Home / Forum / Meine Familie / Ich weiß nicht wie ich meiner Mutter die Meinung sagen soll

Ich weiß nicht wie ich meiner Mutter die Meinung sagen soll

30. Mai 2018 um 10:52

Meine Mutte ist 60 und ich bin 34.

Wenn ich meine Mutter erstmal etwas beschreifen darf, beuhaupte ich, dass sie jedem Problem aus dem Weg gehen möchte.

Unsere Familie ist damals in meiner Jugend auseinandergebrochen. Ich bin der jüngste und meine beiden Schwestern sind 6 und 8 Jahre älter als ich.

Die älteste Schwester hat immer zu Papa gehalten, meine andere Schwester und ich waren über die Trennung meiner eltern froh. Zu meiner ältersten Schwester und meinem Vater haben wir alle keinen Kontakt was von unserer Seite aus geht.

Vor der Trennung zogen meine Schwestern bereits mit ihren Lebenspartners zusammen und ich wohnte dann ca. 1 Jahr mit meiner Mutter alleine. Denke da muss ich 13 Jahre alt gewesen sein.

Meine Mutter lerne einen neuen Mann kennen. Er war ordentlich, direkt, fleißig, streng - hat sich aber sehr viel mit mir beschäftig und hat mir viel beibebracht. Für mich ich er heute noch ein "Vater". Wenn ich mal "Mist" gebaut habe, dann hat er mich immer zur Rede gestellt, worauf es manchmal auch laut hin und her ging. Ein typischer Streit eben mit Aussprache.
Wir versöhnten uns aber irgendwann wieder und alles war gut. Ja und der Grund war auch immer berechtigt Meiner Mutter versuchte sich immer zwischen uns zu stellen und die Sache zu verhamlosen. Manchmal habe ich bemerkt, wie sie für mich lügen wollte. Natürlich war das einfacher für mich aber mich plagte das schlechte Gewissen und sagte immer die Wahrheit.

Ich behaupte, ohne ihn wäre ich heute nicht der, der ich bin.

leider dauerte dieses Glück nur wenige Jahre, er verstarb leider nach einer schweren Krankheit.

Wegen der schweren Krankheit und der 24h Pfege meiner Mutter ging ihr und sein komplettes Erspartes drauf. Weswegen ich ihr damals geraten habe, dass sie ihn bei mir im Haus pflegen darf, bis wir irgendwann eine Lösung haben. Denn mittlerweile war ich erwachsen und hatte mein eigenes Haus mit einer freien Etage. Für meine Frau war es soweit auch OK, dass beide derweil in meinem Haus leben.

Nach dem Tod wohnte meine Mutter alleine bei uns im Haus. Sie hat ziemlich bald eine Arbeit bekommen und es ging wieder Berg auf. Sobald sie sich finanziell erholt hat, wollte sie wieder ausziehen. Es dauerte nicht lange, da wurde sie vom einem Mann nach Hause begleitet. Sie hat ihn mir als einen neuen guten Freund vorgestellt. Ja, er war nett aber er war nicht mein Fall. Aber das muss mich ja nciht weiter interessieren, denn meine Mutter muss mit ihm ja auskommen. Aus der Freundschaft wurde es bei ihnen mehr und von heute auf jetzt wohnte er plötzlich bei uns, ohne das mit uns abzuklären. Erst wollte ich es nicht glauben, meine Frau sagte es gleich dass er bei uns im Haus wohnt. Aber nach etwa 2 Wochen Dauerbesuch habe ich meine Mutter zu Rede gestellt.
Ja, er wohnt hier und sie hat ihn auch einen 2. Schlüssel gegeben. Daraufhin war ich total sauer und ich sagte ihr, dass das so nicht in Ordnung sei. Wenn beide zusammenziehen wollen, dann bitte nicht bei mir. Meine Frau hat das auch so gesehen wie ich.

Sie nahm das so hin und weinte sich bei meiner Schwester aus, ich wäre böse mit ihr gewesen. Meiner Schwester hat mir das erzählt und ich habe meine Mutte nochmal zur Rede gestellt und alles nochmal erklärt. Sie nahm das wieder einfach nur hin und bis heute glaube ich, dass sie das nicht verstanden hat.

