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In die heutige Zeit ein Kind in die Welt setzen?

26. Oktober 2003 um 22:13 Letzte Antwort: 1. November 2003 um 14:28

Wir sind schon eine ganze Weile über diese Frage am Grübeln.

Kann man es heutzutage noch verantworten? Es sprechen viele Argumente dagegen. Z.B. möglicher Verlust eines Arbeitsplatzes eines Elternteils, agressives Verhalten von Kindern im allgemeinen, Drogen und Waffen in der Schule, provozierende Mitschüler, schlechte Zukunftsaussichten, u.s.w.

Im Bekanntenkreis hört man schon so einige Horrorgeschichten. Kinder werden schon im Kindergarten vernachlässigt, die Ansichten der Lehrer sind zweifelhaft, es werden vor der Schule Drogen verkauft. Lebt man da als Eltern nicht nurnoch sorgenvoll?

Ich möchte schon sehr gerne irgendwann einmal Kinder. Aber muss ich dafür aufs Dorf ziehen, in der Hoffnung, dass es dort nicht so ist?

Wie seht ihr das?

LG
Rhapsody

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27. Oktober 2003 um 10:31

Hallo liebe Temptress...
schön was Du Dir gerade vom Herzen schreibst*lächel genau so sehe ich das auch oder zumindest ähnlich. Ich sage immer in Kurzfassung: die menschen haben vergessen was es heißt zu leben...die meisten können einfach nicht "leben" jeder will mehr haben, in jeder Formn und vergisst eigentlich wie schön die Einfachheit ist. das hört sich vielleicht etwas geschwollen an*lächel ich bin bestimmt keine Ökotannte, aber wenn ich sehe wie meine kleine beim stinkeeinfachen Kastanien sammeln zum beispiel strahlt frag ich mich zuwas ich das mit Spielzeug zugemüllte Kinderzimmer brauche... ein kleines Beispiel von vielen

Kriminalität ja die gibts wohl, aber ich finde auch man sollte seine Kinder eben in diese Richtung erziehen, beschützen kann man sie eh nicht vor allem.

Drogen gab es auch schon immer....

Und ich denke es ist heute wirklich einfach für ein Kind, vorausgesetzt die Eltern machen es ihm einfach. Es ist zu essen da...und der rest sind doch meist nur moralische Dinge, dazu noch unsere eigene, nicht mal die unserer Kinder

Ich komme aus sehr armen verhätnissen nur mal so neben bei aber mich gibts tatsächlich noch, obwohl ich nie markenklamotten hatte sondern selbstgenähnte Klamotten und Jeans aus billigshops im gegenteil ich denke mir persönlich hat es gut getan ich profitiere heute davon.

In meiner Erinnerung sehe ich die Kinder meiner familie an einer großen schüssel irgendwas sitzen. Manchmal war es sogar nur warmer kaba mit eingebrocktem Brot...und es war das größte für uns Kinder...nur so mal als kleiner gedankenanstoß.

Es gibt immer schlechtes auf dieser Welt, aber ich finde es ist eine Gute Zeit für Kinder, wenn wir es ermöglichen dürfen Kinder sorglos Kinder sein...und ich ziehe den Hut vor allen Familien, die früher in wirklich schweren zeiten Kinder bekamen ohne zu planen, sie waren halt da und nicht nur eines sonder viele

So long
Shanice

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27. Oktober 2003 um 11:03

gut
Heute hat man - Im Gegensatz zu früher - mehr die Wahl ob Kinder oder nicht.
Also muß man die Wahl bewußter treffen.
Die Welt war noch nie perfekt, wird es auch nie werden. Aber wir können ein bißchen dazu beitragen, was wir daraus machen, was wir mitmachen und was nicht. Wir könnten aus den Fehlern lernen. Leider hängen wir anscheinend zu oft in Schuldgefühlen fest.
Also lieber mehr auf die Hoffnung konzentrieren. Und zur Kenntnis nehmen, was gut ist, nicht nur auf das Negative.
(Es gibt mehr als Konsum und Reisen.)

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27. Oktober 2003 um 11:09

Es war nie besser...
nur gab es keine Medien!

Hallo Rhapsody!

Es war nie besser - es gab immer Gründe die gegen Kinder sprachen (Kriege, Kinderarbeit und so vieles mehr)... Schützen kann man sein Kind davor nicht, man kann es nur durch Erziehung zu eingenständigen selbsbewussten Menschen erziehen die wissen, dass Drogen, Gewalt usw. nicht die Tagesordnung sind...

