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Ich hasse meinen Vater, ich glaube er ist ein Psychopath

20. März 2013 um 19:13

hallo,

wie fange ich am besten an, ohne dass es zu lang und zu kompliziert wird?

ich bin jetzt 27, fast mit dem studium fertig und hasse meinen vater. ich habe deswegen schon eine psychotherapie gemscht und es war zeitweilig auch besser, aber es gibt immer wieder phasen, in denen er mich extrem agressiv macht trotz all der jahre, die vergangen sind und er sich nicht geändert hat. das heißt, ich müsste eigentlich langsam mal wissen, dass er so ist und es akzeptieren, was mir aber irgendwie sehr schwer fällt.

meine eltern sind getrennt seit ich 8 bin. meinen vater habe ich dann mehrere jahre nicht gesehen, weil die beiden wohl ziemlichen streit hatten, er hatte wohl auch keinen unterhalt gezahlt usw. ich habe ihn dann mit 13 oder 14 das erste mal wieder gesehen und habe auch für ein paar jahre wieder ein gutes verhältnis zu ihm aufgebaut (so von 13 bis 16 oder 17 jahre). das ging sogar soweit, dass ich zu ihm gezogen in mit 16 (pubertät, schwierige phase, in der ich viel streit mit meiner mutter und meinem stiefvater hatte).
nach 2 wochen bei ihm hat er mich dann aber ohne eine wirkliche erklörung vor die tür gesetzt weil ich meine mutter besucht hatte, d.h. er hat wirkliche alle meine sachen genommen und vor das haus meiner mutter gestellt bzw. geworfen. das war ein riesen schock für mich, ich war fertig mit den nerven.....naja

so ging es dann die nächsten jahre weiter: ich habe ihm das wieder verziehen (den rauswurf), wir haben uns wieder angenähert, bis dann wieder die nächste enttäuschung kam. ich kann mittlerweile gar nicht mehr sagen, was den nächsten streit ausgelöst hat, auf jeden fall hat er seit jahren einen anwalt, der ihn vertritt und sich auch gegen mich einsetzt.
vor allem die punkte unterhalt und kindergeld haben immer wieder konfrontationen zwischen uns ausgelöst: mein vater versucht wo er nur kann, mir keinen unterhalt zu zahlen (obwohl er laut bafög amt verpflichtet ist, da er gut verdient), hat teilweise nichts oder zuwenig überwiesen, ich musste dann im studium dauernd zum bafögamt, vorausleitungsanträge stellen usw.
kurzum, ich ärgere mich nur über ihn, weil ich das gefühl habe ihm nicht zu bedeuten und nur eine plage für ihn zu sein.

achja. inzwiscchen hat er auch eine klage eingereicht, weil er das gesamte kindergeld rückwirkend seit meinem studienbeginn für sich beanspruchen will.
demnächst wird mir ein gerichtstermin blühen, indem mein vater, meine mutter, die kindergeldkasse und ich vorgeladen werden.....

das ist jetzt nur ein kleiner auszug aus dem, was mich seit jahren beschäftigt und richtig ärgert. ich verusche immer nicht an ihn zu denken, aber wenn dann wieder irgendwelche unangenehmen anwaltsbriefe, bafögprobleme oder gerichtstermine kommen, könnte ich ausrasten.

mittlerweile bin ich zu dem entschluss gekommen, mich nicht mehr zu fragen, WARUM er so ist, sondern nur, dass er so ist und verrückt sein muss, sonst würde man sein eigenens kind nicht so terrorisieren.

hat jemand eine idee, wie ich am besten damit umgehen kann? ich habe keinen kontakt zu ihm, ich habe mir gesagt, dass es nichts bringt, wieder ein verhältnis mit ihm aufzubauen, da er absolut unberechnebar eisklat und nur auf sein geld bedacht ist. ich glaube er empfindet nichts für mich.

