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Ich arbeite daran,mein Kind lieb haben zu können..!

20. April 2009 um 19:39

Hallo liebe GoFeminin-Mitglieder und liebe Gäste!
Ich wende mich mit meinem größten und schmerzhaftesten Problem an Euch.
Ich habe ein zwei Jahre altes Kind, ein Wunschkind mit meinem damaligen Lebensgefährten. Aber schon kurze Zeit nach der Geburt kamen bei mir Probleme auf. Ich hatte das Gefühl, dass ich mein Kind nicht richtig liebe. Ich kümmerte mich immer um mein Kind, bin immer nachts aufgestanden. Ich habe damals von meinem Lebensgefährten keinerlei Hilfe erfahren. Ich war mit dem Kind eigentlich die ganze Zeit alleine, obwohl er den ganzen Tag mit uns zu Hause war. Als unser Kind dann ca. 6 Monate alt war, habe ich mich endgültig von ihm getrennt und im Oktober lernte ich meinen jetzigen Lebensgefährten kennen. Allerdings baute sich zu meinem Kind keine wirkliche Bindung auf. Ich weiß ganz tief in mir, habe ich jede Menge Muttergefühle und auch jede Menge Liebe für mein Kind. Aber ich kann einfach nicht liebevoll mit meinem Kind umgehen. Ich bin schnell genervt, habe keine Lust mich damit auseinander zu setzen, mit meinem Kind zu spielen. Auch bin nicht in der Lage es in den Arm zu nehmen, es zu küssen oder dergleichen. Wenn ich bei anderen zu Besuch bin, tue ich so, als wäre ich eine ganz normale Mutter: ich nehme mein Kind auf den Schoss,streiche ihm über die Haare, schimpfe nicht sofort und ständig. Aber wenn ich wieder zu Hause bin, der Alltag mich wieder einholt, keiner da ist, der uns beobachtet, dann will ich wieder nichts von meinem Kind wissen. Ich kümmere mich aber immer um alles, was es braucht. Es bekommt immer regelmäßig gesundes Essen auf den Tisch, es bekommt saubere Kleidung und ich gehe immer wenn es muss mit auf Toilette. Ich habe einfach auch tierische Angst in Sachen Erziehung Fehler zu machen und verbiete deshalb vll auch hin und wieder zu viel. Auch lasse ich mein Kind nicht den ganzen Tag in der Wohnung frei laufen. Die meiste Zeit habe ich es in einem Laufstall untergebracht. Ich befinde mich auch in therapeutischer Behandlung, trotzdem habe ich das Gefühl mich mit anderen noch austauschen zu wollen. Ich habe hin und wieder, ganz selten, Tage an denen ich dann wirklich wie eine normale Mutter bin. Ich schimpfe dann nicht sofort, rede viel mit meinem Kind, beschäftige mich. Aber diese Tage sind selten.
Ich will kein Mitleid! Ich weiß, dass solche Menschen wie ich, keine Kinder bekommen sollten. Ich habe aber zu dem Zeitpunkt der Zeugung gedacht,dass es mein Glück vollenden würde. Heute würde ich mich zu diesem Zeitpunkt anders entscheiden. Aber mein Kind ist nunmal da und ich werde alles daran setzen, dass ich eine normale Beziehung zu ihm aufbauen kann. Tief in mir, weiß ich, dass ich mein Kind liebe. Aber es will einfach in der Umsetzung nicht klappen. Ich hasse mich selbst dafür, wie gesagt: ich will kein Mitleid! Ich wünsche mir nur Hilfe, Ratschläge und/oder Tipps!!!
Vielen Dank im Voraus !!