Die Eltern wollen heutzutage alles auf einmal, Kind, Geld, Urlaub, usw. und das geht halt nicht ganz so einfach! Außer beide gehen Arbeiten und das Kind wird von anderen betreut... Wenn ich mich für ein Kind entscheide, dann sollte mir auch klar sein, dass einer von beiden erstmal für das Kind da ist, das ein Kind keine Nebenbeschäftigung oder ein Statussymbol ist sondern ein Vollzeitjob... Es sollte auch dem Partner klar sein, wenn er vom Arbeiten kommt ist dann vorerst keine Ruhe mehr daheim sondern das Kind, dass seine Rechte -nämlich Liebe Zuneigung und Aufmerksamkeit- von ihm fordert!
Mein Kind braucht weder Markenklamotten, noch Spielzeuge im Überfluss, noch tolle Urlaube, noch Eltern mit supertollen Jobs, noch Taschengeld im Überfluss, Teure Restaurants noch sonst irgendwelchen Luxus! Mein Kind braucht seine Eltern, eine Familie die es liebt und für es da ist, es nicht abschiebt oder als Belastung empfindet!
Die Erziehung kann nicht Aufgabe von Kitas oder anderen Einrichtungen sein!
Klar sollte es dennoch möglich sein ohne große finanzielle Nöte eine Familie durchzubringen, aber vieles was heutzutage normal ist, ist der pure Luxus und muss nicht unbedingt sein!

Ich selbst bin in einer tollen Familie aufgewachsen, die noch heute füreinander da ist viel gemeinsam macht und doch jedem seine Selbstständigkeit und seine Eigenheiten lässt!
Meine Familie hatte nie viel Geld-ich wurde deshalb sogar oft aufgezogen, als Kind war das nicht einfach! Aber heute weis ich dass es mir besser nicht hätte gehen können, denn das wichtigste ist die Liebe, Zuneigung, Zärtlichkeit und eine intakte Familie und eine intakte Beziehung der Eltern als Grundlage!

Gewalt, Drogen und Missbrauch gab es schon immer, die Medien schocken uns immer mehr mit Gewaltberichten, aber diese Gewalt gab es schon immer... Es ist halt wieder eine Frage der Erziehung und der Zeit ob ich mein Kind vor die mit Gewalt gedrängte Fernsehkiste setze und es sich das reinzieht während ich gemütlich einen Roman lese oder ob ich mich aufraffe und mit meinem Kind drausen die Schönheit des Herbstes entdecke?!

Ist vielleicht ein wenig durcheinander geraten, was ich da geschrieben habe, aber denk mal darüber nach...

LG lolline - die es wagt und in der 32ten Woche schwanger ist!

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27. Oktober 2003 um 15:35

Zu kurz gedacht !
kinder sind unsere zukunft und wir sind in gegenwart dafür verantwortlich, was wir daraus machen.dazu gehört auch die richtige berufswahl. leider sehe ich häuftig eltern die ihrer erzeihungsaufgabe nicht nachkommen, ihren kindern kein selbstbewußtsein erbringen.

also selber besser machen und nicht die fehler bei den anderen suchen !

gruß von nemesisdieechte / dunkle-mondin.de

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27. Oktober 2003 um 20:13

Recht hast
Man kann sein Kind erziehen. Und man kann zurückstecken. Beim Auto, den Klamotten, Urlaub. Diese Dinge sind mir auch nicht so wichtig. Ich lebe nicht auf großem Fuß, nur wenn ein Gehalt wegfällt, das wäre schon nicht schön. Aber man überlebt es. Klar!

Mir geht es eher um die Sicherheit meines (noch nicht geborenen ) Kindes. Du meinst, das sind die Medien? Schon während meiner Schulzeit, und das ist schon Jahre her, sind die Kids mit Waffen in die Schule gekommen. In Diskos, ein falscher Blick, eine mißglückte Berührung und du warst von einer Horde dunkler Typen (die Familie) umringt, die dir an die Kehle wollten. Nicht mir, aber einem Bekannten. Und in solchen Situationen hilft dir keine Erziehung mehr. Nurnoch ein Karatekurs

Dann das Lernen in der Schule: "Schreibt es so wie ihr denkt." sagte da mal eine Lehrerin. "Schimpfen Sie Ihr Kind nicht aus, wenn es das tut, es wird es irgendwann begreifen". Ich würde mein Kind wohl nicht dafür ausschimpfen. Eher die Lehrerin. Was ist das bitte für eine Lehrmethode? Erstmal falsch machen, und dann zeigen wir Euch in ein paar Jahren, wie ihrs richtig machen solltet? Ist es dann nicht zu spät?

