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Hilfe - belastende Situation

1. Juni 2017 um 15:45

Hallo zusammen, 

bei uns zuhause herrschen momentan für mich unhaltbare Gegebenheiten. Dieser Post läuft auf einen Hilferuf hinaus.
Ich erklären mal eben die Situation:

Mein Freund und ich sind seid etwas 2,5 Jahren zusammen. Die ersten 1,5 Jahre haben wir eine Fernbeziehung geführt und uns nur am Wochenende gesehen. Seid etwa einem Jahr wohne ich bei ihm. 
Er ist alleinerziehender Papa und hat seine Sache auch eigentlich immer ganz ordentlich gemeistert. Den eindruckhatte ich zumindest in den ersten 1,5 Jahren. Er hat die Kurze (heute 9 Jahre alt) eigentlich immer mitgebracht wenn er mich besucht hat. Das war auch nie ein Problem... Wahrscheinlich die rosa Brille. 

Denn tatsächlich habe ich einen ganz schönen Hass auf das Kind entwickelt. Seid dem ich bei den beiden wohne, kümmere ich mich fast ausschließlich um den schulischen Kram der Kurzen, da es aus zeitgründen einfach so gekommen ist. Ich mach eine Weiterbildung und bin ab Mittags eben zuhause. 
Ansich habe ich kein Problem damit Kindern bei den Hausaufgaben etc. zu helfen. Aber bei -Ihr- habe ich das, aus dem einfachen Grund, weil diese Kind unglaublich dumm ist. Seid etwas über einem Jahr versuche ich Wissen in diese Kopf zu vermitteln, und es kommt einfach nicht an. Hier funktioniert garnichts. Unabhängig von der mangendel Intelligenz, ist diese Kind auch noch sehr unzuverlässig. Sie verschludert Schulkram, hält sich nicht an absprachen und vergisst andauernd ihre Aufgaben. 

Aus diesem anfänglichem Frust, dass dieses Kind zu nichts zu gebrauchen ist, hat sich nun ein gewaltiger Hass entwickelt. 
Sie muss nur den Mund aufmachen, und ich würde sie am liebsten in ihr Zimmer schicken, dass ich ja nichts mit ihr zutun haben muss! 

Dazu kommt, dass seitdem das Verhältnis zum Kind so schrecklich ist, bzw. sich nie wirklich aufbauen konnte, es auch mit meinem Freund bergab geht. Er weiß wie ich zu seiner Tochter stehe - kann das auch irgendwie nachvollziehen. Vor nicht allzulanger Zeit war er 2 Wochen krank geschrieben, und hat sich in der Zeit um das Kind und Ihren Schulkram gekümmert. 

Ich habe ihn als einen extrem liebevollen, netten und frendlichen Mann kennengelernt. Ein Mann mit einer so sympathischen Ausstrahlung, dass man ihn einfach mögen muss. In den zwei Wochen, in denen er den Helfer-Part übernommen hatte, ist er ähnlich wie ich auf die Palme gegangen, weil einfach nichts fruchtet! 

Ich glaube wir leben in einem Teufelskreis, den ich mit meinem Einzug hier angefangen habe. 

Ich hasse das Kind- das Kind ist genervt von mir weil ich rumkeife- Mein Freund ist von der Situation dass es zwischen mir und dem kind nicht läuft, genervt - Ich bin frustriert weil mein Freund nicht mehr der ist, der er was ...

Mein Freund und ich würden gerne eine Familie gründen, aber mit dem stetigen Stress bei uns im Haus ist das nicht möglich! 

Wir wissen echt nicht mehr weiter, die einzige sinnvolle Lösung, die ich sehe is, dass ich wieder ausziehe. Aber eigentlich möchte ich das nicht, ich würde so gerne bei ihm bleiben, denn ich liebe ihn wirklich sehr!

Habt ihr eine Idee, wie wir vorgehen können??

