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Ich heule mit, wenn ich meinen Sohn in den Kindergarten bringe

21. September 2005 um 21:12 Letzte Antwort: 6. August 2007 um 22:30

Hallo !

Wie lernt man "das Loslassen"?
Ich hab gestern mitgeheult, als ich meinen Sohn in den Kindergarten bringen wollte - und hab ihn dann auch wieder mit nach Hause genommen.
Ziemlich dumm - ich weiß.
Heute hat ihn mein Mann gebracht.
Aber auf Dauer - muß ich das schon selber machen.
Mein Sohn ist dreieinhalb und reif für den Kindergarten.
Ich bin 40 und nicht reif genug, - um ihn loszulassen.

Wer weiß Rat ?

Liebe Grüße
Manuela

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22. September 2005 um 6:35

Und dein Kind....
hat er auch geheult, als ihn der Papa in die KiTa brachte? Wenn nicht, dann liegt es eindeutig an Dir und dein Kind ist "reif" für die KiTa. Entwickelt man sich als 40-jährige noch? Kannst Du überhaupt jemals loslassen - willst Du es überhaupt?

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22. September 2005 um 8:37

Mir ging`s genauso!
Hallo Manuela,

kann gut verstehen, wie`s dir zur Zeit geht. Meine Tochter (3 Jahre) ist seit Juli im Kindergarten. Ich hatte zum Glueck die Moeglichkeit, eine ganze Woche zusammen mit meiner Tochter in den KiGa zu gehen. So lernte ich die Erzieherinnen, die anderen Kinder, den Tagesablauf und die Atmosphaere kennen, und konnte den Leuten, denen ich mein Kind ueberlasse, immer mehr vertrauen. Nach dieser Woche gab`s einen Tag, an dem mir meine Kleine hinterherlaufen wollte, als ich wieder nach Hause ging. Die Erzieherinnen hatten dabei meine bruellende Kleine festgehalten. Sicher kannst du dir vorstellen, wie ich mich fuehlte, als ich mein schreiendes Kind alleine lassen musste. Kurz danach hat mich die Erzieherin angerufen, und mir versichert, dass sich meine Tochter sofort wieder beruhigt hatte, nachdem ich weg war.

Habe die Kindergartenzeiten meiner Kleinen nun langsam auf 4 Stunden pro Tag gesteigert. Mittwochs bleibt meine Kleine noch zuhause. Wenn ich sie vom KiGa abhole, laeuft mir meine Tochter stets lachend und gluecklich entgegen. Das gibt mir so viel! Ich merke, dass ihr der Kindergarten echt gut tut.

Manuela, dein Bauchgefuehl sollte bei dem KiGa deines Sohnes stimmen. Dann gelingt auch der Abloesungsprozess. Lass dir Zeit dabei, aber sei konsequent.

Liebe Gruesse

soerfi

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22. September 2005 um 13:43
In Antwort auf ekta_12854737

Mir ging`s genauso!
Hallo Manuela,

kann gut verstehen, wie`s dir zur Zeit geht. Meine Tochter (3 Jahre) ist seit Juli im Kindergarten. Ich hatte zum Glueck die Moeglichkeit, eine ganze Woche zusammen mit meiner Tochter in den KiGa zu gehen. So lernte ich die Erzieherinnen, die anderen Kinder, den Tagesablauf und die Atmosphaere kennen, und konnte den Leuten, denen ich mein Kind ueberlasse, immer mehr vertrauen. Nach dieser Woche gab`s einen Tag, an dem mir meine Kleine hinterherlaufen wollte, als ich wieder nach Hause ging. Die Erzieherinnen hatten dabei meine bruellende Kleine festgehalten. Sicher kannst du dir vorstellen, wie ich mich fuehlte, als ich mein schreiendes Kind alleine lassen musste. Kurz danach hat mich die Erzieherin angerufen, und mir versichert, dass sich meine Tochter sofort wieder beruhigt hatte, nachdem ich weg war.

Habe die Kindergartenzeiten meiner Kleinen nun langsam auf 4 Stunden pro Tag gesteigert. Mittwochs bleibt meine Kleine noch zuhause. Wenn ich sie vom KiGa abhole, laeuft mir meine Tochter stets lachend und gluecklich entgegen. Das gibt mir so viel! Ich merke, dass ihr der Kindergarten echt gut tut.

Manuela, dein Bauchgefuehl sollte bei dem KiGa deines Sohnes stimmen. Dann gelingt auch der Abloesungsprozess. Lass dir Zeit dabei, aber sei konsequent.

Liebe Gruesse

soerfi

Vielen Dank
für Deine und Eure Antworten bisher.

Ich wollte meinen Sohn eigentlich erst nächstes Jahr in den Kindergarten geben, weil er mir noch nicht reif genug erschien.
Aber in den letzten Monaten machte er einen Entwicklungssprung - und ich glaube nun, daß es ihm eher gut tut, als schadet.
Doch ich habe diesen Entwicklungssprung nicht mitgemacht.
Ich hab mich also kurzfristig entschlossen, ihn im KiGa unterzubringen, weil es auch sonst hier bei uns kein anderes Angebot gibt.
Für die Mutter-Kind-Gruppe ist er zu alt, ebenso für den Musikgarten, für die Sportangebote (ohne Begleitperson) ist er zu jung.
Jetzt hatte ich plötzlich garnichts mehr für ihn - und das schien mir doch zu wenig.
Meine Unentschlossenheit schadet mir - und macht es meinem Kind schwer.
Ich ärgere mich wirklich über mich selbst, weiß aber natürlich, dass es ein Prozess ist.
Ich glaube, ich werde ihn jetzt erstmal wieder zu Hause lassen - und mich bzw. uns beide einige Monate auf den Kindergarten vorbereiten.
Dann kommt er eben im Jan./Febr. rein und dann klappts auch.
(Mein Mann ist nicht begeistert. Allerdings hat er auch bei ihm gebrüllt. Beim Abholen war er fröhlich, - es hat ihm gut gefallen, da will er wieder hin.)
Ich glaube er spürt meine Unsicherheit und mein Problem loszulassen - und will deshalb nicht hingehen, obwohl es ihm sehr gut gefällt, wenn er da ist (war).

