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Ich vermisse meinen Vater so sehr

20. November um 23:50

Hallo Leute, ich bin 21 Jahre alt und weiblich. Ich erwarte nicht wirklich eine Antwort, sondern will mich einfach mal ein bisschen ausheulen.

Bis vor einem Monat war mein Leben soweit okay. Ich hab mit meinen Eltern und meinem jüngeren Brüder ein relativ normales Leben gefühlt. Mir ging es psychisch nicht gut, da ich mit meinem aktuellen Leben nicht sonderlich zufrieden war. Aber meine Familie war da und hat mich bei allem was ich getan habe unterstützt. Mit meinem Vater hatte ich seit jeher sehr viel gestritten und wir standen uns nicht sehr nahe. Aber er war halt da und hat jeden Tag für uns frisch gekocht und uns immer abgeholt, wenn wir wo festhingen. Und ich hatte ihn ja lieb. Er war ja mein Vater

Dann kam dieser unvergessliche 25. Oktober. Es war ein ganz normaler Freitag. Meine Mutter hat wie immer lang gearbeitet und mein Vater kam so gegen 2 heim und hat uns begrüßt und gefragt wie der Tag war. Ich war abgelenkt und hab ihn nicht mal richtig angesehen. 
als meine Mutter dann einige Stunden später kam, hat sie ihn gefunden. Sie hat gerufen und ich hab ihn da liegen sehen und hab angefangen zu schreien. Meinen Schrei hab ich immer noch im Ohr.
meine Mutter hat dann den Rettungsdienst gerufen und die Polizei. Aber man konnte nichts mehr für ihn tun.
Ich erinner mich nicht mehr richtig an den Abend. Der Bestatter hat ihn noch am Abend abgeholt. Und wir saßen bis morgens um 3 im Wohnzimmer und konnten es einfach nicht fassen. Es sah einfach alles so aus wie immer, als hätte sich nichts geändert. Und doch hat sich alles geändert.

Die Tage darauf haben wir alles für die Beerdigung vorbereitet und seitdem herrscht Lehre in meinem Kopf. Irgendwie läuft der Alltag weiter, aber ich hab immer noch das Bild von ihm im Kopf, wie er da liegt.

Was mich am schlimmsten trifft war das, was der Notarzt gesagt hat. Mein Vater ging nie zum Arzt und der Notarzt sagte, dass es wohl ein Herzinfarkt oder sowas in die Richtung war. Er hat die (traurige) Vermutung, dass man etwas hätte tun können, wenn er mal zum Arzt gegangen wäre. Das ist es, was mich so trifft.

Noch immer liegen hier seine Sachen und noch immer sieht es so aus, als würde er jeden Moment vorbei kommen.

Wenn ich auf dem Friedhof das Kreuz mit deinem Namen sehe, kann ich es noch immer nicht fassen, dass da mein Vater unten drunter liegen soll. Er war doch erst 62. Ich bin einfach unfassbar traurig und noch immer fassungslos. Ich bekomm es einfach nicht in meinen Kopf rein.

Wir haben zwar oft gestritten und standen uns auch net so nahe, aber im Moment ist die Sehnsucht nach ihm und seinem dröhnenden Lachen extrem😔😭💔

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21. November um 12:55
In Antwort auf inheaven

Hallo Leute, ich bin 21 Jahre alt und weiblich. Ich erwarte nicht wirklich eine Antwort, sondern will mich einfach mal ein bisschen ausheulen.

Bis vor einem Monat war mein Leben soweit okay. Ich hab mit meinen Eltern und meinem jüngeren Brüder ein relativ normales Leben gefühlt. Mir ging es psychisch nicht gut, da ich mit meinem aktuellen Leben nicht sonderlich zufrieden war. Aber meine Familie war da und hat mich bei allem was ich getan habe unterstützt. Mit meinem Vater hatte ich seit jeher sehr viel gestritten und wir standen uns nicht sehr nahe. Aber er war halt da und hat jeden Tag für uns frisch gekocht und uns immer abgeholt, wenn wir wo festhingen. Und ich hatte ihn ja lieb. Er war ja mein Vater

Dann kam dieser unvergessliche 25. Oktober. Es war ein ganz normaler Freitag. Meine Mutter hat wie immer lang gearbeitet und mein Vater kam so gegen 2 heim und hat uns begrüßt und gefragt wie der Tag war. Ich war abgelenkt und hab ihn nicht mal richtig angesehen. 
als meine Mutter dann einige Stunden später kam, hat sie ihn gefunden. Sie hat gerufen und ich hab ihn da liegen sehen und hab angefangen zu schreien. Meinen Schrei hab ich immer noch im Ohr.
meine Mutter hat dann den Rettungsdienst gerufen und die Polizei. Aber man konnte nichts mehr für ihn tun.
Ich erinner mich nicht mehr richtig an den Abend. Der Bestatter hat ihn noch am Abend abgeholt. Und wir saßen bis morgens um 3 im Wohnzimmer und konnten es einfach nicht fassen. Es sah einfach alles so aus wie immer, als hätte sich nichts geändert. Und doch hat sich alles geändert.

Die Tage darauf haben wir alles für die Beerdigung vorbereitet und seitdem herrscht Lehre in meinem Kopf. Irgendwie läuft der Alltag weiter, aber ich hab immer noch das Bild von ihm im Kopf, wie er da liegt.

Was mich am schlimmsten trifft war das, was der Notarzt gesagt hat. Mein Vater ging nie zum Arzt und der Notarzt sagte, dass es wohl ein Herzinfarkt oder sowas in die Richtung war. Er hat die (traurige) Vermutung, dass man etwas hätte tun können, wenn er mal zum Arzt gegangen wäre. Das ist es, was mich so trifft.

Noch immer liegen hier seine Sachen und noch immer sieht es so aus, als würde er jeden Moment vorbei kommen.

Wenn ich auf dem Friedhof das Kreuz mit deinem Namen sehe, kann ich es noch immer nicht fassen, dass da mein Vater unten drunter liegen soll. Er war doch erst 62. Ich bin einfach unfassbar traurig und noch immer fassungslos. Ich bekomm es einfach nicht in meinen Kopf rein.

Wir haben zwar oft gestritten und standen uns auch net so nahe, aber im Moment ist die Sehnsucht nach ihm und seinem dröhnenden Lachen extrem😔😭💔

das was du schreibst, kann jeder mensch nachvollziehen, der einen verlust durchleben musste. alles ganz natürlich und leider bleibt dieser schmerz immer. er wird nur erträglicher mit der zeit. 

es gibt viele selbsthilfegruppen, auch online. dort kannst du mit betroffenen dich austauschen.

es tut mir sehr leid, was euch passiert ist, besonders deinem papa. er war noch sehr jung. du bereust, dass du die  zeit mit ihm nicht intensiver genutzt hast.

du kannst aber immer mit ihm "kontakt aufnehmen". entweder in gedanken oder du gehst an einen ort, wo du dich ihm nahe fühlst. sag ihm alles, was dir auf dem herzen liegt. 

alles gute dir und deiner familie.

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