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Hochbegabtes kind?? wer hat erfahrung...

11. Januar 2007 um 11:34

hallo zusammen,

meine tochter emma ist 7 und kam letzen sommer in die schule. sie konnte schon mit 4 jahren schreiben, brachte sich selbst das lesen bei, spielt melodien auf der flöte durch reines hören nach, etc. vor kurzem bat uns die klassenlehrerin um einen termin, weil emma nicht aufpasst, träumt, die mitarbeit verweigert (kann ich doch schon, ist langweilig) usw. mir fiel auch schon früh auf, daß die anfängliche begeisterung, endlich in die schule zu gehen, bald nachließ, als emma auffiel, daß ja eigentlich nix neues gebracht wird. und auf buchstabenmalen hatte sie einfach keine lust mehr. sie diskutierte anfangs sogar mit mir rum, ob sie wirklich eine ganze seite a A schreiben soll, daß wäre doch kindisch.

trotz allem macht sie bei tests flüchtigkeitsfehler und leistet meines erachtens und dem der lehrerin nicht das, was sie eigentlich könnte.

die klassenlehrerin machte uns den vorschlag, einen iq-test beim kinderarzt machen zu lassen. mein mann und ich lachten daraufhin erstmal herzlich. iq-test?? lächerlich. emma ist einfach nur pfiffig, sonst nix.

jetzt kam das ergebnis vom test und emma hat tatsächlich einen iq von 133. was wohl ganz gut ist. der kinderarzt sagte, ein iq von 100 ist durchschnitt. er gab mir ein paar telefonnummern und sagte, ich solle doch versuchen einen differenzierten iq-test (HAWIK oder kaufmanns abc) machen zu lassen, den würde allerdings keiner bezahlen. TOLL! jetzt stehen wir mit unserem vermeintlich hochbegabten kind da und wissen nicht weiter.

hat von euren kindern einen dieser tests gemacht? wo kann man diesen test machen? was kosten er? wurde der test von der krankenkasse bezahlt?? wie gings dann weiter?? wie fördert ihr euer hochbegabtes kind??

ich finde es schade, daß es so wenig informationen über dieses thema gibt, wohin man sich wenden kann, usw.

ich hoffe auf baldige antwort ) und erfahrungsaustausch

lg!!!

claudia

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11. Januar 2007 um 12:42

Hallo Claudia,
ich schreibe in diesem Forum ziemlich oft auf Fragen, wie du sie hast, weil ich zu Hause das Vergnügen mit zwei hochbegabten Kindern (9 und 7 Jahre alt) habe und schon so ziemlich alles durchmachen durfte, was die Grundschulzeit so zu bieten hat. Man kann darüber einen Roman schreiben; deshalb fange ich mal damit an, deine konkreten Fragen zu beantworten. Schreib dann einfach noch mehr Fragen (dann besabbel ich dich nicht mit Zeugs, was du nicht wissen willst).

1. Meine Tochter hat im Alter von 8 Jahren einen HAWIK-Test gemacht (auf Bitten, aber nicht Forderung der Schule - und weil wir auch selber ein Gefühl dafür bekommen wollten, wie weit sie dem "Durchschnitt" wirklich voraus ist - bei mehreren intelligenten Geschwistern ist es nicht so einfach, die Bodenhaftung zu behalten). Es waren drei Termine: Vorgespräch, Test, Auswertungsgespräch. Das Gutachten war so 10 Seiten lang und sehr informativ.

2. Wo? Viele private Institute bieten solche Tests an, aber davon würde ich eher abraten (ich habe immer das Gefühl - vielleicht zu Unrecht - die versuchen einem dann etwas aus ihrem Therapieangebot "nahezulegen", das verunsichert dann noch mehr). Wir waren am Universitätsklinikum (Hamburg), da gibt es eine spezielle - und unabhängige - Beratungsstelle. Ich weiß ja nicht, in welcher Ecke von Bayern ihr wohnt?