Liebe Grüße
Manuela

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22. September 2005 um 13:47
In Antwort auf flyingkat

Und dein Kind....
hat er auch geheult, als ihn der Papa in die KiTa brachte? Wenn nicht, dann liegt es eindeutig an Dir und dein Kind ist "reif" für die KiTa. Entwickelt man sich als 40-jährige noch? Kannst Du überhaupt jemals loslassen - willst Du es überhaupt?

Gute Frage
das mit dem "Loslassen wollen".
Ich werd mir mal ein paar Bücher aus der Psychoecke holen und lesen - entwickeln kann man sich schon noch, ja !!!

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23. September 2005 um 6:37
In Antwort auf beryl_12097443

Vielen Dank
für Deine und Eure Antworten bisher.

Ich wollte meinen Sohn eigentlich erst nächstes Jahr in den Kindergarten geben, weil er mir noch nicht reif genug erschien.
Aber in den letzten Monaten machte er einen Entwicklungssprung - und ich glaube nun, daß es ihm eher gut tut, als schadet.
Doch ich habe diesen Entwicklungssprung nicht mitgemacht.
Ich hab mich also kurzfristig entschlossen, ihn im KiGa unterzubringen, weil es auch sonst hier bei uns kein anderes Angebot gibt.
Für die Mutter-Kind-Gruppe ist er zu alt, ebenso für den Musikgarten, für die Sportangebote (ohne Begleitperson) ist er zu jung.
Jetzt hatte ich plötzlich garnichts mehr für ihn - und das schien mir doch zu wenig.
Meine Unentschlossenheit schadet mir - und macht es meinem Kind schwer.
Ich ärgere mich wirklich über mich selbst, weiß aber natürlich, dass es ein Prozess ist.
Ich glaube, ich werde ihn jetzt erstmal wieder zu Hause lassen - und mich bzw. uns beide einige Monate auf den Kindergarten vorbereiten.
Dann kommt er eben im Jan./Febr. rein und dann klappts auch.
(Mein Mann ist nicht begeistert. Allerdings hat er auch bei ihm gebrüllt. Beim Abholen war er fröhlich, - es hat ihm gut gefallen, da will er wieder hin.)
Ich glaube er spürt meine Unsicherheit und mein Problem loszulassen - und will deshalb nicht hingehen, obwohl es ihm sehr gut gefällt, wenn er da ist (war).

Liebe Grüße
Manuela

Vielleicht....
kannst Du ja mit dem KiGa ausmachen, dass du ihn nur 1 - 2 aml die woche bringst und steigerst das dann kontinuierlich...?

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23. September 2005 um 17:38

Hi
Hallo Manuela
Glaube das kennt so zimlich jede Mutter!
Mein Sohn war damals noch keine 2 als er in den Kita kam...die ersten Tage waren nicht gerade leicht ..er hat beim hinbringen geweint..ich bhätte auch mitheulen können..habe damals extra Urlaub genommen um ihn langsam zu gewöhnen..also ersten Tag nur ne Stunde....usw.....beim ersten mal bin ich gar nicht sehr weit weg...aber man muss als Mutter da durch und die Kids gewöhnen sich schneller als man denkt! Das beste ist wenn du ihn bringst,nicht zu lange rumzutütteln,sondern ihn abzugeben ,ihm sagen das Du oder dein Mann ihn nachher wieder abholt und dann wie gesagt geht auch wenn er weint,,,wenn dir am anfang die Trähnen kullern dann ist es völlig ok ! Aber nach kurzer Zeit wird es dann leichter glaub mir mal!
Dir wünsche ich Kraft und hee lass ihn los !
lg sternchen361

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23. September 2005 um 20:19

Ich gebe MN total recht!
Ich finde das auch, wenn du und dein Kind einfach noch nicht soweit seid, dann wartet doch noch. Meine Tochter geht zwar jetzt auch mit drei Jahren in den KiGa, aber sie ist die jüngste dort. Bei uns war die Zeit einfach reif dafür, meine Kleine hat selber immer nach dem KiGa gefragt und ich fühle mich wohl dabei sie gehen zu lassen. Die meisten Kinder sind 4 Jahre oder älter in der Gruppe meiner Tochter. Also du siehst, auch andere Familien warten länger damit. Das tut euch sicher gut, wenn ihr euch noch so braucht!

LG, Christa

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23. September 2005 um 21:06

Wir und unsere kinder
hallo nuel,

ich denke, wir sind für unsere kinder da, nicht umgekehrt, das kommt später wenn wir nicht mehr für uns sorgen können.
wer das anders handhabt benutzt sein kind.
wer sein kind liebt ermöglicht ihm die erfahrungen die es dringend braucht, positive wie negative.
die mutter meines sohnes hat geweint als er geheiratet hat. kopfschüttel.

manndel

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23. September 2005 um 22:15
In Antwort auf beryl_12097443

Vielen Dank
für Deine und Eure Antworten bisher.

