Forum / Meine Familie / Familie - Patchwork-Familie, Einelternfamilie, allein erziehende Mütter

Ich brauch eure Hilfe

19. Oktober 2009 um 15:25 Letzte Antwort: 12. November 2009 um 11:59

Hallo zusammen,

ich bin seit 2 Jahren mit meinem Freund zusammen, der bereits einen Sohn von 8 Jahren hat. Seit letztem Jahr August kommt er nun auch regelmäßig alle 2 Wochen an den Wochenden zu uns......

Anfangs war er noch zurückhaltend, aber nun kommen wir gut zurecht.

Ich habe den beiden immer die Zeit gegeben, die sie brauchen zum spielen, kuscheln usw. zudem er auch mal gesagt hat, als seine Mama einen neuen Freund hat, wann die beiden denn mal wieder was alleine zusammen machen können!?

Naja jedenfalls merke ich dass er keine 5 Minuten ohne seinen Papa sein kann. Papa hier Papa da .... Dann kommt hin und wieder die Frage, ob er bei Papa schlafen kann, ich sag dann immer ja - IST DAS RICHTIG?

Seit einiger Zeit komme ich mir aber auch irgendwie überflüssig vor - er (der Sohn) fragt mich was und mein Freund antwortet für mich, oder er (der Sohn) spricht in der sie-Form, obwohl ich direkt daneben sitze und mein Freund antwortet..... Das ist kein schönes Gefühl so ignoriert zu werden. Oder ist das normal? Ich habe noch keine eigenen Kinder, aber ich find das manchmal ganz schön heavy - so 24 Stunden nur für das Kind da sein, unsere Beziehung bleibt dann, finde ich, auch etwas auf der Strecke .... kein Küssen, keine Nähe, wenn er dabei ist.

Kennt das jemand von euch? Ist das eine normale Reaktion?

Mehr lesen

19. Oktober 2009 um 16:23

Hallo
Wenn bei Papa schlafen, sich in Grenzen hält, finde ich es ok. Aber es sollte nicht zur absoluten Dauereinrichtung werden.

Bei vielem solltest Du nicht still daneben sitzen und passiv reagieren, sondern einfach Deine Ansprüche durchsetzen. Hier hilft wirklich nur reden und seine Meinung sagen.

Wenn Dein Freund für Dich antwortet, dann solltest Du ihm sagen, dass er nicht für Dich antworten soll, sondern Du es sehr wohl auch gut alleine tun kannst. Das kannst Du auch schon im Gespräch mit dem Jungen machen, der das auch ruhig mitbekommen kann, damit alle wissen dass Du auch existierst, nicht ignoriert werden willst und Ansprüche hast.

Wenn der Junge über Dich in der Sie-Form redet, dann solltest Du einschreiten und ihm erklären, dass man das in Anwesenheit der betreffenden Person nicht dauernd macht und es unhöflich ist. Das ist ja auch ein stückweit Erziehung und völlig legitim. Da sollte Dir auch freie Hand gelassen werden, oder kann es sein, dass Dein Freund Dir unausgesprochen das Gefühl gibt dass Du kein Mitspracherecht hast.
Denn nur so kann ich mir die bisherigen Passivität erklären. Was ja keine Seltenheit ist.

Du lebst auch in dieser Wohnung und darfst daher nicht ignoriert werden. Das ist eines der größten Fehler die Väter im Beisein ihrer Kinder machen, da sie die Frau damit dazu bringen Brauchkrämpfe vor den Wochenenden zu bekommen.

Bei uns war es nicht so. Mein Mann hat mich eingebunden und vor seinem Sohn auch geherzt. Auch und gerade mit der Absicht mich in alles einzubinden und dem Jungen auch meine Rolle damit begreiflich zu machen. Mein Mann hat das jedoch auf eine sehr spielerische und auch spaßige Weise gemacht und daher war das auch völlig ok für den Jungen und auch ein Stückweit der Weg zur Akzeptanz meiner Person.
Ich denke daher dass hinter dem Verhalten Deines Freundes vielleicht die Angst steckt, dass der Junge sich zurück gesetzt fühlen könnte oder irritiert sein könnte. Ich denke auch dass dem Mann die gewisse Lockerheit fehlt und auch die Sensibilität und das Bewusstsein dafür, was in solche einer Lage klug und angebracht wäre. Er steht sich selbst im Weg.

Aber auch das kannst Du ihn nahe bringen, indem Du ihn darauf hinweist, dass Dir aufgefallen ist, dass an den Wochenenden Zärtlichkeiten Mangelware sind und es gut wäre, wenn ihr auch vor dem Jungen ihr selbst seid und Euch nicht verstellt. Natürlichkeit ist immer der beste Weg und verstellen ist unklug. Ihr müsst nich übereinander herfallen, sondern es reicht wenn er Dich wie sonst auch mal in den Arm nimmt und nett und aufmerksam zu Dir ist.

LG

Gefällt mir
21. Oktober 2009 um 8:54
In Antwort auf an0N_1296141299z

Hallo
Wenn bei Papa schlafen, sich in Grenzen hält, finde ich es ok. Aber es sollte nicht zur absoluten Dauereinrichtung werden.

Bei vielem solltest Du nicht still daneben sitzen und passiv reagieren, sondern einfach Deine Ansprüche durchsetzen. Hier hilft wirklich nur reden und seine Meinung sagen.

Wenn Dein Freund für Dich antwortet, dann solltest Du ihm sagen, dass er nicht für Dich antworten soll, sondern Du es sehr wohl auch gut alleine tun kannst. Das kannst Du auch schon im Gespräch mit dem Jungen machen, der das auch ruhig mitbekommen kann, damit alle wissen dass Du auch existierst, nicht ignoriert werden willst und Ansprüche hast.

Wenn der Junge über Dich in der Sie-Form redet, dann solltest Du einschreiten und ihm erklären, dass man das in Anwesenheit der betreffenden Person nicht dauernd macht und es unhöflich ist. Das ist ja auch ein stückweit Erziehung und völlig legitim. Da sollte Dir auch freie Hand gelassen werden, oder kann es sein, dass Dein Freund Dir unausgesprochen das Gefühl gibt dass Du kein Mitspracherecht hast.
Denn nur so kann ich mir die bisherigen Passivität erklären. Was ja keine Seltenheit ist.

Du lebst auch in dieser Wohnung und darfst daher nicht ignoriert werden. Das ist eines der größten Fehler die Väter im Beisein ihrer Kinder machen, da sie die Frau damit dazu bringen Brauchkrämpfe vor den Wochenenden zu bekommen.

Bei uns war es nicht so. Mein Mann hat mich eingebunden und vor seinem Sohn auch geherzt. Auch und gerade mit der Absicht mich in alles einzubinden und dem Jungen auch meine Rolle damit begreiflich zu machen. Mein Mann hat das jedoch auf eine sehr spielerische und auch spaßige Weise gemacht und daher war das auch völlig ok für den Jungen und auch ein Stückweit der Weg zur Akzeptanz meiner Person.
Ich denke daher dass hinter dem Verhalten Deines Freundes vielleicht die Angst steckt, dass der Junge sich zurück gesetzt fühlen könnte oder irritiert sein könnte. Ich denke auch dass dem Mann die gewisse Lockerheit fehlt und auch die Sensibilität und das Bewusstsein dafür, was in solche einer Lage klug und angebracht wäre. Er steht sich selbst im Weg.

Aber auch das kannst Du ihn nahe bringen, indem Du ihn darauf hinweist, dass Dir aufgefallen ist, dass an den Wochenenden Zärtlichkeiten Mangelware sind und es gut wäre, wenn ihr auch vor dem Jungen ihr selbst seid und Euch nicht verstellt. Natürlichkeit ist immer der beste Weg und verstellen ist unklug. Ihr müsst nich übereinander herfallen, sondern es reicht wenn er Dich wie sonst auch mal in den Arm nimmt und nett und aufmerksam zu Dir ist.

LG

Hallo ....
kleinermaulwurff ....

gestern hat sich im Gespräch dieses Thema mit meinem Freund irgendwie ergeben. Der Sohn, wollte sich was ausleihen, was mir gehört und hat aber Papa gefragt. Er hat natürlich geantwortet, dass er mich fragen wird ...... Habe ihm das dann noch mal geschildert, dass mich das nervt, dass ich ständig so von beiden ignoriert werde und ich ja dann gar keine Chance habe, igendetwas aufzubauen ..... Wegen dem ausleihen habe ich dann auch gesagt, warum fragt er mich dann nicht selbst?????? Er meint, dass wäre eben so, weil er ja als Papa die Bezugsperson für ihn wäre ...... Ich kann nun nicht ganz verstehen, was das eine mit dem anderen zu tun hat!? Und ich solle ihm das doch zwischendurch immer mal sagen, dass ich da bin. Habe ihm gesagt, wenn ich doch direkt neben dir sitzte, mußt du doch auch mal selbst auf die Idee kommen ........!? Und dann kommt nur das mit der Bezugsperson - das hat mich dann noch wütender gemacht, da ich es ihm schon so oft gesagt habe und weil man mit ihm da irgendwie nicht drüber reden kann ...... habe dann nur noch gesagt, er solle alles vergessen was ich gesagt habe, und wir machen weiter so wie immer, denn wenn es ihm wichtig wäre was mich beschäftigt, würde er da auch mal von alleine drauf kommen, oder?
Habe eh das Gefühl, dass alles was ich "gegen" (nicht böse gemeint!) den Sohn sage, also wo ich denke das es falsch oder nicht richtig ist, stoße ich auf Gegenwehr. Habe ihm auch schon gesagt, dass ich, wenn er da ist, nicht auf alles verzichten möchte, also mal ein Küsschen oder so, aber dann kommt erstmal nur, ich bilde mir das alles nur ein. Dann ging es mal 1-2 WE gut, aber nun ......!? Mich nervt es eigentlich auch, dass ich ihm dass ständig sagen muß.Wie gesagt, ich denke, wenn es ihm wichtig wäre, würde er auch mal selbst ankommen, aber er meint wir müssen es ja auch nicht übertreiben vor ihm......!? Kann ja auch sein, dass ich das alles etwas zu ernst sehe, oder ?

Gefällt mir
21. Oktober 2009 um 14:39
In Antwort auf alanna_11880590

Hallo ....
kleinermaulwurff ....

gestern hat sich im Gespräch dieses Thema mit meinem Freund irgendwie ergeben. Der Sohn, wollte sich was ausleihen, was mir gehört und hat aber Papa gefragt. Er hat natürlich geantwortet, dass er mich fragen wird ...... Habe ihm das dann noch mal geschildert, dass mich das nervt, dass ich ständig so von beiden ignoriert werde und ich ja dann gar keine Chance habe, igendetwas aufzubauen ..... Wegen dem ausleihen habe ich dann auch gesagt, warum fragt er mich dann nicht selbst?????? Er meint, dass wäre eben so, weil er ja als Papa die Bezugsperson für ihn wäre ...... Ich kann nun nicht ganz verstehen, was das eine mit dem anderen zu tun hat!? Und ich solle ihm das doch zwischendurch immer mal sagen, dass ich da bin. Habe ihm gesagt, wenn ich doch direkt neben dir sitzte, mußt du doch auch mal selbst auf die Idee kommen ........!? Und dann kommt nur das mit der Bezugsperson - das hat mich dann noch wütender gemacht, da ich es ihm schon so oft gesagt habe und weil man mit ihm da irgendwie nicht drüber reden kann ...... habe dann nur noch gesagt, er solle alles vergessen was ich gesagt habe, und wir machen weiter so wie immer, denn wenn es ihm wichtig wäre was mich beschäftigt, würde er da auch mal von alleine drauf kommen, oder?
Habe eh das Gefühl, dass alles was ich "gegen" (nicht böse gemeint!) den Sohn sage, also wo ich denke das es falsch oder nicht richtig ist, stoße ich auf Gegenwehr. Habe ihm auch schon gesagt, dass ich, wenn er da ist, nicht auf alles verzichten möchte, also mal ein Küsschen oder so, aber dann kommt erstmal nur, ich bilde mir das alles nur ein. Dann ging es mal 1-2 WE gut, aber nun ......!? Mich nervt es eigentlich auch, dass ich ihm dass ständig sagen muß.Wie gesagt, ich denke, wenn es ihm wichtig wäre, würde er auch mal selbst ankommen, aber er meint wir müssen es ja auch nicht übertreiben vor ihm......!? Kann ja auch sein, dass ich das alles etwas zu ernst sehe, oder ?

