auch ihre Meinung zählt und sie mit ihren Launen respektiert wird. Konsequenzen gab es bei uns nur im natürlichen, ursprünglichen Sinne des Wortes, nicht im Sinne von Strafe (Bsp: Kind verschüttet was, Kind muss aufwischen. NICHT: Kind verschüttet was, Kind kriegt keinen Nachtisch.)

Jetzt haben wir aber gedacht, vielleicht trügt unsere "Intuition", da soviele Leute sich für ein härteres Durchgreifen in unserer Familie aussprechen. Seitdem gibt es bei Fehlverhalten (Weglaufen im Straßenverkehr/ absichtliches Zerstören/ Schlagen/ Trotzgeschrei/ Lügen) Strafen wie Fernsehverbot, kein Nachtisch, keine Gute-Nacht-Geschichte, Spielzeugbeschlagnahmung).

Es gibt dadurch deutlich weniger Ausraster, aber ich habe das Gefühl unfair zu handeln, unsere Tochter zu "dressieren". Sie nimmt uns als Gegner wahr und glaubt jetzt uns auch strafen zu dürfen und uns zu drohen wenn wir uns aus ihrer Sicht falsch verhalten. Ich habe ein schlechtes Gewissen weil ich ihr offenbar vermittelt habe, das Strafen ein legitimes Mittel sind um Menschen gefügig zu machen. Das widerstrebt mir aber sehr und macht mich traurig.

Ich wollte meiner Tochter Werte wie Gleichberechtigung und Konfliktlösung im Gespräch auf Augenhöhe beibringen und bin gescheitert(?). War ich naiv? Sind wir jetzt auf dem richtigen Weg?

Würde gerne ein paar Meinungen dazu hören...

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15. Oktober 2013 um 9:32

...
Du warst doch auf einen guten Weg. warum willst du diesen ändern?

Klar, funktionieren Strafen... aber nur kurzfristig. Irgendwann wird sie "ausbrechen" es wird sich steigen, sie wird dagegen ankämpfen und du musst dein Strafmaß immer mehr erhöhen.

Den ersten Weg, den du gehen wolltest. Ist natürlich schwieriger. Er erfordert mehr Geduld, empathie, Ursachenerkennung etc.

Du hattest ihr erlaubt ihre Gefühle zu äußern (trotzanfall) was ist da falsch daran? Kinder in dem Alter zeigen ihre Gefühle noch ungefiltert... So was muss man manchmal einfach nur aushalten.

Höre auf dein Bauchgefühl und begegne deinem Kind wieder mit Respekt,

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15. Oktober 2013 um 10:26
In Antwort auf tian_12481186

...
Du warst doch auf einen guten Weg. warum willst du diesen ändern?

Klar, funktionieren Strafen... aber nur kurzfristig. Irgendwann wird sie "ausbrechen" es wird sich steigen, sie wird dagegen ankämpfen und du musst dein Strafmaß immer mehr erhöhen.

Den ersten Weg, den du gehen wolltest. Ist natürlich schwieriger. Er erfordert mehr Geduld, empathie, Ursachenerkennung etc.

Du hattest ihr erlaubt ihre Gefühle zu äußern (trotzanfall) was ist da falsch daran? Kinder in dem Alter zeigen ihre Gefühle noch ungefiltert... So was muss man manchmal einfach nur aushalten.

Höre auf dein Bauchgefühl und begegne deinem Kind wieder mit Respekt,

Ich respektiere ja ihre Gefühle
sie darf traurig, wütend, verzweifelt sein und das auch äußern. Das war nie das Problem, ich wollte nie ein Kind dass still seinen Kummer in sich rein frisst.

Das Problem war nur, dass sie in ihrem Zorn zu weit gegangen ist, uns und sich geschadet hat. Sie hat in blinder Wut versucht alles zu zerstören und zu verletzen, hat über 20 Minuten hinweg nachts so laut geschrien (weil sie nix Süßes bekam) wie man es sich nicht vorstellen kann. So laut dass es sicher jeden im Haus den Schlaf raubt. Sie hat versucht wegzulaufen, wir wohnen an einer stark befahrenen Straße. Wenn ich mit schweren Einkauftüten und der kleinen Schwester unterwegs war hat sie sich manchmal auf den Boden geworfen und über eine halbe Stunde sich geweigert aufzustehen. Sie war zu schwer zum tragen (plus Einkäufe), die Windel der Kleinen war voll und die Tiefkühlsachen tauten auf. In solchen Situationen waren wir dann hilflos.

Alle sagen uns: Kinder brauchen Grenzen. Aber was wenn diese Grenzen einfach missachtet werden?

Es können ja auch nicht alle falsch liegen die uns fehlende Strenge vorwerfen.

Wie sieht denn respektvolle Strenge aus? Bisher waren das bei uns deutliche Worte mit denen wir Erwartungen, Regeln, Enttäuschung, Anerkennung und Gefühle ausgedrückt haben. Mehr nicht. Offenbar war das zu wenig.

Aber was tun? Diese Ausraster waren nicht nur für uns schlimm, auch für unsere Tochter. Es ist nicht so dass wir es nur UNS Eltern leicht machen möchten, auf keinen Fall...

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15. Oktober 2013 um 10:49

...
eh ich jetzt viel schreibe, kopiere ich dir einen text aus wiki, den ich sehr aufschlußreich fand.
( http://de.wikipedia.org/wiki/Strafe#Erziehungswissenschaft )



Strafe führt in der Regel nicht die erwünschten Verhaltensweisen herbei.

Die Auswirkungen des Strafens können nicht im Detail kontrolliert werden.
Da faktisch nur unregelmäßig gestraft werden kann, wird nur ein Teil des unerwünschten Verhaltens abgebaut.
Der Erfolg ist nur kurzfristig, da der Erziehende nicht durchgängig anwesend sein kann.
Strafen verändert sich im Bewusstsein des Kindes.
Häufiges Strafen wird beim stark vernachlässigten Kind eine Form des Verstärkens.
Strafende Eltern haben Probleme, beim Kind noch positive Erlebnisse zu erzielen, selbst wenn sie es wünschen.

Strafe führt häufig zu unerwünschten Verhaltensweisen.

Nicht nur das gestrafte Verhalten wird verändert, sondern auch das, das ähnlich ist. Zum Beispiel kann bestrafte Aggression zur Reduzierung von Aktivität des Kindes führen.
Gestraftwerden vermindert die Flexibilität des Kindes in sozialen Situationen.
Strafen produziert Ausweichverhalten.
Das Kind wird durch Strafen unfähig gemacht, auf positive Zuwendung einzugehen.

Bestrafung führt zu unerwünschtem Verhalten beim Erziehenden.

Der Erziehende steigert sich ins Strafen, sodass er schwer noch anders kann.
Je häufiger bestraft wird, umso weniger ist eine Belohnungsfähigkeit möglich.
Strafe verschlechtert die Beziehung zwischen Erziehendem und Kind, womit Lerneffekte erschwert oder unerwünscht verändert werden.



Kritik der Strafe

Für das vernachlässigte Kind ist Strafe gar eine Zuwendung, die das monierte Verhalten verstärkt. So verkehrt sich die Intention der Strafe ins Gegenteil.
Strafe wirkt vor allem, wenn der Strafende in der Nähe ist. Ist er nicht anwesend, wird die Strafe vom Kind oder Jugendlichen nicht ernst genommen.
Strafe ist tendenziell menschenfeindlich verbunden mit einem grundsätzlich inhumanen Menschenbild. Exzessives Strafen behindert zudem eine angemessene Entwicklung des Kindes und ist entwicklungspsychologisch/pädagogisch kontraproduktiv.

Letzterer Sachverhalt führt zu der Überlegung, ob Strafen in der Erziehung nicht grundsätzlich abzulehnen seien.

liebe grüße


p.s. mein tipp: lies mal die "Kloeters Briefe"
http://www.kloetersbriefe.de/

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15. Oktober 2013 um 11:05
In Antwort auf elisabennet

...
eh ich jetzt viel schreibe, kopiere ich dir einen text aus wiki, den ich sehr aufschlußreich fand.
( http://de.wikipedia.org/wiki/Strafe#Erziehungswissenschaft )



Strafe führt in der Regel nicht die erwünschten Verhaltensweisen herbei.

Die Auswirkungen des Strafens können nicht im Detail kontrolliert werden.
Da faktisch nur unregelmäßig gestraft werden kann, wird nur ein Teil des unerwünschten Verhaltens abgebaut.
Der Erfolg ist nur kurzfristig, da der Erziehende nicht durchgängig anwesend sein kann.
Strafen verändert sich im Bewusstsein des Kindes.
Häufiges Strafen wird beim stark vernachlässigten Kind eine Form des Verstärkens.
Strafende Eltern haben Probleme, beim Kind noch positive Erlebnisse zu erzielen, selbst wenn sie es wünschen.

Strafe führt häufig zu unerwünschten Verhaltensweisen.

Nicht nur das gestrafte Verhalten wird verändert, sondern auch das, das ähnlich ist. Zum Beispiel kann bestrafte Aggression zur Reduzierung von Aktivität des Kindes führen.
Gestraftwerden vermindert die Flexibilität des Kindes in sozialen Situationen.
Strafen produziert Ausweichverhalten.
Das Kind wird durch Strafen unfähig gemacht, auf positive Zuwendung einzugehen.

Bestrafung führt zu unerwünschtem Verhalten beim Erziehenden.

Der Erziehende steigert sich ins Strafen, sodass er schwer noch anders kann.
Je häufiger bestraft wird, umso weniger ist eine Belohnungsfähigkeit möglich.
Strafe verschlechtert die Beziehung zwischen Erziehendem und Kind, womit Lerneffekte erschwert oder unerwünscht verändert werden.