Das Problem ist wirklich das Fernsehen. Es gibt so viele Kids, die sich bis nachts um 2 vor die Glotze setzen dürfen, die Eltern interessiert es nicht. Die sponsorn direkt noch einen Fernseher, damit das Kind nicht nervt. Wie schützt du denn deine Kinder vor solchen Kindern? "lernen" Kinder nicht auch von den anderen? Sind dies nicht auch "Vorbilder"? " Der darf das, ich nicht? Warum?"

Bei dir hört es sich jetzt recht einfach an, warscheinlich bist du die "geborene" Mutter. Aber ich stell es mir doch sehr schwierig vor, die Erziehung und die Verantwortung. Wächst man da rein?

Ich hoffe, du bist auch in 10 Jahren noch hier! Dann werd ich dich bestimmt löchern bis du dich dazu entschließt, mir ein Buch zu schreiben

Auf jeden Fall hat mich Dein Beitrag schon mal gestärkt! Es funktioniert, und du bist schonmal eine der vielen Beweise dafür.

Wir beide wollen später mal Kinder. In ein paar Jahren. Nur möchte ich mir jetzt schon ein paar Gedanken dazu machen. Nicht einfach ein Kind in die Welt setzen, und nach mir die Sinnflut - Mal schaun was so kommt.

Nur, frage ich mich, wenn man soviel grübelt, und dann klappt es vielleicht garnicht, ist dann nicht "Holland in Not?"

Darf ich fragen, wieviel Kinder du hast? Und warum?

LG
Rhapsody

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28. Oktober 2003 um 21:08

Nein!
Ich gehöre nicht zu den Menschen, die nur das Schlechte sehen wollen! Ich bin vielleicht in einigen Situationen ein Schwarzseher, aber dass ich nun über nichts anderes reden kann, als über negatives - nein!

Wer sagt denn, ich schlage mich mit so schwerwiegenden Problemen herum? Es ist ja kein Problem in dem Sinne. Aber deine Ansicht gefällt mir gut!

Vielleicht sollt ichs lieber jetzt noch lassen mit dem Grübeln, denn die Sorgen kann ich mir später auch noch machen

Rhapsody

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29. Oktober 2003 um 6:23

Und früher?????????????
Hallo,
was hätten die Leute früher denn machen sollen. Hätten alle oder viele gedacht, es wäre für damalige Zeiten besser gewesen, kein Kind in die Welt zu setzen, wären viele von uns garnicht hier.
Ich wohne in einer Kleinstadt oder Großdorf, und ich denke, hier sind meine Kids gut aufgehoben. Können schnell in den Wald und sind schnell in der Stadt.
Natürlich sind die Zeiten heute schlimm, aber besser werden sie auch nimmer.
Ich bin soooooooooooooooo froh, meine Kinder zu haben, hätte ich sie nicht, wären mir zwar manche Nerven erhalten geblieben, aber ich hätte auch nicht so viel Freude erlebt und so viel Lachen gehört.
Madi

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29. Oktober 2003 um 13:25

Keine Kinder hieße die Hoffnung zu verlieren
... so jedenfalls sehe ich das... wir sehen und fühlen doch jetzt schon, was es heißt, keine Kinder zu bekommen... nämlich die Rentenfrage ( auf die ich hier nicht weiter eingehen muß, denn die kennen wir alle)

Mit meinem Kind verbinde ich die Hoffnung, das es eben doch besser wird mit uns und unserer Welt, das eben nicht alle Argressiv sind, das eben nicht alle Zukunftsaussichten rabenschwarz sind ...

und wer soll denn für beruftätige Eltern kämpfen, wenn es keine solchen mehr gibt??

Auf einem Dorf ist es nicht besser oder schlechter, als in der Stadt, es kommt auf die Liebe und die Ziele an, die Du Deinem Kind vermitteln willst....

LG von Romara
*die heute erst wieder festgestellt hat, wie richtig sie doch alles bei der kleinen Hexentochter gemacht hat *

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1. November 2003 um 14:28

Kurze Antwort auf eine Rhetorische Frage
Täten wir es nicht, würde unsere Rasse aussterben. Also egal wie schwierig die Zeit auch sein mag, diese Frage beantwortet sich eigentlich schon von allein
Denk' mal an das dunkle Mittelalter, wo Pest und Verderben wütete.
Gott sei Dank wurde da kein Boykott der menschlichen Rasse eingeleitet, sonst hätten wir heute ein ziemliches Problem

Sarkastische Grüsse....

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