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Ich ertrage den Freund meiner Mutter nicht mehr

7. Dezember 2014 um 0:43

Hallo,

ich weiß einfach nicht mehr weiter. Meine Situation ist ein wenig anders als die meisten; habe eben schon ein wenig dazu gelesen. Es wird lang, sorry schon mal :/

Meine Mutter ist seit 15 Jahren mit ihm zusammen, ich bin kein Kind mehr (Ende 20) und muss nun schon seit dieser langen Zeit mit ihm auskommen.

Ich muss dazu sagen, dass ich nie eine Abneigung gegen Freunde meiner Mutter gehegt habe, im Gegenteil. Ihren vorigen Freund (der sogar mit der Grund für die Trennung von meinem Vater war) mochte ich trotzdem sehr gerne.

Es gibt mehrere Gründe dafür, dass ich nicht mit ihm klar komme. Als er mit meiner Mutter zusammenkam, war ich 12. In der ersten Zeit hat er sich bei mir und meinem Bruder extrem eingeschleimt, hat uns kleine Geschenke gemacht und sich eben nur von seiner besten Seite gezeigt, sodass wir ihn gleich gemocht haben.

Als ich 15 war, hatte ich dann zum ersten Mal etwas mit einem Typen. Was ja auch mein gutes Recht ist. Naja, er hat davon Wind bekommen und es hat ihm nicht gepasst (da frage ich mich: woher nimmt er das Recht dazu, sich da einzumischen? Er ist nicht mein Vater. Mein eigener Vater würde das noch nicht einmal). Jedenfalls hat er mich ab dann behandelt wie den letzten Dreck: hat mich die ersten Tage/Wochen, nachdem es rauskam, extrem angeschrien, und danach komplett ignoriert und einfach so getan als wäre ich nicht da. Kein hallo, kein Blick, nichts. Er ist übrigens Serbe, was vielleicht auch nochmal Aufschluss zu seiner Einstellung zu dem Thema gibt (nicht falsch verstehen bitte!). Irgendwann hat sich das dann gelegt, ehrlich gesagt erinnere ich mich nicht mehr ganz genau, ich habe meiner Mutter natürlich damals auch gesagt, dass ich nicht verstehen kann, wie sie es zulassen kann, dass er mich so behandelt, und sie hat wohl auch mit ihm geredet. Aber seit dieser Sache ist er bei mir unten durch (verständlicherweise).

Ich komme jetzt oberflächlich ok mit ihm aus. Natürlich wohne ich längst nicht mehr Zuhause, was auch gut ist, da dieser Mann mir dort einfach nur noch die Luft zum Atmen geraubt hat. Meiner Mutter zuliebe gab es auch seitdem keine nennenswerten Streits mehr, aber ich habe nie vergessen, wie er mich behandelt hat. Dazu kommt, dass er extrem aufbrausend ist und auch aggressiv wird (nicht körperlich!). Aber er macht einen psychisch fertig, schreit rum, flippt wegen Kleinigkeiten aus...

Der Grund, warum ich jetzt nach all den Jahren langsam nicht mehr kann, ist der, dass meine Mutter psychische Probleme bekommen hat (Angststörungen, Panikattacken), wegen derer sie auch gerade behandelt wird, und er sie kein bisschen unterstützt. Im Gegenteil, er steht ihrer Genesung eher im Weg, indem er sie anschreit und noch fertiger macht, als sie ohnehin schon ist. Noch dazu mussten meine Großeltern vor ein paar Monaten in ein Heim ziehen, da es Zuhause nicht mehr ging, und er hat sie in einem halben Jahr nicht ein einziges Mal besucht. Obwohl er immer derjenige ist, der betont, dass Familie ja das Wichtigste sei und bei ihm in Serbien die Familien ja viel mehr zusammenhalten würden usw.

Vorhin gab es dann wieder eine Situation, in der ich zu meiner Mutter nach Hause gekommen bin, um meinen kleinen Halbbruder (der Sohnvon ihm und meiner Mutter, den ich abgöttisch liebe, und der zum Glück null ist wie er), zurückzubringen, und der Freund meiner Mutter hat wieder nur rumgemotzt und die Atmosphäre dermaßen vergiftet, sodass ich es keine 10 Minuten ausgehalten habe und dann gehen musste, obwohl ich gerne noch bei meiner Mutter geblieben wäre.

Das Ding ist, ich bin mir ziemlich sicher, dass sie auch mit Vielem, was er tut, nicht glücklich ist, aber sie ist zu schwach, um sich darüber wirkliche Gedanken zu machen, geschweige denn, irgendetwas in Frage zu stellen. Ich denke sie hätte auch Angst vor einer Trennung, da ihr Leben dann für sie in Scherben läge, sie das, was die beiden sich aufgebaut haben (ein Haus z. B., das auf ihn läuft und er bezahlt hat) verlieren würde. Ich habe vor wenigen Tagen auch genau das zu ihr gesagt und sie hat nicht viel gesagt, aber hat mir in Vielem zugestimmt. Mit ihm reden kann man leider auch nicht, da er zwar bestens austeilen, aber absolut nicht einstecken kann und einfach nur beleidigend und laut wird.

Ich weiß einfach nicht, was ich tun soll. Ich bin kein kleines Kind, das den neuen Freund der Mutter hasst. Ich bin eine selbstständige, unabhängige Frau, die einfach nur das Beste für ihre Familie will. Und ich kann es einfach nicht mehr ertragen, wie er unsere Familie entzweit. Falls irgend jemand einen Rat hat, würde ich mich freuen. Und danke fürs Lesen

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