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Hilfe!! Gefühle gegenüber "Stiefsohn"!!!

21. August 2009 um 15:23 Letzte Antwort: 23. August 2009 um 21:46

Hallo,
habe lange überlegt, wie ich meinen Titel bezeichnen soll, aber kann keinen finden, der meine Situation treffend beschreibt.
Ich habe gesehen, dass das Thema "Stiefkinder" schon ausführlich in der Vergangenheit behandelt wurde, aber ich möchte mir gerne ein paar Punkte von der Seele schreiben und mal die Meinung von Menschen hören, die vielleicht in einer ähnlichen Lage sind.
Ich lebe seit gut fünf Jahren mit meinem Partner zusammen. Wir sind beide geschieden. Mein Freund hat einen Sohn (9,5 Jahre), ich habe keine eigenen Kinder. Nach anfänglichen Schwierigkeiten haben wir uns eigentlich immer sehr gut verstanden und arrangiert und akzeptieren uns! Ich beteilige mich auch ganz engagiert an seiner Erziehung und habe volle Rückendeckung von meinem Freund und seiner Ex (sprich der Kindesmutter) Also eigentlich alles super, alles top. Wenn nur manchmal diese Wut nicht wäre... Oder ich weiß gar nicht ob ich es wirklich Wut nennen kann, ich finde keine Worte für meine Empfindungen. Bei uns sind im Moment noch Ferien und der kleine Matz ist bei uns. Und diese Woche war ziemlich fürchterlich!!! Er benimmt sich wie der letzte Mensch, es kommen nur blöde unqualifizierte Sprüche in "Döner Deutsch", dass er echt einfach zum Abgewöhnen ist. Zudem möchte er natürlich den Tagesablauf bestimmen. Mich überkommt dann immer das Gefühl der Handlungsunfähigkeit! Keine Frage ich habe "unseren" Sohn wirklich irre lieb und er ist auch häufig bei uns, aber denke ich manchmal: warum ist er eigentlich da? Wäre es nicht schöner wenn es anders wäre??? Haltet mich bitte nicht für unmenschlich, aber kennt Ihr "Stiefmütter" auch dieses Gefühl immer mehr zu geben als zu bekommen?? Die "echte" Mutter kann machen was sie will, aber bleibt immer Nr. 1? Ich weiß, dass es so auch richtig ist, aber manchmal kann ich nichts gegen diese Wut tun! Diese richtet sich manchmal leider auch gegen meinen Freund, weil er dieses Kind gezeugt hat??? Ihr haltet mich bestimmt für eine egoistische Emanze, aber dem ist nicht so! Es gibt nur immer mal wieder solche Momente in denen ich mich frage ob das alles so richtig ist!!!
Wäre schön ein paar Meinungen von Euch zu hören!!!
Vielen Dank.


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21. August 2009 um 15:57

Hallo
Ich kann mir vorstellen dass Du Dich handlungsunfähig fühlst. Denn als neue Partner in dieser Konstellation, ist es nun einmal so, dass man nicht weiß wie man mit der Situation nun umgehen soll.
Dass Jungs in dem Alter auch mal sehr nerven können und einen auf obercool machen ist ja im Grund normal. Aber als NUR Partnernin des Mannes können wir uns ja nicht einfach so selbstverständlich verhalten wie es die Mutter tun würde. Wir kennen die Grenzen nicht und wollen nichts falsch machen. Zumal wir ja auch unter Beobachtung stehen, ob wir denn nun wirklich das Kind akzeptiert haben.
Eine Mutter würde wahrscheinlich in solche einem Fall auch mal den Jungen total zusammen stauchen und auch mal übel abfahren. Dann wäre vielleicht auch mal für ne Zeit lang Schluss.
Als Nicht-Mütter können wir das natürlich nicht, was wir als richtige Mütter sehr wohl machen würden.
Der Mann hingegen ist oft untätig, weil er ein schlechtes Gewissen gegenüber dem Kind hat, da es ja ohnehin die wenige Zeit ist die er mit ihm verbringt. Zumal Männer auch in einer normalen Familie gerne die Erziehung der Frau überlassen. Daher ist hier eigentlich die leibliche Mutter gefragt, die wir nicht ersetzen können und die auch nicht da ist.
Dennoch kannst Du auch anfangen härter vorzugehen. Denn es kann nicht sein dass er Euch auf der Nase rumtanzt. Immerhin ist es auch Dein Privater Bereich den Du schützen kannst. Leibliche Mütter lassen sich ja auch nicht alles bieten.
Weiteres Problem ist natürlich inwieweit der Junge sich das von der NUR Partner des Vaters bieten lässt. Aber wenn man begründet dass das hier auch Deine vier Wände sind, sollte das Legitimation genug sein denke ich. Immerhin ist er ja auch freiwillig da und kann ja auch bei seiner Mutter die Ferien verbringen wenn es ihm nicht passt. Es kann auch nicht sein dass Eure vier Wände für ihn ein rechtsfreier Raum sind. Also kannst Du auch schon Maßnahmen ergreifen oder auch mal wirklichen gehen. Wenn man also plötzlich das Gefühl hat, dass man nur noch weg will, dann geh auch einfach mal. Du bist ja nicht die Mutter. Das ist dann wieder Dein Luxus. Tu Dir da keinen Zwang an.