Kritik der Strafe

Für das vernachlässigte Kind ist Strafe gar eine Zuwendung, die das monierte Verhalten verstärkt. So verkehrt sich die Intention der Strafe ins Gegenteil.
Strafe wirkt vor allem, wenn der Strafende in der Nähe ist. Ist er nicht anwesend, wird die Strafe vom Kind oder Jugendlichen nicht ernst genommen.
Strafe ist tendenziell menschenfeindlich verbunden mit einem grundsätzlich inhumanen Menschenbild. Exzessives Strafen behindert zudem eine angemessene Entwicklung des Kindes und ist entwicklungspsychologisch/pädagogisch kontraproduktiv.

Letzterer Sachverhalt führt zu der Überlegung, ob Strafen in der Erziehung nicht grundsätzlich abzulehnen seien.

liebe grüße


p.s. mein tipp: lies mal die "Kloeters Briefe"
http://www.kloetersbriefe.de/

So sehe ich das auch, danke
nur was bringen mir meine Werte und Wunschvorstellungen wenn ich keine Kontrolle über mein Kind habe, es nicht zur Ruhe und zur Vernunft bringen kann? Aus ihrer blinden Wut holt sie nichts raus außer der Angst, etwas nicht zu bekommen was sie haben will Wenn sie auf uns bös ist will sie uns um jeden Preis schaden und uns wütend machen, sie will dann kein Verständnis und keine Versöhnung. Der Erzieher im Kindergarten sagte uns: "Kinder interessieren sich nur für ihre Wünsche, nur so kann man sie erreichen" Also nach dem Motto: "Ich respektiere nur deine Wünsche wenn du meine respektierst." Andersrum, also Einsicht aus Dankbarkeit, hat leider nicht geklappt.

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15. Oktober 2013 um 11:16

Strafe?
Also von Strafe, im Sinne von "du machst was kaputt, dafür bleibt der Fernseher aus" halte ich gar nichts. Da besteht für mich überhaupt keine verbindung zwischen der "Tat" und der verhengten Strafe.

Ich bekomme hier öfter böse Anfeindungen, weil ich die Meinung vertrete, daß man Kinder auch mal schreien lassen muß. Ich stehe dazu, denn auch Kinder haben Gefühle, die raus müssen - ich will diese nur nicht direkt neben meinem Ohr haben.

Also: Wenn bei uns ein Kind was verschüttet, dann wischt es das Verschüttete auf. Ohne großes Trara. Ich gebe ihm ein Tuch und sage einfach nur "wisch es einfach weg". Mache ich selbst doch auch so, wenn ich etwas verschütte.

Keinen Nachtisch bekommt von uns nur derjenige, der entweder schon sooooo schrecklich satt ist, daß nur 3 Gabeln voll mit Essen gegessen werden konnten (ist okay, aber dann ist man echt satt) oder wer wirklich mit seinem Essen rumsaut (die Phasen haben wir glücklicherweise hinter uns). Wer irgendwas nicht mag, aber wenigstens probiert hat, der darf es stehen lassen.

Wer im Straßenverkehr wegläuft, bekommt erstmal einen Anpfiff. Dann gibt es eine Erklärung, wieso und dann bleibt derjeniger an der Hand eines Erwachsenen.

Wer absichtlich etwas kaputt macht oder rumschreit, der geht in sein Zimmer, macht die Tür hinter sich zu und dort darf er schreien so lange er will - bzw. drüber nachdenken, ob er das nächste Mal wieder absichtlich irgendwas kaputt macht. Wenn er sich wieder benehmen kann, darf er gerne wieder raus kommen. Danach gibts auch kein langes blabla, sondern mehr ein "schön, daß du wieder da bist".

Manchmal bedingt das eine das andere. Z.B. Aufwischen. Manchmal gibt es dann Gebrüll "Ich will das nicht aaaaaargh bääääääh...." Gut, dann geh in dein zimmer, schrei dich aus, dann kommst du wieder - und wischst es dann weg

Klappt gut bei uns und je älter die Jungs werden, desto verständiger werden sie auch. Meine sind 5 und 3 Jahre alt.

LG

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15. Oktober 2013 um 11:21
In Antwort auf jera_12294467

So sehe ich das auch, danke
nur was bringen mir meine Werte und Wunschvorstellungen wenn ich keine Kontrolle über mein Kind habe, es nicht zur Ruhe und zur Vernunft bringen kann? Aus ihrer blinden Wut holt sie nichts raus außer der Angst, etwas nicht zu bekommen was sie haben will Wenn sie auf uns bös ist will sie uns um jeden Preis schaden und uns wütend machen, sie will dann kein Verständnis und keine Versöhnung. Der Erzieher im Kindergarten sagte uns: "Kinder interessieren sich nur für ihre Wünsche, nur so kann man sie erreichen" Also nach dem Motto: "Ich respektiere nur deine Wünsche wenn du meine respektierst." Andersrum, also Einsicht aus Dankbarkeit, hat leider nicht geklappt.

Hallo nochmal
jetzt wirf doch nicht gleich die flinte ins korn- ihr habt gerade eine anstrengende phase- deshalb war doch aber nicht alles falsch, was ihr bisher gemacht habt.
richtig ist- kinder lernen durch nachahmung- also wenn du freundlich und respektvoll bist, wird dein kind es nachahmen- früher oder später. wichtig ist, dass du authentisch bist, als keine sanfte stimme oder gezwungene geduld- sag was dir wichtig ist und warum, und wnn du mal laut wirst , ist das auch o.k.. nur meine auch, was du sagst!
ein kind spürt genau, ob du es ernst meinst. in der regel verhalten sich kinder sozial und folgen den anweisungen der eltern allerdings verhält sich ein kind anders (nicht gut bzw unsozial) wenn es unglücklich ist.
bei den kloeters briefen ist die erste aufgabe "achte auf den gesichtsausdruck deines kindes!" wie ist die momentanstimmung und wie die grundstimmung (du wirst sicher einige menschen im bekanntenkreis haben, bei denen du auf anhieb sagen kannst, wie die grundstimmung ist- beim eigenen kind kann das schwieriger sein- aber es ist sehr wichtig- ein glückliches kind folgt den regeln der erwachsenen gern)

kann es sein, dass du dich anders verhälst, weil du an deiner erziehung zweifelst? vielleicht verhälst du dich abivalent und deine kleine merkt das und weiß nicht genau, wonach sie sich richten soll?
wenn du strafen eigentlich nicht möchtest und dabei ein schlechtes gewissen hast, ist das sicher sehr verwirrend für deine tochter. vielleicht verhält sich deine tochter auch erst seit deinen strafen schlechter? überleg mal!

meine tochter ist inzwischen 6 jahre alt und wir haben sie bisher ohne strafen oder belohnungssysteme oder bestechungen erzogen. klar gibts hin und wieder unstimmigkeiten, aber ich finde sie alles in allem sehr wohlgeraten, sozial und fröhlich.

ich kann nur sagen, respektiere deine kleine und ihre wünsche, aber lass dir die führung nicht aus der hand nehmen- sei klar und deutlich, indem was du sagst und tust (am besten eher handeln als reden und erklären).

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15. Oktober 2013 um 12:15

Ein konkretes Beispeil
Erstmal danke für eure Meinungen, die ich gut und richtig finde! Ich schäme mich dafür vor meinen Vorstellungen kapituliert und mit Strafen angefangen zu haben. Auch wenn mir alle dazu raten. Aber es ist für mich nicht leicht einfach wieder weiterzumachen wie bisher. Ich gebe euch ein konretes Beispiel damit ihr versteht was ich meine.
So habe ich ohne Strafe erzogen:

Abendessen, es gibt Kartoffeln mit Gemüse und Fleisch.
Mittags waren wir schon Eis essen, es ist kein Nachtisch eingeplant und auch nicht "auf Lager".

Tochter: Die Sauce ist eklig, ich will das nicht essen.
Ich: Probier sie wenigstens.
Tochter: Nein. Eklig.
Ich: Probieren musst du. Wenn du sie gar nicht magst isst du eben nur die Kartoffeln ohne Sauce.
Tochter: Nein. Alles eklig. Ich will lieber Nachtisch.
Ich: Nein, du bekommst keinen Nachtisch.
Tochter (wütendes Gesicht): Warum?
Ich: Ich finde das Eis war genug Süßes für heute.
Tochter: Nachtisch!!
Ich (immer noch ruhig): Nein. Dabei bleibe ich.
Tochter (kippt das Essen auf den Tisch und sieht mich dabei herausfordernd an)
Ich (fassungslos): NEIN! Was machst du da? Das macht mich jetzt ECHT sauer! Ich habe mir solche Mühe gegeben dir etwas leckeres zu kochen! Leg sofort alles auf den Teller zurück!
Tochter: Nein.
Ich: JETZT.
Tochter: NEIN!
Ich (schaufle alles auf den Teller zurück): Denkst du wirklich so bekommst du Nachtisch? Das gibt nur Streit. Ich hoffe, du entschuldigst dich gleich dafür.
Tochter (entreißt mir den Teller und wirft ihn zu Boden, er zerbricht): Nein! Ich hasse dich!
Ich (trage sie und Protest in ihre Zimmer): Ich will dass du da bleibst bis du dich beruhigt hast!

- Tochter kommt raus und schreit bis sie von ihrer Schwester abgelenkt wird und auf einmal wieder ganz friedlich ist-

Eine Stunde später, die kleine Schwester schläft endlich, Tochter soll ins Bett gehen.