Liebe Grüße

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1. Juni 2017 um 18:18

Naja wenn man den Mann liebt, tut man ja so einiges! ^^

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2. Juni 2017 um 20:17

Ich denke, Du solltest unbedingt mit der Tochter deines Freundes ins Reine kommen. Vielleicht hat sie ein Problem und deshalb Lernschwierigkeiten? Ich denke, dass Kind braucht ganz klar Hilfe. Mit Druck wird es nur schlimmer. Und sollte sie tatsächlich nur wenig begabt sein, dann kann man das auch nur akzeptieren und sie so gut wie möglich unterstützen.
Habt ihr Absprachen, wer für was verantwortlich ist zu Hause? Vielleicht ist es doch nicht so einfach für dich, Dich um das Kind zu kümmern, und du hast unbewusst Frust damit?
Wie wäre denn eine Familienberatungsstelle? Die können sehr gut schauen, wo das Problem liegt und euch bei der Klärung helfen.
Ansonsten bleibt Dir wohl nur der Rückzug.

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3. Juni 2017 um 13:33
In Antwort auf conny2404

Ich denke, Du solltest unbedingt mit der Tochter deines Freundes ins Reine kommen. Vielleicht hat sie ein Problem und deshalb Lernschwierigkeiten? Ich denke, dass Kind braucht ganz klar Hilfe. Mit Druck wird es nur schlimmer. Und sollte sie tatsächlich nur wenig begabt sein, dann kann man das auch nur akzeptieren und sie so gut wie möglich unterstützen.
Habt ihr Absprachen, wer für was verantwortlich ist zu Hause? Vielleicht ist es doch nicht so einfach für dich, Dich um das Kind zu kümmern, und du hast unbewusst Frust damit?
Wie wäre denn eine Familienberatungsstelle? Die können sehr gut schauen, wo das Problem liegt und euch bei der Klärung helfen.
Ansonsten bleibt Dir wohl nur der Rückzug.

Man ist sich der Fehler ja bewusst, aber es frustirert einen eben wenn so garnichts fruchtet, und das seid einem Jahr. Ich weiß, dass mein Geduldsfaden nicht der längste ist... 

Wahrscheinlich hast du Recht, und wir müssen uns Hilfe suchen. 
Ich hatte hier vielleicht noch auf eine andere Idee /Vorschlag gehofft.

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4. Juni 2017 um 8:33

Für mich hört dich das eher nach einem Teufelskreis an. Wer lernt denn gerne mit einer Person, von der man merkt, dass sie einen hasst? 
Das ist doch eine furchtbar belastende Situation für das Kind, in so einem Umfeld aufzuwachsen - da ist es doch kein Wunder, wenn sie Lernschwierigkeiten hat.

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6. Juni 2017 um 22:14

Es kann auch einfach eine innere Blokade sein.
Mein Großer (9) hat einen von Psychologen getesteten IQ-Wert im weit überdurchschnittlichen Bereich und braucht trotzdem für Hausaufgaben teilweise ewig lange. Die Gedanken schweifen ständig ab und es ist wirklich sehr mühselig. Mit Druck geht dann schon mal gar nichts mehr

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6. Juni 2017 um 23:26
In Antwort auf sisasausemaus

Es kann auch einfach eine innere Blokade sein.
Mein Großer (9) hat einen von Psychologen getesteten IQ-Wert im weit überdurchschnittlichen Bereich und braucht trotzdem für Hausaufgaben teilweise ewig lange. Die Gedanken schweifen ständig ab und es ist wirklich sehr mühselig. Mit Druck geht dann schon mal gar nichts mehr

Dem kann ich zustimmen, ich war auch so ein Kind. Immer Klassenbeste, aber ich konnte mich einfach nicht konzentrieren... ich habe jeden Tag stundenlang an den einfachsten Aufgaben gesessen. Bei mir gab es damals eine "einfache" Lösung, und zwar wurde es ab 22 Uhr schlagartig besser, ich hab halt dann immer sehr spät Hausaufgaben gemacht. Und jetzt bin ich immer noch so eine Nachteule 
Das natürlich kein guter Vorschlag für eine neunjährige, aber habt Geduld mit ihr, in ihr steckt sicher noch viel mehr Potential!

