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In der Erziehung versagt, was kann ich tun?

24. Februar um 22:13 Letzte Antwort: 26. Februar um 17:19

Ich bin Mutter von drei Söhnen im Alter von 21, 18 und 15 Jahren und ziemlich unglücklich mit der Situation...Ich weiss mir keinen Rat.
Am meisten mach ich mir Sorgen über meinen jetzt gerade Volljährig gewordenen Sohn; ich habe grosse Angst, dass er auf die schiefe Bahn gerät bzw. schon ist. 
Es ist einfach so, dass mein jüngster ein ziemlich anstrengendes Kind ist, schon von klein an; er fordert ziemlich viel Aufmerksamkeit, die wenn er sie von mir nicht bekommt von seinem Vater bekommt.
Er war schon immer ganz stark auf seinen Papa fixiert, und genau deshalb sich irgendwie alles um ihn dreht. 
Mein Sorgenkind ist genau deshalb aber sein zwei Jahre älterer Bruder. Irgendwie habe ich das Gefühl, er hat seinen Platz noch nicht gefunden und ich habe grosse Schuld daran. Er hat durchschnittsmässig die Mittlere Reife gemacht und danach die
Fachhochschulreife angestrebt, die er aber nach einem Jahr abgebrochen hat . Auf den allerletzten Drücker hat er sich dann als FSJler in einem Altersheim beworben, obwohl er genügend Zeit hatte. So hat er auch viele Präsentationen vorbereitet, immer auf den letzten Tag verschoben.
Jetzt macht er also ein FSJ ,dass er im August beenden wird, das heisst eigentlich hätte er sich längst für eine Ausbildungsstelle bewerben müssen...
leider klappt dass überhaupt nicht, weil er sich überhaupt nicht entscheiden kann, was er machen möchte. Hinzukommt , dass er viele Freunde hat, die ihm alle sehr wichtig sind und er sich mit Ihnen zum Feiern trifft, wobei natürlich auch Alkohol (Hochprozentiges) getrunken wird, was mir einfach nicht gefällt, weil ich Angst und Sorge habe, dass das überhand nimmt. Ich weiss, das es vielleicht normal ist, wenn Jungendliche Alkohol trinken, aber halt nicht so extrem. Ich habe eben das Gefühl, das ihm gar nicht bewusst ist, das er sich nicht ausreichend um seine Zukunft kümmert, er nimmt das alles ziemlich locker. Von meinem Mann bekomme ich da wenig Unterstützung, er hat auch einen guten Bezug zu Bier, was bei uns auch oft Streithema ist. 
Ich weiss er ist jetzt achtzehn, aber ich kann doch nicht zuschauen wie er ins Verderben rennt...Wer kann mir einen Rat geben, bitte !

Von einer besorgten Mutter

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25. Februar um 9:41

ja schade dass dir das jetzt einfällt wo er volljährig ist.

früher hättest du noch eingreifen können beim Thema feiern gehen & alkohol


wieso hilft ihm sein vater nicht bei der wahl seiner ausbildungsstelle??

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26. Februar um 5:54
In Antwort auf steffi15.08