Ich wollte meinen Sohn eigentlich erst nächstes Jahr in den Kindergarten geben, weil er mir noch nicht reif genug erschien.
Aber in den letzten Monaten machte er einen Entwicklungssprung - und ich glaube nun, daß es ihm eher gut tut, als schadet.
Doch ich habe diesen Entwicklungssprung nicht mitgemacht.
Ich hab mich also kurzfristig entschlossen, ihn im KiGa unterzubringen, weil es auch sonst hier bei uns kein anderes Angebot gibt.
Für die Mutter-Kind-Gruppe ist er zu alt, ebenso für den Musikgarten, für die Sportangebote (ohne Begleitperson) ist er zu jung.
Jetzt hatte ich plötzlich garnichts mehr für ihn - und das schien mir doch zu wenig.
Meine Unentschlossenheit schadet mir - und macht es meinem Kind schwer.
Ich ärgere mich wirklich über mich selbst, weiß aber natürlich, dass es ein Prozess ist.
Ich glaube, ich werde ihn jetzt erstmal wieder zu Hause lassen - und mich bzw. uns beide einige Monate auf den Kindergarten vorbereiten.
Dann kommt er eben im Jan./Febr. rein und dann klappts auch.
(Mein Mann ist nicht begeistert. Allerdings hat er auch bei ihm gebrüllt. Beim Abholen war er fröhlich, - es hat ihm gut gefallen, da will er wieder hin.)
Ich glaube er spürt meine Unsicherheit und mein Problem loszulassen - und will deshalb nicht hingehen, obwohl es ihm sehr gut gefällt, wenn er da ist (war).

Liebe Grüße
Manuela

Ich würde ihn nicht rausnehmen!
Hallo!!
Als ich meine Tochter zum ersten mal in den KiGa gebracht habe, hat sie zwar nicht geweint, sondern mich ganz traurig und hilflos angesehen. Das war schlimm. Aber ich hatte vorher mit der Erzieherin gesprochen und die erklärte mir, dass ein langes Abschiednehmen alles nur schwieriger macht. Ich habe mich daran gehalten. Bin gegangen, habe noch einmal durchs Fenster gewunken. Zu Hause saß ich dann mit Bauchschmerzen.
In den ersten Wochen wollte sie nicht mit anderen Kindern spielen. Sie hat eigentlich nur auf einer Kletterstange gesessen und auf mich gewartet. Das hat mir jedes mal das Herz zerrissen. Ich habe damals auch überlegt, sie noch mal rauszunehmen. Habe mich aber dann dagegen entschieden, weil ich mir sagte, in der Schule muss sie ja auch da durch. Da sind auch viele Fremde Kinder und eine ungewohnte Situation. Da muss sie dann aber hin, also ist es für sie besser, wenn sie jetzt schon lernt damit umzugehen.
Wenn dein Sohn schon 3 einhalb ist, dann ist es ja auch die normale Zeit. Du musst es einfach schaffen, dich zusammenzureißen. Wenn du dann um die Ecke gegangen bist, kannst du ja heulen. Aber dein Sohn muss das Gefühl haben, dass er im Kindergarten sicher und gut aufgehoben ist. Wenn er sieht dass du weinst, dann ist er auch misstrauisch und glaubt, dass ihm vielleicht was passieren kann. Denke ganz fest an das Wohl deines Kindes und dass du ihm Sicherheit geben musst, dann ist es vielleicht leichter für dich, die Tränen zurückzuhalten. Ich denke nämlich, dass du die Zeit nicht so sehr dazu benötigst, deinen Sohn auf den Kindergarten vorzubereiten, sondern eher dich. Das Kind ist schließlich nicht dafür verantwortlich, dass es dir gut geht, sondern umgekehrt. Und es gefällt ihm ja. Bestimmt wird er in ein paar Tagen langsam Kontakte knüpfen und auch gerne hingehen.
Wenn du ihn jetzt wieder rausnimmst, hat er den Kindergarten als etwas schlechtes kennengelernt. In der Zeit die er dann zu Hause ist, baut er vielleicht immer mehr Abneigung dagegen auf und der Neueinstieg wird nur schlimmer.
Also ich wünsche euch viel Glück und haltet durch, Kinder gewöhnen sich schnell ein und es wird bald besser.

Halte durch. Liebe Grüße
awjg

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24. September 2005 um 9:43

Hm
ich glaube, das mit dem "loslassen" hat heute andere gründe.

wenn man mal 50 jahre zurück geht, da konnten kinder noch mehr kind sein, wurden mit anderen kindern gross, und konnten schon früh ein stück selbstständigkeit proben. ich denke nur ans spielen draussen.
das alles ist heute nur noch begrenzt möglich - glücklich sei, wer in einem kleinen dorf lebt.

durch das zunehmende leben in grossen gemeinschaften/städten, aber trotzdem unter sich, fixieren wir unsere kinder viel mehr auf erwachsene und deren interessen. wo leben denn noch grossfamilien zusammen ? man trifft sich im kleinen kreis, oder ab und an zu bestimmten anlässen. die restliche zeit führt man sein kind mehr oder weniger allein durch den alltag. klar, es gibt spielplätze, es gibt kleinkindergruppen, man tifft sich mit anderen müttern, aber alles wird von erwachsenen "bewacht" und organisiert. anders geht es ja auch nicht - man denke nur an den strassenverkehr.

der kindergarten bietet eine möglichkeit, das kind ohne den eigenen einfluss agieren zu lassen. auch das vielbeschimpfte "ignorieren" mancher erzieherinnen hat für mich einen wert. klar soll sich keiner den kopf einschlagen, oder auf ewigkeiten ausgegrenzt werden, aber ein kind muss sich in einer gemeinschaft aus kindern mehr mit sich und seinem tun auseinander setzen als es das jemals mit erwachsenen müsste.
von dem punkt aus ist der kindergarten ein riesies plus für die entwicklung des kindes.

in diesem fall liegt es ja nicht an der fehlenden selbstständigkeit des kindes, sondern an der fehlenden akzeptanz der mutter, das ihr kind ein selbstständiges wesen ist, mit ganz eigenen interessen und ideen.

das betüdeln kann sich später bitter rächen - wenn das kind sich anderen kindern gegenüber wirklich benachteidigt/ausgegrenzt fühlt. mal davon ab, das es irgendwann sein eigenes leben leben wird - dann wird der fall noch viel tiefer. oft kommt es dann zu vielen bösen worten, und das abnabeln geht mit streit und tränen über die bühne. das muss nicht sein, wenn man sich klarmacht, das man sein kind begleitet, aber nicht in eine bestimmte spur zwingen kann. mehr oder weniger trabt man nebenher, und versucht zu helfen.

