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Hilfe! Sohn mit ADS und respektlose Tochter!!!

18. Dezember 2006 um 8:44 Letzte Antwort: 18. Dezember 2006 um 10:36

Hallo liebe Fories!

Ich weiß einfach nicht mehr weiter!
Mein Sohn Patrik ist 8 Jahre alt und vor kurzem ließ ich ihn auf ADS testen. Hochgradig positiv!!! Er muß angefasst werden, wenn man ihn anspricht und dabei muß man noch Glück haben, daß er behält, was man ihm sagt. Er hat seit September einen neuen Lehrer, der mit ihm völlig falsch umgeht. Der setzt Patrik ganz nach hinten und schreit ihn dann an, wenn Patrik etwas nicht so gemacht hat, wie`s ihm gesagt wurde. Er wird außerdem in seiner Klasse schwer gemobbt! Deshalb haben wir beschlossen, ihm den ganzen schulischen Druck wegzunehmen. Er soll seine Hausaufgaben nur noch so erledigen, wie er es selbst meint. Denn mein Mann, meine Tochter Jasmina und ich sehen es als das Beste an, wenn Patrik die 3. Klasse wiederholt. Dann bekommt er auf jeden Fall eine tolle Lehrerin, die mit ihm richtig umgehen kann.
Jasmina ist fast 10 Jahre und versteht das vollkommen! Jedoch ist sie seit dem ganzen Hick-Hack mit Patrik nur noch respektlos mir gegenüber! Ständig tut und sagt sie Dinge, wovon sie weiß, daß es mir weh tut! Ich schenke ihr Aufmerksamkeit mehr denn je, weil ich verhindern möchte, daß sie eifersüchtig wird. Aber ich kann ihr einfach nicht gerecht werden! Sie spricht mit mir in einem herrischen Ton und beleidigt mich. Ständig muß ich sie bestrafen und dabei muß ich aber dann auch konsequent beleiben. Wie soll ich denn sonst den Respekt wiederbekommen???
Wir hatten am Freitag eine Aussprache, wobei sie sagte, daß sie nicht wisse, weshalb sie so zu mir ist, denn sie hätte mich ja furchtbar lieb!
Aber wir streiten trotzdem ständig weiter! Z. B. war ich heute früh höchstens 3 Minuten mit meinem Hund draussen. In der Zeit sollten die Kinder sich waschen und ihre Zähne putzen. Von draussen sah ich aber, daß die ganze Zeit über das Licht im Bad ausblieb. Ich schickte die Kids dann waschen. Patrik ging sofort, aber Jasmina log mich an, sie hätte ihre Zähne schon geputzt und beharrte darauf, obwohl ich ihr sagte, daß ich kein Licht im Bad sehen konnte! Sie blieb stur und sah mich mit verhasstem Blick an, obwohl ich in einem sehr ruhigem Ton mit ihr redete! Solche Kleinigkeiten sind die Auslöser für solche Streits und darum weiß ich nicht mehr, wie und was ich sagen kann. Ich habe ständig Angst, wieder etwas "falsches" zu sagen, auch wenn ich sie nur z. B. zum Essen rufe.
Was soll ich denn noch tun???

Ich war immer stolz, daß meine Kinder immer ehrlich, vernünftig und selbständig waren. Ich werde auch ständig von außenstehenden Menschen wegen meinen guterzogenen, höflichen Kindern gelobt. Aber was ist jetzt? Nur auf Pubertät kann man es nicht schieben. Und wenn`s nur an der Pubertät läge, was soll und kann ich machen???

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18. Dezember 2006 um 10:36

Professionelle Hilfe
Das klingt alles sehr nervenaufreibend. Ich kann nicht aus eigener Erfahrung sprechen, habe allerdings eine Schwester mit einem ADHS Kind, gepaart mir Autismus. Selbst meine Schwester, die gelernte Heilerziehungspflegerin ist und eigentlich mit soetwas umgehen können sollte, hat sich hier professionelle Hilfe geholt.
Die Eltern sind mit soetwas sehr schnell überfordert. Vielleicht ist es auch möglich Euren Sohn sofort in eine andere Klasse zu tun. Redet doch mal mit dem Rektor. Euer Sohn wird es Euch danken, bevor er jegliche Lust an der Schule verliert oder noch schlimmer gar Angst entwickelt... Alleinig ihn von den Hausaufgaben zu entbinden (ohne, dass der Lehrer das mitmacht) halte ich für nicht ausreichend eher für gefährlich, weil der Lehrer ihn möglicherweise dafür noch schimpft. Da Ihr anscheinend die ärztliche Diagnose habt solltet ihr offensiv damit umgehen und keine falsche "Scham" entwickeln. Redet mit dem Lehrer und mit dem Schulrektor. Ich bin mir sicher es gibt eine Lösung.
Eure Tochter reagiert ganz "normal" sie will sehen wo Eure bzw ihre Grenzen sind. Dementsprechend wäre es meines Erachtens ganz gut, wenn sie in die Therapie Eures Sohnes eingebunden wäre. Selbst wenn sie sehr verständnisvoll mit ihrem Bruder umgeht, auch sie hat unter der Sitiation zu leiden für sie ist es mindestens ebeso schwer wie für Euch.
Unterliegt keiner falschen Scham, sprecht mit pro familia und auch Eurem Arzt, was für Möglichkeiten es gibt. Alleine mit einer solchen Situation umzugehen ist sehr schwer und schadet nur allen Beteiligten.

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