Tochter: Ich hab aber noch Hunger!
Ich: Dein Essen musste ich wegwerfen, es war ja auf dem Boden.
Tochter: Nachtisch!
Ich: Nein. Wir haben noch Brot da, wenn du das willst.
Tochter: NEIN! Nachtisch!!
Ich: Nein, Schatz, das geht heute nicht. Du bekommst Brot oder nichts.
Tochter (ohrenbetäubend brüllend): ICH HASSE EUCH! IHR LASST MICH VERHUNGERN! ICH WERDE STERBEN OHNE ESSEN! IHR SEID KEINE ELTERN! HILFE! HILFE!
Ich (nehme sie in den Arm, halte sie fest, sie wehrt sich, kratzt, beißt, befreit sich, läuft ins Bett und schreit weiter)

- 20 Minuten später: durch ein Wunder ist die Polizei nicht gekommen, Töchterlein ist wütend schluchzend eingeschlafen. Die kleine Schwester ist aufgewacht und weint, ist völlig verstört. Ich: total erschöpft -

Was tun in so einer Situation? Mit Strafen hätte ich gesagt: "Iss die Sauce sonst gibts Morgen früh kein Kikaninchen". Dann hätte sie gegessen. Schlecht hätte ich mich gefühlt, weil ich Strafen schlecht finde, aber es wäre nie so eskaliert.

Was sagt ihr dazu? Was hätte ich ohne Strafen anders machen können?

Die beschriebene Situation ist NICHT übertrieben und kommt so oder ähnlich OFT vor

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15. Oktober 2013 um 12:47
In Antwort auf jera_12294467

Ein konkretes Beispeil
Erstmal danke für eure Meinungen, die ich gut und richtig finde! Ich schäme mich dafür vor meinen Vorstellungen kapituliert und mit Strafen angefangen zu haben. Auch wenn mir alle dazu raten. Aber es ist für mich nicht leicht einfach wieder weiterzumachen wie bisher. Ich gebe euch ein konretes Beispiel damit ihr versteht was ich meine.
So habe ich ohne Strafe erzogen:

Abendessen, es gibt Kartoffeln mit Gemüse und Fleisch.
Mittags waren wir schon Eis essen, es ist kein Nachtisch eingeplant und auch nicht "auf Lager".

Tochter: Die Sauce ist eklig, ich will das nicht essen.
Ich: Probier sie wenigstens.
Tochter: Nein. Eklig.
Ich: Probieren musst du. Wenn du sie gar nicht magst isst du eben nur die Kartoffeln ohne Sauce.
Tochter: Nein. Alles eklig. Ich will lieber Nachtisch.
Ich: Nein, du bekommst keinen Nachtisch.
Tochter (wütendes Gesicht): Warum?
Ich: Ich finde das Eis war genug Süßes für heute.
Tochter: Nachtisch!!
Ich (immer noch ruhig): Nein. Dabei bleibe ich.
Tochter (kippt das Essen auf den Tisch und sieht mich dabei herausfordernd an)
Ich (fassungslos): NEIN! Was machst du da? Das macht mich jetzt ECHT sauer! Ich habe mir solche Mühe gegeben dir etwas leckeres zu kochen! Leg sofort alles auf den Teller zurück!
Tochter: Nein.
Ich: JETZT.
Tochter: NEIN!
Ich (schaufle alles auf den Teller zurück): Denkst du wirklich so bekommst du Nachtisch? Das gibt nur Streit. Ich hoffe, du entschuldigst dich gleich dafür.
Tochter (entreißt mir den Teller und wirft ihn zu Boden, er zerbricht): Nein! Ich hasse dich!
Ich (trage sie und Protest in ihre Zimmer): Ich will dass du da bleibst bis du dich beruhigt hast!

- Tochter kommt raus und schreit bis sie von ihrer Schwester abgelenkt wird und auf einmal wieder ganz friedlich ist-

Eine Stunde später, die kleine Schwester schläft endlich, Tochter soll ins Bett gehen.

Tochter: Ich hab aber noch Hunger!
Ich: Dein Essen musste ich wegwerfen, es war ja auf dem Boden.
Tochter: Nachtisch!
Ich: Nein. Wir haben noch Brot da, wenn du das willst.
Tochter: NEIN! Nachtisch!!
Ich: Nein, Schatz, das geht heute nicht. Du bekommst Brot oder nichts.
Tochter (ohrenbetäubend brüllend): ICH HASSE EUCH! IHR LASST MICH VERHUNGERN! ICH WERDE STERBEN OHNE ESSEN! IHR SEID KEINE ELTERN! HILFE! HILFE!
Ich (nehme sie in den Arm, halte sie fest, sie wehrt sich, kratzt, beißt, befreit sich, läuft ins Bett und schreit weiter)

- 20 Minuten später: durch ein Wunder ist die Polizei nicht gekommen, Töchterlein ist wütend schluchzend eingeschlafen. Die kleine Schwester ist aufgewacht und weint, ist völlig verstört. Ich: total erschöpft -

Was tun in so einer Situation? Mit Strafen hätte ich gesagt: "Iss die Sauce sonst gibts Morgen früh kein Kikaninchen". Dann hätte sie gegessen. Schlecht hätte ich mich gefühlt, weil ich Strafen schlecht finde, aber es wäre nie so eskaliert.

Was sagt ihr dazu? Was hätte ich ohne Strafen anders machen können?

Die beschriebene Situation ist NICHT übertrieben und kommt so oder ähnlich OFT vor

Ist das nicht zu viel Input für so ein kleines Kind?
Also bei uns wäre die Situation folgende:
Kartoffeln, Gemüse, Fleisch und Soße stehen auf dem Tisch:
1. Frage möchtest du 1 oder 2 Kartoffeln?
2. Frage wieviele Löffel Gemüse 2 oder 3 (je nach dem wie groß der Löffel ist)
3. Frage Fleisch ja oder nein (größe bestimme ich)
4. Frage Soße ja oder nein

Was man wollte, muss man auch kosten, was auf dem Teller liegt muss nicht abgegessen werden.
Es wurde anfänglich immer dazu gesagt, ob es Nachtisch gibt, oder einfach "nur" Obst, oder ob es Nachmittags Kuchen gibt.

Obst und Gemüse (frisch) stehen immer zur Verfügung. Klar, anfangs gabs immer Diskussionen, nein, dies mag ich nicht, das mag ich nicht und kurz nach dem Essen "ich haaaaaab huuuuuunger" - tja, Essen gab es, jetzt gibts Obst.

Zum Thema absichtlich was kaputt machen: Unsere haben es immer anders herum gemacht, irgenwas über den Abgrund gehalten und provokant geguckt. Dann habe ich gesagt, wenn das fällt, muss ich Dir leider **** (Lieblingssppielzeug) wegnehmen, das verkaufe ich dann, um mir etwas neues zu kaufen. Meistens dauerte es noch eine oder zwei sekunden, dann wanderte das Objekt wieder auf den tisch zurück.

und: ich hätte es auch gemacht!!! Meine Bekannten kündigen gern was an, ohne es dann durchzusetzen BÖSE!!!!

Also lange Rede kurzer Sinn:
Soviel WIE MÖGLICH das Kind selbst entscheiden lassen, über alles andere NICHT DISKUTIEREN.

Auch nicht: "Was möchtest Du denn heute anziehen?" und dann nach der Wahl des Kindes: "Achnein, das Sommerkleidchen ist bei -10Grad nicht gut, nimm doch lieber die Jeans!" --> Drama
Besser: "Möchtest Du die schwarze oder die blaue Jeans?" (beide vor die Nase halten) --> Man sieht nix anderes, die Chance zum diskutieren geht gegen 0.

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15. Oktober 2013 um 13:24

Ich hätte...
...in diesem Fall akzeptiert, daß die Sauce "eklig" ist - auch ohne probieren. Sie sind ja doch noch klein, da ist manches schon "eklig" durch pures anschauen

Sobald der Teller ausgekippt wurde, wäre mein Kind in sein Zimmer gewandert und hätte sich ausschreien können, denn darauf lief es sowieso hinaus.
Und wenn es rausgekommen wäre, bevor es sich wieder benehmen kann, dann wäre es auch direkt wieder rein gegangen worden....



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15. Oktober 2013 um 14:50
In Antwort auf flyingkat

Ist das nicht zu viel Input für so ein kleines Kind?
Also bei uns wäre die Situation folgende:
Kartoffeln, Gemüse, Fleisch und Soße stehen auf dem Tisch:
1. Frage möchtest du 1 oder 2 Kartoffeln?
2. Frage wieviele Löffel Gemüse 2 oder 3 (je nach dem wie groß der Löffel ist)
3. Frage Fleisch ja oder nein (größe bestimme ich)
4. Frage Soße ja oder nein

Was man wollte, muss man auch kosten, was auf dem Teller liegt muss nicht abgegessen werden.
Es wurde anfänglich immer dazu gesagt, ob es Nachtisch gibt, oder einfach "nur" Obst, oder ob es Nachmittags Kuchen gibt.

Obst und Gemüse (frisch) stehen immer zur Verfügung. Klar, anfangs gabs immer Diskussionen, nein, dies mag ich nicht, das mag ich nicht und kurz nach dem Essen "ich haaaaaab huuuuuunger" - tja, Essen gab es, jetzt gibts Obst.

Zum Thema absichtlich was kaputt machen: Unsere haben es immer anders herum gemacht, irgenwas über den Abgrund gehalten und provokant geguckt. Dann habe ich gesagt, wenn das fällt, muss ich Dir leider **** (Lieblingssppielzeug) wegnehmen, das verkaufe ich dann, um mir etwas neues zu kaufen. Meistens dauerte es noch eine oder zwei sekunden, dann wanderte das Objekt wieder auf den tisch zurück.

und: ich hätte es auch gemacht!!! Meine Bekannten kündigen gern was an, ohne es dann durchzusetzen BÖSE!!!!

Also lange Rede kurzer Sinn:
Soviel WIE MÖGLICH das Kind selbst entscheiden lassen, über alles andere NICHT DISKUTIEREN.

Auch nicht: "Was möchtest Du denn heute anziehen?" und dann nach der Wahl des Kindes: "Achnein, das Sommerkleidchen ist bei -10Grad nicht gut, nimm doch lieber die Jeans!" --> Drama
Besser: "Möchtest Du die schwarze oder die blaue Jeans?" (beide vor die Nase halten) --> Man sieht nix anderes, die Chance zum diskutieren geht gegen 0.

