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Ich brauche Rat "Kitagutschein"

23. April 2008 um 13:27 Letzte Antwort: 24. April 2008 um 0:07

Hallo Ihr lieben und zwar habe ich folgendes Problem...

In der Schwangerschaft habe ich mein ungeborenes schon in der Kita angemeldet. Dann mussten wir unvorhergesehen umziehen.

Neuanmeldungen im neuen Wohnbezirk folgten. Beginn: 2. Geb., dass wäre Nov. 2007 gewesen.

Aufgrund einer chronischen Bronchitis mit vielen, hintereinfolgenenden Krankehausaufenthalten wegen Beatmung, wurde uns geraten, er solle so lang wie möglich zu Hause bleiben.

Gesagt getan, da seine Sprachliche Entwicklung aber um ein halbes Jahr verzögert ist und er privat sehr wenig Kontakt zu gleichaltrigen hat, wurde uns jetzt geraten, so schnell wie möglich in die Kita.

Bis Montag stand ich dann zwischen zwei Stühlen.

Bronchitis = Kita nein
Sprachliche Entwicklung + Intigration = Kita ja

Im KH bei einer Kontrolluntersuchung, wurde sogar schon Medikamente der Langzeitherapie abgesetzt, der Prof. riet uns auch, ab in die Kita. Gerade jetzt zur Sommerzeit!

Nun habe ich mir gestern einen Kinderladen angeschaut. Gefällt mir, sowohl meinen beiden Männern (Sohn+Papa) sehr gut. Betreuungsstunden minimum 7 Std. Ich habe z.Z. keine Arbeit...

Mein großes Problem ergibt sich damit, dass ich jetzt wieder anfangen muss neue Plätze zu bekommen, was bei uns nicht gerade einfach ist und dann muss der Gutschein bewilligt werden. (ohne Arbeit). Dann kommen auch noch 4 Wochen Eingewöhnungszeit.

Wie soll ich jetzt innerhalb von wenigen Wochen alles unter einen Hut bekommen?

Hat jemand Rat für mich??

Ich fühle mich momentan wirklich Ratlos und bekomme von allen Seiten (Ärzten) gute Tips, verfolge Sie und merke jetzt, in welchem Schlamassel ich mich befinde.

Danke für eure Hilfe!!

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23. April 2008 um 21:26

Ja,
du hast mich völlig falsch verstanden. Trotzdem Danke für deine Mühe

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24. April 2008 um 0:07

Re:"Ich brauche Rat "Kitagutschein"
Hallo!

Ich weiß nicht, ob ich Dich richtig verstanden hab, aber ich versuchs mal!
Der Gutschein dürfte kein Problem werden, außer, Dein Mann arbeitet. Vom neuen Kibiz (Kinderbildungsgesetz) wirst Du gehört haben. Hast Du eine Liste, mit den Neueinstufungen (Jahreseinkommen, etc.)? Da kannst Du nachsehen, was Du bezahlen müsstest. In der Kita oder dem Kindergarten kannst Du Dich zwischen 25, 35 (Kiga) und 45 (Kita) Betreuungsstunden entscheiden.

Was es betrifft Deinen Sohn in einer Kita anzumelden hab ich ehrlich gesagt bedenken. Wenn er so lange und schwer krank war und keinen oder wenig Kontakt zu anderen Kindern hatte, wird er, wenn er die Kita besucht auf jeden Fall erst mal krank werden, was sich hauptsächlich auf die Atemwege auswirkt. (Ärzte denken leider nur selten daran.) Kinder, im Kindergartenalter, sind oft dauererkältet. Die Erfahrungen mach ich immer wieder. (Ich bin Erzieherin in einer integrativen Gruppe.) Und Kinder, die diese Viren nicht gewöhnt sind, fangen sich jeden Erreger ein, der ihnen zu nahe kommt. Da würde ich eher vorschlagen, wenn Du nicht den Druck hast, arbeiten zu gehen, mit ihm einige Monate in eine Spielgruppe (1X in der Woche) zu gehen, zum Mutter-Kind-Turnen, o.ä., um ihn langsam daran zu gewöhnen. Dort kannst Du außerdem andere Mütter kennenlernen und private Kontakte aufbauen, was auch für Dich wichtig ist und Dein Kleiner hat Kontakte.

Um die Sprache mach Dir nicht zu viele Sorgen. Er ist noch klein und hat Zeit. Je nach dem, welche Schwierigkeiten er in der Sprache hat...
...wenn er sprechfaul ist, lies ihm viele Bücher mit schönen Bildern vor und stell ihm Fragen zum gelesenen.
...wenn ihm der Sprachschatz fehlt (und ich glaube, das es das ist), unternimm viel mit ihm. Wenn ihr z.B.einkaufen geht, frag ihn nach seinem Lieblingsessen, was er essen möchte, koche mit ihm zusammen (er kann Dir dabei helfen), etc. Wichtig ist auch, dass Du ihn sprechen und Antworten geben lässt. Versteh mich nicht falsch, aber Eltern kranker Kinder nehmen den Kindern oft das Sprechen ab. Z.B. "Möchtest Du Milch trinken? Komm, ich schütte Dir etwas ein." (Er hat keine Möglichkeit "ja" oder "nein" zu sagen. Zudem kann sich ein Kind von 3 Jahren auch selber Milch einschütten.)
Auch, wenn er nicht spricht oder nicht alles versteht, was Du sagst, lernt er von Dir.
...wenn ihm einige Buchstagen fehlen oder er Schwierigkeiten mit der Aussprache hat, lass ihm vom Kinderarzt Logopädie verschreiben. (Es kann aber sein, dass der Arzt sagt, dass es noch zu früh dafür ist.)

Zum Sprechen lernen gehört nicht nur Sprache zu hören oder zu sprechen. Bestärke ihn in einer Selbständigkeit. Wenn er noch nicht lange wieder gesund ist, wird es ihm an Selbstbewußtsein und Selbständigkeitserfahrungen fehlen. Er hatte nicht die Möglichkeit dazu.

Wenn Dein Sohn in seiner sprachl. Entwicklung ein halbes Jahr zurückliegt, ist das kein Weltuntergang. Ich gehe davon aus, dass Du in spätestens einem Jahr zu ihm sagen wirst: "Sei doch mal 5 Minuten ruhig!"

Und das möchte ich Dir noch mit auf den Weg geben:
In meiner Gruppe habe ich ein kleines Mädchen, die Monatelang im KH war. Sie hatte schwere OPs, wegen Hirnhautentzündung, etc. Ein Junge hatte unzählige Kopfoperationen (ich tippe mal auf 25 OPs). Usw, usw. ...Du glaubst nicht, was diese Kinder für ein Durchsetzungsvermögen haben. Diese Kinder und auch Dein Sohn haben viel mitgemacht. Und es sind Kinder, die sich durchboxen. Lass ihm Zeit, überfordere ihn nicht und vor allem, auch Dich nicht.

Hab ich Dich richtig verstanden???

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