Hallo Mausi
Ich denke es ist ein längerer Prozess.

Es war schon mal gut dass Du es angesprochen hast. Noch besser ist es wenn Du es in Gegenwart des Kindes auch ansprichst. Du kannst auch dem Kind sagen, dass er auch ruhig zu Dir kommen kann, wenn er etwas von Dir braucht.

Also hier gilt nich locker zu lassen und immer wieder das normale aufzuzeigen, bis es sitzt.
Das mit seiner Bezugsperson kann er sich sparen. Er ist hier nicht der Kindergärtner, sondern es geht darum dass hier das Kind zu einem gesunden sozial adäquaten Verhalten erzogen wird.
Das Kind ist alt genug um gewisse Benimmregeln einzuhalten, wenn man sie ihm nahe bringt. Wenn andere Personen dabei sind, ist es ja auch unhöflich über sie in Dritter Person zu sprechen. Eltern die auf Höflichkeit wert legen, bringen es ihren Kindern bei.

Aber bei Deinem Freund hab ich das Gefühl dass er selbst entweder nicht daran interessiert ist, dass das Kind in Eure Beziehung integriert wird bzw. Du nicht ignoriert wirst, weil er vielleicht das Gefühl der Einzigartigkeit bei seinem Sohn genießt und den Sohn auch für sich haben will.

Oder er hat einfach keine Empathie bzw. weiß nicht wie wichtig es ist, die Frau (sowohl für die Beziehung als auch für eine angenehme Zeit für das Kind) in alles einzubinden oder zumindest sie nicht zu ignorieren.

Auf jeden Fall macht er hier einen entscheidenden Fehler.
Daher gilt es dennoch dass Du dabei bleibst und Dich einbringst bzw. nicht wegdrängen lässt. Auch wenn es ewig ein Streitthema bleiben wird und er immer anderer Ansicht sein werdet, kannst Du dennoch Deinen Anspruch geltend machen und dafür sorgen wahrgenommen zu werden. Ich würde dran bleiben und ihn jedoch vielleicht auch damit konfrontieren, dass er Dich raushalten will, nicht an seinen Sohn ranlassen will und ihn mal auf den Verdacht hinweisen, dass es sein könnte, dass er sich vielleicht mit Dir nicht sicher ist und daher nicht allzu sehr einbinden will bzw. sich noch nicht auf eine Frau festlegen will. Mal sehen wie er auf sowas reagiert.

LG

Gefällt mir
22. Oktober 2009 um 10:59
In Antwort auf an0N_1296141299z

Hallo Mausi
Ich denke es ist ein längerer Prozess.

Es war schon mal gut dass Du es angesprochen hast. Noch besser ist es wenn Du es in Gegenwart des Kindes auch ansprichst. Du kannst auch dem Kind sagen, dass er auch ruhig zu Dir kommen kann, wenn er etwas von Dir braucht.

Also hier gilt nich locker zu lassen und immer wieder das normale aufzuzeigen, bis es sitzt.
Das mit seiner Bezugsperson kann er sich sparen. Er ist hier nicht der Kindergärtner, sondern es geht darum dass hier das Kind zu einem gesunden sozial adäquaten Verhalten erzogen wird.
Das Kind ist alt genug um gewisse Benimmregeln einzuhalten, wenn man sie ihm nahe bringt. Wenn andere Personen dabei sind, ist es ja auch unhöflich über sie in Dritter Person zu sprechen. Eltern die auf Höflichkeit wert legen, bringen es ihren Kindern bei.

Aber bei Deinem Freund hab ich das Gefühl dass er selbst entweder nicht daran interessiert ist, dass das Kind in Eure Beziehung integriert wird bzw. Du nicht ignoriert wirst, weil er vielleicht das Gefühl der Einzigartigkeit bei seinem Sohn genießt und den Sohn auch für sich haben will.

Oder er hat einfach keine Empathie bzw. weiß nicht wie wichtig es ist, die Frau (sowohl für die Beziehung als auch für eine angenehme Zeit für das Kind) in alles einzubinden oder zumindest sie nicht zu ignorieren.

Auf jeden Fall macht er hier einen entscheidenden Fehler.
Daher gilt es dennoch dass Du dabei bleibst und Dich einbringst bzw. nicht wegdrängen lässt. Auch wenn es ewig ein Streitthema bleiben wird und er immer anderer Ansicht sein werdet, kannst Du dennoch Deinen Anspruch geltend machen und dafür sorgen wahrgenommen zu werden. Ich würde dran bleiben und ihn jedoch vielleicht auch damit konfrontieren, dass er Dich raushalten will, nicht an seinen Sohn ranlassen will und ihn mal auf den Verdacht hinweisen, dass es sein könnte, dass er sich vielleicht mit Dir nicht sicher ist und daher nicht allzu sehr einbinden will bzw. sich noch nicht auf eine Frau festlegen will. Mal sehen wie er auf sowas reagiert.

LG

Hallo
habe mittlereweile auch mal in anderen Foren gestöbert und da habe ich auch viel über Verlustängste bzw. schlechtes Gewissen (weil Papa hat dich ja verlassen ....) usw. gelesen. Könnte mir nun auch gut vorstellen, dass es bei uns genau so ist, dass Papa ihm das WE so schön gestalten will wie es nur geht und der Kleine von morgens 9 - abends 10 bei Papa im Mittelpunkt steht. Habe ihn vor einiger Zeit deswegen auch schon mal angesprochen und er meinte, das wäre quatsch und ich habe das Thema dann erst einmal abgehakt. Aber ich beobachte das ja nun immer wieder...... Und wie gesagt, ich kann nicht wirklich mit ihm darüber reden? Was mich auch sehr traurig macht..... Aber vielleicht reagiere ich da auch mal über. Zum Beispiel kannte ich es auch nicht, dass man wenn man in die 3. Klasse kommt, noch eine Schultüte bekommt, oder ich mußte meine Schuhe mit 8 selbst anziehen - aber Papa macht das schon!? Wenn ich dann mal was dazu sage, winkt er auch mal ab, bzw. tut so "das ist mein Sohn und den kann ich so verwöhnen wie ich will" ..... oder oder oder

Oft lasse ich die beiden ja auch alleine, wenn er ihn fragt: Papa können wir dies oder das oder jenes machen. Ich werde meist nicht gefragt und ich möchte mich dann auch nicht aufdrängen oder so, weil ich denke, dass er dann die Zeit mit seinem Papa haben möchte. Bzw. fragt Papa dann ab und an mal, ob ich mitkommen möchte. ABER wenn es manchmal Sachen sind, zu denen ich diesem Moment mal so gar keine Lust oder Ambitionen habe, bin ich gleich wieder die böse die ja nie was mitmacht oder kein Interesse an den beiden hat. Andererseits begründet Papa dann damit die Reaktionen von Junior, das er sich so verhält........ die macht ja eh nie was mit ....
Was soll ich denn machen? Soll ich dann immer fragen, darf ich mitmachen? Muß ich denn immer alles gut finden und mitmachen, nur weil es den beiden gerade mal so in den Kopf kommt?

Das er sich nicht auf eine Frau festlegen will, glaub ich nicht, da wir auch schon über eigene Kinder gesprochen habe. Er sagt zwar, dass er sich das vorstellen kann und er würde es sogar schön finden - aber ich muß ich ehrlich sagen - klar will ich auch mal Kinder, aber im Moment.....? Wenn ich sehe, dass Papa seine ganze Energie alle 2 Wochen in den Junior steckt und er das ja nun auch so gewöhnt ist, dass wenn er bei uns ist Papa nur für ihn da ist und er bei uns im Prinzip machen kann was er will - wie soll dass denn werden, wenn dann noch ein Wurm dazu kommt!? Zumal seine Mama auch vor einem Monat ein Baby bekommen hat und er nun anfängt zu fragen, ob er auch an den WE kommen kann, an denen er eigentlich nicht dran ist. Er ist ja am We wieder da - mal sehen ob Papa sich was gemerkt hat ....

LG

Gefällt mir
24. Oktober 2009 um 11:26
In Antwort auf alanna_11880590

Hallo
habe mittlereweile auch mal in anderen Foren gestöbert und da habe ich auch viel über Verlustängste bzw. schlechtes Gewissen (weil Papa hat dich ja verlassen ....) usw. gelesen. Könnte mir nun auch gut vorstellen, dass es bei uns genau so ist, dass Papa ihm das WE so schön gestalten will wie es nur geht und der Kleine von morgens 9 - abends 10 bei Papa im Mittelpunkt steht. Habe ihn vor einiger Zeit deswegen auch schon mal angesprochen und er meinte, das wäre quatsch und ich habe das Thema dann erst einmal abgehakt. Aber ich beobachte das ja nun immer wieder...... Und wie gesagt, ich kann nicht wirklich mit ihm darüber reden? Was mich auch sehr traurig macht..... Aber vielleicht reagiere ich da auch mal über. Zum Beispiel kannte ich es auch nicht, dass man wenn man in die 3. Klasse kommt, noch eine Schultüte bekommt, oder ich mußte meine Schuhe mit 8 selbst anziehen - aber Papa macht das schon!? Wenn ich dann mal was dazu sage, winkt er auch mal ab, bzw. tut so "das ist mein Sohn und den kann ich so verwöhnen wie ich will" ..... oder oder oder

Oft lasse ich die beiden ja auch alleine, wenn er ihn fragt: Papa können wir dies oder das oder jenes machen. Ich werde meist nicht gefragt und ich möchte mich dann auch nicht aufdrängen oder so, weil ich denke, dass er dann die Zeit mit seinem Papa haben möchte. Bzw. fragt Papa dann ab und an mal, ob ich mitkommen möchte. ABER wenn es manchmal Sachen sind, zu denen ich diesem Moment mal so gar keine Lust oder Ambitionen habe, bin ich gleich wieder die böse die ja nie was mitmacht oder kein Interesse an den beiden hat. Andererseits begründet Papa dann damit die Reaktionen von Junior, das er sich so verhält........ die macht ja eh nie was mit ....
Was soll ich denn machen? Soll ich dann immer fragen, darf ich mitmachen? Muß ich denn immer alles gut finden und mitmachen, nur weil es den beiden gerade mal so in den Kopf kommt?

