Forum / Meine Familie / Kinder und Erziehung

Ich möchte ein Kind und mein Mann ist unsicher

14. März 2002 um 16:37 Letzte Antwort: 28. März 2002 um 15:05

Ich bin 30 Jahre alt und möchte lansam doch mal ein kind ebkommen. Mein Mann kommt aber öfters mit Ausflüchten wie: In diese Welt kann man kein kind setzen, da die Umwelt zerstört ist, die ganzen Kriege, usw.
Oder er schiebt die Verantwortung vor oder das Finanzielle. Gut, wir sind noch nicht schuldenfrei, aber wer ist das heutzutage schon??
Manchmal ist er aber auch eher dafür und somit weiß ich echt nicht, woran ich bin. Denn ihm ein Kind unterschieben möchte ich ja nun wirklich nicht. Aber ich denke dann dran, daß ich ja nicht die Pille absetzen kann, wenn er dafür ist und 2 Monate später ist er wieder dagegen....Dann ist es vielleicht zu spät für ihn.
War oder ist jemand in einer ähnlichen Situation und kann mir Erfahrungen schreiben? Wie wurde bei Euch die Entscheidung getroffen?
Herzlichen Dank im Vorraus

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15. März 2002 um 8:22

Hallo Toatao
so ähnlich ist es bei mir auch gerade. Ich würde jetzt gern noch ein zweites Kind bekommen und mein Mann möchte erst noch bis nächstes Jahr warten. Die Gründe die er dafür hat, sind für mich eigentlich keine richtigen Gründe. Aber andererseits ist es für ein Kind auch immer wichtig, daß beide Elternteile es auch wollen und dann lieben. Ich würde nie auf die Idee kommen, ihm eines unterzuschieben. Sowas ist wirklich untereste Schublade und sehr gemein.
Ich würde dir vorschlagen dich nochmal mit ihm zusammen zu setzen und ihm zu sagen, wie wichtig es für dich wäre ein Kind zu bekommen. Da du ja auch schon 30 bist, wäre es meiner Meinung nach auch langsam an der Zeit. Wegen dem finanziellen solltet ihr euch nicht so viele Gedanken machen, da ihr ja Erziehungsgeld und Kindergeld bekommt. Wenn dann noch Großeltern da sind, dann wird das Kleine auch von den Omas hin und wieder was bekommen. Weißt Gründe gegen ein Kind gibt es eigentlich immer, aber wenn sie dann mal da sind (und ich spreche aus Erfahrung), dann sind diese Gründe so lächerlich gewesen.
Also red nochmal mit deinem Mann und sag ihm wie wichtig es für dich ist und versuche ihn davon zu überzeugen. Erkär ihm auch, daß du vielleicht gar nicht gleich schwanger wirst und du ja auch älter wirst. Wenn es dann nämlich nicht gleich klappt, dann kann es passieren, daß du dich so verrückt machst, das dann gar nichts klappt (auch diesen Fall kenne ich).

Wünsche dir, daß dein Mann seine Ängste überwindet und einer Familie eine Chance gibt. Denn es gibt wirklich nichts schöneres als Kinder!!!

Wenn du Lust hast, kannst du dich ja wieder melden, was dein Mann gesagt hat...

Liebe Grüße
Heike

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15. März 2002 um 8:47

Unbedingt ein Kind
Hallo,
wenn es dir ein Trost ist, dass ich 34 war, als ich schwanger war.
Wir waren damals nicht verheiratet, und wir wollten beide eine Familie mit Kind, das ist der springende Punkt.
Mein Arzt bestätigte mir, dass das ein gutes Alter ist, ein Kind zu bekommen.
Wichtig ist, dass sich beide freuen.

Die Gründe, die dein Mann hervorbringt, sind berechtigt. Aber wir leben schließlich hier und heute. Vielleicht solltest du deinen Mann nicht unter Druck setzen, ich finde Familienplanung beginnt beim bewußten Sex, beide freuen sich darauf, dass es klappt, beide sind ein bißchen traurig, wenn es den Monat nicht geklappt hat.
Die wichtigste Entscheidung eures Lebens müßt ihr gemeinsam treffen.
Ein Kind verändert das ganze Leben grundlegend, da ist es wichtig, dass man sich die Verantwortung teilt.
Ein Kind ist 24 Stunden da, und deswegen sind beide Partener wichtig, die sich abwechseln können, um neue Kraft zu schöpfen, denn das Kind laugt einen völlig aus.

Ich wünsche dir viel Kraft und Liebe, und vielleicht kommt dein Mann ja auch irgendwann darauf, sich sein Leben mit Kind vorzustellen.

