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Hilfe, akut, Thema Grenzen-.-

5. Februar 2013 um 22:05

Hallo,

meine Tochter ist drei und akzeptiert nicht, dass sie im Hausflur nicht schreien darf, wie am Spieß.
Sie hört dann auch in der Wohnung nicht auf, dafür musste sie eben sofort in ihr Zimmer, weil sie vorher schon extrem frech war und ich ihr auch zeigen wollte, dass ich sauer bin und dieses Verhalten nicht dulde.
Sie machte dann, trotz meines Verbotes, überall Festbeleuchtung an, anstatt im Bett zu bleiben, nach mehreren malen, die ich sie ermahnt habe (ich wurde mit der Zeit echt verdammt laut), hab ich sie irgendwann unsanft ins Bett zurück befördert, weil meine Nerven auch schon durch waren und sie meine Verbote auch nicht akzeptiert hat.
Es ging weiter, dass sie schrie und raus kam, irgendwann wollte ich die tür abschließen und aus Protest hämmerte sie gegen die Glasscheibe, die sie bereits im Vorfeld schon wackelig einmal geschlagen hat.
Das ist lebensgefährlich und ich habe es ihr erklärt (also in der zurückliegenden Situation, und ihr mit einem Trinkglas vorgemacht, was passieren kann, etc.).
Also kann ich sie auch nicht ignorieren, wenn sie einen Wutanfall hat und dass ich aufpassen muss, dass sie die Scheibe nicht zerschlägt, die ganze situation überfordert mich total-.-.

Ich habe selber ein schlechtes Gewissen, dass ich so "böse" zu ihr war, aber was soll ich machen??
Ich erkläre ihr ALLES, bevor ich laut werde oder Konsequenzen androhe, bis durchziehe.

Sie ist im Moment echt schwierig und ich weiß nicht, wie ich das lösen soll.

Im Kindergarten redet sie nicht mit den Erziehern, beim Papa ist sie nie so extrem frech, wie bei mir, obwohl ich weder Diktatorin, noch Gluckenmutter bin, die ihrem Kind keine Grenzen aufzeigt.
Bzw. wenn er hier war und sie ihren Willen durchsetzen wollte, hat er sich richtig gewundert, wie sie brüllt und sich gegen alles wehrt (umziehen auch gerne...).

Scheinbar liegt es ja an meiner Gegenwart, aber was soll ich denn machen-.-?

Danke fürs lesen erstmal.
ich hoffe, mir kann irgendjemand helfen...

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12. Februar 2013 um 11:57


naja, scheinbar haut das mit dem grenzen "aufzeigen" (komisches wort) nicht so ganz hin. jedenfalls funktioniert es nicht!
ich empfehle dir das buch "dein kompetentes kind" von jesper juul. vielleicht überdenkst du deine methode ja nochmal.

ich setze meinem sohn (2j.) keinerlei grenzen. er zeigt mir seine und ich zeige ihm meine. unser miteinander ist sehr harmonisch und er hatte noch keinen einzigen "trotzanfall".

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12. Februar 2013 um 13:01
In Antwort auf mali_11969606


naja, scheinbar haut das mit dem grenzen "aufzeigen" (komisches wort) nicht so ganz hin. jedenfalls funktioniert es nicht!
ich empfehle dir das buch "dein kompetentes kind" von jesper juul. vielleicht überdenkst du deine methode ja nochmal.

ich setze meinem sohn (2j.) keinerlei grenzen. er zeigt mir seine und ich zeige ihm meine. unser miteinander ist sehr harmonisch und er hatte noch keinen einzigen "trotzanfall".

Wie
"zeigt" man Grenzen, ohne diese zu verteidigen?
Entweder kann ich das nicht gleuben, was Du sagst, oder Du hast ein ganz besonderes Kind, welches noch nie etwas ausgetestet hat.

