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Hilfe kann nicht mehr, meine tochter 18j hasst mich.

25. Dezember 2014 um 0:55

hallo alle zusammen.
ich weiss nicht wo ich anfangen soll. also ich habe eine 18 j tochter die mich stndig unterdruck setzt, sie wohnt seit 6 mon. alleine. wenn ich nicht das tue was sie verlangt dann beleidigt sie mich am tel. sie möchte immer geld von mir. ich versuche ihr immer zuhelfen wo ich kann, nur wenn es nicht immer geht das versteht sie nicht. ich kann heute einfach nur noch heulen, es sind weihnachten sie hat von uns geld bekommen und noch eine kleinigkeit dazu. sie hat mich gefragt in welcher mülltone ich ihren geschenk gefunden habe. so was undankbares. ich bekomme seit ca. 8 jahren beleidigungen demütigungen von meiner tochter. ich bin sehr früh mutter geworden mit 17j. ich habe auf alles verzichtet , hab mit baby ausbildung führerschein usw. alles gemacht damit es ihr gut geht. und danach die dankbarkeit für alles. sie macht mir vorwürfe warum ich nicht studiert habe und nur sche,..ß ausbildung gemacht, warum ich nicht mehr geld ihr geben kann. das sie mich hast und und und. ich bin so sehr verletzt und fühle mich als hätte ich keine tochter mehr,

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26. Dezember 2014 um 15:31

Also
Hallo,

warum lässt du dich so von ihr behandeln? Auch wenn sie deine Tochter ist, sowas geht nicht.

Drehe ihr am besten sofort den Geldhahn zu, soll sie doch schauen, wie sie klar kommt. Ganz ehrlich, sowas undankbares würde ich nicht noch unterstützen...

Sie hat keine Ahnung vom Leben und keinen Respekt dir gegenüber! Lass dich nicht weiterhin von ihr erpressen!

Sie bekommt bestimmt einen klaren Kopf, wenn sie mal sieht, wie das Leben so läuft...dass sie nämlich selbst sehen muss, wie sie mit ihrem Geld klar kommt. Das ist nämlich Erwachsen- sein!

lg

Stern

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27. Dezember 2014 um 18:10

Hallo Elona,
kein Studium, Ausbildung oder viel Geld verdienen macht den Wert des eines Menschen aus, sondern der Charakter. Das ist etwas, was deine Tochter anscheinend noch lernen muß.

Du bist nicht minderwertig oder eine schlechte Mutter, lass dir dass von deiner Tochter nicht einreden. Sie versucht dich unter Druck zu setzen und dir ein schlechtes Gewissen einzureden, damit Sie an das kommt was sie von dir will.....dein Geld. Das spricht jetzt nicht gerade für den Charakter deiner Tochter, aber dafür kannst du nichts. Du hast mit Sicherheit alles versucht, damit sie nicht so wird wie sie nun leider geworden ist. Nicht für alles kann man die Erziehung verantwortlich machen. Manche Menschen werden einfach so geboren. Da kann man nur versuchen gegen zu wirken.......und zwar indem Du dich nicht mehr von ihr unter Druck setzen lässt und ich kein Geld mehr gibst. Gebe ihr nur noch das, was ihr gesetzlich zusteht.....denn darauf hat sie ein Recht, und auf keinen Fall mehr.

Ich kann mir vorstellen, dass das nicht einfach sein wird. Ich selber habe keine Kinder, aber ich hatte eine Mutter, die genau das Gleiche mit mir versucht hat, was deine Tochter nun mit Dir macht. Wenn Du nachgibst, wird es niemals besser werden, Sie wird dich immer wieder unter Druck setzen, denn Du bist der einfachste Weg um an Geld zu kommen.

Du solltest ihr bei dem nächsten Erpressungsversuch ihren eigenen Charakter vorhalten, denn sie ist dabei ein minderwertiger Mensch zu werden.

