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"Hundeproblem" mit Schwester und Mutter von Freund

3. Dezember 2014 um 10:53

Hallo zusammen!

Auch ich habe ein "Problem" mit der Schwester und der Mutter meines Freundes (vermutlich wird der Text länger, sorry schonmal dafür).

Mein Freund und ich sind jetzt schon seit einigen Jahren zusammen. Mit seiner Familie komme ich von Anfang an gut klar und wir mögen uns. Nichts desto trotz haben wir alle recht schnell gemerkt, dass ich einen komplett anderen Humor, und in manchen Dingen eine andere Ansicht habe als sie (z. B. werde ich demnächst mit meinem Motorrad-Führerschein machen, den mir alle Familienmitglieder bereits des Öfteren versucht haben, auszureden. Speziell die Mutter meines Freundes. Sie meint, es sei zu gefährlich und mit Anfang 20 solle man doch lieber mal über die Familiengründung nachdenken, denn sie möchte keine zu alte Großmutter werden(!)). Es gab aufgrund verschiedener Themen ab und zu mal kleinere Disskussionen, aber alles immer halb so schlimm - es darf ja jeder seine Meinung äußern. Außerdem ist mir in erster Linie wichtig, dass mein Freund und ich die gleichen Ziele verfolgen - wir müssen uns ja schließlich einig sein.

Die Schwester meines Freundes hat ein großes Problem mit ihrem Gewicht. Sie ist seit Jahren damit unzufrieden und mehrmalige Versuche, etwas dagegen zu unternehmen, scheiterten (meist an ihrem eigenen Ergeiz). Auch ich war ein paarmal mit ihr geimeinsam im Fitnesstudio, weil ich dachte, zu zweit macht es mehr Spaß und wir könnten so mehr Zeit miteinander verbringen. Ich wollte eigentlich immer zu ihr eine richtige Freundschaft aufbauen. Leider hat sie nach ca. 4mal Fitness das Ganze beendet und ich musste seitdem alleine zum Sport.
Ihrer Mutter setzt das Alles ziemlich zu, denn sie hat selbst vor 3 Jahren ca. 10 Kilogramm durch Sport und bewusste Ernährung abgenommen und schafft es nicht, ihre Tochter zu irgendetwas zu motivieren. -Ist ja auch verständlich, dass einen so etwas als Mutter frustet und man für die eigene Tochter nur das Beste möchte.
- So, dies mal zur "Vorgeschichte".

Nun hat sich aber folgendes Problem in der letzten Zeit "entwickelt":
Die Schwester meines Freundes bildete sich plötzlich ein, sie möchte unbedingt einen Hund haben (zusätzlich zu ihren zwei Katzen und einem Batagamen-Pärchen). Da sie und ihr Freund allerdingas ganz normal Vollzeit arbeiten, hat sie tagsüber natürlich niemanden, der auf den Hund aufpasst. Also hat sie ihre Mutter gefragt, ob sie tagsüber das Tier nehmen würde. Ich war zwar bei den Gesprächen nicht dabei, aber die Mutter meines Freundes hat mir einmal in einem langen Telefonat erzählt, dass sie den Hund ihrer Tochter nur nimmt, wenn sie im Gegenzug jeden Tag (zuerst 10 Min., dann mit der Zeit etwas länger) auf dem Crosstrainer trainiert. Die Mutter hoffte damit, ihre Tochter endlich zum Abnehmen zu bringen und dachte, mit einem Hund müsse ihre Tochter wenigstens am Abend spazieren gehen. -Ich möchte hier nur nebenbei erwähnen, dass ich der Meinung bin, die Schwester meines Freundes hätte zuerst ein paar Kilo abnehmen, und dann die Belohnung (in diesem Fall den Hund) bekommen sollen. Hierzu habe ich mich aber natürlich nie geäußert, weil das Alles geht mich ja nichts an.

Dann, ein paar Wochen später, wurde uns der "Hund" vorgestellt. Und, naja, ich mach's kurz: es ist ein Chihuahua.
Mein Freund und ich wurden gleich mal bis aufs Blut von dem Tier angekläfft und ich zusätzlich auch noch angeknurrt. Des Frieden willens habe ich im Laufe der Familientreffen immer wieder versucht, dem Hund eine Chance zu geben. Nachdem er aber mal versucht hat, mich zu beißen und ich mir im Anschluss anhören durfte, ich sei Schuld gewesen, weil ich mich "zu schnell" dem Tier genähert habe (die Schwester meines Freundes hatte ihn auf dem Arm und ich bin, meines Erachtens, langsam mit der Hand hin, um ihn zu streicheln), habe ich beschlossen, den Hund Hund sein zu lassen und das Thema für mich abzuhaken. Wenn das Tier da ist, ist es da, aber ich werde keine Versuche mehr unternehmen, mit ihm auszukommen. Bei meinem Freund verhält sich das ziemlich genauso. Wir beide mögen nunmal keine Hunde, die kleiner sind als Katzen -Aber, wie gesagt, jedem das seine. Leben und leben lassen.
(- Nur am Rande als Ergänzung: die Schwester meines Freundes hat weder etwas abgenommen, noch geht sie mit dem Hund spazieren (O-Ton: "da er so klein ist, reicht ihm ein Auslauf im eigenen Garten, oder max. 15 Minuten"). Das Thema Sport ist komplett im Sand verlaufen und die Mutter hat sich hierzu nicht mehr weiter geäußert. Der Hund ist tagsüber natürlich trotzdem in ihrer Obhut. Zum Zurückgeben ist es jetzt ohnehin zu spät.)