Hm...
"Was man wollte, muss man auch kosten" -> ja, wie bei uns. Nur dieses "muss" ist völig machtlos wenn das kind sich weigert.
Meine Eltern hätten mir im Falle des Beispiels einfach einen Nachtisch gekauft. Das finde ich auch nicht richtig.

"Soviel WIE MÖGLICH das Kind selbst entscheiden lassen, über alles andere NICHT DISKUTIEREN.

Auch nicht: "Was möchtest Du denn heute anziehen?" und dann nach der Wahl des Kindes: "Achnein, das Sommerkleidchen ist bei -10Grad nicht gut, nimm doch lieber die Jeans!" --> Drama
Besser: "Möchtest Du die schwarze oder die blaue Jeans?" (beide vor die Nase halten) --> Man sieht nix anderes, die Chance zum diskutieren geht gegen 0."

So machen wir das eigtl auch, früher klappte das gut,da war unsere Tochter noch nicht so destruktiv und wütend.

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15. Oktober 2013 um 14:55
In Antwort auf kristi_11897686

Ich hätte...
...in diesem Fall akzeptiert, daß die Sauce "eklig" ist - auch ohne probieren. Sie sind ja doch noch klein, da ist manches schon "eklig" durch pures anschauen

Sobald der Teller ausgekippt wurde, wäre mein Kind in sein Zimmer gewandert und hätte sich ausschreien können, denn darauf lief es sowieso hinaus.
Und wenn es rausgekommen wäre, bevor es sich wieder benehmen kann, dann wäre es auch direkt wieder rein gegangen worden....



Was ist...
... wenn unsere Tochter nicht nur schreit (was schlimm genug ist in nem Mietshaus mit dünnen Wänden und nem schlafenden Kleinkind) sondern unterwegs aus Wut plötzlich wegläuft, auf die Straße? Ich kann sie ja nicht IMMER an der Hand halten.

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15. Oktober 2013 um 15:01

Wenn wir doch alles richtig gemacht haben
klare Ansagen, Selbständigkeit respektieren, konsequent sein, klare Regeln:

Warum sagen dann die Erzieher und andere Eltern wir müssten härter sein? Warum sind die anderen Kinder so viel einsichtiger?

Das Verhalten unserer Tochter kenn ich sonst nur von "Problemfamilien" wo irgendwie alles im Argen liegt und wo die Kinder nur "Frollein" genannt werden. Wie kann es sein dass all unsere Bemühungen und pädagogischen Werte genau das selbe "Ergebnis" erzielen wie die Eltern die sich vor ihren Kindern wie Asoziale aufführen.

Wir rasten in der Familie nie so aus, mein Mann und ich reden statt zu schreien und lehnen Gewalt ab. Wieso hat das keine Wirkung auf sie?

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15. Oktober 2013 um 17:55

Mit vier Jahren in den Buggy?
Die Idee find ich ehrlich gesagt nicht so toll... Sie sitzt seit sie 2 ist nicht mehr im Buggy (würde sie vllt gerne wenn sie manchmal faul ist ^^).. ob sie in das kleine Ding überhaupt noch reinpassen würde ? Werd ich wohl nicht rausfinden, weil da schon die Kleine drin sitzt und ich kauf jetzt sicher keinen 2er-Kinderwagen...
Wir machen das so: Wenn sie wegläuft muss sie an die Hand. Dann lässt sie sich fallen und ich versuche sie zu ziehen. Das klappt nicht und ich versuch es mit Geduld. Mit Aufforderungen, mit bitten. Schließlich bin ich entnervt (vor allem wenn wir einen dringenden Termin haben oder einen Zug zu erwischen) und drohe mit irgendwas. Dann klappts

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15. Oktober 2013 um 23:29

Dieses Brett kenn ich
aber wir haben nur so n kleinen Faltbuggy und das auch nicht mehr soo lange, unsere Kleinste soll auch in nem halben Jahr oder so das meiste selber gehen (unsere Große ist schon n richtiger Wanderer ) Das Problem ist ja nicht dass sie nicht mehr gehen kann/will, sondern dass sie andere Vorstellungen davon hat wo es hingehen soll

Auf jeden Fall danke für den Tipp. Mal schaun wies weiter geht.. ich warte mal das "Krisengespräch" im Kindergarten ab und dann überdenken wir vllt nochmal dieses Sache mit den Strafen.. wohl fühlen wir uns damit nämlich so gar nicht

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16. Oktober 2013 um 8:51

Lieben Dank für deinen Beitrag
ich befürchte nur es ist mir nicht gelungen das Problem richtig darzustellen. Denn was du beschreibst ist für uns eh schon Selbstverständlichkeit. Früher hat es auch genau so hervorragend geklappt. Das Problem besteht erst seit kurzem, trotz Regeln und Abläufen und Konsequenzen.

Bsp. Aufwischen: Früher war das klar, wer verschüttet, wischt auf, logische Konsequenz. Jetzt aber stellt sie sich manchmal einfach quer und sagt: "Nein" und geht.
Beim bockigen Kind unterwegs an der Hauptverkehrsstraße (wir leben nicht aufm Dorf!) zu sagen: "Ich geh jetz" ist einfach nur leere Worte, denn es zu tun wäre gefährlich.

Bei manchem gibt es auch leider keine logische Konsequenz. Tochter hat die Waschmaschine kaputt gemacht: was aus schimpfen kann man denn da machen? Ihre Kleider nicht mehr waschen? Das wäre Blödsinn.

Ich habe zig Erziehungsratgeber gelesen, aber so wie hier gibt es da leider nur Rat und Anleitung was "alltägliche" Probleme und "normal bockige" Kinder angeht. Bei uns sieht es etwas extremer aus, und das obwohl bei uns die Erziehung ursprünglich (!) gut durchdacht ist.

Und zu dem Vorschlag mit dem weniger nett sein, kein "Schatz, bitte": Wir mögen halt Befehlston gar nicht, wir sind in der Familie und nicht beim Militär. Auch Aufforderungen werden bei uns liebevoll ausgesprochen, der Tonfall ist dann eben streng und bestimmt. Aber Höflichkeit ist auch wegen der Vorbildfunktion wichtig!

Ach und wegen dem zuviel erläutern: Unsere Tochter ist sehr sehr sprachbegabt und ist in dem Punkt eher mit einem Erstklässler vergleichbar. Von daher sind Erklärungen und Diskutieren nicht zu schwierig um sie zu erreichen. Nur der Trotz und die unkontrollierte Wut sind eben noch die einer vierjährigen

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16. Oktober 2013 um 10:05
In Antwort auf jera_12294467

Lieben Dank für deinen Beitrag
ich befürchte nur es ist mir nicht gelungen das Problem richtig darzustellen. Denn was du beschreibst ist für uns eh schon Selbstverständlichkeit. Früher hat es auch genau so hervorragend geklappt. Das Problem besteht erst seit kurzem, trotz Regeln und Abläufen und Konsequenzen.

Bsp. Aufwischen: Früher war das klar, wer verschüttet, wischt auf, logische Konsequenz. Jetzt aber stellt sie sich manchmal einfach quer und sagt: "Nein" und geht.
Beim bockigen Kind unterwegs an der Hauptverkehrsstraße (wir leben nicht aufm Dorf!) zu sagen: "Ich geh jetz" ist einfach nur leere Worte, denn es zu tun wäre gefährlich.

Bei manchem gibt es auch leider keine logische Konsequenz. Tochter hat die Waschmaschine kaputt gemacht: was aus schimpfen kann man denn da machen? Ihre Kleider nicht mehr waschen? Das wäre Blödsinn.

Ich habe zig Erziehungsratgeber gelesen, aber so wie hier gibt es da leider nur Rat und Anleitung was "alltägliche" Probleme und "normal bockige" Kinder angeht. Bei uns sieht es etwas extremer aus, und das obwohl bei uns die Erziehung ursprünglich (!) gut durchdacht ist.

Und zu dem Vorschlag mit dem weniger nett sein, kein "Schatz, bitte": Wir mögen halt Befehlston gar nicht, wir sind in der Familie und nicht beim Militär. Auch Aufforderungen werden bei uns liebevoll ausgesprochen, der Tonfall ist dann eben streng und bestimmt. Aber Höflichkeit ist auch wegen der Vorbildfunktion wichtig!