Andererseits kann man ihr sicher auch ganz gut helfen bei einer Beratungsstelle oder einem Kinderpsychologen. Solche Leute kennen sich mit diesen Problemen aus!

Jetzt drängt sich mir aber die Frage auf, wie hat das denn geklappt, bevor du zu deinem Freund gezogen bist?
Hat er da jeden Nachmittag mit ihr Hausaufgaben gemacht?
War sie gewohnt, sich alleine darum zu kümmern? Hat sie vielleicht so nie gelernt, Selbstdisziplin zu halten um sich zu konzentrieren?
Und was ist eigentlich mit ihrer Mutter? Leidet sie vielleicht noch an dem Verlust? Denn sowas kann so ein Kinderleben ganz kräftig beeinflussen...

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11. Juni 2017 um 14:22

Hallo, erstmal danke dass ihr alle so gute Tipps habt! Sorry aber ich habe um Hilfe gebeten und nicht um einen Shitstorm!

Klar meine Schilderung klingt grausig, aber so empfinde ich es eben auch. Das heißt aber nicht dass ich das dem Kind ständig vorhalte!! Wahrscheinlich spürt sie, dass ich sie nicht besonders mag, aber ich putze sie nicht jeden Tag runter!! 
----
Es ist so: sie ist jetzt in der 4. Klasse und die schule bietet bis 16 uhr eine Nachmittagsbetreuung an. Dort hat sie vor meinem Einzug immer ihre Hausaufgaben gemacht. Allerdings alles auf eigene Faust. Dort wird nichts kontrolliert oder überarbeitet. Ergo, der Lerneffekt ist nicht wirklich vorhanden. 
Wir hatten den Verdacht auch Legasthenie, an dem positiven Befund ist sie allerdings knapp vorbei gerauscht. (Ein erneuter testtermin steht). 
Ich rede aber nicht nur von "schulischer Intelligenz". Hier ein Beispiel: sie stellt eine Frage (ansich ja gut) die Frage wird beantwortet, und man versucht es kindgerecht zur erklären. Mitten in der Erklärung beschäftigt sie sich mit was anderem. 
Oder noch ein anderes Beispiel: man sitzt zusammen und sie erzählt etwas das ihr passiert ist. Direkt darauf erzählt sie exakt das gleich nochmal jedem einzelnen. 

Die Mutter ist überhaupt kein Thema! Die gibt es quasi nicht.

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11. Juni 2017 um 15:17

Mit ganz cool bleiben, kann ich leider nicht. Wahrscheinlich lich fehlt mir die Erfahrung und die Geduld. Ich hab ja die ersten 7 Jahre verpasst, in denen die Geduld hätte wachsen können. Und dieses ewige wieder und wieder sagen und reden, bringt mich auf die Palme!

Mit dem Papa rede ich natürlich darüber, irgendwie will man es ja lösen. Er versteht mich, und kann es nach den 2 Wochen in denen er meinen Part übernahm auch nachvollziehen. Er ist natürlich enttäuscht dass es nicht rund läuft, weil alles hätte so schön sein können. Aber wirklich Ideen hat er auch nicht. Generell ist er zu dem Thema Recht still. :/

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11. Juni 2017 um 20:58
In Antwort auf solleny

Hallo, erstmal danke dass ihr alle so gute Tipps habt! Sorry aber ich habe um Hilfe gebeten und nicht um einen Shitstorm!

