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Ich bin neidisch und ärgere mich darüber

6. Oktober 2011 um 9:47 Letzte Antwort: 8. Oktober 2011 um 10:51

Meine Schwägerin und ich hatten starke Probleme schwanger zu werden. Ich bin nach 4 Jahren letztes Jahr schwanger geworden und habe dieses Jahr meinen wunderschönen Sohn zu Welt gebraucht
Nun hat es auch endlich meine Schwägerin geschafft und bekommt bald ihr Kind. Ich hab mich wahnsinnig für sie gefreut.
Ihr Mann geht in Elternzeit und sie arbeitet 7 Stunden am Tag und kommt dann heim und können die gemeinsame Zeit mit ihrem Kind verbringen, auch machen beide die erste Zeit gemeinsame Elternzeit und ich bin total neidisch darauf und ärgere mich total darüber.
Ich bin unter der Woche mehr oder weniger alleinerziehend, mein Mann arbeitet 12 Stunden am Tag und länger (los eines Selbstständigen und seiner Frau).
Mein Kind ist eigentlich brav, es hat wie jedes Kind einfach Phasen wo es schreit. So auch in der 5. und 6. Woche, in denen beiden hat er quasi durchgeschrieen und mich ans Ende meiner Kräfte getrieben.
Eines Abends war mein Schwager da und konnte ihn beruhigen, er meinte zu mir ich solle einfach ruhiger werden und mich nicht so verspannen.
Jaja, das ist gar nicht so einfach, wenn man schon seit 1 1/2 Wochen ein schreiendes Kind zu Hause hat. Ich dachte mir damals ihr werdet schon sehen wenn ihr ein eigenes habt. Auch kommen ständig Kommentare, wieso schläft er denn noch nicht durch( er ist 4 Monate). Du gehst das einfach falsch an. Mein Sohn geht um halb acht ins Bett und meldet sich um halb eins und um 4 und ist dann um 7 wach, ich finde das ganz normal.
Ich hab immer gedacht, die werden schon sehen wenn sie den ganzen Tag alleine mit ihrem Kind zu Hause sind.
Tja nur wird dem nicht so sein, sie können sich die Schreiphasen quasi teilen. Ich weiß ich bin gemein das ich ihnen das so wünsche und das ärgert mich. Wahrscheinlich denke ich so, weil mein Schatz momentan wieder etwas anstrengender ist. Allerdings sehe ich es diesmal nicht so eng. Ich muss sogar in mich hineinlachen wenn ich zum 100x die Gedanken sind frei Summe weil er sich dann beruhigt, aber wehe ich höre auf.
Eigentlich könnte ich stolz auf mich sein, das ich das alles alleine meistere, aber trotzdem frisst mich der Neid. Ich frage mich ob ich nicht doch manchmal gelassener wäre, wenn ich Hilfe hätte.

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8. Oktober 2011 um 10:51

Seh es gelassener
Kinder sind völlig individuelle Wesen. Und daher sind sie auch verschieden und auch die Lebensmodelle der Eltern sind verschieden. Schau nicht so sehr nach anderen . Du bist ist der glücklichen Lage, zuhause bei deinem Kind sein zu können. Die Selbständigkeit deiner Mann es ermöglicht dir das. Nicht alle sind in dieser vervorzugten Situation. Manche müssen ihr Kind in Obhut geben, aber nicht weil sie es wollen sondern müssen. Genieße die Zeit mit deinem Kind und wenn du ruhig und gelassen bist, dann überträgt sich das auf dein Kind. Leistet euch ab und zu mal einen Babysitter, denn die Zeit, die du mit deinem Partner alleine verbringst, die sollte es eben auch noch geben. Ihr dürft nicht nur Eltern sein, sondern ihr solltet auch ein Liebespaar bleiben.
Gruß melike

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