Natürlich kenne ich nicht nur das Gefühl mehr zu geben als zu nehmen, sondern ich weiß sogar dass es so ist. Wenn man sich als Frau ohne Kind auf einen Mann MIT Kind einlässt, lässt man sich automatisch von vornherein auch darauf ein mehr zu geben als der Mann. Das gehört einfach mit dazu und deshalb akzeptieren verdammt viele Frauen auch keinen Mann mit Kind.
Mein Exfreund war damals sehr erfreut darüber dass ich ihn akzeptiert habe, weil er ehrlich eingestand dass schon viele Frauen von ihm bereits beim Date Abstand genommen haben, wenn sie erfahren haben dass er Kinder hat.

Leider wird dieser Verzicht und diese Bereitschaft und Einsatz meist nicht gedankt. Es wird meist, nachdem man einmal akzeptiert hat, als selbstverständlich angesehen. Denn man hat es ja immerhin vorher gewusst, auf was man sich einließ. Pustekuchen. So viele Frauen merken erst wenn sie schon mitten drin sitzen und nicht mehr raus können, auf was sie sich wirklich eingelassen haben. Oftmals erkennt man erst Wochen und Monate später was es bedeutet einen Mann mit Kind akzeptiert zu haben. Die Defizite können zum Teil sehr lange vom Partner vertuscht werden, für den meist alles mit der Ex super geregelt ist und das Kind ganz toll ist, bis man langsam aber sicher merkt dass in einem Gefühle hoch kommen, die einem die Luft abschnüren.
Am Ende würgt man sich die Wochenenden dann nur noch rein.

Natürlich wäre es schöner wenn er kein Kind hätte. Ich mein das ist doch klar oder. Wir haben die Männer doch nicht ausgesucht WEIL sie ein Kind haben, sondern OBWOHL sie ein Kind haben. Wer wünscht sich denn ein Kind von einer anderen Frau. Wenn dann will man höchsten eigene Kinder. Das braucht man auch nicht falsch bescheiden zu sein, sondern sollte ehrlich zu seinen Gefühlen stehen und sich nicht verbiegen. Stehe einfach zu Deinen Gefühlen die ganz normal sind.

LG

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21. August 2009 um 16:15
In Antwort auf an0N_1296141299z

Hallo
Ich kann mir vorstellen dass Du Dich handlungsunfähig fühlst. Denn als neue Partner in dieser Konstellation, ist es nun einmal so, dass man nicht weiß wie man mit der Situation nun umgehen soll.
Dass Jungs in dem Alter auch mal sehr nerven können und einen auf obercool machen ist ja im Grund normal. Aber als NUR Partnernin des Mannes können wir uns ja nicht einfach so selbstverständlich verhalten wie es die Mutter tun würde. Wir kennen die Grenzen nicht und wollen nichts falsch machen. Zumal wir ja auch unter Beobachtung stehen, ob wir denn nun wirklich das Kind akzeptiert haben.
Eine Mutter würde wahrscheinlich in solche einem Fall auch mal den Jungen total zusammen stauchen und auch mal übel abfahren. Dann wäre vielleicht auch mal für ne Zeit lang Schluss.
Als Nicht-Mütter können wir das natürlich nicht, was wir als richtige Mütter sehr wohl machen würden.
Der Mann hingegen ist oft untätig, weil er ein schlechtes Gewissen gegenüber dem Kind hat, da es ja ohnehin die wenige Zeit ist die er mit ihm verbringt. Zumal Männer auch in einer normalen Familie gerne die Erziehung der Frau überlassen. Daher ist hier eigentlich die leibliche Mutter gefragt, die wir nicht ersetzen können und die auch nicht da ist.
Dennoch kannst Du auch anfangen härter vorzugehen. Denn es kann nicht sein dass er Euch auf der Nase rumtanzt. Immerhin ist es auch Dein Privater Bereich den Du schützen kannst. Leibliche Mütter lassen sich ja auch nicht alles bieten.
Weiteres Problem ist natürlich inwieweit der Junge sich das von der NUR Partner des Vaters bieten lässt. Aber wenn man begründet dass das hier auch Deine vier Wände sind, sollte das Legitimation genug sein denke ich. Immerhin ist er ja auch freiwillig da und kann ja auch bei seiner Mutter die Ferien verbringen wenn es ihm nicht passt. Es kann auch nicht sein dass Eure vier Wände für ihn ein rechtsfreier Raum sind. Also kannst Du auch schon Maßnahmen ergreifen oder auch mal wirklichen gehen. Wenn man also plötzlich das Gefühl hat, dass man nur noch weg will, dann geh auch einfach mal. Du bist ja nicht die Mutter. Das ist dann wieder Dein Luxus. Tu Dir da keinen Zwang an.