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20. April 2009 um 20:16

Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll!
Danke erst einmal für die Mühe auf meinen Beitrag zu antworten!
Das alles kommt mir sehr bekannt vor, wie gesagt, befinde ich mich in therapeutischen Behandlung.
Allerdings weiß ich nach all dieser Zeit immer noch nicht, wie ich mit mir selber umgehen soll! Ich sollte mich eigentlich belohnen, wenn ich trotz des ganzes Stress und Ärger mit meinem Kind, mich liebevoll mit ihr beschäftigt habe, oder mal anders reagiert habe, wie sonst. Allerdings habe ich damit ein Problem. Ich weiß nicht,wann ich mich belohnen kann/darf. Ich weiß auch nicht, womit ich mich belohnen soll. Ich brauchte bisher immer die Bestätigung anderer, dass ich etwas gut gemeistert habe! Solche Probleme treten auch dann auf, wenn ich mal mit mir ganz alleine bin. Ich weiß mit mir selber nichts mehr an zu fangen. Ich bin es gewohnt immer jemanden um mich zu haben, um den ich mich kümmern muss. Egal ob es das Kind, der Partner, oder das Haustier ist! Ich weiß einfach nicht mehr, wo mir mittlerweile der Kopf steht! Und ich bin wirklich kein Mensch, der aufgibt. Trotz der ganzen Probleme,der Schwierigkeiten bin ich immer wieder aufgestanden und habe mir gesagt,dass ich das alles hinbekomme! Aber unter welchen Bedingungen und welchen Preis ich dafür zahlen muss, merke ich jetzt immer mehr. Es tauchen immer mehr Probleme auf, ich bin ausgelaugt,abgespannt,gestress t,genervt und gereizt. Ich weiß wirklich nicht wie und wo ich anfangen soll!

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20. April 2009 um 20:28
In Antwort auf littlejune12

Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll!
Danke erst einmal für die Mühe auf meinen Beitrag zu antworten!
Das alles kommt mir sehr bekannt vor, wie gesagt, befinde ich mich in therapeutischen Behandlung.
Allerdings weiß ich nach all dieser Zeit immer noch nicht, wie ich mit mir selber umgehen soll! Ich sollte mich eigentlich belohnen, wenn ich trotz des ganzes Stress und Ärger mit meinem Kind, mich liebevoll mit ihr beschäftigt habe, oder mal anders reagiert habe, wie sonst. Allerdings habe ich damit ein Problem. Ich weiß nicht,wann ich mich belohnen kann/darf. Ich weiß auch nicht, womit ich mich belohnen soll. Ich brauchte bisher immer die Bestätigung anderer, dass ich etwas gut gemeistert habe! Solche Probleme treten auch dann auf, wenn ich mal mit mir ganz alleine bin. Ich weiß mit mir selber nichts mehr an zu fangen. Ich bin es gewohnt immer jemanden um mich zu haben, um den ich mich kümmern muss. Egal ob es das Kind, der Partner, oder das Haustier ist! Ich weiß einfach nicht mehr, wo mir mittlerweile der Kopf steht! Und ich bin wirklich kein Mensch, der aufgibt. Trotz der ganzen Probleme,der Schwierigkeiten bin ich immer wieder aufgestanden und habe mir gesagt,dass ich das alles hinbekomme! Aber unter welchen Bedingungen und welchen Preis ich dafür zahlen muss, merke ich jetzt immer mehr. Es tauchen immer mehr Probleme auf, ich bin ausgelaugt,abgespannt,gestress t,genervt und gereizt. Ich weiß wirklich nicht wie und wo ich anfangen soll!

Ja...
...also ich muß sage, das kommt mir ziemlich bekannt vor...Ich habe keine wahren Freunde, jedenfalls nicht in unseren Wohnort. Daher bin ich größtenteils mit Kindern und allen, was damit zu tun hat, allein ! Veruche auch alles perfekt zu erledigen. Das fällt natürlich der Außenwelt auf. Habe dann versucht Freundschaften zu schließen, aber wahre Freunde sind eher selten. Daher habe ich mich nun dazu entschlossen, mich selbst - ohne Einwirkung andrer - zufriedenzustellen. Ich höre auf, mich mit Problemen andrere zu beschäftigen. Bin für meine Familie da. Gehe, seit meine Kleine 2J. ist, wieder arbeiten und es tut gut ! So bekomme ich mal wieder Bestätigung für andere Dinge u. ich fühle mich wichtig, für andere als meine Familie, dazusein..das schafft in mir Ausgleich u. ich bin ruhiger.
Was ich damit sagen möchte ist, dass Du Abstand von der Familie brauchst. Ob das nun im Job oder mit Sport, Freunden o. Ä. umzusetzen ist, ist egal. Das hängt von Deinen Interessen u. Deinem Freundeskreis ab. Du bist auch noch da!!! Das geht in Deinem Alltag unter, daher fixierst Du Dich auf Deine 4 Wände u. das , was darin abläuft. Lebe auch wieder! Du hast nur ein Leben. Das tut dann auch Deinem Zwerg gut ! LG

