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Hilfe, meine Tochter hat jede Woche nen Neuen

6. August 2012 um 1:21

Ich lebe mit meiner 19jährigen Tochter zusammen, sie geht noch zur Schule und am Wochenende ist Party angesagt. Seit einigen Monaten bringt sie jedesmal einen anderen jungen Mann mit über Nacht! Jede Woche!
Ich finde es unangenehm, wenn immer wieder fremde Leute hier übernachten und mache mir Sorgen um meine Tochter. Das Verhalten jetzt passt gar nicht zu ihr. Sie hatte schon zwei längere Beziehungen und ein paar kurze Flirts, aber das sie jetzt diese ganzen Onenightstands abschleppt, das gefällt mir gar nicht. Sie ist volljährig, ich kann ihr das nicht verbieten, aber ich mache mir Sorgen um ihre Gesundheit, ihren Ruf, ihre Seele. Wenn ich mit ihr darüber rede, ist sie sauer und sagt, ich würde sie nicht genug unterstützen und darum auch wohl nicht richtig lieben. Das ist so ein Quatsch! Ich liebe sie doch und genau deshalb gefällt mir ihre Lebensart momentan nicht. Wie krieg ich sie da raus?
Habt Ihr einen Rat? Ich bin wirklich verzweifelt!!! (

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7. August 2012 um 23:53

Steckt was anderes dahinter?
Hast du sie schon mal ganz nüchtern uns sachlich gefragt, warum sie das jetzt braucht und ob irgendwas in der letzten Zeit vorgefallen ist, was sie verletzt hat?

Nach ihrer Reaktion kann ich mir schlecht vorstellen, dass ihr Verhalten jetzt aus purem Spaß und Ausleben wollen passiert. Dann würde sie nicht mit fehlender Liebe und Unterstützung kommen, sondern eher in die Richtung "Lass mir meinen Spaß, spießige Alte!" gehen.

Ins Blaue getippt habe ich die Vermutung, dass sie irgendwas damit kompensieren will. Jemand hat ihr das Herz gebrochen, jemand hat sie als langweilig und prüde bezeichnet, jemand will sie einfach nicht haben und sie versucht ihn damit auf sich aufmerksam zu machen, sie fühlt sich generell ungeliebt und sucht damit nach Selbstbstätigung....irgendwas. ..

Also würde ich sagen, dass es jetzt an dir liegt, dass auf möglichst liebe- und verständnisvolle (nicht auf die "lass dir von einer klugen Frau einen Tipp geben, kleines Dummerchen")-Art herausfinden, was dahinter steckt und ihr dann versuchen zu helfen oder die dinge aus einer anderen Warte zu sehen. Vergiss dabei nicht, dass sie erwachsen und mit dir auf einer Ebene steht, sonst befürchte ich, dass sie gleich wieder in das trotzige Abblocken/genervt sein verfällt.

Versuchen...Hoffe, es hilft.

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8. August 2012 um 1:02
In Antwort auf cazafortunas186

Steckt was anderes dahinter?
Hast du sie schon mal ganz nüchtern uns sachlich gefragt, warum sie das jetzt braucht und ob irgendwas in der letzten Zeit vorgefallen ist, was sie verletzt hat?

Nach ihrer Reaktion kann ich mir schlecht vorstellen, dass ihr Verhalten jetzt aus purem Spaß und Ausleben wollen passiert. Dann würde sie nicht mit fehlender Liebe und Unterstützung kommen, sondern eher in die Richtung "Lass mir meinen Spaß, spießige Alte!" gehen.

Ins Blaue getippt habe ich die Vermutung, dass sie irgendwas damit kompensieren will. Jemand hat ihr das Herz gebrochen, jemand hat sie als langweilig und prüde bezeichnet, jemand will sie einfach nicht haben und sie versucht ihn damit auf sich aufmerksam zu machen, sie fühlt sich generell ungeliebt und sucht damit nach Selbstbstätigung....irgendwas. ..

Also würde ich sagen, dass es jetzt an dir liegt, dass auf möglichst liebe- und verständnisvolle (nicht auf die "lass dir von einer klugen Frau einen Tipp geben, kleines Dummerchen")-Art herausfinden, was dahinter steckt und ihr dann versuchen zu helfen oder die dinge aus einer anderen Warte zu sehen. Vergiss dabei nicht, dass sie erwachsen und mit dir auf einer Ebene steht, sonst befürchte ich, dass sie gleich wieder in das trotzige Abblocken/genervt sein verfällt.

Versuchen...Hoffe, es hilft.

Ja, es hilft!
Kann sein, dass das stimmt. Sie ist momentan unglücklich und fühlt sich oft allein, viele ihrer ehemaligen Freundinnen haben kaum Zeit mehr für sie. Von mir fühlt sie sich seit jeher unverstanden. Dabei gebe ich mir alle Mühe, für sie da zu sein und Zeit mit ihr zu verbringen. Aber es ist viel schlimmer: ich lehne ihr Verhalten ja auch ab. Ich finde es unmoralisch, alle paar Tage einen Neuen im Bett zu haben - und das habe ich ihr auch gesagt. Sie findet deshalb, dass ich sie nicht unterstütze, was ja auch stimmt. Nur hat das nichts mit fehlender Liebe zu tun, sondern mit richtiger Liebe. Wäre sie mir gleichgültig, würde mir ihr Verhalten egal sein.
Aber ich bin ihre Mutter und mache mir Sorgen um sie. Ich habe sie gefragt, warum sie das macht. Sie sagt, sie sei ja schließlich Single und könne sich ihren Spaß holen, wie sie will. Eine feste Partnerschaft sei ja nicht in Sicht.

