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Hilfe weiss nicht weiter....Meine Mutter ist Depressiv und hat Angstzustände

1. März 2018 um 15:51

Hallo Zusammen
Bin das erste mal dabei.
Leider muss ich mal mit jemandem reden und wenn es nur für mich zum schreiben ist.
Ich kann nicht mehr..
Meine Mutter (bald 80) ist depressiv, hat Angstzustände, Hat eine Uebermutterung und sieht alles nur schlecht.

Fange mal vor 40 Jahren an da hat es angefangen. Sie kann nicht schlafen schon seit 40 Jahren!!!!! trotz mehrmaligen Ratschlägen über Klinik, Hypnotiseur, Glas Rotwein Ferien, Klinik...sie macht nichts..lieber Jammern.

Dazu muss ich sagen meine Schwester ist geistig behindert (muss mich auch darum kümmern), Mein Vater ist leider so eingestellt das eine Frau hinter den Herd gehört und kein Stimmrecht hat. Sie leben zusammen in einer Wohnung..

Nun bin ich 46 Jahre alt und kann leider nicht mehr... Habe einen tollen Mann und eine 10 Jährige Tochter.

Ich weiss nicht mehr weiter meine Mutter stütz sich nur auf mich.. klar...alles ist schlecht, wenn Ihr nicht seit wäre ich nicht mehr da...tägliche Anrufe bis 3-4 mal ...dan auch am Abend 20h Anruf "ich habe gelesen man sollte beim Niesen die Nase nicht zuhalten, machst Du hoffentlich nicht !!??"...Hilfe..das kann doch nicht sein...ich bin 46 !!! habe eine Familie ein Haus bin berufstätig und so was...oder eine SMS 22h morgen gibt es Frost pass auf...
oder Heute gibt es Regen Achtung mit dem Auto...oder gell du Kochst schon Gemüse und Salat... und gell Deine Tochter isst genug ..und und und... ich habe gerade vorher wieder mit Ihr gesprochen und habe Ihr wiedermal gesagt Sie soll das lassen bin kein Kind mehr ect..
oder wenn Sie mich nicht gerade erreicht (Festnetz) ruft sie (habe es extra kontrolliert und mal nicht abgenommen) 4 Mal Festnetz 2 Mal aufs Natel innert 10 Minuten!! ist doch nicht normal. Und wenn Sie mich dan nicht erreicht ruft Sie meinen Mann an.!!!

Sie macht sich immer so viele Sorgen über nichts!! Sagt Sie sei nichts Wert. Als Grossmutter sieht Sie die Kleine nicht aber jedesmal wenn Sie mir sagt ich bin so eine schlechte Grossmutter sage ich nein und gebe Ihr gleich einen Termin um Sie zu besuchen, dan sagt sie im gleichen Moment oh mir geht es aber nicht gut. Dann hat Sie auch gleich wieder Schuldgefühle was ich immer demmentiere....und Ihr Ihre Selbstzweifel nehmen möchte. Aber es ist leider so meine Tochter hat genau 1x mal bei Ihr übernachten können in diesen 10 Jahren !!!!!!!!!!!! so für 2-3 Stunden geht es mal Sie zu bringen fals ich mal unerwartet arbeiten muss aber länger geht nicht. auch meine Tochter ist immer wieder froh dass sie gehen kann nach dieser Zeit ..alle 2 Min wird Ihr dan was in den Mund gesteckt Banane, Brot , Gemüse und trinken muss Sie auch die ganze Zeit...hmmmm..

Auch jeden Tag hat Sie was anderes was Ihr weh tut...ect...z.b. Ich hatte einen Bandscheibenvorfall und als ich Ihr das erzählt hatte gleich oh das habe ich auch und Durfall und und...hört nie zu sonder immmer ich auch...ect..

Es tut mir leid aber ich ertrage das ganze nicht mehr im Moment....sogar für einen Nagel in die Wand zu schlagen muss ich vorbei gehen...

