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Ich ertrage meine Mutter nicht mehr!

Letzte Nachricht: 21. April um 22:38
11.04.21 um 17:21

Hallo!
Gleich vorab: Ich weiß, dass mir hier keiner wirlich helfen kann. Ich möchte mir aber einfach mal diesen Balast von der Seele schreiben. Danke also an alle, die es lesen

Es geht um meine Mutter (61). Eigentlich hatten wir immer ein sehr gutes Verhältnis zueinander. Aber seit einiger Zeit wird sie zunehmen verbittert. Ich habe schon versucht mit ihr darüber zu sprechen, aber sie wird dann sofort beleidigend und sowieso weiß sie ja sowieso immer alles besser. 
Das Problem ist: Vor einigen Jahren haben wir (also mein Mann und ich) zusammen mit meinen Eltern ein Zwei-Familienhaus gekauft. Gut, man sieht sich dennoch nicht wirklich oft (meine Mama ist ja auch noch vollzeit arbeiten) aber ab und an wollen meine beiden Jungs (bald 2 und 4) auch runter zu den Großeltern. Das ist sehr schwierig für mich, weil ich die beiden in diese toxische Umgebung eigentlich gar nicht gehen lassen möchte. Aber wenn die Großeltern nunmal einfach eine Etage weiter unten wohnen, kann man es ihnen auch schwer untersagen. Aber es führt jedes Mal zu einer Krise in letzter Zeit. 

Angefangen bei dem Umgang mit meinen Kindern. Es kommen so viele negative Aussagen ihnen gegenüber, so viele Persönlichkeitszuschreibungen ("du bist..." - ich kann sowas einfach nicht ab. Wenn ich sie darauf hinweise, wird sie wie gesagt böse. Insgesamt dieser barsche Umgang mit den beiden macht mich wahnsinnig. Und wenn sie nicht "parrieren" wird sie gleich laut - und mein Vater ist da noch schlimmer. 

Dann ihre Aussagen und ihre Verbittertheit. Sie hat allem Anschein nach ein riesen Problem damit alt zu werden und nicht mehr attraktiv und jung zu sein. 
Männer sind ja sowieso alle nur ein Haufen Dreck (dass mein Vater das mit ihr aushält, so männerfeindlich wie sie geworden ist, kann ich gar nicht verstehen, aber vermutlich sieht er sich als goldene Ausnahme). Die wollen alle nur "junges Fleisch fi..." (ihre Aussage), sind doch alles "Kinderfi..." weil sie sich ja nur Frauen suchen die aussehen wie kleine Mädchen - dünn, glatt rasiert bla bla bla. Echt, ich kann mir dieses Gemecker nicht mehr geben. 
Die "jungen Weiber" heute sind ja auch alle nur Abschaum, mehr als mit dem Hintern und den Titten wackeln können sie nicht (ihre Aussage) - das sieht sie ja jeden Tag auf der Arbeit. Die alten Frauen können malochen, die jungen graben die ganze Zeit nur die Kerle an, die dann natürlich auch nicht mehr arbeiten. Da frage ich mich was für sie schlimmer ist: Dass die Kerle nicht arbeiten und mit den "jungen Weibern" flirten, oder dass sie nicht ihr auf den Hintern gucken. Dass sie gerne den ganzen Müll schaut der so im Fernsehen läuft macht es nicht besser. "Heute wollen alle nur noch vögeln" - als ob es damals anders gewesen wäre - auch wenn da nicht solche Sendungen wie "Love Island" liefen. Ich habe keinen Fernseher und kenne diese ganzen Sendungen nicht, von daher kann ich nicht beurteilen was sie da sieht. Aber alleine diese Ausdrucksweise in dieser Beziehung ertrage ich einfach nicht!