Ich kann meine Mutter natürlich nicht einfach so rausschmeißen und habe ich erlaubt so zu wohnen, bis beide was neues haben. Die Stimmung war nicht gut, denn ihr neuer Lebenspartner ist und ständig negativ aufgefallen. Ob das bei jedem Gespräch seine Alkolfahne war, oder der Anblick wenn er uns tagsüber nur in seiner Unterhose über den Weg gelaufen. Ich finde ihn nicht gerade gepflegt. Er ist nicht gerade eitel und trinkt gerne viel.
Genau das krasse Gegenteil von meinem Stiefvater. Und meine Mutter ist auch sonst immer geflegt gewesen. Man würde nie denken, dass beide ein Paar sind.
Nach einem Jahr hatte der Spuk endlich ein Ende. beide zogen in ein neues gemeinsames Haus.

Und ab da muss ich sagen, lässt sich meine Mutte total gehen. Ob es ihr Äußeres ist und auch ihre Art.

Wir hatte früher eine Katze, die durfte nichtmal auf die Couch. Jetzt habe sie 4 Katzen und die dürfen sogar auf die Küchenzeile. Er kocht gerne und ist von seinen Kochkünsten überzeugt. Wir habe das paar Mal versucht, aber immer ist in jedem Essen Rotwein rauszuschmecken, es ist fettig und wenn man glück hat findet man auch entweder seine Haare darin oder welche der Katzen. Wie er kocht haben wir leider auch schon mal mit erlebt. Er steht in seinem T-Shirt und Unterhose da und schmeckt das Essen ab. Den halben Löffel den er als Rest auf dem Löffel lässt, gibt er wieder zurück in den Topf.

Ich kann dort bei ihnen nichts mehr Essen. Das gute Essen meiner Mutter gibt es dort nicht mehr, weil er nur noch kocht. Das große Problem ist, dass er alles selber macht. Ob es die Klöße sind, Majonaise, Frischkäse oder Quark. Alles macht er selber. Und zwar auf die Art und Weise wie er so ist. Man kann mit ihnen auch nciht Essen gehen, denn er hat keine Benehmen am Tisch. Sein ganzer Bart ist voller essen, weil er sein Gesicht bald ins Essen drückt. Und dann hört man beide tuscheln, dass das nicht schmeckt, sein Essen um Klassen besser wäre usw.

Wir versuchen der Situation aus dem Weg zu gehen und kochen an Weihnachten bei uns.
Ja da wird unser Essen sowas von kritisiert, wir sollen mehr üben usw. In der Beziehung ist er total von sich überzeugt.

Das schlimme ist, dass meine Mutter uns Essen vorbei bringt, obwohl ich es ausdrücklich nicht gewünscht habe. Wir schmeißen es auch immer weg weil wir uns davor ekeln.

Meine Mutter habe ich es schon mal gesagt, dass er immer eine Fahne hat und wir das Essen auch entsorgen mussten. Selbtgemachte Majo in einem Plastikeimer mit paar Katzenhaaren im Hochsommer finde ich nicht gerade gut.

Das streitet sie gleich ab und das stimmt so nicht.

Etwas geholfen hat es schon, denn schlagartig waren die Essenlieferungen vorbei.

Bis mal nach wenigen Wochen wieder ein Anlass ist, und Essen zu bringen. Und ich spreche hier von Mengen die uns zu viel sind, selbst wenn wir es essen würden.

Meine Schwester wohnt etwas weiter weg, sie hat das Problem nicht.
Aber sie weiß auch nciht was ich machen soll, denn auf Kritik reagiert meine Mutter extrem. Und mit extrem meine ich übertriebene Traurigkeit. Sie fühlt sich da irgendwie angegriffen und frisst alles in sich rein. Vielleicht traut sie sich auch nicht ihm das zu sagen.

Ich kann mich an eine Situation erinnern, wo ich ihm nebenbei mal gesagt habe, was mir nicht passt. Denn offensichtlich hat er kein Problem damit uns immer die Meinung zu sagen.

Es ging darum paar seiner Möbel die damals vermutlich teuer waren in einem Zimmer aufzu bauen. In dem leeren Zimmer bei ihnen hätten sie nie reingepasst, aber dafür in deren Schlafzimmer. Die Möbel sind eigentlich eine Art Bar mit Glasvitrine. Ich habe es meiner Mutter angesehen, dass sie das sicher nicht im Schlafzimmer haben wollte.

