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Ich hasse mein Stiefkind

Letzte Nachricht: 21. März um 11:01
05.03.21 um 20:05

Ich weiß, wie gemein das klingt, aber ich möchte an dieser Stelle wirklich ehrlich sein. Ich kann meine Stieftochter (6) nicht leiden. Sie ist frech, provoziert mich, nimmt mich nicht ernst. Ich fühle mich machtlos, dass ich nicht das Gefühl habe, ihr irgendetwas sagen zu können. Mein Freund reagiert sehr empfindlich auf jede Art von Kritik, die ich an seinem ersten Kind äußere. Meist sage ich deshalb gar nichts, was natürlich auch nicht richtig ist. Aber meist scheint das die einzige Wahl für mich zu sein: schweigen oder platzen. 
Ich würde viele in ihrer Erziehung anders machen, doch fühle mich überhaupt nicht dazu befügt. Ich habe auch gar nicht die Nerven dazu. Ich habe eine einjährige Tochter mit meinem Freund, studiere und versuche mir nebenbei auch noch selbst etwas aufzubauen, womit ich irgendwann selbst Geld verdienen kann. Ich bin erst 21, mein Freund etwas älter. 
Die Situation ist etwas besonders. Weil beide Eltern sich nicht von diesem Kind trennen können, ist sie immer eine Nacht hier, eine Nacht da, außer am Wochenende. Dadurch, dass sie so hin und her geschubst wird, hat sie sicher das Gefühl, nirgendwo dazu zu gehören. Ich und ich Papa haben eine gemeinsame Tochter (1) und ihre Mutter erwartet jetzt auch ein zweites Kind. 
das tut mir leid für sie, doch das ändert nichts daran, dass sie mich jedes Mal zur Weißglut bringt. 
ich möchte auf keinen Fall, dass meine Kleine sich später dieses Verhalten bei ihr abschaut. Es ist soweit, dass ich schon über eine Trennung nachdenke, weil es so definitiv nicht weiter gehen kann. Eine Trennung könnten wir uns jedoch beide finanziell kaum leisten... 
es ist verzwickt. ich weiß nicht, was ich tun soll, habe auch keine Freunde, die sich in meine Situation hineinversetzen könnten. Jeder Tipp ist willkommen. Danke ☺️ 

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05.03.21 um 20:39

Wie kam es, dass du eine Familie mit diesem Mann gegründet hast, wenn du seine Tochter nicht leiden kannst? Weisst du, ich mach dir da keinen Vorwurf, wenn du sie nicht magst, man kann nichts erzwingen. Aber das Kind war vor dir da und du hast die Problematik ignoriert.

Solche Geschichten hört man immer wieder. Und sie enden meist für alle nicht gut.

Am meisten leidet das Kind. Auch dein Kind wird älter und wird mitbekommen, wie du bist. Unterschätz das nicht.

Trenn dich oder macht eine Familientherapie.

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05.03.21 um 22:57

Du bist auch nicht befugt etwas zu sagen. Fühk dich bitte nicht angegriffen aber warum hast du mit 20 ein Kind bekommen obwohl du in der Ausbildung steckst und nicht selber finanziell für dich sorgen kannst? Das Kind wird zu viel hin und her getragen. Das ist schwer. Mal hier, mal dort. Es ist orientierungslos 

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05.03.21 um 22:57

Du bist auch nicht befugt etwas zu sagen. Fühk dich bitte nicht angegriffen aber warum hast du mit 20 ein Kind bekommen obwohl du in der Ausbildung steckst und nicht selber finanziell für dich sorgen kannst? Das Kind wird zu viel hin und her getragen. Das ist schwer. Mal hier, mal dort. Es ist orientierungslos 

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06.03.21 um 8:00

Kannst du keinen Draht zu dem Kind herstellen? Mal was mit ihr alleine unternehmen. Achte nicht so auf das äußere Verhalten. Innen drin ist sie verletzlich. Sie ist 6 Jahre alt,da kannst du ruhig auch Mal sagen,dass du sie magst, aber ihr Verhalten dich traurig macht. Du brauchst eine Verbindung zu ihr. Manchmal sind Kinder schwierig und machen es einem nicht leicht. Aber bei einem Kind hier und da, ist das alles nicht einfach. Nimm sie Mal mit raus und bleib mit ihr längere Zeit allein. Innen drin möchte sie nur geliebt werden. 

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06.03.21 um 13:54
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Ich weiß, wie gemein das klingt, aber ich möchte an dieser Stelle wirklich ehrlich sein. Ich kann meine Stieftochter (6) nicht leiden. Sie ist frech, provoziert mich, nimmt mich nicht ernst. Ich fühle mich machtlos, dass ich nicht das Gefühl habe, ihr irgendetwas sagen zu können. Mein Freund reagiert sehr empfindlich auf jede Art von Kritik, die ich an seinem ersten Kind äußere. Meist sage ich deshalb gar nichts, was natürlich auch nicht richtig ist. Aber meist scheint das die einzige Wahl für mich zu sein: schweigen oder platzen. 
Ich würde viele in ihrer Erziehung anders machen, doch fühle mich überhaupt nicht dazu befügt. Ich habe auch gar nicht die Nerven dazu. Ich habe eine einjährige Tochter mit meinem Freund, studiere und versuche mir nebenbei auch noch selbst etwas aufzubauen, womit ich irgendwann selbst Geld verdienen kann. Ich bin erst 21, mein Freund etwas älter. 
Die Situation ist etwas besonders. Weil beide Eltern sich nicht von diesem Kind trennen können, ist sie immer eine Nacht hier, eine Nacht da, außer am Wochenende. Dadurch, dass sie so hin und her geschubst wird, hat sie sicher das Gefühl, nirgendwo dazu zu gehören. Ich und ich Papa haben eine gemeinsame Tochter (1) und ihre Mutter erwartet jetzt auch ein zweites Kind. 
das tut mir leid für sie, doch das ändert nichts daran, dass sie mich jedes Mal zur Weißglut bringt. 
ich möchte auf keinen Fall, dass meine Kleine sich später dieses Verhalten bei ihr abschaut. Es ist soweit, dass ich schon über eine Trennung nachdenke, weil es so definitiv nicht weiter gehen kann. Eine Trennung könnten wir uns jedoch beide finanziell kaum leisten... 
es ist verzwickt. ich weiß nicht, was ich tun soll, habe auch keine Freunde, die sich in meine Situation hineinversetzen könnten. Jeder Tipp ist willkommen. Danke ☺️ 

