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Ich will mich trennen - er ignoriert es

29. Januar 2011 um 17:16

Hi, ich bin 44, seit 15 Jahren verheiratet, drei Kinder im Alter von 7, 10 und 13. Ich arbeite freiberuflich für ein Taschengeld. Wir haben ein Haus, Schulden etx.
Ich liebe meinen Mann nicht (mehr) und möchte mich trennen. Wir leben seit vielen Jahren wie Bruder und Schwester ohne jede Berührung. Nichtmal als mein Vater im November starb, gab es Trost oder ein nettes Wort. Er ist ein fleißger Mann und kein Monster, aber ich kann mir nicht mehr vorstellen, jemals wieder mit ihm Sex zu haben. Inzwischen fehlt es mir sehr, eine körperliche Beziehung zu haben, weil eben alles Intime fehlt: Die innere Verbindung, das vertrauen, die Nähe, der Spaß.
Nach vielen JAhren, in denen ich immer wieder versuchte, mich ihm zu nähern, steht meine Entscheidung; Ich will es beenden. Auch für die Kinder, denn was leben wir ihnen vor? Aber damit beginnt das Problem. Ich hab kein Geld, die Kinder wollen im HAus bleiben, was ich auch für den Übergang gut finde. Aber er will nicht gehen. Er weigert sich einzusehen, dass es vorbei ist. Es wäre seine 2. Scheidung und er ist wesentlich älter als ich. Ich tu mir sehr sehr schwer, hart und "gnadenlos" zu sein, indem ich einfach die Scheidung einreiche oder die Schlösser austausche. Diesen Umgang miteinander will ich nicht. Aber fair? So wie ich es mir vorstelle gerade für die Kids? Er bezichtigt mich einfach, alle nur unglücklich zu machen, verletzt mich mit Worten und sieht nicht ein, dass wie keine Zukunft mehr haben.
Ich versinke in Depression, trinke zuviel, habe seit 20 Jahren Bulimie, bekomme Hautausschlag. Ihm ist mein Gesundheitszustand scheinbar auch egal.
Die Kraft, bei Nacht und Nebel zu gehen, habe ich kaum noch. Aber schei* nochmal, was geht denn überhaupt? Ich verwelke, sterbe ab neben ihm. All meine Liebe und Lebendigkeit geht flöten und er meint, ich müsse (ihn) nur wollen, dann ginge alles...
Tja, ich bin im tiefen Tal der Verzweiflung. Und weiß, es gibt keinen anderen Weg als die harte Gangart. Einfach gehen, rücksichtslos den Kindern gegenüber, ein für mich unerträglicher Gedanke.
ODer eben bleiben. Noch 10 Jahre....bis alle aus dem Haus sind.

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31. Januar 2011 um 16:05

Zuerst muß ein Entschluß her,
der da heißt. "Ich möchte etwas ändern" Das nächste ist, wie ist es machbar und durchsetzbar. Also hol dir Hilfe. Geh zu einer Beratungsstelle und lass dort mit dir einen Weg erarbeiten. Kinder die in einem lieblosen Elternhaus aufwachsen, glauben, dass so das Leben ist, denn die Menschen, an denen sie sich orientieren leben es ihnen ja so vor. Also was sollen sie denken und glauben. Wenn dir das Leben deiner Kinder wichtig ist, dann zeig ihnen, dass es schön und lebenswert sein kann und beende als allererstes dein Elend. Weil es wird ncht wie im Märchen eine Fee oder ein Prinz vorbei kommen, der sich erlöst,.
Dein Körper setzt dir ja schon längst Grenzen.
Lieben Gruß
Melike
Beratungsstellen gibt es bei Diakonie, Caritas, Stadtverwaltungen oder Landratsämtern.