Also habe ich ihm gesagt, dass die Möbel keiner haben will. Ja sie waren mal teuer, aber das ist kein Grund um die Möbel aufzustellen. Sie würde ohne nutzen rumstehen ich glaube nicht, dass ein normaler Mensch früh in einer Bar aufwachen will als in einem Schlafzimmer. Und ich denke, dass das meiner Mutter auch nicht will. Also besser man setzt die in eine Anzeige oder man entsorgt die einfach.
Da ist er ausgerastet, meinte sowas wie ihr habt keine Ahnung und fuhr einfach weg. Für mich war das Thema erledigt aber meine Mutte hatte feuchte Augen. Bis heute sind die Möbel nicht aufgebaut und das Thema kam nie mehr auf.

Leute, ich weiß einfach nciht, wie ich mit der Situation umgehen soll.



Mehr lesen

30. Mai 2018 um 17:28
In Antwort auf gilles1983

Meine Mutte ist 60 und ich bin 34.

Wenn ich meine Mutter erstmal etwas beschreifen darf, beuhaupte ich, dass sie jedem Problem aus dem Weg gehen möchte. 

Unsere Familie ist damals in meiner Jugend auseinandergebrochen. Ich bin der jüngste und meine beiden Schwestern sind 6 und 8 Jahre älter als ich. 

Die älteste Schwester hat immer zu Papa gehalten, meine andere Schwester und ich waren über die Trennung meiner eltern froh. Zu meiner ältersten Schwester und meinem Vater haben wir alle keinen Kontakt was von unserer Seite aus geht. 

Vor der Trennung zogen meine Schwestern bereits mit ihren Lebenspartners zusammen und ich wohnte dann ca. 1 Jahr mit meiner Mutter alleine. Denke da muss ich 13 Jahre alt gewesen sein.

Meine Mutter lerne einen neuen Mann kennen. Er war ordentlich, direkt, fleißig, streng - hat sich aber sehr viel mit mir beschäftig und hat mir viel beibebracht. Für mich ich er heute noch ein "Vater". Wenn ich mal "Mist" gebaut habe, dann hat er mich immer zur Rede gestellt, worauf es manchmal auch laut hin und her ging. Ein typischer Streit eben mit Aussprache. 
Wir versöhnten uns aber irgendwann wieder und alles war gut. Ja und der Grund war auch immer berechtigt Meiner Mutter versuchte sich immer zwischen uns zu stellen und die Sache zu verhamlosen. Manchmal habe ich bemerkt, wie sie für mich lügen wollte. Natürlich war das einfacher für mich aber mich plagte das schlechte Gewissen und sagte immer die Wahrheit.

Ich behaupte, ohne ihn wäre ich heute nicht der, der ich bin.

leider dauerte dieses Glück nur wenige Jahre, er verstarb leider nach einer schweren Krankheit. 

Wegen der schweren Krankheit und der 24h Pfege meiner Mutter ging ihr und sein komplettes Erspartes drauf. Weswegen ich ihr damals geraten habe, dass sie ihn bei mir im Haus pflegen darf, bis wir irgendwann eine Lösung haben. Denn mittlerweile war ich erwachsen und hatte mein eigenes Haus mit einer freien Etage. Für meine Frau war es soweit auch OK, dass beide derweil in meinem Haus leben.

Nach dem Tod wohnte meine Mutter alleine bei uns im Haus. Sie hat ziemlich bald eine Arbeit bekommen und es ging wieder Berg auf. Sobald sie sich finanziell erholt hat, wollte sie wieder ausziehen. Es dauerte nicht lange, da wurde sie vom einem Mann nach Hause begleitet. Sie hat ihn mir als einen neuen guten Freund vorgestellt. Ja, er war nett aber er war nicht mein Fall. Aber das muss mich ja nciht weiter interessieren, denn meine Mutter muss mit ihm ja auskommen. Aus der Freundschaft wurde es bei ihnen mehr und von heute auf jetzt wohnte er plötzlich bei uns, ohne das mit uns abzuklären. Erst wollte ich es nicht glauben, meine Frau sagte es gleich dass er bei uns im Haus wohnt. Aber nach etwa 2 Wochen Dauerbesuch habe ich meine Mutter zu Rede gestellt. 
Ja, er wohnt hier und sie hat ihn auch einen 2. Schlüssel gegeben. Daraufhin war ich total sauer und ich sagte ihr, dass das so nicht in Ordnung sei. Wenn beide zusammenziehen wollen, dann bitte nicht bei mir. Meine Frau hat das auch so gesehen wie ich.

