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Ich wünchte sie würde sterben....Bin ich der Teufel in Person?

15. Oktober 2011 um 11:09

Ich habe mit meinem Sohn 5 Jahre alleine gelebt, war alleinerziehend, hatte meine eigene kleine Wohnung, meinen festen Arbeitsplatz, meine sozialen Kontakte und war einfach nur für mich und meinen Kleinen verantwortlich.

Jetzt habe ich endlich meinen Traummann kennengelernt und bin bereit, alles aufzugeben, was ich mir aufgebaut habe. Er wohnt ca. 100 km weit weg von mir.

Ich werde meine Wohnung vermieten, meinen Arbeitsplatz wechseln, meinen Sohn in eine neue Schule einschulen, meine Freunde und Bekannte zurücklassen....um bei meinem Schatz sein zu können. Er hat mir einen Heiratsantrag gemacht und wir werden nächstes Jahr nicht nur zusammenziehen, wir werden heiraten!

Alles soweit so gut!

Der Nachteil:

Mein Mann hat ein größeres Haus, in welchem im Untergeschoss die Eltern leben. Momentan teilen wir uns eine Küche, was mich unglaublich stört und sich auch bald ändern soll.
Ganz schlimm für mich: Die Mutter ist schwer krank, ein Pflegefall. Der Vater kümmert sich alleine um sie und ist hoffnungslos überfordert.
Die Situation ist manchmal so schlimm, dass wir alle nur noch streiten. Es belastet uns alle wenn die Mutter im Schlafzimmer liegt und schreit, und keiner weiß warum.

Manchmal wünschte ich sie würde jetzt einfach von uns gehen....Das wäre einmal ein schlimmer Schlag für alle....aber dann wäre Ruhe!

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17. Oktober 2011 um 13:16

Bleib da weg.
Behalte Umfeld, Wohnung, Arbeitsplatz und führe eine Wochenendbeziehung mit deinem Freund.
Wenn die Mutter "weg" ist, musst du nämlich noch warten bis dein Schwiegerpapa in spe auch "weg" ist. Der wird nämlich nach dem Tod seiner Frau auch Ansprache, Trost und Gesellschaft brauchen, vielleicht irgendwann auch Pflege.

So wie du wirkst, willst du das sicher nicht machen bzw. aushalten wenn dein dann-Mann das macht.

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17. Oktober 2011 um 14:57

Das Leben ist hart...
...aber so ist es nunmal! Fakt ist, dass deine Schwiegermutter eine sehr kranke Frau ist die auf die Hilfe anderer angewiesen ist. Ihre Familie (bzw. ihr Mann) hat sich dafür entschieden sie zuhause zu pflegen.
Du hast bereits erkannt, dass dieser Umstand die Ursache für den Streit in deiner Beziehung ist.
Mein Tipp für dich wäre: Ziehe nicht dort ein.....ich weiss nicht welche Krankheit deine Schwiemu hat, aber sollte es lediglich etwas psychisches sein, kann sie eine "ganz normale" Lebenserwartung haben und der Stress den du jetzt hast, hast du dann noch 25 Jahre.
Wenn dich dein Freund/Verlobter wirklich liebt, ist ihm die Beziehnung zu dir wichtig genug um das einzusehen. Wenn dein Schwiegervater dann alleine für die Pflege verantwortlich ist, wird er nicht umhinkommen seine Frau in professionelle Pflege zu geben. Er kann dann trotzdem immer bei ihr sein,wenn er will und auch dein Mann. Aber die Last der Pflege ist von euren Schultern genommen worden und ihr könnt zu "leben" beginnen. Eine anständige Pflegeinstitution ist kein "abschieben"! Fachkundiges Personal sorgt für den Pflegling und nach einer Eingewöhnungszeit ist jeder damit glücklich.
Ich verstehe deine Verzweiflung - doch wünsche dir nicht den Tod dieser Frau, sie hat sich ihre Krankheit nicht ausgesucht. Gruß Mowuddl

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17. Oktober 2011 um 17:30

Nein nein....
....ich merke gerade dass ich viel zu wenig Informationen in meinem ersten Posting gegeben habe.

Also meine Schwiegermutter ist insofern schwer krank, dass es JEDEN Tag zu Ende sein könnte.
Sie leidet!!! Jeden Tag!!! Und die ganze Familie steht drum herum, ist hilflos, kann nichts machen, ihr nicht helfen...

Es belastet einfach!
Und wenn man sie so sieht...ich frage mich ständig warum der liebe Gott sie nicht einfach einschlafen lassen kann.

Meinem Schwiegervater geht es durch die anstrengende Pflege schon so schlecht, dass er anfängt zu trinken. Dies führt widerum zu großen Streit zwischen ihm und meinem Mann.

Auch hier stehen wir hilflos nebendran, wissen nicht was wir tun sollen.

Und wie ihr euch vorstellen könnt, leidet nicht nur die Familie, sondern eben auch die Paarbeziehung zwischen meinem Mann und mir.