Das nächste ist der zunehmende Rassismus. Ich weiß nicht, ob das mit dem Alter gekommen ist oder schon immer da war und sie es nur nicht so ausgesprochen hat. In gewissen Hinsichten hatte sie immer schon Vorurteile. Mein Vater war ja eigentlich immer schon ein wenige rassistisch, aber meine Mama habe ich so bislang nie kennen gelernt. Ob Glaubensrichtung, Herkunft, Abstammung - sie hat ja den absoluten Durchblick. Und obwohl sie weiß, dass ich absolut keinen Hang zu Rassismus habe und diese Denkweise absolut nicht tolleriere, meint sie jedes Mal mich "bekehren" und "aufklären" zu müssen, wie ja bestimmte "Völker" so sind und dass ich das alles falsch sehe. Eine Zeitlang gab es dann meist hitzige Disskusionen darüber, mittlerweile sage ich dann "ok, für mich ist es dann an der Zeit zu gehen wenn sowas jetzt wieder anfängt" - und dann gehe ich halt. Natürlich ist sie dann auch sauer und schimpft über mich - aber das ist mir egal. Ich mache 3 Kreuze, dass beide meiner Eltern es zumindest bislang berücksichtigt haben, dass ich keine rassistischen Äußerungen in Gegenwart der Kinder dulde. Das wäre für mich wirklich ein absolutes No Go! Aber nichts desto trotz habe ich ein wenig Sorge, dass meine Kinder auf kurz oder lang trotzdem mit diesen Gedankengängen konfrontiert werden. Wenn sie älter werden, kommen meine Eltern bestimmt irgendwann auf den Trichter sie diesbezüglich "aufklären" zu müssen, weil ihr "dumme Mutter" die Probleme ja nicht sieht und anspricht...

Und sowieo ist meine Mama fast nur noch am meckern und / oder jammern. Ich will überhaupt nicht, dass meine Kinder diese "alles ist schei..." Mentalität mit bekommen. Sie hat sich früher selbst über dieses "früher war alles besser" aufgeregt, wenn meine Oma so redete. Und heute meint sie auf einmal "Ja, meine Mutter hatte immer Recht, es wird alles immer nur schlimmer. Nur früher war ich jung und dumm, da habe ich es nicht gesehen" - womit sie dann ja gleichzeitig auch mich anspricht, dass ich ja heute so "dumm" bin, es nicht zu sehen. "Irgendwann siehst du es auch so" (derzeit meine größte Angst, dass ich wirklich genau so werde!!)
Und selbstverständlich themtisiert sie jedes Mal, wie schlimm es doch ist alt zu werden. Und dass einem ja heute immer das Altwerden so romantisiert wird und ich darauf nicht rein fallen soll, dann wartet man immer darauf dass irgendwas schön wird, aber es wird alles immer nur schlimmer. Mag ja alles sein - aber ich bin jetzt 37 und habe noch einige Jahre vor mir. Ich möchte nicht ständig damit konfrontiert werden, dass es ja ab jetzt nur noch bergab geht und ich die schönste Zeit meines Lebens ja schon längst hinter mir habe. Auch wenn sie behauptet, dass sie es gut gefunden hätte, wenn ihre Mutter ihr das gesagt hätte (was ich nicht glaube). Ich habe ihr auch schon mehrmals gesagt, dass mich das runter zieht und ich das nicht länger hören möchte, da ich dann denke, es wäre das beste ich nehme mir am besten jetzt schon einen Stick, wenn es ab jetzt ja eh alles nur noch schlecht wird. Aber das scheint sie nicht zu interessieren. 

Wie die Überschrift schon sagt: Ich ertage meine Mutter nicht mehr - bzw. ich ertrage ihre Art zu reden nicht, ich ertrage ihren mittlerweile barschen und assosialen Ton nicht, ich ertrage ihre Sichtweisen nicht. Früher konnten wir über alles reden, heute ist ein Gespräch mit meiner Mutter mein persönlicher Tagesalptraum und ich versuche einfach nur, ihr nicht über den Weg zu laufen. 
Ich habe ihr schon gesagt, sie soll doch mal einen Psychotherapeuten aufsuchen - selbstverständlich wegen ganz anderer Probleme die sie hat - in der Hoffnung, dass der relativ schnell ihre Probleme mit dem Altern wahrnimmt und ihr vielleicht irgendwie helfen kann. Aber dafür hat sie ja keine Zeit. 

Ich weiß einfach nicht mehr, wie ich ein Zusammenleben noch gestalten soll. Vermutlich bleibt nichts anderes übrig, als sich wirklich aus dem Weg zu gehen - was wirklich schade ist. Dazu kommt, dass es mich richtig traurig macht - wie gesagt, wir hatten mal ein gutes Verhältnis. Noch vor wenigen Jahren sogar. Aber ihre negative Stimmung und das alles drumrum zieht mich so runter. Ich ertrage sie einfach nicht mehr. 

