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Ist es normal, wenn 18-jährige noch ins Bett gebracht werden?

30. März 2012 um 10:59

Mich würde die Meinung anderer Forenbesucher interessieren:

Mein Partner hat eine 18-jährige Tochter, die bis vor kurzem bei uns im Haushalt lebte. Mein Partner ist seit einigen Jahren geschieden, die damals 13-jährige Tochter entschied sich, beim Vater zu leben. 4 Jahre lebten beide alleine; vor einem Jahr entschieden wir uns, zusammenzuziehen.
Von Anbeginn stellte die Tochter meines Partners jedoch ein Problem dar:

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30. März 2012 um 11:21

Ist es normal, wenn 18-jährige noch ins Bett gebracht werden?
Mich würde die Meinung anderer Forenbesucher interessieren:

Mein Partner hat eine 18-jährige Tochter, die bis vor kurzem bei uns im Haushalt lebte. Mein Partner ist seit einigen Jahren geschieden, die damals 13-jährige Tochter entschied sich, beim Vater zu leben. 4 Jahre lebten beide alleine; vor einem Jahr entschieden wir uns, zusammenzuziehen.
Von Anbeginn stellte die Tochter meines Partners jedoch ein Problem dar:
Das Mädel verhält sich wie eine 14-jährige und Papa macht mit. Sie wurde bis zu ihrem Auszug jeden Abend von meinem Partner ins Bett gebracht, dort haben sie gealbert, Kuscheltiere zurechtgelegt und Kleinkind-Rituale vollzogen. Ich muss dazu sagen, dass meine Partner seine Tochter generell wie eine kleinee Prinzessing behandelt. Sie darf alles, wurde noch nie in ihrem Leben gerügt und immer mit Samthandschuhen angefasst. Im Haushalt half sie noch nie und sie verbreitete Chaos: Ihr Zimmer wurde 1 Jahr nicht aufgeräumt, nicht gesaugt, nicht geputzt. Sie liess überall ihre Dinge herumliegen, verwüstete Küche, Bad usw. .
Papa hat das immer toleriert und gesagt, sie sei ja noch ein Kind. Er macht alles für sie - sie kann nicht mal ein Brot schmieren oder gar etwas kochen.
Nun habe ich es forciert, dass das Mädel auszieht - und zum Glück hat sie es getan. Sie lebt nun bei der Mutter und wird dort fröhlich weiterbedient und gehätschelt. Sie hat vor einem Jahr den 'Führerschein mit 17 machen wollen, ist jedoch bei der Prüfung durchgefallen. Ihr Papa hat ihr ein Auto geschenkt, das nun herumsteht und sie nicht interessiert. An Weitermachen mit dem Führerschein denkt sie nicht. Stattdessen lässt sie sich von Papa in die Schule fahren - und Papa macht mit. Wenn die Tochter anruft und irgendwohin gefahren werden will, springt er gleich auf. Mein Partner sagt dann, er will sie nicht drängen - sie sei ja noch ein Kind.
Ich hätte dem Mädel schon längst in den Hintern getreten.
Sie geht übrigens noch zur Schule, macht nächstes Jahr Abitur. Papa hat ihr letztes Jahr auch den Praktikumsplatz gesucht - dazu war sie ja noch zu klein. Mich treibt es in den Wahnsinn, dass mein Partner seine Tochter "klein" halten will. Ich habe das Gefühl, das er es schön findet, wenn seine Tochter immer ein kleines Mächen bleibt. Er nennt sie auch Mäuschen und spricht mit ihr wie mit einem kleinen Kind. Ihr gefällt das offenbar, wenn sie wie ein Mäuschen behandelt wird. Sie sieht übrigens auch aus wie 14.
Mein Partner und ich haben ständig Krach wegen des Mädels.
Ist das alles normal für eine 18-jährige? Vielleicht äussern sich auch mal ein paar Leute in dem Alter?

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16. Februar 2014 um 20:43

Habe das gleiche Problem...
... meine Frau hat auch eine Tochter. Auch 18. Gleiches Ritual und gleiche Behandlung. Hast Du anderweitig ein Feedback erhalten. Hier ist ja nichts passiert.

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26. Februar 2014 um 7:07

Das Weite suchen
Liebe Blaum, ich glaube manchmal stellen sich ganz seltsame und merkwürdige Verhaltensweisen von Eltern ein, wenn sie denken, die Normalität ist nicht mehr da. Normalität ist anscheinend Mutter-Vater-Kind verheiratet. Ich bin alleinerziehend gewesen und ich glaube, ich bin mit meinem Kind noch am unspektakulärsten umgegangen, habe Grenzen gesetzt und sie einfach wie eine normales Kind behandelt. Andere wiederum denken, so ein armes Kind, welches nicht der Norm gemäß aufwächst müsste besonders behandelt werden und es wäre eine besondere Härte das Kind völlig normal zu erziehen, wo es doch schon so zu leiden hat. So wurde bei meiner Tochter auch immer begutachtet, was ich mit dem armen Kind so mache und ob ich es nicht doch vernachlässige. Ich fürchte, dass diese Sonderbehandlung in unserer Gesellschaft auf unglaubliches Verständnis und Hochachtung stößt, insbesondere wenn Väter ihre Kinder verwöhnen. Dahinter steckt aber nicht nicht ein besonderes Interesse am Kind, denn dann würde er ja darauf achten, das Kind lebensfähig und eigenständig zu erziehen. Das kann schon manchmal nerven. Dahinter steckt meines Erachtens ein schlechtes Gewissen, welches dein Partner auf Kosten seiner Tochter dämpft und auch eine Vernachlässigung des Kindes. Ich kenne das vom Vater meiner Tochter und von meinem Partner. Männer haben die Tendenz den Blick auf die Realität zu verlieren und sie bekommen für jede (noch so übertriebene und verquere) Liebe und Aufmerksamkeit, die sie den Kinder vermeintlich schenken, unglaubliche Anerkennung von allen Seiten. Damit fehlt die Korrektur. Ich kann mir deine Situation gut vorstellen. Ich stelle mir vor, du bist wie der Rufer im Wind und vielleicht wäre es besser für dich, einfach das Weite zu suchen. Nach meiner Erfahrung sind solche Leute so felsenfest davon überzeugt, die geilsten Eltern unter der Sonne zu sein. Sie tun doch Gutes. Sie schenken und geben und verbieten nichts. Das muss toll sein. Ich glaube also, du liegst mit deiner Einschätzung der "Erziehung" richtig. Und ich glaube dir den Krach, den du jeden Tag hast. Hätte ich auch. Das sind komplett irrsinnige Verhältnisse.

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26. Februar 2014 um 7:09

Der Eintrag ist ja schon so alt
das sehe ich jetzt erst. Hat sich an deiner Situation was getan? Wie ist es heute?

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