Du "hasst" Dein Stiefkind?, da wundert mich es ehrlich gesagt nicht, das Dein Stiefkind sich mit Dir ganz offensichtlich nicht wohl fühlt. Es liegt doch auf der Hand, das dem armen Kind Deine Ablehnung, Dein "Hass" nicht entgehen kann, noch das es sich dieser Situation entziehen kann. Das arme Kind wird hin und her geschoben, was an sich schon eine furchtbare Situation für ein 6 jähriges Kind ist!, versetze Dich mal in die Lage dieses Kindes!, wie würdest Du Dich fühlen wenn Du kein stabiles Zuhause hättest?. Wie kann man so kaltherzig sein?, sich nur Gedanken machen um sein "eigenes" Kind, wie egoistisch bist Du eigentlich?. Klar Du bist jung, stehst offenbar selbst noch nicht fest im Leben, höchstwahrscheinlich total überfordert. Was ich übrigens NICHT als Vorwurf meine, im Gegenteil zeige sogar Verständnis dafür. Ihr, die ganze Familie, solltet euch unbedingt psychologische Hilfe suchen, eine Familientherapie machen, alleine sind solch schwierigen Familienkonstellationen kaum zu bewältigen. Eventuell könnte die Schulpsychologin zuerst mal eine Ansprechpartnerin sein, oder euch weitervermitteln an eine Familientherapeutin. Lasst die Sache bitte nicht schleifen, Deinem Stiefkind zuliebe, und somit der ganzen Familie zuliebe. Du solltest auch begreifen, das Du in dieser familiären Situation nicht in 2 "unterschiedliche" Familien unterscheiden solltest, ihr seid eine "Patchworkfamilie", heisst ihr gehört zusammen, müsst lernen miteinander "auszukommen".
Ich wünsche euch viel Glück und alles Gute. 

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19.03.21 um 8:02

Ich " hasse " das Wort Hass ! Überlege was du schreibst und gebe Dir Mühe bei der Rechtschreibung, was studierst du ? Auf keinen Fall soziale Arbeit oder Deutsch auf Lehramt.

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20.03.21 um 21:13
In Antwort auf

Ich " hasse " das Wort Hass ! Überlege was du schreibst und gebe Dir Mühe bei der Rechtschreibung, was studierst du ? Auf keinen Fall soziale Arbeit oder Deutsch auf Lehramt.

Na mit den Abständen hast du es aber auch nicht.

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21.03.21 um 5:29

Sehr gut aufgepasst, auch ich habe nicht Deutsch auf Lehramt studiert. Aber es ärgert mich wenn heutzutage das Wort Hass inflationär gebraucht wird und dann noch im Zusammenhang mit einem Kind.
Wir haben genug mit Hass in unserer Gesellschaft zu tun, deshalb sollten wir diesen Begriff nicht verwenden.
Es ist immer sehr schwierig wenn Partner Kinder mit in die Beziehung bringen und diese Kinder haben es bestimmt nicht leicht des öfteren mit neuen Ersatzeltern klar zukommen.

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21.03.21 um 11:01

Also erstens ist die Situation für das Mädchen schlichtweg be---issen. Ein Wechsel jede Nacht, da wird doch jeder verrückt. An der Situation müsst Ihr erstmal etwas ändern, und ich finde, als Stiefmutter oder Stiefvater darf man nicht nur, sondern muss sich sogar einbringen. Wenn die Eltern auf jeden Fall ein 50/50-Wechselmodell wollen, dann macht wöchentliche Wechsel. Ich finde das immer so ekelhaft, 'niemand kann sich vom Kind trennen', aber das Kind ist doch kein Kuchen, der einfach in zwei gleiche Teile aufgeteilt werden kann, wenn es zu Lasten der Stabilität und Zugehörigkeit geht. 

Dann müsstet Ihr auch alle mal reden - Dein Freund, seine Ex, Du und wahrscheinlich der neue Freund der Mutter. Legt gemeinsam Erziehungsregeln fest. Klar machen das vorranging die Eltern, aber die neuen Partner sollten mit einbezogen werden. Und dann sind sich im besten Falle alle einig und arbeiten gemeinsam daran, diese Regeln durchzusetzen. Du MUSST Dich befugt fühlen, denn als Stiefmutter hast Du meiner Meinung nach auch einen (zumindest moralischen) Erziehungsauftrag, und Dein Freund muss Dir dabei den Rücken decken, bzw. selbst einspringen. Dass Du dafür nicht die Nerven hast, kann nicht gelten - Du wusstest, worauf Du Dich einlässt. 

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