LG
Cowgirlmone

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30. Dezember 2014 um 0:34

Vielen dank für die antworten
am nächsten tag hat sie sich wieder mal bei mir sich entschuldigt. ich hoffe sie hält sich jetzt dran. ich möchte sie nicht verlieren das ist ja immer noch meine tochter die ich im herzen liebe. ich hoffe irgendwann mal merkt sie es was sie verkehrt im umgang mit ihrer mutter gemacht hat.

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30. Dezember 2014 um 0:42

Was vergessen noch...
sie macht jetzt ihre fach abi und möchte danach unbedingt studieren, damit sie mehr geld verdient als ich nach meiner ausbildung. na ja ich hoffe sie verändert sich im umgang zur mir ihre mutter. ich war auch mal 18 und hatte schon ein kind und musste neben ausbildung 2 jobs dazu machen. und ich habe au nicht meine mutter gehasst nur weil sie mich finanziell nicht unterstützt. darum hoffe ich das sie sich auch mal ändert und merkt das es so nicht geht.

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15. Januar 2015 um 0:06
In Antwort auf doris_11945968

Vielen dank für die antworten
am nächsten tag hat sie sich wieder mal bei mir sich entschuldigt. ich hoffe sie hält sich jetzt dran. ich möchte sie nicht verlieren das ist ja immer noch meine tochter die ich im herzen liebe. ich hoffe irgendwann mal merkt sie es was sie verkehrt im umgang mit ihrer mutter gemacht hat.

Sowas hast du nicht verdient
lass so nicht mit dir reden. Ich würde Sie nicht mehr unterstützen. Soll Sie halt schauen wie Sies macht wenn Sie eh alles besser macht. Manchmal muss man Kinder halt gegen ne Wand rennen lassen damit Sie wach werden.

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20. Januar 2015 um 6:11

Versuche es nicht persönlich zu nehmen
Versuche es mal auf einer objektiven Perspektive heraus zu sehen.

Sie hat auch ein schweres Schicksal. Nicht nur du. Sie hadert damit, dass sie in keine Familie hinein geboren worden ist, in der solche Dinge selbstverständlich waren. Zu Recht. Du hast es dir sicher auch lieber anders für sie gewünscht und das was du ihr nur bieten konntest war sicher nicht deine Idealvorstellung, sondern auch nur aus der Not geboren.

Sie ist einfach nur ehrlich und es ist im Grunde gut, dass sie nicht lernt dinge in sich hinein zu schlucken.
Langfristig wäre es gut, wenn du zu den Fehlern stehst und auch Mitgefühl für ihre Situation zeigst, sonst bilden sich Fronten.

Sicher ist es hart für dich gewesen, du hast dein bestes gegeben, es ist anerkennenswert was du geleistet hast. Aber gleichzeitig war es auch ein Fehler, da war keine Vernunft im Spiel, es war eine Teenager-Schwangerschaft. Versuche es auch objektiv zu sehen.

Der Weg den sie geht ist gut. Es ist gut dass sie sich davon distanziert, einen anderen Weg gehen will. Nicht selten gehen Kinder denselben Weg wie ihre Eltern und machen dieselben Fehler. Etwas hast du richtig gemacht, wenn sie das nicht will. Etwas hast du richtig gemacht, wenn sie ehrlich ist, auch wenn es verletzt. Etwas hast du richtig gemacht, wenn sie nicht schluckt, sondern ihr Leid da lässt wo es hin gehört - Ursache Wirkung.
Verfolge diesen richtigen Weg weiter, sei für sie da, sie hat es hart, daher sieh von harten Reaktionen ab, du bist ihre Mutter, beantworte ihre Wut, die im Grunde Leid ist, mit Liebe ...

Ich meine, du bist 35. Als ich so alt war, hatte ich nicht mal Kinder. Das erste kam mit 36 und du hast schon eine so große Tochter. Es ist für sie sicher auch nicht einfach auf dieser dünnen Grundlage dazustehen und sie fühlt sich unsicher, sucht nach Halt den du ihr nicht bieten kannst, nach Sicherheit und Stärke. Sie ist auch erst 18. Rebellisch sein ist da nicht ungewöhnlich. Auch wenn ihre Rebellion dich nun verletzt und dich betrifft, gewähre sie ihr auf eine Weise.

