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Hilfe! Depression wegen Wechselmodell

18. März 2013 um 10:21

Hallo,
ich bin neu hier im Forum. Zum ersten mal in meinem leben Poste ich etwas im Internet, in der Hoffnung das es Menschen lesen die das gleiche durchmachen oder zumindest ein offenes und unvoreingenommenes Ohr für mich haben.

Wo fange ich an?

Ich bin geschieden, mein Exmann und ich bemühen uns einen respektvollen Umgang zu pflegen. Er war ein guter Ehemann, wir waren allerdings sehr Jung, als wir uns ineinander Verliebten. Die Trennung ging von mir aus, wir hatten uns in verschiedene richtungen entwickelt, was dann auch zur Trennung führte. Für unsere Tocher wäre es natürlich besser gewesen Mama und Papa bleiben zusammen, da es aber an liebe mangelte haben wir uns entschieden getrennte wege zu gehen. Da wir der Meinung sind, dass unsere Tochter beide Elternteile braucht haben wir uns für das Wechselmodell entschieden. Das heißt die kleine Maus ist eine Woche bei Ihrem Papa und eine Woche bei mir. Mir kam nie in den Sinn das sie ihren Papa nur alle 14 Tage am Wochenende sehen darf. Sie braucht ihren Papa und liebt ihn auch sehr. Ich würde meiner Tochter damit mehr leid zufügen als alles andere und ihrem Papa auch.
Ihr geht es mit dieser lösung sehr gut. Sie ist 6 Jahre und kommt dank dieses Modells sehr gut mit der Situation zurecht. Auch die Erzieherinen im Kindergarten haben mir gesagt, das sie ein sehr fröhliches und aufgewecktes Kind ist und sie keinerlei auffälligkeiten zeigt, ganz im gegenteil zu den anderen Kindern in der Kita, bei denen die Eltern geschieden sind.

Seit über einem Jahr verfahren wir jetzt so, und eigentlich müsste es mir gut gehen, da ich weiß es geht ihr gut. Leider ist dies nicht der Fall. Ich leide unter starken Depressionen und nehme seit 1 Woche auch Tabl. und bin in Behandlung. Die Woche ohne meine kleine ist die Hölle. Ich bin Kraftlos und bin es leid gegen die Vorurteile in der Familie und im Freundeskreis anzukämpfen. Alle sind der Meinung das ein Kind zur Mutter gehört und wie ich das nur machen kann. Unterstützung bekomme ich im Moment nur von meinem neuen Lebensgefährten, für den die ganze Situation langsam aber auch sehr schwierig wird. Ich weiß das ich das richtige tue, trotzdem bin ich am Boden zerstört. Ich liebe mein Kind über alles. Die zeit vor der Scheidung war auch sehr kräftezehrend, mein Exmann und ich mussten natürlich auch erst einen weg finden mit der Situation umzugehen. Anfangs dachte ich das es mit der zeit leichter wird, aber irrtum!!!!!

Ich bin jetzt seit 3 Wochen Krankgeschrieben, Gottseidank hat mein Arbeitgeber verständnis für meine Situation. Anfangs tat mir die Arbeit bzw. die Ablenkung sehr gut, jetzt weiß ich nicht mehr wie ich morgens aus dem bett komme. Alles ist mir zuviel. Ich möchte einfach wieder Glücklich sein. Ich kann nicht mehr lachen, alles ist so schwer und mein Tag wird von Kummer und Traurigkeit begleitet. Ich spühre das mir Lebensqualität verloren geht, dabei möchte ich doch nur glücklich sein mein Leben und vorallem die Woche mit meinem kleinen Engel genießen. Ich habe Angst nicht mit der Situation klar zukommen, dachte sogar daran wieder zurück zu meinem Exmann zu gehen. Ich weiß aber das dass der falsche Weg wäre. Ich hoffe nur, das ich die Depression besiege und mein leben zurück bekomme.

Für Antworten bin ich euch sehr dankbar - Ich hoffe das dieses Forum mir vielleicht helfen kann und ich durch mein offenes Erzählen, vielleicht gleichgesinnte Treffe und ich es so ein stückweit verarbeiten kann.

Danke das ihr euch die Zeit genommen habt.