Als aber mein Freund und ich letztens tagsüber kurz seine Mutter besuchen wollten, kam uns das Tier beim Öffnen der Wohnungstür sofort wieder kläffend entgegen und knurrte, speziell mich, wieder an. Da die Eltern von meinem Freund selbst einen Hund haben, der sehr sehr lieb und zugänglich ist, wollte ich mich zu ihm runter bücken und ihn zur Begrüßung streicheln. In diesem Moment kommt der kleine, knurrende Chihuahua zu mir und versucht mich wieder, zu beißen. Ich habe das Tier nicht angefasst, sondern nur gesagt "komm, geh du mal weg jetzt." (zwar bestimmend, aber nicht laut). Dann kam seine Mutter plötzlich aus der Küche "geschossen", hat den Chihuahua auf den Arm genommen und mich "angeschrien", ich müsse ja nicht gleich so gemein zu dem Tier sein, das könnte man auch anders regeln. Dann hat sie den Hund in ein Zimmer getragen und ist im Nachgang noch ca. 2 Minuten lang, gegen mich schimpfend, von einem in's nächste Zimmer gegangen. Ich habe meinen Freund hilfesuchend angesehen, aber er hat nicht reagiert und auch nicht versucht, seine Mutter zu beruhigen. Ich habe sie dann erst einmal ausschimpfen lassen, dann ganz tief Luft geholt und einfach ein anderes Thema angeschnitten. Ich wollte mich in diesem Moment auf keine Disskussion einlassen, weil ich kurz davor war, in Tränen auszubrechen (mir geht so etwas immer sehr nahe). Wir haben dann noch ca. 10 Minuten normal miteinander gesprochen, sie hat sich dann sogar entschuldig, dass sie so laut geworden ist. Sie meinte aber, da der Hund uns angeblich so selten sieht, müssen wir ihn erst richtig kennen lernen, damit er uns nicht mehr so angeht. Er mache das eigentlich nie...(dabei habe ich bei diversen Familienfesten gesehen, dass das Tier jeden so ankläfft).
Darauf meinte ich dann nur zu ihr, dass ich bereits mehrmals versucht habe, mit dem Tier klar zu kommen, für mich aber entschieden habe, an ihm kein Interesse zu haben, weil ich erstens mit so kleinen "Hunden" nichts anfangen kann und zweitens nicht der Typ Mensch bin, der so tut als ob er möchte. Sie muss bitte schlichtweg verstehen, dass ich einfach nur meine "Ruhe" von dem Tier haben möchte. Wenn er auf Feiern da ist, ist das alles kein Problem, aber sie soll bitte nicht von mir verlangen, dass ich mir in irgendeiner Weise Mühe gebe, das Tier "kennen zu lernen" oder so tue, als möge ich ihn. Das war dann auch so okay und sie hat sich dann sogar nochmal entschuldigt. In einem Gespräch zwischen meinem Freund und seiner Mutter hat er im Nachhinein das Thema und den Vorfall nochmal aufgegriffen und ihr auch noch einmal mitgeteilt, dass er mit dem Hund seiner Schwester genauso wenig anfangen kann, wie ich und sie das verstehen müsse.
Seitdem habe ich keinen von der Familie, bis auf meinen Freund natürlich, nochmal gesehen. Ich habe das Gefühl, die Sache erst einmal sitzen lassen zu müssen. Auch vermute ich, dass die Mutter ihrer Tochter von der Situation erzählt hat (was auch nur logisch wäre) und von daher möchte ich mich vorerst zurück ziehen.

So, eigntlich war's das auch schon.

Ich habe nur folgende Frage an euch: Da ja Weihnachten vor der Tür steht und wir uns alle, wie jedes Jahr, in der Wohnung der Familie treffen (inkl. Chihuahua), werde ich sie da alle wieder sehen. Und ich habe jetzt leider keine Ahnung, wie ich mich verhalten soll, wenn der Hund mich wieder versucht zu zwicken. Einerseits will ich mir das so ganz und gar nicht gefallen lassen, andererseits will ich auch nicht wieder Ärger bekommen, wenn ich das Tier (verbal) in seine Schranken weise. Denn weder die Schwester, noch die Mutter meines Freundes werden das tun, sollte sich der Hund mir gegenüber erneut aggressiv verhalten.

LG und vielen Dank schonmal für eure Antworten

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17. Dezember 2014 um 13:58

...
also als erstes: so wie du es schilderst, machst du doch alles richtig! ich würd mich auch nicht von so ner verzogenen (also eindeutig nicht erzogenen) teppichtröte beissen lassen! das wirst du aber wohl so krass nicht sagen können ich würde dir, um des lieben friedens willens, folgendes vorschlagen: wenn ihr da hingeht und der fiffi kommt wieder auf dich zu, bleib stehen udn rufe LAUT nach der mutter oder schwester deines partners und bitte darum das agressieve tier zu entfernen, da du ja nichtmal verbal abwehren darfst und du dich ja aber auch nicht beissen lassen willst, nicht wahr!
ich hätte noch nen tip: ein paar stunden hundeschule als weihnachtsgeschenk, denn nur weil ein hund nicht aussieht wie einer, heisst das nämlich noch lange nicht, das er nicht wie einer erzogen werden müsste. ich weiss wovon ich rede, ich hatte selber jahrelang schäferhunde und hab breitensport gemacht frühe, hinterher hatte ich nur noch privat weisse schäferhunde und als highlight mal einen chinesischen schopfhund, der übrigens auch nicht verhätschelt wurde, bei wind und wetter draussen war, und der sich, siehe da, wie ein richtiger hund benommen hat. viel glück!

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