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Immer nur glücklich mit dem Kind?

15. August 2011 um 22:09

Hallo,

man hört immer wieder von Eltern, dass Kinder anstrengend sein können, aber die schönen Momente überwiegen und tausendfach entschädigen. Dann gibt es absolute kindergegner, die nur schlecht über Kinder, die Einschränkungen, Kosten,probleme ect. reden....!

Bisher habe ich aber nur von einer Bekannten gehört, dass sie ihr Kind gern hat, aber sie sich auch durchaus immer noch ein Leben ohne Kind vorstellen könnte. Sie würde ihres zwar natürlich nicht mehr weggeben, aber was sie meibt ist, dass sie das mamasein nicht so verklärt. Gibt es denn hier Mütter die das genauso sehen und nicht sich selbst oder andere davon überzeugen wollen, dass es die 100prozentig richtige Entscvheidung war ein kind zu bekommen? Wie habt ihr euch gefühlt, als eurer kleines Kind eine eine ewige Trotzhaltung und "Nein-Phase" hatte oder als Teenager fast jahrelang nicht wiederzuerkennen war und es einem wirklich schwer fiel, es bedingungslos zu lieben? ...
Was habt ihr gedacht, wenn durch das Kind eure Bezieehung einen Knacks bekommen hat, ständig Streit da war... usw. Gab es da irgendwann mal den Punkt, dass ihr dachtet: Vielleciht wäre es besser ohne Kind?
Ich hab manchmal das Gefühl, dass es mehr frauen so geht als man denkt, aber dass sie es niemals sich selbst und schon gar nicht anderen eingestehen würden.

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17. August 2011 um 20:16

Oh Gott
Jetzt musste ich schon lachen. Na klar kann ich mir ein Leben ohne Kind vorstellen.

Nicht, dass ich meine Kinder nicht lieben würde. Und klar, gibt es auch sehr schöne Momente. Aber es ist einfach verdammt anstrengend, ständig sich um die Kinder kümmern zu müssen. Zumal es ja Kinder auch wundervoll schaffen, die blödesten Dinge zu tun. Von der Trotzphase - wie gerade im Augenblick bei unserem Kleinen - wollen wir gar nicht reden, da ist sowieso Land unter.

Es wäre einfach mal schön, wenn wir
- nicht zur Hauptsaison Urlaub machen müssten
- einen Urlaub machen könnten, der erwachsenengerecht ist und sich nicht darin erschöpft, die Kinder bei Laune zu halten
- am Wochenende ausschlafen könnten und es egal ist, wenn das Wetter schlecht ist
- nicht jeden verdammten Tag das Haus einer Grundreinigung unterziehen müssten
etc. etc.

Beziehungsmäßig habe ich das Glück, eine sehr gute und stabile Beziehung zu haben. Das hat uns über schwierige Zeiten hinweg geholfen.
Ich kann mir aber gut vorstellen, dass durchwachte Nächte und sonstiger Ärger schlechtere Beziehungen sehr schnell zerstören könnten.
Ohnehin darf man nicht unterschätzen, wie man von "Mann-Frau" bei Ankunft des Kindes zu "Mama-Papa" mutiert - und das ist auch nicht gerade gut für eine Beziehung.

Denken andere auch so? Na ja, geh einfach mal auf einen beliebigen Spielplatz und beobachte da die Mütter und Väter. Wie viele von ihnen sehen eigentlich glücklich aus? Und wie viele sind müde, genervt und maulen ihre Kinder an "Wie oft muss ich Dir noch sagen, dass....."

Vor Kurzem sprach ich mit einer Kollegin über Kinder. Und wir waren uns einig darüber, dass es erstaunlich ist, wie w e n i g e Kinder von ihren Eltern umgebracht werden.

Frauen, die ihre Kinder vergöttern und bei denen alles rosarot ist, kenne ich auch.
Entweder haben die extrem pflegeleichte Kinder (so was soll es geben) oder sie lügen oder sie haben einfach nichts Anderes in ihrem Leben, was für sie wichtig ist.

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19. August 2011 um 21:17

Ich möchte meine Kinder nicht missen!
Ich bin keine Übermutter und hatte es schwer weil alles schwerer ist mit Kinder als ohne.
Ich gebe meine Kinder einmal im Monat ab um etwas alleine mit meinem Mann zu unternehmen. Das ist ok so finde ich. Wir fliegen auch mal alleine in den Urlaub.
Ich gehe auch noch 120 std in einer Führenden Position arbeiten. Alles anstrengend. Als ich meine erste Tochter bekam hatte ich auch solche Momente, da war 23.
Als Melina 1 Jahr war hatte ich meinen Mann kennengelernt(Wir sind ne Patchworkfamilie) er hatte auch einen Sohn. Wir wollten erst keine Kinder mehr . Und dann ging ich zum Arzt weil ich mich nicht wohl fühlte und das nicht wegging. Da kam die Diagnose. Mit 24 Jahren hatte ich einen Bösartigen Tumor an der Gebärmutter. Das hat dann ewig gedauert bis ich das alles überstanden hatte und dann kam der Wunsch doch noch ein Kind zu bekommen weil es auf einemal nicht mehr gehen sollte. Ich hatte Glück und ne Risikoss. Aber so anstrengend sie manchmal sind, wenn ich Melina abends ins Bett bringe und sie nur sagt ich liebe dich, weiß ich das ich alles richtig gemacht habe,

LG Nina

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