Klar meine Schilderung klingt grausig, aber so empfinde ich es eben auch. Das heißt aber nicht dass ich das dem Kind ständig vorhalte!! Wahrscheinlich spürt sie, dass ich sie nicht besonders mag, aber ich putze sie nicht jeden Tag runter!! 
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Es ist so: sie ist jetzt in der 4. Klasse und die schule bietet bis 16 uhr eine Nachmittagsbetreuung an. Dort hat sie vor meinem Einzug immer ihre Hausaufgaben gemacht. Allerdings alles auf eigene Faust. Dort wird nichts kontrolliert oder überarbeitet. Ergo, der Lerneffekt ist nicht wirklich vorhanden. 
Wir hatten den Verdacht auch Legasthenie, an dem positiven Befund ist sie allerdings knapp vorbei gerauscht. (Ein erneuter testtermin steht). 
Ich rede aber nicht nur von "schulischer Intelligenz". Hier ein Beispiel: sie stellt eine Frage (ansich ja gut) die Frage wird beantwortet, und man versucht es kindgerecht zur erklären. Mitten in der Erklärung beschäftigt sie sich mit was anderem. 
Oder noch ein anderes Beispiel: man sitzt zusammen und sie erzählt etwas das ihr passiert ist. Direkt darauf erzählt sie exakt das gleich nochmal jedem einzelnen. 

Die Mutter ist überhaupt kein Thema! Die gibt es quasi nicht.

Das Verhalten von der Kleinen ist doch total typisch für das Alter?

Lernt sie denn freiwillig mit dir oder wird ihr das auferlegt? In dem Alter kenne ich eigentlich kaum Kinder, die noch mit den Eltern die Hausaufgaben gemacht haben - da wird höchstens kontrolliert, ob sie sie gemacht haben. Vielleicht ist sie auch einfach so von der Lernerei mit einer Person, die sie total ablehnt, genervt, dass es sie ankotzt und dann erst recht schlecht lernt und sich nicht konzentrieren kann. Falls sie das überhaupt noch will. Natürlich fühlt sie, dass du sie nicht magst, das ist doch eine absolut kontraproduktive Lernatmosphäre.
Habt ihr sie schonmal gefragt, ob sie lieber alleine lernen würde? Eine Nachhilfe wäre sonst auch nicht schlecht, falls das in eurem Budget drin wär.

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13. Juni 2017 um 17:02

Eine Trennung von dem Mann ist eigentlich keine Option für mich. 

Allerallerhöchstens eine räumliche Trennung! Aber den Mann möchte ich nicht mehr her geben 

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27. Juni 2017 um 10:39
In Antwort auf solleny

Hallo, erstmal danke dass ihr alle so gute Tipps habt! Sorry aber ich habe um Hilfe gebeten und nicht um einen Shitstorm!

Klar meine Schilderung klingt grausig, aber so empfinde ich es eben auch. Das heißt aber nicht dass ich das dem Kind ständig vorhalte!! Wahrscheinlich spürt sie, dass ich sie nicht besonders mag, aber ich putze sie nicht jeden Tag runter!! 
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Es ist so: sie ist jetzt in der 4. Klasse und die schule bietet bis 16 uhr eine Nachmittagsbetreuung an. Dort hat sie vor meinem Einzug immer ihre Hausaufgaben gemacht. Allerdings alles auf eigene Faust. Dort wird nichts kontrolliert oder überarbeitet. Ergo, der Lerneffekt ist nicht wirklich vorhanden. 
Wir hatten den Verdacht auch Legasthenie, an dem positiven Befund ist sie allerdings knapp vorbei gerauscht. (Ein erneuter testtermin steht). 
Ich rede aber nicht nur von "schulischer Intelligenz". Hier ein Beispiel: sie stellt eine Frage (ansich ja gut) die Frage wird beantwortet, und man versucht es kindgerecht zur erklären. Mitten in der Erklärung beschäftigt sie sich mit was anderem. 
Oder noch ein anderes Beispiel: man sitzt zusammen und sie erzählt etwas das ihr passiert ist. Direkt darauf erzählt sie exakt das gleich nochmal jedem einzelnen. 

Die Mutter ist überhaupt kein Thema! Die gibt es quasi nicht.