Viel Glück

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15. März 2002 um 15:40

Danke
Mein Mann wuchs nicht bei seinen Eltern auf und vielleicht schlummern deswegen noch Ängste in ihm.
Den Gedanken, vielleicht anders zu Verhüten wäre wohl so als Anfang gar keine schlechte Idee. Nicht, daß ich dann wirklich Jahre warten muß, bevor es dann klappt und ihm die Lust dann wieder vergeht, wenn er sich dann mal endgültig entschlossen hatte.
Werde selbstverständlich am Ball bleiben.
Wenn ich mit ihm rede, sage ich ihm auch, daß wir gute Zeiten haben und es mit Sicherheit schlimmere Dinge gibt, als in Deutschland geboren zu werden. Letzte Woche kamen wir wieder ins Gespräch, und da hatte er eben gemeint, daß es mehr oder weniger am Geld liegen würde. Aber er weiß auch, daß Kinder nicht allein von Geld leben, sondern viel mehr von Wärme, Liebe usw. Klar, Geld zum Leben ist wichtig, aber nicht so, daß es einem zu den Ohren rauskommt und den Charakter versaut. Ich bin gespannt, ob noch andere eine ähnliche Situation mitmachen oder mitgemacht haben und noch mehr Ansichten kommen.
Werde mich spätestens dann melden, wenn die Entscheidung gefallen ist oder ich schwanger bin.

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15. März 2002 um 16:05

@Temptress
Das hast du schön geschrieben und da kann ich dir nur zustimmen.

Liebe Grüße
Heike

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22. März 2002 um 18:19

Angst
Hallo,

ich möchte zu diesem Thema gerne etwas sagen:

Als mein Freund damals sagte, er wolle ein Kind, war ich diejenige die unsicher war. Nach langem Überlegen jedoch hätte ich die ganze Welt umarmen können vor Glück, denn ein Baby war doch auch mein Wunsch. Leider hielt die Sache bei meinem Schatz nicht an. Es war wochenlang ein Hin und Her. Tja, und dann war ich schwanger und er sagte Nichts mehr: drei Tage lang.

Heute ist er superglücklich mit mir und dem kleinem, denn letztlich war es nur die Angst vor so viel Verantwortung und Veränderung im Leben. So hat er es zumindest jetzt ausgedrückt.

Vielleicht ist es nicht die Welt, die deinen Mann zurückhält, sondern nur die Angst. Darüber solltet ihr vielleicht mal reden.

Ist nur so ein Gedanke

liebste Grüsse

glasregen

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23. März 2002 um 16:40
In Antwort auf

Angst
Hallo,

ich möchte zu diesem Thema gerne etwas sagen:

Als mein Freund damals sagte, er wolle ein Kind, war ich diejenige die unsicher war. Nach langem Überlegen jedoch hätte ich die ganze Welt umarmen können vor Glück, denn ein Baby war doch auch mein Wunsch. Leider hielt die Sache bei meinem Schatz nicht an. Es war wochenlang ein Hin und Her. Tja, und dann war ich schwanger und er sagte Nichts mehr: drei Tage lang.

Heute ist er superglücklich mit mir und dem kleinem, denn letztlich war es nur die Angst vor so viel Verantwortung und Veränderung im Leben. So hat er es zumindest jetzt ausgedrückt.

Vielleicht ist es nicht die Welt, die deinen Mann zurückhält, sondern nur die Angst. Darüber solltet ihr vielleicht mal reden.

Ist nur so ein Gedanke

liebste Grüsse

glasregen

Möglicherweise Angst
Wie ich schon überlegt habe, ist bei ihm mit Sicherheit ein Teil davon Angst, aber wie kann ich ihm diese Angst nehmen? Ich meine es ist nueinmal wirklich eine große Verantwortung und Umstellung und ich möchte eben, dass er voll hinter mir steht und nicht nur darauf hoffen, dass es so ist.
Im Moment spreche ich das Thema mal wieder nicht an, da ich ihn ja nicht überrumpeln möchte, aber zwischendrin gibt er Kommentare ab, wie: Bei uns wäre das anders etc. also gebe ich die Hoffnung nicht auf.
Wie geht Dein Freund jetzt damit um? Ich glaube, daß ich auch irgendwie selber Angst habe, dass danach nicht alles automatisch gut läuft und er der Superpapi sein wird, sondern er Recht hatte, mit seiner Angst und ihm dann wirklich alles zu viel wird. Wahrscheinlich möchte ich auch deswegen so eine Absicherung von ihm, die wohl nicht möglich sein wird.
Werde trotzdem weiter daran arbeiten und solange "Trockenübungen" machen.
Habe jetzt noch die Pille für die nächsten 2 Monate, mal schauen, ob ich mich dann traue, sie abzusetzen und anders zu verhüten. Wäre ja schon mal ein Anfang und wieder die Möglichkeit mit ihm zu reden und ide Reaktion zu sehen. Wenn er mich dann gar nicht mehr anrührt, aht er mit Sicherheit riesige Angst, dass ich sofort schwanger werden könnte.
Danke für Deine Hilfe.