3. Der Test kostete insgesamt etwas mehr als 400 Euro.

4. Nein, die Kasse zahlt ihn nur, wenn eine "jugendpsychiatrische Diagnose" vorliegt, etwa ADS. Aber, ehrlich gesagt bin ich auf so 'ne Diagnose auch gar nicht scharf

Wie es vorher und nachher weiterging, danach frag doch mal konkret: Schule, Persönlichkeitsentwicklung,...? Und wo du dich hinwenden kannst: Ziemlich kompetent und auch überregional tätig ist die Gesellschaft für das hochbegabte Kind, DGhK (www.dghk.de). Schau mal auf der Homepage, welche Adresse bei euch am nächsten liegt. Die wissen ganz gut über Angebote Bescheid und haben auch lokale Stammtische, wo man mit "Gleichbetroffenen" quatschen kann.

Ich hoffe, ich habe dir ein bisschen weitergeholfen! Melde dich gern wieder!

Gruß, Tiny

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11. Januar 2007 um 13:21
In Antwort auf birgit_11892245

Hallo Claudia,
ich schreibe in diesem Forum ziemlich oft auf Fragen, wie du sie hast, weil ich zu Hause das Vergnügen mit zwei hochbegabten Kindern (9 und 7 Jahre alt) habe und schon so ziemlich alles durchmachen durfte, was die Grundschulzeit so zu bieten hat. Man kann darüber einen Roman schreiben; deshalb fange ich mal damit an, deine konkreten Fragen zu beantworten. Schreib dann einfach noch mehr Fragen (dann besabbel ich dich nicht mit Zeugs, was du nicht wissen willst).

1. Meine Tochter hat im Alter von 8 Jahren einen HAWIK-Test gemacht (auf Bitten, aber nicht Forderung der Schule - und weil wir auch selber ein Gefühl dafür bekommen wollten, wie weit sie dem "Durchschnitt" wirklich voraus ist - bei mehreren intelligenten Geschwistern ist es nicht so einfach, die Bodenhaftung zu behalten). Es waren drei Termine: Vorgespräch, Test, Auswertungsgespräch. Das Gutachten war so 10 Seiten lang und sehr informativ.

2. Wo? Viele private Institute bieten solche Tests an, aber davon würde ich eher abraten (ich habe immer das Gefühl - vielleicht zu Unrecht - die versuchen einem dann etwas aus ihrem Therapieangebot "nahezulegen", das verunsichert dann noch mehr). Wir waren am Universitätsklinikum (Hamburg), da gibt es eine spezielle - und unabhängige - Beratungsstelle. Ich weiß ja nicht, in welcher Ecke von Bayern ihr wohnt?

3. Der Test kostete insgesamt etwas mehr als 400 Euro.

4. Nein, die Kasse zahlt ihn nur, wenn eine "jugendpsychiatrische Diagnose" vorliegt, etwa ADS. Aber, ehrlich gesagt bin ich auf so 'ne Diagnose auch gar nicht scharf

Wie es vorher und nachher weiterging, danach frag doch mal konkret: Schule, Persönlichkeitsentwicklung,...? Und wo du dich hinwenden kannst: Ziemlich kompetent und auch überregional tätig ist die Gesellschaft für das hochbegabte Kind, DGhK (www.dghk.de). Schau mal auf der Homepage, welche Adresse bei euch am nächsten liegt. Die wissen ganz gut über Angebote Bescheid und haben auch lokale Stammtische, wo man mit "Gleichbetroffenen" quatschen kann.

Ich hoffe, ich habe dir ein bisschen weitergeholfen! Melde dich gern wieder!

