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Ich bin überfordert - Zu viel Stress

14. Februar 2013 um 1:11

Hallo,

sorry erst mal für den langen Text. Ich habe mich gerade eben angemeldet weil ich nicht mehr weiter weiß wohin mit meinen Problemen. Ich bin Weiblich (15). Mein Problem ist es das ich überfordert bin mit der Schule mit dem Haushalt und mit meinem kleinen Bruder. Meine Eltern arbeiten beide ich habe noch einen 5 Jahre alten Bruder und 2 ältere Geschwister, die beide ihr leben selbst nicht auf die reihe bekommen.
Ich fühle mich schrecklich ausgenutzt und ich bin es so leid der Depp vom Dienst für die anderen zu sein.



Um mich besser verstehen zu können beschreibe ich mal meine Tagesabläufe:
Beispiel an einem Montag:

Meine Mutter arbeitet von 9 Uhr Morgens bis um 19 Uhr da ich einfach eine gute Tochter sein will stehe ich schon um 6Uhr auf um Brötchen beim Bäcker zu kaufen. Dann richte ich mich für die Schule und Kurz vor halb 8 mache ich noch schnell Kaffee und Tee richte alles schön hin und gehe in die Schule. Nach der Schule (13:05habe ich aus) muss ich Nachhause und für meine beiden älteren Geschwister kochen (21&18). Das bedeutet für mich erst mal in den Supermarkt gehen und Lebensmittel kaufen für Mittag- und Abendessen da beide Elternteile von mir Arbeiten, ist in unserem Kühlschrank kaum Essbares. Um 14:30Uhr bin ich dann mit dem Kochen fertig meine beiden älteren Geschwister sind um 15 Uhr zuhause. In diesen 30 Minuten Esse ich und ruhe mich bisschen aus denn um 15:15 muss ich loslaufen und meinen kleinen Bruder (5) vom Kindergarten abholen. Sein Kindergarten ist sehr weit weg 45 Minuten Laufweg. Ich bin dann knapp erst um 17 Uhr zuhause. Nebenher im Wohnzimmer wenn mein Bruder mit seinen Autos etc. spielt bügle ich die Wäsche und lege sie zusammen für alle, also 5 Personen inklusive mir also 6 Personen.Wenn ich das eigentlich gemacht habe kommt der nächste Waschgang und so weiter. Waschen, aufhängen, Trockner, Bügeln und zusammenlegen. Das mache ich solange bis alles weg ist oder der Wäschehaufen nicht allzu monströs aussieht. Das dauert verschieden lang da ich vom Vortag manchmal schon alles z.B gewaschen und aufgehängt habe und nur noch Bügeln und zusammen legen muss. Zwischen 18Uhr und 19Uhr fange ich an Abendessen zu kochen. Mein Bruder sitzt mit mir in der Küche und meine beiden Geschwister hatten sich seit sie Nachhause gekommen sind entweder in ihr Zimmer zurück gezogen oder sind irgendwo draußen gewesen. Meine Mutter und mein Vater sind dann beide um 19:30 zuhause da mein Vater sie immer von der Arbeit abholt. Sie essen, Duschen und gehen Schlafen. Ich wasche noch das Geschirr oder leg es in die Spülmaschine. Danach muss ich dann meinen kleinen Bruder Waschen, ihn die Zähne putzen und mit ihm unser kleines Schlafritual durchführen da er sonst nicht schlafen will. Um 21 Uhr bin ich fertig. Ich gehe dann selber Duschen mache noch meine Hausaufgaben,lerne und gehe dann um 23 Uhr schlafen.

Das wäre jetzt so mein Tagesablauf und das geht dann die ganze Woche so es sei denn ich muss arbeiten(8h die woche 400 monatlich) also an 2 Tagen. Da hole ich meinen Bruder schon früher ab bringe ihn zu meiner Oma und arbeite bis um 19 Uhr. Ich hohle dann wieder meinen Bruder ab gehe mit ihm noch schnell einkaufen für Abendessen und muss zuhause noch anschließend etwas kochen (Schnellküche....) Mein Abend endet dann wie oben beschrieben vllt nur etwas später.

Es stört mich nicht das meine Mutter nichts mehr macht, ich meine sie arbeitet ja und verdient Geld , und ich respektiere Sie und alle andern Mütter auf der Welt die einen Haushalt führen denn das ist keine leichte Aufgabe und ich selber bin immer kurz davor alles hinzuwerfen.