sicher können sich auch 40jährige noch weiter entwickeln. *ganzdollnick*
in diesem fall muss mutter lernen, ihr kind als kind zu sehen, und nicht als unterhaltung oder eher halt für sich.
das ist gar nicht so schwer. auch eine mutter sollte nie vergesseen, das sie ein eigenständiger mensch ist. sein leben einzig auf das kind auszurichten wird weder der mutter noch dem kind vorteile bringen, denn man verliert einiges an lockerheit im umgang miteinander.

liebe mutter, sieh es als entwicklungsschritt deines kindes, freue dich auf neu erlebtes (das erzählen des erlebten, und sei es noch so "bedeutungslos" für uns, bringt gleichzeitig einen grossen batzen vertrauen fürs kind mit sich), und nutze die freie zeit für dich. überlege, was du schon lange nicht mehr für dich allein getan hast, und setze das um.
plane für den nachmittag, bastel für die herbstlich geschmückten fenster, lese in ruhe ein paar seiten eines buchs, oder bügele die berge weg, damit ihr nachmittags zusammen kastanien sammeln könnt. überlege, wie man das kinderzimmer noch schöner gestalten könnte, und überrasche dein kind mit einer selbstgebastelten deko, oder einem dreischichtigen wackelpudding .
es gibt immer etwas, womit man seine zeit vertreiben kann, und gleichzeitig doch etwas für das kind tut. und kindergarten ist ja nicht so lange.
du solltest es nicht als trennung sehen, sondern als zeit, in der jeder seinen ganz persönlichen interesssen nachgeht. auch so kann man kraft tanken, und neue ideen.

und du hast jetzt jeden tag die möglichkeit, dich auf dein kind zu freuen. stürmische begrüssungen sind doch was feines. und das pläudern auf dem weg zum kiga und zurück, das will ich mir nicht nehmen lassen - war 'ne schöne zeit, man war sich so nah.

lg, andrea

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26. September 2005 um 15:13
In Antwort auf puma_11887608

Ich würde ihn nicht rausnehmen!
Hallo!!
Als ich meine Tochter zum ersten mal in den KiGa gebracht habe, hat sie zwar nicht geweint, sondern mich ganz traurig und hilflos angesehen. Das war schlimm. Aber ich hatte vorher mit der Erzieherin gesprochen und die erklärte mir, dass ein langes Abschiednehmen alles nur schwieriger macht. Ich habe mich daran gehalten. Bin gegangen, habe noch einmal durchs Fenster gewunken. Zu Hause saß ich dann mit Bauchschmerzen.
In den ersten Wochen wollte sie nicht mit anderen Kindern spielen. Sie hat eigentlich nur auf einer Kletterstange gesessen und auf mich gewartet. Das hat mir jedes mal das Herz zerrissen. Ich habe damals auch überlegt, sie noch mal rauszunehmen. Habe mich aber dann dagegen entschieden, weil ich mir sagte, in der Schule muss sie ja auch da durch. Da sind auch viele Fremde Kinder und eine ungewohnte Situation. Da muss sie dann aber hin, also ist es für sie besser, wenn sie jetzt schon lernt damit umzugehen.
Wenn dein Sohn schon 3 einhalb ist, dann ist es ja auch die normale Zeit. Du musst es einfach schaffen, dich zusammenzureißen. Wenn du dann um die Ecke gegangen bist, kannst du ja heulen. Aber dein Sohn muss das Gefühl haben, dass er im Kindergarten sicher und gut aufgehoben ist. Wenn er sieht dass du weinst, dann ist er auch misstrauisch und glaubt, dass ihm vielleicht was passieren kann. Denke ganz fest an das Wohl deines Kindes und dass du ihm Sicherheit geben musst, dann ist es vielleicht leichter für dich, die Tränen zurückzuhalten. Ich denke nämlich, dass du die Zeit nicht so sehr dazu benötigst, deinen Sohn auf den Kindergarten vorzubereiten, sondern eher dich. Das Kind ist schließlich nicht dafür verantwortlich, dass es dir gut geht, sondern umgekehrt. Und es gefällt ihm ja. Bestimmt wird er in ein paar Tagen langsam Kontakte knüpfen und auch gerne hingehen.
Wenn du ihn jetzt wieder rausnimmst, hat er den Kindergarten als etwas schlechtes kennengelernt. In der Zeit die er dann zu Hause ist, baut er vielleicht immer mehr Abneigung dagegen auf und der Neueinstieg wird nur schlimmer.
Also ich wünsche euch viel Glück und haltet durch, Kinder gewöhnen sich schnell ein und es wird bald besser.

Halte durch. Liebe Grüße
awjg

Ich halte durch !
Danke, für dein Schreiben.
Gruß Manuela

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26. September 2005 um 15:15

Ja, danke, mach ich !
Gruß Manuela

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26. September 2005 um 15:25
In Antwort auf sora_11879443

Hm
ich glaube, das mit dem "loslassen" hat heute andere gründe.

wenn man mal 50 jahre zurück geht, da konnten kinder noch mehr kind sein, wurden mit anderen kindern gross, und konnten schon früh ein stück selbstständigkeit proben. ich denke nur ans spielen draussen.
das alles ist heute nur noch begrenzt möglich - glücklich sei, wer in einem kleinen dorf lebt.

durch das zunehmende leben in grossen gemeinschaften/städten, aber trotzdem unter sich, fixieren wir unsere kinder viel mehr auf erwachsene und deren interessen. wo leben denn noch grossfamilien zusammen ? man trifft sich im kleinen kreis, oder ab und an zu bestimmten anlässen. die restliche zeit führt man sein kind mehr oder weniger allein durch den alltag. klar, es gibt spielplätze, es gibt kleinkindergruppen, man tifft sich mit anderen müttern, aber alles wird von erwachsenen "bewacht" und organisiert. anders geht es ja auch nicht - man denke nur an den strassenverkehr.