LG

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24. März 2013 um 22:32

Depressionen wegen Wechselmodell
Hallo, ich bin auch neu in diesem Forum. Auch ich verstehe mich noch gut mit meinem Mann, und unser Sohn ist nur an den Wochenenden bei mir. Er ist erst 2 und braucht uns beide. Sein Vater und ich kommen gut zurecht und um des Kindes willen finden wir gute Lösungen.
Auch ich bin depressiv. Ich bin in Behandlung und medikamentös eingestellt, also stabil. Zzt ist mein Mann mit meinem Sohn in der Kur und es geht mir jedes Wochenende schlechter. Ich weine fast die ganze Zeit und wenn ich das nicht tue, schlafe ich. Montags ist es dann immer besser. Mir graut vor Ostern, denn mein kleiner kommt erst danach zurück. Trotz Medikamenten und Therapie ist es sehr schwer, nicht komplett zu versinken.
Ich schicke Dir ganz viel Kraft, denn für unsere Kinder müssen wir stark sein. Ich hatte in ganz schlimmen Momenten auch dumme Gedanken, aber dann würde ich meinen Kleinen aufgeben und das ist keine Option.
Halt durch, du bist stärker als Du denkst!
Liebe Grüsse

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25. März 2013 um 0:29

??
Hallo Sarina,

es ist leider, so dass wir Frauen uns in einer bestimmten Rolle sehen, --wir werden so konditioniert, -und sobald wir von der gesellschaftlichen Norm (in deinem Fall die Aussagen der Familie das kind gehört zur Mutter) abweichen uns innerlich selbst als 'Rabenmutter' bezeichnen. Bei dir ist eine Ambivalenz in deinen Zeilen zu erkennen, du schreibst einerseits, dass es für dich ausser Frage steht, dass der Vater genauso viel Besuchsrecht hat wie du. Zu diesem Satz folgendes: Es zeigt eine sehr großzügige und weitsichtige Haltung gegenüber Deinem EX mann und deinem Kind. Denn wie viele Männer weinen nachts, klagen vor Gerichte, sitzen in Psychatrien, weil sie den Kindesentzug nicht verkraften und weil sie unverständigen Müttern gegenüber handeln müssen.und dann von noch unverständlichen Familienrichtern gesagt bekommen, dass sie ihr Kind nicht sehen dürfen.....
Nochmal deine Grundhaltung ist, klar er darf die Kleine sehen.

Zweitens, du selbst schreibst dein Kind ist sehr glücklich, das bestätigen dir auch die Kindergärtnerinnen...frage dich wieso ist es glücklich, frage dich wäre es weiter so glücklich wenn es nicht mehr zum Vater dürfte...oder nur noch am _Wochenende...

Drittens, du schreibst, wenn das Kind die woche nicht da ist ist für dich die Hölle, warum??? Dein Kind kommt glücklich zurück--ist dein Problem nicht dahingehend, dass du Angst hast dem kind würde etwas zustopßen und diejenigen aus deiner Verwandtschaft, welche deine Haltung negieren,würden dann mit dem Finger auf dich Zeigen?
Sarina, heute ist dein Kind 6. Dein Ex mann muss auf sie aufpassen und wenn etwas geschieht, dann ist das eben so...du wirst dein Kind niemals 100 % beschützen können, heute nicht und in 5 Jahren nicht.
Als du deine Entscheidung getroffen hast aus vollem Herzen dass das Kind seinen Vater braucht warst du mit dir im Einklang. Arbeite daran die Worte der anderen als ihre stehen zu lassen. Es sind ihre Ansichten nicht DEINE. Lasse nicht zu Ihre Ansichten zu Deinen zu machen..

Wenn dein kind nochmal zu seinem Vater geht...zünde eine weisse Kerze an und sage liebe Engel beschützt meine Kleine, und dann Sarina gehst du spazieren oder machst dinge welche du gerne tust... sage deinem Ex dass du jeden 2. Abend deine Kleine anrufen willst weil du ihre Stimme hören möchtest da es dir zurzeit nicht so gut geht.... Versuch Sport zu treiben. joggen kann die Depression schneller abklingen lassen...versuch das Mass der Tabletten wirklich zu minimieren, informiere dich über das Medikament, denn es gibt leider Ärzte die die zeiten nicht beachten, es gibt manche Anti Depressiva die nach einnahmezeiten von 6 Wochen schon abhängig machen... es wichtiger dass du jetzt gesundheitlich dich um dich kümmerst und es ist gut wenn die kleine in der zeit bei ihrem Vater ist...
Sarina wenn ein Kind lacht und sein kindsein unbeschwert leben kann was hast du dann falsch gemacht---nichts--
frage dich wieso du auf den Gedanken kommst nochmal zu deinem mann zurück zu wollen...wieviel er dir vielleicht doch noch bedeutet...frage dich das mal und sende mir gerne eine antwort..