Hat hier zufällig auch jemand so etwas hinter sich? Wie seid ihr damit umgegangen?
Bitte jetzte keine hypotherischen "also ich würde" Aussagen - denn ganz ehrlich, ich glaube nicht, dass man eine solche Situation wirklich beurteilen kann, wenn man sie nicht selbst erlebt hat. 
Vielen Dank 

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11.04.21 um 21:31

Ich schreib dir jetzt trotzdem mal, auch wenn ich nicht in der Situation bin.
Warum gehen deine Kinder denn gerne runter zu den Großeltern?

Also meine haben sich da immer schnell abgewöhnt, wiel sie mit dem barschen Tonfall und den anderen Sachen, die so ganz anders sind als bei uns, nicht wirklich zurecht kommen.

Ansonsten kann ihc mir gut vorstellen, dass deine Mutter deine Kinder in nahre Zukunft mit ihrer Sichtweise konfrontieren wird.
Also meine Schwiegermutter hat sich anfangs auch sehr zurückgehalten und dann irgendwann doch hintenrum versucht, meinen Kindern ihre persönlichen Werte mitzugeben. Ich denek das ist recht normal. Man liebt ja seine Enkel und will das Beste für sie. Mit dazu gehören die eigenen Werte. Ich denke du rechnest mit gutem Grund damit.

Hast du ihr mal direkt gesagt, was du denkst, dass ihr Problem ist?
"Das Altern" ist auch agr grob umrissen.
Vielleicht hat sie das Gefühl, sie kann auf Arbeit nicht mehr die Leistung bringen, die die Jungen bringen. Vielleicht versucht sie bloß ihr Gefühl der Wertlosigkeit zu überspielen?
Vielleicht ist sie auch deprimiert?
Alles in allem klingt es zumindest wirklich sehr belastend.

Was für Optionen hast du?
Gibt es die Möglichkeit auszuziehen? Dein Anteil am Haus zu vermieten?

Ich fürchte ohne rechte Hilfe wird deine Mutter wirklich nicht mehr mit sich klar kommen. Und wenn man schon täglich nur hofft nicht von ihr "erwischt" zu werden, dann verleidet einem das ja jeder Wohlfühlgefühl Zuhause. Und das sollte doch schon ein sicherer Hafen sein.

Angespannte Situationen im Haus haben hier nie lange angehalten, weil wir dann immer miteinander gesprochen und die Situationen geklärt haben.
Aber so eien Lebens-Unzufriedenheit lässt sich ja schlecht im Gespräch klären.

LG

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12.04.21 um 16:14
In Antwort auf

Ich schreib dir jetzt trotzdem mal, auch wenn ich nicht in der Situation bin.
Warum gehen deine Kinder denn gerne runter zu den Großeltern?

Also meine haben sich da immer schnell abgewöhnt, wiel sie mit dem barschen Tonfall und den anderen Sachen, die so ganz anders sind als bei uns, nicht wirklich zurecht kommen.

Ansonsten kann ihc mir gut vorstellen, dass deine Mutter deine Kinder in nahre Zukunft mit ihrer Sichtweise konfrontieren wird.
Also meine Schwiegermutter hat sich anfangs auch sehr zurückgehalten und dann irgendwann doch hintenrum versucht, meinen Kindern ihre persönlichen Werte mitzugeben. Ich denek das ist recht normal. Man liebt ja seine Enkel und will das Beste für sie. Mit dazu gehören die eigenen Werte. Ich denke du rechnest mit gutem Grund damit.

Hast du ihr mal direkt gesagt, was du denkst, dass ihr Problem ist?
"Das Altern" ist auch agr grob umrissen.
Vielleicht hat sie das Gefühl, sie kann auf Arbeit nicht mehr die Leistung bringen, die die Jungen bringen. Vielleicht versucht sie bloß ihr Gefühl der Wertlosigkeit zu überspielen?
Vielleicht ist sie auch deprimiert?
Alles in allem klingt es zumindest wirklich sehr belastend.

Was für Optionen hast du?
Gibt es die Möglichkeit auszuziehen? Dein Anteil am Haus zu vermieten?

Ich fürchte ohne rechte Hilfe wird deine Mutter wirklich nicht mehr mit sich klar kommen. Und wenn man schon täglich nur hofft nicht von ihr "erwischt" zu werden, dann verleidet einem das ja jeder Wohlfühlgefühl Zuhause. Und das sollte doch schon ein sicherer Hafen sein.

Angespannte Situationen im Haus haben hier nie lange angehalten, weil wir dann immer miteinander gesprochen und die Situationen geklärt haben.
Aber so eien Lebens-Unzufriedenheit lässt sich ja schlecht im Gespräch klären.