der kindergarten bietet eine möglichkeit, das kind ohne den eigenen einfluss agieren zu lassen. auch das vielbeschimpfte "ignorieren" mancher erzieherinnen hat für mich einen wert. klar soll sich keiner den kopf einschlagen, oder auf ewigkeiten ausgegrenzt werden, aber ein kind muss sich in einer gemeinschaft aus kindern mehr mit sich und seinem tun auseinander setzen als es das jemals mit erwachsenen müsste.
von dem punkt aus ist der kindergarten ein riesies plus für die entwicklung des kindes.

in diesem fall liegt es ja nicht an der fehlenden selbstständigkeit des kindes, sondern an der fehlenden akzeptanz der mutter, das ihr kind ein selbstständiges wesen ist, mit ganz eigenen interessen und ideen.

das betüdeln kann sich später bitter rächen - wenn das kind sich anderen kindern gegenüber wirklich benachteidigt/ausgegrenzt fühlt. mal davon ab, das es irgendwann sein eigenes leben leben wird - dann wird der fall noch viel tiefer. oft kommt es dann zu vielen bösen worten, und das abnabeln geht mit streit und tränen über die bühne. das muss nicht sein, wenn man sich klarmacht, das man sein kind begleitet, aber nicht in eine bestimmte spur zwingen kann. mehr oder weniger trabt man nebenher, und versucht zu helfen.

sicher können sich auch 40jährige noch weiter entwickeln. *ganzdollnick*
in diesem fall muss mutter lernen, ihr kind als kind zu sehen, und nicht als unterhaltung oder eher halt für sich.
das ist gar nicht so schwer. auch eine mutter sollte nie vergesseen, das sie ein eigenständiger mensch ist. sein leben einzig auf das kind auszurichten wird weder der mutter noch dem kind vorteile bringen, denn man verliert einiges an lockerheit im umgang miteinander.

liebe mutter, sieh es als entwicklungsschritt deines kindes, freue dich auf neu erlebtes (das erzählen des erlebten, und sei es noch so "bedeutungslos" für uns, bringt gleichzeitig einen grossen batzen vertrauen fürs kind mit sich), und nutze die freie zeit für dich. überlege, was du schon lange nicht mehr für dich allein getan hast, und setze das um.
plane für den nachmittag, bastel für die herbstlich geschmückten fenster, lese in ruhe ein paar seiten eines buchs, oder bügele die berge weg, damit ihr nachmittags zusammen kastanien sammeln könnt. überlege, wie man das kinderzimmer noch schöner gestalten könnte, und überrasche dein kind mit einer selbstgebastelten deko, oder einem dreischichtigen wackelpudding .
es gibt immer etwas, womit man seine zeit vertreiben kann, und gleichzeitig doch etwas für das kind tut. und kindergarten ist ja nicht so lange.
du solltest es nicht als trennung sehen, sondern als zeit, in der jeder seinen ganz persönlichen interesssen nachgeht. auch so kann man kraft tanken, und neue ideen.

und du hast jetzt jeden tag die möglichkeit, dich auf dein kind zu freuen. stürmische begrüssungen sind doch was feines. und das pläudern auf dem weg zum kiga und zurück, das will ich mir nicht nehmen lassen - war 'ne schöne zeit, man war sich so nah.

lg, andrea

Hallo
Andrea, der erste Teil Deines Schreibens ist wirklich zu überdenken.
Man tut den Kindern nichts Gutes, wenn man sie vor allem beschützen will.
Auch den Trennungsschmerz wird mein kleiner (und ich) verkraften.
Trotzdem finde ich es ziemlich unnatürlich ein schreiendes, weinendes Kind von sich wegzustoßen (!)(er klammert sich an meinen Fuß, Kleidung....) - und sich dann schnell aus dem Staub machen zu müssen.
Auch wenns nur für ein paar Stunden ist.

Ich werd es durchziehen.

Natürlich werde ich auch versuchen, die Zeit zu nutzen, in der er jetzt in den Kindergarten geht.

Liebe Grüße
Manuela

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26. September 2005 um 15:28
In Antwort auf varya_11981749

Ich gebe MN total recht!
Ich finde das auch, wenn du und dein Kind einfach noch nicht soweit seid, dann wartet doch noch. Meine Tochter geht zwar jetzt auch mit drei Jahren in den KiGa, aber sie ist die jüngste dort. Bei uns war die Zeit einfach reif dafür, meine Kleine hat selber immer nach dem KiGa gefragt und ich fühle mich wohl dabei sie gehen zu lassen. Die meisten Kinder sind 4 Jahre oder älter in der Gruppe meiner Tochter. Also du siehst, auch andere Familien warten länger damit. Das tut euch sicher gut, wenn ihr euch noch so braucht!

LG, Christa

Am Liebsten
würd ich das auch machen.
Aber mein Mann ist sehr dagegen, ihn jetzt wieder rauszuholen.
Die Erzieherin sagt, der spielt mit - und weint zwischendurch nur noch sehr wenig.
Und wenn wir ihn abholen, dann sagt er, daß es schön war.

Danke, für Deinen Beitrag
liebe Grüße
Manuela

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26. September 2005 um 15:33

Ich überdenke
was du schreibst.
Danke, ein guter Beitrag.
Ich habe noch eine Tochter mit 1 Jahr.
Sie wäre (glaub ich) ohne Probleme soweit, in den Kindergarten zu gehen.
Sie ist ein ganz anderer Mensch.
Aber mein "Großer" - ist schon ein ganz sensibler.