Ach und wegen dem zuviel erläutern: Unsere Tochter ist sehr sehr sprachbegabt und ist in dem Punkt eher mit einem Erstklässler vergleichbar. Von daher sind Erklärungen und Diskutieren nicht zu schwierig um sie zu erreichen. Nur der Trotz und die unkontrollierte Wut sind eben noch die einer vierjährigen

Naja
ich versteh dann aber nicht, was genau Du möchtest... anscheinend bist Du Dir sicher alles richtig zu machen, gleichzeitig findest Du die Auswirkung aber nicht richtig.
Hm-grübel.
Also entweder Du änderst was an deinen Methoden (da gabs ja hier schon etliche Tipps, die auch nichts mit "Strafen" zu tun haben), oder Du lebst mit den Auswirkungen.
Auch wenn ein Kind sprachbegabt ist, dann heisst das noch lange nicht, dass ich mit einer 4 Jährigen über diverse Dinge diskutiere. Selbst wenn man sich in diesem Alter schon gut artikuieren kann, weiss man dennoch nichts über Gefahren, Auswirkungen und Konsequenzen.
Und wenn ein Kind -absichtlich?????!!!!!- Deine Waschmaschine kaputt macht... Sorry, aber das ist wirklich ein nogo. (über absichtliches Zerstören habe ich weiter unten schon geschrieben). War es aus Versehen, tja, shit happens - passiert uns auch mal.
"Wir mögen halt Befehlston gar nicht" - ist auch völlig in Ordnung. ich kenne Familien, da wird nur im Befehlston kommuniziert, da hört sich sogar ein "ich liebe Dich" irgendwie befohlen an.
Aber bitte, gerade dann, ist ein "*Name* komm sofort her", ein sehr wirkungsvoller Punkt, wenn ein Kind an einer viel befahrenen Straße plötzlich austickt, dann ist nämlich der Überraschunseffekt groß. Und wärend das Kind noch verdutzt guckt, kann man es an die Hand nehmen und erklären, dass es erst bei ordentlichem Verhalten davon wieder loskommt. Im Zweifelsfall aben gar nicht. Auch ein "HALT!" ist effektiver, als ein "Liebling würdest Du bitte nicht ganz so stürmisch auf diese stark befahrene Straße laufen" ist zwar der Befehlston, aber wirkungsvoll (wenn man es nicht 50 mal am Tag anwendet)

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16. Oktober 2013 um 12:44
In Antwort auf flyingkat

Naja
ich versteh dann aber nicht, was genau Du möchtest... anscheinend bist Du Dir sicher alles richtig zu machen, gleichzeitig findest Du die Auswirkung aber nicht richtig.
Hm-grübel.
Also entweder Du änderst was an deinen Methoden (da gabs ja hier schon etliche Tipps, die auch nichts mit "Strafen" zu tun haben), oder Du lebst mit den Auswirkungen.
Auch wenn ein Kind sprachbegabt ist, dann heisst das noch lange nicht, dass ich mit einer 4 Jährigen über diverse Dinge diskutiere. Selbst wenn man sich in diesem Alter schon gut artikuieren kann, weiss man dennoch nichts über Gefahren, Auswirkungen und Konsequenzen.
Und wenn ein Kind -absichtlich?????!!!!!- Deine Waschmaschine kaputt macht... Sorry, aber das ist wirklich ein nogo. (über absichtliches Zerstören habe ich weiter unten schon geschrieben). War es aus Versehen, tja, shit happens - passiert uns auch mal.
"Wir mögen halt Befehlston gar nicht" - ist auch völlig in Ordnung. ich kenne Familien, da wird nur im Befehlston kommuniziert, da hört sich sogar ein "ich liebe Dich" irgendwie befohlen an.
Aber bitte, gerade dann, ist ein "*Name* komm sofort her", ein sehr wirkungsvoller Punkt, wenn ein Kind an einer viel befahrenen Straße plötzlich austickt, dann ist nämlich der Überraschunseffekt groß. Und wärend das Kind noch verdutzt guckt, kann man es an die Hand nehmen und erklären, dass es erst bei ordentlichem Verhalten davon wieder loskommt. Im Zweifelsfall aben gar nicht. Auch ein "HALT!" ist effektiver, als ein "Liebling würdest Du bitte nicht ganz so stürmisch auf diese stark befahrene Straße laufen" ist zwar der Befehlston, aber wirkungsvoll (wenn man es nicht 50 mal am Tag anwendet)

Mir ist bewusst dass ich etwas kompliziert wirke
Mir kann mans nicht recht machen ^^
Ich will echt nicht undankbar sein wenn sich hier Leute echt Mühe geben und -verständlicherweise (ihr kennt die Situation ja nicht)- doch recht offensichtliche Lösungen vorschlagen. Würde ich genauso machen wenn ich einen Rat erteilen wollte!

Gleichzeitig will ich aber auch nicht so tun als hätten mir die Tips jetzt wahnsinnig geholfen sondern ehrlich zugeben wenn es bei uns nicht mit so leicht ist.

Ja, wir machen vieles richtig, und manches sicher auch öfters mal falsch. Aber nicht soo falsch dass es dieses Verhalten unserer Tochter erklären könnte...
Ich bin mir sicher eure Tips die sich sehr mit unserer Erziehung überschneiden würden bei den meisten Kindern ausreichen und sind somit gut und wertvoll!

Unsere Tochter ist aber ein bisschen extremer... Worte bringen manchmal nix, egal wie energisch oder streng. Natürlich sagen wir im Straßenverkehr "HALT" und säuseln nicht rum. In der Wut rennt sie dann aber extra schneller. Und ja, die Waschmaschine wurde mit Absicht recht unsanft von ihrer Tür getrennt, das Plastik ist regelrecht zersplittert ^^.

Ich wollte nur wissen obs irgendwelche Tips gibt an die ich noch nicht gedacht hab, irgendwas NEUES was helfen könnte... Offenbar hilft da nur die Zeit.

EIns haben mir die diversen Meinungen hier auf alle Fälle gebracht: Bestätigung dass Strafe (im Gegensatz zur Konsequenz) kein guter Weg ist. Wir werden davon wieder Abstand nehmen.

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16. Oktober 2013 um 12:49

Wir wollen nicht mehr strafen...
... mein Mann und ich haben nochmal lang und ausführlich darüber geredet und beschlossen zu unserer alten Art der Erziehung zurück zu kehren. Es war schön eine "Auszeit" von den Ausrastern zu haben und hoffen dass sie nicht mit aller Wucht wiederkehren wenn wir mit drohen und strafen aufhören.

Ihr habt recht, Strafen ist ein falsches Signal und könnte später Probleme verursachen, auch wenn es jetzt scheinbar geholfen hat.

Jetzt müssen wir uns nur vorm Kindergarten rechtfertigen wenn die wieder meinen wir müssten "härter durchgreifen".

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16. Oktober 2013 um 18:53

Schön reden?
Weiß nicht. Man sieht sich ja nicht von außen. Ich kann nur folgendes sagen: Bis vor nem halben Jahr oder so war unsere Tochter absolut kein Problemkind und es gab von allen Seiten Lob. Das hat sich aus einem für uns unersichtlichen Grund geändert. Unsere Erziehung hat sich nicht geändert, das Familienklima auch nicht. Mein Mann und ich streiten so viel oder wenig wie schon immer, ganz normal und nicht heftig. Wir haben sogar geheiratet, alles ist gut. Okay, die Uroma ist gestorben, aber soooo eng war das Verhältnis nie als dass es ein Trauma hätte auslösen können... Es kam auch kein neues Geschwisterchen oder sowas.

Kinder als Spiegel ihrer Eltern? Kann sein. Ich bin auch temperamentvoll, aber nicht jähzornig. Ich bin extrovertiert aber auch sehr liebevoll und mein Mann ist ein Teddybär.

Die Bewertung von anderen ist auch immer ein Anzeichen dafür ob man alles richtig macht. Da gibts unterschiedliche Meinungen. Unsere Freunde meinen wir machen alles toll in der Erziehung, unsere Eltern meinen wir sind teilweise zu streng, die Erzieher meinen wir sind nicht streng genug. Na was nun ?

Also was ich noch weiß ist dass der leibliche Vater meiner Tochter (nicht mein Mann) als Kind sehr schwierig war, laut, ungebändigt, sehr schlechter Schüler.
Aber ich glaube da eigentlich nicht an die Macht der Gene und will die "Schuld" nicht auf die Vererbung schieben.

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16. Oktober 2013 um 23:23

Das kann so kommen:
Man geht mit einem Kleinkind im Buggy und dem größeren Kind an der Seite aus dem Haus. Großes Kind ist superlieb und gut gelaunt. Im Supermarkt kauft man ein Sixpack Wasser, ne Packung Windeln und zwei Riesentüten Lebensmittel die man an seine Arme hängt mit denen man den klapprigen Buggy steuert. Das große Kind rastet an der Hauptverkehrsstraße aus und wil fortlaufen. Man stellt alle Einkäufe ab oder versucht sie auf einen Arm zu verteilen (ohne Erfolg) und hechtet mit Buggy hinterher (den stehen zu lassen wäre zu gefährlich), das alles in wenigen Sekunden. Irgendwie fängt man das Kind ein und hält es an der Hand fest. Das Kind verbeißt sich in die Hand, tritt und kratzt, schimpfend zieht man es weiter, am Handgelenk 9kg Wasser, an der anderen Hand am Buggy bis zu 20kg Einkäufe. Nach 5 Minuten sind die Kräfte am Ende und man hat noch nen halben Kilometer vor sich. Kommt bei uns vor

Wir haben hat kein Auto. Meistens können wir das so planen dass die Einkäufe gemacht werden wenn die Kinder NICHT mitkommen müssen, aber manchmal geht es von der Zeit her nicht anders

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17. Oktober 2013 um 7:43
In Antwort auf jera_12294467

Schön reden?
Weiß nicht. Man sieht sich ja nicht von außen. Ich kann nur folgendes sagen: Bis vor nem halben Jahr oder so war unsere Tochter absolut kein Problemkind und es gab von allen Seiten Lob. Das hat sich aus einem für uns unersichtlichen Grund geändert. Unsere Erziehung hat sich nicht geändert, das Familienklima auch nicht. Mein Mann und ich streiten so viel oder wenig wie schon immer, ganz normal und nicht heftig. Wir haben sogar geheiratet, alles ist gut. Okay, die Uroma ist gestorben, aber soooo eng war das Verhältnis nie als dass es ein Trauma hätte auslösen können... Es kam auch kein neues Geschwisterchen oder sowas.

Kinder als Spiegel ihrer Eltern? Kann sein. Ich bin auch temperamentvoll, aber nicht jähzornig. Ich bin extrovertiert aber auch sehr liebevoll und mein Mann ist ein Teddybär.

Die Bewertung von anderen ist auch immer ein Anzeichen dafür ob man alles richtig macht. Da gibts unterschiedliche Meinungen. Unsere Freunde meinen wir machen alles toll in der Erziehung, unsere Eltern meinen wir sind teilweise zu streng, die Erzieher meinen wir sind nicht streng genug. Na was nun ?