Sie nahm das so hin und weinte sich bei meiner Schwester aus, ich wäre böse mit ihr gewesen. Meiner Schwester hat mir das erzählt und ich habe meine Mutte nochmal zur Rede gestellt und alles nochmal erklärt. Sie nahm das wieder einfach nur hin und bis heute glaube ich, dass sie das nicht verstanden hat.

Ich kann meine Mutter natürlich nicht einfach so rausschmeißen und habe ich erlaubt so zu wohnen, bis beide was neues haben. Die Stimmung war nicht gut, denn ihr neuer Lebenspartner ist und ständig negativ aufgefallen. Ob das bei jedem Gespräch seine Alkolfahne war, oder der Anblick wenn er uns tagsüber nur in seiner Unterhose über den Weg gelaufen. Ich finde ihn nicht gerade gepflegt. Er ist nicht gerade eitel und trinkt gerne viel. 
Genau das krasse Gegenteil von meinem Stiefvater. Und meine Mutter ist auch sonst immer geflegt gewesen. Man würde nie denken, dass beide ein Paar sind. 
Nach einem Jahr hatte der Spuk endlich ein Ende. beide zogen in ein neues gemeinsames Haus. 

Und ab da muss ich sagen, lässt sich meine Mutte total gehen. Ob es ihr Äußeres ist und auch ihre Art. 

Wir hatte früher eine Katze, die durfte nichtmal auf die Couch. Jetzt habe sie 4 Katzen und die dürfen sogar auf die Küchenzeile. Er kocht gerne und ist von seinen Kochkünsten überzeugt. Wir habe das paar Mal versucht, aber immer ist in jedem Essen Rotwein rauszuschmecken, es ist fettig und wenn man glück hat findet man auch entweder seine Haare darin oder welche der Katzen. Wie er kocht haben wir leider auch schon mal mit erlebt. Er steht in seinem T-Shirt und Unterhose da und schmeckt das Essen ab. Den halben Löffel den er als Rest auf dem Löffel lässt, gibt er wieder zurück in den Topf. 

Ich kann dort bei ihnen nichts mehr Essen. Das gute Essen meiner Mutter gibt es dort nicht mehr, weil er nur noch kocht. Das große Problem ist, dass er alles selber macht. Ob es die Klöße sind, Majonaise, Frischkäse oder Quark. Alles macht er selber. Und zwar auf die Art und Weise wie er so ist. Man kann mit ihnen auch nciht Essen gehen, denn er hat keine Benehmen am Tisch. Sein ganzer Bart ist voller essen, weil er sein Gesicht bald ins Essen drückt. Und dann hört man beide tuscheln, dass das nicht schmeckt, sein Essen um Klassen besser wäre usw.

Wir versuchen der Situation aus dem Weg zu gehen und kochen an Weihnachten bei uns. 
Ja da wird unser Essen sowas von kritisiert, wir sollen mehr üben usw. In der Beziehung ist er total von sich überzeugt. 

Das schlimme ist, dass meine Mutter uns Essen vorbei bringt, obwohl ich es ausdrücklich nicht gewünscht habe. Wir schmeißen es auch immer weg weil wir uns davor ekeln. 

Meine Mutter habe ich es schon mal gesagt, dass er immer eine Fahne hat und wir das Essen auch entsorgen mussten. Selbtgemachte Majo in einem Plastikeimer mit paar Katzenhaaren im Hochsommer finde ich nicht gerade gut.   

Das streitet sie gleich ab und das stimmt so nicht.

Etwas geholfen hat es schon, denn schlagartig waren die Essenlieferungen vorbei.

Bis mal nach wenigen Wochen wieder ein Anlass ist, und Essen zu bringen. Und ich spreche hier von Mengen die uns zu viel sind, selbst wenn wir es essen würden.

Meine Schwester wohnt etwas weiter weg, sie hat das Problem nicht.
Aber sie weiß auch nciht was ich machen soll, denn auf Kritik reagiert meine Mutter extrem. Und mit extrem meine ich übertriebene Traurigkeit. Sie fühlt sich da irgendwie angegriffen und frisst alles in sich rein. Vielleicht traut sie sich auch nicht ihm das zu sagen.