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21. Januar 2015 um 17:11
In Antwort auf kleinermaulwurff

Versuche es nicht persönlich zu nehmen
Versuche es mal auf einer objektiven Perspektive heraus zu sehen.

Sie hat auch ein schweres Schicksal. Nicht nur du. Sie hadert damit, dass sie in keine Familie hinein geboren worden ist, in der solche Dinge selbstverständlich waren. Zu Recht. Du hast es dir sicher auch lieber anders für sie gewünscht und das was du ihr nur bieten konntest war sicher nicht deine Idealvorstellung, sondern auch nur aus der Not geboren.

Sie ist einfach nur ehrlich und es ist im Grunde gut, dass sie nicht lernt dinge in sich hinein zu schlucken.
Langfristig wäre es gut, wenn du zu den Fehlern stehst und auch Mitgefühl für ihre Situation zeigst, sonst bilden sich Fronten.

Sicher ist es hart für dich gewesen, du hast dein bestes gegeben, es ist anerkennenswert was du geleistet hast. Aber gleichzeitig war es auch ein Fehler, da war keine Vernunft im Spiel, es war eine Teenager-Schwangerschaft. Versuche es auch objektiv zu sehen.

Der Weg den sie geht ist gut. Es ist gut dass sie sich davon distanziert, einen anderen Weg gehen will. Nicht selten gehen Kinder denselben Weg wie ihre Eltern und machen dieselben Fehler. Etwas hast du richtig gemacht, wenn sie das nicht will. Etwas hast du richtig gemacht, wenn sie ehrlich ist, auch wenn es verletzt. Etwas hast du richtig gemacht, wenn sie nicht schluckt, sondern ihr Leid da lässt wo es hin gehört - Ursache Wirkung.
Verfolge diesen richtigen Weg weiter, sei für sie da, sie hat es hart, daher sieh von harten Reaktionen ab, du bist ihre Mutter, beantworte ihre Wut, die im Grunde Leid ist, mit Liebe ...

Ich meine, du bist 35. Als ich so alt war, hatte ich nicht mal Kinder. Das erste kam mit 36 und du hast schon eine so große Tochter. Es ist für sie sicher auch nicht einfach auf dieser dünnen Grundlage dazustehen und sie fühlt sich unsicher, sucht nach Halt den du ihr nicht bieten kannst, nach Sicherheit und Stärke. Sie ist auch erst 18. Rebellisch sein ist da nicht ungewöhnlich. Auch wenn ihre Rebellion dich nun verletzt und dich betrifft, gewähre sie ihr auf eine Weise.

Aber,
ich finde nur weil die Mama sie jung bekommen hat und ihren Weg ging wie es ihr möglich war, hat die Tochter keineswegs das Recht mit ihr so umzugehen.

Aus der Angst der Mutter heraus versucht sie ihr alles zu ermöglichen und hat wohlmöglich noch ein schlechtes Gewissen wegen Dem was ihr vorgeworfen wird.
Ist völliger Quatsch, ich habe mein erstes Kind mit 18 bekommen und mit 26 war ich Mutter von 3 Kindern( auch allein erziehend).

ABI wurde gemacht, es wurde studiert bis hin zur eigenen Firma heute und nicht eines meiner Kids hätte es sich erlaubt mit mir so umzugehen.

Das was für Kinder wichtig sein sollte, ist die Liebe und Geborgenheit, ob als Paar oder alleinerziehend.
Kinder müssen aber auch Grenzen und Regeln haben und dies fehlte der Jungen Dame anscheinend.

Am Ende kennen sie keine Werte und verlangen das Unmögliche.

So sehe ich das...

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22. Januar 2015 um 14:08
In Antwort auf musel123

Aber,
ich finde nur weil die Mama sie jung bekommen hat und ihren Weg ging wie es ihr möglich war, hat die Tochter keineswegs das Recht mit ihr so umzugehen.

Aus der Angst der Mutter heraus versucht sie ihr alles zu ermöglichen und hat wohlmöglich noch ein schlechtes Gewissen wegen Dem was ihr vorgeworfen wird.
Ist völliger Quatsch, ich habe mein erstes Kind mit 18 bekommen und mit 26 war ich Mutter von 3 Kindern( auch allein erziehend).