Ich weiss das es sicher auch von meinem Vater auskommt das Sie so geworden ist nur ist das Problem seit heute so, das meine Tochter auch anfängt alles schlecht zu sehen und sogar Angst hat Auto zu fahren wenn es mal schneit ...Ich denke das färbt langsam auf Sie ab..

Könnt Ihr mir bitte in paar Ratschläge geben...im Moment würde ich am liebsten mal den Kontakt abbrechen aber das kann ich leider nicht, zumal Sie dan wieder am Boden zerstört ist und nur noch weint und weil Sie nur uns als Lebenssinn hat..aber mich macht es langsam kaputt. Heute habe ich Ihr am Tel. gesagt das es lansam reicht und es schon bald unter Stalking geht was Sie mit mir macht. ...

...nach dem Telefonat habe ich dan wieder ein schlechtes Gewissen ...

Klinik, KH,,ect.. geht leider gar nicht würde Sie nie machen !!!!

Ah ja sie nimmt leider auch viel zu viele Pillen gegen jedes kleine Wehwechen...aber bei den Aerzten gibt es ja immer Nachschub....

Wäre echt froh wenn jemand sich nur 1 minute Zeit nimmt um mir zu schreiben, oder einen Tipp zu geben...ich drehe sonst bald am Rad..

Vielen Dank Andrea


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1. März 2018 um 16:41

das ist leider kein ungewöhnliches Problem.
Menschen mit kranken Angehörigen / kranken nahestehenden Menschen müssen unbedingt auf ihre eigenen Grenzen achten - und sie tun es zu selten.
Mit anderen Worten: Du musst lernen, zuerst AN DICH zu denken und dann an Deine Mutter, sonst verbrennst Du (weiter). Klingt hart, gemein, undankbar und moralisch inkontinent, aber es ist ein FAKT. Alles andere endet darin, dass Deine eigene seelische Gesundheit in nicht allzu ferner Zukunft schlimmer ist als die Deiner Mutter.

Such Dir selbst Hilfe. Bei einer Beratungsstelle vielleicht. Bei der Krankenkasse, bei Pflegeberatungsstellen, bei Sozialarbeitern.
Im Grunde brauchst Du dreierlei, um da heraus zu kommen:
a) etwas mehr persönliche und emotionale Distanz zu diesem Thema
b) Unterstützung, dass Du nicht mehr die einzig mögliche Bezugsperson für Deine Mutter bist
c) eine geeignete Behandlung / Therapie für sie, damit sie wieder leben kann (ja, gibt es vielfach auch für Menschen in ihrem Alter)

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1. März 2018 um 18:24
In Antwort auf avarrassterne1

das ist leider kein ungewöhnliches Problem.
Menschen mit kranken Angehörigen / kranken nahestehenden Menschen müssen unbedingt auf ihre eigenen Grenzen achten - und sie tun es zu selten.
Mit anderen Worten: Du musst lernen, zuerst AN DICH zu denken und dann an Deine Mutter, sonst verbrennst Du (weiter). Klingt hart, gemein, undankbar und moralisch inkontinent, aber es ist ein FAKT. Alles andere endet darin, dass Deine eigene seelische Gesundheit in nicht allzu ferner Zukunft schlimmer ist als die Deiner Mutter.

Such Dir selbst Hilfe. Bei einer Beratungsstelle vielleicht. Bei der Krankenkasse, bei Pflegeberatungsstellen, bei Sozialarbeitern.
Im Grunde brauchst Du dreierlei, um da heraus zu kommen:
a) etwas mehr persönliche und emotionale Distanz zu diesem Thema
b) Unterstützung, dass Du nicht mehr die einzig mögliche Bezugsperson für Deine Mutter bist
c) eine geeignete Behandlung / Therapie für sie, damit sie wieder leben kann (ja, gibt es vielfach auch für Menschen in ihrem Alter)

Hallo avarrassterne1

vielen Dank für Deine ehrlichen und richtigen Tipps das habe ich auch schon gedacht vorallem das mit den eigenen Grenzen.
Werde mich schlau machen mit einer Behandlung obwohl Sie das sicher nicht machen wird...aber ansonsten muss Sie halt merken, das ich einfach nicht mehr kann. Danke Dir..alles Liebe und Gute Dir...Andrea

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1. März 2018 um 18:26

Himmel 001
am liebsten würde ich das glaub mir...aber leider bin ich so eine Person die sich für andere aufopfert und sich immer zurücksteckt bis sie nicht mehr kann..
ist aber auch bald soweit....vielen Dank auch Dir ...