Gruß, Tiny

Hochbegabt??
hallo tiny,

danke für die schnellen antworten. natürlich habe ich einen haufen fragen, die mir so durch den kopf gehen...

unser kinderarzt hat mir unter anderem telefonnummern von den kirchlichen beratungsstellen gegeben, wir sollten dort mal nachfragen, ob die den test übernehmen (rumjammern, passt glaube ich eher). aber ich habe ehrlich gesagt wenig lust, mit emma hausieren zu gehen. andererseits sind 400 euro eine stange geld!!

wurden deine kinder in der schule hochgestuft, d.h. durften sie klassen überspringen?
haben deine kinder im unterricht vor der testung auch nicht mitgemacht?
wurde in der schule auf die diagnose hoher iq eingegangen oder mußtet ihr kämpfen, daß euere kinder mehr

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11. Januar 2007 um 13:24
In Antwort auf altuna_12124880

Hochbegabt??
hallo tiny,

danke für die schnellen antworten. natürlich habe ich einen haufen fragen, die mir so durch den kopf gehen...

unser kinderarzt hat mir unter anderem telefonnummern von den kirchlichen beratungsstellen gegeben, wir sollten dort mal nachfragen, ob die den test übernehmen (rumjammern, passt glaube ich eher). aber ich habe ehrlich gesagt wenig lust, mit emma hausieren zu gehen. andererseits sind 400 euro eine stange geld!!

wurden deine kinder in der schule hochgestuft, d.h. durften sie klassen überspringen?
haben deine kinder im unterricht vor der testung auch nicht mitgemacht?
wurde in der schule auf die diagnose hoher iq eingegangen oder mußtet ihr kämpfen, daß euere kinder mehr

Hoppla, text fehlt..
input bekommen?
soll ich nach dem cft1-test überhaupt noch einen differenzierten test machen lassen?
wie förderst du deine kinder? oder förderst du sie garnicht um sie nicht zu überfordern??

so ich glaube das reicht für den anfang!!

lg!!

claudia

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11. Januar 2007 um 13:55
In Antwort auf altuna_12124880

Hochbegabt??
hallo tiny,

danke für die schnellen antworten. natürlich habe ich einen haufen fragen, die mir so durch den kopf gehen...

unser kinderarzt hat mir unter anderem telefonnummern von den kirchlichen beratungsstellen gegeben, wir sollten dort mal nachfragen, ob die den test übernehmen (rumjammern, passt glaube ich eher). aber ich habe ehrlich gesagt wenig lust, mit emma hausieren zu gehen. andererseits sind 400 euro eine stange geld!!

wurden deine kinder in der schule hochgestuft, d.h. durften sie klassen überspringen?
haben deine kinder im unterricht vor der testung auch nicht mitgemacht?
wurde in der schule auf die diagnose hoher iq eingegangen oder mußtet ihr kämpfen, daß euere kinder mehr

Also dann mal los...

Ich würde dir nur empfehlen, einen Test machen zu lassen, wenn ein ganz spezieller Zweck dahintersteht - wenn zum Beispiel dein Kind in der Schule nichts leisten würde, obwohl es, wie du weiß (aber die Lehrer dir nicht glauben!), mehr könnte. Ich glaube, bei euch ist der Fall doch klar: Ihr wisst, dass der IQ weit über dem Schnitt liegt, und die Lehrerin hat bemerkt, dass sie weniger leistet, als sie kann. So what - wofür dann noch ein Test, bei dem dann vielleicht ein IQ von 135 Punkten rauskommt? Die Probleme, die ihr habt, könnt ihr auch ohne neue Zahl versuchen zu lösen. Sprich: Ich würde zunächst mal keinen weiteren Test machen. Und ich würde auch nicht "betteln" gehen. Die Mittel sind überall knapp, und ich glaube, was die kirchlichen und sonstigen Organisationen an Geld zur verfügung haben, sollte an die wirklichen Problemfälle fließen. Im Laufe der Jahre habe ich echt tragische Fälle kennen gelernt (Stichwort Hochbegabung und ADHS, aber nicht nur).

Da ihr nun eigentlich mit der Lehrerin (und eurem Kind) einig sein müsstet, dass etwas passieren muss, kann man über Maßnahmen nachdenken. In eurem Fall wäre das Springen in Klasse 2 vermutlich sehr sinnvoll, zumal sie ja nicht zu den Jüngsten in der Klasse gehört (und von daher der Altersunterschied auch nicht sooo riesig sein wird). Ich finde es sehr (!!!) wichtig, dass du deine Tochter nach ihrer Meinung dazu fragst - sie muss es schließlich verkraften. Für die allermeisten Springer ist dieser Schritt eine Erlösung - selbst wenn sich damit nicht alle Probleme lösen.