Ich bin Mutter von drei Söhnen im Alter von 21, 18 und 15 Jahren und ziemlich unglücklich mit der Situation...Ich weiss mir keinen Rat.
Am meisten mach ich mir Sorgen über meinen jetzt gerade Volljährig gewordenen Sohn; ich habe grosse Angst, dass er auf die schiefe Bahn gerät bzw. schon ist. 
Es ist einfach so, dass mein jüngster ein ziemlich anstrengendes Kind ist, schon von klein an; er fordert ziemlich viel Aufmerksamkeit, die wenn er sie von mir nicht bekommt von seinem Vater bekommt.
Er war schon immer ganz stark auf seinen Papa fixiert, und genau deshalb sich irgendwie alles um ihn dreht. 
Mein Sorgenkind ist genau deshalb aber sein zwei Jahre älterer Bruder. Irgendwie habe ich das Gefühl, er hat seinen Platz noch nicht gefunden und ich habe grosse Schuld daran. Er hat durchschnittsmässig die Mittlere Reife gemacht und danach die
Fachhochschulreife angestrebt, die er aber nach einem Jahr abgebrochen hat . Auf den allerletzten Drücker hat er sich dann als FSJler in einem Altersheim beworben, obwohl er genügend Zeit hatte. So hat er auch viele Präsentationen vorbereitet, immer auf den letzten Tag verschoben.
Jetzt macht er also ein FSJ ,dass er im August beenden wird, das heisst eigentlich hätte er sich längst für eine Ausbildungsstelle bewerben müssen...
leider klappt dass überhaupt nicht, weil er sich überhaupt nicht entscheiden kann, was er machen möchte. Hinzukommt , dass er viele Freunde hat, die ihm alle sehr wichtig sind und er sich mit Ihnen zum Feiern trifft, wobei natürlich auch Alkohol (Hochprozentiges) getrunken wird, was mir einfach nicht gefällt, weil ich Angst und Sorge habe, dass das überhand nimmt. Ich weiss, das es vielleicht normal ist, wenn Jungendliche Alkohol trinken, aber halt nicht so extrem. Ich habe eben das Gefühl, das ihm gar nicht bewusst ist, das er sich nicht ausreichend um seine Zukunft kümmert, er nimmt das alles ziemlich locker. Von meinem Mann bekomme ich da wenig Unterstützung, er hat auch einen guten Bezug zu Bier, was bei uns auch oft Streithema ist. 
Ich weiss er ist jetzt achtzehn, aber ich kann doch nicht zuschauen wie er ins Verderben rennt...Wer kann mir einen Rat geben, bitte !

Von einer besorgten Mutter

Ich kann deine Sorgen voll und ganz verstehen. Wir alle wünschen uns das Beste für unser Kind, für jedes einzelne, egal wie viele wir haben. 
Ich denke aber nicht dass du in der Erziehung versagt hast. Eltern, die in der Erziehung versagen, machen sich nicht ansatzweise die Gedanken, die du dir machst. Das kann ich dir versichern- da habe ich beruflich mit zu tun. 
Du musst und musstest als Mutter dafür sorgen, dass jedes Kind die Aufmerksamkeit bekommt, die es braucht. Wenn ein Kind mit Förderbedarf dabei ist, wie dein Jüngster, dann ist es völlig normal und richtig diesem Kind auch mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Was wärst du sonst für eine Mutter und Vorbild für die anderen beiden Jungs?! "Scheiß auf Individualität, ich behandle euch alle wie eine Person!"? Du vermittelst den anderen beiden Kindern damit die richtigen Werte. 
Des Weiteren kannst du nur bis zu einem gewissen Grad auf den Charakter deiner Kinder Einfluss nehmen. Alkoholkonsum, beruflicher Werdegang, Sexualität und Lebensplanung, ... da steckst du nicht drin. Du kannst nur jedem Kind den bestmöglichen Start ins Leben ERMÖGLICHEN. Was die Kinder aus den Möglichkeiten machen, liegt weniger in den Händen der Mütter, als diese manchmal zugeben möchten. 
Kann sein dass dein "Bengel" eine Ansage braucht, nach der im noch in zwei Wochen die Ohren klingeln. Kann aber auch sein dass du ihn, je mehr du dich einmischst, in weitere Ferne drängst und er selbst merken muss, dass er übertreibt. 
Er hat vermutlich niemanden ins Koma geprügelt, sich Spritzen gesetzt oder sich die Adern aufgeschnitten. Was meinst du was sich Eltern solcher Kinder Vorwürfe machen. Ich würde die Eskapaden deines Mittleren relativ sehen. Wir alle pubertieren unterschiedlich extrem. 
UND: Er hat einen Abschluss, er macht alles, wenn auch auf den letzten Drücker. Und was mal beruflich aus ihm wird liegt und lag nicht nur bei dir. Er muss damit und mit sich selbst glücklich sein. 