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1. März 2018 um 19:55
In Antwort auf andrea6565

Himmel 001
am liebsten würde ich das glaub mir...aber leider bin ich so eine Person die sich für andere aufopfert und sich immer zurücksteckt bis sie nicht mehr kann..
ist aber auch bald soweit....vielen Dank auch Dir ...

das Problem ist, dass das nicht stimmt, wenn Du mal kurz ehrlich bist.

Nein, Du machst nicht so lange, bis Du nicht mehr kannst. Du machst, bis Du nicht mehr kannst. Dann weiter. Bis Du gar nicht mehr kannst. Dann weiter. Bis Du zusammenbrichst. Dann weiter, weil Du Dir den Zusammenbruch noch nicht mal erlaubst. Dann weiter, bis von Dir und Deinem kompletten Leben noch nicht mal mehr Scherben übrig sind. Dann...
Stimmt es?

Deswegen: Such DIR Hilfe. JETZT! SOFORT!
Fang an zu googeln, suche Beratungsstellen, die DIR Hilfe geben. Nicht Deiner MUTTER. DIR!!!
Nein, Du wirst Dich nicht schlau machen, was die Behandlung für Deine Mutter betrifft, Du wirst Dich schlau machen, wo DU Hilfe und Unterstützung findest. Ans Werk!
Du hast einen tollen Mann und wundervolle Kinder sagst Du - denk mal nach, was passiert gerade mit denen?
 

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2. März 2018 um 8:24
In Antwort auf avarrassterne1

das Problem ist, dass das nicht stimmt, wenn Du mal kurz ehrlich bist.

Nein, Du machst nicht so lange, bis Du nicht mehr kannst. Du machst, bis Du nicht mehr kannst. Dann weiter. Bis Du gar nicht mehr kannst. Dann weiter. Bis Du zusammenbrichst. Dann weiter, weil Du Dir den Zusammenbruch noch nicht mal erlaubst. Dann weiter, bis von Dir und Deinem kompletten Leben noch nicht mal mehr Scherben übrig sind. Dann...
Stimmt es?

Deswegen: Such DIR Hilfe. JETZT! SOFORT!
Fang an zu googeln, suche Beratungsstellen, die DIR Hilfe geben. Nicht Deiner MUTTER. DIR!!!
Nein, Du wirst Dich nicht schlau machen, was die Behandlung für Deine Mutter betrifft, Du wirst Dich schlau machen, wo DU Hilfe und Unterstützung findest. Ans Werk!
Du hast einen tollen Mann und wundervolle Kinder sagst Du - denk mal nach, was passiert gerade mit denen?
 

Hallo Himmel 001

Hast ja recht.....habe gester gerade noch gegoogelt ( vor dem Bericht ) und eine Seite gefunden für "angehörige von Depressiven Menschen"   ... sgad.ch oder auch
unter www.vask.ch .

lg Andrea

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2. März 2018 um 8:57
In Antwort auf andrea6565

Hallo Himmel 001

Hast ja recht.....habe gester gerade noch gegoogelt ( vor dem Bericht ) und eine Seite gefunden für "angehörige von Depressiven Menschen"   ... sgad.ch oder auch
unter www.vask.ch .

lg Andrea

sorry, dass ich es so hart ausgedrückt habe, ich war mir nicht sicher, ob "nett" zum Wachrütteln reicht, im Gegenteil, da hatte ich so meine Zweifel.

Genau so etwas meinte ich - bleib da dran und kümmere Dich darum, bevor es für Dich, Deinen Mann und Eure Tochter zu spät ist.

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