LG

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25. März 2013 um 16:41

Da kannst du ja froh sein das er das auch so will!
Also ich will mich mal äußern dazu...ich bin sozusagen die neue von meinem Freund....vorher war er mit seiner Ex zusammen und mit ihr hat er ein Kind!

Sie hat ihn das Kind nun ein halbes Jahr gar nicht sehen lassen.....was ich eine unglaubliche Frechheit finde.....sie meinte sie muss sich das recht raus nehmen ihn mit dem kleinen zu erpressen.....wir gingen zum Anwalt....momentan sieht er das Kind einmal in der Woche eine Stunde beim Kinderschutzbund, wird sich aber bald änder auf alle zwei Wochenenden....da muss man sagen bist du ja wirklich richtig lieb!! TOP für das Kind!!!

Naja nun mal aus meiner Sicht....ich als neue bin froh das nun bald dieses alle zwei Wochenende Modell stattfindet....ich hätte es als neue nicht mitgemacht wenn sein Kind jede Woche da ist...weil ich will ja auch was von meinem Freund haben.....und ich finde er hat die Chance verdient mit mir ne neue funktionierende Familie zu schaffen....da kann sein kleiner eben nun mal auch nicht ständig hier sein....vor allem ich selbst habe noch keine Kinder! Ich bin froh das es bei uns alle zwei Wochenende dann ist, will auch das er sein Kind sieht. Aber ich finde wir haben auch das Recht auf Neuanfang ohne der Ex! Aber die beiden haben sich auch nicht im guten getrennt....

Ich denke egal aus welcher Sicht....egal aus Vatersicht, Muttersicht, oder der neuen ihrer Sicht jeder hat seine Probleme damit.....und vor allem aus der Sicht des Kindes! Und jeder muss seinen Weg finden damit umzugehen!

Was ich dir damit sagen wollte, versteh deinen neuen Freund auch ein bisschen, dieses hin und her ist nicht leicht für eine neue Beziehung vor allem wenn der neue Partner selbst noch keine Kinder hat....

Und dir wünsche ich von Herzen alles gute!!! Und geh nicht nur wegen dem Kind zu deinem Ex zurück, das kann nicht funktionieren!!

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2. April 2013 um 10:56
In Antwort auf dara_12648991

Depressionen wegen Wechselmodell
Hallo, ich bin auch neu in diesem Forum. Auch ich verstehe mich noch gut mit meinem Mann, und unser Sohn ist nur an den Wochenenden bei mir. Er ist erst 2 und braucht uns beide. Sein Vater und ich kommen gut zurecht und um des Kindes willen finden wir gute Lösungen.
Auch ich bin depressiv. Ich bin in Behandlung und medikamentös eingestellt, also stabil. Zzt ist mein Mann mit meinem Sohn in der Kur und es geht mir jedes Wochenende schlechter. Ich weine fast die ganze Zeit und wenn ich das nicht tue, schlafe ich. Montags ist es dann immer besser. Mir graut vor Ostern, denn mein kleiner kommt erst danach zurück. Trotz Medikamenten und Therapie ist es sehr schwer, nicht komplett zu versinken.
Ich schicke Dir ganz viel Kraft, denn für unsere Kinder müssen wir stark sein. Ich hatte in ganz schlimmen Momenten auch dumme Gedanken, aber dann würde ich meinen Kleinen aufgeben und das ist keine Option.
Halt durch, du bist stärker als Du denkst!
Liebe Grüsse

Depression wegen wechselmodell
hallo Katie,

erstmal vielen Dank für deinen Beitrag. Ich fühle voll und ganz mit dir. warum ist dein Sohn nur an den Wochenenden bei diir? Wie kommt der kleine damit zurecht? Du hast die gleiche einstellung wie ich - Kinder braucchen beide Eltern - Ich finde es toll das du an die bedürfnisse deines Sohnes denkst, dass zeichnet dich als gute mutter meiner Meinung nach aus. gerne würde ich dir ermutigende Worte schicken, leider aber beffinde ich mich an der gleichen stelle wie du und bin leider nciht in der position dir tipps zu geben. Ich wüsche dir aber auch ganz viel Kraft und hoffe das du diesen schweren Abschnitt in deinem leben überwinden wirst und deinen Weg findest damit umzugehen und vielleicht noch etwas positives darauß ziehst.

