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Ich habe als Familienvater ein Problem

19. Oktober 2013 um 21:09

mit der Dauerfreundin meines 26-jährigen Sohnes, mit dem sie seit acht Jahren zusammenwohnt und lebt, was man früher als wilde Ehe zu bezeichnen pflegte. Eine Entscheidung, was beide und wann und überhaupt wollen, und das ist bekanntermaßen immer zuerst die Entscheidung der jungen Frau, ist trotz Nachfragens meinerseits immer noch nicht gefallen.
Seit acht Jahren laden wir die Freundin unseres Jüngsten regelmäßig zu Familienfeiern ein, zu denen auch der Sohnemann kommt: Geschwistergeburtstage, Muttertag, Geburtstag meiner Frau, usw. Ich denke, daß wir damit hinreichend unsere Gastfreundschaft bewiesen haben.
Mittlerweile aber beschäftigt mich der Gedanke, warum und wie lange ich eigentlich diese junge Frau immer auf meine/unsere Kosten einladen soll, wenn sie ja ganz offensichtlich nicht zu unserer Familie gehören will, denn andernfalls wären beide ja schon verheiratet oder aber zumindestens verlobt.
Jetzt sie nicht mehr einzuladen, brächte nur Streit in's Haus, wobei sich die brave Ehefrau ebenso voreingenommen wie unvernünftig verhält.
Sie (die Freundin) weiterhin einzuladen, löst in mir zunehmend Gefühle des Ausgenutztwerdens aus.

Meine Frage: Wie soll man sich in dieser Lage richtig verhalten?

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24. Oktober 2013 um 21:19

Heiratsantrag macht der Mann
Die meisten Frauen warten heutzutage verzweifelt auf einen Heiratsantrag ihrer Männer. Die Männer lassen sich aber gerne Zeit, da sie wissen, dass es nach einer Heirat nicht mehr lange geht und da kommt schon das erste Kind. Und diese grosse Verantwortung wollen die jungen Männer von heute noch nicht so früh eingehen.
Die Freundin ihres Sohnes ist also nicht Schuld, dass nicht geheirtatet wird, sondern Ihr Sohn, der den Antrag nicht macht. Oder hat sie etwa "nein" gesagt? Haben Sie Ihren Sohn gefragt, ob er ihr schon mal einen Heiratsantrag gemacht hat?

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24. Oktober 2013 um 22:15
In Antwort auf forzizienstrauch

Heiratsantrag macht der Mann
Die meisten Frauen warten heutzutage verzweifelt auf einen Heiratsantrag ihrer Männer. Die Männer lassen sich aber gerne Zeit, da sie wissen, dass es nach einer Heirat nicht mehr lange geht und da kommt schon das erste Kind. Und diese grosse Verantwortung wollen die jungen Männer von heute noch nicht so früh eingehen.
Die Freundin ihres Sohnes ist also nicht Schuld, dass nicht geheirtatet wird, sondern Ihr Sohn, der den Antrag nicht macht. Oder hat sie etwa "nein" gesagt? Haben Sie Ihren Sohn gefragt, ob er ihr schon mal einen Heiratsantrag gemacht hat?