ABI wurde gemacht, es wurde studiert bis hin zur eigenen Firma heute und nicht eines meiner Kids hätte es sich erlaubt mit mir so umzugehen.

Das was für Kinder wichtig sein sollte, ist die Liebe und Geborgenheit, ob als Paar oder alleinerziehend.
Kinder müssen aber auch Grenzen und Regeln haben und dies fehlte der Jungen Dame anscheinend.

Am Ende kennen sie keine Werte und verlangen das Unmögliche.

So sehe ich das...

Jedes Schicksal ist anders
Bei dir mag alles gut geklappt haben. Ich kenne auch eine Mutter, die mit Ende zwanzig alleinerziehend mit vier Kindern ist und dennoch ihr Studium durchgezogen hat und einen super Job hat, ihren Kindern viel ermöglicht usw.

Das ist aber nicht die Regel. Man kann hier auch nicht verallgemeinern und sollte beim konkreten Fall bleiben. Da sehe ich einfach sehr viel Unzufriedenheit über das eigene Schicksal und das wird irgendwo auch seine Quelle haben.
Anhaltspunkt ist für mich auch, dass das Mädchen ganz klar sagt, dass sie es anders machen möchte und ihr Leben in die Hand nimmt.

Man muss nicht drum herum reden, weil es einfach Fakt ist, dass es einer alleinerziehenden Mutter die sehr jung Mutter wurde, oft auch nicht gut geht und sie auch unter ihren Möglichkeiten bleibt.
Kinder vergleichen sich nun mal auch sehr und das Mädchen sieht in ihrem Umfeld vielleicht, wie es Kindern geht, die innerhalb einer Familie groß werden, die ihnen außer Liebe auch noch mehr bieten können.
Vielleicht lebt sie in einem Umfeld in dem solche Dinge eine große Rolle spielen.

Ich bin selbst alleinerziehend. Ich wurde nicht früh Mutter und kann meinen Kindern auch alleinerziehend einiges bieten. Dennoch ist man nicht vor dem Absturz gefeit. Wenn meine Kinder mir irgendwann etwas vorhalten, möchte ich dem mit Verständnis entgegen treten und ein offenes Ohr dafür haben.
Dass ich alleinerziehend bin nehme ich auch auf meine Kappe. Ich habe auch viel falsch gemacht, manches konnte ich nicht ändern. Aber es ist mir wichtig, keine Fronten zu schaffen und auf mein Lebensmodel zu beharren, als wäre ich noch überzeugt davon. Ehrlichkeit ist mir hierbei sehr wichtig. Ehrlichkeit darüber, dass ich es mir selbst auch lieber anders gewünscht hätte, ich die Unzufriedenheit nachvollziehen kann und ich mir für meine Kinder auch lieber etwas anderes gewünscht hätte.

Zur liebevollen Erziehung gehört für mich Ehrlichkeit, Verständnis, ein offenes Ohr dazu. Sich beleidigt in sein Schneckenhaus zurück zu ziehen und zu riskieren dass sich Fronten bilden, bringt nichts.
Wenn Kinder derart rebellieren, dann tun sie es häufig aus fehlendem Verständnis heraus und fehlender Offenheit. Ich finde es gerade bei alleinerziehenden Müttern auch wichtig, ehrlich zu sein und zu seinen Defiziten zu stehen.

Dein Modell hört sich bilderbuchmäßig an. Was ich aber so im Alltag mitbekommen habe sind Kinder, die durch den alleinerziehenden-Status ihrer Mütter sehr viele Nachteile und Defizite haben, einen schweren Alltag und schon früh Erwachsen werden mussten, weil sie nicht nur existentiell, finanziell, sondern auch emotional früh stark sein mussten.
Ein guter Freund ist bis heute für seine alleinerziehende Mutter da. Er wuchs mit seinem Bruder auf und musste früh auch emotional als Stütze da sein und sie mussten stark sein, vieles ausgleichen.