Viele liebe Grüße
Manuela

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26. September 2005 um 15:37
In Antwort auf kaleo_12490902

Wir und unsere kinder
hallo nuel,

ich denke, wir sind für unsere kinder da, nicht umgekehrt, das kommt später wenn wir nicht mehr für uns sorgen können.
wer das anders handhabt benutzt sein kind.
wer sein kind liebt ermöglicht ihm die erfahrungen die es dringend braucht, positive wie negative.
die mutter meines sohnes hat geweint als er geheiratet hat. kopfschüttel.

manndel

Ich wurde selbst überrascht
von meiner Reaktion - und hatte bisher nicht das Gefühl meine Kinder zu benutzen.
Aber, wenn sie mal heiraten, heul ich auch.

Gruß Manuela

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26. September 2005 um 15:39
In Antwort auf an0N_1285837199z

Hi
Hallo Manuela
Glaube das kennt so zimlich jede Mutter!
Mein Sohn war damals noch keine 2 als er in den Kita kam...die ersten Tage waren nicht gerade leicht ..er hat beim hinbringen geweint..ich bhätte auch mitheulen können..habe damals extra Urlaub genommen um ihn langsam zu gewöhnen..also ersten Tag nur ne Stunde....usw.....beim ersten mal bin ich gar nicht sehr weit weg...aber man muss als Mutter da durch und die Kids gewöhnen sich schneller als man denkt! Das beste ist wenn du ihn bringst,nicht zu lange rumzutütteln,sondern ihn abzugeben ,ihm sagen das Du oder dein Mann ihn nachher wieder abholt und dann wie gesagt geht auch wenn er weint,,,wenn dir am anfang die Trähnen kullern dann ist es völlig ok ! Aber nach kurzer Zeit wird es dann leichter glaub mir mal!
Dir wünsche ich Kraft und hee lass ihn los !
lg sternchen361

Ok, Danke
wird schon.
Liebe Grüße
Manuela

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26. September 2005 um 15:41
In Antwort auf flyingkat

Vielleicht....
kannst Du ja mit dem KiGa ausmachen, dass du ihn nur 1 - 2 aml die woche bringst und steigerst das dann kontinuierlich...?

Hallo
wir bleiben jetzt mal dabei und verändern nichts.
danke
liebe Grüße
manuela

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26. September 2005 um 15:45
In Antwort auf varya_11981749

Ich gebe MN total recht!
Ich finde das auch, wenn du und dein Kind einfach noch nicht soweit seid, dann wartet doch noch. Meine Tochter geht zwar jetzt auch mit drei Jahren in den KiGa, aber sie ist die jüngste dort. Bei uns war die Zeit einfach reif dafür, meine Kleine hat selber immer nach dem KiGa gefragt und ich fühle mich wohl dabei sie gehen zu lassen. Die meisten Kinder sind 4 Jahre oder älter in der Gruppe meiner Tochter. Also du siehst, auch andere Familien warten länger damit. Das tut euch sicher gut, wenn ihr euch noch so braucht!

LG, Christa

Hallo Christa
ich wünschte ich hätte noch gewartet-
und wir hätten uns besser darauf vorbereitet.

Liebe Grüße
Manuela

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26. September 2005 um 15:49

Hast recht
Oder du bringst ihn dann, wenn du merkst daß er soweit ist.

Liebe Grüße
Manuela

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27. September 2005 um 21:00
In Antwort auf beryl_12097443

Hallo
Andrea, der erste Teil Deines Schreibens ist wirklich zu überdenken.
Man tut den Kindern nichts Gutes, wenn man sie vor allem beschützen will.
Auch den Trennungsschmerz wird mein kleiner (und ich) verkraften.
Trotzdem finde ich es ziemlich unnatürlich ein schreiendes, weinendes Kind von sich wegzustoßen (!)(er klammert sich an meinen Fuß, Kleidung....) - und sich dann schnell aus dem Staub machen zu müssen.
Auch wenns nur für ein paar Stunden ist.

Ich werd es durchziehen.

Natürlich werde ich auch versuchen, die Zeit zu nutzen, in der er jetzt in den Kindergarten geht.

Liebe Grüße
Manuela

Hallo manuela
hast du mal überlegt, ob sich in dem verhalten des kleinen nicht deine eigene angst und "abneigung" gegen die trennung spiegelt ?

ich halte nichts von altersangaben, wann ein kleines kind wie weit sein sollte - der eine früher, der andere später. ich halte genau so wenig vom ins-kalte-wasser-schubsen, nach dem motto "das ist das leben".

nur so, wie du den fall geschildert hast gehe ich davon aus, das deine unsicherheit dein kind verunsichert. erst musst DU dich mit dem gedanken anfreunden, dann kannst du deinem kind so viel selbstvertrauen geben, das es neue wege allein erkunden kann. wollen will er anscheinend schon, aber gerade in dem alter bist du der halt, und in deinem gesicht liest der kleine positives oder negatives. auch wenn er selbst das nicht begründen oder erklären kann, er ahnt, was in dir vorgeht, und übernimmt automatisch deine "warnsignale".
viele unserer ängste übertragen sich heimlich auf unsere kinder.
meine abneigung gegen insekten (besonders spinnen und scheider/schnaken) hat meine tochter übernommen, obwohl ich mich so was von zusammen gerissen habe. ich habe die biester unter einsatz meines lebens ignoriert oder sogar gefangen - dabei wäre ich lieber sofort ausgewandert *ggg* . aber viel gebracht hat es nicht. ich transportiere im gegensatz zu meiner tochter auch keine würmer und schnecken *bäh*, und finde sie auch nicht süüüüüss. aber da hält sich mein ekel in grenzen, und so geht meine tochter locker damit um. nicht so mit meinen erzfeinden, den spinnen. eventuell bin ich doch grün im gesicht geworden vor lauter überspielen und schauspielerei.