Achja, meinem Mann würde ich die Bierflasche entziehen. Da sollte es scheppern. Familie und Ehe heißt auch aufeinander aufpassen. Und entgleisen und in "Ersatzdrogen" flüchten geht auch über Jahrzehnte Den würde ich mir packen, er ist schließlich erwachsen und sollte ein Vorbild sein. Der Junior muss sich noch finden. 

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26. Februar um 7:58

Erstmal vielen Dank für Deine ausführliche Antwort und dein Verständnis, das gibt mir Mut. 
Nein, er hat sich nicht geprügelt, andere Drogen genommen oder sonstiges.
Wahrscheinlich hast du recht und ich sollte es noch unter Pupertät und Selbsfindung
Laufen lassen und hoffen, dass er sich findet. 
 Zum Thema Bierflasche entziehen, so einfach ist das nicht, habe aber schon durch viele Gespräche und Handlungen ihn zu Überzeugen versucht, leider ohne Erfolg. 
Ich muss dazu sagen, unsere Ehe steht nicht zum Besten und ich bin auch kurz davor mich von ihm zu trennen, habe es schon viel zu lange mitgemacht. 

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26. Februar um 9:41
In Antwort auf steffi15.08

Erstmal vielen Dank für Deine ausführliche Antwort und dein Verständnis, das gibt mir Mut. 
Nein, er hat sich nicht geprügelt, andere Drogen genommen oder sonstiges.
Wahrscheinlich hast du recht und ich sollte es noch unter Pupertät und Selbsfindung
Laufen lassen und hoffen, dass er sich findet. 
 Zum Thema Bierflasche entziehen, so einfach ist das nicht, habe aber schon durch viele Gespräche und Handlungen ihn zu Überzeugen versucht, leider ohne Erfolg. 
Ich muss dazu sagen, unsere Ehe steht nicht zum Besten und ich bin auch kurz davor mich von ihm zu trennen, habe es schon viel zu lange mitgemacht. 

was eure schlechte partnerschaft betrifft:
viell. ist das der auslöser für das verhalten deines sohnes!


hat dein sohne eigentlich unter 18 jahren auch schon so viel getrunken?

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26. Februar um 12:41

Denke auch eine unglückliche Partnerschaft, Ehe, unglückliche Eltern, Stress im Elternhaus (auch wenn man versucht es nicht vor den Kindern auszutragen) sind bei keinem Kind in der Entwicklung förderlich. Gerade in Phasen der Stelbstfindung oder für junge Leute nicht einfach. Aber auch wenn sich das doof anhört, ich verstehe dass sich der Mittlere häufiger kräftig einen hinter die Binde kippt und ich fände es überhaupt nicht schlimm. Das ist ein Rebellieren, Sichabnabeln und eigene Grenzen testen und ausleben. Er wird natürlich merken dass ihr in eurer Ehe (mit eurem Leben?) in dieser Form nicht glücklich seid. Soll er also dann auf euch hören? "Mach deine Schule, Ausbildung, lerne ein Mädchen kennen und führe das gleiche unglückliche Leben, das ich habe." Da geht doch jeder gegen das System. Aber da fängt man sich nur angeweise irgenwann wieder. 
 

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26. Februar um 14:36
In Antwort auf steffi15.08