LG

Danke für deine Antwort. 
Meine Mutter scheint (meiner Einschätzung nach) primär Probleme damit zu haben, dass sie unattraktiv wird. Sie hat auch schon einiges machen lassen - also Falten glätten und sowas. Verstärkt wird es dadurch, dass mein Vater einfach "gerne" alt sein will. Er will einfach nur noch seine Ruhe, Zuhause sitzen, keine Unternehmungen, keinen Geschlechtverkehr. Er sagt immer, er will einfach "in Ruhe alt werden" und meine Mama regt sich dann auf, sie sagt dann immer "wir sind noch keine 80, ich setze mich jetzt noch nicht in den Schaukelstuhl und warte auf den Tod". 
Auf der Arbeit liegt das Problem (ihrer Aussage nach) bei den "schwanggesteuerten Kerlen". Die "alten Frauen" müssen malochen und auch die körperlich schweren Arbeiten verrichten während den jungen Frauen (die ihrer Aussage nach auch im Winter noch mit einen Ausschnitt bis zum Bauchnabel rumlaufen) die Kartons hinterhergetragen werden, obwohl die entsprechenden Männer eigentlich an anderen Stellen auch gerade Arbeit hätten. Und die Chefs (natürlich auch Männer) segnen das so ab. 
Ich kann durchaus verstehen, dass ein solches Verhalten zu Unmut führt. Aber ich mag halt diese Generalisierung nicht und vor allem dieses "Männer sind der letzte Dreck" - Gerede. 

Und das ist im Endeffekt auch das, was mich in letzter Zeit so besonders stört. Früher neigte sie nicht zu derartigen Generalisierungen. Und heute baut einer (oder auch mehrere aus einer Gruppe) Mist und sie verurteilt alle, die zu dieser Gruppe gehören. So war ein türkischer Mitarbeiter von ihr vor einiger Zeit auf einer großen türkischen Hochzeit (die auch aufgelöst wurde mit fast 300 Gästen) und obwohl dann festgestellt wurde, dass dort viele Gäste Covid-19 hatten und er auch vom Gesundheitsamt die Anweisung erhalten hatte, sich in Quarantäne zu begeben kam er weiterhin zur Arbeit. Als das dann raus kam, wurde die Abteilung vorübergehend geschlossen (er natürlich wegen Betriebsgefährdung fristlos gekündigt) und alle mussten sich testen lassen (die Mitarbeiter haben dort aber wenig Kontakt und so hatte sich niemand angesteckt). 
Selbstverständlich ist dieses Verhalten absolut zu verachten, dagegen sage ich auch gar nichts. Aber für sie ist das nun ein "Paradebeispiel" dafür, dass "die Türken" sich ohnehin nicht an die Auflagen halten. Und solche Aussagen führen dann zur Zeit bei uns häufig zum Streit, denn ich finde es absolut schäbig das jetzt an der Nationalität fest zu machen. Es gibt auch Deutsche, die sich nicht an Auflagen halten und ebenso Türken, die sich daran sehr genau halten. Aber von ihr kommen dann so Aussagen wie "Ach ja, kennst du einen?" und so weiter und so fort, so dass man das Gespräch an dieser Stelle dann nur für beendet erklären kann. 
Woher dieser Hang auf einmal kommt, alle über einen Kamm zu scheren, kann ich wirklich nicht ausmachen. 

Warum die Jungs gerne runter gehen? Also, meine Eltern sind ja nicht "böse" zu ihnen. Sie spielen ja auch mit ihnen, lesen ihnen vor und so. Und dann kommt dazu - meine Eltern haben Fernsehen - wir nicht  Und der Kleine ist ein absolutes Opa-Kind - warum auch immer. Ach ja - und unten gibt es Süßigkeiten, bei uns eher nicht. Aber die gibt es bei der anderen Oma auch und dort sind sie trotzdem nicht gerne. 

Naja - und ihrer Aussage nach, geht es wirklich einfach ums "Alt werden". Man kann nicht mehr so wie früher, man sieht "kacke aus" (ihre Worte), erkennt sich selbst im Spiegel nicht wieder, wird von anderen kaum noch ernst genommen und hat täglich neue Wehwehchen. Sie meinte mal zu mir, dass man sich am besten mit 50 vor einen Zug wirft, denn ab da geht es einfach nur noch bergab und das Leben hat nichts mehr zu bieten. Und ab 60 wartet man quasi nur noch auf den Tod.