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21. April 2009 um 10:25

Liebe JUNE !!
An der Liebe zum Kind zu zweifeln das passiert schon mal !!! ABER Du kämpfst ja eh und
weisst das es( der Zweifel und die Ängste ) nicht richtig ist !!! Vor Fehlern im Leben sollte man KEINE Angst haben, nur lernen sollte man daraus !!! Ich habe 3 Kinder und sie nerven mich auch manchmal, das darf auch sein !!! Man ist ja noch eine eigene Person ( kein " Muttertier " ) und braucht auch mal Ruhe oder Zeit für einen neue Beziehung !!!
Weint und schreit dein Kind ( mit 2 Jahren !! ) denn nicht wenn Du es in den Laufstall setzt ??
Es ist doch schon "Liebe" wenn Du dein KInd gut versorgst ( gibt ja viel schlimmeres ) !!! Zweifle nicht so sehr , nimm Dich an ( als Mutter und als Frau ) !!! Lg Andorra

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21. April 2009 um 10:51

Ich verstehe und verstand Amelies Komentare noch NIE !!!!
Da ich ja ein Forumsneuling bin , dachte ich mir, vielleicht ist sie hier angestellt um zu provoziern oder so was ähliches ??? Und DU wärest dann angestellt um das NIVEAU zu heben !!! Liebste Grüsse Andorra

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21. April 2009 um 13:43

Das sowas kommt, habe ich geahnt...
Nein, ich bin absolut anders groß geworden. Ich hatte eine sehr liebevolle Mutter, die sich jede Sekunde um mich und später auch um meine Schwester gekümmert hat. Sie war immer mit uns Kindern alleine,mit dem Haushalt und allem drum und dran. Doch sie hat sich immer um uns gekümmert, war liebe- und verständnisvoll. Auch heute habe ich nach wie vor ein sehr inniges Verhältnis zu meiner Mutter. Und meine Mutter hat ein sehr liebevolles und enges Verhältnis zu meinem Kind. Das was mein Kind bei mir an Herzlichkeiten und Zuneigung nicht immer bekommt, bekommt sie dafür um so mehr bei meiner Mutter. Sie liebt ihr Enkelkind über alles und holt es auch alle paar Tage für ein paar Stunden zu sich. Meine Mutter geht mit mir und meinen Problemen sehr verständnisvoll um. Sie hilft mir wo sie kann, unterstützt mich, wenn ich mal aus mir heraus gehe und liebe- und verständnisvoll mit meinem Kind umgehe, wenn ich mir mal besonders Mühe gegeben habe. Sie verurteilt mich nicht, weil sie genau weiß, wie sehr ich darunter leide. Das ich mehr von mir rede, als von meinem Kind, woher nimmst du das? Ich habe erfahren, dass ich ein Problem mit mir selber habe und nicht mit meinem Kind, also versuche ich soviel wie möglich über mich, mein Umfeld UND von meinem Kind zu erzählen, damit man sich ein Bild machen kann und mir dann entsprechend Ratschläge geben kann! Allen anderen danke ich für die Ratschläge. Aber es fällt mir wirklich schwer, mich mit mir selber auseinander zu setzen. Ich habe schon lange verlernt mich mit mir selber zu beschäftigen, das sagt auch mein Therapeut. Aber wenn man jahrelang sich immer um alle anderen gekümmert hat, ist es wohl schwer, sich dann mal um sich selbst zu kümmern. So scheint es mir zumindest!

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21. April 2009 um 19:40
In Antwort auf littlejune12

Das sowas kommt, habe ich geahnt...
Nein, ich bin absolut anders groß geworden. Ich hatte eine sehr liebevolle Mutter, die sich jede Sekunde um mich und später auch um meine Schwester gekümmert hat. Sie war immer mit uns Kindern alleine,mit dem Haushalt und allem drum und dran. Doch sie hat sich immer um uns gekümmert, war liebe- und verständnisvoll. Auch heute habe ich nach wie vor ein sehr inniges Verhältnis zu meiner Mutter. Und meine Mutter hat ein sehr liebevolles und enges Verhältnis zu meinem Kind. Das was mein Kind bei mir an Herzlichkeiten und Zuneigung nicht immer bekommt, bekommt sie dafür um so mehr bei meiner Mutter. Sie liebt ihr Enkelkind über alles und holt es auch alle paar Tage für ein paar Stunden zu sich. Meine Mutter geht mit mir und meinen Problemen sehr verständnisvoll um. Sie hilft mir wo sie kann, unterstützt mich, wenn ich mal aus mir heraus gehe und liebe- und verständnisvoll mit meinem Kind umgehe, wenn ich mir mal besonders Mühe gegeben habe. Sie verurteilt mich nicht, weil sie genau weiß, wie sehr ich darunter leide. Das ich mehr von mir rede, als von meinem Kind, woher nimmst du das? Ich habe erfahren, dass ich ein Problem mit mir selber habe und nicht mit meinem Kind, also versuche ich soviel wie möglich über mich, mein Umfeld UND von meinem Kind zu erzählen, damit man sich ein Bild machen kann und mir dann entsprechend Ratschläge geben kann! Allen anderen danke ich für die Ratschläge. Aber es fällt mir wirklich schwer, mich mit mir selber auseinander zu setzen. Ich habe schon lange verlernt mich mit mir selber zu beschäftigen, das sagt auch mein Therapeut. Aber wenn man jahrelang sich immer um alle anderen gekümmert hat, ist es wohl schwer, sich dann mal um sich selbst zu kümmern. So scheint es mir zumindest!