Ich kann mich an eine Situation erinnern, wo ich ihm nebenbei mal gesagt habe, was mir nicht passt. Denn offensichtlich hat er kein Problem damit uns immer die Meinung zu sagen. 

Es ging darum paar seiner Möbel die damals vermutlich teuer waren in einem Zimmer aufzu bauen. In dem leeren Zimmer bei ihnen hätten sie nie reingepasst, aber dafür in deren Schlafzimmer. Die Möbel sind eigentlich eine Art Bar mit Glasvitrine. Ich habe es meiner Mutter angesehen, dass sie das sicher nicht im Schlafzimmer haben wollte. 

Also habe ich ihm gesagt, dass die Möbel keiner haben will. Ja sie waren mal teuer, aber das ist kein Grund um die Möbel aufzustellen. Sie würde ohne nutzen rumstehen ich glaube nicht, dass ein normaler Mensch früh in einer Bar aufwachen will als in einem Schlafzimmer. Und ich denke, dass das meiner Mutter auch nicht will. Also besser man setzt die in eine Anzeige oder man entsorgt die einfach. 
Da ist er ausgerastet, meinte sowas wie ihr habt keine Ahnung und fuhr einfach weg. Für mich war das Thema erledigt aber meine Mutte hatte feuchte Augen. Bis heute sind die Möbel nicht aufgebaut und das Thema kam nie mehr auf. 

Leute, ich weiß einfach nciht, wie ich mit der Situation umgehen soll.  


 
 

Sehr schwierige Situation. Deine Mutter kann ihr Leben mit ihrem Partner so leben wie sie will. Da kann man wenig machen. Aber du kannst immer mal wieder nachfragen ob sie gluecklich ist und anbieten zu helfen, falls sie was aendern will. 

Ihr koennt euch aber auf jeden Fall abgrenzen, wenn es etwas mit euch zu tun hat. Sag ihr deutlich wenn ihr etwas nicht wollt. Die Sache mit dem Essen....schwierig. Ich Wuerde es wahrscheinlich einfach entsorgen. Warum ewig um was streiten und sich aergern, wenn es sich dann sowieso nicht aendert. 

Ich wuerde meine Mutter auch darum bitten, dass sie oefters mal mit mir allein (ohne Partner) trifft....vielleicht nur auf einen Kaffee oder um gemeinsam Fruehstueck zu essen. Dann sieht es nicht so aus als wuerde er aus groesseren Dingen ausgeschlossen.

So hast du Kontakt zu deiner Mutter, sie kann frei mit dir reden...und du musst die Tischmanieren des Partners nicht ertragen. 

1 LikesGefällt mir

1. Juni 2018 um 14:15
In Antwort auf gilles1983

Meine Mutte ist 60 und ich bin 34.

Wenn ich meine Mutter erstmal etwas beschreifen darf, beuhaupte ich, dass sie jedem Problem aus dem Weg gehen möchte. 

Unsere Familie ist damals in meiner Jugend auseinandergebrochen. Ich bin der jüngste und meine beiden Schwestern sind 6 und 8 Jahre älter als ich. 

Die älteste Schwester hat immer zu Papa gehalten, meine andere Schwester und ich waren über die Trennung meiner eltern froh. Zu meiner ältersten Schwester und meinem Vater haben wir alle keinen Kontakt was von unserer Seite aus geht. 

Vor der Trennung zogen meine Schwestern bereits mit ihren Lebenspartners zusammen und ich wohnte dann ca. 1 Jahr mit meiner Mutter alleine. Denke da muss ich 13 Jahre alt gewesen sein.

Meine Mutter lerne einen neuen Mann kennen. Er war ordentlich, direkt, fleißig, streng - hat sich aber sehr viel mit mir beschäftig und hat mir viel beibebracht. Für mich ich er heute noch ein "Vater". Wenn ich mal "Mist" gebaut habe, dann hat er mich immer zur Rede gestellt, worauf es manchmal auch laut hin und her ging. Ein typischer Streit eben mit Aussprache. 
Wir versöhnten uns aber irgendwann wieder und alles war gut. Ja und der Grund war auch immer berechtigt Meiner Mutter versuchte sich immer zwischen uns zu stellen und die Sache zu verhamlosen. Manchmal habe ich bemerkt, wie sie für mich lügen wollte. Natürlich war das einfacher für mich aber mich plagte das schlechte Gewissen und sagte immer die Wahrheit.