Wie lange gehst du schon in die Therapie? hilft sie dir? Ich stehe ja noch ganz am Anfang, hatte gerade mal zwei Sitzungen, sehe dem ganzen aber sehr positiv entgegen.

Wir schaffen das, unserer kinder zuliebe.

Ich Wünsche dir alles gute

ganz liebe Grüsse
Sarina

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2. April 2013 um 11:07
In Antwort auf hanka_11951287

??
Hallo Sarina,

es ist leider, so dass wir Frauen uns in einer bestimmten Rolle sehen, --wir werden so konditioniert, -und sobald wir von der gesellschaftlichen Norm (in deinem Fall die Aussagen der Familie das kind gehört zur Mutter) abweichen uns innerlich selbst als 'Rabenmutter' bezeichnen. Bei dir ist eine Ambivalenz in deinen Zeilen zu erkennen, du schreibst einerseits, dass es für dich ausser Frage steht, dass der Vater genauso viel Besuchsrecht hat wie du. Zu diesem Satz folgendes: Es zeigt eine sehr großzügige und weitsichtige Haltung gegenüber Deinem EX mann und deinem Kind. Denn wie viele Männer weinen nachts, klagen vor Gerichte, sitzen in Psychatrien, weil sie den Kindesentzug nicht verkraften und weil sie unverständigen Müttern gegenüber handeln müssen.und dann von noch unverständlichen Familienrichtern gesagt bekommen, dass sie ihr Kind nicht sehen dürfen.....
Nochmal deine Grundhaltung ist, klar er darf die Kleine sehen.

Zweitens, du selbst schreibst dein Kind ist sehr glücklich, das bestätigen dir auch die Kindergärtnerinnen...frage dich wieso ist es glücklich, frage dich wäre es weiter so glücklich wenn es nicht mehr zum Vater dürfte...oder nur noch am _Wochenende...

Drittens, du schreibst, wenn das Kind die woche nicht da ist ist für dich die Hölle, warum??? Dein Kind kommt glücklich zurück--ist dein Problem nicht dahingehend, dass du Angst hast dem kind würde etwas zustopßen und diejenigen aus deiner Verwandtschaft, welche deine Haltung negieren,würden dann mit dem Finger auf dich Zeigen?
Sarina, heute ist dein Kind 6. Dein Ex mann muss auf sie aufpassen und wenn etwas geschieht, dann ist das eben so...du wirst dein Kind niemals 100 % beschützen können, heute nicht und in 5 Jahren nicht.
Als du deine Entscheidung getroffen hast aus vollem Herzen dass das Kind seinen Vater braucht warst du mit dir im Einklang. Arbeite daran die Worte der anderen als ihre stehen zu lassen. Es sind ihre Ansichten nicht DEINE. Lasse nicht zu Ihre Ansichten zu Deinen zu machen..

Wenn dein kind nochmal zu seinem Vater geht...zünde eine weisse Kerze an und sage liebe Engel beschützt meine Kleine, und dann Sarina gehst du spazieren oder machst dinge welche du gerne tust... sage deinem Ex dass du jeden 2. Abend deine Kleine anrufen willst weil du ihre Stimme hören möchtest da es dir zurzeit nicht so gut geht.... Versuch Sport zu treiben. joggen kann die Depression schneller abklingen lassen...versuch das Mass der Tabletten wirklich zu minimieren, informiere dich über das Medikament, denn es gibt leider Ärzte die die zeiten nicht beachten, es gibt manche Anti Depressiva die nach einnahmezeiten von 6 Wochen schon abhängig machen... es wichtiger dass du jetzt gesundheitlich dich um dich kümmerst und es ist gut wenn die kleine in der zeit bei ihrem Vater ist...
Sarina wenn ein Kind lacht und sein kindsein unbeschwert leben kann was hast du dann falsch gemacht---nichts--
frage dich wieso du auf den Gedanken kommst nochmal zu deinem mann zurück zu wollen...wieviel er dir vielleicht doch noch bedeutet...frage dich das mal und sende mir gerne eine antwort..

LG

.....
Hallo guitarlady,

erstmal vielen Dank für deine stärkende Nachricht. Es tat gut deine Zeilen zu lesen. Bist du auch mama?