Hallo, ich kann dich echt gut verstehen...wir haben auch ein Mädchen mit schulischen Problemen und scheinbar null Interesse. Die Tochter von meinem Freund ist alle 3-4 Wochen am WE bei uns. Die Mutter kümmert sich nicht sonderlich um schulische Belange und schiebt die Hausaufgaben auf uns ab...die wenige Zeit, die wir mit ihr verbringen, sollen wir dann mit Hausaufgaben füllen und das führt nur zu Frust und Streit...naja egal, das ist meine Situation, du hast das jeden Tag! Und deshalb kann ich wirklich nachvollziehen, dass du "Hass" schiebst...mir reichen schon die 3 Tage und meine Nerven liegen blank. Wobei ich noch ganz gut distanzieren kann, sie hat auch echt gute Seiten. Vielleicht hilft es dir ja, mal für dich eine Liste zu machen mit positiven und negativen Eigenschaften eurer Kleinen. Denn immerhin wirst du nun zur Familie gehören, auch wenn es zwischen euch oft Streit gibt...sie ist ein Teil von deinem Freund (wie du schon sagtest). Führe dir die positiven Sachen immer vor Augen und genieße es, wenn es mal schöne Momente gibt. Ich kann verstehen, wenn du noch HA mit ihr machst...unsere geht auf eine IGS und da gibt es Wochenpläne, die sie nachmittags eigenständig abarbeiten sollen. Allerdings wird das auch nicht kontrolliert und man hat als Kind auch besseres zu tun und auch nicht die Disziplin, seine Hausaufgaben freiwillig zu machen...bei unserer lief das 2 Jahre so, bis die Lehrer gesagt haben, dass sie auf Sonderschulniveau ist...dabei ist sie gar nicht so dumm, sondern hat nur keinen Bock auf Schule und ein kleines Konzentrationsproblem. Uns hilft es, sie eine halbe Stunde hinzusetzen, an einen leeren Tisch, nur die Hausaufgaben, ohne dass wir da rum wuseln (sei es Staubwischen o.ä.), das lenkt sie immer gleich ab und sie nutzt es als Gelegenheit, einen in Gespräche zu verwickeln, in der Hoffnung, dass wir vergessen, dass sie ja eigentlich HA machen soll. Sie versucht uns auch mit der Zeit auszutricksen...aber dann hänge ich immer 10 min hinten dran. Es geht nicht darum, dass sie alle HA schafft, sondern darum, dass sie lernt, sich darauf zu konzentrieren und sich wenigstens etwas mit beschäftigt. Das eine Mal haben wir sogar geschafft, dass sie eine 2 in Mathe schreibt...da war sie sehr stolz! Obwohl der Weg dahin mit viel Streit, Tränen und Gezeter verbunden war. Leider hat sie das nicht motiviert, auch in Zukunft mehr für die Schule zu tun, aber der Moment, wo sie freudestrahlend die gute Note präsentiert hat, war unbezahlbar und beweist mir, dass sie kein hoffnungsloser Fall ist, auch wenn sie kein Bock auf Schule hat. Ich kenne auch viele Erwachsene, von denen man früher nie gedacht hätte, dass aus denen was wird....und jetzt stehen sie mitten im Leben. Es kommt nicht immer auf gute Noten an, auch wenn es sinnvoll ist, die Synapsen der Kleinen zu fördern. Leg einfach nicht zu viel Wert auf HA...auch wenn sie trotzdem regelmäßig dran arbeiten soll. Nur Mut, das wird schon, sie ist immerhin erst 9. Vielleicht wäre es wirklich gut, jemand 3. zu holen, der mit ihr HA macht, bis du dich wieder gesammelt hast. Erstmal die belastende Situation verändern...und am belastensten sind ja scheinbar die HA-Momente. Übrigens: Unsere erzählt auch immer Sachen doppelt und folgt dem Gespräch nicht, auch wenn sie vorher was gefragt hat...und sie springt in Themen, versteht manche (einfache) Fragen nicht und antwortet dann was völlig anderes (als hätte ich auch was ganz anderes gefragt)...und sie verschläft viel und hat Probleme, Termine einzuhalten. Außerdem sagt sie nie Danke. Sie ist 13 und den anderen Kindern hängt sie hinterher...das merken die auch und ärgern sie viel, was sie sehr traurig macht. Sie ist wirklich sehr sensibel und auch tierlieb. Außerdem hilfsbereit und unternehmungslustig. Vielleicht findest du bei eurer auch so tolle Eigenschaften? Nicht jeder ist perfekt und manche haben eben mehr Schwächen als andere...aber auch eure Kleine wird ihren Weg gehen!