Natürlich kenne ich nicht nur das Gefühl mehr zu geben als zu nehmen, sondern ich weiß sogar dass es so ist. Wenn man sich als Frau ohne Kind auf einen Mann MIT Kind einlässt, lässt man sich automatisch von vornherein auch darauf ein mehr zu geben als der Mann. Das gehört einfach mit dazu und deshalb akzeptieren verdammt viele Frauen auch keinen Mann mit Kind.
Mein Exfreund war damals sehr erfreut darüber dass ich ihn akzeptiert habe, weil er ehrlich eingestand dass schon viele Frauen von ihm bereits beim Date Abstand genommen haben, wenn sie erfahren haben dass er Kinder hat.

Leider wird dieser Verzicht und diese Bereitschaft und Einsatz meist nicht gedankt. Es wird meist, nachdem man einmal akzeptiert hat, als selbstverständlich angesehen. Denn man hat es ja immerhin vorher gewusst, auf was man sich einließ. Pustekuchen. So viele Frauen merken erst wenn sie schon mitten drin sitzen und nicht mehr raus können, auf was sie sich wirklich eingelassen haben. Oftmals erkennt man erst Wochen und Monate später was es bedeutet einen Mann mit Kind akzeptiert zu haben. Die Defizite können zum Teil sehr lange vom Partner vertuscht werden, für den meist alles mit der Ex super geregelt ist und das Kind ganz toll ist, bis man langsam aber sicher merkt dass in einem Gefühle hoch kommen, die einem die Luft abschnüren.
Am Ende würgt man sich die Wochenenden dann nur noch rein.

Natürlich wäre es schöner wenn er kein Kind hätte. Ich mein das ist doch klar oder. Wir haben die Männer doch nicht ausgesucht WEIL sie ein Kind haben, sondern OBWOHL sie ein Kind haben. Wer wünscht sich denn ein Kind von einer anderen Frau. Wenn dann will man höchsten eigene Kinder. Das braucht man auch nicht falsch bescheiden zu sein, sondern sollte ehrlich zu seinen Gefühlen stehen und sich nicht verbiegen. Stehe einfach zu Deinen Gefühlen die ganz normal sind.

LG

Danke
Hallo kleinermaulwurff,
vielen Dank für das Feedback. Ich hatte bei solchen Gedanken immer ein schlechtes Gewissen!! Als ob ich jemandem Unrecht zufüge. Ich habe in meinem Freundeskreis leider keinen in meiner Situation, sondern entweder nur "funktionierende" Familien oder Freunde ohne Kinder!

Unser zu Hause ist für den Knirps eigentlich kein rechtsfreier Raum, sondern er weiß das hier Regeln gelten (die zum größten Teil ich aufgestellt habe) an die er sich zu halten hat, weil ich bei so etwas doch relativ streng mit ihm bin, weil ich eine ganz andere Ansicht und Meinung über Erziehung habe als seine Mutter. Allerdings hast Du mit einem Punkt Recht:

Das die Väter den "Stiefmüttern" viel Verantwortung übertragen und oder fordern! Allerdings kommt man da als Zweitmutter auch relativ schwer wieder raus! Wenn man einmal mit vollem Engagement dabei ist, kann man sich schwer wieder herausziehen! Und meine Engagement war und ist ziemlich hoch! Ich würde fast sagen, dass unser Sohn Erziehung erst kennen gelernt hat, als ich dazu kam! Hört sich arrogant an, ist aber so!

Aber ich habe und tue es immer noch gern, weil ich weiß das mein Sohn mich liebt! (Es ist toll zu hören, wenn er sagt, dass er mich lieb hat) Manchmal ist es so, dass er mich versehentlich Mama nennt! Dann wird er immer rot und grinst! Ach er ist schon ein süßer Kerl!