Ich meine, daß das der Knackpunkt ist!
Wenn eine junge Frau, wie heute allgemein üblich, sich vor der Ehe unter einen Mann legt, und dieses regelmäßig im Rahmen einer sogenannten wilden Ehe tut, warum soll der junge Mann ihr dann noch einen Heiratsantrag machen? Er kann doch dadurch nichts gewinnen, was er nicht ohnehin schon bekommt.
Vor einhundert Jahren oder so, da mußte er das tun, weil die junge Frau ihm zu verstehen gab: "Erst wird geheiratet und danach "alles andere".
Daher hat sich gegenüber früher die Situation geändert: Heutzutage muß die junge Frau den Mann dazu bringen, daß er sie heiratet, sofern sie das will. Denn bei allen zwischenmenschlichen Mann-Frau-Beziehungen ist es immer die Frau, die die entscheidende Stimme hat, was aber voraussetzt, daß sie weiß, was sie will. Und mit 25 Jahren ist eine Frau alt genug, um zu wissen, was sie will oder was sie nicht will. Kann sie sich nicht entscheiden aufgrund der Situation, in die sie sich selbst ohne Not gebracht hat, dann verliert sie wichtige Jahre ihres jungen Lebens, was sie später einmal bitterlich bereuen wird.
Es ist nicht so, daß ich eine bestimmte Entscheidung will, sondern daß die beiden sich überhaupt endlich mal entscheiden, damit nicht letztendlich SIE im Regen stehenbleibt, und dazu muß SIE sich erst einmal entscheiden, was sie will und wie sie es durchsetzen kann.
Frage ich meinen Sohn, wann und ob er nun nicht endlich seine Freundin heiraten will oder wird, dann schaut er mich grinsend an mit den Worten: "Warum denn, mir geht's doch gut."

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25. Oktober 2013 um 12:32

Das mit dem "vorletzten Jahrhundert"
war eine total überflüssige und unnütze Bemerkung! Aber das Sachlichbleiben fällt Frauen seit eh und je schwer.
Es ist mir egal, wie die Beiden sich entscheiden, aber das Problem besteht darin, daß sich beide eben NICHT entscheiden, und die Leidtragende wird die junge Frau sein - weil sie die Entscheidung zu weit herausgezögert haben wird und sie ja gar nicht weiß, ob mein Sohn sich für sie entscheiden wird. Wer nicht fragt, die bekommt auch keine Antwort!
Wäre ich eine Frau, dann würde ich nach so langer Zeit dem mit mir zusammenwohnenden Mann klarmachen, daß geheiratet wird oder er gleich morgen auszuziehen hat. Punktum.
Aber, so meine Beobachtung, sind die allermeisten jungen Frauen an ihrem Unglück selber schuld. Und dann hocken sie da und heulen Rotz und Wasser.

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25. Oktober 2013 um 12:52

Willkommen im 21. jh
Guten Tag Harald

Ihre Einstellung zu diesem Thema scheint mir ziemlich veraltet zu sein...

1. Seien Sie froh, dass es nicht jährlich eine andere Frau war, die Sie miteinladen "mussten".
2. Die Freundin Ihres Sohnes will Sie mit Gewissheit nicht ausnutzen! Es ist NORMAL, die Partnerin einzuladen mit oder ohne offizielle Unterschrift.
3. Die beiden sind Ihnen keine Rechenschaft schuldig.
4. Das Heiratsalter beträgt bei Männern in DE durchschnittlich 33 Jahre.
5. Das Durchschnittsalter der Frauen für das erste Kind liegt bei 30 Jahren.
6. Eine Hochzeit ändert nichts an der Partnerschaft der beiden, ausser, dass sie ein Dokument unterschrieben haben.
7. Die beiden sind sehr jung zusammen gekommen. Zwischen 20 und 30 verändert sich vieles im Leben und der eigentliche Charakter entwickelt sich und oft passiert es, dass man sich eben auch unterschiedlich entwickelt. Ich denke nicht, dass solche Beziehungen eine realistische Chance haben auf ewig zu bestehen. Dann lieber unverheiratet und ohne Kinder.
7. Akzteptieren Sie die Freundin Ihres Sohnes als dessen Partnerin und laden Sie sie weiterhin ein. Mögen Sie sie weil wegen ihrer Persönlichkeit und nicht wegen dem Familiennamen.
8. Und wenn Sie sich wirklich nicht damit arrangieren können, laden Sie sie nicht mehr ein. Dann müssen Sie jedoch damit rechnen, dass auch Ihr Sohn sich von Ihnen abwendet.

Viele Grüsse

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25. Oktober 2013 um 13:54
In Antwort auf venus4123

Willkommen im 21. jh
Guten Tag Harald

Ihre Einstellung zu diesem Thema scheint mir ziemlich veraltet zu sein...