@goc42 und littlejune
Ich habe noch selten in diesem Forum einen solchen offenen und freimütigen Zustandsbericht einer Mutter gelesen wie den von Littlejune. Es gehört viel dazu, nicht nur vor sich selber zuzugeben, dass nicht alles so läuft wie es sollte, sondern auch vor anderen. Offensichtlich wendet sie sich an uns, weil sie Hilfe braucht um ihrem Kind die Mutter sein zu können, die sie gern wäre. Deine verbale Attacke hilft nun leider gar nicht, im Interesse des Kindes kann der also wohl nicht gewesen sein.

Liebe June, ich finde es ganz bemerkenswert, dass du dich mit deinen Muttergefühlen auseinandersetzt, um deinem Kind eine gute Mutter sein/werden zu können und nicht bloss versuchst, nur nach aussen die Fassade zu wahren. Das ist schon mal ein großer Schritt und wahrscheinlich der schwierigste.

Ich bin keine Psychologin und es ist schwierig, dir hier Tipps zu geben, aber ich schreibe mal einfach ein paar Gedanken auf, die mir so gekommen sind.

1. Die perfekte Mutter kann es meiner Meinung nach nicht geben, weil Muttersein immer eine Gratwanderung ist zwischen den eigenen Bedürfnissen, denen des Partners und denen der Kinder. Alle Bedürfnisse unter einen Hut zu bekommen, ist denke ich praktisch unmöglich. Das beste für die Kinder zu wollen ist nicht gleichbedeutend wie das beste auch zu erreichen. Deshalb solltest du die Dinge, die gut funktionieren und dir leicht fallen erst einmal schätzen. An den anderen Dingen kannst du dann, wie wir anderen Mamis auch, arbeiten!

2. Ich habe mir überlegt, wie du dich mit deinem Kind beschäftigen könntest, ohne es direkt bespaßen zu müssen und ohne dauernden direkten Körperkontakt, der dir ja ziemlich schwer fällt.
Hast du eine Freizeitbeschäftigung, die dir Spaß macht und die du mit deinem Kind gemeinsam machen könntest? Ich denke da an Dinge wie radfahren (im Fahrradsitz), skaten/joggen (mit Buggy) oder schwimmen (mit einem Schwimmlernring, da kann das Kind dann neben dir herumpaddeln, ohne an dir zu hängen). Du könntest mit ihm zusammen etwas machen, das erst mal DIR Spaß und Freude bringen soll und in zweiter Linie deinem Kind. Ganz ehrlich: Schon ein Stadtbummel im Buggy ist für dein Kind interessanter als der Laufstall. Es muß also nichts weltbewegend Spannendes werden, es geht eher darum eine gelöste Atmosphäre zu schaffen, in der du ungezwungener mit deinem Kind umgehen kannst.

3. Du schreibst nichts über das Verhältnis deines Partners zu deinem Kind. Welche Gefühle hat er für das Kind? Wie funktioniert die Familie wenn er da ist?

LG,

BQ


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21. April 2009 um 21:10
In Antwort auf olivia_12176665

@goc42 und littlejune
Ich habe noch selten in diesem Forum einen solchen offenen und freimütigen Zustandsbericht einer Mutter gelesen wie den von Littlejune. Es gehört viel dazu, nicht nur vor sich selber zuzugeben, dass nicht alles so läuft wie es sollte, sondern auch vor anderen. Offensichtlich wendet sie sich an uns, weil sie Hilfe braucht um ihrem Kind die Mutter sein zu können, die sie gern wäre. Deine verbale Attacke hilft nun leider gar nicht, im Interesse des Kindes kann der also wohl nicht gewesen sein.