Also was ich noch weiß ist dass der leibliche Vater meiner Tochter (nicht mein Mann) als Kind sehr schwierig war, laut, ungebändigt, sehr schlechter Schüler.
Aber ich glaube da eigentlich nicht an die Macht der Gene und will die "Schuld" nicht auf die Vererbung schieben.

Oh doch
Vererbung ist echt der Hammer. Habe ich schon desöfteren beobachtet, auch bei unseren Kids ist es so. Der eine hats von Papa, die andere von Opa(!).

Ich glaube auch, dass, wenn man seine halbwegs* richtige, konsequente Erziehung beibehält, dann wird es mit der Zeit besser. Evtl. wäre es auch in der jetzigen Situation (wo das Kind sowieso schon etwas durch den Wind ist) auch falsch grundlegende Dinge in der Erziehung zu ändern, das würde vlt. noch mehr Durcheinander bringen.

*halbwegs, damit meine ich, dass es vermutlich NIEMANDEN gibt der zu 100% alles richtig macht.

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17. Oktober 2013 um 14:48

Kinder brauchen Grenzen.
Auch das schreibt Juul.
Und sie fordern sie manchmal auch heraus.
Ich empfinde euer Verhalten als reflektiert und überlegt.
An eurer Stelle würde ich weitermachen.
Ist doch auch selbstverständlich, dass sie erstmal vermehrt bockt wenn sie Strafen (oder Konsequenzen, da kann man sich drüber streiten, ist aber m.E. eher eine linguistische Diskussion) in dieser Form nicht kennt.
Daraus zu schließen, dass euer Verhalten falsch sei, sehe ich nicht.
Du bist die Mutter deines Kindes, nicht die beste Freundin. Als Mutter muss man stark genug sein um den Frust, die Kinder zwangsläufig auf die Eltern projezieren auszuhalten.
Das können gute Eltern.

Alles Liebe.

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18. Oktober 2013 um 1:27

Ja haben wir
also ihr Alternativen aufgezeigt. Zum Beispiel ihr (harmlose) Schimpfwörter beigebracht die weniger weh tun als "ich hasse dich" und "dumme kuh", nämlich zB "Krokodilpups" ^^. Das hat sie teils auch gut angenommen und muss dann manchmal selber lachen und die Wut verfliegt . Aber wenn die Wut zu groß ist klappt das nicht. Sie darf auch in ihr Kissen schreien und es hauen, das haben wir ihr gesagt. Aber wenn sie wütend ist sind unsere Tipps ihr egal.

Wo du den Kindergarten ansprichst, ich weiß nicht so recht. Die Erzieher meinen sie kommt gut mit den anderen Kindern klar. Sie selber erzählt kaum was (natürlich fragen wir sie), nur ab und zu sagt sie was was sie belastet. Zum Beispiel hat sie zwei ältere Freundinnen, die sie gewissermaßen "erpressen", Geschenke gegen Freundschaft. Wir erklären wir dann dass wahre Freunde nicht "gekauft" werden können und sie ihnen nur was schenken kann wenn sie auf ihren Geburtstag eingeladen ist. Ansonsten halt nur Blumen und selbstgemalte Bilder. Die Freundinnen wollen aber teure Spielsachen -.- Naja da müssen wir aber leider standhaft bleiben, das geht ja nicht, das wir für irgendwelche Kinder Geschenke kaufen gehn ^^

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18. Oktober 2013 um 1:39

Mein Mann fühlt sich mit den Strafen so unwohl wie ich...
wir hassen es ja regelrecht. Wir gönnen unserer Tochter ja ihren Nachtisch, den Wochenendfilm, die besonderen Ausflüge und all die schönen Dinge die wir ihr als Strafe wegnehmen wenn sie sich "daneben benimmt".

Normalerweise würden wir das auch sofort verwerfen, das Strafen. ABER: unserer Tochter scheint es damit besser zu gehen. Kein herzzereißendes Schluchzen mehr, viel mehr Ruhe (auch für unsere Kleinste), kein Ausrasten, mehr Höflichkeit und sie ist regelrecht stolz wenn sie was richtig macht. Es ist fast so als ob sie gerne "brav" ist, aber nur weil sie dann keine Strafe bekommt. Wenn sie eh Nachtisch kriegt und nette Ausflüge macht egal wie sie sich benimmt, dann sieht sie es nicht ein sich gut zu verhalten.

Wir sind daher hin und hergerissen. Wenn wir bei den Strafen bleiben (die übrigens NIE aus Gewalt bestehen oder aus Liebesentzug! Nur Verzicht auf "Privilegien") sind wir die Eltern die wir nie sein wollten. Und das gute Verhalten unserer Tochter ist evtl nur das Ergebnis einer schädlichen "Dressur".

Aber wenn wir wieder von den Strafen Abstand nehmen (wie wir nun eigtl beschlossen haben), tun wir damit wirklich unserer Tochter einen Gefallen oder nur unserem Ego, unserem Idealbild der gleichwürdig erziehenden Eltern?

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18. Oktober 2013 um 1:43

Wieso übe ich denn keine Autorität aus?
Bzw was verstehst du darunter? Ich habe immer alles "nach Lehrbuch" gemacht. Liebevolle Strenge. Klare Worte, passende Mimik. Aber halt nicht im Befehlston, sondern höflich und respektvoll. Wie bereits gesagt: Meine eigenen Eltern werfen mir ZUVIEL Strenge vor nur weil ich mir nicht auf der Nase rumtanzen lasse und auch mal "bös"werde.

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20. Oktober 2013 um 22:35

Also den Tod verstehen kann sie vermutlich nicht so
aber wer kann das schon? Sie weiß dass sie sterben kann wenn sie überfahren wird. Sie hat schon ein paar Tode mitbekommen und weiß dass man dann nicht wiederkommt. Sie sagt zB bei Eichhörnchen: "Das darf nicht über die Straße laufen! Das weiß nicht wie man auf die Autos aufpasst und könnte überfahren werden. Das wäre so schrecklich und ich wäre so traurig wenn es dann sich verletzt oder sogar stirbt" (Ja, sie redet GENAU so sehr altklug, die Kleine).
Das kannst du mir glauben, dass ich laut und streng bin wenn es um was lebensbedrohliches geht
Ich finde man muss seinem Kind gegenüber autenthisch sein, d.h. auch Wut und Unzufriedenheit nicht verbergen, aber auch nicht bei guter Laune künstlich den Offizier spielen und Befehle austeilen wenn es nur darum geht die Jacke anzuziehen.

Womit du recht haben könntest, ist das ich evtl nicht so ne "natürliche Autorität" habe wie die Leute die offenbar mit einer einer solchen Aura geboren sind und automatisch Ehrfurcht einflößen. Ich bin auch nicht groß und meine Stimme ist nicht tief. Ich lache viel und nehm mich selber nicht immer ernst
Aber ganz ehrlich: lieber so und die Kleine rastet hin und wieder aus, als dass sie in Ehrfurcht vor ihrer eigenen Mutter "erstarrt" verstehst du was ich meine? Ich will nicht die beste Freundin meiner Tochter sein, aber ich will dass sie in Harmonie aufwächst und nciht "funktionieren" muss.

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20. Oktober 2013 um 22:40

Hast Recht, das mit der Waschmaschine KANN sie nicht verstehen...
aber welche Strafe wäre da angemessen, welche Konsequenz? Ich glaube außer Schimpfen kann man da nichts machen, denn eine natürliche Konsequenz gibts da ja wie gesagt nicht... Kann sie ja nicht selber die Waschmaschine kleben lassen ^^

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21. Oktober 2013 um 9:10

Hallo nochmal hazylazy
ich wollte dir nochmal die "kloeters briefe" ans herz legen. je mehr ich hier von dir lesen, desdo mehr bin ich davon überzeugt, dass das genau das richtige für euch wäre.
wenn du dich mit anderen müttern über bindungsorientierte erziehung austauschen möchtest, schau mal bei stillen-und-tragen.de ins erziehungsforum

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21. Oktober 2013 um 9:57
In Antwort auf elisabennet

Hallo nochmal hazylazy
ich wollte dir nochmal die "kloeters briefe" ans herz legen. je mehr ich hier von dir lesen, desdo mehr bin ich davon überzeugt, dass das genau das richtige für euch wäre.
wenn du dich mit anderen müttern über bindungsorientierte erziehung austauschen möchtest, schau mal bei stillen-und-tragen.de ins erziehungsforum

Danke
Hab mich mal zu diesen Kloeters Briefen informiert (kaufen möchte ich sie nicht) und denke ich hab gut verstanden worum es dabei geht. Letztendlich ist es mehr oder weniger dasselbe was ich eigentlich zuvor intuitiv getan habe. Wie gesagt, das mit den Strafen hat zwar zu mehr Ruhe geführt, aber wir haben das wieder verworfen und nun gibt es höchstens Konsequenzen die ganz konkret und nachvollziehbar mit der Situation zu tun haben.
Das Stillen und Tragen Forum ist sicher ne tolle Sache, aber spricht wohl eher Baby-Mütter an, ich stille nicht mehr und trage nicht mehr oft (die Kleinste ist fast zwei und geht immer mehr selber, außerdem ist sie schwer! ). Über Erziehung hab ich da nix gefunden... Aber im Grunde kenne ich ja die Grundlagen, habe meinen eigenen Stil gefunden. Mir ging es um die Grundsatzfrage, ob etwas (das Strafen) universell falsch sein MUSS auch wenn es gut angenommen wird und die Situation kurzfristig verbessert. Die Antwort darauf scheint JA zu sein..

Vielen lieben Dank nochmal, auch an die anderen die Ratschläge gegeben haben!