1. Seien Sie froh, dass es nicht jährlich eine andere Frau war, die Sie miteinladen "mussten".
2. Die Freundin Ihres Sohnes will Sie mit Gewissheit nicht ausnutzen! Es ist NORMAL, die Partnerin einzuladen mit oder ohne offizielle Unterschrift.
3. Die beiden sind Ihnen keine Rechenschaft schuldig.
4. Das Heiratsalter beträgt bei Männern in DE durchschnittlich 33 Jahre.
5. Das Durchschnittsalter der Frauen für das erste Kind liegt bei 30 Jahren.
6. Eine Hochzeit ändert nichts an der Partnerschaft der beiden, ausser, dass sie ein Dokument unterschrieben haben.
7. Die beiden sind sehr jung zusammen gekommen. Zwischen 20 und 30 verändert sich vieles im Leben und der eigentliche Charakter entwickelt sich und oft passiert es, dass man sich eben auch unterschiedlich entwickelt. Ich denke nicht, dass solche Beziehungen eine realistische Chance haben auf ewig zu bestehen. Dann lieber unverheiratet und ohne Kinder.
7. Akzteptieren Sie die Freundin Ihres Sohnes als dessen Partnerin und laden Sie sie weiterhin ein. Mögen Sie sie weil wegen ihrer Persönlichkeit und nicht wegen dem Familiennamen.
8. Und wenn Sie sich wirklich nicht damit arrangieren können, laden Sie sie nicht mehr ein. Dann müssen Sie jedoch damit rechnen, dass auch Ihr Sohn sich von Ihnen abwendet.

Viele Grüsse

Das sind wenigstens einige vernünftige
Gedanken. Aber wo steht geschrieben, daß eine Einstellung falsch ist, weil veraltet? Und wo, daß eine moderne Enstellung die richtige ist? Im übrigen geht es nicht um meine Einstellung, sondern um das Verhalten zweier "moderner" junger Menschen, von denen der eine mein Sohn und die andere meine Schwiegertochter "in spe" ist. Es sind also nicht irgendwelche Fremden für mich, so daß ich mir schon meine Gedanken machen darf bzw. sogar dazu verpflichtet bin.
Antwort 1 ist in Ordnung.
Antwort 2: Jein. Sie tut es sicherlich nicht bewußt, aber ich empfinde es zunehmend so, je mehr Zeit ergebnislos verrinnt. Und der allmächtigen Zeit sind wir alle unterworfen.
Antwort 3: Rechenschaft ist niemand schuldig, wird ja auch nicht verlangt. Aber die Beiden sind nicht vom Klapperstorch in die Welt gesetzt worden, sondern die junge Dame verdankt ihren Freund uns, seinen Eltern. Und unser Sohn verdankt seine Freundin ihren Eltern. Und daraus erwachsen gewisse Verpflichtungen schon aus gebotener Höflichkeit.
Antwort 4: Mag sein. Ob das gut oder schlecht ist, steht hier nicht zur Debatte.
Antwort 5: Dito. Aber hierzu spricht die Statistik eine klare und andere Sprache.
Antwort 6: Irrtum. Eine Hochzeit macht aus einer unverbindlichen Partnerschaft eine Ehe mit klaren Verhältnissen. Danach gehört SIE zu meiner Familie und ER zu ihrer Familie. Und beide werden dann auch wie Familienmitglieder behandelt. Und deren Kinder sind danach die Enkelkinder von ihren Eltern als auch von seinen Eltern, also von uns.
Antwort 7: Man hat nun mal nicht für alles im Leben ewig Zeit und kann sich nicht immer wieder verändern, sondern irgendwann und rechtzeitig sind eben wie so oft Entscheidungen zu treffen, und zwar rechtzeitig. Wer das nicht tut, der beweist damit, daß er das Wesen des Erwachsenenseins immer noch nicht verstanden hat.
Antwort 8: Wahrscheinlich werde ich es tun, aber mit zunehmender Unlust. Ist oder wird SIE nun meine Schwiegertochter oder nicht? Als Nur-Freundin meines Sohnes ist sie mir gleichgültig. Er könnte ja schon morgen mit einer anderen aufkreuzen, nicht wahr?
Antwort 9: Wird er nicht, denn würde er sich von mir abwenden, würde er sich auch von seiner Mutter abwenden. Und wenn unsere Kinder ihre Mutter besuchen, und sie besuchen sie gerne, dann steht fröhlich lächelnd neben ihr stets der zugehörige Vater.