Ich finde nur mit den Jahren denkt man anders über Kinder nach, vor allem über eigenen Nachwuchs!
Ich bin da objektiver geworden und nicht mehr so emotional! Vor allem wenn schon Kinder da sind! Die Frage nach der Finanzierung einer Zweitfamilie und die Frage ob der Partner der richtige Vater für Kinder darstellt!

LG

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21. August 2009 um 17:44
In Antwort auf an0N_1296141299z

Hallo
Ich kann mir vorstellen dass Du Dich handlungsunfähig fühlst. Denn als neue Partner in dieser Konstellation, ist es nun einmal so, dass man nicht weiß wie man mit der Situation nun umgehen soll.
Dass Jungs in dem Alter auch mal sehr nerven können und einen auf obercool machen ist ja im Grund normal. Aber als NUR Partnernin des Mannes können wir uns ja nicht einfach so selbstverständlich verhalten wie es die Mutter tun würde. Wir kennen die Grenzen nicht und wollen nichts falsch machen. Zumal wir ja auch unter Beobachtung stehen, ob wir denn nun wirklich das Kind akzeptiert haben.
Eine Mutter würde wahrscheinlich in solche einem Fall auch mal den Jungen total zusammen stauchen und auch mal übel abfahren. Dann wäre vielleicht auch mal für ne Zeit lang Schluss.
Als Nicht-Mütter können wir das natürlich nicht, was wir als richtige Mütter sehr wohl machen würden.
Der Mann hingegen ist oft untätig, weil er ein schlechtes Gewissen gegenüber dem Kind hat, da es ja ohnehin die wenige Zeit ist die er mit ihm verbringt. Zumal Männer auch in einer normalen Familie gerne die Erziehung der Frau überlassen. Daher ist hier eigentlich die leibliche Mutter gefragt, die wir nicht ersetzen können und die auch nicht da ist.
Dennoch kannst Du auch anfangen härter vorzugehen. Denn es kann nicht sein dass er Euch auf der Nase rumtanzt. Immerhin ist es auch Dein Privater Bereich den Du schützen kannst. Leibliche Mütter lassen sich ja auch nicht alles bieten.
Weiteres Problem ist natürlich inwieweit der Junge sich das von der NUR Partner des Vaters bieten lässt. Aber wenn man begründet dass das hier auch Deine vier Wände sind, sollte das Legitimation genug sein denke ich. Immerhin ist er ja auch freiwillig da und kann ja auch bei seiner Mutter die Ferien verbringen wenn es ihm nicht passt. Es kann auch nicht sein dass Eure vier Wände für ihn ein rechtsfreier Raum sind. Also kannst Du auch schon Maßnahmen ergreifen oder auch mal wirklichen gehen. Wenn man also plötzlich das Gefühl hat, dass man nur noch weg will, dann geh auch einfach mal. Du bist ja nicht die Mutter. Das ist dann wieder Dein Luxus. Tu Dir da keinen Zwang an.

Natürlich kenne ich nicht nur das Gefühl mehr zu geben als zu nehmen, sondern ich weiß sogar dass es so ist. Wenn man sich als Frau ohne Kind auf einen Mann MIT Kind einlässt, lässt man sich automatisch von vornherein auch darauf ein mehr zu geben als der Mann. Das gehört einfach mit dazu und deshalb akzeptieren verdammt viele Frauen auch keinen Mann mit Kind.
Mein Exfreund war damals sehr erfreut darüber dass ich ihn akzeptiert habe, weil er ehrlich eingestand dass schon viele Frauen von ihm bereits beim Date Abstand genommen haben, wenn sie erfahren haben dass er Kinder hat.

Leider wird dieser Verzicht und diese Bereitschaft und Einsatz meist nicht gedankt. Es wird meist, nachdem man einmal akzeptiert hat, als selbstverständlich angesehen. Denn man hat es ja immerhin vorher gewusst, auf was man sich einließ. Pustekuchen. So viele Frauen merken erst wenn sie schon mitten drin sitzen und nicht mehr raus können, auf was sie sich wirklich eingelassen haben. Oftmals erkennt man erst Wochen und Monate später was es bedeutet einen Mann mit Kind akzeptiert zu haben. Die Defizite können zum Teil sehr lange vom Partner vertuscht werden, für den meist alles mit der Ex super geregelt ist und das Kind ganz toll ist, bis man langsam aber sicher merkt dass in einem Gefühle hoch kommen, die einem die Luft abschnüren.
Am Ende würgt man sich die Wochenenden dann nur noch rein.