Das er sich nicht auf eine Frau festlegen will, glaub ich nicht, da wir auch schon über eigene Kinder gesprochen habe. Er sagt zwar, dass er sich das vorstellen kann und er würde es sogar schön finden - aber ich muß ich ehrlich sagen - klar will ich auch mal Kinder, aber im Moment.....? Wenn ich sehe, dass Papa seine ganze Energie alle 2 Wochen in den Junior steckt und er das ja nun auch so gewöhnt ist, dass wenn er bei uns ist Papa nur für ihn da ist und er bei uns im Prinzip machen kann was er will - wie soll dass denn werden, wenn dann noch ein Wurm dazu kommt!? Zumal seine Mama auch vor einem Monat ein Baby bekommen hat und er nun anfängt zu fragen, ob er auch an den WE kommen kann, an denen er eigentlich nicht dran ist. Er ist ja am We wieder da - mal sehen ob Papa sich was gemerkt hat ....

LG

Machtlosigkeit
Mir ging im Laufe des Tages Dein Thread noch mal so durch den Kopf und als Schlagwort fiel das Wort "Machtlosigkeit" ein.

Ich hab nämlich im Laufe des gestrigen Abends in Gegenwart meines Mannes meinen Sohn immer wieder streng ermahnt.
Z.B. als er immer wieder im Auto mit seinen Füßen gegen das Handschuhfach trat.
Das hatte damals der Sohn meines Mannes genauso gemacht. Ich saß nur dabei und hab kein Wort rausbekommen. Mein Mann hat es nicht geschafft ihn mit seinen Worten davon abzuhalten und ich sagte gar nix.
Es war der reinste Terror im Auto, sobald wir einstiegen. Er hämmerte wie wild mit den Füßen dagegen, so dass es bis heute eingebeult ist. Und das Auto gehört wohlgemerkt mir bzw. ich habs in die Beziehung mit eingebracht.

Als nun auch mein Sohn damit anfing hab ich ihn es erst im Guten versucht und dann jedoch auch mal laut geworden oder seine Füße festgehalten, bis er es einigermaßen kapiert hat.
Ich denke ich muss da noch weiter dran arbeiten, aber zumindest hab fühle ich mich hier nicht machtlos bzw. habe nicht das Gefühl zur Untätigkeit und Passivität verdammt zu sein.

Warum hab ich nichts gesagt, Weil ich nicht ein Kind anpflaumen wollte, das nicht meines ist, weil ich merkte dass mein Mann selbst Probleme damit hat das Kind zurecht zu weisen, weil er ein schlechtes Gewissen hat, weil ich nicht als Frau dastehen wollte die es bös mit seinem Kind meint, dass mein Mann die Bezugsperson für den Kleinen war und ich nicht die Kompetenz zur Zurechtweisung besaß und so weiter.

Diese Untätigkeit führt natürlich zu aufgestauten Gefühlen und zu Situationen die einfach belastend sein können. Denn das alles spielt sich ja im unmittelbaren Umfeld eines Menschen ab, man kann davor nicht weglaufen und die Machtlosigkeit in seinen eigenen vier Wänden, gegenüber vielleicht einem Kind dass eben noch nicht weiß was richtig und falsch ist und viel Quatsch macht, kann auf Dauer zum Terror werden.

Ich denke auch nicht dass er sich nicht auf Dich festlegen will. Ich meinte das nur so, dass er sich so verhält als ob es so sei, obwohl es sicher nicht so ist. Und manchmal tut es gut jemandem einen Spiegel seines Verhaltens aufzuzeigen, weil er ja selbst weiß dass er Dich im Grund will.

LG

Gefällt mir
9. November 2009 um 10:19
In Antwort auf an0N_1296141299z

Machtlosigkeit
Mir ging im Laufe des Tages Dein Thread noch mal so durch den Kopf und als Schlagwort fiel das Wort "Machtlosigkeit" ein.

Ich hab nämlich im Laufe des gestrigen Abends in Gegenwart meines Mannes meinen Sohn immer wieder streng ermahnt.
Z.B. als er immer wieder im Auto mit seinen Füßen gegen das Handschuhfach trat.
Das hatte damals der Sohn meines Mannes genauso gemacht. Ich saß nur dabei und hab kein Wort rausbekommen. Mein Mann hat es nicht geschafft ihn mit seinen Worten davon abzuhalten und ich sagte gar nix.
Es war der reinste Terror im Auto, sobald wir einstiegen. Er hämmerte wie wild mit den Füßen dagegen, so dass es bis heute eingebeult ist. Und das Auto gehört wohlgemerkt mir bzw. ich habs in die Beziehung mit eingebracht.

Als nun auch mein Sohn damit anfing hab ich ihn es erst im Guten versucht und dann jedoch auch mal laut geworden oder seine Füße festgehalten, bis er es einigermaßen kapiert hat.
Ich denke ich muss da noch weiter dran arbeiten, aber zumindest hab fühle ich mich hier nicht machtlos bzw. habe nicht das Gefühl zur Untätigkeit und Passivität verdammt zu sein.

Warum hab ich nichts gesagt, Weil ich nicht ein Kind anpflaumen wollte, das nicht meines ist, weil ich merkte dass mein Mann selbst Probleme damit hat das Kind zurecht zu weisen, weil er ein schlechtes Gewissen hat, weil ich nicht als Frau dastehen wollte die es bös mit seinem Kind meint, dass mein Mann die Bezugsperson für den Kleinen war und ich nicht die Kompetenz zur Zurechtweisung besaß und so weiter.

Diese Untätigkeit führt natürlich zu aufgestauten Gefühlen und zu Situationen die einfach belastend sein können. Denn das alles spielt sich ja im unmittelbaren Umfeld eines Menschen ab, man kann davor nicht weglaufen und die Machtlosigkeit in seinen eigenen vier Wänden, gegenüber vielleicht einem Kind dass eben noch nicht weiß was richtig und falsch ist und viel Quatsch macht, kann auf Dauer zum Terror werden.

Ich denke auch nicht dass er sich nicht auf Dich festlegen will. Ich meinte das nur so, dass er sich so verhält als ob es so sei, obwohl es sicher nicht so ist. Und manchmal tut es gut jemandem einen Spiegel seines Verhaltens aufzuzeigen, weil er ja selbst weiß dass er Dich im Grund will.

LG

Hallo,
am Wochenende war "Sohn" mal wieder bei uns - das selbe Szenario wie immer, ich brauch nicht antworten, dass übernehmen andere für mich. Ich habe ihm dann beim 3. Mal gesagt, dass er das bitte lassen soll! "Sohn" war dabei und fragte was? Papa hat es ihm dann wiederwillig erklärt und betont, dass es ja wirklich nicht nett ist, dass er immer für mich antwortet wenn ich dabei bin. Wir sind dann noch eine rauchen gegangen und er fragte mich, was ich denn so einen Aufstand machen würde, es war doch NUR 3 mal ..... Habe ihm dann gesagt, dass er es anscheinend immer noch nicht verstanden hat, worum es mir geht und habe dann gesagt, er solle es vergessen, da es eh keinen Sinn macht.

Nachdem er ihn dann nach Hause gebracht hat, kam das Thema noch mal zum Gespräch.... Er meinte dann, warum ich wegen so einer Lappalie schon wieder so einen Streß machen würde, es war doch nur 3 mal. Andererseits sagt er auch, dass er es schon mal überhört, dass ich angesprochen bin, da er ja sonst immer gefragt wird ...... Hallo!?! Er meinte es ist doch nicht so schlimm, wenn ich nach der Uhrzeit gefragt werde und er dann antwortet, ich habe ihm gesagt, dass es nicht um die Uhrzeit geht -sondern ums Prinzip und das es doch schon sehr traurig ist,dass er es überhört, wenn ich angesprochen werde!!!!!??????? Kann mich ja auch in Zukunft in Luft auflösen......dann kann er sich den ganzen Tag nur mit ihm beschäftigen und sich unterhalten und muß sich nicht mit mir, wegen Lappalien auseinander setzen. Hat er Angst dass ich ihm "den Rang" ablaufe? Habe ihm dann auch gesagt, dass er mal überlegen wie er sich hier am Wochenende mir gegenüber verhält .... er meint es wäre wie immer und fragte was ich denn meine, aber ich bin es mittlerweile Leid, immer wieder das selbe zu erzählen, dass wir dann nur zusammen wohnen. Aber er empfindet das nicht so! Und ich wäre ja auch selbst Schuld, da ich ja nie an etwas teilnehmen würde, wenn ich schon gefragt werde. Aber ich werde manchmal auch gar nicht gefragt, aber das stimmt ja dann immer nicht, oder ich würde ja dann eh nein sagen, wenn ich schon gefragt werde ..... Habe ihm dann gesagt, dass ich doch nicht immer auf das Lust haben muß, was die beiden gerade wollen!? Aber auch das versteht er nicht!? So langsam nervt mich das einfach alles nur noch an! Vielleicht ist mittlerweile doch etwas Eifersucht dabei, denn Sohn ist immer in unmittelbarer Nähe - und von mir wird schön Abstand gehalten, selbst wenn er dann in seinen Zimmer ist und schläft - aber wenn ich ihm dass dann sage, bilde ich mir das immer nur ein! Hätte ich ihn gestern darauf angesprochen - wäre mit Sicherheit gekommen, ich bin doch so erkältelt und mit tut alles weh - aber in "Sohn" kriecht er bald rein, wenn er kuscheln will .... Soviel zu diesem Thema......! Wenn "Sohn" dann aber weg ist, und er nach Hause kommt, erwartet er aber schon irgendwie Aufmerksamkeit - "Hallo ich bin wieder da, ignorier mich nicht" .... und solche Sachen kommen dann. Hallo, wer ignoriert mich denn das ganze Wochenende?????????

Habe ihm dann gestern gesagt, dass ich in Zukunft nichts mehr sage und dass sie ihr Ding alleine durchziehen sollen, weil ich das Gefühl habe er versteht es nicht oder will es nicht verstehen! Will mich aber deswegen nicht von ihm trennen, denn ansonsten läuft es ziemlich gut bei uns, nur wenn "Sohn" da ist -ist alles irgendwie anders ..... was soll ich nur machen?

Gefällt mir
9. November 2009 um 13:58
In Antwort auf alanna_11880590

Hallo,
am Wochenende war "Sohn" mal wieder bei uns - das selbe Szenario wie immer, ich brauch nicht antworten, dass übernehmen andere für mich. Ich habe ihm dann beim 3. Mal gesagt, dass er das bitte lassen soll! "Sohn" war dabei und fragte was? Papa hat es ihm dann wiederwillig erklärt und betont, dass es ja wirklich nicht nett ist, dass er immer für mich antwortet wenn ich dabei bin. Wir sind dann noch eine rauchen gegangen und er fragte mich, was ich denn so einen Aufstand machen würde, es war doch NUR 3 mal ..... Habe ihm dann gesagt, dass er es anscheinend immer noch nicht verstanden hat, worum es mir geht und habe dann gesagt, er solle es vergessen, da es eh keinen Sinn macht.