Liebe June, ich finde es ganz bemerkenswert, dass du dich mit deinen Muttergefühlen auseinandersetzt, um deinem Kind eine gute Mutter sein/werden zu können und nicht bloss versuchst, nur nach aussen die Fassade zu wahren. Das ist schon mal ein großer Schritt und wahrscheinlich der schwierigste.

Ich bin keine Psychologin und es ist schwierig, dir hier Tipps zu geben, aber ich schreibe mal einfach ein paar Gedanken auf, die mir so gekommen sind.

1. Die perfekte Mutter kann es meiner Meinung nach nicht geben, weil Muttersein immer eine Gratwanderung ist zwischen den eigenen Bedürfnissen, denen des Partners und denen der Kinder. Alle Bedürfnisse unter einen Hut zu bekommen, ist denke ich praktisch unmöglich. Das beste für die Kinder zu wollen ist nicht gleichbedeutend wie das beste auch zu erreichen. Deshalb solltest du die Dinge, die gut funktionieren und dir leicht fallen erst einmal schätzen. An den anderen Dingen kannst du dann, wie wir anderen Mamis auch, arbeiten!

2. Ich habe mir überlegt, wie du dich mit deinem Kind beschäftigen könntest, ohne es direkt bespaßen zu müssen und ohne dauernden direkten Körperkontakt, der dir ja ziemlich schwer fällt.
Hast du eine Freizeitbeschäftigung, die dir Spaß macht und die du mit deinem Kind gemeinsam machen könntest? Ich denke da an Dinge wie radfahren (im Fahrradsitz), skaten/joggen (mit Buggy) oder schwimmen (mit einem Schwimmlernring, da kann das Kind dann neben dir herumpaddeln, ohne an dir zu hängen). Du könntest mit ihm zusammen etwas machen, das erst mal DIR Spaß und Freude bringen soll und in zweiter Linie deinem Kind. Ganz ehrlich: Schon ein Stadtbummel im Buggy ist für dein Kind interessanter als der Laufstall. Es muß also nichts weltbewegend Spannendes werden, es geht eher darum eine gelöste Atmosphäre zu schaffen, in der du ungezwungener mit deinem Kind umgehen kannst.

3. Du schreibst nichts über das Verhältnis deines Partners zu deinem Kind. Welche Gefühle hat er für das Kind? Wie funktioniert die Familie wenn er da ist?

LG,

BQ


Mein Partner und das Kind..
Mein derzeitiger Lebensgefährte ist in dieser Hinsicht etwas Besonderes. Es ist nicht sein leibliches Kind und trotzdem liebt er es, als wäre es sein eigenes. Er leidet ebenfalls darunter, dass ich nicht so sein kann wie ich es mir gern wünsche, wie wir es uns gern wünschen. Aber er nimmt auch Rücksicht auf mich und versucht sich nicht in Erziehungsfragen einzumischen,denn da denkt er genauso wie ich. Er versucht mich in meiner Situation zu verstehen,was ihm aber auch manchmal schwer fällt. Das kann ich aber auch verstehen. Ich an seiner Stelle würde auch nicht immer alles verstehen und nachvollziehen können. Aber ich möchte gar nicht das er alles nachvollziehen kann. Ich wünsche mir von ihm, dass er mich unterstützt, mir hilft und Verständnis dafür hat,wenn ich mal etwas nicht so kann, wie er sich das vorstellt. Er ist wirklich sehr rücksichtsvoll. Ich bin unheimlich glücklich darüber, dass er so für mein Kind empfindet. Ich könnte nicht mehr Glück haben.
Ich bin wirklich erstaunt über die Antworten, die mein Thread erhält! Ich habe mit viel mehr Hass, Unverständnis und Beleidigungen gerechnet. Ich habe mich nun auch an andere, für mich völlig fremde Menschen gewandt, weil ich alles versuchen möchte. Weil ich keine Möglichkeit offen stehen lassen will. Weil ich vll auch andere suche,denen es genauso ergeht/erging. Weil ich mit mir selber nicht weiter weiß. Aber ich habe nach so kurzer Zeit schon so viele stärkende Beiträge erhalten! Dafür bin ich wirklich sehr dankbar!!