Natürlich wäre es schöner wenn er kein Kind hätte. Ich mein das ist doch klar oder. Wir haben die Männer doch nicht ausgesucht WEIL sie ein Kind haben, sondern OBWOHL sie ein Kind haben. Wer wünscht sich denn ein Kind von einer anderen Frau. Wenn dann will man höchsten eigene Kinder. Das braucht man auch nicht falsch bescheiden zu sein, sondern sollte ehrlich zu seinen Gefühlen stehen und sich nicht verbiegen. Stehe einfach zu Deinen Gefühlen die ganz normal sind.

LG

Ja, dann machst Du ja schon sehr viel richtig
Dann hast Du quasi die Oberhand über alles. Allerdings natürlich mit der Gefahr dass dann auch die ganze Arbeit und der Einsatz an Dir hängen bleibt. Da muss man dann aufpassen wo man selbst bleibt und muss dann wiederum die Grenze dort ziehen.

Das erinnert mich auch alles sehr an Reneemäuschens Geschichte, weil sie auch sehr viel für den Jungen tut und sogar wohl mehr als der eigene Vater es tut, weil sie sich in der Verantwortung sieht. Dazu kann sie sicher mehr sagen.

Aber vom Wumsch nach einem eigenen Kind solltest Du keinen Abstand nehmen. Wir haben auch ein gemeinsames Kind und daher weiß ich, dass viele meiner negativen Gefühle vorher vorhanden waren, weil ich selbst ohne Kind das Gefühl eines Verlustest hatte und nun alles lockerer sehen und handhaben kann. Leider habe ich dazu nicht mehr die Gelegenheit, da seit Anfang des Jahres aufgrund großer Probleme mit der KM kein Kontakt mehr zum Kind möglich ist. Aber das ist eine längere Geschichte.

LG

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21. August 2009 um 20:07
In Antwort auf an0N_1296141299z

Ja, dann machst Du ja schon sehr viel richtig
Dann hast Du quasi die Oberhand über alles. Allerdings natürlich mit der Gefahr dass dann auch die ganze Arbeit und der Einsatz an Dir hängen bleibt. Da muss man dann aufpassen wo man selbst bleibt und muss dann wiederum die Grenze dort ziehen.

Das erinnert mich auch alles sehr an Reneemäuschens Geschichte, weil sie auch sehr viel für den Jungen tut und sogar wohl mehr als der eigene Vater es tut, weil sie sich in der Verantwortung sieht. Dazu kann sie sicher mehr sagen.

Aber vom Wumsch nach einem eigenen Kind solltest Du keinen Abstand nehmen. Wir haben auch ein gemeinsames Kind und daher weiß ich, dass viele meiner negativen Gefühle vorher vorhanden waren, weil ich selbst ohne Kind das Gefühl eines Verlustest hatte und nun alles lockerer sehen und handhaben kann. Leider habe ich dazu nicht mehr die Gelegenheit, da seit Anfang des Jahres aufgrund großer Probleme mit der KM kein Kontakt mehr zum Kind möglich ist. Aber das ist eine längere Geschichte.

LG

Ärger mit KM
Hi kleinermaulwurff,
oh das tut mir sehr leid für Euch alle. Wie kommt Ihr denn mit dem Verlust Eures Kindes klar?
Es ist so erschreckend, dass Eltern (vor allem Vätern) die Gelegenheit genommen wird ihre Kinder zu sehen, weil Diskrepanzen im Wege stehen.
Auch für Dich. Aus Deinen Worten höre ich dass Du auch eine ganz engagierte Zweitmama bist/warst.

LG

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21. August 2009 um 21:47
In Antwort auf gala_11948604

Ärger mit KM
Hi kleinermaulwurff,
oh das tut mir sehr leid für Euch alle. Wie kommt Ihr denn mit dem Verlust Eures Kindes klar?
Es ist so erschreckend, dass Eltern (vor allem Vätern) die Gelegenheit genommen wird ihre Kinder zu sehen, weil Diskrepanzen im Wege stehen.
Auch für Dich. Aus Deinen Worten höre ich dass Du auch eine ganz engagierte Zweitmama bist/warst.

LG

Wir haben uns mittlerweile an den Gedanken gewöhnt
Es ist einfach sehr sehr viel passiert und wir sind immer noch mit den juristischen Nachwirkungen beschäftigt. Aber das ist eine lange Geschichte. Bald steht der nächste prozess an. Die Frau hat insgesamt 3 Klagen und eine Anzeige laufen, weswegen mein Mann wohl verurteilt werden wird, weil der Richter der ach so armen Frau glauben schenkt.