Nicht zuletzt mein kleiner Sohn der immer fragt, warum schreit die Oma? Stirbt die Oma gerade?

Es ist furchtbar.

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17. Oktober 2011 um 18:38

Das ist so das nächste Thema....
....Genau diese Frage stelle ich meinem Mann und meinem Schwiegervater täglich!

Beide sagen sie wissen nicht, ob sie Schmerzen hat. Geben ihr vorsorglich morgens und abends eine halbe Schmerztablette. (Zusätzlich zu den ganzen anderen Tabletten die sie täglich nehmen muss)

Beide Männer können mir meine Fragen zu ihrer körperlichen Verfassung kaum beantworten. Sie wissen es nicht genau sagen sie immer, wenn ich Frage warum der Arzt nicht dies macht oder das macht.

Ich wäre gerne mal bei einem Arztbesuch dabei um diesen persönlich fragen zu können. Das lässt sich für mich aufgrund von Entfernung und meiner Arbeit monmentan nur schlecht organisieren. Es kann auch gut sein, dass der Arzt einfach nicht mehr viel für sie tun kann. Aber genau dies würde ich dann gerne auch gesagt bekommen.

Meine Schwiegermutter selbst kann ihr Leiden kaum in Worte fassen. Sie sagt immer nur, es gehe ihr nicht gut. Mehr kriegt man aus ihr nicht raus.

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18. Oktober 2011 um 16:28
In Antwort auf eidel_12456338

Das ist so das nächste Thema....
....Genau diese Frage stelle ich meinem Mann und meinem Schwiegervater täglich!

Beide sagen sie wissen nicht, ob sie Schmerzen hat. Geben ihr vorsorglich morgens und abends eine halbe Schmerztablette. (Zusätzlich zu den ganzen anderen Tabletten die sie täglich nehmen muss)

Beide Männer können mir meine Fragen zu ihrer körperlichen Verfassung kaum beantworten. Sie wissen es nicht genau sagen sie immer, wenn ich Frage warum der Arzt nicht dies macht oder das macht.

Ich wäre gerne mal bei einem Arztbesuch dabei um diesen persönlich fragen zu können. Das lässt sich für mich aufgrund von Entfernung und meiner Arbeit monmentan nur schlecht organisieren. Es kann auch gut sein, dass der Arzt einfach nicht mehr viel für sie tun kann. Aber genau dies würde ich dann gerne auch gesagt bekommen.

Meine Schwiegermutter selbst kann ihr Leiden kaum in Worte fassen. Sie sagt immer nur, es gehe ihr nicht gut. Mehr kriegt man aus ihr nicht raus.

Ich wiederhole mich...
halt dich da raus. Ihr seid noch nicht verheiratet, also hast du bei Arztbesuchen da so überhaupt gar nichts verloren. Halte deinen Sohn da raus. Ich denke in diesem Haus herrscht eine völlig angespannte Atmosphäre, die würde ich meinem Kind nicht antun wollen.
Das sind drei Erwachsene, die müssen das unter sich regeln.

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18. Oktober 2011 um 16:50
In Antwort auf karaheavy

Ich wiederhole mich...
halt dich da raus. Ihr seid noch nicht verheiratet, also hast du bei Arztbesuchen da so überhaupt gar nichts verloren. Halte deinen Sohn da raus. Ich denke in diesem Haus herrscht eine völlig angespannte Atmosphäre, die würde ich meinem Kind nicht antun wollen.
Das sind drei Erwachsene, die müssen das unter sich regeln.

Raushalten?
Ja wie denn? Soll ich meinem Freund sagen: "Tut mir leid, aber wegen deiner Mutter ziehe ich nicht zu dir? Unsere Hochzeit muss ich leider absagen?"

Wie soll ich das denn machen???
Abgesehen davon, dass ich das eigentlich gar nicht will. Ich freue mich auf unsere Hochzeit und unser gemeinsames Leben.

Ich kann ja jetzt nicht einen Rückzieher machen, weil seine Mutter so krank geworden ist.

Was wäre ich denn dann für eine Freundin?

Natürlich halte ich mich raus. Ich bin ja bei den Arztterminen nicht dabei. Ich sage nur, es würde mich interessieren was der Arzt sagt. Es ist mir schließlich nicht schnuppe an welchen Erkrankungen und Symptomen meine Schwiegermutter leidet.

Ach es ist alles so kompliziert.

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19. Oktober 2011 um 11:32
In Antwort auf eidel_12456338

Raushalten?
Ja wie denn? Soll ich meinem Freund sagen: "Tut mir leid, aber wegen deiner Mutter ziehe ich nicht zu dir? Unsere Hochzeit muss ich leider absagen?"

Wie soll ich das denn machen???
Abgesehen davon, dass ich das eigentlich gar nicht will. Ich freue mich auf unsere Hochzeit und unser gemeinsames Leben.

Ich kann ja jetzt nicht einen Rückzieher machen, weil seine Mutter so krank geworden ist.