vielleicht ist selbstvertrauen ein punkt, an dem du ansetzen kannst. vertraue du deinem sohn, das er kleine entscheidungen für sich treffen kann. und baue so sein (und gleichzeitig dein )selbstbewusstsein auf. denn wenn du siehst, das er zwischen den anderen kindern nicht untergeht, sondern das beisammensein geniesst, dann wirst du auch ruhiger. und denke daran, das er da etwas bekommt, was du ihm nicht bieten kannst. er braucht für seine entwicklung möglichst viele anreize. wir erwachsenen können bei aller liebe (oder besser wegen aller liebe) keine spielkameraden und freunde ersetzen. das bedeutet nicht, das man sich ausklinken soll, aber die zeiten, die kinder für sich haben wollen werden mit den jahren immer länger. darunter leidet aber weder die nähe noch die intensität der beziehung mutter-kind.

ich weiss schon, wie in etwa du dich fühlst. ich mache den part jetzt mit. mit 9 jahren geht man die ersten schritte allein, sei es der weg zur freundin oder ins freibad per bus, sei es einkaufen oder freizeitgestaltung. meine tochter traut es sich zu, ich weiss, das sie im strassenverkehr aufpasst, und so muss ich sie lassen - welches argument hätte ich denn schon ?
es ist nicht immer einfach, aber ich klebe mich aufs sofa, und vertraue. wenn sie mal wieder bummelt und erst eine halbe stunde später da ist hörst du jemanden ganz laut ausatmen. *ggg*

liebe grüsse,
andrea

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28. September 2005 um 14:46
In Antwort auf sora_11879443

Hallo manuela
hast du mal überlegt, ob sich in dem verhalten des kleinen nicht deine eigene angst und "abneigung" gegen die trennung spiegelt ?

ich halte nichts von altersangaben, wann ein kleines kind wie weit sein sollte - der eine früher, der andere später. ich halte genau so wenig vom ins-kalte-wasser-schubsen, nach dem motto "das ist das leben".

nur so, wie du den fall geschildert hast gehe ich davon aus, das deine unsicherheit dein kind verunsichert. erst musst DU dich mit dem gedanken anfreunden, dann kannst du deinem kind so viel selbstvertrauen geben, das es neue wege allein erkunden kann. wollen will er anscheinend schon, aber gerade in dem alter bist du der halt, und in deinem gesicht liest der kleine positives oder negatives. auch wenn er selbst das nicht begründen oder erklären kann, er ahnt, was in dir vorgeht, und übernimmt automatisch deine "warnsignale".
viele unserer ängste übertragen sich heimlich auf unsere kinder.
meine abneigung gegen insekten (besonders spinnen und scheider/schnaken) hat meine tochter übernommen, obwohl ich mich so was von zusammen gerissen habe. ich habe die biester unter einsatz meines lebens ignoriert oder sogar gefangen - dabei wäre ich lieber sofort ausgewandert *ggg* . aber viel gebracht hat es nicht. ich transportiere im gegensatz zu meiner tochter auch keine würmer und schnecken *bäh*, und finde sie auch nicht süüüüüss. aber da hält sich mein ekel in grenzen, und so geht meine tochter locker damit um. nicht so mit meinen erzfeinden, den spinnen. eventuell bin ich doch grün im gesicht geworden vor lauter überspielen und schauspielerei.

vielleicht ist selbstvertrauen ein punkt, an dem du ansetzen kannst. vertraue du deinem sohn, das er kleine entscheidungen für sich treffen kann. und baue so sein (und gleichzeitig dein )selbstbewusstsein auf. denn wenn du siehst, das er zwischen den anderen kindern nicht untergeht, sondern das beisammensein geniesst, dann wirst du auch ruhiger. und denke daran, das er da etwas bekommt, was du ihm nicht bieten kannst. er braucht für seine entwicklung möglichst viele anreize. wir erwachsenen können bei aller liebe (oder besser wegen aller liebe) keine spielkameraden und freunde ersetzen. das bedeutet nicht, das man sich ausklinken soll, aber die zeiten, die kinder für sich haben wollen werden mit den jahren immer länger. darunter leidet aber weder die nähe noch die intensität der beziehung mutter-kind.

ich weiss schon, wie in etwa du dich fühlst. ich mache den part jetzt mit. mit 9 jahren geht man die ersten schritte allein, sei es der weg zur freundin oder ins freibad per bus, sei es einkaufen oder freizeitgestaltung. meine tochter traut es sich zu, ich weiss, das sie im strassenverkehr aufpasst, und so muss ich sie lassen - welches argument hätte ich denn schon ?
es ist nicht immer einfach, aber ich klebe mich aufs sofa, und vertraue. wenn sie mal wieder bummelt und erst eine halbe stunde später da ist hörst du jemanden ganz laut ausatmen. *ggg*

liebe grüsse,
andrea

Oh je,
ich darf garnicht dran denken, wenn meine Kindersie mal 9 sind ....
Ich weiß, daß es z. Teil an mir liegt.
Ja, mit dem Selbstvertrauen hab ich schon angesetzt.
Gestern hat er zu mir gesagt " Gell Mama, ich bin schon sehr stelbshändig "!!

Liebe Grüße
Manuela

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29. September 2005 um 11:13

Da ist nichts schlimmes bei..
Mein Kleiner geht auch in die KITA seit er 14 Monate alt ist, ich fand ihn auch noch klein, aber später wäre es einfach sehr spät für den Bildungsweg geworden.Er hat sich erst sehr schwer in die Situation eingefunden. Es fiel mir somit natürlich auch schwer , als er so herz-zerreissend geschrien hat, also habe ich anfangs auch die Tränen nicht zurückhalten können. Aber je mehr ich merkte, dass er Freude am Kindergarten hat und es ihm und auch mir guttat, Zeit für mich zu haben, desto mehr konnte ich mich mit der "Situation abfinden". So konnte ich jetzt auch meiner Freudin Mut zusprechen, die ihre Tochter jetzt mit 3 in unsere Kita gebracht hat und wirklich mehr als klettenhaft an ihrem Kind hängt. Für sie war es genauso schwer, aber betrachte den Kindergarten einfach als ein Pflichtprogramm wie die Schule, ich denke das manche "zu engen" Bindungen dadurch gebessert werden können. Es geht wirklichen vielen so - ob jung ob alt - es ist nicht ungewöhnlich.