Für mich ist es einfach. Ich bin so ausgelastet mit meinem Baby und mittlerweile geht es uns auch gut mit allem, so dass es für mich weniger ein Problem ist. Es hat mir anfangs nur sehr leid getan für meinen Mann. In erster Linie ist es ja sein Kind. Ich habe es nie als unser Kind angesehen, sondern wirklich nur als sein Kind, auch wenn ich mich viel eingesetzt habe. Ich konnte es nicht als mein Kind ansehen, weil der negative Einfluss der Frau einfach zu groß war und das Kind auch total auf meinen Mann fixiert war.
Es war alles nicht so einfach, solange er das Kind sehen durfte. Es hat meinen Mann sehr mitgenommen und es hatte sehr negative Einflüsse auf unsere Beziehung, ich hab da einiges durch gemacht. Daher bin ich nicht so traurig drum, da jetzt mit dem Verlust des Kindes auch Ruhe eingekehrt ist. Ach es war alles sehr problematisch, so dass sogar die Großeltern sagen, dass es besser ist so. Immerhin ist mein Mann ja auch in erster Linie ihr Kind und sie können nicht zulassen, dass der Umgang mit dem Enkel ihren Sohn so mitnimmt und gefährdet.

Tja, für meinen Mann tut es mir sehr leid. Aber hier kommt uns endlich mal eine im Grunde schlechte Eigenschaft der Männer zugute. Nämlich dass sie gute Verdränger sind. Er hat sich jetzt völlig auf unseren Sohn eingelassen und er wollte ja auch so gerne noch ein Geschwisterchen und dieses ist ja unterwegs. So dass er auch in die Zukunft blicken kann.
Er hat so viel Mist in der Ehe erlebt, unbeschreiblich und dann auch noch hinterher.
Wir haben ja immer noch die Prozesse am Hals. Aber immerhin müssen wir mit der Frau sonst nix mehr zu tun haben. Alles in allem ist es konsequent von ihr, dass er den Jungen nicht mehr sehen kann. Denn wenn man jemanden mit Prozessen und Anzeigen überzieht und nicht in die Scheidung einwilligt, so dass wir noch 2 Jahre warten müssen bis zur Scheidung, dann ist es auch besser wenn er ihr bei den Übergaben nicht gegenüber treten muss um in ihre Fresse zu sehen. Auch um den Preis des Kindes, was nichts für alles kann und mir auch leid tut. Aber es liegt nicht in unserer Macht.

Ich bin auch froh so wie es ist. Ich hätte nur gerne gehabt dass er vielleicht wenigstens einmal im Monat begleiteten Umgang in den Räumen des Jugendamtes oder so hätte, damit dass Kind weiß, ich hab einen Vater und ich weiß dass er mich liebt. Aber mein Mann will sich nicht wie ein Verbrecher behandeln lassen und verzichtet auf alles. Vor allem weil er dann um die Termine zu vereinbaren sich mit der Frau an einen Tisch setzen müsste. Er setzt darauf dem Jungen irgendwann später alles zu erzählen und dass es nicht in seiner Macht lag.
Bei weiteren unbeaufsichtigten Besuchen müssten wir als nächstes damit rechnen dass sie eventuell Anzeigen wegen Kindesmisshandlung oder Missbrauch oder so erfinden könnte. Der ist ja alles zuzutrauen und sie wäre nicht die erste die sowas macht. Er ist jetzt Vater meiner Kinder und ich will nicht dass er als nächstes im Knast landet. Beim letzten Prozess hat sie eine Stunde lange dem Richter was vorgeheult und der hat ihr wohl noch geglaubt, Beim nächsten Termin haben wir mehrere Zeugen. Mal sehen ob sich dann was ändert. Auf jeden Fall kostet und das alles auch sehr viel Geld.

Es ist traurig. Mit dem Verlust des Kindes verschwindet gleichzeitig auch die ganze Last. Es ist traurig dass der Verlust des kindes gleichzeitig eine Erleichterung bedeutet. Ich weiß nicht wirklich was in meinem Mann so vorgeht. Aber die traurigste erste Zeit ist schon vorüber. Da wir so sehr mit juristischem beschäftigt sind, ist alles halt auch davon überlappt.

