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Hilfe, mein Kind ist hochbegabt, was denn nun ?

5. August 2010 um 16:31 Letzte Antwort: 20. August 2010 um 21:24


Ich bin etwas irritiert. Ich bin heute zufällig auf eine Inet Seite getoßen auf der es um hochbegabte Kinder geht. Ich las die Anzeichen und stellte fest, dass sie 1:1 zu meinem Sohn passen.
Dann habe ich weiter recherchiert und auch auf anderen Webseiten passen diese Anzeichen völlig zusammen.
Ich beobachte schon lange dass mein Sohn ( 6 Jahrea alt ) ziemlich weit für sein Alter ist. Er geht noch nicht zur Schule, erst ab diesem September. Er rechnet bis 20 in plus minus und zum teil schon mit mal und geteilt. wissen saugt er auf wie ein schwamm, somit hat er sich das lesen und schreiben fast selbst beigebracht. er kam ab und zu und fragte nach, bei lernspielen passte er genau auf und mittlerweile liest er bereits seine bücher selbst, schreibt entschuldigungsbriefe ( wenn er sich entschuldigt macht er das über einen ausführlichen brief - natürlich mit rechtschreibfehlern aber durchaus zu verstehen ) spricht sehr deutlich und kann sich ohne " müllwörter " ( ääähhm, und so , so halt .... ) audrücken. seine freunde - und dass ist mir jetzt erst bewusst geworden . sind ausschließlich ältere bis viel ältere kinder. ich meine, es ist mir schon aufgefallen, ich habe das aber nicht weiter gedeutet.
meine frage ist nun, wie gehe ich denn jetzt vor ? braucht mein kind eine besondere förderung ? ist das eine ernst zu nehmende sache, ich meine soll ich mit unserem kinderartzt sprechen ?
( er hat schon mit drei jahren bei den formen die zwei und dreidimensionalen begriffe angegeben " das ist ein ball oder eine kugel, das ist ein dreieck oder eine pyramide.... ) aber unser kinderartzt sprach noch nie von hochbegabung.... werde ich denn ernst genommen ? ich bin ein bisschen überfordert, denn ich will ja alles richtig machen. vielleicht ist dass der grund für unsere viele streitereien, da er alles andere als leicht erziehbar ist und ich schon ganz ausgefallene theorien brauche um ihn zu bändigen. ist er einfach nur unterfordert ? oh gott ich brauche hilfe !!!!!! was mach ich denn jetzt ?????

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6. August 2010 um 11:09

Keine Panik...
Hi,

erstmal: Das ist doch der Knabe, um den es in deinem Schlagzeug-Thread ging? Wie hast du denn da nun entschieden?

So, und was das neue Problem betrifft:

Mach keine Panik. Hohe Intelligenz ist was Schönes, manchmal anstrengend, aber auf alle Fälle keine Krankheit, die man beim Arzt behandeln lassen muss. Die meisten intelligenten Menschen gehen mit nicht mehr Problemen durchs Leben als ihre "normalen" Zeitgenossen auch.

Seriöse Fachleute sprechen in dem Alter, in dem dein Junge ist, ohnehin nicht von Hochbegabung, sondern von einem Entwicklungsvorsprung (der sich später relativieren kann oder auch nicht). Der Kinderarzt kann dir da also überhaupt nicht weiterhelfen. Einen wie auch immer gearteten Test solltest du dir in diesem Alter verkneifen; er kostet viel Geld, das du lieber in Bücher für deinen Sohn stecken kannst, und ist nicht sehr aussagefähig. (Ausnahme: Es liegt eine schwerwiegende Verhaltensstörung vor, deren Ursachen abgeklärt werden sollen; dann wäre aber ein Kinderpsychiater der richtige Anlaufpunkt. Und den braucht ihr sicherlich nicht ).

Es kann dir also auch egal sein, ob dich irgendwer "ernst" nimmt, denn du musst vorerst überhaupt keinen Wind um dieses Thema machen. Beobachte deinen Sohn, vor allem wenn er jetzt in die Schule kommt. Falls er dort Probleme kriegt (was keinesfalls gesagt ist), hast du wenigstens schon eine Idee, wo du ansetzen könntest. Die Alarmglocken sollten klingeln, wenn er ständig über Bauch- und Kopfschmerzen klagt, die Schule verweigert, den Kasper spielt, keinen sozialen Anschluss findet (und darüber unglücklich ist), von anderen wegen seines Wissens belästigt wird (das muss nicht gleich "Mobbing" sein). Dann könntest du dich an den schulpsychologischen Dienst wenden; im Idealfall sprechen dich vorher schon die Lehrer darauf an.