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21. April 2009 um 22:13

Hallo goc
versuch's doch mal ein bißchen konstruktiver!

lg,

BQ

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21. April 2009 um 22:34

Hallo
also das Du dafür kämpfst beweist ja das du dein Kind liebst du solltest das nur praktisch umsetzen. Nun noch zu dem Laufstall das Kind ist 2 Jahre das muß doch die Welt bzw. auch eure Umgebung kennen es muß sich entwickeln können sonst verdummt es. Eine Frage hätte ich doch was machst Du denn den ganzen Tag Hausarbeit mal ausgenommen? Womit vertreibst Du Dir Zeit den ganzen Tag?

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22. April 2009 um 10:40
In Antwort auf yahoich

Hallo
also das Du dafür kämpfst beweist ja das du dein Kind liebst du solltest das nur praktisch umsetzen. Nun noch zu dem Laufstall das Kind ist 2 Jahre das muß doch die Welt bzw. auch eure Umgebung kennen es muß sich entwickeln können sonst verdummt es. Eine Frage hätte ich doch was machst Du denn den ganzen Tag Hausarbeit mal ausgenommen? Womit vertreibst Du Dir Zeit den ganzen Tag?

Mein Kind erlebt trotzdem eine Menge..
Also ich habe so das Gefühl, dass es doch ein wenig falsch rüber kommt. Ja ich habe mein Kind viel in einem Laufstall untergebracht und nein, mein Kind macht nie Theater wenn es da rein soll. Auch sind wir immer mal wieder alle zusammen unterwegs. Entweder wir drei, also mein Partner, mein Kind und ich oder halt meine Mutter mit meinem Kind oder auch hin und wieder ich, meine Mutter mit dem Kind. Also mein Kind war auch schon oft auf einem Spielplatz, in der Stadt, einkaufen und so weiter. Und mein Kind verdummt wirklich nicht. Mein Kind ist wirklich sehr clever und lernt neue Dinge sehr schnell. Sie hat ja auch ganz schnell das trocken werden gelernt. Und das habe ich auch ganz alleine hinbekommen. Ich bin wirklich keine schlechte Mutter, auch wenn das vielen so vorkommen mag. Aber ich bemühe mich jeden einzelnen Tag darum mit meinem Kind eine Beziehung auf zu bauen. Egal ob ich bei meinem Kind oder mal alleine bin, das einzige woran ich ständig denke ist mein Kind ! Wenn ich mein Kind nicht lieben würde, würde ich mir nicht so den Allerwertesten aufreißen, damit alles in Ordnung kommt. Dann wäre mir mein Kind egal und mein Kind ist mir absolut nicht egal ! Wenn jemand mal was schlechtes über mein Kind gesagt hat, war ich immer sofort stinkig und habe mein Kind verteidigt. Wenn es krank war, habe ich auch immer alles getan, damit es wieder gesund wird. Mein Kind darf ja auch im Kinderzimmer spielen, es ist eben nur leider so, dass ich dabei schnell die Geduld verliere, wenn es schon nach einigen Minuten wieder ins Wohnzimmer gerannt kommt, weil es schon wieder nicht mehr weiß, wie es sich allein beschäftigen soll. Ich habe auch schon gemeinsam mit meinem Kind auf dem Boden gehockt und gespielt, ich habe auch schon gemeinsam mit meinem Kind ein Bild gemalt. Es klappt nur eben nicht auf Dauer und daran möchte ich was ändern! Ich will das es immer so ist ! Jeden Tag und nicht immer nur mal ausnahmsweise !!!

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22. April 2009 um 10:52
In Antwort auf littlejune12