Was wäre ich denn dann für eine Freundin?

Natürlich halte ich mich raus. Ich bin ja bei den Arztterminen nicht dabei. Ich sage nur, es würde mich interessieren was der Arzt sagt. Es ist mir schließlich nicht schnuppe an welchen Erkrankungen und Symptomen meine Schwiegermutter leidet.

Ach es ist alles so kompliziert.

Eine Hochzeit
wenn jemand im Sterben liegt halte ich eh für fragwürdig. Weder dein Schwiegervater in spe noch dein zukünftiger Mann haben den Kopf frei.
Warte einfach noch ein Jahr oder zwei. Gib deiner Schwiegerfamilie Zeit. Stärk deinem Freund den Rücken. Unterstütze ihn in dieser für ihn sehr schwierigen Zeit. Steh ihm bei. Seine Mutter(!!!) stirbt(!!!). Wie bereits gesagt: auch dein zukünftiger Schwiegervater macht eine schwere Zeit durch. Seine Frau stirbt, und zwar nicht friedlich, so wies ausschaut. Dann müssen beide mit ihrer Trauer klarkommen und neue Lebensumstände finden.

Ich fände es extrem rücksichtsvoll von dir, deinen Freund in dieser Situation zwar zu unterstützen, aber ihn nicht mit deinem Zuzug und dem deines Kindes zu überfordern. Damit tust du keinem einen Gefallen.

Eine Liebe hält auch eine Verzögerung aus.

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19. Oktober 2011 um 11:57
In Antwort auf karaheavy

Eine Hochzeit
wenn jemand im Sterben liegt halte ich eh für fragwürdig. Weder dein Schwiegervater in spe noch dein zukünftiger Mann haben den Kopf frei.
Warte einfach noch ein Jahr oder zwei. Gib deiner Schwiegerfamilie Zeit. Stärk deinem Freund den Rücken. Unterstütze ihn in dieser für ihn sehr schwierigen Zeit. Steh ihm bei. Seine Mutter(!!!) stirbt(!!!). Wie bereits gesagt: auch dein zukünftiger Schwiegervater macht eine schwere Zeit durch. Seine Frau stirbt, und zwar nicht friedlich, so wies ausschaut. Dann müssen beide mit ihrer Trauer klarkommen und neue Lebensumstände finden.

Ich fände es extrem rücksichtsvoll von dir, deinen Freund in dieser Situation zwar zu unterstützen, aber ihn nicht mit deinem Zuzug und dem deines Kindes zu überfordern. Damit tust du keinem einen Gefallen.

Eine Liebe hält auch eine Verzögerung aus.

Ja stimmt...
....da gebe ich dir Recht. Es wäre eindeutig klüger zu warten.

Es ist jedoch mein Freund der diese Hochzeit UNBEDINGT so schnell wie möglich will. Er wollte am liebsten schon dieses Jahr, aber ich konnte ihn überzeugen bis zum nächsten Sommer zu warten, damit mein Sohn wenigstens dieses Schuljahr beenden kann.

Vielleicht sollte ich doch nochmal mit ihm reden.

Wenn ich ganz ehrlich bin, ist mir auch nicht nach toller Hochzeitsfeier zumute, wenn seine Mama gerade gestorben ist.

Und selbst wenn sie dann noch leben wird, sie könnte nicht mit uns feiern...

Ok, ich denke ich weiß was ich tun muss. Danke

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8. November 2011 um 17:21

Ohne alle Antworten gelesen zu haben ...
... gehe ich auf deine Überschrift ein:

Man darf sich als Angehöriger wünschen, dass ein Familienmitglied stirbt. Man ist weder herzlos, noch ein Teufel oder unnormal.

Ich gebe dir ein Beispiel aus meiner Familie: mein Opa sehr krank, aber noch geistig fit. Er hat uns angebettelt, dass wir ihn, ich weiß nicht, wie ich es schreiben soll. Also er hat uns angebettelt, dass wir ihn töten. Wir konnten das aber nicht ...

Er hatte keine Schmerzen, dank Tabletten, aber er kam mit seiner körperlichen Behinderung nicht zurecht. Gefangen im eigenen Körper. Und für uns als Angehörige war es sehr, sehr schlimm ihn so leiden zu sehen. Ehrlich gesagt, schlimmer, als zu wissen, dass er jetzt tot ist.

Leider musste er fast 5 Jahre leiden, bis er friedlich eingeschlafen ist.

Freundin86 ich kann dich verstehen. So eine Situation ist so schwierig, man ist regelrecht zerrissen. Wenn man gläubig ist, so wie ich, dann sieht man den Tod nicht als etwas Böses, sondern als den Übergang in eine andere Welt. Dort ist mein Opa jetzt glücklich, davon bin ich überzeugt. Auf der Erde konnte ihm leider keiner helfen. Der Tod kann eine Erlösung sein, manchmal auch für die Angehörigen ...

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