Die allermeisten intelligenten Leute brauchen kein vorgesetztes Förderprogramm und keine Dauerbespaßung, sondern sorgen selbst dafür. Hör einfach auf ihn und nimm ihn als Gesprächspartner ernst; erkläre mit Vernunftargumenten (besonders dann, wenn du mal Wünsche nicht erfüllen kannst wie das Schlagzeug). Die ständigen Diskussionen werden dich wohl die nächsten 15 Jahre begleiten, das kann man weder wegtherapieren noch mit "Angeboten" bekämpfen. Die beste Hilfe sind meiner Erfahrung nach Gespräche mit Eltern, die ähnliche Kinder haben. Da muss man kein Blatt vor den Mund nehmen und merkt bald, dass man nicht alleine dasteht. Einschlägige Foren findet du auch schnell.

Nett für intelligente Menschen jeden Alters ist die Bekanntschaft mit Leuten, die ähnliche Interessen haben. Für Kinder findest du die am besten über die DGhK (ich weiß nicht, wo du wohnst, die haben überall örtliche Gruppen). Da gibts dann auch einen Elternstammtisch.

Wenn du noch Fragen hast, gern, ansonsten: Es wird schon alles werden...!

Übrigens, eine meiner Vorrednerinnen behauptete, Hochbegabte würde man daran erkennen, dass sie sich für "alles" interessieren. Das kann ich weder von mir selbst noch von meinen Kindern bestätigen. Nicht, dass du jetzt ängstlich beobachtest, ob dein Sohn sich etwa auch für afrikanische Stammessprachen interessiert

Viel Glück! senecio

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7. August 2010 um 14:45

Hmhmhm
Nunja.....du brauchst keine Hilfe Du brauchst eher einen Psychologen, der deinen "Verdacht" bestätigt. Zumindest, wenn du "sicher" sein willst. Der kann dein kind testen und dir sagen, woran du bist. Eventuell sogar schon mit einer detaillierteren Auswertung, also daß du erfährst, wo besondere Stärken liegen und wo nicht.

Brauchst du das nicht und nimmst dein Kind erstmal als "besonders clever" an, dann hilft dir nur eins: Du dir selbst. Und zwar, indem du Fragen beantwortest, Wissensdurst stillst, Geduld aufbringst, aber auch Grenzen aufweist. Falls dein kind etwas fragt, was du nicht weißt, dann gib das zu "weiß ich nicht, müssen wir nachschauen".

Aber eins ist auch klar: DU bist die Mama und DU hast das Sagen.

Hochbegabung ist sehr praktisch, kann aber genauso hinderlich sein. Falls es dich näher interessiert, schau mal in die Bücher von Andrea Brackmann rein. Sie hat das meiner Meinung nach ganz gut getroffen.

LG Zimt

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11. August 2010 um 17:29
In Antwort auf trine_11892408

Keine Panik...
Hi,

erstmal: Das ist doch der Knabe, um den es in deinem Schlagzeug-Thread ging? Wie hast du denn da nun entschieden?

So, und was das neue Problem betrifft:

Mach keine Panik. Hohe Intelligenz ist was Schönes, manchmal anstrengend, aber auf alle Fälle keine Krankheit, die man beim Arzt behandeln lassen muss. Die meisten intelligenten Menschen gehen mit nicht mehr Problemen durchs Leben als ihre "normalen" Zeitgenossen auch.

Seriöse Fachleute sprechen in dem Alter, in dem dein Junge ist, ohnehin nicht von Hochbegabung, sondern von einem Entwicklungsvorsprung (der sich später relativieren kann oder auch nicht). Der Kinderarzt kann dir da also überhaupt nicht weiterhelfen. Einen wie auch immer gearteten Test solltest du dir in diesem Alter verkneifen; er kostet viel Geld, das du lieber in Bücher für deinen Sohn stecken kannst, und ist nicht sehr aussagefähig. (Ausnahme: Es liegt eine schwerwiegende Verhaltensstörung vor, deren Ursachen abgeklärt werden sollen; dann wäre aber ein Kinderpsychiater der richtige Anlaufpunkt. Und den braucht ihr sicherlich nicht ).