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27. März 2013 um 0:18

Hart aber wahr
Glaube mir wenn ich dir sage das mein Vater ebenfalls ein Psychopath ist, meine Mutter ebenso...Es ist wichtig den Kontakt zu solchen Menschen unverzüglich zu unterbinden und das auch dabei zu belassen.
Es ist wichtig das du dir wieder Therapie suchst, denn anscheinend ist das Thema noch nicht abgeschlossen. Erst wenn du ein Foto von deinem Vater sehen kannst ohne auch nur etwas negatives zu empfinden, wenn du es einfach nur resignierst, wirst du wieder glücklich.

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27. März 2013 um 10:53
In Antwort auf rilla_12166909

Hart aber wahr
Glaube mir wenn ich dir sage das mein Vater ebenfalls ein Psychopath ist, meine Mutter ebenso...Es ist wichtig den Kontakt zu solchen Menschen unverzüglich zu unterbinden und das auch dabei zu belassen.
Es ist wichtig das du dir wieder Therapie suchst, denn anscheinend ist das Thema noch nicht abgeschlossen. Erst wenn du ein Foto von deinem Vater sehen kannst ohne auch nur etwas negatives zu empfinden, wenn du es einfach nur resignierst, wirst du wieder glücklich.

Danke für deine unterstützenden worte...
das habe ich mir auch schon oft gesagt. ich habe einfach gemerkt, dass es mir viel besser geht ohne ihn als mit ihm, d.h. wenn ich keinen kontakt zu ihm habe.

nur manchmal habe ich dann so zwiespältige gefühle, da ich tief in meinem inneren ihn doch irgendwie mag, da er auch sehr, sehr nette seiten hat, die aber seine gemeinheiten auf keinen fall ausgleichen.
unterm strich bleibt es dabei, dass ich der meinung bin, dass er gestört ist und es besser ist, den kontakt komplett zu unterbinden.

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27. März 2013 um 12:18
In Antwort auf jajaja123

Danke für deine unterstützenden worte...
das habe ich mir auch schon oft gesagt. ich habe einfach gemerkt, dass es mir viel besser geht ohne ihn als mit ihm, d.h. wenn ich keinen kontakt zu ihm habe.

nur manchmal habe ich dann so zwiespältige gefühle, da ich tief in meinem inneren ihn doch irgendwie mag, da er auch sehr, sehr nette seiten hat, die aber seine gemeinheiten auf keinen fall ausgleichen.
unterm strich bleibt es dabei, dass ich der meinung bin, dass er gestört ist und es besser ist, den kontakt komplett zu unterbinden.

Respekt!
Ich kenne das Gefühl gut. Zu meinem Vater habe ich das nicht, weil er Dinge getan hat, für die er eigentlich verhaftet werden sollte unteranderem zählt da sowas wie sexueller Mißbrauch.
Meine Mutter ist ebenfalls ein schlechter Mensch, mein Bruder schafft es nicht sich von ihr abzukapseln, ich schon. Es ist schwer, denn es ist immerhin die Mutter. Egal was die Eltern mit einem anstellen, sie sind immer hoch oben auf einem Podest. Nicht viele schaffen es sich von ihnen zu lösen, auch wenn es das beste wäre. Deswegen bin ich froh zu hören das du bei deiner Meinung bleibst, und weißt was gut für dich ist, das wissen die wenigsten.

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27. März 2013 um 13:58
In Antwort auf rilla_12166909

Respekt!
Ich kenne das Gefühl gut. Zu meinem Vater habe ich das nicht, weil er Dinge getan hat, für die er eigentlich verhaftet werden sollte unteranderem zählt da sowas wie sexueller Mißbrauch.
Meine Mutter ist ebenfalls ein schlechter Mensch, mein Bruder schafft es nicht sich von ihr abzukapseln, ich schon. Es ist schwer, denn es ist immerhin die Mutter. Egal was die Eltern mit einem anstellen, sie sind immer hoch oben auf einem Podest. Nicht viele schaffen es sich von ihnen zu lösen, auch wenn es das beste wäre. Deswegen bin ich froh zu hören das du bei deiner Meinung bleibst, und weißt was gut für dich ist, das wissen die wenigsten.

