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Ich hasse meinen Vater, will es aber nicht

5. April 2015 um 18:27

Hallo
Ich weiß nicht recht, wie ich anfangen soll...
Also ich bin 22 und meine Eltern sind im Moment dabei sich scheiden zu lassen. Ich habe eine Schwester, 19 und einen Bruder der 16 ist.
Meine Mutter hat im letzten Urlaub einen Tunesier kennen gelernt und sich verliebt. Daher lassen sich meine Eltern jetzt scheiden. Es ist nicht allein die Schuld meiner Mutter. Mein Vater hat einen extremen Kontrollzwang und ist... Geldgierig? Jedenfalls ist das Leben unter ihm nicht einfach. 'Wir' haben ein Haus in dem es schimmelt (Schimmelmittel ist zu teuer) und die Hausarbeit bleibt jetzt fast ausschließlich bei mir hängen. Wenn ich ihn nach der Streichbutter frage, schreit er mich an. Aber immer wenn ich versuche vernünftig mit ihm zu reden, weist er alles von sich. Die Anderen sind Schuld- immer. Zum Beispiel sind wir Schuld daran, dass unsere Mutter gegangen ist, weil wir uns nicht immer gut benommen haben.
Er manipuliert meinen kleinen Bruder mit Süßigkeiten und erzählt ihm lügen über unsere Mutter, um ihn auf seine Seite zu ziehen, zahlt meiner Mutter nicht den Unterhalt und wir haben nicht immer Essen im Haus obwohl wir WIRKLICH genug Geld haben. Stattdessen isst mein Bruder verschimmelte Würstchen.
Meinen Geschwistern geht es ziemlich dreckig... Meine Mutter lebt in ihrer eigenen Welt und sieht nur noch ihren Typen und die tolle neue Wohnung.
Ich weiß langsam nicht mehr, was ich machen soll. Familie war für mich immer das Wichtigste aber jetzt fange ich an meinen Vater wirklich zu hassen. Ich hasse es auch nach außen hin auf 'heile Welt' zu spielen und besonders, dass ich mit ihm nicht reden kann. Trotzdem tut er mir leid. Er SIEHT einfach nicht, was er mit seinem Kontrollwahn und Geiz kaputt macht. Für ihn ist es normal, dass man 3 Regeln für die Nutzung eines Wasserkochers braucht und das Haus verrotten zu lassen, damit er meiner Mutter weniger auszahlen muss. Er sieht sich als armes Opfer und wenn ich mit ihm rede meint er, dass ich auf ihn einschlage und er auswandern will. An einem Tag ist er super gut drauf und am nächsten wie ein Pulverfass und brüllt (bipolar?). Ich kann ihn nicht zu einer Therapie bewegen.
Eine Lösung wäre auszuziehen aber ich will meine Geschwister nicht alleine lassen. Ich weiß nicht, ob ich das zum Studienbeginn im Oktober kann- weil ich dann in einer anderen Stadt wäre.
Trotz allem habe ich Mitleid mit ihm und es zerreißt mich fast, dass ich ihn auf der anderen Seite hasse. Ich muss ihn doch lieben und für ihn da sein, oder? Ich weiß doch, dass er eine schwierige Zeit durch macht.
Habt ihr Tipps was ich tun kann?

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