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21. Oktober 2013 um 12:31

Kinder bestrafen
Meine Enkeltochter ist genau so. Die Mutter verzweifelt manchmal wenn die mal wieder wie vom Teufel gebissen schreit oder alles schmeisst. Wenn sie aber bei mir ist, dann ist sie ein Engel. Nicht das ich sie bestrafen würde, nein, meine Präsenz reicht es aus um sie in ihren Schranken zu weisen. Und wenn du denkst, "sie ist eine Drache", nein, bin ich nicht. Ich habe drei Kinder grossgezogen, die heute ein Beispiel an guter Erziehung sind und das ganze ohne Geschrei, oder Schläge. Wenn sie Fehler machten wurden sie bestraft, aber sie wussten warum. Und noch etwas, meine Enkeltochter will ständig bei mir sein obwohl ich etwas strenger bin. Kinder brauchen eine Führungsperson die sie beschützt und ihnen die Grenzen zeigt. Ich liebe sie über alles, aber das heisst nicht dass ich eine Göre grossziehen werde.

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26. Oktober 2013 um 18:10
In Antwort auf germinal77

Kinder bestrafen
Meine Enkeltochter ist genau so. Die Mutter verzweifelt manchmal wenn die mal wieder wie vom Teufel gebissen schreit oder alles schmeisst. Wenn sie aber bei mir ist, dann ist sie ein Engel. Nicht das ich sie bestrafen würde, nein, meine Präsenz reicht es aus um sie in ihren Schranken zu weisen. Und wenn du denkst, "sie ist eine Drache", nein, bin ich nicht. Ich habe drei Kinder grossgezogen, die heute ein Beispiel an guter Erziehung sind und das ganze ohne Geschrei, oder Schläge. Wenn sie Fehler machten wurden sie bestraft, aber sie wussten warum. Und noch etwas, meine Enkeltochter will ständig bei mir sein obwohl ich etwas strenger bin. Kinder brauchen eine Führungsperson die sie beschützt und ihnen die Grenzen zeigt. Ich liebe sie über alles, aber das heisst nicht dass ich eine Göre grossziehen werde.

Kinder
Sind bei der oMa immer anders als bei der Mama.
Ich kenne kInder, die fast nicht erzigen werden, und die sozialer sind als andere, die besraft wurden.

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27. Oktober 2013 um 15:18

"strafen" müssen logisch sein...
zb im Straßen verkehr da haben sie zu hören, ganz einfach. da gibt es keine diskusion. wenn sie nicht hören will, dann MUSS sie an die Hand oder auf den arm. dann kann sie erst mal nicht frei laufen für die nächsten 3 tage oder so. sie ist alt genug um das zu begreifen. wenn sie dann lieb war, kann sie wieder alleine laufen. wenn es mal wieder nicht klappt, folgt eine Konsequenz...

es ist unlogisch zu sagen, wenn sie im Straßenverkehr nicht hört, bekommt sie fernseh verbot. das eine hat ja nichts mit dem anderen zu tun...aber wenn du es so machen würdest. dann machst du ihr ja angst. dann tut sie es ja, weil sie ja fernsehen will und nicht, weil sie den impuls versteht, das der Straßenverkehr gefährlich sein kann, wen sie nicht hört...
okay, für einige kinder mag es richtig sein. einige kinder können nur so lernen...aber wenn du es nicht vertreten kannst, dann lass es.

und alle anderen können immer gut reden...
und sie vergessen gerne mal, die ein oder andere Trotzphase...

ihr müsst nur glaubwürdig bleiben...und weniger vielleicht reden und diskutieren. ein einfaches nein ist so, reicht auch mal...

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27. Oktober 2013 um 17:21

Was hat das
Mit dem Stocj hauen mit fernsehverbit zu tun?
Ein 3-4 jähriges Kind kann das nich gar nicht abschätzen. Stock weg und gut ist.
LG

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27. Oktober 2013 um 17:44

Kinder...
brauchen Grenzen und die müssen wir ihnen als Eltern/ Erwachsene setzen! Das erlebe ich auch in meiner Arbeit immer wieder.
Die "schlimmsten" Kinder reagieren auf eine harte Konsequenz oder Strafe (damit meine ich selbstverständlich keine körperliche Bestrafung) nicht beleidigt, sondern sind nach sehr kurzer Zeit wieder ausgesöhnt. Warum? Weil sie im Inneren merken, dass wir es nur gut mit ihnen meinen! Wenn du dein Kind dafür bestrafst, dass es ABSICHTLICH auf der Straße turnt oder mit etwas Gefährlichem spielt, dann zeigst du ihm damit auch, dass es dir wichtig ist und du nicht möchtest, dass ihm etwas zustößt!

Natürlich bezieht sich das auf die Dinge, die absichtlich oder aus Wut, Lust&Laune getan werden. Passiert etwas versehentlich, wie bspw ein umgeschüttetes Getränk, dann folgt die logische Konsequenz, nämlich aufwischen helfen, mehr aber auch nicht.

Genau aus diesem Grund sind die Ausbrüche eures Kindes wohl auch weniger geworden, weil es merkt, dass es für Dinge, die es selbst wissentlich verbockt auch zur Rechenschaft gezogen wird!

Selbstverständlich sind Konsequenzen am besten, die im Zusammenhang mit der "Tat" stehen. Bewirft das Kind den TV aus Trotz, weil es ihn ausmachen muss, dann kann durchaus mal ein Fernsehverbot folgen. Läuft es auf dem Weg zur Freundin im Straßenverkehr weg, kann es eben mal 2 Tage nicht zum Spielen gehen usw. Aber sind wir ehrlich, es gibt nicht immer eine logische Konsequenz, die wie die Faust aufs Auge passt. Dann erklärt man den Kindern eben, dass Mama jetzt enttäuscht und auch ein bisschen böse ist, weil man sowas (was auch immer vorgefallen ist) aus diesem und jenem Grund nicht tut. Das Kind kann dann durchaus 10min alleine auf sein Zimmer gehen, darüber nachdenken und dann berichten, was es sich überlegt hat und ja, auch Kleinkinder können das schon!!!

Kurzum: Es ist jedes Kind anders und ohne den laissez fairen Erziehungsstil verteufeln zu wollen, bin ich fest davon überzeugt, dass er bei den wenigsten Kindern immer bzw über all die Lebensjahre hinweg zum gewünschten Erfolg führt. Sein Kind lieben, beteiligen, nach seiner Meinung fragen, ernst nehmen...sehr gerne. Aber Grenzen gehören ganz genauso dazu

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27. Oktober 2013 um 17:45

Strafen
Frustrueren nur. Diese kinder sind nicht fruedlicher, ganz im Gegenteil.
Kinder die liebevoll erzigen werden sind auch sozialer.
LG

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27. Oktober 2013 um 18:20
In Antwort auf sinchenlinchen

Kinder...
brauchen Grenzen und die müssen wir ihnen als Eltern/ Erwachsene setzen! Das erlebe ich auch in meiner Arbeit immer wieder.
Die "schlimmsten" Kinder reagieren auf eine harte Konsequenz oder Strafe (damit meine ich selbstverständlich keine körperliche Bestrafung) nicht beleidigt, sondern sind nach sehr kurzer Zeit wieder ausgesöhnt. Warum? Weil sie im Inneren merken, dass wir es nur gut mit ihnen meinen! Wenn du dein Kind dafür bestrafst, dass es ABSICHTLICH auf der Straße turnt oder mit etwas Gefährlichem spielt, dann zeigst du ihm damit auch, dass es dir wichtig ist und du nicht möchtest, dass ihm etwas zustößt!

Natürlich bezieht sich das auf die Dinge, die absichtlich oder aus Wut, Lust&Laune getan werden. Passiert etwas versehentlich, wie bspw ein umgeschüttetes Getränk, dann folgt die logische Konsequenz, nämlich aufwischen helfen, mehr aber auch nicht.

Genau aus diesem Grund sind die Ausbrüche eures Kindes wohl auch weniger geworden, weil es merkt, dass es für Dinge, die es selbst wissentlich verbockt auch zur Rechenschaft gezogen wird!

Selbstverständlich sind Konsequenzen am besten, die im Zusammenhang mit der "Tat" stehen. Bewirft das Kind den TV aus Trotz, weil es ihn ausmachen muss, dann kann durchaus mal ein Fernsehverbot folgen. Läuft es auf dem Weg zur Freundin im Straßenverkehr weg, kann es eben mal 2 Tage nicht zum Spielen gehen usw. Aber sind wir ehrlich, es gibt nicht immer eine logische Konsequenz, die wie die Faust aufs Auge passt. Dann erklärt man den Kindern eben, dass Mama jetzt enttäuscht und auch ein bisschen böse ist, weil man sowas (was auch immer vorgefallen ist) aus diesem und jenem Grund nicht tut. Das Kind kann dann durchaus 10min alleine auf sein Zimmer gehen, darüber nachdenken und dann berichten, was es sich überlegt hat und ja, auch Kleinkinder können das schon!!!

Kurzum: Es ist jedes Kind anders und ohne den laissez fairen Erziehungsstil verteufeln zu wollen, bin ich fest davon überzeugt, dass er bei den wenigsten Kindern immer bzw über all die Lebensjahre hinweg zum gewünschten Erfolg führt. Sein Kind lieben, beteiligen, nach seiner Meinung fragen, ernst nehmen...sehr gerne. Aber Grenzen gehören ganz genauso dazu

Und wieso muss man
Sein kind bestrafen, weil es auf der Strasse rumturnt? Warum kann man es nicht einfach an der Hand nehmen oder aus der Gefahrenzone raus nehmen?
Die meisten Kinder kapieren mehr, als viele Erwachsene glauben.

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27. Oktober 2013 um 20:13

Danke für eure Meinung!
Eine Sache möchte ich aber einwenden: Erziehung ohne Strafe muss nicht Laissez-faire sein. Regeln, Schimpfen, Enttäuschung und Ärger ausdrücken und Konsequenzen folgen lassen tun wir ja trotzdem.

Wie bereits geschrieben wollen wir in Zukunft auf unsere Intuition hören und ohne Strafen erziehen. In extremen Fällen greifen natürlich auch wir trotzdem darauf zurück - perfekt sind wir nicht. Nur wir wollen uns halt bemühen unseren bisherigen Weg wieder konsequent zu verfolgen.