Es kann dir also auch egal sein, ob dich irgendwer "ernst" nimmt, denn du musst vorerst überhaupt keinen Wind um dieses Thema machen. Beobachte deinen Sohn, vor allem wenn er jetzt in die Schule kommt. Falls er dort Probleme kriegt (was keinesfalls gesagt ist), hast du wenigstens schon eine Idee, wo du ansetzen könntest. Die Alarmglocken sollten klingeln, wenn er ständig über Bauch- und Kopfschmerzen klagt, die Schule verweigert, den Kasper spielt, keinen sozialen Anschluss findet (und darüber unglücklich ist), von anderen wegen seines Wissens belästigt wird (das muss nicht gleich "Mobbing" sein). Dann könntest du dich an den schulpsychologischen Dienst wenden; im Idealfall sprechen dich vorher schon die Lehrer darauf an.

Die allermeisten intelligenten Leute brauchen kein vorgesetztes Förderprogramm und keine Dauerbespaßung, sondern sorgen selbst dafür. Hör einfach auf ihn und nimm ihn als Gesprächspartner ernst; erkläre mit Vernunftargumenten (besonders dann, wenn du mal Wünsche nicht erfüllen kannst wie das Schlagzeug). Die ständigen Diskussionen werden dich wohl die nächsten 15 Jahre begleiten, das kann man weder wegtherapieren noch mit "Angeboten" bekämpfen. Die beste Hilfe sind meiner Erfahrung nach Gespräche mit Eltern, die ähnliche Kinder haben. Da muss man kein Blatt vor den Mund nehmen und merkt bald, dass man nicht alleine dasteht. Einschlägige Foren findet du auch schnell.

Nett für intelligente Menschen jeden Alters ist die Bekanntschaft mit Leuten, die ähnliche Interessen haben. Für Kinder findest du die am besten über die DGhK (ich weiß nicht, wo du wohnst, die haben überall örtliche Gruppen). Da gibts dann auch einen Elternstammtisch.

Wenn du noch Fragen hast, gern, ansonsten: Es wird schon alles werden...!

Übrigens, eine meiner Vorrednerinnen behauptete, Hochbegabte würde man daran erkennen, dass sie sich für "alles" interessieren. Das kann ich weder von mir selbst noch von meinen Kindern bestätigen. Nicht, dass du jetzt ängstlich beobachtest, ob dein Sohn sich etwa auch für afrikanische Stammessprachen interessiert

Viel Glück! senecio

Merci
für deinen beitrag ! ich denke so werde ich es machen. einfach beobachten und bei auffälligkeiten am ball bleiben. ich lese bereits ein buch " elternkurs grundschule " von jako-o versand, finde ich sehr ausführlich und gelungen, alle bereiche werden angesprochen, man bekommt einen guten überblick.
wir haben uns entschieden in der musikschule nachzufragen ( nach den ferein, jetzt ist keiner da ) ob er in den schlagzeugunterricht gehen kann, ohne daheim üben zu müssen. evtl. darf er dann mitmachen und das üben muss eben noch etwas warten. besser als gar nichts und so sehen wir ob er nach einem jahr überhaupt noch lust drauf hat.....
dank dir !

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20. August 2010 um 21:24

Hallo
wieso machst du denn nicht einfach mal einen iq-test für kinder?

dann weißt du doch, woran du bist.

ich selber habe im alter von 5 jahren meine eltern auch sehr erstaunt, als sie festtstellen, dass ich bereits fliessend lesen konnte, ohne, dass es mir jemand beigebracht hatte.


in meinem weiteren bildungsweg hörte ich oft von lehrern, dass ich "auf einem höheren niveau" "wissbegieriger" als die mitschüler gewesen war. bei klassenarbeiten hatte ich oft als einzigste eine eins, wofür es dann applaus in der klasse gab.

die lehrer haben mich in den höchsten tönen gelobt. ich brachte stets überdurchschnittliche leistungen, ohne auch nur ein einziges mal für eine arbeit geübt zu haben, auch nach längerer krankheit etc. brachte ich stest gute ergebnissse.