Ich selbst bin der Typ, der sich viel zu viele Tabus auferlegen ließ und vieles in sich hinein fraß. Das wünsche ich mir für meine Kinder nicht. Ich weiß nicht ob ich es anders hinbekomme. Zumindest habe ich den Anspruch. Jedenfalls wünsche ich mir keine angepassten Kinder die ihr Leid in sich hinein fressen und still vor sich hin leiden. Sondern Kinder die ehrlich sagen was sie bedrückt und ihnen fehlt. Auch wenn das schmerzhaft für mich sein sollte.

Das einfache Rezept, Hass mit Liebe zu bekämpfen, könnte auch hier passen. Denn im Grunde ist es nur heraus geschrienes Leid. Wenn man hier gegenseitig offen aufeinander zu geht, keine Kritik zum Tabus erklärt und offen ist über jedes Thema ehrlich zu sprechen und auch die eigenen Gefühle ehrlich wieder gibt, dann ist schon viel gewonnen.

In unserem Fall ist zumindest ein Vater da. Aber immer wieder sehe ich, wie schwer es wäre, wenn es ihn gar nicht gäbe. So etwas geht auch an Kindern nicht spurlos vorbei. Auch bei uns gibt es viele Defizite und ich bin mir sicher dass ich früher oder später mit den Ergebnissen dieser Defizite konfrontiert werde. Ich mache mir keine Illusionen darüber, dass ich trotz meines Status alles so hinbekommen und ausgleichen kann, dass wir dastehen, als wären wir eine komplette glückliche heile Familie. Das sind wir nicht.

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23. Januar 2015 um 23:01
In Antwort auf kleinermaulwurff

Jedes Schicksal ist anders
Bei dir mag alles gut geklappt haben. Ich kenne auch eine Mutter, die mit Ende zwanzig alleinerziehend mit vier Kindern ist und dennoch ihr Studium durchgezogen hat und einen super Job hat, ihren Kindern viel ermöglicht usw.

Das ist aber nicht die Regel. Man kann hier auch nicht verallgemeinern und sollte beim konkreten Fall bleiben. Da sehe ich einfach sehr viel Unzufriedenheit über das eigene Schicksal und das wird irgendwo auch seine Quelle haben.
Anhaltspunkt ist für mich auch, dass das Mädchen ganz klar sagt, dass sie es anders machen möchte und ihr Leben in die Hand nimmt.

Man muss nicht drum herum reden, weil es einfach Fakt ist, dass es einer alleinerziehenden Mutter die sehr jung Mutter wurde, oft auch nicht gut geht und sie auch unter ihren Möglichkeiten bleibt.
Kinder vergleichen sich nun mal auch sehr und das Mädchen sieht in ihrem Umfeld vielleicht, wie es Kindern geht, die innerhalb einer Familie groß werden, die ihnen außer Liebe auch noch mehr bieten können.
Vielleicht lebt sie in einem Umfeld in dem solche Dinge eine große Rolle spielen.

Ich bin selbst alleinerziehend. Ich wurde nicht früh Mutter und kann meinen Kindern auch alleinerziehend einiges bieten. Dennoch ist man nicht vor dem Absturz gefeit. Wenn meine Kinder mir irgendwann etwas vorhalten, möchte ich dem mit Verständnis entgegen treten und ein offenes Ohr dafür haben.
Dass ich alleinerziehend bin nehme ich auch auf meine Kappe. Ich habe auch viel falsch gemacht, manches konnte ich nicht ändern. Aber es ist mir wichtig, keine Fronten zu schaffen und auf mein Lebensmodel zu beharren, als wäre ich noch überzeugt davon. Ehrlichkeit ist mir hierbei sehr wichtig. Ehrlichkeit darüber, dass ich es mir selbst auch lieber anders gewünscht hätte, ich die Unzufriedenheit nachvollziehen kann und ich mir für meine Kinder auch lieber etwas anderes gewünscht hätte.