In deiner Vermutung das ich Angst habe das meiner kleinen was passieren könnte und das die anderen mir dann vorwürfe machen könnten, von wegen wäre sie bei dir gewesen wäre das nicht passiert usw. liegst du falsch. Natürlich habe ich auch Angst um mein Kind, aber das hat ja wohl jede Mutter. Mir ist auch klar das ich sie nich rund um die Uhr beschützen kann, das möchte ich auch nicht, sie muß früher oder später alleine ihre erfahrungen und fehler machen und ihren eigenen Weg finden.

Nein, ich weiß das sie sehr gut bei ihrem Papa aufgehoben ist. Sie liebt ihn und er liebt sie. Wenn ich bedenken hätte, hätte ich mich nicht auf das Wechselmodell eingelassen.

Das problem bin ich, es tut so sehr weh die kleine eine Woche nicht zu sehen, nicht an ihrem Leben teilhaben zu können. Sie ist 6 Jahre, es passiert so viel im Moment was ihre entwicklung betrifft. Jede Mutter muß ihr Kind früher oder später loslassen, aber mit 6 Jahren fällt es mir sehr schwer. Ich stelle mir oft die frage was den mein Problem ist, denn mein Kind ist glücklich und ausgeglichen, ich habe eine super tollen Partner, del meine Tochter so liebt als wäre es seine eigene, er unterstützt mich wo er nur kann, was nicht selbstverständlich ist, vorallem ist es mit einem depressiven Partner nicht immer leicht. Ich habe tolle Eltern, hammer freunde eine tollen Job, eine schöne große Wohnung, eigentlich ich alles perfekt, eigentlich....!

Vielleicht war es die letzten Jahre einfach alles zu viel. Die erkenntnis das mein Traum geplatzt ist, der Traum einer Glücklichen ehe, die Scheidung, die Angst meinem Kind damit zu schaden, der Kampf mit den neuen Partnerinen von meinem Exmann, die es nicht akzeptiert haben das wir uns gem. um unsere Tochter kümmern (mit denen er zum Glück nicht mehr zusammen ist) Trotz wiederstand was freunde und familie betrifft, weiter meinen weg zu gehen, den weg der meiner Meinung nach am besten für mein kind ist.

Anfangs dachte ich ich würde mich an all das gewöhnen, dass ich depressionen bekomme hätte ich nie gedacht, gerade ich....!
Ich könnte dir noch viele Zeilen schreiben, aber ich denke es gibt keine lösung für mich. Ich muß jetzt mit hilfe der Therapie an mir Arbeiten, an mich dennken und vielleicht einen anderen Blick auf das alles bekommen. Wie heißt es so schön die Zeit heilt alle Wunden.

Ach eins noch, Nein zu meinem Exmann zurück gehe ich auf keinen Fall, dafür liebe ich meinen Partner zu sehr. Ich würde mich selbst meinen Exmann und meine Tochter belügen und ich denke wir haben alle das recht Glücklich zu werden und würde ich das tun wäre das keiner von uns wirklich!!!!!

nochmal vielen Dank für dein Feedback.

LG
Sarina

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25. April 2017 um 4:19
In Antwort auf saraid_12724206

Hallo,
ich bin neu hier im Forum. Zum ersten mal in meinem leben Poste ich etwas im Internet, in der Hoffnung das es Menschen lesen die das gleiche durchmachen oder zumindest ein offenes und unvoreingenommenes Ohr für mich haben.

Wo fange ich an?

Ich bin geschieden, mein Exmann und ich bemühen uns einen respektvollen Umgang zu pflegen. Er war ein guter Ehemann, wir waren allerdings sehr Jung, als wir uns ineinander Verliebten. Die Trennung ging von mir aus, wir hatten uns in verschiedene richtungen entwickelt, was dann auch zur Trennung führte. Für unsere Tocher wäre es natürlich besser gewesen Mama und Papa bleiben zusammen, da es aber an liebe mangelte haben wir uns entschieden getrennte wege zu gehen. Da wir der Meinung sind, dass unsere Tochter beide Elternteile braucht haben wir uns für das Wechselmodell entschieden. Das heißt die kleine Maus ist eine Woche bei Ihrem Papa und eine Woche bei mir. Mir kam nie in den Sinn das sie ihren Papa nur alle 14 Tage am Wochenende sehen darf. Sie braucht ihren Papa und liebt ihn auch sehr. Ich würde meiner Tochter damit mehr leid zufügen als alles andere und ihrem Papa auch.
Ihr geht es mit dieser lösung sehr gut. Sie ist 6 Jahre und kommt dank dieses Modells sehr gut mit der Situation zurecht. Auch die Erzieherinen im Kindergarten haben mir gesagt, das sie ein sehr fröhliches und aufgewecktes Kind ist und sie keinerlei auffälligkeiten zeigt, ganz im gegenteil zu den anderen Kindern in der Kita, bei denen die Eltern geschieden sind.

