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Hilfe! schlechte beziehung zur familie!

1. November 2007 um 23:07

hallo,

(es passt vielleicht nicht unter dieses thema, aber in meiner verzweifulng wusst ich nicht genau an wen ich mich jetzt wenden sollte.) ich versuche mich recht kurz zu fassen und danke schon einmal im voraus für jede antwort und hilfe die ich hier bekomme.

es geht darum, dass ich seit ein paar jahren, ein (relativ) schlechtes verhältniss zu meinen eltern pflege. auf der suche nach rechtsfragen für meinen vater, habe ich eine broschüre über: "meine erziehung-da rede ich mit!" gefunden. in dieser habe ich dann, meine eltern und mich betreffende punkte durchflogen. sofort ist mir klar geworden, dass da doch einiges nicht so läuft wie es (wahrscheinlich) sein sollte.

meine eltern sind zusammen mit meiner jetzt 25 jährigen schwester(lebt allerdings nicht mehr zuhause),vor knapp 20 jahren aus ungarn, hier nach deutschland ausgewandert.
meine schwester konnte sich sprachlich gut integrieren, studiert jetzt auch architektur in einer größeren stadt, wobei mein vater sowie meine mutter, sichtliche schwierigkeiten mit der deutschen sprache haben. meine mutter verweigert regelrecht , jeden kontakt zur deutschen sprache (sie schaut lieber ihre sender, möchte keine sprachsule besuchen!). ich kann sie ja verstehen, da sie früher mit meinem vater nicht hier nach deutschland kommen wollte, und so ein stück heimat hier in deutschland hat. aber diese zurückgezogenheit führt einfach dazu, dass sie mich nicht versteht (ich habe ebenso ungarisch reden gelernt, wobei es sich hier nicht um verständigungsprobleme handelt)!
der punkt der ganzen sache ist, meine mutter hat früh ihre eigene mutter verloren und ihre einzige bezugsperson war mein opa. dieser ist allerdings vor knapp 6 jahren gestorben und seitdem ist alles aus der bahn geraten.

wie sich wohl jeder erwachsene mal gern ein glas wein gönnt, ist es bei ihr mitlerweile eine ganze flasche inklusive hochprozentiges geworden(sie hat sehr hohen blutdruck und dürfte keinen tropfen trinken!) wie grausam es sich anhört, denke ich nicht dass sie noch lange leben wird... wobei mein vater selbst sehr viel trinkt! ich denke wirklich, dass sie ein alkoholproblem hat. da mir wirklich was an der familie liegt, und ich einfach was ändern will, habe ich vor knapp 3 monaten meinen mut zusammen gerissen (den nichtmal meine schwester bis jetzt gefunden hatte) und sie auf ihr "problem" sowie auf unser schlechtes familienverhältniss angesprochen! wie eben schon erwähnt, versteht sie mich einfach nicht. sie hat sich angegriffen gefühlt, mir sachen an den kopf geworfen die garnichts mit der sache zu tun hatten. nach 2 stunden hab ich dann allerdings unter tränen aufgegeben. es hat zu keiner besserung geführt, sie hat sogar eine woche lang nicht mir mir geredet und sich wie ein kleines kind benommen! sie hat mich eifnach ignoriert! und ich bin wirklich nicht der typ mensch, mit dem man nicht reden kann.

das problem ist ja nicht nur der tägliche alkohol (fängt schonmal mittags um 12 an), sonder das, dass sie im alkoholisiertem zustand dazu neigt, mich zu beschimpfen und für alles mögliche schuldig zu machen.
als wir genau vor einem jahr umgezogen sind, gab es wieder mal eine diskussion zwischen uns beiden(mein vater kriegt diese nicht mit, da er wegen dem schnapps schon um 19/20 uhr schlafen geht).
das ganze hatte damit angefangen, dass sie mal wieder in meinen unterlagen rumgeschnüffelt hat, und meine 3 im politik-test gefunden.
sie hatt mir dann vorgeworfen dass ich wieder anfange die schule zu vernachlässigen, alles zu verheimlichen da ich die 7te klasse wiederholen musste (ich hab dies alles nur verheimlicht, weil ich schon bei einer 4 schrecklichen ärger kriege und einfach aus angst versucht habe dass alles selbst hinzukriegen). dann kamen übelste beschimpfungen, ich wäre ein kleines mieses ar*******, ich wäre keine fingerkuppe wert und ich wäre ja hochnäsig (wo ich ihr nur gesagt habe, dass aus mir später mal was wird, da ich sehr zielstrebig bin!)...
und ich weiß nicht, es war einfach schrecklich für mich sowas von meiner eigenen mutter zu hören!
dieser terror geht dann zwischendruch wieder los, wobei mir mein vater zwischendruch auch mit schlägen gedroht hat (spätestens wenn er dies macht, bin ich weg). ich habe halt öfters dran gedacht mal mich beim jugendamt zu informieren aber ich bin einfach ein familienmensch und trotz allem fällt es mir einfach so schwer weil ich sonst alleine bleiben würde...