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27. Juni 2017 um 12:57
In Antwort auf solleny

Hallo, erstmal danke dass ihr alle so gute Tipps habt! Sorry aber ich habe um Hilfe gebeten und nicht um einen Shitstorm!

Klar meine Schilderung klingt grausig, aber so empfinde ich es eben auch. Das heißt aber nicht dass ich das dem Kind ständig vorhalte!! Wahrscheinlich spürt sie, dass ich sie nicht besonders mag, aber ich putze sie nicht jeden Tag runter!! 
----
Es ist so: sie ist jetzt in der 4. Klasse und die schule bietet bis 16 uhr eine Nachmittagsbetreuung an. Dort hat sie vor meinem Einzug immer ihre Hausaufgaben gemacht. Allerdings alles auf eigene Faust. Dort wird nichts kontrolliert oder überarbeitet. Ergo, der Lerneffekt ist nicht wirklich vorhanden. 
Wir hatten den Verdacht auch Legasthenie, an dem positiven Befund ist sie allerdings knapp vorbei gerauscht. (Ein erneuter testtermin steht). 
Ich rede aber nicht nur von "schulischer Intelligenz". Hier ein Beispiel: sie stellt eine Frage (ansich ja gut) die Frage wird beantwortet, und man versucht es kindgerecht zur erklären. Mitten in der Erklärung beschäftigt sie sich mit was anderem. 
Oder noch ein anderes Beispiel: man sitzt zusammen und sie erzählt etwas das ihr passiert ist. Direkt darauf erzählt sie exakt das gleich nochmal jedem einzelnen. 

Die Mutter ist überhaupt kein Thema! Die gibt es quasi nicht.

Also so wie du es schilderst. Hat die Kleine schwierigkeiten dabei sich zu konzentrieren. Das solltest ihr erstmal üben und bei Fortschritten (egal wie klein) loben.
Aber mal zu eurer generellen Situation. Keine Ahnung ob du noch unvoreingenommen mit ihr umgehen kannst, jedoch solltest du versuchen angenehme Dinge mit ihr gemeinsam erleben. Geht mal beide etwas unternehmen, was spaß macht und schafft positive Erinnerungen.
Aber vor allem: Rede mit ihr. Frage sie, was und warum es ihr so schwer fällt. Überlege ob es irgendwas gibt, wobei sie sich erfolgreich über längeren Zeitraum konzentriert und versuche das in das "Lernen" zu übernehmen.

Wenn du es nicht hinbekommst, die Tochter deines Partners ordentlich zu behandeln und vor allem lieb zu haben. Dann solltest du ausziehen und eure Familienplanung auf Eis legen.

Meine subjektive Meinung:
Ja, es ist sicherlich frustrierend, dass sie nicht versteht. Aber es ist eure Aufgabe herauszufinden, wie ihr dem Mädel helfen könnt. Versuche dich mal in ihre Lage zu versetzen. Sie fühlt sich sicherlich auch nicht wohl dabei, wenn sie immer die "Dumme" ist. Und auch wenn du noch so oft beteuerst, dass du sie nicht runterputzt. Kinder spüren so was ganz genau. Es ist traurig, dass du nicht selbst erkennst, wie weh du diesem kleinen Mädchen tust. Noch trauriger, dass der Vater es auch noch zulässt.

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