Nachdem er ihn dann nach Hause gebracht hat, kam das Thema noch mal zum Gespräch.... Er meinte dann, warum ich wegen so einer Lappalie schon wieder so einen Streß machen würde, es war doch nur 3 mal. Andererseits sagt er auch, dass er es schon mal überhört, dass ich angesprochen bin, da er ja sonst immer gefragt wird ...... Hallo!?! Er meinte es ist doch nicht so schlimm, wenn ich nach der Uhrzeit gefragt werde und er dann antwortet, ich habe ihm gesagt, dass es nicht um die Uhrzeit geht -sondern ums Prinzip und das es doch schon sehr traurig ist,dass er es überhört, wenn ich angesprochen werde!!!!!??????? Kann mich ja auch in Zukunft in Luft auflösen......dann kann er sich den ganzen Tag nur mit ihm beschäftigen und sich unterhalten und muß sich nicht mit mir, wegen Lappalien auseinander setzen. Hat er Angst dass ich ihm "den Rang" ablaufe? Habe ihm dann auch gesagt, dass er mal überlegen wie er sich hier am Wochenende mir gegenüber verhält .... er meint es wäre wie immer und fragte was ich denn meine, aber ich bin es mittlerweile Leid, immer wieder das selbe zu erzählen, dass wir dann nur zusammen wohnen. Aber er empfindet das nicht so! Und ich wäre ja auch selbst Schuld, da ich ja nie an etwas teilnehmen würde, wenn ich schon gefragt werde. Aber ich werde manchmal auch gar nicht gefragt, aber das stimmt ja dann immer nicht, oder ich würde ja dann eh nein sagen, wenn ich schon gefragt werde ..... Habe ihm dann gesagt, dass ich doch nicht immer auf das Lust haben muß, was die beiden gerade wollen!? Aber auch das versteht er nicht!? So langsam nervt mich das einfach alles nur noch an! Vielleicht ist mittlerweile doch etwas Eifersucht dabei, denn Sohn ist immer in unmittelbarer Nähe - und von mir wird schön Abstand gehalten, selbst wenn er dann in seinen Zimmer ist und schläft - aber wenn ich ihm dass dann sage, bilde ich mir das immer nur ein! Hätte ich ihn gestern darauf angesprochen - wäre mit Sicherheit gekommen, ich bin doch so erkältelt und mit tut alles weh - aber in "Sohn" kriecht er bald rein, wenn er kuscheln will .... Soviel zu diesem Thema......! Wenn "Sohn" dann aber weg ist, und er nach Hause kommt, erwartet er aber schon irgendwie Aufmerksamkeit - "Hallo ich bin wieder da, ignorier mich nicht" .... und solche Sachen kommen dann. Hallo, wer ignoriert mich denn das ganze Wochenende?????????

Habe ihm dann gestern gesagt, dass ich in Zukunft nichts mehr sage und dass sie ihr Ding alleine durchziehen sollen, weil ich das Gefühl habe er versteht es nicht oder will es nicht verstehen! Will mich aber deswegen nicht von ihm trennen, denn ansonsten läuft es ziemlich gut bei uns, nur wenn "Sohn" da ist -ist alles irgendwie anders ..... was soll ich nur machen?

Ach Mensch
Das tut mir jetzt echt leid dass es so lief und Du schon am Resignieren bist.

Also erst einmal finde ich es gut dass Du Deinen Anspruch vehement angesprochen und geltend gemacht hast. Besser als immer nur runterschlucken finde ich.

Dann finde ich es sehr schade dass der Mann so ignorant ist.
Ich mein letzendlich bringt er doch mit einem Kind ein Problem mit. Und wenn das gegenüber Kritik anbringt und sagt dass es Probleme gibt, es sich nicht wohl fühlt, dann muss man doch ein Ohr dafür haben. Dann ist doch da was dran.
Aber scheinbar fährt er hierbei die Schiene Ohren zu, ich will nix hören und nix tun.
Genau deshalb ist es ja schon überhaupt zum Problem gekommen.
Denn ich sehe hier wirklich dass er sich überhaupt nicht engagiert, das Kind in die Beziehung zu integrieren, sondern eher am Wochenende Dich abschiebt. Ich verstehe das Irgendwie nicht und es muss einen Grund haben.
Also entweder Faulheit, fehlende Sensibilität, fehlende Fähigkeit dazu oder oder.
Auf jedenfall ist das nicht gesund und kein Wunder dass Du irgendwann kein Bock mehr hast.

Bei uns gab es auch sehr viele Probleme. Aber das was ich eben beschrieben habe, war etwas was wirklich gut lief. Denn mein Mann hat von Anfang an mich immer wieder bei seinem Sohn präsent gemacht, indem er immer wieder meinen Namen sagte, mich einbezog in alles, wenn er ihn hoch nahm und küsste mich gleichzeitig mit umarmte etc.
Ok, mein Mann ist halt auch ein sehr geselliger offener und kontaktfreudiger Mensch der sehr gut mit anderen Menschen umgehen kann und sie zusammen bringen kann. Dafür hat er halt andere Macken gehabt.
Und ich habe dann wiederum auch eine Plattform dafür gehabt mich einzubringen, indem ich auf den Jungen zuging, mit ihm spielte, Dinge tat die kleine Jungs begeistern, immer wieder Ideen einbrachte, mich engagierte, eine Spielecke einrichtete mit allem drum und dran etc.
So konnten wir sozusagen Hand in Hand arbeiten, weil ja beide aktiv waren.
Wenn nur einer am Strang zieht bringt das ja recht wenig und in erster Linie muss das ganze auch vom Vater vermittelt werden und der Boden dafür geebnet werden denke ich.

Das fehlt jedoch hier. Daher auch die Situation dass sich am WE Fronten auftun und sich die Personen des Haushalts in getrennte Einheiten abspalten.

Ist er denn sonst ein introvertierter oder ungeselliger Typ?

LG

Gefällt mir
9. November 2009 um 16:01
In Antwort auf an0N_1296141299z

Ach Mensch
Das tut mir jetzt echt leid dass es so lief und Du schon am Resignieren bist.

Also erst einmal finde ich es gut dass Du Deinen Anspruch vehement angesprochen und geltend gemacht hast. Besser als immer nur runterschlucken finde ich.

Dann finde ich es sehr schade dass der Mann so ignorant ist.
Ich mein letzendlich bringt er doch mit einem Kind ein Problem mit. Und wenn das gegenüber Kritik anbringt und sagt dass es Probleme gibt, es sich nicht wohl fühlt, dann muss man doch ein Ohr dafür haben. Dann ist doch da was dran.
Aber scheinbar fährt er hierbei die Schiene Ohren zu, ich will nix hören und nix tun.
Genau deshalb ist es ja schon überhaupt zum Problem gekommen.
Denn ich sehe hier wirklich dass er sich überhaupt nicht engagiert, das Kind in die Beziehung zu integrieren, sondern eher am Wochenende Dich abschiebt. Ich verstehe das Irgendwie nicht und es muss einen Grund haben.
Also entweder Faulheit, fehlende Sensibilität, fehlende Fähigkeit dazu oder oder.
Auf jedenfall ist das nicht gesund und kein Wunder dass Du irgendwann kein Bock mehr hast.

Bei uns gab es auch sehr viele Probleme. Aber das was ich eben beschrieben habe, war etwas was wirklich gut lief. Denn mein Mann hat von Anfang an mich immer wieder bei seinem Sohn präsent gemacht, indem er immer wieder meinen Namen sagte, mich einbezog in alles, wenn er ihn hoch nahm und küsste mich gleichzeitig mit umarmte etc.
Ok, mein Mann ist halt auch ein sehr geselliger offener und kontaktfreudiger Mensch der sehr gut mit anderen Menschen umgehen kann und sie zusammen bringen kann. Dafür hat er halt andere Macken gehabt.
Und ich habe dann wiederum auch eine Plattform dafür gehabt mich einzubringen, indem ich auf den Jungen zuging, mit ihm spielte, Dinge tat die kleine Jungs begeistern, immer wieder Ideen einbrachte, mich engagierte, eine Spielecke einrichtete mit allem drum und dran etc.
So konnten wir sozusagen Hand in Hand arbeiten, weil ja beide aktiv waren.
Wenn nur einer am Strang zieht bringt das ja recht wenig und in erster Linie muss das ganze auch vom Vater vermittelt werden und der Boden dafür geebnet werden denke ich.

Das fehlt jedoch hier. Daher auch die Situation dass sich am WE Fronten auftun und sich die Personen des Haushalts in getrennte Einheiten abspalten.

Ist er denn sonst ein introvertierter oder ungeselliger Typ?

LG

Ich ...
... hab ihm auch schon Spielsachen mitgebracht und klar spiele ich auch mit ihm - halt nur nicht immer....!

Habe aber auch manchmal das Gefühl, dass er sich dann ins Abseits gestellt fühlt, wenn ich denn mal mit "Sohn" was mache - dann kommt meist von seiner Seite - wollen wir nicht Autos spielen oder dies oder das....? Besonders ist es mir im 1. gemeinsamen Urlaub aufgefallen: Papa mußte was aus dem Zimmer holen - also war ich ja zum spielen und schwimmen und planschen gut - Papa wieder da kommt natürlich auch gleich ins Wasser - schwupp weg sind sie. Quartettspiel kann man auch zu dritt spielen, oder? Nö wir spielen erst mal zu zweit, bis ich mich quasi aufgezwungen habe und erstmal als Antwort bekam, dass geht doch gar nicht zu dritt. Aber irgendwie ging es ja dann doch zu dritt....

Habe auch im Urlaub bemängelt, zu wenig "Aufmerksamkeit" zu bekommen, da hat er mir gesagt, dass das doch klar war, dass dies kein "Kuschelurlaub" wird, als wenn wir nur zu zweit in Urlaub wären. Ich war dann immer erst "aktuell" wenn Sohn dann endlich im Bett war ..... (hatte ich zumindest das Gefühl - aber kann ja auch Einbildung sein ....) Wenn wir zum Essen gingen oder wo auch immer, hat er erst meine Hand genommen, als "Sohn" unsere Hände zusammengeführt hat. (es ist ja viel zu warm, für so etwas) Klar, muß ich auf Kinder mehr achten, als auf einen Erwachsenen, aber muß ich meinen 8-jährigen Sohn ständig an der Hand haben, bzw. Mann hat 2 Hände ..... ABER er sagt dann immer, er mag das nicht! Und sowas kann auch nur Frauen wichtig sein ....

Wir lagen auch mal 5 Minuten am Strand -dann ging er wieder ins Wasser weil er es nicht sehen kann, dass "Sohn" so lange allein im Wasser ist.... Was soll ich dazu sagen!? Ich überlege dann immer, ist das normal? Ist das auch so, wenn wir mal ein Kind haben? Habe aber dann auch andere Paare mit Kindern beobachtet, die sind wesentlich anders miteinander umgegangen. Aber vielleicht hat er ja Recht - und ich bilde mir das wirklich nur ein!?

Gefällt mir
9. November 2009 um 18:03
In Antwort auf alanna_11880590

Ich ...
... hab ihm auch schon Spielsachen mitgebracht und klar spiele ich auch mit ihm - halt nur nicht immer....!

Habe aber auch manchmal das Gefühl, dass er sich dann ins Abseits gestellt fühlt, wenn ich denn mal mit "Sohn" was mache - dann kommt meist von seiner Seite - wollen wir nicht Autos spielen oder dies oder das....? Besonders ist es mir im 1. gemeinsamen Urlaub aufgefallen: Papa mußte was aus dem Zimmer holen - also war ich ja zum spielen und schwimmen und planschen gut - Papa wieder da kommt natürlich auch gleich ins Wasser - schwupp weg sind sie. Quartettspiel kann man auch zu dritt spielen, oder? Nö wir spielen erst mal zu zweit, bis ich mich quasi aufgezwungen habe und erstmal als Antwort bekam, dass geht doch gar nicht zu dritt. Aber irgendwie ging es ja dann doch zu dritt....

