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Ich halt das nicht mehr aus!

11. Juli 2008 um 11:08 Letzte Antwort: 15. Juli 2008 um 20:01

Es geht konkret um meine "Schwiegereltern".Wir(Mein Freund,37, unsere Töchter 11 und 5, und ich, 36) leben im Haus der Eltern meines Freundes.Das meine Schwiegermutter alkoholkrank ist, wissen wir schon lange Jahre.Und das mein Schwiegervater sich ab und an tyrannisch aufführt wissen wir auch.Momentan hat er wieder so ne Art Manische Phase, in der er Bäume ausreißen könnte. Im Winter dürfen wir dann wieder durchs Haus schweben, weil in seiner Depressiven Phase alles zu laut ist.
Aber im Moment scheint alles zu eskalieren. Meine Schwiegermutter ist nur am Hysterisch rumschreien. Ständig trinkt sie Alkohol und fängt stellenweise schon früh damit an.(Bier und Schnaps)
Da meine Schw.-Mutter aber auch gleichzeitig die Pflegeperson für meinen Schw.-Vater ist(stark übergewichtig, gehbehindert auf Rollstuhl angewiesen), kommt es schon vor, das sie keine Zeit für ihn hat.
Permanent schreit sie ihn an; streitet aber ihre Alkoholkrankheit vehement ab.

Durch meine Schwägerin weiß ich auch, das meine Schw.-Mutter ihren Mann geschlagen hat. Er sagts zwar nicht, aber er hatte im Gesicht Fingerabdrücke und am Oberarm einen riesigen blauen Fleck. Ich dachte mir schon sowas, aber er hatte eine Ausrede.

Mein Freund hat seinem Vater aber auch schon gesagt, das er nicht ganz unschuldig ist, wenn es so eskaliert.Aber das will mein Schw.-Vater nicht wahrhaben.

Die Hausärztin kann in Puncto Alkohol angeblich nichts machen, da die Blutwerte i.O. sind. Meine Schwiegereltern sollen eine Eheberatung aufsuchen.
In meinen Augen fehlt es der Ärztin an Kompetenz.

Zu unseren Kindern ist Schw.-Vater aber super nett, passt schon mal kurz auf die Kleinere auf. Auch zu den Kindern meiner Schwägerin ist er gut. Nur die Oma schreit die Kinder Hysterisch an, so das mein Neffe schon gar nicht mehr kommen mag.

Erklärungsversuche blockt Schw.-Mutter ab, sie hört nicht richtig hin,streitet alles ab und dreht das Wort im Munde rum.

Egal wo sie sich befinden, es wird ständig gestritten und geschrien.Ausdrücke werden an den Tag gelegt-normal müßte ich meinen Kindern die Ohren abkleben.

Ich bin nur froh, das ich mit meinem Lebensgefährten eine harmonische Beziehung führe.

Zusätzlich will ich noch erwähnen: meine Schw.-Mutter kommt aus einer Alkoholiker-Familie.Ihr Bruder hat vor 5 Jahren einen mehr oder weniger freiwilligen Entzug hinter sich gebracht.Ich habe großen Respekt davor, das er es so gut durchhält.Er hätte nämlich genug Gründe wieder anzufangen.

Aber sämtliche Beispiele wehrt Schw.-Mutter ab, bei ihr wäre es was anderes.

Ich halt das Theater nicht mehr aus.
Vielleicht weiß jemand nen Rat oder versteht mich wenigstens etwas. zumindest hat es mir gutgetan, mal was loszuwerden.



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11. Juli 2008 um 20:29

Hallo,
das hört sich auch nicht wirklich einfach an.

Aber vielleicht ist die Schwiegerma einfach mit der Situation überfordert? Sie muß ihren Mann körperlich pflegen und die manischen/depressiven Phasen ihres Mannes (Wie lange schon?)ertragen.Meistens sind auch die Personen, die gepflegt werden recht unleidlich. Und wo bleibt sie da, wer hat für sie Verständnis? Da bleibt für sie nicht viel und sie flüchtet zum Alkohol.
Und mit der Schreierei ist ja auch deutlich zu erkennen, daß da Nervern blank liegen, wenn sie nicht von Natur aus ein böser Mensch ist!

Im Prinzip ist es wie bei kleinen Kindern, der eine stichelt ganz leise - der ist der Gute. Der Andere geht gleich lautstark in die Luft - der ist nervig und hysterisch.

Vieleicht sollte die Schwiegerma mal entlastet werden, indem zum Bspiel ein Pflegedienst für den Schwiegerpa in Anspruch genommen wird.
Vieleicht könnt ihr sie mal zur Kur schicken, daß sie mal nur Zeit für sich hat. Vieleicht kommt sie dann auch wieder "runter".

LG birkes

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15. Juli 2008 um 20:01

Viele Ärzte besitzen leider nicht die Kompetenz
bei Alkoholerkrankungen oder Suchterkrankungen das Richtige zu raten. Holt euch als Angehörige Beratung bei einer Beratungsstelle, dort gibt es Angehörigengruppen und dort werdet ihr dann lernen besser damit umzugehen. Aus diesem Boot auszusteigen. Es gibt aus gute Bücher. "Das Maß
ist voll." oder "Familienkrankheit Alkoholismus" Vielleicht versteht ihr dann einfach besser, was abläuft. Mit diesen Menschen ist schwierig umzugehen. Tatsache ist, sie bringt dieses Thema bereits mit, sie hat gewisse Strukturen in dieser Familie, wo sie herkommt angenommen. Das entschuldigt nicht ,aber hilft zu verstehen und selbst anders damit umzugehen. Ich wünsche euch alles Gute.
Lieben Gruß
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