Es war schwierig für mich solange wir das Kind jedes WE bei uns hatten. So goldig er war, spürte ich doch den Einfluss der Frau. Sie hatten so eine schlimme Ehe und Trennung, dass mein Mann nach jeder Begegnung nach den Übergaben total schräg drauf war und es auch negative Auswirkungen auf unsere Beziehung hatte. Ich spürte die ganze Gesinnung der Frau. Sie war jede Woche total erpicht darauf ja den Jungen abzugeben: Mit dem Motiv, dass mein Mann sich so oft wie möglich um das Kind kümmern soll, damit sie entlastet wird und er belastet wird, da es ja immerhin auch sein Sohn ist. Dabei hatte sie das Kind geplant als sie bereits in der Trennungsphase waren und er blieb wegen dem Kind. Sie hat schon in der Beziehung, wenn sie sauer auf ihn war, einfach ihn mit dem Kind allein gelassen und ist abgezischt. Als eine Art Bestrafung für ihn. Das kam 1-2mal die Woche vor. Und ich spürte die Gehetztheit von meinem Mann, ja jedes WE das Kind abzuholen, um sie bei Laune zu halten. Deshalb fuhr er sogar nie in Urlaub, damit er immer bereit sein kann. Sowas ging auch an mir nicht spurlos vorbei und es ist nur ein Beispiel dafür wie sehr uns mit dem Verlust des Kindes auch die Last genommen wurde.
Sie zog ihm immer alte, unpassende oder zu enge Sachen an, damit er ihn neu einkleidet, was er auch tat. Beim nächsten mal hatte er wieder alte Sachen an, damit sich das jede Woche wiederholt.
Ich mein, das Kind lief dann z.B. im Sommer in Winterstiefeln rum, wenn wir nicht neue Schuhe kauften. Das tut sie doch in erster Linie dem Kind an.
Sie wollte immer dass der Junge jedes WE die Großeltern besuchen soll, so dass mein Mann an den WE bei seinen Eltern rumhing. Auch ganz toll für eine Beziehung.
Ach da war noch so viel. Und dann auch noch der Scheidungskrieg den sie angezettelt hat. Also was soll man da noch machen.

Es ist halt auch immer die Frage wie man das mit dem Kind regelt, wenn ein regelrechter Scheidungskrieg zugange ist. In diesem Fall kamen die ganzen Angriffe von der Frau. Damit macht sie ja selbst schon jeden Umgang unmöglich, statt dankbar zu sein dass er sich so intensiv gekümmert und bemüht hat. Und dann hat sie auch noch jeden Umgang unterbunden. Mittlerweile, nach der krassen Anzeige wollen wir es selbst auch nicht mehr. Irgendwo muss man sich auch schützen und an die eigene Familie denken.

Wie ich damals mit allem umging kannste übrigens in meinem eigenen Thread nachlesen, hier im Forum.

LG

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22. August 2009 um 16:55

Ja - es hört sich alles sehr zuversichtlich an
Ich war damals auch sehr hin und hergerissen. Da ja alles mit der Ex so schlecht verlief bzw. weil sie das Kind als Druckmittel missbraucht hat, um meinen Mann das Gefühl der Bestrafung zu geben und jedes Besuchswochenende zum Bußgang umzufunktionieren, war alles sehr unschön.
Da war kein Gedanke daran dass alles zum Wohl des Kindes geschieht, sondern als Motiv klar Rache und Bestrafung vorhanden.
Aus diesem Grund wäre es mir auch lieber gewesen, wenn wir das Kind hätten zu uns nehmen können. Die KM wäre damit jedoch nicht einverstanden gewesen. Dann würde ja immerhin der Unterhalt für das Kind wegfallen und wie würde sie auch nach außen dastehen, als Mutter die ihr Kind weggibt. Obwohl es dem Kind hier besser gegangen wäre, als in ihrer Zweizimmer Wohnung, in der sie mit Lebensgefährten und ihrer Tochter aus erster Ehe wohnte, also zu viert.
Gleichzeitig waren für mich die WE unerträglich, weil auch mein Mann so negativ beinflusst und überfordert mit allem war und auch sehr viel mir gegenüber falsch machte.
Daher war es für einen Außenstehenden nicht ganz nachvollziehbar, dass ich auf der einen Seite Horror vor den Besuchswochenenden hatte, die ja zum Wohl des Kindes stattfanden und auf der anderen Seite gleichzeitig am liebsten den Kleinen ganz bei uns gehabt hätte.

Es ist dann nämlich ein großer Unterschied wenn das Kind nicht mehr über die KM läuft und auch deren Einfluss entzogen ist. Dann ist schon sehr viel von dem , was Probleme macht, aufgehoben. Gleichzeitig würde der gesamte Kontakt auch nicht mehr unter der Macht und dem Einfluss der Frau stehen, also auch nicht mit Bestrafung Rache etc.
Wir hatten auch gute Argumente um das Kind ganz zu uns zu holen, bei ihren beengten Verhältnissen, obwohl sie genug Geld zur Verfügung hatte und wo sie doch eh am liebsten wollte, dass das Kind auch noch unter der Woche 2 Tage zu uns kommt. Wieso sollte es dann noch bei ihr leben, wenn er 4 Tage die Woche bei uns wäre, wenn wir hier noch bessere Bedingungen und auch Zeit haben?! Na ja, ist ja eh Vergangenheit und alles sieht ohnehin nun ganz anders bei uns aus.