Mein Kind erlebt trotzdem eine Menge..
Also ich habe so das Gefühl, dass es doch ein wenig falsch rüber kommt. Ja ich habe mein Kind viel in einem Laufstall untergebracht und nein, mein Kind macht nie Theater wenn es da rein soll. Auch sind wir immer mal wieder alle zusammen unterwegs. Entweder wir drei, also mein Partner, mein Kind und ich oder halt meine Mutter mit meinem Kind oder auch hin und wieder ich, meine Mutter mit dem Kind. Also mein Kind war auch schon oft auf einem Spielplatz, in der Stadt, einkaufen und so weiter. Und mein Kind verdummt wirklich nicht. Mein Kind ist wirklich sehr clever und lernt neue Dinge sehr schnell. Sie hat ja auch ganz schnell das trocken werden gelernt. Und das habe ich auch ganz alleine hinbekommen. Ich bin wirklich keine schlechte Mutter, auch wenn das vielen so vorkommen mag. Aber ich bemühe mich jeden einzelnen Tag darum mit meinem Kind eine Beziehung auf zu bauen. Egal ob ich bei meinem Kind oder mal alleine bin, das einzige woran ich ständig denke ist mein Kind ! Wenn ich mein Kind nicht lieben würde, würde ich mir nicht so den Allerwertesten aufreißen, damit alles in Ordnung kommt. Dann wäre mir mein Kind egal und mein Kind ist mir absolut nicht egal ! Wenn jemand mal was schlechtes über mein Kind gesagt hat, war ich immer sofort stinkig und habe mein Kind verteidigt. Wenn es krank war, habe ich auch immer alles getan, damit es wieder gesund wird. Mein Kind darf ja auch im Kinderzimmer spielen, es ist eben nur leider so, dass ich dabei schnell die Geduld verliere, wenn es schon nach einigen Minuten wieder ins Wohnzimmer gerannt kommt, weil es schon wieder nicht mehr weiß, wie es sich allein beschäftigen soll. Ich habe auch schon gemeinsam mit meinem Kind auf dem Boden gehockt und gespielt, ich habe auch schon gemeinsam mit meinem Kind ein Bild gemalt. Es klappt nur eben nicht auf Dauer und daran möchte ich was ändern! Ich will das es immer so ist ! Jeden Tag und nicht immer nur mal ausnahmsweise !!!

Naja
ein 2 Jähriges Kind kann sich nur schwer lang allein beschäftigen es kennt all die Dinge noch nicht wirklich und brauch nun mal Anregung wie es spielen kann seine Phantasie muß gefördert werden. Mach Dir doch mal nen Zeitplan wo Du selbst langsam damit anfängst zB. morgens ne halbe Stunde spielen mittags auch nachmittags das selbe und abends mal was vorlesen . Gib deinem Kind einen Topf wenn Du kochst dann ahmt es Dich nach tu so als kocht ihr zusammen gib der kleinen Maus zum Topf noch nen Kochlöffel oder Schneebesen der macht Geräusche beim rühren . Bei unsern kleinen pack ich zB. Legosteine mit in den Topf dann sag ich immer : Toll kannst Du kochen . Er freut sich dann immer . Oder klapp ein Wäscheständer auf leg ein große Decke darüber das gibt ne kleine Bude daran haben Kinder in dem Alter sehr viel Spaß oder spiel verstecken.

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23. April 2009 um 21:33
In Antwort auf olivia_12176665

@goc42 und littlejune
Ich habe noch selten in diesem Forum einen solchen offenen und freimütigen Zustandsbericht einer Mutter gelesen wie den von Littlejune. Es gehört viel dazu, nicht nur vor sich selber zuzugeben, dass nicht alles so läuft wie es sollte, sondern auch vor anderen. Offensichtlich wendet sie sich an uns, weil sie Hilfe braucht um ihrem Kind die Mutter sein zu können, die sie gern wäre. Deine verbale Attacke hilft nun leider gar nicht, im Interesse des Kindes kann der also wohl nicht gewesen sein.

Liebe June, ich finde es ganz bemerkenswert, dass du dich mit deinen Muttergefühlen auseinandersetzt, um deinem Kind eine gute Mutter sein/werden zu können und nicht bloss versuchst, nur nach aussen die Fassade zu wahren. Das ist schon mal ein großer Schritt und wahrscheinlich der schwierigste.

Ich bin keine Psychologin und es ist schwierig, dir hier Tipps zu geben, aber ich schreibe mal einfach ein paar Gedanken auf, die mir so gekommen sind.

1. Die perfekte Mutter kann es meiner Meinung nach nicht geben, weil Muttersein immer eine Gratwanderung ist zwischen den eigenen Bedürfnissen, denen des Partners und denen der Kinder. Alle Bedürfnisse unter einen Hut zu bekommen, ist denke ich praktisch unmöglich. Das beste für die Kinder zu wollen ist nicht gleichbedeutend wie das beste auch zu erreichen. Deshalb solltest du die Dinge, die gut funktionieren und dir leicht fallen erst einmal schätzen. An den anderen Dingen kannst du dann, wie wir anderen Mamis auch, arbeiten!