Habe auch im Urlaub bemängelt, zu wenig "Aufmerksamkeit" zu bekommen, da hat er mir gesagt, dass das doch klar war, dass dies kein "Kuschelurlaub" wird, als wenn wir nur zu zweit in Urlaub wären. Ich war dann immer erst "aktuell" wenn Sohn dann endlich im Bett war ..... (hatte ich zumindest das Gefühl - aber kann ja auch Einbildung sein ....) Wenn wir zum Essen gingen oder wo auch immer, hat er erst meine Hand genommen, als "Sohn" unsere Hände zusammengeführt hat. (es ist ja viel zu warm, für so etwas) Klar, muß ich auf Kinder mehr achten, als auf einen Erwachsenen, aber muß ich meinen 8-jährigen Sohn ständig an der Hand haben, bzw. Mann hat 2 Hände ..... ABER er sagt dann immer, er mag das nicht! Und sowas kann auch nur Frauen wichtig sein ....

Wir lagen auch mal 5 Minuten am Strand -dann ging er wieder ins Wasser weil er es nicht sehen kann, dass "Sohn" so lange allein im Wasser ist.... Was soll ich dazu sagen!? Ich überlege dann immer, ist das normal? Ist das auch so, wenn wir mal ein Kind haben? Habe aber dann auch andere Paare mit Kindern beobachtet, die sind wesentlich anders miteinander umgegangen. Aber vielleicht hat er ja Recht - und ich bilde mir das wirklich nur ein!?

Das hab ich mir schon gedacht
dass selbst wenn Du Dich engagierst, er nicht dahinter steht und Dir noch das Gefühl gibt dass er hinten an steht, statt sich über Dein Engagement zu freuen.
Da fehlt es einfach daran dass beide an einem Strang ziehen, weil er keine Ebene dafür schafft bzw. nach Deinen Schilderungen zu urteilen jede Ebene dafür entzieht oder gar nicht erwünscht.

Hab die ganze Zeit schon gedacht dass man ja auch nicht so ist, wenn man gemeinsame Kinder hat. NEIN - es ist nicht so.
Weißte, komischerweise ist es so, dass Männer die nur Wochenendpapa sind, sich auf einmal mit den kleinen total ins Zeug legen, aus schlechtem Gewissen oder sonst für komischen Gründen.
Solange die noch in der Familie waren haben sie schön die Mutter alles machen lassen und davon könnend die meisten Frauen auch ein Lied singen, nämlich dass alles mit den Kindern an ihnen hängen bleibt und die Väter sich nich engagieren.

So kommt es dann dass sie auf einmal als getrennter Papa zum Supa-Dad mutieren. Total gestört. Ich bin mir ziemlich sicher dass er das mit Eurem gemeinsamen Kind nicht abzieht. Sowas tut dann nochmal weh finde ich.
Weil bei uns ist das so gewesen.

Bei seinem großen Sohn hat er sich zum Affen gemacht, jede Sekunde die zur Verfügung stand mit ihm verbracht, ihn gewickelt, gebadet, Spielzeug und Klamotten gekauft.
Bei unserem Sohn mache alles ich, denn sonst würd es keiner machen, da er sich in der Rolle des arbeitenden Vaters bei dem die Frau sich um alles kümmert ausruht.
Was auch im Grunde ok ist. Eigentlich lebt er jetzt das was er immer schon leben wollte, aber mit dem Großen nicht konnte, weil er ein schlechtes Gewissen hatte und sich verplichtet fühlte das Defizit einer vernachlässigenden Mutter und eines Scheidungskindes ausgleichen zu müssen.
Der arme junge hat es ja schwer. Geb ich auch zu. Aber dennoch ist es auch schwer mitanzusehen finde ich.
Unser gemeinsamer Sohn wird nie auf ein Podest gestellt, er redet nie so stolz über unseren Sohn wie er es früher bei seinem Großen machte.
OK, er ist immer noch sehr auf alles bedacht, in dem Sinne das meine Handlungen sozusagen seiner Kontrolle unterliegen, indem er in alles einbezogen werden möchte, was das Kind anbetrifft. Also was er für Milch trinkt oder für Klamotten anhat. Aber die Arbeit erledige ich.

So schaut es aus.
So ein Affentheater.
Seit Ende letzten Jahres darf er ja seinen großen Sohn nicht mehr sehen. Daher kann ich aktuell nix berichten. Unser gemeinsamer Sohn ist jetzt 14 Monate alt und ich erwarte das zweite.

Sorry das ich grad immer die einzige bin die antwortet. Glaub hier ist zur Zeit irgendwie so wenig los. Das Thema berührt mich auch sehr.

LG

Gefällt mir
10. November 2009 um 17:14

Hallo,
ich habe alles gelesen und kann nur sagen: Ich würde nicht mit einem Mann zusammen sein wollen, der sich kein bisschen bemüht, mich zu verstehen und der sich kein bisschen bemüht, sich zu ändern, sprich - einen Kompromiss zu finden. Und ich würde auch nicht zeitweise mit einem Kind zusammen leben wollen, das auf diese Weise erzogen und sich auch entsprechend verhalten wird.

Du hast ihm alle deine Sorgen mitgeteilt, er hatte Zeit, darüber nachzudenken, aber es ändert sich nichts. Ich würde jetzt einmal an mich selbst denken: Möchte ich die nächsten Jahre so leben? Alle zwei Wochen nur unterbuttert werden? Möchte ich Gefahr laufen, dass du auch bei eigenen Kindern nur noch die Mutter bist und nicht mehr die geliebte Partnerin? Wenn du es nicht möchtest, dann würde ich ihm das sagen. Vielleicht ändert er dann was. Aber es bringt nichts, alles runterzuschlucken und mitzumachen.

lg,
apfelzimt

Gefällt mir
10. November 2009 um 17:15
In Antwort auf apfelzimt

Hallo,
ich habe alles gelesen und kann nur sagen: Ich würde nicht mit einem Mann zusammen sein wollen, der sich kein bisschen bemüht, mich zu verstehen und der sich kein bisschen bemüht, sich zu ändern, sprich - einen Kompromiss zu finden. Und ich würde auch nicht zeitweise mit einem Kind zusammen leben wollen, das auf diese Weise erzogen und sich auch entsprechend verhalten wird.

Du hast ihm alle deine Sorgen mitgeteilt, er hatte Zeit, darüber nachzudenken, aber es ändert sich nichts. Ich würde jetzt einmal an mich selbst denken: Möchte ich die nächsten Jahre so leben? Alle zwei Wochen nur unterbuttert werden? Möchte ich Gefahr laufen, dass du auch bei eigenen Kindern nur noch die Mutter bist und nicht mehr die geliebte Partnerin? Wenn du es nicht möchtest, dann würde ich ihm das sagen. Vielleicht ändert er dann was. Aber es bringt nichts, alles runterzuschlucken und mitzumachen.

lg,
apfelzimt

Ich meinte...
dass er sich bei euren eigenen Kindern nur noch als Vater sieht und nicht mehr der geliebte Partner.

Gefällt mir
11. November 2009 um 10:43

Hallo...
reenemaeuschen....

Ich gebe ja die Hoffnung nicht auf, denn die stirbt ja bekanntlich zum Schluss. Vielleicht wird es ja beim nächsten mal besser. Vielleicht hätte ich auch von Anfang an anders handeln sollen, denn anfangs habe ich auch gesagt, macht lieber was alleine - ihr habt euch ja nur alle 2 Wochen..... Ich weiß es nicht! Aber zurückdrehen kann ich die Zeit ja auch nicht.

Aber wenn man immer wieder hört - Du bist doch selbst schuld, du verkriechst dich doch - du bist doch abwesend (was aber wohl normal ist, wenn man nicht eingebunden wird, oder gar ignoriert) du bildest dir das nur ein - glaubt man irgendwann selbst dran und das macht mir schon irgendwie Angst. Hatte das schon mal in einer vorherigen Beziehung - habe mich so einwicklen lassen, dass es am Ende wirklich ne Abhängigkeit war. (glaubte ich zu diesem Zeitpunkt) Bis ich erkannt habe, dass ich auch alles alleine kann Wie gesagt, will mich aber auch nicht von ihm trennen, da sonst alles prima läuft.

"Sohn" hat auch schon mal die Andeutung gemacht, dass er lieber bei uns wohnen würde.... - ist ja klar, bei uns kann er tun und lassen was er will. Typische Situation, "Sohn"bekommt (mit 8 Jahren) immernoch die Schuhe von Papa angezogen. Bekommt das Essen auf die Couch serviert - nicht an den Tisch, usw. Letze Woche hat er es wohl vergessen,(mit den Schuhen) da gab es aber auch sofort eine "Rüge" - Papa, dass machst du sonst auch immer!? Habe aber dann auch sofort gesagt, dass ich das nicht möchte. (das er zu uns kommt) ABER Papa hat dann schon von sich aus gesagt, dass das nicht geht. Wie er es dann erklärt hat, weiß ich leider nicht. Ich glaube so etwas besprechen sie, wenn sie beim ihm im Zimmer sind und Autos spielen ....

Bin jetzt schon 2 mal mit Freunden weg gewesen, an den WEs als er da war. Aber das scheint keinen von beiden wirklich zu inspirieren - klar dann können sie sich ja richtig austoben. War auch schon mal WE bei meinen Eltern, aber auch dann - ist es ja eher schön, dann kann "Sohn" ja bei Papa schlafen und muß nicht fragen und evtl. mal ein NEIN kassieren. Denn das ist auch ein Wort das Papa nur schwer über die Lippen geht. Es kommt zwar ab und an, aber dann fragt man eben noch 2-3 mal und Papa gibt eben doch wieder nach. Zum Bsp. mit der Erkältung, ihm ging es wirklich nicht gut, aber "Sohn" will spielen und irgendwann spielt Papa doch mit. Wollte gestern auch mal etwas mit ihm kuscheln - NEIN da ist doch die Erkältung! Das fällt mir dann auch nix mehr ein!

Aber wie gesagt, ich gebe die Hoffnung erstmal noch nicht auf ....

Gefällt mir
11. November 2009 um 13:43
In Antwort auf apfelzimt

Hallo,
ich habe alles gelesen und kann nur sagen: Ich würde nicht mit einem Mann zusammen sein wollen, der sich kein bisschen bemüht, mich zu verstehen und der sich kein bisschen bemüht, sich zu ändern, sprich - einen Kompromiss zu finden. Und ich würde auch nicht zeitweise mit einem Kind zusammen leben wollen, das auf diese Weise erzogen und sich auch entsprechend verhalten wird.

Du hast ihm alle deine Sorgen mitgeteilt, er hatte Zeit, darüber nachzudenken, aber es ändert sich nichts. Ich würde jetzt einmal an mich selbst denken: Möchte ich die nächsten Jahre so leben? Alle zwei Wochen nur unterbuttert werden? Möchte ich Gefahr laufen, dass du auch bei eigenen Kindern nur noch die Mutter bist und nicht mehr die geliebte Partnerin? Wenn du es nicht möchtest, dann würde ich ihm das sagen. Vielleicht ändert er dann was. Aber es bringt nichts, alles runterzuschlucken und mitzumachen.

lg,
apfelzimt

Hallo apfelzimt,
klar, bringt es nichts alles runterzuschlucken - deswegen versuche ich ja auch immer wieder mal mit ihm darüber zu reden, aber wie gesagt, wenn dann so etwas kommt: "Normalerweise fragt er mich und ich überhöre das dann schon mal" , oder "du brauchst zu lange um zu antworten" .... macht mich das schon ziemlich traurig! Ich will ihn ja auch nicht vor den Kopf stoßen, immerhin ist es sein Sohn und ich will mich auch nicht zwischen die beiden stellen, aber es ist schon ziemlich schwierig. Und ich will mich ja auch nicht deswegen von ihm trennen, da es sonst prima bei uns läuft!