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12. Februar 2013 um 19:16


als mein sohn ein jahr alt wurde, sagte man mir, dass die gechillte babyzeit jetzt vorbei ist und er anfängt, zu trotzen und seine grenzen austestet. darauf warte ich bis heute.
ich glaube, hier gibt es unterschiedliche vorstellungen von grenzen. ich habe manchmal das gefühl, dass es hier darum geht, zu zeigen, wer der boss ist. ich denke aber, dass das nicht notwendig ist.
wir leben nach dem bestimmer-entscheider-prinzip. sohn ist der bestimmer und wir eltern entscheiden, ob das von ihm bestimmte lebensbedrohlich ist, oder nicht. wir fördern damit sein selbstwertgefühl, da er eben sein leben in vielen bereichen selbst bestimmen darf. interessanterweise folgt er in den für uns eltern entscheidenden situationen meistens.
wir hatten noch nie einen anziehkampf, einschlafkampf oder essenskampf. er hat noch nie "gebockt" oder sich schreiend auf den boden geworfen.
ich würde aber auch nie auf die idee kommen, ihn wieder in sein bett zu schicken, wenn er bei mir schlafen möchte. diese distanz gibt es zwischen uns nicht. dass wir das familienbett praktizieren, solange er möchte, sei dahingestellt.

ich finde es ausgesprochen interessant, dass einem nicht geglaubt wird, wenn man erzählt, dass es auch anders gehen kann. mit sicherheit spielt sein sanfter charakter dabei eine große rolle.
aber wir als familie leben in einer gleichwürdigen beziehung und es scheint zu funktionieren.

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12. Februar 2013 um 20:31


er bekommt anpassungsschwierigkeiten, weil er ein großes selbstwertgefühl hat? ist nicht dein ernst

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12. Februar 2013 um 20:38
In Antwort auf mali_11969606


er bekommt anpassungsschwierigkeiten, weil er ein großes selbstwertgefühl hat? ist nicht dein ernst

Ahahahahaha
jetzt weisste bescheid gell??? Züchtige dein Sohn, und du wirst akzeptiert in der Gesellschaft...kranke Welt

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12. Februar 2013 um 20:43
In Antwort auf mimimalwieder11

Ahahahahaha
jetzt weisste bescheid gell??? Züchtige dein Sohn, und du wirst akzeptiert in der Gesellschaft...kranke Welt


vor allem kommt er dann auch besser mit der welt klar, wenn er in der kindheit auch ordentlich unterdrückt und gemaßregelt wurde.

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12. Februar 2013 um 20:46
In Antwort auf mali_11969606


vor allem kommt er dann auch besser mit der welt klar, wenn er in der kindheit auch ordentlich unterdrückt und gemaßregelt wurde.

Ja klar
also die Gofem Kinder sicherlich....dort gibt es eben ein drauf wenn der 2 Jährige eben zeigt was er will, EIGENEN WILLEN?? Wo kämen wir hin!!!

Patsch ein drauf, oder eben am besten ins Zimmer sperren, und die Sache ist geritzt













Traurig, ist schon traurig, das ich fast lachen muss

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13. Februar 2013 um 17:36

Bei uns gibt es kein Abi

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13. Februar 2013 um 17:39

Wer beschimpft mich den als "Weib" also bitte, komm nicht
mit Niveau wenn du selbst keins besitzt Du bist einfach nicht kritikfähig, aber man sieht eben hier: Erziehungsstil deiner Eltern hat auch nicht wirklich was gebracht, oder wieso gehst du so ab wies HB Männchen??? Wohl nicht so ein grosses Selbstwertgefühl, oder wieso musst du dich so Assi mässig rechtfertigen?? Denk mal drüber nach, und arbeite mal an deiner Ausdrucksweise, mit der kommt man übrigens auch nicht weit

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14. Februar 2013 um 14:00
In Antwort auf mali_11969606


vor allem kommt er dann auch besser mit der welt klar, wenn er in der kindheit auch ordentlich unterdrückt und gemaßregelt wurde.

...
Wer redet denn von unterdrücken, maßregeln und züchtigen??? Konnte ich hier nirgendwo lesen!
Ich habe selbst zwei Kinder. Wenn ich da nicht hin und wieder Grenzen setzen würde, würde es an manchen Tagen ausarten! Meine Tochter ist 4,5 und mein Sohn 2,5 Jahre alt.
Ich lasse sie auch oft selbst entscheiden bzw. greife nicht immer sofort ein, wenn eine Situation schwierig wird. Aber irgendwann muss ich Grenzen setzen, sonst würden ggf. Möbel aus dem Fenster fliegen etc.
Oder darf dein Sohn das dann auch selbst entscheiden wenn er dies z. B. gerne tun würde?
Also ich glaube fest daran, dass es einen gesunden Mittelweg gibt. Nicht permanent ausbremsen, aber auch nicht alles zulassen - auch wenn es bequemer ist...