ja und meine frage ist nun, was ich jetzt machen kann? ich habe wirklich die nase voll! ich möchte einfach was ändern nur ich weiß nicht ob es was bringen würde. der erste versuch wäre, gemeinsam mit jugendamt und eltern zu reden, aber ich habe einfach nur angst davor weil ich nicht denke dass es zu fortschritten kommen würde... und fals es wirklich nichts bringen würde, müsste ich mit dieser scham vor meinen eltern weiter leben, bis ich die möglichkeit habe auszuziehen(ich möchte aber studieren und dass wäre finanziell sehr schwierig!).
und aus rechtsgründen würden sie wahrscheinlich das sorgerecht entziehen aber ich möchte den kontakt zu meiner familie in ungarn auf garkeinen fall unterbrechen müssen und fals, dass würde ich in ein heim kommen wo ich mich wahrscheinlich sichtlich unwohl fühlen würde... ich wünschte mir einfach eine pflegefamilie allerding werden 16 jährige nicht mehr an pfelegefamilien vermittelt, oder etwa doch? und, komm ich dann aus meiner stadt raus? ich könnte nicht mit dem gedanken leben, jeden moment meinen eltern über den weg zu laufen. die ganzen ehlenden fragen

bitte um antwort und danke für das aufmerksame lesen!

allerliebste grüße, fairytale_princess

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30. November 2007 um 13:10

Helfen
Ist zwar ein bißchen spät, aber es ist beschämend, dass bei so einem Hilferuf niemand antwortet.
Du solltest ganz schnell zum Jugendamt gehen. Mit 16 ist man durchaus noch hilfebedürftig, vor allem bei einer alkoholkranken Mutter. Das kannst Du unmöglich allein bewältigen. Gibt es vielleicht außerdem vertrauenswürdige Omas, Opas, Tanten oder Onkel in Deutschland?
Vor allem brauchst du psychologische Unterstützung - das bedeutet nicht, dass du selbst krank bist, aber aus eigener Erfahrung weiß ich, dass man bei psychisch kranken Eltern (Deine Mutter erscheint mir schwer depressiv, das ist eine richtige Krankheit) etwas bekommt, wenn man sich nicht rechtzeitig helfen lässt. Du hast dein ganzes Leben noch vor Dir. Und auch wenn Du mitunter denkst, dass es keine Lösung gibt - es gibt immer eine. Aber du musst aktiv werden. Familienbande können etwas sehr Schönes und Wichtiges sein, aber nicht, wenn sie einen vor allem krank machen. Dann ist es manchmal besser, sie zu lösen, so schwer es fällt. Vielleicht ist dann auch Jahre später wieder ein Neuanfang möglich.

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30. November 2007 um 22:36

Mein Beitrag kommt auch spät aber er kommt,
ich hatte ihn gelesen und wollte dir auch antworten und habe es wohl doch nicht getan.
Ich kann dir nur raten, hol dir Hilfe und Unterstützung. Geh mal zu Caritas oder Diakonie. Vielleicht gibt es doch auch eine Möglichkeit, dass deine Eltern etwas Unterstützung bekommen, denn sie haben ja offensichtlich ein großes Problem. Sie leben in ihrer Welt, konnten sich hier nicht integrieren und ertränken die Probleme im Alkohol. Ihr habt alle mein Mitgefühl, denn es hilft nicht deine Familie zu verurteilen. Du mußt dich auch für deine Eltern nicht schämen.Wichtig ist, dass du es für möglich
hältst Hilfe zu bekommen. Trotz aller Schwere,versuche an das Gute zu glauben und
sei dir sicher, dass sich alles zum Guten
wenden kann. Wenn du einen Schritt tust, kann sich auch für deine Familie etwas bewegen.
Habe den Mut und hol dir Hilfe.
Lieben Gruß Melike

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