Seit über einem Jahr verfahren wir jetzt so, und eigentlich müsste es mir gut gehen, da ich weiß es geht ihr gut. Leider ist dies nicht der Fall. Ich leide unter starken Depressionen und nehme seit 1 Woche auch Tabl. und bin in Behandlung. Die Woche ohne meine kleine ist die Hölle. Ich bin Kraftlos und bin es leid gegen die Vorurteile in der Familie und im Freundeskreis anzukämpfen. Alle sind der Meinung das ein Kind zur Mutter gehört und wie ich das nur machen kann. Unterstützung bekomme ich im Moment nur von meinem neuen Lebensgefährten, für den die ganze Situation langsam aber auch sehr schwierig wird. Ich weiß das ich das richtige tue, trotzdem bin ich am Boden zerstört. Ich liebe mein Kind über alles. Die zeit vor der Scheidung war auch sehr kräftezehrend, mein Exmann und ich mussten natürlich auch erst einen weg finden mit der Situation umzugehen. Anfangs dachte ich das es mit der zeit leichter wird, aber irrtum!!!!!

Ich bin jetzt seit 3 Wochen Krankgeschrieben, Gottseidank hat mein Arbeitgeber verständnis für meine Situation. Anfangs tat mir die Arbeit bzw. die Ablenkung sehr gut, jetzt weiß ich nicht mehr wie ich morgens aus dem bett komme. Alles ist mir zuviel. Ich möchte einfach wieder Glücklich sein. Ich kann nicht mehr lachen, alles ist so schwer und mein Tag wird von Kummer und Traurigkeit begleitet. Ich spühre das mir Lebensqualität verloren geht, dabei möchte ich doch nur glücklich sein mein Leben und vorallem die Woche mit meinem kleinen Engel genießen. Ich habe Angst nicht mit der Situation klar zukommen, dachte sogar daran wieder zurück zu meinem Exmann zu gehen. Ich weiß aber das dass der falsche Weg wäre. Ich hoffe nur, das ich die Depression besiege und mein leben zurück bekomme.

Für Antworten bin ich euch sehr dankbar - Ich hoffe das dieses Forum mir vielleicht helfen kann und ich durch mein offenes Erzählen, vielleicht gleichgesinnte Treffe und ich es so ein stückweit verarbeiten kann.

Danke das ihr euch die Zeit genommen habt.

LG

Hallo...ich kenne das nur zu gut!Bei mir geht dieser Zustand nun schon über 3Jahre so...und ich kann dir sagen gar nichts bessert sich!
Ich bin weder in Behandlung noch nehme
Ich irgendwelche Sachen ein.Keine Ahnung woher ich jeden Tag die Kraft nehme weiter zu machen.

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25. April 2017 um 4:25
In Antwort auf dara_12648991

Depressionen wegen Wechselmodell
Hallo, ich bin auch neu in diesem Forum. Auch ich verstehe mich noch gut mit meinem Mann, und unser Sohn ist nur an den Wochenenden bei mir. Er ist erst 2 und braucht uns beide. Sein Vater und ich kommen gut zurecht und um des Kindes willen finden wir gute Lösungen.
Auch ich bin depressiv. Ich bin in Behandlung und medikamentös eingestellt, also stabil. Zzt ist mein Mann mit meinem Sohn in der Kur und es geht mir jedes Wochenende schlechter. Ich weine fast die ganze Zeit und wenn ich das nicht tue, schlafe ich. Montags ist es dann immer besser. Mir graut vor Ostern, denn mein kleiner kommt erst danach zurück. Trotz Medikamenten und Therapie ist es sehr schwer, nicht komplett zu versinken.
Ich schicke Dir ganz viel Kraft, denn für unsere Kinder müssen wir stark sein. Ich hatte in ganz schlimmen Momenten auch dumme Gedanken, aber dann würde ich meinen Kleinen aufgeben und das ist keine Option.
Halt durch, du bist stärker als Du denkst!
Liebe Grüsse

Hallo...das hat definitiv nichts mit durchhalten zu tun!Ich kann nur sagen besser wird das nicht!

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