Ich behaupte, ohne ihn wäre ich heute nicht der, der ich bin.

leider dauerte dieses Glück nur wenige Jahre, er verstarb leider nach einer schweren Krankheit. 

Wegen der schweren Krankheit und der 24h Pfege meiner Mutter ging ihr und sein komplettes Erspartes drauf. Weswegen ich ihr damals geraten habe, dass sie ihn bei mir im Haus pflegen darf, bis wir irgendwann eine Lösung haben. Denn mittlerweile war ich erwachsen und hatte mein eigenes Haus mit einer freien Etage. Für meine Frau war es soweit auch OK, dass beide derweil in meinem Haus leben.

Nach dem Tod wohnte meine Mutter alleine bei uns im Haus. Sie hat ziemlich bald eine Arbeit bekommen und es ging wieder Berg auf. Sobald sie sich finanziell erholt hat, wollte sie wieder ausziehen. Es dauerte nicht lange, da wurde sie vom einem Mann nach Hause begleitet. Sie hat ihn mir als einen neuen guten Freund vorgestellt. Ja, er war nett aber er war nicht mein Fall. Aber das muss mich ja nciht weiter interessieren, denn meine Mutter muss mit ihm ja auskommen. Aus der Freundschaft wurde es bei ihnen mehr und von heute auf jetzt wohnte er plötzlich bei uns, ohne das mit uns abzuklären. Erst wollte ich es nicht glauben, meine Frau sagte es gleich dass er bei uns im Haus wohnt. Aber nach etwa 2 Wochen Dauerbesuch habe ich meine Mutter zu Rede gestellt. 
Ja, er wohnt hier und sie hat ihn auch einen 2. Schlüssel gegeben. Daraufhin war ich total sauer und ich sagte ihr, dass das so nicht in Ordnung sei. Wenn beide zusammenziehen wollen, dann bitte nicht bei mir. Meine Frau hat das auch so gesehen wie ich.

Sie nahm das so hin und weinte sich bei meiner Schwester aus, ich wäre böse mit ihr gewesen. Meiner Schwester hat mir das erzählt und ich habe meine Mutte nochmal zur Rede gestellt und alles nochmal erklärt. Sie nahm das wieder einfach nur hin und bis heute glaube ich, dass sie das nicht verstanden hat.

Ich kann meine Mutter natürlich nicht einfach so rausschmeißen und habe ich erlaubt so zu wohnen, bis beide was neues haben. Die Stimmung war nicht gut, denn ihr neuer Lebenspartner ist und ständig negativ aufgefallen. Ob das bei jedem Gespräch seine Alkolfahne war, oder der Anblick wenn er uns tagsüber nur in seiner Unterhose über den Weg gelaufen. Ich finde ihn nicht gerade gepflegt. Er ist nicht gerade eitel und trinkt gerne viel. 
Genau das krasse Gegenteil von meinem Stiefvater. Und meine Mutter ist auch sonst immer geflegt gewesen. Man würde nie denken, dass beide ein Paar sind. 
Nach einem Jahr hatte der Spuk endlich ein Ende. beide zogen in ein neues gemeinsames Haus. 

Und ab da muss ich sagen, lässt sich meine Mutte total gehen. Ob es ihr Äußeres ist und auch ihre Art. 

Wir hatte früher eine Katze, die durfte nichtmal auf die Couch. Jetzt habe sie 4 Katzen und die dürfen sogar auf die Küchenzeile. Er kocht gerne und ist von seinen Kochkünsten überzeugt. Wir habe das paar Mal versucht, aber immer ist in jedem Essen Rotwein rauszuschmecken, es ist fettig und wenn man glück hat findet man auch entweder seine Haare darin oder welche der Katzen. Wie er kocht haben wir leider auch schon mal mit erlebt. Er steht in seinem T-Shirt und Unterhose da und schmeckt das Essen ab. Den halben Löffel den er als Rest auf dem Löffel lässt, gibt er wieder zurück in den Topf. 