2. Ich habe mir überlegt, wie du dich mit deinem Kind beschäftigen könntest, ohne es direkt bespaßen zu müssen und ohne dauernden direkten Körperkontakt, der dir ja ziemlich schwer fällt.
Hast du eine Freizeitbeschäftigung, die dir Spaß macht und die du mit deinem Kind gemeinsam machen könntest? Ich denke da an Dinge wie radfahren (im Fahrradsitz), skaten/joggen (mit Buggy) oder schwimmen (mit einem Schwimmlernring, da kann das Kind dann neben dir herumpaddeln, ohne an dir zu hängen). Du könntest mit ihm zusammen etwas machen, das erst mal DIR Spaß und Freude bringen soll und in zweiter Linie deinem Kind. Ganz ehrlich: Schon ein Stadtbummel im Buggy ist für dein Kind interessanter als der Laufstall. Es muß also nichts weltbewegend Spannendes werden, es geht eher darum eine gelöste Atmosphäre zu schaffen, in der du ungezwungener mit deinem Kind umgehen kannst.

3. Du schreibst nichts über das Verhältnis deines Partners zu deinem Kind. Welche Gefühle hat er für das Kind? Wie funktioniert die Familie wenn er da ist?

LG,

BQ


Keiner soll meinen, es sei mir egal..
Ich beweise mir jedes Mal auf s neue, dass mir mein Kind und die Beziehung zu meinem Kind nicht egal ist, indem ich mir ständig Gedanken darüber mache, warum ich so handle, warum es nicht anders sein kann, warum ICH nicht anders sein kann. Ich gehe beinahe jeden Abend mit dem Wunsch zu Bett, ein anderer Mensch sein zu können. Doch bisher bin ich immer wieder als Ich-Selbst aufgewacht. Also muss ich lernen mich so zu akzeptieren wie ich bin, dass ich nicht als Mutter "geboren" wurde, sondern von Tag zu Tag in diese Rolle hineinwachsen muss. Und genau das fällt mir so schwer. Ich wünsche mir so sehr, dass ich morgen aufstehe und der Mensch bin, der ich gern sein würde. Aber darauf zu warten, wäre fatal. Nicht nur für mich, sondern ganz besonders für mein Kind. Ich gehe so hart mit mir ins Gericht! Keiner soll meinen, mich würde die momentane Situation nicht stören oder das ich keinen Bedarf sehe, zu handeln. Ich weiß ganz genau das ich handeln muss und das nicht erst seit gestern! Aber es ist eben sehr schwer sich so sehr von den schlechten Erfahrungen zu trennen die man im Leben gemacht hat. Aber so wie ich mich jetzt meinem Kind gegenüber verhalte, habe ich mir immer geschworen, nie so zu werden wie ich jetzt bin. Für mich die schlimmste Einsicht. Das ich genau zu so einem Menschen geworden bin, denen ich immer nachgesagt habe, diese Menschen hätten nie Kinder in die Welt setzen dürfen. Immer nur schimpfen, scheuchen und was weiß ich nicht noch alles. Das war für mich immer der reinste Horror und das ist es auch immer noch. Ich habe mich wirklich schon ein ganzes Stück geändert, habe viele Schritte auf mein Kind zu gemacht, Geständnisse bekannten, aber auch fremden, Menschen gegenüber getätigt. Ich gebe mir wirklich Mühe, aber ich habe auch eingesehen, dass ich nicht aufwache und die perfekte Mutter für mein Kind sein kann. Ich muss an mir arbeiten, die Fehler die andere an mir gemacht haben, wieder gut machen und mein altes Leben hinter mir lassen. Aber es fällt unheimlich schwer das alte, so bekannte, Verhalten abzulegen. Aber ich werde jeden Tag auf ein Neues daran arbeiten. Schritt für Schritt und später einmal, wird mein Kind, und auch ich, auf diese Zeit zurückblicken und mit Stolz sagen, dass ich was daran geändert habe, nur um die Liebe meines Kindes wegen!

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25. April 2009 um 17:49

Mmh...
hört sich schon nach einer Depression an, aufgrund der Trennung.
Was sagt den Dein Therapeut ?
Ich kann Dir nur den Tipp geben, dich an einen Hömopathen zu wenden und eine Anamese machen zu lassen. Die Hömopahtie kann bei pyschischen Problemen sehr gut helfen.
Habe selber damit nur gute Erfahrungen gemacht.
Schau mal unter Sepia nach, dass könnte eventuell auf Dich zu treffen.

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17. April 2014 um 11:55

Hallo, was ist aus euch beworden
Hallo, hab das gerade eben gelesen, und würde gerne wissen was aus euch zwei geworden ist..
Lg özlem

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