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1. November 2013 um 11:36
In Antwort auf venus4123

Willkommen im 21. jh
Guten Tag Harald

Ihre Einstellung zu diesem Thema scheint mir ziemlich veraltet zu sein...

1. Seien Sie froh, dass es nicht jährlich eine andere Frau war, die Sie miteinladen "mussten".
2. Die Freundin Ihres Sohnes will Sie mit Gewissheit nicht ausnutzen! Es ist NORMAL, die Partnerin einzuladen mit oder ohne offizielle Unterschrift.
3. Die beiden sind Ihnen keine Rechenschaft schuldig.
4. Das Heiratsalter beträgt bei Männern in DE durchschnittlich 33 Jahre.
5. Das Durchschnittsalter der Frauen für das erste Kind liegt bei 30 Jahren.
6. Eine Hochzeit ändert nichts an der Partnerschaft der beiden, ausser, dass sie ein Dokument unterschrieben haben.
7. Die beiden sind sehr jung zusammen gekommen. Zwischen 20 und 30 verändert sich vieles im Leben und der eigentliche Charakter entwickelt sich und oft passiert es, dass man sich eben auch unterschiedlich entwickelt. Ich denke nicht, dass solche Beziehungen eine realistische Chance haben auf ewig zu bestehen. Dann lieber unverheiratet und ohne Kinder.
7. Akzteptieren Sie die Freundin Ihres Sohnes als dessen Partnerin und laden Sie sie weiterhin ein. Mögen Sie sie weil wegen ihrer Persönlichkeit und nicht wegen dem Familiennamen.
8. Und wenn Sie sich wirklich nicht damit arrangieren können, laden Sie sie nicht mehr ein. Dann müssen Sie jedoch damit rechnen, dass auch Ihr Sohn sich von Ihnen abwendet.

Viele Grüsse

Lösungsansatz..
Möglicherweise ist die junge Frau sehr weise.

Sie hat den Vater des jungen Mannes kennengelernt und möchte, bevor Sie sich an dessen Spössling bindet, herausfinden, wieviel von den, sagen wir mal Eigenarten des Vaters, im Sohne weiterlebt.

Da der Sohn vielleicht liebreizend oder besonders gut in manchen körperlichen Akten ist, gibt sie ihm diese Chance.

Falls sich aber herausstellt, dass er sich über die Zeit doch sehr in Richtung Wesensart des Vaters entwickelt, hat sie eine nette Zeit gehabt und sucht sich einen Mann, der einen anderen Menschen liebt, ob seiner Wesensart, auch wenn es sich "nur" um eine Frau handelt und der diese Haltung auch von seinen Eltern vermittelt bekommen hat..

Dies als mögliche Lösung...des Problems...

MFG
Luxing

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4. November 2013 um 20:06
In Antwort auf adisa_12702568

Das mit dem "vorletzten Jahrhundert"
war eine total überflüssige und unnütze Bemerkung! Aber das Sachlichbleiben fällt Frauen seit eh und je schwer.
Es ist mir egal, wie die Beiden sich entscheiden, aber das Problem besteht darin, daß sich beide eben NICHT entscheiden, und die Leidtragende wird die junge Frau sein - weil sie die Entscheidung zu weit herausgezögert haben wird und sie ja gar nicht weiß, ob mein Sohn sich für sie entscheiden wird. Wer nicht fragt, die bekommt auch keine Antwort!
Wäre ich eine Frau, dann würde ich nach so langer Zeit dem mit mir zusammenwohnenden Mann klarmachen, daß geheiratet wird oder er gleich morgen auszuziehen hat. Punktum.
Aber, so meine Beobachtung, sind die allermeisten jungen Frauen an ihrem Unglück selber schuld. Und dann hocken sie da und heulen Rotz und Wasser.