Ich kann dort bei ihnen nichts mehr Essen. Das gute Essen meiner Mutter gibt es dort nicht mehr, weil er nur noch kocht. Das große Problem ist, dass er alles selber macht. Ob es die Klöße sind, Majonaise, Frischkäse oder Quark. Alles macht er selber. Und zwar auf die Art und Weise wie er so ist. Man kann mit ihnen auch nciht Essen gehen, denn er hat keine Benehmen am Tisch. Sein ganzer Bart ist voller essen, weil er sein Gesicht bald ins Essen drückt. Und dann hört man beide tuscheln, dass das nicht schmeckt, sein Essen um Klassen besser wäre usw.

Wir versuchen der Situation aus dem Weg zu gehen und kochen an Weihnachten bei uns. 
Ja da wird unser Essen sowas von kritisiert, wir sollen mehr üben usw. In der Beziehung ist er total von sich überzeugt. 

Das schlimme ist, dass meine Mutter uns Essen vorbei bringt, obwohl ich es ausdrücklich nicht gewünscht habe. Wir schmeißen es auch immer weg weil wir uns davor ekeln. 

Meine Mutter habe ich es schon mal gesagt, dass er immer eine Fahne hat und wir das Essen auch entsorgen mussten. Selbtgemachte Majo in einem Plastikeimer mit paar Katzenhaaren im Hochsommer finde ich nicht gerade gut.   

Das streitet sie gleich ab und das stimmt so nicht.

Etwas geholfen hat es schon, denn schlagartig waren die Essenlieferungen vorbei.

Bis mal nach wenigen Wochen wieder ein Anlass ist, und Essen zu bringen. Und ich spreche hier von Mengen die uns zu viel sind, selbst wenn wir es essen würden.

Meine Schwester wohnt etwas weiter weg, sie hat das Problem nicht.
Aber sie weiß auch nciht was ich machen soll, denn auf Kritik reagiert meine Mutter extrem. Und mit extrem meine ich übertriebene Traurigkeit. Sie fühlt sich da irgendwie angegriffen und frisst alles in sich rein. Vielleicht traut sie sich auch nicht ihm das zu sagen.

Ich kann mich an eine Situation erinnern, wo ich ihm nebenbei mal gesagt habe, was mir nicht passt. Denn offensichtlich hat er kein Problem damit uns immer die Meinung zu sagen. 

Es ging darum paar seiner Möbel die damals vermutlich teuer waren in einem Zimmer aufzu bauen. In dem leeren Zimmer bei ihnen hätten sie nie reingepasst, aber dafür in deren Schlafzimmer. Die Möbel sind eigentlich eine Art Bar mit Glasvitrine. Ich habe es meiner Mutter angesehen, dass sie das sicher nicht im Schlafzimmer haben wollte. 

Also habe ich ihm gesagt, dass die Möbel keiner haben will. Ja sie waren mal teuer, aber das ist kein Grund um die Möbel aufzustellen. Sie würde ohne nutzen rumstehen ich glaube nicht, dass ein normaler Mensch früh in einer Bar aufwachen will als in einem Schlafzimmer. Und ich denke, dass das meiner Mutter auch nicht will. Also besser man setzt die in eine Anzeige oder man entsorgt die einfach. 
Da ist er ausgerastet, meinte sowas wie ihr habt keine Ahnung und fuhr einfach weg. Für mich war das Thema erledigt aber meine Mutte hatte feuchte Augen. Bis heute sind die Möbel nicht aufgebaut und das Thema kam nie mehr auf. 

Leute, ich weiß einfach nciht, wie ich mit der Situation umgehen soll.  


 
 

Toll, dass junge Menschen sich noch ihrer Eltern annehmen. Die Grenzen zwischen helfen  und sich ausnutzen zu lassen, sind fließend...... und bei euch lange überschritten.
Deine Mutter und ihr Partner verhalten sich respektlos. Der Tag , an dem sie ihrem Partner,den Schlüssel zu DEINEM Haus ungefragt gab..... wäre der Tag gewesen, an dem beide hätten ausziehen müssen. Ich würde eine klare Ansage machen und ein Schreiben übergeben, in dem du gemeinsam mit der Frau eine Frist setzt, bis wann beide ausgezogen sein müssen. Das gibt einmal richtig Krach, klärt die Fronten.... und es entsteht eine zeitlang Funkstille.
Nach der Distanz werdet ihr wieder neu aufeinander zugehen können.

Gefällt mir

Frühere Diskussionen

Diskussionen dieses Nutzers

Beliebte Diskussionen

Du willst nichts mehr verpassen?
facebook

Das könnte dir auch gefallen