Klar habe ich von Anfang an gewußt, dass es ihn gibt, aber da ich noch keine eigenen Kinder habe, wußte ich auch nicht so richtig was auf mich zukommt. Anfangs hab ich mich schon zurückgehalten und auch gesagt, macht mal lieber was alleine - ihr habt euch ja nur alle 2 Wochen. Vielleicht hängt es ja auch damit zusammen.....? Trotzdem kann ich das ein oder andere nicht ganz nachvollziehen. Mag sein, das ich manche Sachen anderes sehe, weil ich noch keinen eigenen habe, aber ich war auch mal Kind .....

Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf!

Gefällt mir
11. November 2009 um 16:09
In Antwort auf alanna_11880590

Hallo apfelzimt,
klar, bringt es nichts alles runterzuschlucken - deswegen versuche ich ja auch immer wieder mal mit ihm darüber zu reden, aber wie gesagt, wenn dann so etwas kommt: "Normalerweise fragt er mich und ich überhöre das dann schon mal" , oder "du brauchst zu lange um zu antworten" .... macht mich das schon ziemlich traurig! Ich will ihn ja auch nicht vor den Kopf stoßen, immerhin ist es sein Sohn und ich will mich auch nicht zwischen die beiden stellen, aber es ist schon ziemlich schwierig. Und ich will mich ja auch nicht deswegen von ihm trennen, da es sonst prima bei uns läuft!

Klar habe ich von Anfang an gewußt, dass es ihn gibt, aber da ich noch keine eigenen Kinder habe, wußte ich auch nicht so richtig was auf mich zukommt. Anfangs hab ich mich schon zurückgehalten und auch gesagt, macht mal lieber was alleine - ihr habt euch ja nur alle 2 Wochen. Vielleicht hängt es ja auch damit zusammen.....? Trotzdem kann ich das ein oder andere nicht ganz nachvollziehen. Mag sein, das ich manche Sachen anderes sehe, weil ich noch keinen eigenen habe, aber ich war auch mal Kind .....

Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf!

Er scheint...
... ja gar nicht zu versuchen, dich zu verstehen oder da auf dich einzugehen. Mir wäre das zu wenig.

Man weiß nie von Anfang an, was da auf einen zukommt. Wie denn auch, man hatte diese Erfahrung ja noch nicht gemacht. Das heißt allerdings nicht, dass man DESHALB später kein Recht mehr hat, Veränderungen zu fordern. Es geht eben nicht nur um das Kind oder den Mann, sondern auch um einen selbst.

Der Gedanke, dass du dich zwischen die beiden stellen könntest, ist meines Erachtens grundfalsch. Du gehörst zum Mann und das Kind gehört zu Mann. Du und das Kind könnt ebenfalls eine schöne Beziehung aufbauen, aber man muss dich schon lassen. So wirst du krampfhaft außen vor gelassen.

Gefällt mir
11. November 2009 um 16:33

Also...
bei uns liegen 15 Jahre dazwischen (ich 28 - und er 43) würde es aber auch falsch finden, immer zu allem ja und amen zu sagen, nur damit alles in Ordnung ist.

Mir ist vor längerem auch schon mal aufgefallen, dass ich mit "Papa" auf der Couch saß - und das konnte "Sohn" ja mal gar nicht haben und hat sich dann mehr oder weniger dazwischen gesetz und Papa in Beschlag genommen. Er küßt mich auch nicht vor ihm und wenn dann nur als Abschiedsküschen oder es kommt von mir. Mittlerweile trau ich mich auch schon gar nicht mehr an ihn ran, wenn der Kleine da ist.

Aber ich glaube schon, dass da ein Unterschied ist, ob das Kind immer da ist, oder nur 2x im Monat am Wochenende..... Seine Mama hat nun mittlerweile einen neuen Partner und ein Baby. Und ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass es da genau so abläuft wie bei uns!?

Das mit der Beratungsstelle hab ich mir auch schon überlegt, aber schiebe es immer wieder vor mir her, da ich immer irgendwie hoffe, dass es beim nächsten Wochende besser wird.

Ich glaub das war noch nie (zumindest nicht lange) dass wir fern gesehen haben, oder so und "Sohn" spielt in seinem Zimmer... nee nee, dann kommt von Papa die Frage, was machst du denn da, oder er geht hoch - wobei ich auch denke, dass er mal alleine spielen kann. er hat ja alles in seinem Zimmer: Fernsehr, Playstation, HiFi-Anlage, auf seinem Hochbett sein Playmo, Autos, Schreibtisch (zum malen) .... Aber vielleicht hat Papa wirklich das schlechte Gewissen, seinen Sohn verlassen zu haben und an den Wochenenden muß er ihm dann alles zurückgeben!?

Was ich aber sagen muß, er hat es mit ihm geklärt, dass er nicht ständig dazwischen reden soll, wenn wir uns unterhalten, denn das fand ich schon echt schlimm. Er wurde dann immer lauter, bis Papa auf ihn reagiert hat und ich wurde dann quasi abgewürgt. Da kam anfangs die Antwort, das ist eben so und er ist es nicht anders gewöhnt. Aber wie gesagt, dass macht er nun nicht mehr. Deswegen glaube ich ja auch, dass sich der Rest vielleicht einpendelt!?

Gefällt mir
11. November 2009 um 18:07
In Antwort auf an0N_1296141299z

Das hab ich mir schon gedacht
dass selbst wenn Du Dich engagierst, er nicht dahinter steht und Dir noch das Gefühl gibt dass er hinten an steht, statt sich über Dein Engagement zu freuen.
Da fehlt es einfach daran dass beide an einem Strang ziehen, weil er keine Ebene dafür schafft bzw. nach Deinen Schilderungen zu urteilen jede Ebene dafür entzieht oder gar nicht erwünscht.

Hab die ganze Zeit schon gedacht dass man ja auch nicht so ist, wenn man gemeinsame Kinder hat. NEIN - es ist nicht so.
Weißte, komischerweise ist es so, dass Männer die nur Wochenendpapa sind, sich auf einmal mit den kleinen total ins Zeug legen, aus schlechtem Gewissen oder sonst für komischen Gründen.
Solange die noch in der Familie waren haben sie schön die Mutter alles machen lassen und davon könnend die meisten Frauen auch ein Lied singen, nämlich dass alles mit den Kindern an ihnen hängen bleibt und die Väter sich nich engagieren.

So kommt es dann dass sie auf einmal als getrennter Papa zum Supa-Dad mutieren. Total gestört. Ich bin mir ziemlich sicher dass er das mit Eurem gemeinsamen Kind nicht abzieht. Sowas tut dann nochmal weh finde ich.
Weil bei uns ist das so gewesen.

Bei seinem großen Sohn hat er sich zum Affen gemacht, jede Sekunde die zur Verfügung stand mit ihm verbracht, ihn gewickelt, gebadet, Spielzeug und Klamotten gekauft.
Bei unserem Sohn mache alles ich, denn sonst würd es keiner machen, da er sich in der Rolle des arbeitenden Vaters bei dem die Frau sich um alles kümmert ausruht.
Was auch im Grunde ok ist. Eigentlich lebt er jetzt das was er immer schon leben wollte, aber mit dem Großen nicht konnte, weil er ein schlechtes Gewissen hatte und sich verplichtet fühlte das Defizit einer vernachlässigenden Mutter und eines Scheidungskindes ausgleichen zu müssen.
Der arme junge hat es ja schwer. Geb ich auch zu. Aber dennoch ist es auch schwer mitanzusehen finde ich.
Unser gemeinsamer Sohn wird nie auf ein Podest gestellt, er redet nie so stolz über unseren Sohn wie er es früher bei seinem Großen machte.
OK, er ist immer noch sehr auf alles bedacht, in dem Sinne das meine Handlungen sozusagen seiner Kontrolle unterliegen, indem er in alles einbezogen werden möchte, was das Kind anbetrifft. Also was er für Milch trinkt oder für Klamotten anhat. Aber die Arbeit erledige ich.

So schaut es aus.
So ein Affentheater.
Seit Ende letzten Jahres darf er ja seinen großen Sohn nicht mehr sehen. Daher kann ich aktuell nix berichten. Unser gemeinsamer Sohn ist jetzt 14 Monate alt und ich erwarte das zweite.

Sorry das ich grad immer die einzige bin die antwortet. Glaub hier ist zur Zeit irgendwie so wenig los. Das Thema berührt mich auch sehr.

LG

Hallo Kleinermaulwurff
Es ist nicht schön, dass dein Mann da solche Unterschiede macht. Aber euer Sohn ist noch so klein, vielleicht kommt das stolz sein etc. ja noch?

Hast du ihn schon mal gefragt, warum er bei eurem die Dinge so anders macht?

Gefällt mir
11. November 2009 um 21:34
In Antwort auf apfelzimt

Hallo Kleinermaulwurff
Es ist nicht schön, dass dein Mann da solche Unterschiede macht. Aber euer Sohn ist noch so klein, vielleicht kommt das stolz sein etc. ja noch?

Hast du ihn schon mal gefragt, warum er bei eurem die Dinge so anders macht?

Hallo liebe Apelzimt
Hab mir gedacht dass Dich der Beitrag vielleicht auch aufhorchen lassen wir, weil ich ja weiß dass Dich das Thema auch persönlich berührt, da irgendwann auch mal bei Euch gemeinsamer Nachwuchs erwünscht ist.

Ja, es ist im Grunde nicht schön. Aber ich habe mir das ganz so erklärt, dass das wie er mit unserem Kleinen umgeht, im Grunde das normale und gesunde ist und auch das womit er sich eigentlich wohl fühlt.
Denn das mit dem Großen war ja nicht normal oder gesund. Daher stieß es mir ja auch so negativ auf damals.

Da steckte sehr viel Kompensations-Drang dahinter. Weil er dachte dass dieser Sohn verloren ist, weil er ein schlechtes Gewissen hatte, weil er die Vernachlässigung der Mutter ausgleichen wollte, weil er sich erpresst fühlte von der Kindsmutter, weil er es so selten sah etc, hat er ein recht anormales Verhältnis und einen komischen Umgang zu allem gepflegt.

Ich glaube so wie er sich jetzt verhält, ist es auch ein Luxus für ihn. Also der Luxus einfach mal auch nur nomal unzulänglicher Vater sein zu dürfen und nicht immer der Super-perfekte-Ober-Papa, der um die Gunst des Jungen buhlt und ganz viel ausgleichen will, indem er übertreibt.

Dass er nicht mehr so viel erzählt (von wegen er sei stolz etc.), liegt wohl auch daran, dass er einfach diskreter geworden ist, da er nun eine Familie hat und kein herumstreunender Wochenend-Vater mehr ist, der sein Leid allen und jedem klagt.
Er hat nun auch den Luxus, dass er eine Frau an seiner Seite hat, die eh alles mit dem Kind macht und dem Kind alles gibt. Da kann er viere grade sein lassen und nur das machen worauf er Bock hat, ohne Angst zu haben dass das Kind ohne Liebe groß wird oder vernachlässigt wird.
Er stand ja bei dem großen unter ernomen Leistungsdruck, weil ja von der Frau nix kam.