Meine Tochter wurde mit 5 Jahren eingeschult, war aber dann nur eine Woche in der 1. Klasse. Die Schule schlug gleich vor, sie in die zweite zu versetzen (da war sie immer noch 5). Jetzt ist sie grade 9 geworden und geht aufs Gymnasium. Sie ist immer noch nicht ausgelastet - hier kommen eben die ganz speziellen Probleme Hochbegabter, die man mit dem Springen auch nicht löst. Das Lerntempo ist einfach zu langsam, zu viele Wiederholungen. Auf die Dauer muss es wieder langweilig werden, wie oft man auch springen mag! Trotzdem ist das Springen besser als gar nichts. Übrigens ist meine Tochter nicht der Typ, der abschaltet - sie fühlt sich stattdessen fehl am Platz und die Langeweile macht sie niedergeschlagen.

Der Träumer ist eher mein mittlerer Sohn. Nach den Erfahrungen mit der Großen haben wir ihn mit reichtlich 5 1/4 Jahr einschulen lassen (also 1 Jahr zu früh - ging, weil es eine Privatschule ist). Er kommt sehr gut klar, gehört zur leistungsspitze und könnte eigentlich auch noch mehr, aber es stört ihn nicht. So lassen wir erstmal alles, wie es ist.

Unsere Grundschule hat die "Diagnose" akzeptiert und auch versucht, darauf einzugehen, aber die Möglichkeiten sind beschränkt. Meine Tochter musste z.B. die regulären Hausaufgaben nicht machen (ich durfte andere Aufgaben geben, wenn sowas dran war a la "A ausmalen"), sie konnte in der 3./4. Klasse Biologie und Erdkunde in Kl. 5/6 mitmachen (was ihr großen Spaß gemacht hat), sie durfte lesen oder Geschichten schreiben, wenn die anderen Diktat geübt haben. Trotzdem bin ich der Meinung, es hätte ihr besser getan, den Stoff in einem jahr abzuhandeln, statt drei jahre absitzen zu müssen. Aber so individuell ist unser Schulsystem eben nicht. Mein Sohn hält sich in der Schule ja eher zurück und mault auch nicht, dass ihm langweilig ist, deshalb sehen die Lehrer keinen Handlungsbedarf und wir halten uns zurück.

Was die Förderung oder Über-/Unterforderung betrifft: Ich kann euch nur den Rat geben, eure Tochter möglichst in alle Entscheidungen einzubeziehen, auch wenn es manchmal schwer fällt, ein Grundschulkind "bestimmen" zu lassen. Lasst sie selbst sagen, was sie tun möchte. "Fördern" kann auch heißen, ein Kind in Ruhe zu lassen (damit es zum Beispiel komponieren und dichten kann wie meine Tochter). Andere hingegen lechzen nach "Programm". Gebt ihr vor allem das Gefühl, dass ihr sie mit ihren Problemen versteht. Drängt sie zu nichts. Intelligente Kinder wissen erstaunlich früh selbst, was gut für sie ist Aber bietet ihr immer wieder was an, je nach euren Möglichkeiten (die ich nicht kenne).

Das waren mal wieder genug Buchstaben - noch Fragen ?

Tiny

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11. Januar 2007 um 14:15
In Antwort auf birgit_11892245

Also dann mal los...