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15. Februar 2013 um 0:04

Zwischenmeldung
Also die Sache mit der Tür haben wir gelöst indem wir sie gegen meine Schlafzimmertür getauscht haben.
Ich bin seitdem auch wesentlich entspannter, wenn die Kleine ihre neue Zimmertür mal zuhaut.
Ich hab mir in der letzten zeit viele Gedanken gemacht, auch darüber, dass ich ihr unbewusst wahrscheinlich zu viel abverlangt habe.
Ich habe/hatte in letzter Zeit einige Probleme von nicht geringem Gegenstand und es waren/sind Dinge, die ich auch nicht selbst verschuldet hatte.
Ich arbeite dran und lass sie momentan auch die Tür knallen, damit sie sich abreagieren kann.
(Ich hab mich als kind/Jugendliche selbst drüber aufgeregt, wenn einem die Eltern nehmen wollten, dass man seinem Ärger mal selbst Luft machen darf . Also lass ich sie, zumindest solange es ihre Tür ist.)

Ich finde es erbärmlich, wenn jemand andere nur herabwürdigen kann, weil sie nicht immer alles richtig machen, bzw. nicht wie man selbst .
Wenn jemand echt der Meinung ist, dass das Verhalten eines Elternteils dem Kind evt. schaden könnte, dann wird dieser jemand, sofern er Besitzer eines intakten Verstandes ist, versuchen zu helfen, anstatt drauf herum zu trampeln.
Ich glaube, manch einer weiß nicht, wie gut er/ sie es hat, da er/sie nicht alleine durch eine schwierige Zeit muss, und "nebenher" noch eine guter Elternteil sein soll.
Und damit haben sich für mich auch jene Personen erledigt.

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15. Februar 2013 um 15:15
In Antwort auf mali_11969606


naja, scheinbar haut das mit dem grenzen "aufzeigen" (komisches wort) nicht so ganz hin. jedenfalls funktioniert es nicht!
ich empfehle dir das buch "dein kompetentes kind" von jesper juul. vielleicht überdenkst du deine methode ja nochmal.

ich setze meinem sohn (2j.) keinerlei grenzen. er zeigt mir seine und ich zeige ihm meine. unser miteinander ist sehr harmonisch und er hatte noch keinen einzigen "trotzanfall".

...
Dein Kleiner ist auch erst 2 Jahre alt. Mit 2 war meine Tochter auch noch ein sanftes Lamm. Sie ist immer noch eine ganz Liebe, aber auch sie hat Ihre Trotzanfällte. Und das dann in Kombination mit mit meinem 2,5 Jahre alten Sohn.... das kann schon sehr heftig sein. Mein Sohn ist auch sehr anders als meine Tochter! Bekommt schon öfter mal 'nen Wutanfall und piesackt gerne mal seine Mitmenschen
Die Bücher von Jesper Juul kenne und mag ich! Er schrieb auch "Aus Liebe Nein sagen"
Ich finde, die richtige Mischung macht's. Nicht permanent alles "abwürgen", aber auch nicht alles durchgehen lassen. Ein "Nein" hat noch niemandem geschadet denke ich. Meine Kinder haben ein gesundes Selbstbewusstsein und sind fröhliche kleine Menschen.
Ich sehe es oft gelassen und humorvoll, aber manchmal müssen meine Kinder ein "Nein" hinnehmen.
Beispiel: Gestern hatte meine Tochter Besuch von einer KiGa Freundin. Das Mädel ist sehr impulsiv und tobt gerne. Alles kein Problem ... Nur wenn dabei die Möbel zu Bruch gehen, hört der Spass auf. Da möchte ich auch nicht lange diskutieren, bzw. es mit den Kindern ausdiskutieren, sondern sage kurz, warum das nicht geht und Schluss. Keinem ist mit beschädigten Möbeln geholfen, nur weil das Kind entscheiden durfte
Das Leben ist leider auch nicht immer ein Ponyhof ...

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