Ich glaube jetzt ist er einfach auch viel mehr er selbst und das was er schon die ganze Zeit auch leben wollte. Also ein ganz normaler Vater sein zu dürfen, der sich nicht aufopfert und immer nur an das Kind denkt, sondern auch mal an sich.

Auf der anderen Seite, wenn man das ganze Spiel vorher so mitgemacht hat und die Unterschiede kennt, ärgert man sich irgendwo. Wenn ich jedoch vernünftig über alles nachdenke ist es eigentlich ein gutes Zeichen dass er so ist wie er ist und das ist auch eine gute Zukunftsprognose dafür dass wir jetzt eine ganz normale Familie sind, mit Aussicht auf eine lange Zeit miteinander.

LG

Gefällt mir
11. November 2009 um 21:43
In Antwort auf an0N_1296141299z

Hallo liebe Apelzimt
Hab mir gedacht dass Dich der Beitrag vielleicht auch aufhorchen lassen wir, weil ich ja weiß dass Dich das Thema auch persönlich berührt, da irgendwann auch mal bei Euch gemeinsamer Nachwuchs erwünscht ist.

Ja, es ist im Grunde nicht schön. Aber ich habe mir das ganz so erklärt, dass das wie er mit unserem Kleinen umgeht, im Grunde das normale und gesunde ist und auch das womit er sich eigentlich wohl fühlt.
Denn das mit dem Großen war ja nicht normal oder gesund. Daher stieß es mir ja auch so negativ auf damals.

Da steckte sehr viel Kompensations-Drang dahinter. Weil er dachte dass dieser Sohn verloren ist, weil er ein schlechtes Gewissen hatte, weil er die Vernachlässigung der Mutter ausgleichen wollte, weil er sich erpresst fühlte von der Kindsmutter, weil er es so selten sah etc, hat er ein recht anormales Verhältnis und einen komischen Umgang zu allem gepflegt.

Ich glaube so wie er sich jetzt verhält, ist es auch ein Luxus für ihn. Also der Luxus einfach mal auch nur nomal unzulänglicher Vater sein zu dürfen und nicht immer der Super-perfekte-Ober-Papa, der um die Gunst des Jungen buhlt und ganz viel ausgleichen will, indem er übertreibt.

Dass er nicht mehr so viel erzählt (von wegen er sei stolz etc.), liegt wohl auch daran, dass er einfach diskreter geworden ist, da er nun eine Familie hat und kein herumstreunender Wochenend-Vater mehr ist, der sein Leid allen und jedem klagt.
Er hat nun auch den Luxus, dass er eine Frau an seiner Seite hat, die eh alles mit dem Kind macht und dem Kind alles gibt. Da kann er viere grade sein lassen und nur das machen worauf er Bock hat, ohne Angst zu haben dass das Kind ohne Liebe groß wird oder vernachlässigt wird.
Er stand ja bei dem großen unter ernomen Leistungsdruck, weil ja von der Frau nix kam.

Ich glaube jetzt ist er einfach auch viel mehr er selbst und das was er schon die ganze Zeit auch leben wollte. Also ein ganz normaler Vater sein zu dürfen, der sich nicht aufopfert und immer nur an das Kind denkt, sondern auch mal an sich.

Auf der anderen Seite, wenn man das ganze Spiel vorher so mitgemacht hat und die Unterschiede kennt, ärgert man sich irgendwo. Wenn ich jedoch vernünftig über alles nachdenke ist es eigentlich ein gutes Zeichen dass er so ist wie er ist und das ist auch eine gute Zukunftsprognose dafür dass wir jetzt eine ganz normale Familie sind, mit Aussicht auf eine lange Zeit miteinander.

LG

Den Stolz lebt er jetzt ganz anders aus
Ich erkenne ihn z.B. in seinem Blick, wenn unser kleines was ganz tolles macht oder wenn er ihn hoch hebt und küsst, wenn er ihn seinen starken Löwen nennt und auch immer gerne will die dass Großeltern ihn sehen sollen.

Er lebt einfach alles viel mehr und redet nicht mehr soviel darüber. Vorher konnte er es ja beim Großen nicht richtig leben und hatte eh große Verlustängste (begründete).

Auch insoweit ist es so im Grunde besser, aber schon komisch.

LG

Gefällt mir
11. November 2009 um 22:26
In Antwort auf an0N_1296141299z

Den Stolz lebt er jetzt ganz anders aus
Ich erkenne ihn z.B. in seinem Blick, wenn unser kleines was ganz tolles macht oder wenn er ihn hoch hebt und küsst, wenn er ihn seinen starken Löwen nennt und auch immer gerne will die dass Großeltern ihn sehen sollen.

Er lebt einfach alles viel mehr und redet nicht mehr soviel darüber. Vorher konnte er es ja beim Großen nicht richtig leben und hatte eh große Verlustängste (begründete).

Auch insoweit ist es so im Grunde besser, aber schon komisch.

LG


Das klingt wohlüberlegt und einleuchtend. Ja, es klingt richtig schön. Es zeigt, wie sehr sich Wochenendväter aufreiben, wie viel Energie sie hineinstecken, wie es an ihnen zehrt. In einer intakten Familie ist man nicht alleine für das Kind verantwortlich und muss sich auch nicht immer mit einem nervenden Expartner absprechen. Das Leben funktioniert dann in einem geschlossenen Familiensystem, in dem man sich aufeinander verlassen kann, einander nicht beweisen muss, dass man eh ein guter Vater ist und sich einfach alles teilt. Man muss auch nicht ständig darüber nachdenken, ob es dem Kind eh gutgeht, wenn man nicht ständig da ist und muss es auch nicht dem Einfluss des Expartners überlassen.

Wem muss man denn beweisen, dass man alles gut macht und ja so stolz ist? Im Normalfall niemanden, man macht einfach und redet mit dem Partner drüber. Keinen von außerhalb wird es groß interessieren. Ist man getrennt mit Kind, lauert das ganze Umfeld darauf, ob wohl alles "gut" läuft und setzt den Mann damit schwer unter Druck. Dieser erzählt nun allen und jedem, was für eine tolle Beziehung er doch mit dem Kind hat und dass er alles für es tun würde. Komisch, wenn es denn so ist, warum ist er dann nicht mehr mit der Mutter zusammen, was doch sicherlich das beste für das Kind wäre Alles ein Schauspiel für die Gesellschaft, die sich leider auch gerne daran ergötzt.

Mein Mann hat dieses Verhalten mit der Zeit eingestellt. Er hat gemerkt, dass es im Grunde ja niemanden was angeht und so etwas Persönliches auch nicht so öffentlich vor einem her getragen werden sollte. Er reibt sich noch immer sehr auf für das Kind, so etwas würde ich gar nicht in der Form bei unseren Kindern wollen, denn das hält man nicht ewig durch. Aber er denkt auch wieder an sich selbst und sagt das auch offen. Dem Kind gegenüber íst das doch viel ehrlicher. Es lernt, dass auch Eltern eigene Gefühle haben.

Ich denke aber schon, dass ich dann vergleichen werde, er wird es dann sicher auch nicht immer leicht haben mit mir.

Es hilft mir aber, dass er z.B. unbedingt in Elternzeit gehen will, weil er das noch nicht hatte. Und dass er Schwangerschaft und Babyzeit viel stärker mitleben will, weil er davor wohl noch nicht so richtig reif dafür war und vieles versäumt hat.

Lieben Gruß

Gefällt mir
12. November 2009 um 10:26
In Antwort auf apfelzimt


Das klingt wohlüberlegt und einleuchtend. Ja, es klingt richtig schön. Es zeigt, wie sehr sich Wochenendväter aufreiben, wie viel Energie sie hineinstecken, wie es an ihnen zehrt. In einer intakten Familie ist man nicht alleine für das Kind verantwortlich und muss sich auch nicht immer mit einem nervenden Expartner absprechen. Das Leben funktioniert dann in einem geschlossenen Familiensystem, in dem man sich aufeinander verlassen kann, einander nicht beweisen muss, dass man eh ein guter Vater ist und sich einfach alles teilt. Man muss auch nicht ständig darüber nachdenken, ob es dem Kind eh gutgeht, wenn man nicht ständig da ist und muss es auch nicht dem Einfluss des Expartners überlassen.

Wem muss man denn beweisen, dass man alles gut macht und ja so stolz ist? Im Normalfall niemanden, man macht einfach und redet mit dem Partner drüber. Keinen von außerhalb wird es groß interessieren. Ist man getrennt mit Kind, lauert das ganze Umfeld darauf, ob wohl alles "gut" läuft und setzt den Mann damit schwer unter Druck. Dieser erzählt nun allen und jedem, was für eine tolle Beziehung er doch mit dem Kind hat und dass er alles für es tun würde. Komisch, wenn es denn so ist, warum ist er dann nicht mehr mit der Mutter zusammen, was doch sicherlich das beste für das Kind wäre Alles ein Schauspiel für die Gesellschaft, die sich leider auch gerne daran ergötzt.

Mein Mann hat dieses Verhalten mit der Zeit eingestellt. Er hat gemerkt, dass es im Grunde ja niemanden was angeht und so etwas Persönliches auch nicht so öffentlich vor einem her getragen werden sollte. Er reibt sich noch immer sehr auf für das Kind, so etwas würde ich gar nicht in der Form bei unseren Kindern wollen, denn das hält man nicht ewig durch. Aber er denkt auch wieder an sich selbst und sagt das auch offen. Dem Kind gegenüber íst das doch viel ehrlicher. Es lernt, dass auch Eltern eigene Gefühle haben.

Ich denke aber schon, dass ich dann vergleichen werde, er wird es dann sicher auch nicht immer leicht haben mit mir.

Es hilft mir aber, dass er z.B. unbedingt in Elternzeit gehen will, weil er das noch nicht hatte. Und dass er Schwangerschaft und Babyzeit viel stärker mitleben will, weil er davor wohl noch nicht so richtig reif dafür war und vieles versäumt hat.

Lieben Gruß

Liebe Apfelzimt
Dein Text hat mich sehr berührt.

Vor allem die ersten beiden Absätze habe ich mir gaanz langsam und mehrfach durchgelesen, weil es einem aus der Seele spricht.
Genau so ist es.

Wenn er dann zuhause bleiben wird und alles intensiver genießen will, dann ist ja bei Euch sowieso alles ganz anders.

LG

Gefällt mir
12. November 2009 um 10:44
In Antwort auf an0N_1296141299z

Liebe Apfelzimt
Dein Text hat mich sehr berührt.

Vor allem die ersten beiden Absätze habe ich mir gaanz langsam und mehrfach durchgelesen, weil es einem aus der Seele spricht.
Genau so ist es.

Wenn er dann zuhause bleiben wird und alles intensiver genießen will, dann ist ja bei Euch sowieso alles ganz anders.

LG

Aber klar, man vergleicht selbst dennoch
Da sag ich mir dann aber, wenn ich Gleichbehandlung haben wollte, dann müssten wir uns trennen, ich müsste eine unzuverlässige und vernachlässigende Mutter sein, die ihn unter Druck setzt und unterschwellig erpresst.

Dann würde er wahrscheinlich auch unseren Sohn so übertrieben behandeln.
Aber wer will das schon so haben.
Daher ist es gut so wie es ist.
Das muss man sich jedoch immer wieder vor Augen führen, weil man doch immer wieder dem Drang nachgibt zu vergleichen.