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21. Februar 2011 um 14:40

Beratung hatte ich schon...
Ich hab vor vier Jahren eine Pschotherapie gemacht wegen meiner Essstörung. Erst da wurde offenbar, was wohl längst im Unterbewussten klar war: Ich liebe ihn nicht und bin in der Ehe unglücklich. Bis dahin nahm ich alles hin und aß und erbrach ohne dass ich wusste, warum-
Obwohl die Therapeutin mir klar machte, dass eine Trennung wichtig für mich wäre, konnte ich es nicht und sie hat meine emotionale Blockade/Abhängigkeit nicht erkannt.
Ich war danach bei profamilia, mit meinem Mann zweimal bei einer Paarberatung, dann allein lange bei einer Beratungsstelle.
Mein Problem ist eben, dass ich mir zwar wünsche, mich zu trennen, aber es nicht hinkriege. Meine Angst, die Schuldgefühle ihm und auch den Kindern gegenüber, die sehr an ihm hängen, sind sehr sehr groß und übermächtig. Unser Haushalt ist, obwohl mein Mann und ich keine Zärtlichkeiten austauschen, liebevoll. Sowohl sein als auch mein umgang mit den Kindern ist von inniger Liebe geprägt. Er ist ein großzügiger und hart arbeitender Mann. Unterstützt mich in meiner Berufstätigkeit etc. Aber ich langweile mich mit ihm, hab überhaupt kein Interesse daran, mal was mit ihm allein zu unternehmen und fürchte jedes Wochenende und jeden Urlaub.
Es sprechen viele GRünde für eine Trennung. Aber jedesmal, wenn ich mit ihm darüber rede, ist es einen Tag später für ihn scheinbar vergessen. Und mir fehlt einfach die Kraft. Um zu gehen, um alles umzusetzen, um ihn so zu kränken.
Dennoch danke für Eure Tipps.

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22. Februar 2011 um 13:03

Hart?
Du musst nicht hart sein, sondern nur Deinen Weg gehen. Geh ihn doch ersteinmal auch ohne die Kinder. Du musst sie ja nicht gleich mitnehmen. Und Schloss austauschen ist meines Erachtens in Deiner/Eurer Situation mehr als unfair.

Also - Du bist ungluecklich in Deiner Ehe, dann musst Du auch was aendern. Die Kinder sind wie Kinder eben sind - gegen jegliche Veraenderung in ihrem Leben. Sie wollen nicht ihr Heim verlieren,s ie wollen nicht das gewohnte verlieren.

Du musst sie da auch nciht herausreissen. Lass sie doch ersteinmal da und geh Du. Erklaer den Kindern genau, wie die Situation ist, auch mit 7 Jahren koennen sie es verstehen. Und sie koennen die Entscheidung treffen, ob sie zu dritt zusamemn dort bleiben oder bei Dir sein wollen. Sei nicht beleidigt, wenn sie sich ersteinmal fuer das gewohnte Zuhause entscheiden. Wenn sie beim Vater bleiben, muss die Betreuung fuer die Kinder organsiert sein, da er wohl ganztags arbeitet.

Ansonsten seh es so - Du hast endlich etwas frei und Luft. Da Du die Kinder im Haus laesst, kannst Du Dir ersteinmal Dein eigenes Reich suchen und Dich von dem ganzen emotionalen Stress erholen. Du brauchst das naemlich. Erhol Dich und denk nach. Kuemmer Dich nur um Dich und diene Gesundheit.

Es ist eine Chance fuer Dich, auch die Beziehung zu Deinen Kindern neu aufzubauen.

Wenn Du eine Einigung mit Deinem Mann ohne Scheidung erreichst, dann ist es vielleicht sogar einfacher .... Scheidung ist sehr hart und es ist so viel damit verbunden. Lass Dich beraten von einem Anwalt oder einer unabhaengigen Organisation.

Denk daran, ein liebloses Elternhaus ist schlimm fuer Kinder, eine Mutter, die ihnen Hilflosigkeit vorlebt, ist schlimm.

Viel Glueck und nur Mut - Du schaffst es, gluecklich zu sein!

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14. Oktober 2014 um 21:10

Was ist aus deinem Leben geworden
Hallo, ich würde sehr gern wissen, wie dein Leben weitergegangen ist. Hast du dich getrennt und wie geht es dir gesundheitlich....Ich freue mich über eine kurze Info von Dir.

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25. Oktober 2014 um 18:59

Einfach mal zum Anwalt gehen
und Tatsachen schaffen.Versucht doch eine einverständliche Scheidung. Kann man auch super und schnell online machen und tut keinem weh. Naja ...Trennungsschmerz geht vorbei ... man muß es eben gemeinsam einfach machen.

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