Deshalb kann ich Euch, Reneemäuschen, beglückwünschen dass es bei Euch so gut hingehauen hat und die Adoption auch bald durch ist.

LG

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23. August 2009 um 20:17

Vielen vielen Dank
Hallo Ihr Lieben,

ich danke Euch sehr für Eure Meinungen, Ansichten und Ratschläge. Schön mal mit "Leidensgenossen" zu reden. Man posaunt ja auch nicht laut, wenn man diese Agrophasen hat und sein Stiefkind zum Mond schießen möchte.

Eigentlich ist ja auch nicht alles schlimm. Wir kennen uns ja auch schon lange und haben einander auch sehr lieb. Manche Dinge muss ich vielleicht einfach akzeptieren. Unser Kind möchte mich bestimmt nicht kränken, wenn er manche Sachen sagt oder Dinge tut. Ich glaube nicht das er soweit denkt, sondern nur seine Gedanken ausspricht, weil bei uns natürlich auch andere Regeln gelten, als in seinem zweiten zu Hause.

Man darf gar nicht erst in Versuchung geraten einen Konkurrenzkampf auszufechten, weil man den immer verliert. Habe sie aber glaube ich lange als Konkurrentin gesehen, was absolut falsch ist. Er übernimmt ja auch Dinge von mir und hat Charakterzüge von den meinen angenommen.

In Großem und Ganzen bin ich ja froh das es ihn gibt, weil wenn er nicht existiert hätte, hätte ich meinen Mann nie kennen gelernt und den möchte ich auf keinen Fall missen! Seinen Sohn habe ich gleich als Garnierung dazu bekommen!!

Ich danke Euch sehr und toi toi toi.



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23. August 2009 um 21:46
In Antwort auf gala_11948604

Vielen vielen Dank
Hallo Ihr Lieben,

ich danke Euch sehr für Eure Meinungen, Ansichten und Ratschläge. Schön mal mit "Leidensgenossen" zu reden. Man posaunt ja auch nicht laut, wenn man diese Agrophasen hat und sein Stiefkind zum Mond schießen möchte.

Eigentlich ist ja auch nicht alles schlimm. Wir kennen uns ja auch schon lange und haben einander auch sehr lieb. Manche Dinge muss ich vielleicht einfach akzeptieren. Unser Kind möchte mich bestimmt nicht kränken, wenn er manche Sachen sagt oder Dinge tut. Ich glaube nicht das er soweit denkt, sondern nur seine Gedanken ausspricht, weil bei uns natürlich auch andere Regeln gelten, als in seinem zweiten zu Hause.

Man darf gar nicht erst in Versuchung geraten einen Konkurrenzkampf auszufechten, weil man den immer verliert. Habe sie aber glaube ich lange als Konkurrentin gesehen, was absolut falsch ist. Er übernimmt ja auch Dinge von mir und hat Charakterzüge von den meinen angenommen.

In Großem und Ganzen bin ich ja froh das es ihn gibt, weil wenn er nicht existiert hätte, hätte ich meinen Mann nie kennen gelernt und den möchte ich auf keinen Fall missen! Seinen Sohn habe ich gleich als Garnierung dazu bekommen!!

Ich danke Euch sehr und toi toi toi.



Es ist eigentlich...
... ja schon alles gesagt. Ich wollte noch anfügen, dass ich denke, dass wir damit wohl leben müssen, dass unser Leben vielleicht aus mehr (oder anderen) Kompromissen besteht, als in Beziehungen ohne Kind eines Partners. Anfangs dachte ich immer, dass sich alles geben muss und alle Probleme irgendwann verschwinden. Ich denke nicht mehr, dass es so kommt. Dafür gibt es viel, was wir für uns daraus ziehen können, finde ich. Ich habe durch das Kind jedenfalls viel gelernt, auch über mich selbst.

Außerdem wollte ich noch sagen, dass mir mal von einer lieben Person gesagt wurde, dass einem das eigene Kind ebenfalls furchtbar auf den Wecker gehen kann. Es hat ja dann wahrscheinlich auch so manche nervige Eigenschaft von seinem Vater Finde ich irgendwie beruhigend.

Lieben Gruß

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