Ich würde dir nur empfehlen, einen Test machen zu lassen, wenn ein ganz spezieller Zweck dahintersteht - wenn zum Beispiel dein Kind in der Schule nichts leisten würde, obwohl es, wie du weiß (aber die Lehrer dir nicht glauben!), mehr könnte. Ich glaube, bei euch ist der Fall doch klar: Ihr wisst, dass der IQ weit über dem Schnitt liegt, und die Lehrerin hat bemerkt, dass sie weniger leistet, als sie kann. So what - wofür dann noch ein Test, bei dem dann vielleicht ein IQ von 135 Punkten rauskommt? Die Probleme, die ihr habt, könnt ihr auch ohne neue Zahl versuchen zu lösen. Sprich: Ich würde zunächst mal keinen weiteren Test machen. Und ich würde auch nicht "betteln" gehen. Die Mittel sind überall knapp, und ich glaube, was die kirchlichen und sonstigen Organisationen an Geld zur verfügung haben, sollte an die wirklichen Problemfälle fließen. Im Laufe der Jahre habe ich echt tragische Fälle kennen gelernt (Stichwort Hochbegabung und ADHS, aber nicht nur).

Da ihr nun eigentlich mit der Lehrerin (und eurem Kind) einig sein müsstet, dass etwas passieren muss, kann man über Maßnahmen nachdenken. In eurem Fall wäre das Springen in Klasse 2 vermutlich sehr sinnvoll, zumal sie ja nicht zu den Jüngsten in der Klasse gehört (und von daher der Altersunterschied auch nicht sooo riesig sein wird). Ich finde es sehr (!!!) wichtig, dass du deine Tochter nach ihrer Meinung dazu fragst - sie muss es schließlich verkraften. Für die allermeisten Springer ist dieser Schritt eine Erlösung - selbst wenn sich damit nicht alle Probleme lösen.

Meine Tochter wurde mit 5 Jahren eingeschult, war aber dann nur eine Woche in der 1. Klasse. Die Schule schlug gleich vor, sie in die zweite zu versetzen (da war sie immer noch 5). Jetzt ist sie grade 9 geworden und geht aufs Gymnasium. Sie ist immer noch nicht ausgelastet - hier kommen eben die ganz speziellen Probleme Hochbegabter, die man mit dem Springen auch nicht löst. Das Lerntempo ist einfach zu langsam, zu viele Wiederholungen. Auf die Dauer muss es wieder langweilig werden, wie oft man auch springen mag! Trotzdem ist das Springen besser als gar nichts. Übrigens ist meine Tochter nicht der Typ, der abschaltet - sie fühlt sich stattdessen fehl am Platz und die Langeweile macht sie niedergeschlagen.

Der Träumer ist eher mein mittlerer Sohn. Nach den Erfahrungen mit der Großen haben wir ihn mit reichtlich 5 1/4 Jahr einschulen lassen (also 1 Jahr zu früh - ging, weil es eine Privatschule ist). Er kommt sehr gut klar, gehört zur leistungsspitze und könnte eigentlich auch noch mehr, aber es stört ihn nicht. So lassen wir erstmal alles, wie es ist.

Unsere Grundschule hat die "Diagnose" akzeptiert und auch versucht, darauf einzugehen, aber die Möglichkeiten sind beschränkt. Meine Tochter musste z.B. die regulären Hausaufgaben nicht machen (ich durfte andere Aufgaben geben, wenn sowas dran war a la "A ausmalen"), sie konnte in der 3./4. Klasse Biologie und Erdkunde in Kl. 5/6 mitmachen (was ihr großen Spaß gemacht hat), sie durfte lesen oder Geschichten schreiben, wenn die anderen Diktat geübt haben. Trotzdem bin ich der Meinung, es hätte ihr besser getan, den Stoff in einem jahr abzuhandeln, statt drei jahre absitzen zu müssen. Aber so individuell ist unser Schulsystem eben nicht. Mein Sohn hält sich in der Schule ja eher zurück und mault auch nicht, dass ihm langweilig ist, deshalb sehen die Lehrer keinen Handlungsbedarf und wir halten uns zurück.