Ich bin Mutter von drei Söhnen im Alter von 21, 18 und 15 Jahren und ziemlich unglücklich mit der Situation...Ich weiss mir keinen Rat.
Am meisten mach ich mir Sorgen über meinen jetzt gerade Volljährig gewordenen Sohn; ich habe grosse Angst, dass er auf die schiefe Bahn gerät bzw. schon ist. 
Es ist einfach so, dass mein jüngster ein ziemlich anstrengendes Kind ist, schon von klein an; er fordert ziemlich viel Aufmerksamkeit, die wenn er sie von mir nicht bekommt von seinem Vater bekommt.
Er war schon immer ganz stark auf seinen Papa fixiert, und genau deshalb sich irgendwie alles um ihn dreht. 
Mein Sorgenkind ist genau deshalb aber sein zwei Jahre älterer Bruder. Irgendwie habe ich das Gefühl, er hat seinen Platz noch nicht gefunden und ich habe grosse Schuld daran. Er hat durchschnittsmässig die Mittlere Reife gemacht und danach die
Fachhochschulreife angestrebt, die er aber nach einem Jahr abgebrochen hat . Auf den allerletzten Drücker hat er sich dann als FSJler in einem Altersheim beworben, obwohl er genügend Zeit hatte. So hat er auch viele Präsentationen vorbereitet, immer auf den letzten Tag verschoben.
Jetzt macht er also ein FSJ ,dass er im August beenden wird, das heisst eigentlich hätte er sich längst für eine Ausbildungsstelle bewerben müssen...
leider klappt dass überhaupt nicht, weil er sich überhaupt nicht entscheiden kann, was er machen möchte. Hinzukommt , dass er viele Freunde hat, die ihm alle sehr wichtig sind und er sich mit Ihnen zum Feiern trifft, wobei natürlich auch Alkohol (Hochprozentiges) getrunken wird, was mir einfach nicht gefällt, weil ich Angst und Sorge habe, dass das überhand nimmt. Ich weiss, das es vielleicht normal ist, wenn Jungendliche Alkohol trinken, aber halt nicht so extrem. Ich habe eben das Gefühl, das ihm gar nicht bewusst ist, das er sich nicht ausreichend um seine Zukunft kümmert, er nimmt das alles ziemlich locker. Von meinem Mann bekomme ich da wenig Unterstützung, er hat auch einen guten Bezug zu Bier, was bei uns auch oft Streithema ist. 
Ich weiss er ist jetzt achtzehn, aber ich kann doch nicht zuschauen wie er ins Verderben rennt...Wer kann mir einen Rat geben, bitte !

Von einer besorgten Mutter

Hallo, ich bin selber bald 17 Jahre alt und erkenne mich in dem was du über deinen Sohn schreibst sehr gut selbst wider. Ich weiß nicht ob das wirklich nur an der Erziehung liegt. Ich glaube er genießt einfach, dass er jetzt 18 ist und wahrscheinlich wird er erst merken wie wichtig es ist sich um Ausbildung und ko zu kümmern, wenns zu spät ist. Aber vielleicht setzt du dich einfach mal alleine mit ihm zusammen und schaust dich mit ihm nach einer Ausbildung ausgiebig um. Was auch hilft, wenn du vielleicht einen Tag was nur mit ihm unternimmst (solange er das will). Das hilft mir oft, weil dadurch die Bindung bzw Beziehung besser wird und du vielleicht so mehr Einfluss auf ihn hast und ihm helfen kannst bei Ausbildung etc. 
Bei dem Thema Alkohol: Wenn er jetzt nicht so exzessiv feiert, dass es sein normales Leben oder das Fsj negativ beeinflusst, würd ich mir da noch keine Sorgen machen.
Ich wünsch euch alles gute und hoffe er bekommt alles rechtzeitig in den Griff.

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26. Februar um 15:03

Dankeschön für eure Beiträge, ich werde es mir zu Herzen nehmen. 
Und ja es stimmt ich bin unglücklich, aber ich bin wie gesagt dabei ( Jobsuche ,Wohnungssuche) mich von diesem Leben zu trennen und hoffe, das wirkt sich dann auch positiv auf die Jungs aus, wenn's mir wieder gut geht. 

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26. Februar um 17:19

Das wird sich positiv draus auswirken. Ich fand die Trennung meiner Eltern (war damals 18 Jahre alt) super. Beide waren glücklicher und umgänglicher als zu Zeiten der Beziehung. Verheiratet sind sie geblieben und trotz emotionaler Verletzungen, weil keine Trennung schön ist, haben sie sich nicht fertig gemacht. Das war vorbildlich und das Beste für jeden in der Familie.
Ich wünsche dir von Herzen alles Gute auf deinem Weg und für deine Kinder.

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