Zur liebevollen Erziehung gehört für mich Ehrlichkeit, Verständnis, ein offenes Ohr dazu. Sich beleidigt in sein Schneckenhaus zurück zu ziehen und zu riskieren dass sich Fronten bilden, bringt nichts.
Wenn Kinder derart rebellieren, dann tun sie es häufig aus fehlendem Verständnis heraus und fehlender Offenheit. Ich finde es gerade bei alleinerziehenden Müttern auch wichtig, ehrlich zu sein und zu seinen Defiziten zu stehen.

Dein Modell hört sich bilderbuchmäßig an. Was ich aber so im Alltag mitbekommen habe sind Kinder, die durch den alleinerziehenden-Status ihrer Mütter sehr viele Nachteile und Defizite haben, einen schweren Alltag und schon früh Erwachsen werden mussten, weil sie nicht nur existentiell, finanziell, sondern auch emotional früh stark sein mussten.
Ein guter Freund ist bis heute für seine alleinerziehende Mutter da. Er wuchs mit seinem Bruder auf und musste früh auch emotional als Stütze da sein und sie mussten stark sein, vieles ausgleichen.

Ich selbst bin der Typ, der sich viel zu viele Tabus auferlegen ließ und vieles in sich hinein fraß. Das wünsche ich mir für meine Kinder nicht. Ich weiß nicht ob ich es anders hinbekomme. Zumindest habe ich den Anspruch. Jedenfalls wünsche ich mir keine angepassten Kinder die ihr Leid in sich hinein fressen und still vor sich hin leiden. Sondern Kinder die ehrlich sagen was sie bedrückt und ihnen fehlt. Auch wenn das schmerzhaft für mich sein sollte.

Das einfache Rezept, Hass mit Liebe zu bekämpfen, könnte auch hier passen. Denn im Grunde ist es nur heraus geschrienes Leid. Wenn man hier gegenseitig offen aufeinander zu geht, keine Kritik zum Tabus erklärt und offen ist über jedes Thema ehrlich zu sprechen und auch die eigenen Gefühle ehrlich wieder gibt, dann ist schon viel gewonnen.

In unserem Fall ist zumindest ein Vater da. Aber immer wieder sehe ich, wie schwer es wäre, wenn es ihn gar nicht gäbe. So etwas geht auch an Kindern nicht spurlos vorbei. Auch bei uns gibt es viele Defizite und ich bin mir sicher dass ich früher oder später mit den Ergebnissen dieser Defizite konfrontiert werde. Ich mache mir keine Illusionen darüber, dass ich trotz meines Status alles so hinbekommen und ausgleichen kann, dass wir dastehen, als wären wir eine komplette glückliche heile Familie. Das sind wir nicht.

Versteh mich nicht falsch
Diskrepanzen gibt es in jeder Familie, also auch bei uns,ABER nicht einmal ich (die schlimmer als ein Aschenputtel von der eigenen Mutter behandelt wurde), habe mir jemals das Recht herausgenommen mit dieser Frau so zu reden,wie es hier beschrieben wurde.

Mein Verstand und mein angeborenes Sozialverhalten,haben es mir nie erlaubt.
Sicherlich habe ich rebelliert auf meine Art und Weise, aber nie hätte ich mir erlaubt mich derart zu äußern, denn keine Mutter hat so etwas verdient, ob sie nun eine Übermutter war oder das Gegenteil.

Es gibt Worte mit denen man andere Menschen erreicht, aber doch bitte nicht solche, oder?

Sicher hätte diese Mutter auch zugehört wenn die Tochter es anders ausgedrückt hätte.

Wie auch immer, der Respekt geht von Generation zu Generation mehr und mehr verloren.

Das kann man sicher nicht schön reden ,oder?

Menschen die Respekt kennen finden andere Wege, als ihre Eltern zu beleidigen...

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23. Januar 2015 um 23:30
In Antwort auf musel123

Versteh mich nicht falsch
Diskrepanzen gibt es in jeder Familie, also auch bei uns,ABER nicht einmal ich (die schlimmer als ein Aschenputtel von der eigenen Mutter behandelt wurde), habe mir jemals das Recht herausgenommen mit dieser Frau so zu reden,wie es hier beschrieben wurde.