Was die Förderung oder Über-/Unterforderung betrifft: Ich kann euch nur den Rat geben, eure Tochter möglichst in alle Entscheidungen einzubeziehen, auch wenn es manchmal schwer fällt, ein Grundschulkind "bestimmen" zu lassen. Lasst sie selbst sagen, was sie tun möchte. "Fördern" kann auch heißen, ein Kind in Ruhe zu lassen (damit es zum Beispiel komponieren und dichten kann wie meine Tochter). Andere hingegen lechzen nach "Programm". Gebt ihr vor allem das Gefühl, dass ihr sie mit ihren Problemen versteht. Drängt sie zu nichts. Intelligente Kinder wissen erstaunlich früh selbst, was gut für sie ist Aber bietet ihr immer wieder was an, je nach euren Möglichkeiten (die ich nicht kenne).

Das waren mal wieder genug Buchstaben - noch Fragen ?

Tiny

Hochbegabung
hallo tiny,

vielen, lieben dank!!

das hilft mir wirklich enorm weiter. ich werde also erst nochmal das gespräch mit lehrerin und direktorin suchen und sehen was bei uns "drin ist". ich habe emma schon gefragt, was sie davon halten würde, sachen aus der 2. klasse machen zu dürfen. sie war schon begeistert, hat aber auch direkt gesagt, daß sie nicht wechseln mag, da alle ihre freundinnen aus dem kindergarten in ihrer klasse sind. aber ich denke, daß ist das kleinste übel.... ich habe eher bedenken, daß sie von den anderen kindern irgendwann ausgegrenzt wird und wie eltern anderer kinder sind weißt du sicher selbst gut genug!!

ich habe auch schon gesehen, daß an der uni in unserer nähe kindervorlesungen gehalten. da waren auch viele sachen bei, die sie interessiert. und sonst werde ich wohl einfach mal abwarten wie es sich entwickelt.

das "schlimme" ist ja auch, daß die kinder ja merken was los ist. so hat meine kleine bei einer geburtstagsfeier im freundeskreis schon rumposaunt, daß sie so schlau sei, daß sie andere sachen als die "normalen" kinder machen darf. ich wäre da am liebsten unsichtbar geworden...

aber ich denke man wächst so rein...


falls mir nochmehr einfällt komme ich sehr gerne auf dich zurück!!

lg!!!

claudia

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15. Januar 2007 um 8:49

Tipp
Hallo Claudia,

Informiere Dich doch vorab mal bei der Deutschen Gesellschaft für das hochbegabte Kind. Die werden Dir Tipps und Infomaterial geben.
Auch kannst Du auf ihrer Seite
http://www.dghk.de schon ganz viele Informationen bekommen.
Suche Dir erstmal den Ansprechpartner des Vereins aus Deiner Region heraus und ruf dort einfach an. - Hab das auch so gemacht.
Die helfen schon weiter.

Zum Test. Du kannst beim Schulpsychologen einen Test machen lassen. Der kostet nichts!
Die Schulpsychologen gehen dann auch mit in die Schule und geben den Lehrkräften Informationen und Anregungen, damit sie das Kind fördern können.

Manche Psychologen führen Hochbegabungstests durch, die sie dann noch erweitern zum Beispiel mit einem ADS-Test.
So können sie dann die Testung bei der Krankenkasse "absetzen". Viele Psychologen lassen sich schon was einfallen, damit die Eltern nicht mit den Kosten belastet werden. ;o) Bitte spreche aber vorher genau ab ob das etwas kosten soll.

Wir haben bisher nichts zahlen müssen.

Wenn Du weitere Infos benötigst oder Dich austauschen möchtest, dann schau mal hier vorbei

http://www.hamann-s-h.de/n_forum/index.php

Dort gibt es ein Tagebuch über die Hochbegabung und einige Tipps. Die meisten Tipps kann man allerdings nur lesen, wenn man dort Mitglied ist.

Es gibt unzählige Möglichkeiten, die Kids zu fördern, allerdings sollte man dabei das "Begabungsprofil" (sprachlich, künstlerisch, musisch, sportlich...usw.) bedenken.

Melde Dich, wenn Du weitere Infos brauchst.
(Ich bin hier allerdings nur etwa alle zwei Monate unterwegs, denn mit meinem Forum hab ich schon genug zu tun. ;o) )

Liebe Grüße
Corona

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