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27. Oktober 2013 um 20:16

Intuition vs. Ratgeber
Das ist kein Widerspruch. Es gibt zig verschiedene Ratgeber und Erziehungsstile. Wenn man dann einen findet der die eigenen Vorstellungen gut ausformuliert und man sich an diesem orientiert weil es sich gut anfühlt, handelt man seiner Intuition entsprechend.

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27. Oktober 2013 um 21:04
In Antwort auf jera_12294467

Danke für eure Meinung!
Eine Sache möchte ich aber einwenden: Erziehung ohne Strafe muss nicht Laissez-faire sein. Regeln, Schimpfen, Enttäuschung und Ärger ausdrücken und Konsequenzen folgen lassen tun wir ja trotzdem.

Wie bereits geschrieben wollen wir in Zukunft auf unsere Intuition hören und ohne Strafen erziehen. In extremen Fällen greifen natürlich auch wir trotzdem darauf zurück - perfekt sind wir nicht. Nur wir wollen uns halt bemühen unseren bisherigen Weg wieder konsequent zu verfolgen.

Kennst du die
Kloeters Briefe? Das wäre vielleicht auch was für Euch?
In der regel kann man sagen, ein kind, dem es gut geht, verhält sich sozial.
Ist ein Kind krank, müde etc, kann man ruhug mal ein Auge zudrücken.
Lg

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28. Oktober 2013 um 7:30

Strafen und " ich bin der Chef" Gehabe
Sind nur Machtgehabe...hat nichts mit Erziehung zu tun sondern nur mit erdrückung und kleinhaltung zu tun...ich finde wie ihr das vorher gemacht habt super und du merkat ja selber insrinktiv das dieses Strafen falsch ist...das deine Tochter ruhiger ist ist ja klar...frustation und die Erkenntnis das sie ja eh nichts zu melden hat macht Kinder sprachlos...

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28. Oktober 2013 um 14:56
In Antwort auf strawberryfieldxxx

Kennst du die
Kloeters Briefe? Das wäre vielleicht auch was für Euch?
In der regel kann man sagen, ein kind, dem es gut geht, verhält sich sozial.
Ist ein Kind krank, müde etc, kann man ruhug mal ein Auge zudrücken.
Lg

Kenne ich, danke
Klar, Müdigkeit ist bei den Ausrastern fast immer dabei. Krankheit ist kein Problem, wenn sie mal krank ist wird sie ohnehin verwöhnt

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6. November 2013 um 22:11

Interessant dass du Verbrechen ansprichst
Es ist erwiesen dass Strafen keine Läuterung herbeiführen, auch nicht bei erwachsenen Sträflingen. Nicht dass ich dafür wäre diese abzuschaffen! Aber es ist schon interessant, dass aus psychologische Sicht Strafen an sich ineffektiv sind.

Du scheinst Erziehung mit Strafen gleichzusetzen. Für mich bedeutet Erziehung vor allem Wertevermittlung und Begleitung durch die ersten Jahre. Man bietet dem Kind eine Orientierung. Was ich vermitteln möchte ist der Glaube an ein friedliches Miteinander bei dem jeder ernstgenommen wird und mit Respekt behandelt wird. Keine engstirnige Zucht-und-Ordnung-Mentalität. Das heißt ich will mein Kind mit klaren Ansagen anleiten und ihm gleichzeitig seine Würde lassen indem ich es nicht mit Strafen demütige die es eh nicht versteht. Fehlerfreundlichkeit ist eine wichtige Voraussetzung für eine gesunde Entwicklung.

Wieso bezeichnest du jene als schwach die mir hier mit viel Einfühlungsvermögen und klugen Gedanken helfen wollten? Sie sind nicht schwach, weil sie nicht strafen, sondern stark! Mit Strafen zu erziehen ist nämlich viel einfacher. Ein dressiertes, gebrochenes Kind macht nämlich weniger Ärger. Es ist alles ein Frage dessen, was man erreichen möchte.

Ich will ein glückliches, selbstbewusstes, empathisches Kind.

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7. November 2013 um 13:09

Beispiele
Geb mal mehr Beispiele wo ihr strenger sein solltet? Mit dem Glas ja aufwischen und mehr nicht. Ausser es passiert mit fettem Grinsen mit Absicht.

Ich denke man sollte einen Mittelweg finden, manche Dinge muss ein Kind als gegeben hinnehmen, bei mir ist es z.b. hört ein Kind an der Strasse nicht diskutier ich nicht, oder auf einem Schiff an der Reling da handel ich nur erstmal und erkläre dann. Aber in der Situation bin ich kurz angebunden und schnapp das Kind auch mal....

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7. November 2013 um 13:13
In Antwort auf strawberryfieldxxx

Und wieso muss man
Sein kind bestrafen, weil es auf der Strasse rumturnt? Warum kann man es nicht einfach an der Hand nehmen oder aus der Gefahrenzone raus nehmen?
Die meisten Kinder kapieren mehr, als viele Erwachsene glauben.

Eigene Erfahrung
Ich sagte damals zu meiner Stieftochter laufe bitte ganz seitlich die Autos preschen hier durch, sie ja ja und nicht gehört und fast wäre sie drunter gelegen, in der Situation konnte ich nicht ruhig hingehen und sie an der Hand nehmen, ich bin zu Tode erschrocken. Und hab sie kurz aufgeregt angeschrieen, und sie dann auch an der Hand genommen, in solchen Situationen hört diskutieren auf, erklären ja aber ehe ich mein Kind tot sehe ist es an der Hand auch wenn dieses es da nicht will.

Bringt keinem was wenn das Kind vor lauter nichts sagen und lieb Hand holen unterm Auto liegt, manchen Autofahrern ist es egal ob da eine Mutter versucht ein Kind ohne schimpfen zu erziehen

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8. November 2013 um 12:24

Ich
finde grenzen sollten aufjedenfall gesetzt werden und man sollte auch mal zeigen wer das sagen hat.. ansonsten wird man als eltern vielleicht gar nicht ernst genommen.. aber hart bestrafen muss nicht sein..

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9. November 2013 um 23:16

Strafen müssen nicht sein.
Ich finde das Kinder konsequenzen lernen müssen. Aber ich würde diese Konsequenzen nicht als Strafen bezeichnen.

Oberstes Ziel sollte es immer sein, eine friedliche Erziehung zu haben. Dazu gehört nun mal viel Diplomatie & dem Kind zuhören. Wenn man Kompromisse schließt, dann gibt es selten einen Moment, an dem das Kind ausrastet.

Macht das Kind genügend Sport zur körperlichen Auslastung?

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11. November 2013 um 9:10
In Antwort auf megan_12253219

Strafen müssen nicht sein.
Ich finde das Kinder konsequenzen lernen müssen. Aber ich würde diese Konsequenzen nicht als Strafen bezeichnen.

Oberstes Ziel sollte es immer sein, eine friedliche Erziehung zu haben. Dazu gehört nun mal viel Diplomatie & dem Kind zuhören. Wenn man Kompromisse schließt, dann gibt es selten einen Moment, an dem das Kind ausrastet.

Macht das Kind genügend Sport zur körperlichen Auslastung?

Vermutlich nicht
wir wohnen in einer engen Stadtwohnung. Sie geht einmal in der Woche in den Turnverein, auch im Kindergarten kann sie toben. Aber vllt fehlt zur Ausgeglichenheit tatsächlich etwas mehr Bewegung in der Natur. Gut, dass wir demnächst umziehen

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11. November 2013 um 9:33
In Antwort auf jera_12294467

Interessant dass du Verbrechen ansprichst
Es ist erwiesen dass Strafen keine Läuterung herbeiführen, auch nicht bei erwachsenen Sträflingen. Nicht dass ich dafür wäre diese abzuschaffen! Aber es ist schon interessant, dass aus psychologische Sicht Strafen an sich ineffektiv sind.

Du scheinst Erziehung mit Strafen gleichzusetzen. Für mich bedeutet Erziehung vor allem Wertevermittlung und Begleitung durch die ersten Jahre. Man bietet dem Kind eine Orientierung. Was ich vermitteln möchte ist der Glaube an ein friedliches Miteinander bei dem jeder ernstgenommen wird und mit Respekt behandelt wird. Keine engstirnige Zucht-und-Ordnung-Mentalität. Das heißt ich will mein Kind mit klaren Ansagen anleiten und ihm gleichzeitig seine Würde lassen indem ich es nicht mit Strafen demütige die es eh nicht versteht. Fehlerfreundlichkeit ist eine wichtige Voraussetzung für eine gesunde Entwicklung.

Wieso bezeichnest du jene als schwach die mir hier mit viel Einfühlungsvermögen und klugen Gedanken helfen wollten? Sie sind nicht schwach, weil sie nicht strafen, sondern stark! Mit Strafen zu erziehen ist nämlich viel einfacher. Ein dressiertes, gebrochenes Kind macht nämlich weniger Ärger. Es ist alles ein Frage dessen, was man erreichen möchte.

Ich will ein glückliches, selbstbewusstes, empathisches Kind.

Was meinst du wo ich schwach schrieb?=?
Wo schrieb ich was von Schwach? Ich schrieb das es Situationen gibt wie die an einer Straße wo ich nicht diskutiere, ich nehm das Kind an die Hand wenn es nicht hört. Mehr nicht

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11. November 2013 um 10:03
In Antwort auf ermete_12745945

Was meinst du wo ich schwach schrieb?=?
Wo schrieb ich was von Schwach? Ich schrieb das es Situationen gibt wie die an einer Straße wo ich nicht diskutiere, ich nehm das Kind an die Hand wenn es nicht hört. Mehr nicht

Meinst du mich?
Meine Antwort war an jemanden gerichtet der inzwischen gelöscht wurde.

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