Also
alles was mit sexuellem missbrauch zu tun hat, st finde ich das schlimmst, was eltern einem antun können.
soweit ging das bei mir zum glück nicht. mein vater ist eher so auf der psychoterrorschiene und kann seine ganze art von heute auf morgen wechseln: mal ist der der netteste mensch der welt, verhalte ich mich aber nicht so wie er es gerne hätte, wird er direkt zum psychopathen, schreibt terrormails, kommt mit seinem anwalt usw.

ich glaube dieses loslösen ist ein wichtiger prozess, um sich davon zu distanzieren und irgendwie auch abschließen zu können. ich habe unzählige male über das verhalten meines vaters nachgegrübelt, ihn gefragt was das alles soll....hat alles nichts gebracht. mit manchen menschen kann man einfach nicht reden. deshalb lasse ich es für die nächsten 5-10 jahre erstmal

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27. März 2013 um 20:09
In Antwort auf jajaja123

Also
alles was mit sexuellem missbrauch zu tun hat, st finde ich das schlimmst, was eltern einem antun können.
soweit ging das bei mir zum glück nicht. mein vater ist eher so auf der psychoterrorschiene und kann seine ganze art von heute auf morgen wechseln: mal ist der der netteste mensch der welt, verhalte ich mich aber nicht so wie er es gerne hätte, wird er direkt zum psychopathen, schreibt terrormails, kommt mit seinem anwalt usw.

ich glaube dieses loslösen ist ein wichtiger prozess, um sich davon zu distanzieren und irgendwie auch abschließen zu können. ich habe unzählige male über das verhalten meines vaters nachgegrübelt, ihn gefragt was das alles soll....hat alles nichts gebracht. mit manchen menschen kann man einfach nicht reden. deshalb lasse ich es für die nächsten 5-10 jahre erstmal

Leider..
Das ist wirklich etwas das man nicht verstehen kann. Wie oft hab ich mich gefragt wieso dies und jenes passiert ist. Wie oft ich mir sogar selber die Schuld gegeben habe, weil ich dachte ich habe etwas falsch gemacht. Doch mit 4 Jahren, was kann man da schon falsch machen. Es dauert lange, aber irgendwann wird einem klar, das die Person krank ist. Es ist traurig, aber manchmal ist es doch eine Art Erlösung

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28. März 2013 um 11:28
In Antwort auf rilla_12166909

Leider..
Das ist wirklich etwas das man nicht verstehen kann. Wie oft hab ich mich gefragt wieso dies und jenes passiert ist. Wie oft ich mir sogar selber die Schuld gegeben habe, weil ich dachte ich habe etwas falsch gemacht. Doch mit 4 Jahren, was kann man da schon falsch machen. Es dauert lange, aber irgendwann wird einem klar, das die Person krank ist. Es ist traurig, aber manchmal ist es doch eine Art Erlösung

Ja..
ich habe mich auch oft gefragt, was ich falsch gemacht habe. dabei ist bei mir eigentlich alles gut gelaufen: schule, abitur, studium, auslandssaufenthalte etc...und auch sonst habe ich nichts "angestellt" und hätte ihm irgendwie ärger gemacht oder so. ich mein es gibt ja leute, die mit schwierigen familiensitutationen nicht klar kommen und dann irgendwelchen blödsinn machen.
nein, ich bin eigentlich ziemlich normal und erfolgreich, würde ich sagen....trotzdem behandelt er mich wie eine aussätzige...

aber, wie gesagt, das kann man einfach nicht verstehen. ich kann mir vorstellen, vielleicht irgendwann mal wieder mit ihm zu reden, so in 10 jahren oder noch später, wenn diese ganzen finanziellen geschichten wegen unterhalt, kindergeld usw. geklärt sind.
viele grüße

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2. April 2013 um 20:23

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen
traurig, aber wahr

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