wir hatten in der dritten klasse mal ein schulprojekt, um bedrohte arten und ich sollte die bilder malen. leider war ich and dem tag, als sie ausgestellt wurden krank, sonst hätte ich mich sicherlich sehr gefreut, dass es wirklich anfragen von mehreren leuten gab, die meine bilder kaufen wollten.


letztens, also am 18. hatte ich ein taufgespräch. den pfarrer, der gleicvhzeitig mein ehemaliger religionslehrer in der grundschule war,kenne ich schon fast mein ganzes leben und der sagte völlig unaufgefordert, dass ich "schlauer als die anderen" gewesen bin.

lol

alles schön und gut. leider habe ich nie so einen iq test machen lassen und auch meinen eltern kam sowas nicht in den sinn.


doie andere seite sah nämlich so aus, dass ich wirklich stets massiv unterfordert war. ich war antrieblos und abgelenkt und hatte keine lust, mich an irgendetwas zu beteiligen. in englisch kam es mir stets so vor, als würde ich alles, wirklich alles schon wissen, was mich sehr langweilte. in anderen fächern habe ich aufgehört, mich für irgendwas zu melden. die anderen kinder freuten sich, wenn sie die lösung an die tafel schreiben durften aber ich fand es höchstens peinlich, mich über das lösen so einer pipifax-aufgabe so zu freuen, dass ich dafür an die tafel gehen würde. dafür wurde es aber zu meinem laster, mich nie, aber absolut nie zu melden, und wenn dann war ich dabei so hibbelig, dass der lehrer mich zum fleiß nicht drangenommen hat.

meine mutter wurde mal zum elterngespräch berufen, weil die lehrer es einfach nicht schafften, dass ich aufhörte, den unterricht zu stören. ich rief die lösung immer rein, bevor der lehrer überhaupt die gelegenheit hatte, jemanden anderes dran zu nehmen. ich war sehr wissensbegierig und das tempo, dass die anderen hatten ging mir nicht schnell genug.

ich hatte das gefühl, ich würde platzen, wenn nicht umgehend eine neue lektion kommen wurde, nachdem die lösung klar war. leider war sie das meistens nur für mich und ich hatte keie geduld für die anderen kinder. ich fing also an, mir die zeit, in der ich mich langweilte mit massiven unterrichtsstörungen zu vertreiben. ich lenkte die anderen kinder hab und war den ganzen tag nur am lachen. dabei habe ich keinesfalls den unterrciht verpennt. ich bekam stets alles mit, was besprochen wurde. es laaaaangweiilte mich nur so extrem....

versteht mich nicht falsch. ich war eigentlich ein optimistisches kind. doch ich habe es so empfunden. ich vertrieb mir die zeit halt anderweitig, schwätzen, und mit malen und zeichnen in meine schulhefte.

das war ein großes ärgernis. ich war irgendwie der klassenclown und lehrer waren trotz meienr leistungen extrem genervt von mir, zudem war ich auch noch sehr hyperaktiv. man könnte also sagen, dass ich schon eine nervensäge war.

das habe ich als kind vollkommen akzeptiert. ich hab halt genervt, na und?

warum das so ist, hat irgendwie keiner verstanden.
ich war kein böses kind. ich wollte eigentlich niemanden ärgern. ich war nur total unterfordert.

erst nach der schulzeit habe ich mal iqtests gemacht. drei mal insgesamt und der erste hatte 128, zweite 122 und der dritte 181. ich sage also immer, wenn mich jemand fragt, ich hätte einen iq von 120.

was gut hinkommen kann. als berufsschülerin habe ich vom arbeitsamt mal einen qualifikationstest gemacht und das ergebnis lag im überdruchschnittlichen bereich.

auch ein berufsinteressentest vom gewa-institut bescheinigte mir überdruchschnittliche qualifikationen.

also ich würde nicht so weit gehen, mich als hochbegabt zu bezeichnen, aber schhon irgendwie sowas in der art.

will nicht meine ganze lebensgeschichte erzählen. wollte nur darauf hinaus, dass es sowohl positiv als auch negativ sein kann, schlau zu sein.

wenn es nicht gefördert wird, könnte dein kind auch schnell gelangweilt werden und zum klassenclown mutieren.

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