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8. August 2012 um 23:11

...
Wahrscheinlich war das der Punkt, dass du ihr gesagt hast, dass du ihr Verhalten ablehnst und unmoralisch findest. Wenn du das nicht weiter ausführst und das so im Raum stehen lässt, würde ich mich auch unverstanden fühlen. Unmoralisch impliziert ja, dass du sie als schlechten Menschen ansiehst und dir eher Gedanken, um die armen ausgenutzten Kerle machst als um sie.

Freilich ist das kein vorbildhaftes Verhalten und soll irgendwann mal wieder in einer festen Beziehung enden. Aber in der heutigen Zeit ist es nicht verwerfllich und kommt auch immer drauf an, wie die Spielregeln festgelegt sind, sodass niemand verletzt wird.

Du solltest dir nicht um die Sache an sich Gedanken machen, sondern warum sie das braucht und die Wurzel des Übels suchen.
Zus Hälfte weißt du schon was los ist. Es hilft ihr im Moment schrecklich wenig, wenn du ihr sagst, dass das was sie tut schlecht ist, solange du ihr keine Alternativen aufweisen kannst, wie sie trotzdem glücklich oder sogar glücklicher als jetzt sein kann. Ich glaube immer noch nicht, dass sie das aus purer Lust am anderen Geschlecht macht. Wenn du schon sagst, dass sie sich unglücklich und allein fühlt, wird ihr unpersönlicher Sex kaum die Erfüllung geben, nach der sie sucht. Es ist nur das Beste was ihr eingefallen ist.

Setzt euch nochmal zusammen und werfe ihr nicht vor, was sie falsch macht, sondern wie du glaubst, dass sich etwas bessern könnte. Neue Hobbies, neue Leute kennenlernen, neue Aufgaben im Leben suchen, an sich selbst erkennen, dass so viel mehr in einem steckt, als ein nettes Äußeres fürs Bett. ...

Sei eine Freundin, keine Mutter. Solange bis sie wieder Fuß gefasst hat. Vorwürfe macht sie sich wahrscheinlich schon selbst genug.

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9. August 2012 um 21:25
In Antwort auf cazafortunas186

...
Wahrscheinlich war das der Punkt, dass du ihr gesagt hast, dass du ihr Verhalten ablehnst und unmoralisch findest. Wenn du das nicht weiter ausführst und das so im Raum stehen lässt, würde ich mich auch unverstanden fühlen. Unmoralisch impliziert ja, dass du sie als schlechten Menschen ansiehst und dir eher Gedanken, um die armen ausgenutzten Kerle machst als um sie.

Freilich ist das kein vorbildhaftes Verhalten und soll irgendwann mal wieder in einer festen Beziehung enden. Aber in der heutigen Zeit ist es nicht verwerfllich und kommt auch immer drauf an, wie die Spielregeln festgelegt sind, sodass niemand verletzt wird.

Du solltest dir nicht um die Sache an sich Gedanken machen, sondern warum sie das braucht und die Wurzel des Übels suchen.
Zus Hälfte weißt du schon was los ist. Es hilft ihr im Moment schrecklich wenig, wenn du ihr sagst, dass das was sie tut schlecht ist, solange du ihr keine Alternativen aufweisen kannst, wie sie trotzdem glücklich oder sogar glücklicher als jetzt sein kann. Ich glaube immer noch nicht, dass sie das aus purer Lust am anderen Geschlecht macht. Wenn du schon sagst, dass sie sich unglücklich und allein fühlt, wird ihr unpersönlicher Sex kaum die Erfüllung geben, nach der sie sucht. Es ist nur das Beste was ihr eingefallen ist.

Setzt euch nochmal zusammen und werfe ihr nicht vor, was sie falsch macht, sondern wie du glaubst, dass sich etwas bessern könnte. Neue Hobbies, neue Leute kennenlernen, neue Aufgaben im Leben suchen, an sich selbst erkennen, dass so viel mehr in einem steckt, als ein nettes Äußeres fürs Bett. ...

Sei eine Freundin, keine Mutter. Solange bis sie wieder Fuß gefasst hat. Vorwürfe macht sie sich wahrscheinlich schon selbst genug.

Ich denke
du hast mit dem Meisten schon recht. Meine Tochter ist auf der Suche nach Anerkennung und Wärme, gerade von Männern. Ihr Vater hat uns verlassen, da war sie neun und obwohl sie meistens gute Erfahrungen mit ihren festen Freunden gemacht hat, ist immer noch viel Unsicherheit Jungs gegenüber in ihr. So richtig ausgetobt hat sie sich bislang noch nicht.
Was sie sagt, glaube ich ihr, also dass sie sich eine feste Beziehung wünscht, aber nichts in Sicht ist, so dass sie sich mit diesen Bettgeschichten tröstet. Gut tut ihr das nicht, bin ich sicher.
Mein Problem ist: Ich tue mich schwer damit, mit dieser Sache wertfrei umzugehen, weil ich selbst streng religiös erzogen wurde und schon früher eine Menge damit zu kämpfen hatte, meiner Tochter Freiheiten zuzugestehen, die ich selbst nicht hatte. Zu viel Freiraum, das habe ich schon oft im Bekanntenkreis erlebt, macht junge Leute meistens unsicher.
Andererseits möchte ich ja für sie da sein und sie nicht verärgern. Ich muss nochmal mit ihr darüber sprechen. Nur die Freundin, die bin ich ihr nicht, ich bin ihre Mutter. Es hat doch keiner etwas davon, so zu tun als ob.

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