Mein Verstand und mein angeborenes Sozialverhalten,haben es mir nie erlaubt.
Sicherlich habe ich rebelliert auf meine Art und Weise, aber nie hätte ich mir erlaubt mich derart zu äußern, denn keine Mutter hat so etwas verdient, ob sie nun eine Übermutter war oder das Gegenteil.

Es gibt Worte mit denen man andere Menschen erreicht, aber doch bitte nicht solche, oder?

Sicher hätte diese Mutter auch zugehört wenn die Tochter es anders ausgedrückt hätte.

Wie auch immer, der Respekt geht von Generation zu Generation mehr und mehr verloren.

Das kann man sicher nicht schön reden ,oder?

Menschen die Respekt kennen finden andere Wege, als ihre Eltern zu beleidigen...

Darum geht es aber nicht
Ich behaupte nicht dass es richtig ist, dass sie so mit ihrer Mutter redet und ich behaupte auch nicht dass Respektlosigkeit die richtige Methode ist, um Unmut kund zu tun.

Es ist bei dem Mädchen wohl eher so, dass sie sich aus einer Hilflosigkeit und einer Unfähigkeit heraus solcher Instrumente bedient.
Ihr fehlt einfach das richtige Werkzeug, um ihren Unmut auf eine konstruktive Art und Weise kund zu tun. In ihr sind Gefühle, die sich ihren Weg bahnen und auf diese Art und Weise zum Vorschein treten, weil ihre andere Möglichkeiten fehlen.
Daher sollte man versuchen diese Gefühle heraus zu extrahieren und auf sie einzugehen. Da ist viel Schutt vorhanden, aber darunter befindet sich ein verletztes und unglückliches Mädchen, das Verständnis benötigt.

Dass Du Deiner Mutter anders begegnet bist, ist nicht überraschend. Wenn Deine Mutter Dich stiefmütterlich behandelt hat, ist auch keine Fläche vorhanden, um überhaupt auf irgendeine Weise auf sie zuzugehen.
Bei der Threaderstellerin hingegen ist eine Fläche da. Es ist Liebe vorhanden, es ist ein schlechtes Gewissen vorhanden und somit sind viele Gefühle da, die eine Fläche bieten, damit die Tochter ihre Gefühle kund tut.
Wenn man hier ohne Fronten und eigene Verletztheit, mit viel Ehrlichkeit zu sich selbst und Neutralität auf die Tochter zu geht, sie in den Arm nimmt, wird das vieles von dem was sie an Negativem aufgebaut hat auflösen.

Ich habe selbst kleinere Kinder. Ich erlebe es auch dass sie wütend sind und hässlich werden, weinen und schreien. Dann wenn man sich am meisten darüber aufregt oder sich unfair behandelt fühlt, ist es gut das Kind in den Arm zu nehmen und ihm Liebe zu geben, statt Wut zu zeigen oder sich verletzt zu verkriechen.

"Nimm mich dann in den Arm, wenn ich es am wenigsten verdiene"

Vielleicht spreche ich auch aus einer Erfahrung heraus. Meine Mutter war auch eine junge Mutter, sie hat auch viele Fehler gemacht. Sie war nicht alleinerziehend, aber dafür hatte sie einen großen Nachholbedarf und andere Probleme waren vorhanden.
Meine Mutter war bei der kleinsten Kritik zu Tode beleidigt und hat das enge Verhältnis das vorhanden war quasi kurzzeitig aufgekündigt, statt sich mal ihren Fehlern zu stellen oder den Verhältnissen denen ich als Kind ausgeliefert war.

Ich sehe mich da auch wieder, da ich ich frage wieso das Mädchen in so jungen Jahren alleine lebt. Ich bin auch in dem Alter ausgezogen. Das ist alles sehr hart und ich bin auch auf dem Zahnfleisch gegangen und habe mit vielem gehadert. Jedenfalls will ich es als Mutter anders machen, auch wenn ich vieles gar nicht schaffe. Aber der Anspruch ist da. Wenn ich Kritik erhalten, werde ich mich dem nicht verschließen.

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