Warum
sollte die Frau denn hocken und heulen? So jung wird mal erst gar nicht geheiratet, es ist absolut in Ordnung ohne Trauschein zusammen zu leben. Worin besteht der Vorteil einer Ehe?
Das man bei der Scheidung wertvolle Rentenjahre abgeben muss...? Sicherheit und Glück auf Lebenszeit gibt es kaum noch...ich kann der jungen Frau nur raten mindestens noch 5 Jahre zu warten.

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7. November 2013 um 12:59

Gewisses Verständnis
Hallo Harald!
Wenn's um das Gefühl geht "Ich werde ausgenutzt." kann ich gut mitreden, weil ich dieses Gefühl immer sehr schnell selbst habe. Deshalb geht mir zu deinem Thema einiges durch den Kopf:
1) Gibt es Gegeneinladungen seitens Sohn + Partnerin?
Wenn nicht, solltest du das mal anregen.
2) Sprich mit deinem Sohn über das Problem, er soll dir bei
einer Lösung helfen.
3) Gibt es die Möglichkeit, die Freundin mit in die Vorbereitung oder wenigstens ins Aufräumen nach den Familienfesten einzubeziehen? Wenn sie da mit einem gewissen Schwung mittut, wirst du dich sicher freuen!
4) Tröste dich, du bist bei weitem nicht der Einzige, der mit einer solchen Situation umgehen muss. Manchmal kocht eben die Wut hoch, manchmal hilft ein Achselzucken.
Schöne Grüße von
M. Givago

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7. November 2013 um 13:27
In Antwort auf al_12763337

Gewisses Verständnis
Hallo Harald!
Wenn's um das Gefühl geht "Ich werde ausgenutzt." kann ich gut mitreden, weil ich dieses Gefühl immer sehr schnell selbst habe. Deshalb geht mir zu deinem Thema einiges durch den Kopf:
1) Gibt es Gegeneinladungen seitens Sohn + Partnerin?
Wenn nicht, solltest du das mal anregen.
2) Sprich mit deinem Sohn über das Problem, er soll dir bei
einer Lösung helfen.
3) Gibt es die Möglichkeit, die Freundin mit in die Vorbereitung oder wenigstens ins Aufräumen nach den Familienfesten einzubeziehen? Wenn sie da mit einem gewissen Schwung mittut, wirst du dich sicher freuen!
4) Tröste dich, du bist bei weitem nicht der Einzige, der mit einer solchen Situation umgehen muss. Manchmal kocht eben die Wut hoch, manchmal hilft ein Achselzucken.
Schöne Grüße von
M. Givago

Recht schönen Dank für die Ratschläge. Sie sind in Ordnung, aber:
Das Problem sind nicht die Gegeneinladungen, die gibt es schon. Das Problem sind auch nicht die kleinen Geschenke, die meine Frau der Freundin zu Weihnachten oder zum Geburtstag macht, was ich vermeide, weil die Freundin eben nicht zur Familie gehört und sie bisher auch nicht signalisiert hat, daß sie dazugehören möchte.
Das Problem ist, daß ich einen gewissen Respekt und einen gewissen Anstand (Einhalten von Höflichkeitsregeln) beider Eltern gegenüber vermisse, denn nicht nur ich als Sohnesvater warte nach nunmehr acht Jahren auf eine Entscheidung, sondern ihre Eltern warten ja gewiß ebenso auf eine Entscheidung ihrer Tochter. Und das ist dieses heute wohl übliche egozentrische Ich-Prinzip junger Leute, welches da lautet: Alle Freiheiten für mich/uns Kinder und alle Pflichten für die zugehörigen Eltern, und das kann's ja wohl nicht sein.
Mit meinem Sohn würde ich umgehend sprechen, würde mir bekannt werden, daß die Freundin auf eine Heirat drängt oder Wert darauf legt. Dann würde ich ihm die Ohren langziehen und ihm klarmachen, daß man nicht acht Jahre oder mehr eine Frau benutzen kann, um dann evtl. zu sagen: "Ach nein, Du paßt doch nicht zu mir, ich habe mir das gerade anders überlegt..."
Aber solange Sie sich nicht äußert, habe ich keinerlei Handhabe mich da reinzuhängen.
Auch am Aufräumen und Mithelfen der Freundin bei Familienfesten fehlt es nicht, aber das ersetzt keine Entscheidung, die man von einer 26-jährigen jungen Frau erwarten kann und zu erwarten hat. Man bedenke doch, daß eine 26-jährige problemlos und sehr erfolgreich schon drei oder vier Kinder haben kann. Aber die hat man kaum, wenn z. B. erst mit Dreißig oder noch später geheiratet würde. Die Natur hat ihren eigenen ehernen Gesetze und alles im Leben hat seine dazu passende Zeit.
Aber wer sollte das besser wissen als eine junge Frau, die doch heute als so schlau und intelligent hingestellt werden.
Sollte.