Ja, in der Zeit in der er sich um den Großen kümmerte, hat er sich meist ganz allein für alles eingesetzt und Verantwortung für alles getragen. Er wachte jeden Samstag auf und bereitete sich schon wie ein Leistungsportler auf das Wochenende vor. Das heißt er ging Freitags extra früh zu Bett, lud das Akku vom Fotoapparat auf, packte die Wickelsachen und die Tasche für den nächsten Tag zusammen und stand diszipliniert jedes Wochenende früh auf und das ohne sich zu beschweren, weil es ja alles für ein Kind geschieht.
Dazu gehört auch die Disziplin sich nie zu beschweren, über den Großen was negatives zu sagen, von wegen er sei frech oder unerzogen, weil er ja den Anspruch hatte alles am Wochenende auszugleichen und ein Zugeben von Defiziten, ein Zugeben seines eigenen Versagens gewesen wäre.

Bei unserem Sohn hingegen ruft er schon mal Oma an und erzählt was der Kleine so alles angestellt hat und dramatisiert völlig, weil unserer eigentlich ein ganz lieber ist, man mit so Geschichten aber eine Story hat.
Was mich dann ärgerte war die Reaktion der Oma, die dann zu mir sagte dass der Große ja auch immer genauso frech gewesen wäre und sie ihn nie hätte aus den Augen lassen können, nicht eine Sekunde.
Meiner ist aber nicht so. Er beschäftigt sich meist alleine und ist meist ganz lieb, daher hat mich das geärgert und ich hab mich beim Papa beschwert dass er nicht mehr so Horror-Storys über unseren Sohn erzählen soll, weil die Leute sonst einen schlechten Eindruck bekommen.
Da meinte er dass die Oma ja schon unseren Sohn selbst kennen und einschätzen können, dass er nicht so sei. Ich meine jedoch sie kann es wohl nicht, wenn sie so daher redet.
Ich hab ihm nichts über den Vergleich mit seinem Großen gesagt den die Oma angestellt hatte um ihn nicht zu verletzen. Aber vielleicht hätte ich es tun sollen, damit er merkt was abläuft.

Man knabbert schon noch an allem

LG

Gefällt mir
12. November 2009 um 11:24
In Antwort auf an0N_1296141299z

Aber klar, man vergleicht selbst dennoch
Da sag ich mir dann aber, wenn ich Gleichbehandlung haben wollte, dann müssten wir uns trennen, ich müsste eine unzuverlässige und vernachlässigende Mutter sein, die ihn unter Druck setzt und unterschwellig erpresst.

Dann würde er wahrscheinlich auch unseren Sohn so übertrieben behandeln.
Aber wer will das schon so haben.
Daher ist es gut so wie es ist.
Das muss man sich jedoch immer wieder vor Augen führen, weil man doch immer wieder dem Drang nachgibt zu vergleichen.

Ja, in der Zeit in der er sich um den Großen kümmerte, hat er sich meist ganz allein für alles eingesetzt und Verantwortung für alles getragen. Er wachte jeden Samstag auf und bereitete sich schon wie ein Leistungsportler auf das Wochenende vor. Das heißt er ging Freitags extra früh zu Bett, lud das Akku vom Fotoapparat auf, packte die Wickelsachen und die Tasche für den nächsten Tag zusammen und stand diszipliniert jedes Wochenende früh auf und das ohne sich zu beschweren, weil es ja alles für ein Kind geschieht.
Dazu gehört auch die Disziplin sich nie zu beschweren, über den Großen was negatives zu sagen, von wegen er sei frech oder unerzogen, weil er ja den Anspruch hatte alles am Wochenende auszugleichen und ein Zugeben von Defiziten, ein Zugeben seines eigenen Versagens gewesen wäre.

Bei unserem Sohn hingegen ruft er schon mal Oma an und erzählt was der Kleine so alles angestellt hat und dramatisiert völlig, weil unserer eigentlich ein ganz lieber ist, man mit so Geschichten aber eine Story hat.
Was mich dann ärgerte war die Reaktion der Oma, die dann zu mir sagte dass der Große ja auch immer genauso frech gewesen wäre und sie ihn nie hätte aus den Augen lassen können, nicht eine Sekunde.
Meiner ist aber nicht so. Er beschäftigt sich meist alleine und ist meist ganz lieb, daher hat mich das geärgert und ich hab mich beim Papa beschwert dass er nicht mehr so Horror-Storys über unseren Sohn erzählen soll, weil die Leute sonst einen schlechten Eindruck bekommen.
Da meinte er dass die Oma ja schon unseren Sohn selbst kennen und einschätzen können, dass er nicht so sei. Ich meine jedoch sie kann es wohl nicht, wenn sie so daher redet.
Ich hab ihm nichts über den Vergleich mit seinem Großen gesagt den die Oma angestellt hatte um ihn nicht zu verletzen. Aber vielleicht hätte ich es tun sollen, damit er merkt was abläuft.

Man knabbert schon noch an allem

LG

Das kann ich gut verstehen
Ich hätte es ihm wahrscheinlich gleich vollinhaltlich gesagt, kann solche Dinge nicht gut für mich behalten und mein Mann merkt ohnehin, wenn mich was beschäftigt.

Aber bei euch ist es ja eine Sondersituation, weil er den Sohn nicht sehen kann. Da kann ich mir schon vorstellen, dass man vorsichtiger ist. Kannst du mit der Oma nicht mal in Ruhe reden und ihr erklären, dass die Situation und solche Vergleiche auch für dich manchmal schwierig sind, da ja die Mutter des Großen so ganz anders ist als du und nicht der beste Umgang für den Sohn. Und ob sie solche Dinge nicht lieber mit ihrem Sohn bespricht und dich da außen vor lässt. So würde ich es vielleicht machen.

Sind deine Eltern anders? Oder gibt es da auch manchmal Ärger deswegen?

LG

Gefällt mir
12. November 2009 um 11:51
In Antwort auf an0N_1296141299z

Liebe Apfelzimt
Dein Text hat mich sehr berührt.

Vor allem die ersten beiden Absätze habe ich mir gaanz langsam und mehrfach durchgelesen, weil es einem aus der Seele spricht.
Genau so ist es.

Wenn er dann zuhause bleiben wird und alles intensiver genießen will, dann ist ja bei Euch sowieso alles ganz anders.

LG

Es ist im Grunde
ein Verhalten, wie es diese so genannten "Übermütter" zeigen: Ständig und ausschließlich die schönen, tollen und positiven Aspekte vor sich hertragen. Oft ist es für Mütter ja immer noch verpönt, mal Schwäche zu zeigen und sich mal auszukotzen. Man sollte sich - so wird es gesellschaftlich oft erwartet - stets für das Kind aufopfern. Das erwarten auch diese Mütter von sich selbst - und genau so ist es bei Trennungsvätern. Das kann niemand auf Dauer durchziehen, irgendwas kommt eben immer dazwischen.

In beiden Fällen soll wohl irgendein Defizit kompensiert werden.

Da hab ich lieber einmal einen ganz normalen Mann und Vater meiner Kinder

Gefällt mir
12. November 2009 um 11:59
In Antwort auf apfelzimt

Das kann ich gut verstehen
Ich hätte es ihm wahrscheinlich gleich vollinhaltlich gesagt, kann solche Dinge nicht gut für mich behalten und mein Mann merkt ohnehin, wenn mich was beschäftigt.

Aber bei euch ist es ja eine Sondersituation, weil er den Sohn nicht sehen kann. Da kann ich mir schon vorstellen, dass man vorsichtiger ist. Kannst du mit der Oma nicht mal in Ruhe reden und ihr erklären, dass die Situation und solche Vergleiche auch für dich manchmal schwierig sind, da ja die Mutter des Großen so ganz anders ist als du und nicht der beste Umgang für den Sohn. Und ob sie solche Dinge nicht lieber mit ihrem Sohn bespricht und dich da außen vor lässt. So würde ich es vielleicht machen.

Sind deine Eltern anders? Oder gibt es da auch manchmal Ärger deswegen?

LG

Ja, ich denke auch
dass ich ihn vielleicht aufgrund der Sondersituation schone. Also ich merke es an meiner Art und Weise des Umgangs mit der Sache.

Ich hab die Schwiegermutter deshalb nicht darauf angesprochen, weil sowas eigentlich von ihr sehr selten kommt. Ich war auch ziemlich überrascht über diesen Vergleich und hab dann halt die Schuld dafür eher bei meinem Mann gesucht, weil er zuvor so doof daher geredet hat. Wenn er für die Zukunft lernt dass man da sogar zu den eigenen Eltern (in seinem Fall) diskret sein muss, dann kommen solche Vergleiche auch nicht.
Es ist sogar eher so, dass eigentlich gar nicht mehr über den Großen geredet wird in der Familie. Nur noch im Zusammenhang damit, wie der Prozess läuft und so, weil die Eltern nun viel mehr besorgt sind um das Wohl des eigenen Sohnes als um den abhanden gekommenen Enkel.

Die Kindsmutter hat ja immerhin in dem von ihr angezettelten Straf-Prozess vor dem Richter sich sehr negativ über seine Eltern, insbesondere über die Mutter geäußert und darüber waren alle sehr empört und beleidigt - weil alles ganz anders war. Seitdem sind die voll auf Distanz zu dem Thema gegangen.

Mich hatte viel eher der krasse Gegensatz gestört dass er nie was schlechtes über den Großen sagte und nun plötzlich unseren Sohn so in die Pfanne haute, nur weil der mal einen schlechten Tag hatte. Er hat halt an dem Tag echt nen Aussetzer gehabt und ich war fix und fertig und hab ihm mein Leid geklagt, was er brühwarm weiter trug
Tja, dann muss man sich halt noch sowas von der SchwieMu anhören.

Meine Eltern leben im Ausland. Meine Mutter wäre ein ganz tolle Oma, wenn sie denn hier wäre. Daher tut es mir besonders leid, weil sie einfach die bessere Oma wäre und wir darauf verzichten müssen.
Mein Vater ist ein Sonderfall. Wenn es nach dem ginge sollte keiner mehr Kinder in die Welt setzen, weil die Welt ja so böse ist. Er hätte es lieber gesehen wenn ich weiter Karriere gemacht hätte und viel Geld verdient hätte, statt Kinder zu bekommen. Bisher hat er den Kleinen noch nicht gesehen. Im Dezember wird er hier sein und da bin ich mal gespannt ob er immer noch so blöde Töne spuckt Glaub nämlich nicht
Mein Mann meint allerdings dass mein Vater sich deshalb so negativ zu mir äußern würde, weil er insgeheim der Ansicht sei, dass mein Mann nicht gut genug für mich ist und ich mit einem Mann mit solchen Altlasten eine schlechte Partie gemacht habe und mich damit rumschlagen muss, wo ich doch eigentlich ganz andere Perspektiven gehabt hätte. Er meint auch dass mein Vater wohl insgeheim denkt, dass auch die zweite Schwangerschaft von meinem Mann ausging und er mich daher in eine Lage gebracht hat, die nicht so günstig für mich wäre, da er ja bereits mit dem alten so zu kämpfen hat und der Makel an ihm hängt leichtfertig mal so Kinder in die Welt zu setzen.
Kann was dran sein, dass mein Vater vielleicht wirklich so denkt.
Aber meine Mutter sieht nur ihren kleinen Enkel. Den Sohn meines Mannes kennt sie ja nicht mal und sie ist ganz verrückt nach meinem Sohn. Bin ja Einzelkind und daher ist es ihr einziges Enkelkind.
LG

Gefällt mir
Diskussionen dieses Nutzers