Was mich stört ist das ich keine Zeit für meine neuen Freunde habe. Ich bin vor einem halben Jahr hergezogen neue Schule neue Freunde und mein ABSCHLUSSJAHR. Es hat auch alles vor einem halben Jahr angefangen wo meine Mutter erst auf die Idee kam arbeiten zu gehen. Irgendjemand musste ihr ja zur Hand gehen und den Haushalt schmeißen und da meine älteren Schwestern dazu nicht bereit waren übernahm ich das. Anfangs habe ich nur ein teil des Haushaltes geführt doch nach einem Monat war alles auf mich übergegangen. Auf meinen Bruder musste ich schon immer aufpassen alles was mit ihm zu tun hatte war meine Angelegenheit. Ich musste z.B. Kindergärten durchleuchten bei den Gesprächen da sein wo eigentlich meine Eltern hätten hin müssen usw. Ich habe meinen Bruder für einen Kindergarten angemeldet da meine Eltern viel zu beschäftigt waren. Das einzige was sie gemacht haben waren die Anmeldeformulare zu unterschreiben. Es ist immer wieder unangenehm für mich den Leuten zu erklären das meine Eltern nicht kommen können wegen ihrer Arbeit usw. und ich deswegen da bin. Ich will nicht das die Leute i.wie denken das ich Rabeneltern habe denn das stimmt nicht. Bei Veranstaltungen im Kindergarten wo die kleinen etwas aufführen muss ich hin oder gehe ich freiwillig hin weil ich nicht will das mein Bruder dort als einziger niemanden dabei hat der ihn für seine Mühe lobt. Es ist auch immer wieder unangenehm den Leuten zu erklären das ich nicht die junge Mutter bin sondern seine Schwester. Mit der Zeit habe ich das hingenommen und wenn jemand bei solchen Veranstaltungen anfängt mit mir zu reden und das zu sagen, sage ich einfach danke und rede mit den Frauen über verschiedenes Zeug. Mein Bruder allein hatte mich schon überfordert doch jetzt kommt eben noch der Haushalt.

Ich habe bereits mit meiner Mutter geredet das ich überfordert bin nicht mehr kann und das ich auch noch die Schule habe. Zwar hatte ich ihr versichert das ich weiter alles machen werde aber ich HILFE erwarte und das sie mit meinem beiden Geschwistern mal reden soll, das sie auch mal darauf verzichten rauszugehen und mir dann mal helfen oder sich nicht immer in ihr zimmer verziehen. Wenn ich sie z.B bitte auf unseren Bruder aufzupassen sagen sie: Ich habe keine Zeit, Ich gehe gleich weg. Usw. Doch diese Diskussion mit meiner Mutter endet immer damit das sie behauptet, ich liebe sie nicht keine von ihren Kindern liebt sie, sie könne sich auf keinen verlassen usw. Das trifft mich wirklich sehr da ich mir wirklich viel mühe mit allem gebe aber es kann nicht so weitergehen. Alles wirkt sich auf meine Gesundheit aus meine Regel ist seit 4 Monaten ausgefallen ich war beim Arzt da ich mich öfters übergeben habe meine ganze Ernährung ist auf dem Kopf gestellt ich bekomme zu wenig Schlaf. Meine Noten in der Schule sind zwar ganz gut aber das auch nur weil ich manchmal sogar auf meinen Schlaf verzichte um zu lernen. Halbjahresdurchschnitt 1,8. Doch ich hätte einfach besser sein können!

Ich weiß nicht bei wem ich mir Tipps holen kann da ich meinen neuen Freunden in der Schule zu wenig vertraue.

Ich kann jetzt nicht einfach aufhören dies und jenes zu machen.
Einige von euch haben vielleicht eine ähnliche Situation wie geht ihr damit um?

Was soll ich tun? Oder wie kann ich mich besser organisieren?

Was würdet ihr machen?

LG Tanjaa

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17. Februar 2013 um 12:30

Lass dir nicht alles Aufbürden.
Hey,
Ich bin wirklich schockiert über deine Situation, klar das man wenn beide Eltern über den Tag arbeiten im Haushalt mithelfen muss, aber da hast ja im Endeffekt mehr Arbeitszeit als deine Eltern (Schule+Hausarbeit+Job...). Aber: niemand von denen kann dich zwingen als Skalve deiner eigenen Familie zu arbeiten. Wenn deine Älteren Geschwister nichts für dich/den Haushalt tun, warum solltest du dir dann den *pardon* Arsch aufreißen damit die beiden ein Warmes Essen vorfinden und immer saubere Klamotten im Schrank haben? Droh es einmal an, sag nochmal das du in Arbeit erstickst, schreib vllt. sogar mal einen Zeitplan wann du was machst und wie viel Freizeit du hast. Und wenn es keiner einsieht, hör einfach auf für die beiden zu kochen und zu waschen bis sie sich bereiterklären sich einzubringen. Statt dich 45 Minuten zum Kindergarten laufen zu lassen kann doch einer von den beiden mit dem Auto fahren oder? Und wenn du um 8 aus dem Haus musst, deine Mutter erst um 9, dann hat sie eindeutig mehr Zeit zum Kaffeekochen als du. Du bist einfach viel zu lange viel zu nett gewesen, und das wird einem leider oft als Schwäche ausgelegt und gnadenlos ausgenutzt. Wahrscheinlich hat noch keiner aus deiner Familie bemerkt wie hart du wirklich schuftest.

Ich hoffe dir wenigstens eine kleine Hilfe gewesen zu sein, schreib doch mir wenn sich was neues ergibt, oder du einfach jemanden zum Reden brauchst.

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Von: lorrin_12186559
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17. Februar 2013 um 6:10

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