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20. November 2013 um 21:58
In Antwort auf adisa_12702568

Ich meine, daß das der Knackpunkt ist!
Wenn eine junge Frau, wie heute allgemein üblich, sich vor der Ehe unter einen Mann legt, und dieses regelmäßig im Rahmen einer sogenannten wilden Ehe tut, warum soll der junge Mann ihr dann noch einen Heiratsantrag machen? Er kann doch dadurch nichts gewinnen, was er nicht ohnehin schon bekommt.
Vor einhundert Jahren oder so, da mußte er das tun, weil die junge Frau ihm zu verstehen gab: "Erst wird geheiratet und danach "alles andere".
Daher hat sich gegenüber früher die Situation geändert: Heutzutage muß die junge Frau den Mann dazu bringen, daß er sie heiratet, sofern sie das will. Denn bei allen zwischenmenschlichen Mann-Frau-Beziehungen ist es immer die Frau, die die entscheidende Stimme hat, was aber voraussetzt, daß sie weiß, was sie will. Und mit 25 Jahren ist eine Frau alt genug, um zu wissen, was sie will oder was sie nicht will. Kann sie sich nicht entscheiden aufgrund der Situation, in die sie sich selbst ohne Not gebracht hat, dann verliert sie wichtige Jahre ihres jungen Lebens, was sie später einmal bitterlich bereuen wird.
Es ist nicht so, daß ich eine bestimmte Entscheidung will, sondern daß die beiden sich überhaupt endlich mal entscheiden, damit nicht letztendlich SIE im Regen stehenbleibt, und dazu muß SIE sich erst einmal entscheiden, was sie will und wie sie es durchsetzen kann.
Frage ich meinen Sohn, wann und ob er nun nicht endlich seine Freundin heiraten will oder wird, dann schaut er mich grinsend an mit den Worten: "Warum denn, mir geht's doch gut."

Das zu bekommen, was er schon hat
das problem ist, dass man sich heutzutage zuerst "unter einen Mann legen muss", um ihn überhaupt zu bekommen! Macht man das nicht, wendet er sich der Nächsten zu.

Ob die Frau den Mut hat, dem Mann ein Ultimatum zu stellen, hängt auch mit dem Verhalten des Mannes zusammen. Signalisiert er ihr, dass er sich nicht binden will, dann wird sie es hinauszuzögern wissen, um ihn langsam aber sicher ganz sachte umzustimmen. Und dann hat sie ihn auf Sicher. Wird er nämlich das Gefühl haben, dass er überrumpelt wurde und noch nicht bereit war, dann wird er ihr das immer vorwerfen und sich vielleicht sogar scheiden lassen wollen. Wenn sie Pech hat, haben sie zu dem Zeitpunkt schon Kinder und sie muss diese alleine durchbringen. Also ist es schon gut, wenn man die Männer nicht drängt, aber schön immer ein bisschen in diese Richtung zielt, die man im Auge hat.
Sie sehen: ist nicht einfach mit den Männern von Heute. Aber wir haben das schon im Griff

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