Vielleicht kommt jetzt auch einiges hoch, weil sie selbst von einer narzistischen Mutter großgezogen wurde und nach deren Tod fing sie dann an, ihre Kindheit und die ganzen Defizite zu reflektieren. Womöglich hat sie das auch in eine Depression gestürtzt und sie transferiert diese negativen Gefühle jetzt alle auf das Alter. 
Womöglich kann da nur ein Therapeut helfen, aber ich weiß nicht, wie ich sie dazu bewegen kann, einen solchen aufzusuchen. 

Falls es in den nächsten Jahren schlimmer wird und sich wirklich keine Lösung finden lässt (dass sie z.B. doch zu einem Therapeuten geht), werde ich wohl wirklich ausziehen. Zur Zeit ist es leider schwer umsetzbar. Wir haben das Haus (ein altes Bauernhaus) erst vor einigen Jahren gekauft und restaurieren lassen (bzw. sind zum Teil noch dabei). Heißt - hier steckt ein Großteil unseres Geldes drin und wir zahlen natürlich auch noch ab. Vermieten dürfte auch schwierig werden. Die Wohnung ist über 200qm groß, dazu kommt ein riesiges Grundstück. Strom ist getrennt, Gas und Wasser laufen aber über einen Anschluss und derzeit teilen wir entsprechend der Größe bzw. der Personen auf. Aber ich denke, dass die Gesamtumstände das Ganze sehr unattraktiv für Mieter machen. Noch dazu der Umstand, dass es (wie für Altbauten halt üblich) recht hellhörig ist. 
Noch ist es ja auch sehr gut möglich sich aus dem Weg zu gehen, da meine Mama unter der Woche erst nach 20 Uhr von der Arbeit kommt und auch Samstags alle 2 Wochen arbeiten ist. Wenn sie in 4 Jahren in Rente geht, dürfte das Ganze schwieriger werden. Aber womöglich haben wir dann die Möglichkeit doch auszuziehen. 

Wie ich eingangs ja schon geschrieben habe, denke ich auch nicht, dass jemand mir eine passende Lösung vorschlagen kann. Es war mir einfach ein Anliegen darüber "zu reden". Mit meinem Mann habe ich es auch schon thematisiert, aber er meint, dass ich alles überdramatisiere. Vermutlich weil er wirklich "schlechte" Eltern hat und meine ihm immer noch lieber sind, als seine eigenen. Und wohl auch, weil er diesen Wandel nicht so wahrgenommen hat. 

Was mich am meisten belastet ist wohl auch die Sorge, dass ich genauso werde, wenn ich älter werde und demensprechend das Leben dann auch nicht mehr genießen kann. Dieser Gedanke macht mich leider sehr traurig. 

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14.04.21 um 8:40

Hast du Mal überlegt deine Perspektive zu verändern? Du musst das nicht so an dich ranlassen. Versuch die Perspektive eines Zuhörers einzunehmen und nicht die der Tochter. Damit schaffst du Distanz. Lass sie reden und antworte nicht darauf. Wenn sie dich dann fragend ansieht, dann frag sie, was sie noch auf dem Herzen hat. Spring nicht darauf an, was sie sagt, zieh dich in dich zurück und lass sie reden. Vielleicht gibt es etwas kreatives, woran sie Interesse hätte. 

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14.04.21 um 13:55

Ich kann hier nur das sagen, was Fee hier auch schon gesagt hat. Manchmal sollte man einfach die Perspektive wechseln und darüber nachdenken

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14.04.21 um 16:24

Deine Mutter steckt scheinbar in einer absoluten Kriese aus älter werden, Depression und Unzufriedenheit, das Problem ist, solange sie das selbst nicht einsieht wird ihr keiner Helfen können. 

Wenn sie den Kindern gegenüber barsch werden würde ich gehen, das geht so nicht.

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21.04.21 um 22:38

Ich kenne vieles von meiner eigenen Mutter. Vor allem den Rassismus und die Einstellung zu Männern. Angefangen hat das mit ca 55 Jahren bei ihr.
Ich habe jahrzehntelang dagegen gehalten. Bis ich gemerkt habe, dass ich meine Haltung dazu ändern muss. Von "ich will dass es anders wird" zu " ivh weiss dass sie so ist und bleiben wird" 
Ich hab sie nicht mehr ernst genommen und immer nur jaja gesagt. Schade, aber mir ging es besser dabei...
Ich habe meinen inneten Frieden mit ihr gemacht. Jetzt ist sie schon Jahre gestorben.

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