Nimm dir einfach etwas schönes für die Kindergarten - Stunden vor, was du ohne Kind mehr geniessen kannst - vorausgesetzt das du dann nicht - wie ich - arbeiten musst - les in Ruhe ein schönes Buch, geh joggen,schwimmen, eine Freundin treffen, schlafen, shoppen was auch immer - so kannst du dich auch auf diese Zeit freuen.

Liebe Grüße
Anke

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29. September 2005 um 11:21
In Antwort auf millie_11889066

Da ist nichts schlimmes bei..
Mein Kleiner geht auch in die KITA seit er 14 Monate alt ist, ich fand ihn auch noch klein, aber später wäre es einfach sehr spät für den Bildungsweg geworden.Er hat sich erst sehr schwer in die Situation eingefunden. Es fiel mir somit natürlich auch schwer , als er so herz-zerreissend geschrien hat, also habe ich anfangs auch die Tränen nicht zurückhalten können. Aber je mehr ich merkte, dass er Freude am Kindergarten hat und es ihm und auch mir guttat, Zeit für mich zu haben, desto mehr konnte ich mich mit der "Situation abfinden". So konnte ich jetzt auch meiner Freudin Mut zusprechen, die ihre Tochter jetzt mit 3 in unsere Kita gebracht hat und wirklich mehr als klettenhaft an ihrem Kind hängt. Für sie war es genauso schwer, aber betrachte den Kindergarten einfach als ein Pflichtprogramm wie die Schule, ich denke das manche "zu engen" Bindungen dadurch gebessert werden können. Es geht wirklichen vielen so - ob jung ob alt - es ist nicht ungewöhnlich.

Nimm dir einfach etwas schönes für die Kindergarten - Stunden vor, was du ohne Kind mehr geniessen kannst - vorausgesetzt das du dann nicht - wie ich - arbeiten musst - les in Ruhe ein schönes Buch, geh joggen,schwimmen, eine Freundin treffen, schlafen, shoppen was auch immer - so kannst du dich auch auf diese Zeit freuen.

Liebe Grüße
Anke

Nachtrag
..nicht das ich eine enge Bindung zum Kind nicht befürworten würde, ich rede nur vom Klammerverhalten der Eltern - das sich manchmal auch negativ auf die Selbstständigkeit und das Selbstvertrauen eines Kindes auswirken können. Ich möchte nur sagen, das ihr so auch die Möglichkeit habt, "etwas für euch" zu tun.
Er lernt neue Freunde kennen, wird selbstständig macht neue Erfahrungen - und du genauso.

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4. Oktober 2005 um 21:02

Entscheidungen sind of schwierig...
Als unser Sohn mit 3 1/4 Jahren einen Tag im Kiga schnuppern war, hat es ihm super gefallen - er wollte gar nicht gleich mit nach Hause!!! Jetzt im Herbst ist er die ersten 2 Tage brav gegangen, am Mittwoch klammerte er sich fest und ging wieder mit heim. Am Donnerstag kam er später dazu, als die anderen im Freien spielten. Am Freitag war Kindergeburtstag und Spieletag - da gings auch. Am Montag darauf wollte er wieder nicht hinein, ich versuchte, hart zu sein, sagte, die Mami geht arbeiten ect., drückte ihm ein Bussi auf und der Tante in die Arme und ging. Natürlich weinte er, doch ich tröstete mich damit, dass er bald aufhören würde. Weit gefehlt - er hat über eine Stunde geheult, bis die Tante mich angerufen hat und ich ihn abholen gegangen bin! Der Ratschlag der Kita war, ihn erst mal in Ruhe zu lassen und später wieder einzusteigen. Ich weiß, daß es für meinen Kleinen ein Lernprozeß ist, mit 24 anderen "fremden" Kindern in einem Raum zu sein und sich Spielsachen zu teilen. Er hat nämlich die Angewohnheit, nicht mit Spielsachen zu spielen, wenn gerade ein anderes Kind damit spielt oder ihm gar beim Spielen zusieht - eine Phase, die er überwinden muß. Vielleicht kann ich ihm irgendwie dabei helfen? Weiß jemand Rat?

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5. Oktober 2005 um 16:27

Ich kann diech verstehen
meine tochter wird jetzt ein jahr, und wenn ich daran denke sie einfach abzugeben bei leuten die ich womöglich nicht kenne,dann wird mir komisch.ich würde mir den kiga erst richtig anschauen, mit den erzieherinen reden und mir ein bid machen danach würde es mir bestimmt etwas leichter fallen!!aber noch sind ja 2 jahre zeit

ag getit

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6. August 2007 um 22:30

Mir geht es auch so
Mein Sohn kommt nächste Woche in den Kindergarten und ich bin jetzt schon jeden Tag am Heulen, weil es mir fast das Herz zerreißt, wenn ich nur daran denke, dass mein lieber Schatz jetzt nicht mehr morgens mit mir im Bett noch kuschelt, ich nicht mehr den ganzen Tag die wichtigste Person im Leben meines Kindes bin.

Ich würde ihn am liebsten bei mir lassen, bis er in die Schule kommt, aber das geht natürlich nicht. Als ich zum Probetag vor drei Wochen abgegeben habe, wurde ich auch ziemlich schief angesehen, weil ich so geheult habe, als dürfte ich ihn NIE wieder sehen. Mein Sohn findet es toll im Kindergarten, nur ich habe das Problem.

Es bereitet mir richtig physische Schmerzen, wenn ich ihn gehen lassen muss.

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