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23. März 2002 um 19:13
In Antwort auf

Möglicherweise Angst
Wie ich schon überlegt habe, ist bei ihm mit Sicherheit ein Teil davon Angst, aber wie kann ich ihm diese Angst nehmen? Ich meine es ist nueinmal wirklich eine große Verantwortung und Umstellung und ich möchte eben, dass er voll hinter mir steht und nicht nur darauf hoffen, dass es so ist.
Im Moment spreche ich das Thema mal wieder nicht an, da ich ihn ja nicht überrumpeln möchte, aber zwischendrin gibt er Kommentare ab, wie: Bei uns wäre das anders etc. also gebe ich die Hoffnung nicht auf.
Wie geht Dein Freund jetzt damit um? Ich glaube, daß ich auch irgendwie selber Angst habe, dass danach nicht alles automatisch gut läuft und er der Superpapi sein wird, sondern er Recht hatte, mit seiner Angst und ihm dann wirklich alles zu viel wird. Wahrscheinlich möchte ich auch deswegen so eine Absicherung von ihm, die wohl nicht möglich sein wird.
Werde trotzdem weiter daran arbeiten und solange "Trockenübungen" machen.
Habe jetzt noch die Pille für die nächsten 2 Monate, mal schauen, ob ich mich dann traue, sie abzusetzen und anders zu verhüten. Wäre ja schon mal ein Anfang und wieder die Möglichkeit mit ihm zu reden und ide Reaktion zu sehen. Wenn er mich dann gar nicht mehr anrührt, aht er mit Sicherheit riesige Angst, dass ich sofort schwanger werden könnte.
Danke für Deine Hilfe.

@Tao Tao
Also mein Freund hat sich im Laufe der Schwangerschaft schon ziemlich reingefunden und war dann auch bei der Geburt bis fast zum Schluss dabei(musste auf arbeit). Danach war es ein paar Wochen noch ziemlich chaotisch, denn nun stand ja nicht mehr er im Mittelpunkt und und und-leider musste ich ihm erstmal richtig den Kopf waschen bis das Alles funktionierte. Aber heute ist er wirklich toll und liebt den Kleinen genau wie ich. Und seit der Kleine richtig lacht und mit Papa brabbelt, kann er auch viel besser auf ihn eingehen.

Ich wünsch dir viel Glück

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27. März 2002 um 21:10

Bekomme eins!
ich kann dir nur raten da nach deinem gefühl zu gehen und ein kind zu bekommen, wenn du meinst,daß der richtige zeitpunkt gekommen ist! du hast schließlich auch die schwangerschaft hinter dich zu bringen und wahrscheinlich auch die erste zeit mit dem kind, so daß es auch in erster lienie deine entscheidung sein muß. wie die erfahrung gezeigt hat, sind die männer, wenn das kleine erstmal da ist, auch begeistert.#
außerdem sei dir mal nicht so sicher, daß es, falls dein mann erst in fünf jahren "einwilligt", du überhaupt noch ein kind bekommen kannst. es gibt immer mehr frauen, die ,auch durch das jahrelange pillenehmen, sehr lange brauchen um schwanger zu werden, vorallem je älter sie sind!von der selbstverständlichkeit :jederzeit ein kind bekommen zu können, immer aus zu gehen, ist sehr fatal!
alles jute!
kolina

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28. März 2002 um 15:05
In Antwort auf

Bekomme eins!
ich kann dir nur raten da nach deinem gefühl zu gehen und ein kind zu bekommen, wenn du meinst,daß der richtige zeitpunkt gekommen ist! du hast schließlich auch die schwangerschaft hinter dich zu bringen und wahrscheinlich auch die erste zeit mit dem kind, so daß es auch in erster lienie deine entscheidung sein muß. wie die erfahrung gezeigt hat, sind die männer, wenn das kleine erstmal da ist, auch begeistert.#
außerdem sei dir mal nicht so sicher, daß es, falls dein mann erst in fünf jahren "einwilligt", du überhaupt noch ein kind bekommen kannst. es gibt immer mehr frauen, die ,auch durch das jahrelange pillenehmen, sehr lange brauchen um schwanger zu werden, vorallem je älter sie sind!von der selbstverständlichkeit :jederzeit ein kind bekommen zu können, immer aus zu gehen, ist sehr fatal!
alles jute!
kolina

Vielleicht melden sich Männer zu Wort?
Klar ist das meine Entschiedung, ein Kind zu bekomen, aber eben nicht nur meine. Ich möchte ihm wie gesagt nicht einfach so ein kind unterjubeln, sondern ihn davon überzeugen. Mit Argumenten, nicht gleich mit Taten. Das könnte ich mir nie verzeihen, wenn er dann mal sagen würde: Du wolltest doch das Kind, nicht ich usw.
Ich denke mir, daß ich weiter versuche, ihn sachte, aber bestimmt an das Thema heranzuführen und ihn somit überzeugen werde.
Ich dachte nur, vielleicht melden sich auch Männer, die auch einmal vor dieser Entscheidung standen. Es gibt doch sicher so Urängste, die einen ehemaligen "Single" zu Familienplanung haben. Eben die Verantwortung oder sonstwas, was einem zu viel sein könnte. Würde mich freuen, wenn mir ein paar Männer etwas zu dem Thema sagen könnten.

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